Tschechien

Reise

Winterurlaub in Tschechien

Snow 6 © David Marvan_CzechTourism©Cz echTourism

Skiurlaub für Groß und Klein, ganz nah: Tschechien ist mit seinen zahlreichen Gebirgen, darunter dem böhmischen teil des Erzgebirges, dem Iser-, Riesen- sowie dem  Adlergebirge ein attraktives Nahziel für den Winterurlaub. Ski- und Snowboard-Fans können sich auf mehr als 600 Pistenkilometer freuen. Aber auch für Familien und Erholungssuchende lohnt sich ein Winterurlaub bei den Nachbarn in Tschechien.

Riesengebirge 2 © Jiri Jirousek_CzechTourism
Riesengebirge, ©-Jiri-Jirousek, CzechTourism
ReiseTipps

Weihnachten in Tschechien

Handwerkskunst auf dem Weihnachtsmarkt in Cesky Krumlov, Foto: Czech tourismWeihnachtsmarkt in Cesky Krumlov, Foto: Czech tourism

Der Nikolaus in Begleitung von Engel und Teufel, der historisch gewandete Laternenanzünder auf der Prager Karlsbrücke und eine Fischschuppe als Glücksbringer fürs neue Jahr: Es gibt Weihnachtsbräuche im Nachbarland, die sich auf interessante Art von den hiesigen abheben. Doch auch dort gibt es Wohlbekanntes: So prägen auch in Tschechien Weihnachtsmärkte mit Verkaufsständen und Buden mit winterlichen Spezialitäten die festlich geschmückten Stadtkulissen.

Zauberhafte Weihnachtsmärkte in Prag

In der Weihnachtszeit legt sich über die tschechische Hauptstadt Prag mit ihrer historischen Kulisse ein besonderer Zauber, der von zahlreichen Weihnachtsmärkten getragen wird.

Weihnachtsmarkt in Prag, ©CzechTourism, Libor Svacek
ReiseSchlösser und Burgen

Tschechien – Geheimtipps für Euern Urlaub

Ausblick von Petrin © www.prague.eu©-www.prague.eu

Jedes Jahr krönt das deutsche Nachbarland  Tschechien seine meistbesuchten Sehenswürdigkeiten. Ein besonderes Augenmerk liegt aber auch auf Neueröffnungen und Geheimtipps, die einen Besuch lohnen. Beliebte Hotspots und tolle Alternativen aus der zweiten Reihe liegen manchmal direkt vor der Haustür. einfachraus.eu und Tschechien tourism gnennen Euch hier einige Hotspots:

Geheimtipp für den Citytrip: Lebkuchenhauptstadt Pardubice

Marktplatz von Pardubice, Foto: l. Renner, Czech Tourism
Marktplatz von Pardubice, Foto: L. Renner, Czech Tourism
Reise

Wasser trinken in Marienbad

rela-169-marianske_laznetschechienDie"singende Fontäne" in Marienbad, Foto. Czechtourism

Im südlich von Karlsbad im tschechischen Bäderdreieck gelegenen Marienbad (Mariánské Lázně) erinnert heute nichts mehr daran, dass sich hier noch Anfang des 19. Jahrhunderts Sumpfgebiete erstreckten. Bei meinem Besuch traf ich auf einen höchst lebendigen Kurort.

Wasser trinken in Marienbad

Nicht so mondän wie Karlsbad, aber schicker als das ebenfalls zum Bäderdreieck gehörende Franzensbad.

Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism
Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism

2019 berühmter Badetourismus

Nach der Entdeckung einer Heilquelle wurden die Sümpfe um 1800 trocken gelegt und ein mondäner Badetourismus begann. Heute besuchen die Gäste den Kurpark und die mittlerweile nach umfangreichen Sanierungen in neuem Glanz erstrahlenden Kuranlagen. Das Kurzentrum mit den vielen Zuckertortenbauten und Pavillons, in denen die Quellen sprudeln, nimmt wohl jeden Gast gefangen.

Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © - / Dieter Weirauch
Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. ©  Dieter Weirauch

Beim Spaziergang durch das überschaubare Zentrum hat man das  Gefühl, eine Zeitreise ins beginnende 20. Jahrhundert zu unternehmen: prächtige Kurhäuser, blühende Parks, in denen Kurgäste gemütlich entspannen und das weithin auch hier berühmte Heilwasser trinken. Überall ist zu spüren: Marienbad will wieder an seine Blütezeit um die Jahrhundertwende anknüpfen. Derzeit läuft das mondäne Karlsbad, auch überregional durch sein berühmtes Filmfestival überregional bekannt, der Stadt Marienbad den Rang ab. Es ist vielleicht ganz gut. Denn in Marienbad können auch weniger betuchte Menschen, darunter viele Deutsche, kuren.

