Tschechien

Reise

Viele tschechische Städte laden zu Weihnachtsmärkten

WeihnachtsmarktPrag_LiborSvacekBlick auf den Weihnachtsmarkt von Prag Foto: LiborSvacek

Mit Turbomošt und Koledy

Viele tschechische Städte laden zu Weihnachtsmärkten

Für Liebhaber weihnachtlicher Romantik ist Prag ein Muss. Über viele Plätze der Goldenen Stadt weht in den Adventswochen der Duft von Glühwein und Punsch, überall erklingen traditionelle Weihnachtslieder, die Koledy. Der Weihnachtsmarkt auf dem Altstädter Ring gehört zu den größten und stimmungsvollsten in Europa. Auch vielen kleinere Städte Tschechiens laden in der Adventszeit zu Märkten, weihnachtlichen Konzerten und Ausstellungen ein.

Blick auf den Weihnachtsmarkt von Prag Foto: LiborSvacek
Blick auf den Weihnachtsmarkt von Prag Foto: LiborSvacek

Der Reigen der Weihnachtsmärkte beginnt in Prag schon am 20. November auf dem Náměstí Míru (Friedensplatz) im bürgerlichen Viertel Vinohrady. Bis zum 24. Dezember werden rund um die Ludmilla-Kirche Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck angeboten. Vom 23. November bis zum 6. Januar bildet auch die Prager Burg die stimmungsvolle Kulisse für einen Weihnachtsmarkt. Auf dem Staroměstské náměstí (Altstädter Ring) wird traditionell am 1. Dezember der offizielle Weihnachtsbaum feierlich „entzündet“. Der dortige Weihnachtsmarkt dauert bis zum 6. Januar und zählt zu den größten in Europa. Neben handwerklichen Vorführungen gibt es ein tägliches Unterhaltungsprogramm. Zu den romantischsten Vierteln Prags gehört die Kampa-Insel gleich neben der Karlsbrücke. Vom 7. Dezember bis 6. Januar können Besucher auf dem dortigen Weihnachtsmarkt geschnitzte Holzpuppen, Glasfiguren und andere originelle Geschenke finden. Um den Plastikmüll zu vermeiden, gibt es auf allen größeren Märkten nur noch Teller, Becher und Besteck aus hundertprozentig kompostierbarem Material.

Verwöhnt wird der Bär auf dem Weihnahctsmarkt in Czesky Krumlov, Foto: czech tourism
Verwöhnt wird der Bär auf dem Weihnachtsmarkt in Czesky Krumlov, Foto: czech tourism

Weihnachtlich wird es auch auf vielen Prager Bühnen. So steht im Nationaltheater am 6. Dezember Tschaikowskis Nussknacker-Ballett auf dem Programm, im Rudolfinum wird am 15. Dezember Bachs Weihnachts-Oratorium aufgeführt, die Prager Philharmoniker laden am 19. und 20. Dezember zu ihrem Weihnachtskonzert ein. „Jesus Christ Superstar“ steht am 20. Dezember auf dem Programm des Musicaltheaters in Karlín.

In vergangene Zeiten führt eine Ausstellung in der Bethlehemskapelle in der Prager Altstadt zurück. Dort wird vom 24. November bis 2. Januar unter anderem historisches Holzspielzeug ausgestellt. Handgeschnitzte Krippen aus der Kleinstadt Třešť (Triesch) sind vom 30. November bis 2. Februar im Heinrichsturm in der Prager Neustadt zu sehen. Veganer dürfen sich über die Veggie-Weihnachten freuen. Für sie werden am 8. Dezember in der Galerie Mánes in der Altstadt Süßes und Herzhaftes sowie Geschenkartikel ganz ohne tierische Bestandteile angeboten. Streetfood von 20 Köchen, ausgewählte Produkte von tschechischen Designern, dazu Livemusik und DJs sowie beheizte Iglus erwartet die Besucher vom 22. November bis 23. Dezember auf dem Wintermarkt von Manifesto im Prager Stadtviertel Florenc. (www.prague.eu)

Weihnachtsmarkt Brünn Foto: Jiří Kružík

In Brünn ärgerten sich vor einigen Jahren einige Studenten über die schlechte Qualität des handelsüblichen Glühweins – und kreierten ihren eigenen Turbomošt mit Apfelwein aus den Weißen Karpaten, Apfel, Zimt, Nelken und Sternanis. Das Ergebnis kam an und heute sind die Brünner Weihnachtsmärkte ohne Turbomošt kaum denkbar. Kreativ zeigte sich auch die Brünner Stadtverwaltung, als sie flächendeckend Pfandbecher einführte. So konnten allein im vergangenen Jahr fast 200.000 Liter Abfall vermieden werden. Nebenbei sind die bunten Becher zu einem beliebten Souvenir geworden.

