Theodor Fontane

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Fontaneorte: Burg im Spreewald

Burg im Spreewald

„… und dass dem Netze dieser Spreekanäle Nichts von dem Zauber von Venedig fehle, durchfurcht das endlos wirre Flußrevier in seinem Boot der Spreewalds-Gondolier.“

Es ist keine 160 Jahre her, da besuchte Theodor Fontane auf seiner Reise durch die Mark Brandenburg auch die idyllische Spreewaldgemeinde Burg. Der entdeckungsfreudige Schriftsteller war ein wahrer Wegbereiter für die Entwicklung des Spreewald-Tourismus. Schon damals erkannte er schon die Schönheit und Reize dieser einmaligen Kultur- und Naturlandschaft.

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Kirchhof mit Her(t)z

MatthäuskirchhofWilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes

„ – Die zur Durchsicht gewünschten Blätter bringe ich morgen Mittag oder schicke sie; es ist nahezu die Hälfte des Ganzen. Ich würde Ihnen vorschlagen nur das lange Kapitel „Marquardt“ zu lesen, da haben Sie alle Züge des Buches vereinigt: Schloß-, Park- und Landschaftsbeschreibung, Historisches Anekdotisches, Familienkram und Spukgeschichte. Mehr kann man am Ende nicht verlangen.“ Diesen Lesevorschlag für seinen III. Band der „Wanderungen“ übermittelte Theodor Fontane am 9. Mai 1872 an seinen Verleger Wilhelm Ludwig Hertz.In einigen Briefen unserer „Weihnachtspost“ klang das Fontane-Jubiläum im kommenden Jahr an. Grund für uns, wieder weiter auf den „Spuren Fontanes“ zu wandeln, so u. a. auch an Personen zu erinnern, die einen regen Gedankenaustausch mit ihm führten.

BücherFontaneSchlösser und Burgen

Nennhausen im Fontane200 – Kalender

nennhausenSchloss Nennhausen, Foto: D.Weirauch

Heuer ist Es ist Fontanejahr. Und es gibt einige tolle Kalender.  So auch  „Fontane200“, herausgegeben vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Ein Kalendenderblatt beschäftigt sich mit Nennhausen und Effi Briest. Wie lesen: ” Im havelländischen Nennhausen kreuzen sich die Wege der Musen und Grazien der Mark.

Potsdam

Stadtkerne aus der Sicht Fontanes sehen

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Im 200. Geburtsjahr Theodor Fontanes widmet sich die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen einer Spurensuche im Sinne Theodor Fontanes. Dabei geht es darum, wie sich Fremdenverkehr und Reisen zur Zeit Theodor Fontanes  in seiner Zeit darstellten und sich seitdem entwickelt haben. Themen sind u.a.: Welche Sehenswürdigkeiten bleiben interessant, welche Gasthäuser stehen in langen Traditionslinien, wie haben sich Verkehrswege entwickelt und was ist vielleicht noch wie in alter Zeit geblieben? Welche Personen und Vereinigungen haben die touristische Entwicklung vor Ort mit vorangebracht? In Ausstellungen und Hörführungen werden Orte der Gastfreundschaft, Orte der Mobilität und Orte der Kommunikation vorgestellt. Damit gehen wieder einmal Kulturland Brandenburg mit der AG Historische Stadtkerne eine fruchtbringende Zusammenarbeit ein.

Am Perleberger Markt, Foto: D.Weirauch
Am Perleberger Markt, Foto: D.Weirauch

Die 31 Städte der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen haben sich in den letzten Jahren zu einer besonderen Qualitätsmarke im Land Brandenburg entwickelt. 

Der Roland von Perleberg, Foto: D.Weirauch
Der Roland von Perleberg, Foto: D.Weirauch

Gemeinsam mit „Kulturland Brandenburg“ heißt es 2019 „Stadtwärts! Zu Gast in der Mark“. An dem Fontane-Programm der AG beteiligen sich elf der 31 Mitgliedsstädte. Schwerpunkt wird natürlich Neuruppin sein, wo die meisten Veranstaltungen stattfinden. Neuruppins bürgermeister Jens-Peter Golde benannte auf dem Jahrespressefrühstück der AG rund 60 Veranstaltungen zum Fontanejubiläum allein in der “Fontanestadt Neuruppin”. Am 30. März wird das Fontanejahr in Neuruppin vom Bundespräsidenten eröffnet.  

