Schlösser und Burgen

Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte

doberlug (1)Schloss Doberlug Foto: Weirauch

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg eröffnete jetzt in Doberlug-Kirchhain eine von sechs neuen Stadtraumausstellungen.

Die historischen Altstädte im Land Brandenburg haben den Zweiten Weltkrieg in vielen Fällen ohne große Zerstörungen überdauert. Und doch waren sie in der Mangelwirtschaft der DDR und aufgrund des ideologisch geprägten Umbaus der Städte dem Zerfall preisgegeben. Vieles ist in den 40 Jahren der DDR unwiderruflich zerstört worden. Erst nach 1990 wurden die erhaltenen Stadtkerne umfangreich gerettet. Heute sind diese Altstädte wieder lebenswert.

Sechs neue Ausstellungen im öffentlichen Raum

…. der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen blicken in sechs verschiedenen Städten auf die wechselvolle Geschichte von Erhalt, Zerfall und Wiederaufbau. Die Ausstellungen werden teilweise durch Stadtrundgänge zum Hören ergänzt, die individuelle Stadtentdeckungen ermöglichen.

Ab 21. Juni zeigt die Stadt Doberlug-Kirchhain die Ausstellung »Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten«. Der unter Denkmalschutz stehende Ortskern von Doberlug hat mit den Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre eine enorme Aufwertung erfahren. Einige Profan-, Repräsentations- und Sakralbauten ragen aus dem 27 ha großen Sanierungsgebiet besonders hervor. Diese Gebäude stehen im Fokus der diesjährigen Stadtraumausstellung über den Zeitraum von 1950 bis heute.

  • Laufzeit  bis 31. Dezember 2020
  • Eintritt frei
  • Öffnungszeiten Die Ausstellungen sind im öffentlichen Raum frei und durchgehend zugänglich.
  • Startpunkt Schloss Doberlug, Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain


Weitere Ausstellungen

 »Altlandsberg – Denkmal an den Krieg: Monumente in Friedenszeiten«

Die Ausstellung und der Audio-Stadtrundgang führen an drei verschiedene Kriegsmahnmale in der Stadt, die an 1870/71 und an die beiden Weltkriege erinnern. Wie haben sich das Gedenken und Erinnern verändert? Welche Einzelschicksale stehen hinter den eingravierten Namen?

  • Eröffnung 17. Juli 2020, 18 Uhr
  • Laufzeit 18. Juli bis 31. Dezember 2020
  • Orte Rathaus, Marktplatz und Kirchplatz, 15345 Altlandsberg

»Brandenburg an der Havel – Spiegel der Gesellschaft: Stadtplanungen in Brandenburg«

Für die Zeit seit der partiellen Kriegszerstörung 1945 bis heute lassen sich in Brandenburg an der Havel markante Maßnahmen der ergänzenden Stadtreparatur bzw. Überplanung entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist nachzeichnen. Das Stadtbild und seine Ergänzungen und Überprägungen sind dabei stets ein Spiegel der Gesellschaft mit oft wechselnden Prämissen.

  • Laufzeit 6. Juni bis 31. Dezember 2020
  • Startpunkt Paulinerstraße 10/11, 14470 Brandenburg an der Havel


Bad Belzig

Die Ausstellung und die Hörführung in Bad Belzig stellen markante Orte und stadtbildprägende Gebäude vor, an denen besonders gut die Erfolge der Stadtsanierung seit 1990 sichtbar werden. Damit werden die Ergebnisse des Projektes »WendePunkte« von 2009 fortgeschrieben.

  • Laufzeit 17. Juni bis 31. Dezember 2020
  • Startpunkt Rathaus Bad Belzig, Wiesenburger Str. 6, 14806 Bad Belzig


»Beeskow – Zerstört und doch Bewahrt: Historischer Stadtkern der Nachkriegszeit«

Anfang 1945 geriet Beeskow in den Fokus des Kriegsgeschehens und hatte starke Zerstörungen des historischen Stadtkerns erlitten. Ruinen und alte Bauwerke wichen während der DDR-Zeit modernen Neubauten. Mangelwirtschaft und Widerstände verhinderten jedoch nicht ein örtliches Bemühen um Erhalt und Wertschätzung der historischen Stadt.

  • Eröffnung 31. Juli 2020, 18 Uhr
  • Laufzeit 1. August bis 31. Dezember 2020
  • Startpunkt Rathaus Beeskow, Berliner Str. 30, 15848 Beeskow 


»Wusterhausen/Dosse – Was alte Postkarten erzählen«

Der historische Stadtkern mit der Stadtkirche St. Peter und Paul blieb von Kriegszerstörungen verschont. Heute laden liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, Cafés und Gaststätten und das Wegemuseum zum Bummel durch die reiche Geschichte der kleinen Stadt ein. Aber auch die Geschichte der innerstädtischen DDR-Neubauten hat ihren Reiz, wie der Vergleich mit historischen Postkarten zeigt.

  • Eröffnung 9. Juli 2020, 10 Uhr
  • Laufzeit 9. Juli bis 31. Dezember 2020
  • Startpunkt Rathaus Wusterhausen, Am Markt 1, 16868 Wusterhausen/Dosse

Weitere Informationen zu den Stadtraumausstellungen gibt es bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.

Telefon 0331 201 51 20; E-Mail info@ag-historische-stadtkerne.de; Web www.ag-historische-stadtkerne.de

Die Ausstellungen sind Projekte im Rahmen des Themenjahres »KRIEG UND FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020«

Quelle: Presseinformation