Weihnachten in Prag
Weihnachten in Prag an der Nikolauskirche, Foto: Czech tourism, Martin Marak

Die Weihnachtsmärkte in Brünn dauern vom 23. November bis zum 28. Dezember. Besucher haben die Wahl: Besinnlich und genussvoll geht es bei der Gourmet-Weihnacht auf dem Dominikánské náměstí (Dominikanerplatz) zu, wo örtliche Gastronomen in ihre stimmungsvollen Freiluftrestaurants einladen. Kinder können sich derweil in den Weihnachtswerkstätten vergnügen. Den Mittelpunkt des Weihnachtsmarktes auf dem Náměstí Svobody (Freiheitsplatz) bildet die weiße Kuppel der Winterbar, in der in diesem Jahr auch Punsch nach uralten Rezepten ausgeschenkt wird. Der traditionelle Weihnachtsbaum kontrastiert mit modernen Lichtinstallationen. Abends erklingt Musik unterschiedlicher Genres von Gospel über Blues, Swing, Jazz und Ethno bis Rock. Originelle Weihnachtsgeschenke abseits des Mainstreams findet man bei den Design-Tagen, die vom 4. bis 23. Dezember auf dem Platz stattfinden. (www.gotobrno.cz)

Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt inCesky Krumlov, Foto: Czech tourism
Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt inCesky Krumlov, Foto: Czech tourism

Vom 30. November bis 6. Januar bilden die barocken und Renaissancebauten in der Altstadt von Český Krumlov (Krumau) die Kulissen für einen zauberhaften Weihnachtsmarkt. Zu den Höhepunkten in der UNESCO-Welterbestadt gehört der Umzug der Engel am 7. Dezember. Am 23. Dezember stellen Bürger und Ensembles der Stadt die Weihnachtsgeschichte in der lebenden Krippe im Schlosshof dar. Weihnachtliche Konzerte erklingen in den Klöstern, Kirchen und der Synagoge von Krumau. (www.ckrumlov.cz)

Weihnachtsmarkt in Olomouc. Foto: CzechTourism/Libore Svacek
Weihnachtsmarkt in Olomouc. Foto: CzechTourism/Libore Svacek

Rund um die barocke Dreifaltigkeitssäule am zentralen Platz Horní náměstí in Olomouc (Olmütz) duftet es vom 23. November bis zum 24. Dezember nach Weihnachten. Besonders stolz sind die Olmützer auf ihre unzähligen Sorten von Punsch. An den Verkaufsständen gibt es Kunsthandwerkliches und weihnachtlichen Schmuck. Jeden Tag stehen Musiker und Bands auf der Bühne, das Programm reicht von traditionellen Weihnachtsliedern bis Jazz und Rock. Auf dem benachbarten Dolní náměstí können Besucher bis 31.Dezember kostenlos die Eisfläche nutzen. (www.tourism.olomouc.eu)

Schloss in Olomouc, Foto: Czech tourism, Libor Svacek
Schloss in Olomouc, Foto: Czech tourism, Libor Svacek

Weihnachtsmärkte finden auch in vielen anderen Städten Tschechiens statt. Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen bietet CzechTourism unter www.czechtourism.com

 

 

 

 

Reise

UNESCO Weltkulturerbe: Puppoenspiel

Marionettenspieler auf der Prager Karlsbrücke. Foto Štepán Vrzala/CzechTourismMarionettenspieler auf der Prager Karlsbrücke. Foto Štepán Vrzala/CzechTourism

Das Puppenspiel in Tschechien und der Slowakei wurde jetzt in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Eine entsprechende Entscheidung fasste das UNESCO-Komitee auf seiner jüngsten Sitzung in Addis Abeba. Die Liste umfasst 366 Kulturformen aus aller Welt. Auf der Liste stehen bereits die Fastnachtsumzüge in Ostböhmen sowie der südostmährische Tanz Verbuňk.

Marionettenmuseum Muzeum loutkářských kultur

Puppenspiel ist seit Jahrhunderten in der tschechischen Kunst verankert. Im Land gibt es heute noch neun professionelle Puppentheater sowie Hunderte Amateurbühnen. Über die Geschichte des Marionettentheaters in Tschechien und der Welt informiert das im ostböhmische Chrudim (Crudim) ansässige Marionettenmuseum Muzeum loutkářských kultur. Eine Sonderausstellung dort widmet sich noch bis zum 22. Januar den wohl bekanntesten tschechischen Puppenfiguren, Spejbl und Hurvínek.

Marionettenmuseum Muzeum loutek Plzeň

Hurvínek feierte 2016 seinen 90. Geburtstag, Vater Spejbl stand erstmals 1920 auf der Bühne. Mit den beiden weltberühmten Figuren trat der Puppenspieler Josef Skuba auf, dessen Wanderbühne ihren Sitz in Plzeň (Pilsen) hatte, 1944 wurde er wegen Kritik an den deutschen Besatzern verhaftet und das Theater geschlossen. Der reichen Geschichte und Gegenwart des Puppentheaters in Pilsen und Umgebung widmet sich das dortige Marionettenmuseum Muzeum loutek Plzeň, das auch Raum für Aufführungen bietet.

Josef Skuba fand für Spejbl und Hurvínek nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Bühne in Prag. Dort stehen sie zur Freude der kleinen und großen Besucher bis heute auf der Bühne. Vorstellungen finden auch in deutscher Sprache statt. Das Ensemble ist bei Gastspielen in aller Welt unterwegs.

Informationen

zum Marionettenmuseum in Chrudim unter www.puppets.cz

zum Museum in Pilsen unter www.muzeumloutek.vz

und zum Theater Spejbl und Hurvínek unter www.spejbl-hurvinek.cz

Allgemeine Informationen zu Reisen nach Tschechien bietet CzechTourism unter www.czechtourism.com

Hier geht es zu den Gastspielen des Prager Puppenspieltheaters 2017 in Deutschland.