In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch
In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch

Es lohnt also wieder ins Land auszuschwärmen. Erst im Dezember 2018 wurde am Neuruppiner Fontanedenkmal die Plakette als Denkmal des Monats von der AG angebracht. Freuen wir uns also auf ein erlebnisreiches Fontanejahr mit den verschiedenen akteuren. So sehr die „Wanderungen“ auch zu Streifzügen zu Fuß oder mit dem Rad einladen: Fontane recherchierte das Material für seine Berichte kaum tatsächlich „wandernd“, sondern griff wo es ging auf die Eisenbahn, die Schifffahrt und Kutschen zurück. Besonders bei längeren Aufenthalten nutzte er – wenn er nicht beispielsweise bei Dorflehrern oder in Gutshäusern oder Schlössern untergebracht war – die damals schon bestehenden Einrichtungen des Fremdenverkehrs wie Gasthäuser und Fremdenzimmer. Es verspricht ein spannendes Jahr der Entdeckungen und Erlebnisse zu werden.

Gewinnspiel der AG

Es ist für jeden etwas dabei, verspricht Frank Steffen, Bürgermeister der Stadt Beeskow und Vorsitzender der AG Städte mit historischen Stadtkernen. In Anlehnung an Fontanes Reisen und Wanderungen durch die Mark Brandenburg lädt die AG ein, die historischen Stadtkerne aus dem Blickwinkel Theodor Fontanes wiederzuentdecken. Als Belohnung gibt es eine  Wochenendreise sowie Kulturerlebnisse mitten in den historischen Stadtkernen verlost.

Hier geht es zur Homepage. Heute hat die Arbeitsgemeinschaft 31 Mitgliedsstädte, die ihre historischen Stadtkerne bewahren, pflegen und behutsam erneuern. In der Arbeitsgemeinschaft steht der Erfahrungsaustausch, die Vermittlung des bedeutenden kulturellen Erbes an die Öffentlichkeit sowie eine gemeinsame touristische Vermarktung im Vordergrund. Die Arbeitsgemeinschaft wurde mit dem Ziel gegründet, die historischen Stadtkerne mit ihrer Bausubstanz vor dem Verfall zu bewahren und mit neuem Leben zu füllen. Mitglied können Städte werden, deren historischer Stadtgrundriss noch deutlich erkennbar und deren Bebauung überwiegend historisch ist. Eines der gelungenen Beispiele der  Arbeit der AG können wir auf der Insel in Werder/Havel erleben. hier einige Impressionen.

Wie geht es weiter ?

In rund 18 Jahren Sanierung und Stadterneuerung konnten gute Erfolge erzielt werden. Der überwiegende Teil der Bausubstanz konnte erneuert und die Städte als Lebensmittelpunkte für ihre Bewohner gestärkt werden. Auch zukünftig warten umfassende Herausforderungen auf die Städte. Es gibt noch viel zu tun. Nun müssen die Denkmale angepackt werden, die besonders schwierig sind, weil z.B. die Bausubstanz einen außerordentlichen Erneuerungsbedarf hat oder ein neuer Eigentümer gefunden werden muss. Dazu gehört beispielsweise das Lindowsche Haus in Werder am dortigen Plantagenplatz. Darin soll nach Sanierung die Touristeninformation sowie ein regionaler Laden einziehen.  

Profitiert von der Arbeit der AG hat auch die Stadt Brandenburg, hier zwei Beispiele:

vorher: barockes Altstadthauses Mühlentorstraße 9 in Brandenburg/Havel, Foto: Städte mit historischen Stadtkernen
nachher: barockes Altstadthauses Mühlentorstraße 9 in Brandenburg/Havel, Foto: Städte mit historischen Stadtkernen
nachher: barockes Altstadthauses Mühlentorstraße 9 in Brandenburg/Havel, Foto: Städte mit historischen Stadtkernen
Blumenhaus Petzoldt in Hertzberg, Foto: Arbeitsgemeinschaft “Städte mit historischen Stadtkernen” des Landes Brandenburg

 

 

Denkmale des Monats

Januar: Kyritz, Haus in der Maxim-Gorki-straße 26, 16866 Kyritz

Februar: Werder, Plantagenplatz 9,

Mehr Informationen sind erhältlich bei

  • Städte mit historischen Stadtkernen
  • Geschäftsstelle c/o complan Kommunalberatung, Voltaireweg 4
  • 14469 Potsdam
  • Deutschland
  • Tel.: 0331-2015120
  • Im Internet
  • www.ag-historische-stadtkerne.de
  • Informationen zum Kulturlandjahr

www.fontane-200.de

und

www.kulturland-brandenburg.de

BücherFontane

Brandenburg – ein Jahrbuch für das Land 2019

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Mit dem Brandenburg-Heft durchs Jahr: Natürlich Brandenburg – ein Jahrbuch für das Land 2019. Mit der Eröffnung der Brandenburg-Halle auf der Grünen Woche legt das Agrar- und Umweltministerium das neue Jahrbuch „natürlich Brandenburg“ vor. Es ist ab sofort in der Halle erhältlich (Info-Stand des Ministeriums). Brandenburg – ein Jahrbuch für das Land 2019
Nach der Messe können die 120 Seiten umfassenden Hefte über die Pressestelle des Ministeriums kostenfrei bestellt werden. Das Gemeinschaftsprojekt aller Landkreise und kreisfreien Städte mit dem Ministerium widmet sich in diesem Jahr den drei Schwerpunkten: Angebote im Fontanejahr – Ländliche Ausflugsziele – Veranstaltungen.

