Reise

UNESCO-Welterbetag am 2. Juni 2019

Sanssouci (2)

44 der weltweit mehr als 1.000 Welterbestätten liegen in Deutschland. Am UNESCO-Welterbetag laden sie zu Sonderführungen, Konzerten und Ausstellungen ein.

Am 2. Juni 2019 laden Welterbestätten in ganz Deutschland zum UNESCO-Welterbetag ein. Sonderführungen, Konzerte und Ausstellungen zeigen die Vielfalt des Menschheitserbes zwischen Wattenmeer und Bodensee. Der Welterbetag wird in Quedlinburg eröffnet. Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg wurden vor 25 Jahren zum UNESCO-Welterbe ernannt.
Nächtlicher Blick auf die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatius, Quedlinburg-Tourismus Marketing GmbH Foto Andrea Fleischmann
Nächtlicher Blick auf die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatius, Quedlinburg-Tourismus Marketing GmbH Foto Andrea Fleischmann

Überblick zu den Veranstaltungen des UNESCO-Welterbetags 2019

Im Anschluss erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Bühnenprogramm mit Theater, Tanz und Präsentationen zum Welterbe in Quedlinburg. In der Altstadt von Quedlinburg bieten Teilnehmerinnen von kulturweit, dem Jugendfreiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission, Mitmach-Aktionen rund um das Welterbe an.

Auch an anderen Welterbestätten gibt es ein vielfältiges Programm: Anlässlich 100 Jahren Bauhaus lädt das Alfelder Fagus-Werk zur Uraufführung von „Upon a Ground“ ein. In der Komposition kollidieren Musikströmungen des 20. Jahrhunderts mit Klängen der Industriekultur.

Nationalpark Kellerwald - Edersee
Die Banfebucht gehört zu den Geheimtipps am Edersee Foto: Weirauch

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee bietet Führungen durch das Welterbe der Alten Buchenwälder an Traddelkopf und Ringelsberg an und in der Hamburger Speicherstadt findet am St. Annenplatz ein Welterbefest statt.

Hintergrund

1.092 UNESCO-Welterbestätten in 167 Ländern weltweit machen die Geschichte der Menschheit und des Planeten erlebbar. 44 von ihnen befinden sich in Deutschland. Welterbestätten sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften. Der Schutz und Erhalt dieser Stätten liegt in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft. Seit 2005 wird der UNESCO-Welterbetag auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland am ersten Sonntag im Juni begangen.

Es sind die herausragenden Zeugnisse der Geschichte der Menschheit und der Natur, die mit dem Emblem des UNESCO-Welterbes ausgezeichnet werden: stumme und doch beredte Zeugen großartiger Kulturleistungen und Naturphänomene.

Weltkulturerbe Rammelsberg Foto S Sobotta
Blick auf das UNESCO – Weltkulturerbe Rammelsberg am Rande von Goslar, Foto: S Sobotta (UNESCO)

Baudenkmäler, Städteensembles, aber auch Industriedenkmäler und außergewöhnliche Naturlandschaften, werden durch das Welterbekomitee der Unesco als Welterbe ausgezeichnet und somit unter besonderen, internationalen Schutz gestellt.

Die Welterbekonvention der UNESCO

1972 wurde von der Generalkonferenz der Unesco das „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ verabschiedet. Es legt den Schutz eines Kultur- oder Naturgutes, das einen „außergewöhnlichen universellen Wert“ besitzt, in die Obhut der gesamten Menschheit. Mit der Unterzeichnung der Konvention verpflichtet sich jedes Land, die innerhalb seiner Landesgrenzen gelegenen Denkmäler zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten. Als Gegenleistung erhalten die Mitgliedstaaten der Unesco Fachberatung zur Erhaltung ihrer Denkmäler, Staaten, die nur über begrenzte Mittel verfügen, auch finanzielle Hilfen. Es ist das Ziel der Konvention, die Zusammenarbeit zwischen allen Menschen und Völkern und den Schutz des Natur- und Kulturerbes zu fördern und zu intensivieren. Auch nachhaltiges Reisen kann einen Beitrag zum Erhalt von Welterbestätten leisten.

Der „UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.“

Der „UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.“ möchte die deutschen Welterbestätten bekannter machen und einen behutsamen und hochqualifizierten Tourismus im denkmalverträglichen Ausmaß fördern. Damit verbindet sich die Chance, das Welterbe nicht nur zu vermitteln und zugänglich zu machen, sondern über den Tourismus als eine wesentliche Einnahmequelle den Erhalt der Welterbestätten auch dauerhaft sicherzustellen.

44 UNESCO-Welterbestätten in Deutschland

Was haben die Zeche Zollverein, die Stadt Regensburg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz und das Bauhaus in Weimar gemeinsam? Sie alle zählen wie die Chinesische Mauer zum Erbe der Menschheit. Es bedarf allerdings keiner Weltreise, um sie kennenzulernen, denn sie alle sind ein starkes Stück Weltkultur „gleich um die Ecke“ in Deutschland.

Blick auf das UNESCO Weltkulturerbe-Voelklinger-Huette © Gerhard Kassner Tourismuszentrale Saarland
Blick auf das UNESCO Weltkulturerbe-Voelklinger-Huette © Gerhard Kassner Tourismuszentrale Saarland

44 Welterbestätten bieten packende Momentaufnahmen aus einer mehr als 6000-jährigen Geschichte: Schon in der Steinzeit entstanden die ersten Pfahlbauten am Bodensee. In Trier und am Limes haben die Römer ihre Spuren hinterlassen.

In Wittenberg lebt die Erinnerung an den  Reformator Martin Luther fort. Weimar, die Wirkungsstätte von Goethe und Schiller, atmet den Geist der Deutschen Klassik.

Blick von der Stadtkirche hinüber zur Schlosskirche von Wittenberg, Foto: D.Weirauch
Blick von der Stadtkirche hinüber zur Schlosskirche von Wittenberg, Foto: D.Weirauch
Goethehaus Weimar am Frauenplan
Goethehaus Weimar am Frauenplan, Foto: Weirauch

Auch Naturbegeisterte und Technikfans kommen auf ihre Kosten, denn die Auswahl reicht von der Fossilienlagerstätte Grube Messel bis zur Völklinger Hütte. Klöster, Schlösser, Museen und Gartenanlagen laden dazu ein, die kulturelle Vielfalt Deutschlands zu entdecken. Und nicht nur in den Altstädten von Bamberg und Lübeck blüht modernes Leben in historischer Kulisse …

Bamberg in Franken, Foto: Weirauch

Die Homepage www.welterbedeutschland.de informiert über alle 44 Welterbestätten und gibt zahlreiche Tipps und Anregungen für Veranstaltungen und Ausflüge.

Quedlinburg, Telefon: +49(0)-3946 81 12-53/-54, Fax: +49(0)3946 81 12 56, E-Mail: info@unesco-welterbe.de,

Internet: www.welterbedeutschland.de

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