Reise

Prachtvolles Kurzentrum Karlsbad

Stitched PanoramaDas Wiener Architekturbüro Helmer & Fellner errichtete auch diese kolonnade, Foto: Czechtourism

Von der Schönheit Karlsbads (Karlovy Vary) schwärmen wohl alle, die hier einmal kurten. „Karlsbad ist ein Brillant in einer Smaragdfassung“. So beschrieb beispielsweise einst Alexander von Humboldt das prunkvolle Kurzentrum mit seinen Bauten aus der Zeit der Belle Epoque.

Alt und neu prägen Karlsbad, Foto: D. Weirauch
Alt und neu prägen Karlsbad, Foto: D. Weirauch

Karlsbad (Karlovy Vary) in Tschechien zieht auch heute viele Prominente an. Erholung suchen sie hier immer, in den letzten Jahrzehnten jedoch gibt es auch noch ein anderer Grund, diesen Kurort zu besuchen.

Die Vridelni-Kolonnade mit einer heißen Quelle, Foto: Czechtourism
Die Vridelni-Kolonnade mit einer heißen Quelle, Foto: Czechtourism

Es ist das Internationale Filmfestival– eines der größten Kulturereignisse in der Tschechischen Republik. Im Rahmen dieses Filmfestivals besuchten in den letzten Jahren Karlsbad Anfang Juli zum Beispiel Richard Gere, Sharon Stone, Antonio Banderas, Renée Zellweger, Oliver Stone, Jamie Dornan und viele andere.

Blick auf die von den Wiener Architekten Fellner und Helmer erbaute Marktkolonnade. Foto: D. Weirauch
Blick auf die von den Wiener Architekten Fellner und Helmer erbaute Marktkolonnade. Foto: D. Weirauch

Zwölf Thermalquellen gibt es in Karlsbad

Auch Johann Wolfgang Goethe schätzte die Heilwirkung der zwölf Thermalquellen in Karlsbad, heute Karlovy Vary. Seit dem Spätmittelalter sind die Bäder des sogenannten Böhmischen Bäderdreiecks, also Karlsbad, Marienbad (Marianske Lazne) und Franzensbad (Frantiskovy Lazne) berühmt.

Das Kurzentrum mit seinen teilweise eklektizistischen Bauten ist eine Attraktion, Foto: Czechtourism
Das Kurzentrum mit seinen teilweise eklektizistischen Bauten ist eine Attraktion, Foto: Czechtourism

Im 18. und 19. Jahrhundert gab sich alles, was Rang und Namen hatte, in den benachbarten Bädern, zu denen auch noch Ellbogen (Locket) und Joachimstal zählten, buchstäblich die Klinke in die Hand.

Tipp: Das kleine mittelalterliche Städtchen Loket (Elbogen) ist auf jeden Fall einen Besuch wert. In der einstigen Mälzerei des Brauhauses befindet sich heute ein renoviertes Hotel mit einem stilvollen Restaurant, das mit Gegenständen aus der Herrschaftszeit des Thronfolgers von Österreich-Ungarn, Franz Ferdinand von Österreich-Este, dekoriert ist.

In den Tageszeitungen der jeweiligen Orte gab es eine eigene Spalte, in der über die An- und Abreise der illustren Gästeschar berichtet wurde. Im kleinen Museum von Locket kann man viel über diese Zeit erfahzren.

Mit bis zu 72 Grad kommt das Heilwasser aus den Quellen in Karlsbad, Foto: Weirauch
Mit bis zu 72 Grad kommt das Heilwasser aus den Quellen in Karlsbad, Foto: Weirauch

Carl Maria von Weber, Gustav Mahler, Friedrich Nietzsche – das Gästebuch ist sehr lang. Johann Wolfgang von Goethe weilte im Jahr 1820 zum ersten Mal in Marienbad. Laut Kurbadestatistik reisen heute Besucher aus fast 90 Ländern in Karlsbad an und verweilen im Durchschnitt elf Tage. Für Goethe gehörte Karlsbad nach eigenem Bekunden neben Weimar und Rom zu den drei Orten auf der Welt, in denen er leben möchte. Fast zwei Jahre weilte der Dichterfürst mit Unterbrechungen in Karlsbad, Marienbad und Franzensbad.

An der Tepl im Zentrum von Karlsbad, Foto: Klaus Klöppel
An der Tepl im Zentrum von Karlsbad, Foto: Klaus Klöppel

Internationale Gäste kuren auch heute in Karlsbad

Ein Großteil der Kurgäste kommt heute, wie auch früher schon, aus Russland.  Neben Marienbad gehört Karlsbad auch zu den Zentren für Schönheitsoperationen in Tschechien, wofür Patienten aus vielen Ländern anreisen.

