1 Stunde weg

Totensonntag auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf

Kapelle_außen_webKapelle auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf

Friedhofsputz zum Ewigkeitssonntag.  Auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf sind Gärtner nonstop mit putzen und schmücken beschäftigt. Der Totensonntag oder auch Ewigkeitssonntag, am 24. November ist einer der wichtigsten Gedenktage auf Friedhöfen. Bevor die Besucher am Sonntag auf den Friedhof strömen, wird alljährlich geputzt und geschmückt. Die wenigen Friedhofsarbeiter auf Deutschlands größtem evangelischen Friedhof sind derzeit mit dem schmücken von Gräbern, dekorieren von Schmuckrabatten beschäftigt, aber auch lärmende Laubpuster schweben seit Tagen über das Kilometerlange Wegenetz. Friedhofsverwaltung und Förderverein bieten den Friedhofsbesuchern eine Wohlfühlatmosphäre, was auf Friedhöfen eher nicht erwartet wird. Pietätvoll aber sehr lebendig geht es auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf zu, wenn Veranstaltungen angeboten werden, welche dem Besucher einmal mehr Gelegenheit geben selbstverständlich und unbeschwert ein wenig Zeit unseres Lebens im Garten der Toten zu verbringen.

Wikipedia klärt auf, warum wir den Ewigkeitssonntag begehen. Ein preußischer König ist dafür verantwortlich. „König Friedrich Wilhelm III. von Preußen bestimmte durch Kabinettsorder vom 24. April und Verordnung vom 25. November 1816 für die evangelische Kirche in den preußischen Regionen jeweils am letzten Sonntag des Kirchenjahres, dem letzten Sonntag vor dem 1. Advent, zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“. Folgende Gründe kommen dafür in Frage: das Gedenken an die vielen Gefallenen der Befreiungskriege von 1813 bis 1815,[ die Trauer um die 1810 verstorbene Königin Luise, auch das Fehlen eines Totengedenkens im evangelischen Kirchenjahr und förderlich war sicher im Zeitalter der Romantik die Welle der Empfindsamkeit, die das Gedenken an die Verstorbenen verstärkt in Mode brachte. Die anderen evangelischen Landeskirchen übernahmen diese Bestimmung.“

Umbettung auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof
Umbettung auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof

Besucher werden im Infohaus des Fördervereins über Geschichte und Gegenwart des Kirchhofs informiert, Dokumentarfilme sind zu sehen und Sonderführungen werden angeboten. Bei Kaffee und Gebäck ist Zeit für Gespräche. Ahnenforscher haben die Möglichkeit in der Friedhofsverwaltung nach Vorfahren zu recherchieren und alte Familiengräber in der wildromantischen Anlage ausfindig zu machen. Die Teltower Bläsergruppe spielt traditionell vor dem marmornen Christusrelief Choräle und Instrumentalsätze, Zeit der Stille und Besinnung ist in der norwegischen Holzkirche schon ab 11.00 Uhr wenn Improvisationen von Orgelwerken zum Totensonntag von der Sauer-Orgel erklingen sowie während einer musikalischen Andacht.

Weitere Informationen: Tel.: 0179-3793503 und www.suedwestkirchhof.de

  • Zeit:                                       Sonntag, 24. November, 10.00 – 17.00 Uhr
  • Ort:                                        Südwestkirchhof Stahnsdorf
  • Infohaus:                             10 – 17 Uhr Information / Videoschau / Ausstellung / Kaffee und Gebäck im Infohaus am Haupteingang
  • Friedhofsverwaltung:      10 – 17 Uhr Ausstellung vom Bahnhofs des Witwenexpress / Beratung und Auskunft
  • Führungen:                         11.00 Uhr / kunst- und kulturhistorische Führung und Besichtigung von Mausoleen und Gruften mit Olaf Ihlefeldt (Friedhofsleiter)
  • 13.00 Uhr / Friedhofsführung mit Gerhard Petzholtz (Gästeführer)
  • Blechbläserkonzert:         13.00 Uhr vor dem Christusrelief am Haupteingang

Mein tipp: Norwegische Holzkirche:11.00 Uhr: In der norwegischen Holzkirche erklingen Improvisationen von Orgelwerken zum Totensonntag,  15.00 Uhr Musikalische Andacht mit Orgelmusik in der norwegischen Holzkirche

Hier weitere Beiträge zum Stahnsdorfer Südwestkirchhof

Südwestkirchhof in Stahnsdorf zeigt Modell einstigen Bahnhofs

Facebooktwittermail
error: Content is protected !!