Einzigartig und imposant: die Stadtmauer von Wittstock
Einzigartig und imposant: die Stadtmauer von Wittstock

Jahresthemen sind neben dem Fontanejahr die Landesgartenschau in Wittstock und das Landpartie-Jubiläum.

25 Jahre Landpartie

Bereits zum 25. Mal startet in diesem Jahr die Brandenburger Landpartie. Auch für das Jahrbuch „Natürlich Brandenburg“, das seit 1996 vom Ministerium herausgegeben wird, ist dies ein Anlass, mit einem Sonderkapitel darauf einzugehen. Die Landpartie versammelt unter ihrem Dach engagierte und innovative Unternehmer, die gern ihren Betrieb für die Besucher öffnen, weil sie etwas zum Vorzeigen, Kosten und Kaufen haben. Wenn Bauern in eine eigene Weiterverarbeitung beziehungsweise in den Verkauf einsteigen, wenn sie sich ein zusätzliches Standbein im Tourismus, als Energieproduzent oder als Reiterhof schaffen, dann ist dies genau das, was im Rahmen der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik gewollt ist: Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sind zwei Seiten einer Medaille, um Landleben lebenswert zu gestalten. So die Pressemitteilung des Ministeriums zu Brandenburg – ein Jahrbuch für das Land 2019.

 

 

 

Hier ein Auszug aus dem lesenswerten Heft“ genutzt werden.

Von Caputh nach Caputh – Fontane am Schwielow

Mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark laden die Stadt Werder (Havel) und die Gemeinde Schwielowsee 2019 ein, anlässlich des 200. Geburtstag Theodor Fontanes auf Wanderschaft durch die Region rund um den Schwielowsee zu gehen und die in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ genannten Orte – insbesondere Werder, Caputh und Geltow – neu zu entdecken. Besucher können im Fontanejahr thematische Wanderungen mit dem Heimatverein Petzow buchen.

Schloss Caputh, Foto: D. Weirauch
Schloss Caputh, Foto: D. Weirauch

Es gibt eine musikalische Ortsbestimmung „Mit Fontane von Caputh (Schwielowsee) nach Caputh (Schottland)“ durch die Fercher Obstkistenbühne und eine Ausstellung im Heimathaus Geltow. Der Cultura e. V. wird sich mit einer musikalischen Lesung, zwei Fachvorträgen und einem fotografischen Streifzug auf Fontanes Spuren begeben. In Werder kann man ihm auf dem Fontanewanderweg durch Obst- und Weingärten nachspüren.

Skulptur im Glindower Ziegelringofen

Auch wird man Fontane kulinarisch erleben können. Die Ziegeleien um Werder, wieder von Glindow, werden in Fontanes Werk ausführlich beschrieben. Künstlerisch findet sich dieses Thema in einer Skulptur wieder, die anlässlich des Festjahrs im Hoffmannschen Ringofen gebrannt und zur zentralen Eröffnung am 30. Juni in der Petzower Kirche in der Ausstellung präsentiert wird.

Ziegelringofen Glindow Foto: Weirauch
Ziegelringofen Glindow am Glindower See bei Potsdam, Foto: Weirauch

Informationen zu Fontane rund um den Schwielowsee

Kultur- und Tourismusamt Schwielowsee
Straße der Einheit 3, 14548 Schwielowsee
Tel. 033209 70899
info@schwielowsee-tourismus.de
www.schwielowsee-tourismus.de

Tourismusamt Werder (Havel)
Kirchstraße 6/7, 14542 Werder (Havel)
Tel. 03327 783322
tourismus@werder-havel.de
www.werder-havel.de

Ein Jahrbuch für das Land Brandenburg 2019. Fontanejahr – Ländliche Ausflugsziele – Veranstaltungen. Herausgegeben vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Henning-von-Tresckow-Straße 2 – 13, 14467 Potsdam.

Bestellmöglichkeiten des Hefts außerhalb der Brandenburg-Halle:

per Mail: pressestelle@mlul.brandenburg.de

per Telefon: 0331/ 866 7237 oder 7019