Blick auf Prachtstrasse in Karlsbad, Foto: D. Weirauch
Blick auf eine Prachtstrasse in Karlsbad, Foto: D. Weirauch
Wer Eleganz und Tradition mag, sollte die Luxus-Therme Zámecké lázně im Zentrum von Karlsbad besuchen, die mit ihrem Thermalwasser zu den schönsten in Europa gehört. Über der Therme wacht das steinerne Relief „Geist der Quellen“ („Duch pramenů“).
Die Stadtführerin in Marienbad Ilona Parlíková weiß um die wärmende Wirkung der heißen Quellen an kalten Tagen, Foto: D. Weirauch
Die Stadtführerin in Marienbad Ilona Parlíková weiß um die wärmende Wirkung der heißen Quellen an kalten Tagen, Foto: D. Weirauch

Karlsbad wird seit jeher als die Krone der böhmischen Kurorte bezeichnet.  Der Ort wurde um 1350 vom böhmischen König und Römischen Kaiser Karl IV. gegründet. Es liegt im Westzipfel Böhmens, im tiefen Tal des Flüsschen Teplá, umgeben von einer Bergkette mit bis zu 600 Metern Höhe.

Die Vridelni-Kolonnade mit einer heißen Quelle, Foto: CzechtourismDie Vridelni-Kolonnade mit einer heißen Quelle, Foto: Czechtourism

Wandern in der Umgebung ist ein Muss

Die seit jeher an Repräsentation bedachte Kurstadt mit ihren Kolonnaden und Heilquellen ist in eine romantische Hügellandschaft gebettet. Die bewaldeten Hänge sind von viele Kilometer langen Waldwegen durchzogen, die zu Spaziergängen einladen.

Blick vom über der Stadt gelegenen Hotel Imperial auf Karlsbad im Tal, foto: D. Weirauch
Blick vom über der Stadt gelegenen Hotel Imperial auf Karlsbad im Tal, foto: D. Weirauch

Berühmt ist die Stadt auch wegen der Karlsbader Oblaten, dem Karlsbader Salz oder auch dem in Karlsbad seit Jahrzehnten hergestellten Becherbitter  (Becherovka).  Als beliebte Souvenirs gelten außerdem Gegenstände, die mit einer natürlich abgelagerten Sprudelstein-Schicht bezogen sind.

Moorpackungen heilen im Grandhotel Pupp in Karlsbad. Foto: David Martvan, Czechtourism.,
Moorpackungen heilen im Grandhotel Pupp in Karlsbad. Foto: David Martvan, Czechtourism.,

Berühmte Filme, wie die Edith-Piaf-Biografie „La Vie en Rose“, wurden in den prächtigen Kulissen der Stadt gedreht.

  • Informationen zu Karlsbad
  • Infos zur Stadtseite, Email: infocentrum@karlovyvary.cz
  • CITY INFO Karlovy Vary, Lázeňská 14,Telefon +420355321176Internet: www.karlovyvary.cz
  • Von Karlsbad bis Prag sind es etwa 1,5 Stunden Autofahrt. Bis an die deutsche Grenze rund zwei Stunden.
  • Die Recherche wurde unterstützt von der Tschechischen Zentrale für Tourismus – CzechTourism (www.czechtourism.com) und der Region Karlsbad (www.zivykraj.cz/de/).
  • Souvenirs gibt es in Karlsbad an jeder Ecke, Foto: Weirauch
    Souvenirs gibt es in Karlsbad an jeder Ecke, Foto: Weirauch
    Das Kaiserbad in Karlsbad, Foto: Ladiclav Rennert, Czechtourism.,
    Das Kaiserbad in Karlsbad, Foto: Ladiclav Rennert, Czechtourism.,
    Mehrere Hotels haben auch große Pools, Foto: Czechtourism
    Mehrere Hotels haben auch große Pools, Foto: Czechtourism

    Wie kommt man hin ?

    Mit dem Auto wahlweise über die A 13 über Dresden oder besser A 9 bis Schkeuditzer Kreuz und dann über die A 14 ins Böhmische Bäderdreiecke. Alternativ auch über A9 bis B15 in Selb, dann ins Bäderdreieck.

    Mit dem Zug über Dresden – Usti nad Labem und von dort mit einem Schnellzug bis Karlsbad. Zurück von Marienbad Richtung Nürnberg.

  • Buchtipp: Literarischer Reiseführer Böhmisches Bäderdreieck, von Roswitha Schieb, unter Mitarbeit von Tanja Krombach und Václav Petrbok, 19.80 Euro
  • Das Buch lädt zu einer Entdeckungsreise in die reizvolle Kurregion ein, in der das kulturelle Flair vergangener Zeiten durch neue Impulse wie heimatkundliche Initiativen und Festivals wiederbelebt und weiterentwickelt wird.
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Wasser trinken in Marienbad

rela-169-marianske_laznetschechienDie"singende Fontäne" in Marienbad, Foto. Czechtourism

Im südlich von Karlsbad im tschechischen Bäderdreieck gelegenen Marienbad (Mariánské Lázně) erinnert heute nichts mehr daran, dass sich hier noch Anfang des 19. Jahrhunderts Sumpfgebiete erstreckten. Bei meinem Besuch traf ich auf einen höchst lebendigen Kurort. Nicht so mondän wie Karlsbad, aber schicker als das ebenfalls zum Bäderdreieck gehörende Franzensbad.

Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism
Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism

Berühmter Badetourismus

Nach der Entdeckung einer Heilquelle wurden die Sümpfe um 1800 trocken gelegt und ein mondäner Badetourismus begann. Heute besuchen die Gäste den Kurpark und die mittlerweile nach umfangreichen Sanierungen in neuem Glanz erstrahlenden Kuranlagen. Das Kurzentrum mit den vielen Zuckertortenbauten und Pavillons, in denen die Quellen sprudeln, nimmt wohl jeden Gast gefangen.

Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © - / Dieter Weirauch
Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. ©  Dieter Weirauch

Beim Spaziergang durch das überschaubare Zentrum hat man das  Gefühl, eine Zeitreise ins beginnende 20. Jahrhundert zu unternehmen: prächtige Kurhäuser, blühende Parks, in denen Kurgäste gemütlich entspannen und das weithin auch hier berühmte Heilwasser trinken. Überall ist zu spüren: Marienbad will wieder an seine Blütezeit um die Jahrhundertwende anknüpfen. Derzeit läuft das mondäne Karlsbad, auch überregional durch sein berühmtes Filmfestival überregional bekannt, der Stadt Marienbad den Rang ab. Es ist vielleicht ganz gut. Denn in Marienbad können auch weniger betuchte Menschen, darunter viele Deutsche, kuren.

 „Marienbad ist unbegreiflich schön“

„Marienbad ist unbegreiflich schön“, schwärmte einst Franz Kafka. Auch heute noch gehört der Ort zu den wohl schönsten Kurstädten Europas. Gemeinsam mit Baden Baden, Bad Kissingen, Bad Ems und weiteren Kurorten in England, Italien und  Frankreich bewerben sich Franzenbad, Marienbad und Karlsbad als Europäische Heilbäder für die Aufnahme auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Bei einer Fahrt mit der Pferdekutsche durch die Alleen und entlang der prächtigen Kolonnaden kann man die alten Zeiten erahnen. Spürt aber auch, sobald man die aufwändig sanierten Kurhäuser betritt, moderne Eleganz. Die Häuser der ungarischen Danubius-Gruppe sind mit einem Netz von unterirdischen Gängen verbunden. Für die Gäste von unschätzbaren Vorteil.

Blick auf das traditionsreiche Health Spa Resort in Marienbad, Foto: D. Weirauch
Blick auf das traditionsreiche Health Spa Resort in Marienbad, Foto: D. Weirauch

Mehr als 40 Quellen

Seinen Wohlstand verdankt Marienbad zuvorderst den Heilquellen, die im Gegensatz zum benachbarten Karlsbad hier als sogenannte kalte Quellen aus der Erde kommen. Johann Josef Neher, der als Arzt im Kloster in Tepl (Teplá)  tätig war, bewies die Heilkraft der Quellen.

Die Mineralquellen sind reich an Kohlensäure und Mineralsalzen. Empfohlen werden noch heute Trinkkuren, Moorpackungen und andere Behandlungen gegen Atmungs-, Stoffwechsel- und Nierenerkrankungen, Verspannungen und Schmerzen im Bewegungsapparat.

In der Umgebung von Marienbad gibt es etwa 160 Quellen, in Marienbad selbst sind es über 40 kalte, mineralhaltige Quellen. Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe weilte 1820 zum ersten Mal in Marienbad. Ihm zu Ehren wurde in dem Haus, in dem er wohnte, der Pension „Zur Goldenen Traube“, das heutige Stadtmuseum eingerichtet. Auf dem Platz vor dem Museum (dem Goetheplatz) ist ein Denkmal für den Dichterfürsten errichtet. Goethe, der sich als 76-jähriger in Marienbad in die damals 17 Jahre alte Ulrike von Levetzow verliebte, schrieb die “Marienbader Elegien” als wehmütige Reminiszenz an die Aufenthalte.

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Wagner und Chopin

Auch Richard Wagner fand in der Abgeschiedenheit und Ruhe des Marienbader Tales Inspiration. Er entwarf dort u.a. den „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“. Den internationalen Durchbruch für das Ansehen als Kurort brachte der Kuraufenthalt des späteren britischen Königs Edward VII. im Jahr 1897. Der Behandlungsraum, in dem der König seine Bäder nahm, wird heute noch genutzt.

Traumhafte Kulisse für Sportler: Kolonnade in Marienbad, Foto: David Marvan (Czechtourism)
Traumhafte Kulisse für Sportler: Kolonnade in Marienbad, Foto: David Marvan (Czechtourism)

Auch Frédéric Chopin besuchte Marienbad, um in der Nähe seiner Liebe, der jungen Künstlerin Maria Wodzinská, zu sein. Im malerischen Kurort, umgeben von tiefen Wäldern, hat er mehr als einen Monat verbracht und hatte dabei auf eine Vermählung gehofft. Diese haben jedoch Marias Eltern untersagt und Chopin blieb nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren. Marienbad pflegt die Erinnerung an ihren berühmten Besucher in Form eines Chopin-Denkmals und veranstaltet jedes Jahr Festspiele zu seinen Ehren. Der polnische Komponist war natürlich nicht der einzige, der Marienbad besuchte. Auf der Liste der berühmten Gäste stehen auch Franz Kafka, Sigmund Freud oder Thomas Alva Edison.

„Singende Fontäne“

Eines der Wahrzeichen Marienbads sind die herrlichen Parks, dank derer die Stadt als eine der schönsten „grünen Städte“ Europas gilt. Man kann hier gemütlich spazieren und die vielen Springbrunnen beobachten. Der berühmteste ist die „Singende Fontäne“, ein computergesteuerter Springbrunnen in Form einer Blume. Zu den Lieblingsbeschäftigungen gehört auch der Genuss der leckeren Marienbade  Oblaten.

Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © - / Dieter Weirauch
Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © Dieter Weirauch

Der eigentliche Aufschwung des Kurbetriebs kam ab 1872 mit dem Anschluss an die Eisenbahn, wodurch eine direkte Verbindung nach Wien und Prag geschaffen wurde, ab 1898 auch nach Karlsbad.

Neoklassizistische Kurkolonnade

Zu einem Besuch Marienbads gehört unbedingt auch ein Spaziergang durch die elegante, neoklassizistische Kurkolonnade aus dem Jahr 1899. Sie zählt zu den schönsten in Tschechien. Während der Kursaison finden hier regelmäßig Klassikkonzerte und im August das Internationale Frédéric-Chopin-Festival, sowie Konzerte des Marienbader Sinfonieorchesters statt. Ob der Berliner Eisenhändler Louis Ravene´ seine Hand beim Bau der gusseisernen imposanten Kolonnade im Spiel hatte, konnte ich nicht erfahren. Ravenè jedenfalls war oft in Marienbad zur Kur, letztlich verstarb er dort auch wärend eines Kuraufenthaltes. Seinen Sommerwohnsitz hatte er im Schloss Marquardt, einem Ortsteil von Potsdam.

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Schnabeltassen können an der Rezeption der Quellen verwahrt werden.
Schnabeltassen können an der Rezeption der Quellen verwahrt werden.

Hier weitere Informationen zu Marienbad

Info: www.marianskelazne.cz

infocentrum@marianskelazne.cz

https://www.marianskelazne.cz

Information Center Mariánské Lázně, Hlavní 47+420354622474
www.kisml.cz

Übernachten und Kuren:u.a. in den Danubiushotels

  • Buchtipp: Michael Bussmann, Gabriele Tröger: Tschechien, Michael Müller Verlag, 24,90 Euro

Die Recherche wurde unterstützt von der Tschechischen Zentrale für Tourismus – CzechTourism (www.czechtourism.com) und der Region Karlsbad (www.zivykraj.cz/de/).

Reise

Mineralquellen locken Heilungssuchende nach Franzensbad

franzensbad_glauberquelle_ladislavrennertschechienKuren in schöner Umgebung bietet Franzensbad, hier die Glauberquelle, Foto: LadislavRenner (Czechtourismus)
Prächtiges Kurhaus in Franzensbad, Foto: D. Weirauch
Prächtiges Kurhaus in Franzensbad, Foto: D. Weirauch

Der Ort Franzensbad (Františkovy Lázně), im westlichsten Zipfel der Tschechischen Republik gelegen, taucht inmitten eines weiträumigen Beckens mitten in der Landschaft plötzlich auf. Wie eine Fata morgana. Franzensbad liegt eine knappe halbe Stunde Autofahrt von der deutschen Grenze entfernt.

Blick in das Casio von Franzensbad, Foto: Weirauch
Blick in das Casio von Franzensbad, Foto: Weirauch

Es ist das kleinste der drei Bäder im Böhmischen Bäderdreieck. Franzensbad gehörte einst zu den ersten  europäischen Moorbädern und entwickelte sich zu einem Frauenheilbad, über das die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach 1858 ihr erstes schriftstellerisches Werk „Aus Franzensbad“ schrieb.

Franzensbad bei Nacht, LadislavRenner (czechtourism)
Franzensbad bei Nacht, LadislavRenner (czechtourism)

Kleines Kurzentrum lädt ein

Das eigentliche Kurzentrum des 1793 gegründeten Ortes ist klein, nur fünf Straßenzüge zählte ich bei meinem Besuch. Aber Franzensbad hat es in sich. Im Gegensatz mit den mondänen Bädern Marienbad oder Karlsbad geht es auch ruhiger zu.

Der "Boulevard" in Franzensbad, Foto: D.Weirauch
Der “Boulevard” in Franzensbad, Foto: D.Weirauch
 Schon im Mittelalter war Franzensbad für seine Quellen berühmt, von denen noch heute etwa 20 sprudeln.  Die kohlensäurehaltigen, stark alkalischen Mineralquellen, das schwefel- und eisenhaltige Moor sowie die in Franzensbad vorhandene natürliche Gasquelle werden zur balneotherapeutischen Behandlung von Gefäß- und Herzkrankheiten, von orthopädischen und anderen Krankheiten angewendet.
Trinkhalle in Franzensbad, Foto: LadislavRenner (czechtourism)
Trinkhalle in Franzensbad, Foto: LadislavRenner (czechtourism)

Franzensbad ist umgeben von viel Grün

Das vor allem ältere Publikum schätzt den Ruf des Ortes als „Grüne Oase mit Ruhe und Tradition“. Herzstück des Kurbezirks ist die in mit einem Pavillon von 1793 mit dorischen Säulen überdachte älteste Quelle des Bades, die Franzensquelle. Hier ein Blick in das Innere:

Blick über den Boulevard von Franzensbad zur Kirche, Foto: Weirauch

In der Nähe befinden sich vier Glaubersalz-Quellen, deren Wasser aus einer Tiefe von über 60 Metern gefördert wird. Doch Vorsicht: das Glaubersalz hat eine abführende Wirkung. Wer will, kann mit einem Trinkbecher sich das Wasser selbst von einer der Quellen holen und es probieren.

