Südwestkirchhof

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Hans Baluschek wird 150 – Besuch am Grab

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Noch erinnert nichts an der Grabstätte von Hans Baluschek auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof in Stahnsdort an seinen bevorstehenden 150. Geburtstag. Wir besuchten das Grab des berühmten Malers der Berliner Secession auf einem unserer „Lieblings-Friedhöfe“. Wir haben dort Freunde liegen, um deren Grab wir uns kümmern. Die Wege sind kurz: Der Stahnsdorfer Südwestkirchhof und der Wilmersdorfer Waldfriedhof liegen unmittelbar nebeneinander. Grabmäler auf dem einen Friedhof führen uns zu Grabmälern auf dem anderen. In Zeiten der Besinnung auf sich selbst hat es uns immer gut getan, auf die Lebensbilder anderer Menschen zu schauen. Was haben diese Menschen an Höhen und Tiefen erlebt – wie haben ihren Glauben an das eigene Tun bewahrt?

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Emil Krebs – das Sprachgenie

Stahnsdorfer Südwestkirchhof KrebsSprachgenie Emil Krebs

Heute, am 31.03.2020,  jährt sich der 90. Sterbetag von Emil Krebs. Bei unseren Besuchen auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof kamen wir schon oft an seiner Grabstätte vorbei. Emil Krebs war ein Sprachgenie. Emil Krebs war von 1893 bis 1930 Dolmetscher im Auswärtigen Amt. Er sprach 68 Sprachen, mit über 100 hat er sich beschäftigt. Eine Ausstellung im Auswärtigen Amt, die bereits an verschiedenen Orten in Deutschland und Polen gezeigt wurde, würdigt sein Lebenswerk.

Wer war dieser Legationsrat Krebs ? 

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Die Holzkirche auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf

Stahnsdorfer Südwestkirchhof  ©Weirauchdie Kapelle auf dem Südwestkirchhof Foto: örderverein/Ihlefeld

Unlängst wurde ich gefragt, wo es denn ausser der Kirche Wang im Riesengebirge und in Stiege (Oberharz) noch Holzkirchen nach norwegischem Vorbild gibt. Die Antwort ist einfach für uns: vor unserer Haustür auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof. Der Südwestkirchhof Stahnsdorf, der ja eigentlich ein Berliner Friedhof ist, gehört neben Venedigs Toteninsel San Michele, dem Wiener Zentralfriedhof und Père Lachaise in Paris zweifellos zu den herausragenden internationalen Begräbnisstätten. Und dort steht eine der berühmtesten Holzkirchen nach norwegischem Vorbild.

Erbauer der 1909 eingeweihten Holzkirche auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof ist  der Königliche Baurat Gustav Werner. Er schuf sie nach dem Vorbild der norwegischen Stabkirchen, von denen sie sich jedoch wesentlich unterscheidet. Die Friedhofskapelle wurde im Gegensatz zu den nordischen Kapellen nicht in senkrechter Stabbauweise, sondern in waagerechter Blockbauweise errichtet. Darüber informiert der von Olaf Ihlefeld geleitete Förderverein auf seiner Homepage.

Einzigartige Holzkirche im norwegischen Stil

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Ein besonderes Refugium: Stahnsdorfer Südwestkirchhof

Stahnsdorfer SüdwestkirchhofSchwedischer Friedhof Foto: Weirauch

Sich an der frischen Luft bewegen, spazieren gehen, sich auf sich selbst besinnen, zurück schauen, um deutlicher nach vorn schauen zu können – wo kann man das in den bewegten Zeiten besser als auf einem Friedhof? Wieder einmal zieht es uns hinaus nach Stahnsdorf. Der 1909 von der Berliner Synodalgemeinde angelegte Südwestkirchhof ist unser Ziel. Der Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin gehört neben Venedigs Toteninsel San Michele, dem Wiener Zentralfriedhof und Père Lachaise in Paris zweifellos zu den herausragenden internationalen Begräbnisstätten. Was dort längst zur touristischen Pflicht gehört, muss sich hier erst (wieder) herumsprechen. So wirbt der Förderverein des Südwestfriedhofes auf seine Homepage. „Der Südwestkirchhof ist ein Ort der Superlative: der größte Waldfriedhof, die bedeutendsten Denkmäler der Bestattungskunst, die letzte Ruhestätte herausragender Persönlichkeiten, die einzigartige norwegische Holzkirche im Jugendstil.“

Spaziergang auf einmaligen Friedhof

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Conrad Matschoß – Altmeister der Technikgeschichte

Südwestkirchhof StahnsdorfTechnikhistoriker Conrad Matschoss

Vor  110Jahren erschien in Berlin das zweibändige Werk „Die Entwicklung der Dampfmaschine, eine Geschichte der ortsfesten Dampfmaschine der Lokomobile, der Schiffsmaschine und Lokomotive“. Verfasser dieses bis heute zu den technikgeschichtlichen Standardwerken zählenden Buches ist Conrad Matschoß. 1987 erschien im VDI-Verlag ein Nachdruck dieses technikhistorischen Klassikers. Das Grab des 1942 verstorbenen Conrad Matschoß befindet sich auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof. Biegt man am Eingang des Friedhofs hinter dem Informationshaus des Fördervereins Südwestkirchhof  rechts ab, gelangt man in wenigen Schritten zum Grab. Hinter Rhododrendon-Büschen lugt auf dem moosbewachsenen Gehweg rechts der Grabstein hervor.  Ein Zahnrad mit einer heute kaum mehr sichtbaren Eule ziert den Grabstein. Es ist das Zeichen des Vereins Deutscher Ingenieure. „Sein Leben und Wirken galt dem Verein Deutscher Ingenieure und der Geschichte der Technik“ – So steht es auf dem Grabstein des deutschen Ingenieurs, Hochschullehrers, Technikhistorikers, Publizisten und Direktors des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Wer war dieser Conrad Matschoss

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Südwestkirchhof in Stahnsdorf zeigt Modell einstigen Bahnhofs

Verwaltungsgebäude SWKVerwaltungsgebäude des Südwestkirchhofs

Vor mehr als 100 Jahren fuhr der so genannte Witwenexpress im 20 Minuten Takt von Wannsee nach Stahnsdorf. Nach einer Investition von 2,5 Millionen Reichsmark und im Auftrag der Berliner Stadtsynode nahm 1913 die Friedhofsbahn ihren Betrieb auf. Sie verband den neuen Zentralfriedhof mit 21 Kirchengemeinden im Berliner Südwesten. Ab 1929 fuhr die S-Bahn elektrifiziert und verkehrte im 20 Minutentakt bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1961 und dem Bau der Berliner Mauer zwischen ihrem Endbahnhof gegenüber dem Haupteingang am Rudolf Breitscheid Platz und dem Bahnhof Berlin Wannsee.

Blick von den Gleisen auf den Bahnhof in Stahnsdorf, Archiv Ihlefeld
Blick von den Gleisen auf den Bahnhof in Stahnsdorf, ©Archiv Ihlefeld
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