 „Marienbad ist unbegreiflich schön“

„Marienbad ist unbegreiflich schön“, schwärmte einst Franz Kafka. Auch heute noch gehört der Ort zu den wohl schönsten Kurstädten Europas. Gemeinsam mit Baden Baden, Bad Kissingen, Bad Ems und weiteren Kurorten in England, Italien und  Frankreich bewerben sich Franzenbad, Marienbad und Karlsbad als Europäische Heilbäder für die Aufnahme auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Bei einer Fahrt mit der Pferdekutsche durch die Alleen und entlang der prächtigen Kolonnaden kann man die alten Zeiten erahnen. Spürt aber auch, sobald man die aufwändig sanierten Kurhäuser betritt, moderne Eleganz. Die Häuser der ungarischen Danubius-Gruppe sind mit einem Netz von unterirdischen Gängen verbunden. Für die Gäste von unschätzbaren Vorteil.

Blick auf das traditionsreiche Health Spa Resort in Marienbad, Foto: D. Weirauch
Blick auf das traditionsreiche Health Spa Resort in Marienbad, Foto: D. Weirauch

Wasser trinken in Marienbad: Mehr als 40 Quellen

Seinen Wohlstand verdankt Marienbad zuvorderst den Heilquellen, die im Gegensatz zum benachbarten Karlsbad hier als sogenannte kalte Quellen aus der Erde kommen. Johann Josef Neher, der als Arzt im Kloster in Tepl (Teplá)  tätig war, bewies die Heilkraft der Quellen. Die Mineralquellen sind reich an Kohlensäure und Mineralsalzen. Empfohlen werden noch heute Trinkkuren, Moorpackungen und andere Behandlungen gegen Atmungs-, Stoffwechsel- und Nierenerkrankungen, Verspannungen und Schmerzen im Bewegungsapparat. In der Umgebung von Marienbad gibt es etwa 160 Quellen, in Marienbad selbst sind es über 40 kalte, mineralhaltige Quellen. Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe weilte 1820 zum ersten Mal in Marienbad. Ihm zu Ehren wurde in dem Haus, in dem er wohnte, der Pension „Zur Goldenen Traube“, das heutige Stadtmuseum eingerichtet. Auf dem Platz vor dem Museum (dem Goetheplatz) ist ein Denkmal für den Dichterfürsten errichtet. Goethe, der sich als 76-jähriger in Marienbad in die damals 17 Jahre alte Ulrike von Levetzow verliebte, schrieb die “Marienbader Elegien” als wehmütige Reminiszenz an die Aufenthalte.

p1230001marienbad

Wasser trinken in Marienbad: Wagner und Chopin

Auch Richard Wagner fand in der Abgeschiedenheit und Ruhe des Marienbader Tales Inspiration. Er entwarf dort u.a. den „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“. Den internationalen Durchbruch für das Ansehen als Kurort brachte der Kuraufenthalt des späteren britischen Königs Edward VII. im Jahr 1897. Der Behandlungsraum, in dem der König seine Bäder nahm, wird heute noch genutzt.

Traumhafte Kulisse für Sportler: Kolonnade in Marienbad, Foto: David Marvan (Czechtourism)
Traumhafte Kulisse für Sportler: Kolonnade in Marienbad, Foto: David Marvan (Czechtourism)

Auch Frédéric Chopin besuchte Marienbad, um in der Nähe seiner Liebe, der jungen Künstlerin Maria Wodzinská, zu sein. Im malerischen Kurort, umgeben von tiefen Wäldern, hat er mehr als einen Monat verbracht und hatte dabei auf eine Vermählung gehofft. Diese haben jedoch Marias Eltern untersagt und Chopin blieb nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren. Marienbad pflegt die Erinnerung an ihren berühmten Besucher in Form eines Chopin-Denkmals und veranstaltet jedes Jahr Festspiele zu seinen Ehren. Der polnische Komponist war natürlich nicht der einzige, der Marienbad besuchte. Auf der Liste der berühmten Gäste stehen auch Franz Kafka, Sigmund Freud oder Thomas Alva Edison.