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Im Sommer finden regelmäßig Kurkonzerte statt. Foto: D.Weirauch

Beim Flanieren durch den Kurpark gibt es eine Menge zu entdecken, so ein Denkmal für Ludwig Lejzer Zamenhof, Erfinder der Kunstsprache Esperanto.

Schmucke Kurhotels in der Josefsstadt

Die  Hotels wirken, zumindest von außen, recht prächtig.  Sie tragen Namen, wie „Metropol“, “Royal“, „Esplanade“, „Drei Lilien“, „Dr. Adler“ und „Savoy“. Das „Imperial“ gehört neben dem Hotel „Pupp“ in Karlsbad und dem “Imperial” in Karlsbad zu den elegantesten Hotels in Westböhmen.

Schmuckes Kurgebäude in Franzensbad, Foto: D.Weirauch
Schmuckes Kurgebäude in Franzensbad, Foto: D.Weirauch

Natürlich weilten auch Geistesgrößen wie  Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Nietzsche einst in Franzensbad. In der Information der Franzensbad AG erhält man erstaunlich viele Prospekte, zu jedem einzelnen Kurhaus gibt es dort Infos. Auch kann man die „Franzensbader Nachrichten“ abonnieren. Kostenlos wird eine Wanderkarte mit „Herzwandertouren“ verteilt. Sie enthält ein Verzeichnis der schönsten Terrain- und anderen Wanderwege in der Umgebung..

Franzl-Statue in Franzensbad

Symbolfigur des Bades ist die 1923 geschaffene Statuette des Franzl mit einem Fisch auf einer Kugel. Die Plastik gilt als Fruchtbarkeitssymbol, besagt doch die Tradition, dass Frauen mit Kinderwunsch, die das „beste Stück“ der Skulptur berühren, innerhalb eines Jahres schwanger werden sollen.

Die Franzl Statue in Franzensbad, Foto: Weirauch
Die Franzl Statue in Franzensbad, Foto: Weirauch

Wer keine Mooranwendungen oder andere medizinische Behandlungen bekommt, kann sich im „Aquaforum“, einer großzügigen Thermenlandschaft am Rande des Ortes, vergnügen.

Kuren in schöner Umgebung bietet Franzensbad, Foto: LadislavRenner (czechtourism)
Kuren in schöner Umgebung bietet Franzensbad, Foto: LadislavRenner (czechtourism)

Ockerfarbene Häuser und Pavillons

Dank der verspielten Architektur seiner Kurhäuser und Kurpavillons gilt Franzensbad als eines der anmutigsten Heilbäder Tschechiens. Das gemäßigte, für die Gegend charakteristische Klima und die waldreiche Umgebung machen den Ort auch bei deutschen Gästen überaus beliebt. Für Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt, im Casino, dem einstigen Gesellschaftshaus, finden regelmäßig Tanznachmittage statt.

Blick über den Boulevard von Franzensbad zur Kirche, Foto: Weirauch
Blick über den Boulevard von Franzensbad zur Kirche, Foto: Weirauch

Der Reiseführer über Tschechien (Kerstin und Andre Micklitza: Tschechien – Unterwegs in Böhmen und Mähren, Trescher Verlag) gibt zahlreiche Tipps für den Besuch von Franzensbad. So beschreiben die Autoren beispielsweise das Bodenaquarium im großen Saal des Gesellschaftshauses. Der Clou: etwa 50 kleine und große Koi-Karpfen schwimmen unter den Füßen der Gäste. Im Konzertgarten werden im Sommerhalbjahr Kurkonzerte gegeben. Auch laden ein Kino, Theater, das kleine Stadtmuseum und verschiedene Ausstellungen ein. In einem Seitengebäude der Orangerie befindet sich zudem eine sehenswerte Oldtimerausstellung.

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  • Informationen zu Franzensbad
  • Anfahrt: Von Franzensbad bis Karlsbad sind es etwa 1,5 Stunden Autofahrt.
  • Information Center and CA FL TOURS, Františkovy Lázně, Americká 2
  • Tel.+420354543162
    fltours@atlas.cz
    www.frantiskolazensko.cz

    Wo kann man gut essen? : u.a. recht preiswert im Restaurant U Fausta

Die Recherche wurde unterstützt von der Tschechischen Zentrale für Tourismus – CzechTourism (www.czechtourism.com) und der Region Karlsbad (www.zivykraj.cz/de/).

Buchtipp: Michael Bussmann, Gabriele Tröger: Tschechien, Michael Müller Verlag, 24,90 Euro

Auch in Franzensbad gibt es die Oblaten, Foto: Weirauch
Auch in Franzensbad gibt es die Oblaten, Foto: Weirauch
Goethe wohnte im Hotel "Drei Lilien", Foto: Weirauch
Goethe wohnte im Hotel “Drei Lilien”, Foto: Weirauch
Goethe wohnte im Hotel "Drei Lilien", Foto: Weirauch
Goethe wohnte im Hotel “Drei Lilien”, Foto: Weirauch
Reise

Auch im Herbst und Winter kuren in tschechischen Heilbädern

franzensbad_trinkhalle_ladislavrennertschechienTrinkhalle in Franzensbad, Foto: LadislavRenner (czechtourism)

Die berühmten tschechischen Kurstädte, ein Großteil wie Karlsbad, Marienbad und Franzensbad im Böhmischen Bäderdreieck gelegen,  laden nicht nur zur Erholung und Entspannung ein, Kurgäste erhalten hier vor allem ärztliche Versorgung von hoher Qualität.

Mehrere Hotels haben auch große Pools, Foto: Czechtourism
Mehrere Hotels haben auch große Pools, Foto: Czechtourism

Moderne medizinische Einrichtungen bieten dank Zusammenspiel der modernen Technik und der traditionellen, bewährten Weisheit ausgezeichnete Erholung!

Das Juwel des Bäderdreiecks: Karlsbad

Eleganz, prächtige Kurkolonnaden, exklusive Kurhäuser und eine wunderschöne Lage inmitten eines bewaldeten Tals – all das und noch viel mehr erwartet Sie in Karlsbad (Karlovy Vary), der beliebtesten Stadt des weltberühmten Bäderdreiecks. Viele berühmte Persönlichkeiten waren hier schon zur Kur und auch heute noch ist die Stadt das zweitbeliebteste Touristenziel Tschechiens.

Blick auf Karlovy Vary, Foto: LadislavRenner, czechtourism
Blick auf Karlovy Vary, Foto: LadislavRenner, czechtourism
An der Tepl im Zentrum von Karlsbad, Foto: Klaus Klöppel
An der Tepl im Zentrum von Karlsbad, Foto: Klaus Klöppel

Wegen seiner einzigartigen Architektur gehört Karlsbad zu den schönsten Kurstädten Europas.  Auch die umgebung ist sehenswert.

Im Schloss von Bečov nad Teplou wird das wunderschöne Reliquiar des heiligen Maurus aufbewahrt – eine Perle europäischer Mittelalterkunst, Foto: Dagmar Veselkova, Czechtourism
Im Schloss von Bečov nad Teplou wird das wunderschöne Reliquiar des heiligen Maurus aufbewahrt – eine Perle europäischer Mittelalterkunst, Foto: Dagmar Veselkova, Czechtourism

Wer den zweitwichtigsten Schatz Tschechiens mit eigenen Augen sehen möchte, dann ist er in Bečov nad Teplou richtig.  Im dortigen Schloss wirddas wunderschöne Reliquiar des heiligen Maurus aufbewahrt – eine Perle europäischer Mittelalterkunst.

 

Besonders lohnt sich auch ein Ausflug in das herausgeputzte Städtchen Loket (Ellnbogen) mit seiner Altstadt und gotischen Burg, auf der man eine Ausstellung zum Thema Folter sowie eine Porzellanausstellung besichtigen kann.

Auf der Burg kann man eine Ausstellung zum Thema Folter sowie eine Porzellanausstellung besichtigen. Foto: Libor-Sva¦üc¦îekT(Czechtourism)
Auf der Burg kann man eine Ausstellung zum Thema Folter sowie eine Porzellanausstellung besichtigen. Foto: Libor-Sva¦üc¦îekT(Czechtourism)

Balsam für Seele und Leib: Marienbad

Wer durch das Zentrum von Marienbad (Mariánské Lázně) läuft, hat das Gefühl, eine Zeitreise ins beginnende 20. Jahrhundert zu unternehmen: prächtige Kurhäuser, blühende Parks, in denen Kurgäste gemütlich entspannen und das berühmte Heilwasser trinken.

Die"singende Fontäne" in Marienbad, Foto. Czechtourism
Die”singende Fontäne” in Marienbad, Foto. Czechtourism

Die Stadt hat viel Geschichte, aber auch moderne Hotels. Dazu gibt es hier mehr informationen.

Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism
Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism

Verwöhnen in Franzensbad

Als Johann Wolfgang von Goethe in Franzensbad (Františkovy Lázně) weilte, bezeichnete er die Stadt als das „Paradies auf Erden“. Die kleinste Stadt des südböhmischen Bäderdreiecks, zu dem neben Franzensbad auch Karlsbad und Marienbad gehören, besticht durch ihre eleganten klassizistischen Kurkolonnaden, gepflegten Parks und eine angenehme, entspannte Atmosphäre.

Franzensbad bei Nacht, LadislavRenner (czechtourism)
Franzensbad bei Nacht, LadislavRenner (czechtourism)

In Franzensbad wurde übrigens das weltweit erste Moorbad gegründet.

Kuren in schöner Umgebung bietet Franzensbad, Foto: LadislavRenner (czechtourism)
Kuren in schöner Umgebung bietet Franzensbad, Foto: LadislavRenner (czechtourism)

Bad Lednice (Eisgrub)

Den Körper sowie die Seele heilt nicht nur die Kurbehandlung, sondern auch die märchenhafte Landschaft der Kulturlandschaft Lednice-Valtice. In  Lednice (Eisgrub), einer Stadt mit einem märchenhaften Schloss und wunderschönen Gärten, die früher das Zentrum des Lichtensteinschen Gutsbesitzes waren, lohnt ein Spaziergang durch Kurgelände. (Mehr Infos unter www.lednice.cz).

Hier geht es zu Marienbad, Karlsbad und Franzensbad.

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