Sizilien

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Sehenswerte Orte auf Sizilien: UNESCO Welterbe

Sizilien (6)

Es ist wieder soweit. Unsere Sehnsucht nach dem südlichen Italien ist wieder riesengroß. Diesmal zieht es uns auf die größte Insel im Mittelmeer: Sizilien ist das Ziel – traumhaftes Eiland mit dem größten europäischen Vulkan, dem Ätna, der ständig aktiv ist. Barocke Städte, zahlreiche griechische Tempel, einsame Strände, duftende Gärten, normannische Mosaiken, mächtige Felsrücken und liebenswerte Menschen machen unsere einwöchige Reise zu einem erlebnisreichen Kurzurlaub.

Sizilien
Mit Easyjet von Berlin nach Catania, Foto: Weirauch

Schon vom Flugzeug aus haben wir beim Anflug auf Catania bei schönstem Wetter einen atemberaubenden Blick auf die rauchende Kraterlandschaft des Ätna.
Mehr über den Ätna hier.

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UNESCO-Weltkulturerbe: Catania – die schwarze Perle am Vulkan

Sizilien (307)

Auf unserer Rundreise über die schöne Insel Sizilien besuchten wir auch Catania. Es ist eine Stadt für den 2. Blick. Darüber erfahrt ihr hier mehr.  Doch zuerst einmal etwas zur Geschichte.Seit der Gründung im 8. Jahrhundert vor Christus wurde Catania, die „Tochter des Ätna“, mehrmals durch Erdbeben und Vulkanausbrüche zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt im 18. Jahrhundert als barocke Planstadt mit großzügig angelegten Straßen und eleganten Plätzen. Nicht umsonst gilt die zweitgrößte Stadt Siziliens als „Schwarze Perle des Ätna“. Unlängst waren wir wieder einmal dort und haben Erstaunliches erlebt. Seit unserem letzten Besuch ist viel passiert. Einiges im Stadtbild liegt noch im Argen, aber wir hatten bei der Abreise ein gutes Gefühl.  Enzo Bianco, der Bürgermeister mehrerer Legislaturen, hatte viel versprochen, nicht alles gehalten (die nach wie vor desolate Müllentsorgung im Stadtbild gehört dazu), aber er hat Pflöcke eingeschlagen, um die unterschätzte Kultur- und Universitätsstadt lebenswerter zu machen.

Ätna Sizilien

Piazza del Duomo

Ein beliebter Treffpunkt im Herzen der Altstadt Catanias ist der Domplatz (Piazza del Duomo). Um ihn gruppieren sich der Duomo (Cattedrale di Sant’Agata), das wegen seiner Fassadendekoration „Palazzo degli Elefanti“ genannte Rathaus (Palazzo Municipio, 1693-1731); der Erzbischofspalast und das ehemalige Priesterseminar. Blickpunkt und begehrtes Fotomotiv ist der das Zentrum des Platzes dominierende obelisktragende Elefant (Fontana dell’Elefante (1735). Er ist das Wahrzeichen der Stadt.

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Unser Besuch auf dem Ätna

Ätna Sizilien

Mongibello, Berg der Berge, wie die Sizilianer den rund 3.300 Meter hohen Ätna gleichermaßen liebevoll und respektvoll nennen, ist Europas größter und einer der weltweit aktivsten Vulkane. Im Winter ist er mit einer gewaltigen Schneehaube bedeckt. Seine häufigen Ausbrüche sind gut fürs Geschäft: Aus aller Welt kommen Touristen, um das Naturspektakel zu bestaunen. Auch die Landwirtschaft blüht. Schließlich ist der mineralienhaltige Lavaboden rund um den Vulkan die fruchtbarste Erde Siziliens.

Die Fahrt auf den Ätna, der als Parco Naturale ausgewiesen ist, geht durch verschiedene Vegetationszonen. Bis auf 500 Meter Höhe gedeihen Zitrusfrüchte, Gemüse und Blumen. Noch in 1.000 Meter Höhe reifen Äpfel, Birnen und die Trauben für den erdig-schweren Ätna-Wein, weiter oben stehen Wälder aus Eichen und Edelkastanien. Jenseits der Baumgrenzen prägen zunächst noch gelber Ginster und blaue Veilchen das Bild. Doch dann weicht alles Leben zurück und es öffnet sich eine wüste, gewaltige Kraterlandschaft mit riesigen grauschwarzen Lavafeldern und rostroten, rauchenden Schlünden.

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Syrakus mit bezaubernder Ortygia

Sizilien (375)Ortygia bildet das das historische Zentrum der Stadt Syrakus

Einige Pulsschläge der Geschichte lang war das von Tyrannen regierte Syrakus der Nabel der antiken griechischen Welt, wovon heut noch Tempel, Theater und Altäre künden.

Glanz und Gloria währten bis ins Jahr 212 vor Christus, als die Römer die griechische Metropole Siracusa nach zweijähriger Belagerung einnahmen. Dabei soll ein römischer Soldat den genialen Mathematiker Archimedes erschlagen haben. Von Weltstadt war fortan keine Rede mehr, doch noch heute begeistert das UNESCO-Weltkulturerbe mit grandiosen Zeugnissen der Antike, umgeben von barocken Stadtpalais, malerischen Plätzen und dem Trubel einer modernen Hafenstadt.

Ortygia

Siedler aus Korinth ließen sich im Jahr 734 vor Christus auf der Insel Ortigia nieder. Drei Brücken führen heute vom Festland hinüber. Auf der Piazza Pancali erheben sich die Ruinen des Tempio di Apollo (6. Jahrhundert vor Christus) – gewaltige dorische Säulen und Quaderblöcke der Cella, des Kultraumes. Über den Corso Matteotti geht es zur Piazza Archimede mit einem verspielten Artemis-Brunnen (19. Jahrhundert) und durch die Via Landolina zur Piazza Duomo.

Duomo