„Singende Fontäne“

Eines der Wahrzeichen Marienbads sind die herrlichen Parks, dank derer die Stadt als eine der schönsten „grünen Städte“ Europas gilt. Man kann hier gemütlich spazieren und die vielen Springbrunnen beobachten. Der berühmteste ist die „Singende Fontäne“, ein computergesteuerter Springbrunnen in Form einer Blume. Zu den Lieblingsbeschäftigungen gehört auch der Genuss der leckeren Marienbade  Oblaten.

Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © - / Dieter Weirauch
Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © Dieter Weirauch

Der eigentliche Aufschwung des Kurbetriebs kam ab 1872 mit dem Anschluss an die Eisenbahn, wodurch eine direkte Verbindung nach Wien und Prag geschaffen wurde, ab 1898 auch nach Karlsbad.

Neoklassizistische Kurkolonnade

Zu einem Besuch Marienbads gehört unbedingt auch ein Spaziergang durch die elegante, neoklassizistische Kurkolonnade aus dem Jahr 1899. Sie zählt zu den schönsten in Tschechien. Während der Kursaison finden hier regelmäßig Klassikkonzerte und im August das Internationale Frédéric-Chopin-Festival, sowie Konzerte des Marienbader Sinfonieorchesters statt. Ob der Berliner Eisenhändler Louis Ravene´ seine Hand beim Bau der gusseisernen imposanten Kolonnade im Spiel hatte, konnte ich nicht erfahren. Ravenè jedenfalls war oft in Marienbad zur Kur, letztlich verstarb er dort auch wärend eines Kuraufenthaltes. Seinen Sommerwohnsitz hatte er im Schloss Marquardt, einem Ortsteil von Potsdam.

p1230012marienbad

Schnabeltassen können an der Rezeption der Quellen verwahrt werden.
Schnabeltassen können an der Rezeption der Quellen verwahrt werden.

Hier weitere Informationen zu Marienbad

Info: www.marianskelazne.cz

infocentrum@marianskelazne.cz

https://www.marianskelazne.cz

Information Center Mariánské Lázně, Hlavní 47+420354622474
www.kisml.cz

Übernachten und Kuren:u.a. in den Danubiushotels

  • Buchtipp: Michael Bussmann, Gabriele Tröger: Tschechien, Michael Müller Verlag, 24,90 Euro

Die Recherche wurde unterstützt von der Tschechischen Zentrale für Tourismus – CzechTourism (www.czechtourism.com)

Tschechien – Geheimtipps für Euern Urlaub

Reise

Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist UNESCO-Welterbe

ErzgebirgeAussengelände des Besucherbergwerkes Markus-Röhling-Stolln, Foto: Weirauch

Jubel, Freude und Erleichterung verbreiten sich, als heute das UNESCO-Welterbekomitee zur 43. Tagung in Baku, Aserbaidschan seine Entscheidung verkündet: die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří wird zum Welterbe erklärt. Damit finden über 20 Jahre Bemühungen auf dem Weg zum Welterbe ihren ersehnten Höhepunkt. Über 800 Jahre Bergbau führten im Erzgebirge zu einer einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur, die eine montane transnationale Kulturlandschaft von universellem Wert hervorbrachte. Die Stätte gilt als herausragendes Zentrum wissenschaftlich-technologischer Bergbauinnovation und als einzigartige montane Kulturlandschaft.

Noch heute erzählen traditionelle Bergparaden überall in der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří von der jahrhundertelangen Bergbautradition.

Reise

Fünf sehenswerte Altstädte in Europa

Manarola (c) Littleaom_ShutterstockManarola (c) Littleaom_Shutterstock

Es müssen nicht immer die Metropolen sein: Auch viele europäische Altstädte bestechen durch wunderschöne Architektur, unvergleichliche Geschichte und erstaunliche Kultur. Erst unlängst haben wir hier über Matera und Alberobello in Italien berichtet. GetYourGuide, die größte Buchungsplattform für Reise-Aktivitäten, präsentiert fünf besonders einzigartige und sehenswerte Altstädte.

Český Krumlov, Tschechien

Český Krumlov liegt etwa zwei Stunden südlich von Prag und ist geradezu perfekt für einen Tagesausflug. Highlight der Altstadt ist das gleichnamige Schloss aus dem 12. Jahrhundert, das den gesamten Ort überblickt. Die verwinkelten Gassen, die bunten Häuser gepaart mit den hölzernen Balkonen, lassen besonders in der warmen Jahreszeit mediterranen Flair aufkommen.

CeskyKrumlov (c) SweetRiver_Shutterstock
CeskyKrumlov (c) SweetRiver_Shutterstock

Colmar im Elsass, Frankreich

error: Content is protected !!