Reise

Zum 100. Geburtstag von Johannes Paul II.

Wawel KathedraleWawel Kathedrale Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Im aktuellen Pressedienst erinnert das Polnische Fremdenverkehrsamt an Johannes Paul II. Die Feierlichkeiten zu seinem 100. Geburtstag am 18. Mai 2020 werden anders ausfallen als ursprünglich geplant. Hier einige Stätten, die mit seinem Leben und Werk verbunden sind –  sie lohnen einen Besuch auch nach der Corona-Krise.

Johannes Paul II. wurde vor 100 Jahren geboren

Mit einem landesweiten Singen, Online-Messen und einer Lasershow wollen viele Polen am 18. Mai 2020 den 100. Geburtstag „ihres“ Papstes feiern. Die offiziellen Feierlichkeiten in Wadowice, dem Heimatort von Johannes Paul II., mussten aufgrund der Corona-Pandemie in den Oktober verlegt werden.

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Blick auf den Markt von Wadowice_Foto: Stadt Wadowice/Janusz Gawron

Zwar ist Karol Wojtyła schon vor 15 Jahren gestorben, doch in der Erinnerung vieler Polen lebt er weiter. Unvergessen ist für sie sein Beitrag zur Überwindung des Kommunismus und zur Öffnung des Eisernen Vorhangs. Der Mann, der für mehr als 26 Jahre an der Spitze der katholischen Kirche stand, wurde am 18. Mai 1920 im kleinpolnischen Städtchen Wadowice geboren, eine knappe Autostunde von Kraków (Krakau) entfernt. In seinem Geburtshaus erinnert heute ein Museum mit vielen persönlichen Erinnerungsgegenständen auch an den Menschen Karol Wojtyła. So sind dort die alten Holzskier des begeisterten Sportlers zu sehen, der nach Schilderungen seines ehemaligen Sekretärs auch schon mal heimlich aus dem Vatikan zum Skifahren aufgebrochen war.

Lieblingslied des Papstes am 18.10.2020

Den runden Geburtstag ihres berühmtesten Bürgers wollte die Stadt Wadowice mit einem Konzert, Gästen aus aller Welt und einer Live-Übertragung im staatlichen Fernsehen feiern. Aufgrund der aktuellen Lage wurde die zentrale Feier aber in den Herbst verschoben. Stattdessen rief das Museum in seinem Geburtshaus die Bevölkerung dazu auf, am 18. Mai das Lieblingslied des Papstes, die „Barka“ (Der Kahn), zu singen und wenn möglich online zu stellen. Das Lied des Spaniers Cesáreo Gabaráin soll dann aus den Fenstern und von den Balkonen des Landes schallen.

Tipp für die Nach-Corona-Zeit

Wer sich nach der Wiederöffnung der Grenzen selbst zu einer Reise auf den Spuren des Papstes begeben möchte, findet in Krakau zahlreiche Stätten der Erinnerung. Eine Route mit mehr als zwei Dutzend Stationen führt dort von seinem ersten Wohnhaus in der ul. Tyniecka 10 über den Steinbruch im Stadtteil Zakrzówek, wo er während der deutschen Besatzungszeit als Zwangsarbeiter tätig war, bis zur Wawel-Kathedrale, in der er schon 1946 seine erste Heilige Messe las und später als Erzbischof wirkte. In zwei benachbarten Wohnhäusern in der ul. Kanoniczna, wo Karol Wojtyła in den 1950er Jahren lebte, zeigt heute das Erzbischöfliche Museum viele Objekte, die mit dem Wirken des Papstes verbunden sind. Nicht weit davon entfernt, in der ul. Franciszkańska 3, befindet sich der Bischofspalast, in dem Wojtyła seit 1958 als Bischof und später als Erzbischof tätig war.

Meistbesuchte Pilgerstätte seit 2000 Welterbe der UNESCO

Der Weg von Krakau zu seiner Geburtsstadt Wadowice führt vorbei am Kalvarienberg von Kalwaria Zebrzydowska. Die Anlage mit Kloster und insgesamt 41 Kapellen, die den Leidensweg Christi markieren, gehört seit dem Jahr 2000 zum Welterbe der UNESCO und ist eine der meistbesuchten Pilgerstätten Polens. Karol Wojtyła hatte sich hier schon als junger Mann mehrfach aufgehalten und besuchte die Wallfahrtstätte auch mehrfach als Papst. Wer in Wadowice das Geburtshaus des späteren Papstes, seine Taufkirche und seine früheren Schulen besucht hat, sollte sich dort zum Abschluss ein der Creme-Schnitten gönnen, die Karol Wojtyła zeitlebens liebte. Als „Papst-Törtchen“ werden sie überall in der Stadt verkauft.

Weitere Informationen hier:
zum Museum im Geburtshaus von Johannes-Paul II. unter www.domjp2.pl,
zum Centrum Jana Pawła II in Krakau unter www.janpawel2.pl  und
zum Centrum Myśli Jana Pawła II in Warschau unter www.centrumjp2.pl
Touristische Informationen über Krakau unter www.krakow.travel
Allgemeine Informationen über Reisen nach Polen unter www.polen.travel

Presseinformation: Polnisches Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel