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Jena – Sehenswürdigkeiten in der Stadt von Zeiss und Schiller

Blick auf Jena, Foto: WeirauchBlick auf Jena, Foto: Weirauch

„In Jene lebt sich’s bene,  und in Jena lebt sich’s gut.“ So lautet ein Studentenlied aus dem Jahr 1850. Der Text trifft heute wieder zu. Doch wer von ferne Jenas aus DDR-Zeiten stammenden Plattenbaugebiete an der Autobahn A4 erblickt, kann das nicht so recht glauben. einfachraus.eu war doert und hat sich in die statd verliebt. Lest selbst…  Jena – Sehenswürdigkeiten in der Stadt von Zeiss und Schiller

Sehenswürdigkeiten in Jena

Trotz des Versuchs, optimale Umgebung für Studenten zu sein, trotz Hightechstandort und Kulturhochburg hat es die Stadt an der Saale immer noch schwer, aus dem Schatten von Erfurt, Weimar oder Eisenach herauszutreten. Wir stellen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Jena vor.

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JenTower – Keksrolle mit Aussicht

Weithin sichtbar ist der zu DDR-Zeiten erbaute rund 160 Meter hohe JenTower. Auf 128 Meter Höhe laden Restaurant „Scala“, ein kleines Hotel sowie eine Aussichtsplattform ein, den Blick über die Dächer der eng gedrängten Innenstadt schweifen zu lassen.

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Dem Turm gegenüber liegen die ehemaligen Fabrikgebäude der Zeiss-Werke, elegant eingebunden in das moderne Einkaufszentrum der „Goethe-Galerie“. Auch ein Steigenberger-Hotel befindet sich in den einstigen Zeiss-Werkstätten.

Vom JenTower aus, die Einwohner nennen das Bauwerk scherzhaft auch „Keksrolle“, schaut man auf die teilweise nach 1990 neu erichteten Produktionsstätten von Carl Zeiss, Jenoptik und Schott.

Marktplatz und „Hanfried-Denkmal“

Den Marktplatz, dessen Ensemble die Zerstörungen des 2. Weltkrieges nur teilweise überstand, dominiert das spätgotische Rathaus. Auf dem Platz steht weithin sichtbar das Denkmal für den Kurfürsten Johann Friedrich der Großmütige (1503 – 1553), den die Jenenser liebevoll „Hanfried“ nennen. Dieser gilt als Begründer der Jenaer Universität.

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Am Marktplatz lohnt auch ein Besuch der „Alten Göhre“, ein Gebäude mit auffälliger Giebelstellung an der Nordseite. Heute befindet sich darin das Stadtmuseum.

St. Michael mit Luther-Grabplatte

Zu den Sehenswürdigkeiten von Jena gehört die Stadtkirche. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie wie fast der gesamte Stadtkern von Jena stark zerstört und in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder aufgebaut.

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Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die bronzene Grabplatte Martin Luthers im Kirchenschiff. Sie wurde 1549 vom Erfurter Glockengießer Heinrich Ziegler nach einer Bildvorlage von Lucas Cranach d. Ä. angefertigt. Man findet sie schräg gegenüber vom Altar. Die Platte war ursprünglich zur Aufstellung in Wittenberg bestimmt. Im Ergebnis des Schmalkaldischen Krieges verblieb sie aber in Jena, während in der Schlosskirche von Wittenberg eine Kopie aufgestellt wurde.

Ernst Abbe und Carl Zeiss

Überregionale Bedeutung hat Jena vor allem durch die Optische Industrie und das Jenaer Glas. Der Physiker Ernst Abbe und der Unternehmer Carl Zeiss entwickelten in Jena bahnbrechende Produkte der Optik. Auch an Otto Schott, den Erfinder des Jenaer Glases, erinnern in der Stadt Straßen, Plätze und Denkmäler.

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Das Optische Museum am Carl-Zeiss-Platz zeigt die Entwicklung optischer Geräte im Laufe der Jahrhunderte. Es gibt Abteilungen für Brillen, Geräte der Augendiagnostik und Augenheilkunde, Mikroskope, Fernrohre und Kameras.

Theaterhaus:; Kulturarena

Eine Besonderheit von Jena ist das Theaterhaus. Vom nach 1920 von Bauhausgründer Walter Gropius umgestalteten Zuschauerraum blieben nach Abriss  zu Ende der DDR nur die Grundmauern.  Im Sommer sitzt man heute im Halbrund auf dem Grundriss des einstigen Zuschauerraums und erlebt Aufführungen oder Konzerte im Rahmen des Festivals „Kulturarena“.

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Schillerhaus

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich im Schillergäßchen 2 das Museum  Schillerhaus. In keiner Stadt verweilte Friedrich Schiller länger als in Jena – von 1789 bis 1799. Neben Wohnhaus kann auch die Gartenzinne und das Küchenhäuschen betrachtet werden. Im Garten steht der alte ovale Steintisch, an dem Schiller oft mit Goethe gesessen hat und Gedanken austauschte. Auch als Schiller längst in Weimar ansässig wurde, behielt er das Gartenhaus in Jena noch einige Zeit.

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Jenaer Frühromantik

In Marktnähe befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Philosophen Johann Gottlieb Fichte die Literaturgedenkstätte zur Jenaer Frühromantik. Auf zwei Etagen wird im Romantikerhaus die Entwicklung Jena zwischen 1785 und 1803 zum fortschrittlichsten geistigen Zentrum Deutschlands dargestellt.

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Zeiss-Planetarium Jena

Das 1926 am Rande der Stadt eröffnete Zeiss – Planetarium gilt als das dienstälteste Planetarium der Welt und ist die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit von Jena. Mit einer Laser-Ganzkuppelprojektion werden Unterhaltung und Wissensvermittlung rund um das Jahr in Form von Live-Vorträgen, Kinderprogrammen, Hörabenden, Musik-Lasershows und exklusive-Events geboten. Sowohl die revolutionäre Projektionstechnologie als auch die damit zusammenhängende Stahlbeton-Schalenbauweise „System ZEISS-DYWIDAG“ sind mit dem Namen des Ingenieurs Walther Bauersfeld (1879-1959) verbunden. Die Herausforderung bei der Planung des Planetariums bestand darin, Projektionsapparat und Kuppel ideal aufeinander abzustimmen. Bauersfeld hatte daher im Auftrag des Deutschen Museums nicht nur eine neuartige Maschine zur Projektion des Sternenhimmels entwickelt, sondern auch ein räumliches Stabnetzwerk als Projektionsfläche. In Zusammenarbeit mit dem Dywidag-Oberingenieur August Mergler entstand schließlich eine Kuppel mit einem Durchmesser von 25 m und einer Oberfläche von 981 m2. Das Eisenfachwerk wurde mit einer 6 cm starken Betonschicht ausgefüllt und umkleidet. Der moderne Schalenbau war damit erfunden und stellte eine bahnbrechende Entwicklung in der Geschichte des Stahlbetonbaus im 20. Jahrhundert dar.

Der Publikumserfolg des ZEISS-PLANETARIUMS war groß. Innerhalb von zehn Jahren wurden weltweit zahlreiche ähnliche Bauten errichtet, beispielsweise die Planetarien in Berlin (1926), Mailand (1930) oder New York (1934).

Bodo Ramelow, Ministerpräsident vo

Schlacht von Jena und Auerstedt

Im Ortsteil Cospeda, vier Kilometer nordwestlich von Jena, erinnert eine Gedenkstätte an die Schlacht von Jena und Auerstedt im Jahr 1806 zwischen den Truppen Napoleons und der preußischen Armee.  Empfehlenswert ist eine interaktive Wanderung auf dem einstigen Schlachtfeld zu unternehmen. Gegen einen Pfand erhält man im Museum einen Audioguide und kann, geleitet von der Stimme der Berliner Schauspielerin Sophie Rois, etwa eine Stunde lang das Schlachtfeld auch akustisch erwandern.

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Jena – Infos zur Stadt

Jena mit seinen rund 100.000 Einwohnern ist eingebettet in eine malerische, thüringer Landschaft mit südländisch anmutendem Flair und einer reizvollen Umgebung aus Muschelkalkhängen. Bis Weimar sind es 22 und bis Eisenach 110 Kilometer. Wegen der steigenden Immobilienpreise wird Jena auch „München des Ostens“ bezeichnet. Jena, mit dem ICE von Berlin in rund zwei Stunden zu erreichen, ist eine Stadt der kurzen Wege. Vom Bahnhof „Jena Paradies“ gelangt man fußläufig zu den meisten Sehenswürdigkeiten.

 Sehenswürdigkeiten in Jena – Kurzinfos

  • Jena Tourist-Information: Markt 16, 07743 Jena, Tel.: 03641/ 49-8050, Mail.: tourist-info@jena.de, www.jena.de
  • JenTower: Scala-Restaurant, Leutragraben 1, Tel: 03641/35 66 66, Internet: www.scala-jena.de/de/restaurant-bar/
  • Schillerhaus Jena: Schillergässchen 2, geöffnet: April – Oktober, Die. – So.: 11 – 17 Uhr, Nov.-März: Di. – Sa.: 11 bis 17 Uhr, Eintritt: 2,50 Euro
  • Literaturmuseum Romantikerhaus: Unterm Markt 12a, Geöffnet: Die.- So.: 10 – 17 Uhr,  Tel.: 03641/49 82 43, 
  • Museum Schlacht von Jena und Auerstedt 1806: 07751 Cospoda, Jenaer Str. 12, geöffnet: April – Nov.: : Mi.-So.: 10 – 13 Uhr, 14-17 Uhr,, Mitte Jan.-März: bis 16 Uhr, 
  • Optisches Museum: Carl-Zeiss-Platz 12,  Tel.: 0 3641/ 44 31 65, geöffnet: Di. – Fr.: 10 bis 16.30 Uhr, Sa.: 11 – 17 Uhr, Eintritt: 6, ermäßigt 4 Euro, Internet: www.optisches Museum
  • Zeiss-Planetarium Jena: Am Planetarium 5,  Tel.: 0 3641/ 88 54 88, Internet: www.planetarium-jena.de
  • Übernachten: Steigenberger Esplanade Jena, Goethe Galerie, Carl-Zeiss-Platz 1, 07745 Jena, Tel: 93641/8000, Internet: www.steigenberger.com/Jena/steigenberger-Esplanade

Hier weitere Reisetipps zu Thüringen.

Für Viele ist Thüringen eine klassische Wanderregion mit einer stark kulturell geprägten Vergangenheit und einer gutbürgerlichen Küche. Tatsächlich hat es aber mehr zu bieten, denn es ist die einmalige Landschaft, die dem „grünen Herzen Deutschlands“ seine markante, fjordähnliche Landschaft verleiht: zahlreiche Flüsse und die teils felsigen Ufer sowie Berg- und Stauseen machen das Bundesland für Urlauber zu einem echten Insidertipp.

Das „Thüringer Meer“ ist mit einer Fläche von 16,5 km² (ca. 2.000 Fußballfelder) Europas größte zusammenhängende Stauseeregion und lockt mit einer großen Auswahl an Trendsportarten wie Wasserwandern, Kanufahren oder Stand-Up-Paddling in den Freistaat, in erster Linie Camper, denn unabhängiges Unterwegs-Sein mit dem Zelt oder Wohnwagen wird immer beliebter.

Reise

Fünf Gründe, warum nicht nur Hobbyarchäologen in die Prignitz fahren sollten

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Auf dem Schlachtfeld von Freyenstein: D.Weirauch

Irgendwo da oben im Nordwesten des Landes Brandenburg liege die Prignitz, höre ich beim Nachfragen. Und dass die Elbe ihre eine Flanke begrenzt. Auch soll es dort in der Prignitz mehrere Städte wie Wittenberge, Perleberg, Pritzwalk, Wittstock und Kyritz geben. Aus dem  Landstrich, wo in einigen Dörfern noch gelegentlich Plattdeutsch gesprochen wird, sind nach 1990 sehr viele Menschen weggezogen. Wie die benachbarte Uckermark zählt die Prignitz zu den am dünnsten besiedelten Teilen Deutschlands. Archäologische Orte in der Prignitz. Auf der Grünen Woche ist jedes Jahr der Stand mit Knieperkohl immer dicht umlagert. Denn diese kulinarische Spezialität gibt es nur in der Prignitz. Soweit so gut… Fünf Gründe, warum nicht nur Hobbyarchäologen in die Prignitz fahren sollten

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Einstieg in die Grabkammer des Königsgrabes von Seddin. (C): D.Weirauch

Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin
Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin (C): D.Weirauch

Einmalige archäologischen Orte in der Prignitz

Doch die Prignitz hat viele Besonderheiten. Dazu gehören neuerdings die  Zentralen Archäologischen Orte (ZAO) der Prignitz. Hört sich erstmal sperrig an, ist es aber nicht. Höchst lebendig. Auch für Nicht-Hobbyarchäologen.

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Wittstocks imposante Stadtbefestigung mit dem Museum des 30-jährigen Krieges  (C): D.Weirauch

Auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg liegen sie zusammen mit weiteren rund 3.000 archäologischen Fundstellen und zeugen vom reichen geschichtlichen Erbe der brandenburgischen Reiseregion. Wie kaum eine andere Region in Deutschland weist die Prignitz eine außergewöhnlich hohe Dichte an historischen Schätzen auf.

Leuchttürme der Landesgeschichte

Es sind authentische Orte mit außerordentlich hohem Anschauungswert. Experten sprechen gar von „Leuchttürmen der Landesgeschichte“. Einige der Orte, so das Schlachtfeld 1636 des Dreißigjährigen Krieges auf dem Scharfenberg  bei Wittstock, sind bereits touristisch erschlossen. Andere Orte wie das tausende Jahre alte Großsteingrab bei Mellen gilt es noch auszubauen. Doch Touristen finden mittlerweile gute Ausschilderungen zu den Sehenswürdigkeiten. Für ihre Radwege, darunter den Elbe-Radweg, ist die Prignitz berühmt.

Im Museum Perleberg kann man sich eine Kopie der Grabbeigaben von Seddin anschauen.
Im Museum Perleberg kann man sich eine Kopie der Grabbeigaben von Seddin anschauen. (C): D.Weirauch

Neben einem Logo wurde eine Broschüre entwickelt, welche die sechs archäologischen Orte hinsichtlich ihrer geschichtlichen, archäologischen und touristischen Bedeutung vorstellt. „Ziel der Broschüre ist es, anhand von Sagen, Erzählungen und Mythen den Reiz und das Geheimnis dieser ZAO deutlich zu machen“, erklärt Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V. „Die Broschüre soll sowohl die Zielgruppe des geschichtsinteressierten Kulturliebhabers als auch Familien und Großeltern mit Enkeln ansprechen. Neben den touristischen Highlights bei den ZAO selbst werden nämlich auch spannende Aktivitäten, Naturerlebnisse und kulinarische Tipps am Wegesrand vorgestellt.“

Hier nun, bevor wir die einzelnen Orte näher vorstellen, eine erste  Übersicht zu den Archäologischen Orten in der Prignitz

Großsteingrab Mellen:

Das imposante Hünengrab von Mellen zeugt von einer weit verbreiteten Bestattungskultur der Jungsteinzeit. Als letztes erhaltenes Großsteingrab der Prignitz steht die 22 mal 8 Meter große Anlage bereits seit 1887 unter Denkmalschutz.

Das imposante Hünengrab von Mellen zeugt von einer weit verbreiteten Bestattungskultur der Jungsteinzeit.
Das imposante Hünengrab von Mellen zeugt von einer weit verbreiteten Bestattungskultur der Jungsteinzeit. (C): D.Weirauch

Königsgrab Seddin:

Das Königsgrab von Seddin gilt mit seinen wertvollen Schätzen als die bedeutendste Grabanlage des 9. Jhd. v. Chr. im nördlichen Mitteleuropa. Zahlreiche Sagen und Mythen ranken sich um diese geheimnisvolle Grabkammer.

gilt als die bedeutendste Grabanlage des 9. Jh. vor Christus im nördlichen Mitteleuropa.
Archäologe Dr. May am „Königsgrab“,es gilt als die bedeutendste Grabanlage des 9. Jh. vor Christus im nördlichen Mitteleuropa. (C): D.Weirauch

Gedenkstein vor dem Königsgrab von Seddin.
Gedenkstein vor dem Königsgrab von Seddin. (C): D.Weirauch

Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz.
Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz. (C): D.Weirauch

Prignitz interaktiv: Hörstation am Königsgrab von Seddin
Prignitz interaktiv: Hörstation am Königsgrab von Seddin (C): D.Weirauch

Sehenswerte Burg Lenzen:

Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten.

Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten
Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten (C): D.Weirauch

Archäologischer Park Freyenstein :

Das mittelalterliche Freyenstein gehört zu einer der wenigen Stadtwüstungen in Brandenburg. Es ist ein Musterbeispiel für den Bauboom im 13. Jahrhundert – Grundstein für den Aufbau heutiger mitteleuropäischer Städte und Siedlungen.

Archäologe Dr. Wacker erläutert den Archäologischen Park Freyenstein.
Archäologe Dr. Wacker erläutert den Archäologischen Park Freyenstein. (C): D.Weirauch

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Die Stadtwüstung an der heutigen Ortsgrenze zeigt den alten Standort der Stadt um 1287.
Die Stadtwüstung an der heutigen Ortsgrenze zeigt den alten Standort der Stadt um 1287. (C): D.Weirauch

Adelssitz Meyenburg:

Das stolze Schloss Meyenburg diente seit Jahrhunderten herrschaftlichen Familien als Wohnort. Eine mittelalterliche Steinspeicherheizung zeugt vom Alter und von der Bedeutung des Bauwerks. Heute befindet sich hier Deutschlands erstes Modemuseum.

Das Meyenburger Schloss gehört heute zu den herausragenden profanen Baudenkmälern in der Prignitz.
Das Meyenburger Schloss gehört heute zu den herausragenden profanen Baudenkmälern in der Prignitz. (C): D.Weirauch

Schlachtfeld 1636 Wittstock:

1636 tobte der Dreißigjährige Krieg in weiten Teilen Europas. Nahe bei Wittstock kam es in diesem Jahr zu einer wichtigen Entscheidungsschlacht zwischen schwedischen Truppen und der kaiserlich-sächsischen Armee.

Die Archäologin Dr. Eickhoff erläutert die funde auf dem Schlachtfeld Scharfenberg/Bohnencamp
Die Archäologin Dr. Eickhoff erläutert die Funde auf dem Schlachtfeld Scharfenberg/Bohnencamp (C): D.Weirauch

(C): D.Weirauch

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(C): D.Weirauch

Weitere Informationen zur kulinarischen Besonderheit der Prignitz, dem Knieper, gibt es hier.

‘Und hier geht es zum Modeschloss in Meyenburg.

Hier zum neuen Wegbegleiter Prignitz, in dem die Sehenswürdigkeiten von Joachim Nölte besprochen werden.

 

Was und wo: Prignitz

Die zwischen Berlin und Hamburg liegende Prignitz besitzt eine der schönsten und urtümlichsten Naturlandschaften Deutschlands. An Elbe und Stepenitz können hier Gäste die einmalige Landschaft auf ganz besondere Art und Weise erfahren. Die naturbelassene Flusslandschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg mit ihren verträumten Dörfern, historischen Städten und altehrwürdigen Kirchen, Schlössern und Burgen machen den ganz besonderen Reiz dieser Reiseregion aus.

Weitere Informationen:

  • Tourismusverband Prignitz e.V.
  • Großer Markt 4
  • 19348 Perleberg
  • Tel: +49 (0) 3876/ 30 74 19 20
  • Fax: +49 (0) 3876/ 30 74 19 29
  • Mail: info@dieprignitz.de
  • Internet:  www.dieprignitz.de
Schlösser und Burgen

Burg Altena – eine der schönsten Burgen Europas

Handwerkburg altena aussenansicht oberer burghof foto klaus sauerlandBurg Altena- Oberer Burghof © Märkischer Kreis 2014 – Fotograf Klaus Sauerland

Kaum eine andere Region in Deutschland spiegelt den Wandel in der Zeit- und Kulturgeschichte so facettenreich wieder, wie die Region der Burg Altena im Märkischen Kreis. Die majestätische Residenzburg, die malerisch auf einem Felssporn über der Stadt Altena liegt, kann auf eine mehr als 1000 jährige Geschichte zurückblicken und ist durch ein hochmodernes Aufzugssystem in wenigen Minuten von der Stadt aus erreichbar. Sagenhaft sind ihre Anfänge in ottonischen Zeiten, wechselhaft die Geschichte zwischen Aufstieg und Verfall.

Auch die Reformation prägte Westfalen und das Sauerland in besonderer Art und Weise. Martin Luther und seine Mitstreiter waren zwar nie in Westfalen, aber ihre Lehre und ihre Thesen beeinflussten das kirchliche Leben der Region maßgeblich. Um 1600 war die Reformation im Märkischen Kreis und dem südlichen Westfalen abgeschlossen. Einige Herrschaftsgebiete waren lutherisch, andere reformatorisch geprägt, etliche blieben katholisch oder wurden wieder re-katholisiert.

Die Preußen im Sauerland!

Nicht einmal 400 Jahre ist es her, dass die Region der Grafschaft Mark preußisch wurde.

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