Schweiz

Hotels

Preiswert: Schweizer Jugendherbergen

Blick auf die Jugendherberge von St. MoritzBlick auf die Jugendherberge von St. Moritz Foto: Schweizer Jugendherbergen

die Schweiz ist im Winter zu teuer? Schon einmal über stylische und günstige Übernachtungsalternativen nachgedacht?

Denn genau das bieten die Schweizer Jugendherbergen in vielen Ski-Regionen. Die Alpen bescheren perfekte Bedinungen für rasante Abfahrten und aktiven Wintersport. Skifahren mit Globi, Abtauchen im Erlebnisbad, Action auf der Schlittelpiste oder Freeride-Abenteuer: die Schweiz ermöglicht auch im Winter eine fast unbegrenzte Erlebnisvielfalt und zahlreiche Varianten den Winter in vollen Zügen zu genießen.

Blick in die Berge ist garantiert im wellnessHostel4000 , Foto: primcom
Blick in die Berge ist garantiert im wellnessHostel4000 , Foto: Schweizer Jugendherbergen
Außenansicht des wellnessHostel4000 , Foto: primcom
Außenansicht des wellnessHostel4000, Schweizer Jugendherbergen, Foto: primcom

Egal ob auf den Skiern oder auf dem Snowboard – hier sieht man auf einen Blick, welche Skigebiete von den Schweizer Jugendherbergen aus gut erreichbar sind.

Und die Schweizer Jugendherbergen bieten neben einem gemütlichen Bett in Pistennähe noch viel mehr: Ideale Angebote mit regionalen Partnern für mehr Abenteuer, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet sowie preiswerte Abendmenüs für mehr Geld in der Reisekasse und einladende Gemeinschaftsbereiche für mehr Quality Time mit Familie, Freunden oder Gleichgesinnten. Wer zum Beispiel vor Weihnachten in der Jugendherberge Davos übernachtet, profitiert von einer Gratis-Hin- und Rückreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus der ganzen Schweiz nach Davos in der 2. Klasse. Hier finden Sie alle weiteren Angebote und Jugendherbergen auf einen Blick.https://www.youthhostel.ch/de/landingpages/more-winter/

Erlebnisduschen im WellnessHostel ©SJH
Erlebnisduschen im WellnessHostel4000 ©SJH

Hier unsere Erfahrungen beim Besuch der Jugendherberge in Pontresina im Engadin.

Reise

Liebenswertes Pontresina im Engadin

Schweiz (9)
Einfach mal raus aus dem Alltag – Flachländer wie wir möchten dennoch auch mal die Alpen erleben. Wo könnte es hingehen? In die Schweiz – Graubünden – Engadin. Vom kleinen  Ort Pontresina hatten uns Freunde erzählt, allerdings liegt nur dreieinhalb Kilometer entfernt Sankt Moritz. Nach „Schickimicki“ war uns eher nicht, deshalb hatten wir Zweifel, nach Pontresina zu fahren. Doch wir wurden eines Besseren belehrt und können uns bei unseren Freunden nur bedanken, dass sie uns so hartnäckig auf Pontresina im Oberengadin verwiesen. Lest hier mehr zum Thema: Liebenswertes Pontresina im Engadin.

Für eine Woche erlebten wir bei grandioser Herbstsonne eine Woche Natur-Wellness pur. Bei klarer, trockener Höhenluft auf unseren Wanderungen, beim Waldbaden konnten wir Sonne pur tanken (das ist im engadin durchschnittlich an 320 Sonnentage im Jahr möglich), beim Bahnfahren mit dem Bernina-Express der Rhätischen Bahn die atemberaubende Kulisse der alpinen Bergwelt zu erleben und last but not least beim Verwöhnenlassen morgens und abends in wunderbaren Hotels: dem Hotel Walther,

Das Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch
Das Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch

 

Immer für die Gäste da: das erfahrene Service-Team im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Immer für die Gäste da: das erfahrene Service-Team im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Hotel Steinbock gehört zum Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Hotel Steinbock gehört zum Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
dem Hotel Saratz in Pontresina, darüber später hier mehr.
Das Hotel Saratz in Pontresina, Foto: Weirauch
Das Hotel Saratz in Pontresina, Foto: Weirauch
und dem Cresta Palace in Celerina.  Hier unsere Bericht dazu.
Beste anbindung: auch das Cresta Palce in Celerina liegt in Bahnhofsnähe, Foto: Weirauch
Ansicht des Cresta Palace vom Westen, Foto: Cresta Palace
Ansicht des Cresta Palace vom Westen, Foto: Cresta Palace
Gleich hinter dem Hotel beginnen die Trails für die Biker, Foto. Cresta Palace
Gleich hinter dem Hotel beginnen die Trails für die Biker, Foto. Cresta Palace
Blick in das Grand Restaurant des Cresta Palace in Celerina, Foto: Weirauch
Blick in das Grand Restaurant des Cresta Palace in Celerina, Foto: Cresta Palace

Blick in den Ruheraum des Cresta Palace, Foto: Cresta Palace

Mit der Bergbahn gut zu erreichen und Ausgangspunkt für Wanderungen: Muottas Muragl, Foto; Weirauch
Mit der Bergbahn gut zu erreichen und Ausgangspunkt für Wanderungen: Muottas Muragl, Foto: Weirauch

Im Land des Steinbocks

Eine Überraschung war für uns auch die Jugendherberge von Pontresina, direkt am Bahnhof gelegen, bietet sie nicht nur jungen Leuten mehr als einen Übernachtungsplatz an. Wir kennen Jugendherbergen in vielen Ländern, aber die Herzlichkeit der Herbergseltern Sabine und Martin Künzli hat Eindruck hinterlassen.
Blick auf die Jugendherberge von Pontresina, Foto: JH Pontresina
Blick auf die Jugendherberge von Pontresina, Foto: JH Pontresina

Hier unser Bericht über den Besuch in der gastfreundlichen Jugendherberge.

Mit 3 PS geht es in das Val de Roseg von Pontresina, Foto: Weirauch
Mit 3 PS geht es in das Val de Roseg von Pontresina, Foto: Weirauch
Fazit: Überall waren wir gern gesehene Gäste, deren Wünsche man gern erfüllte, ohne große Worte darüber zu verlieren, sei es bei der kostenlosen Beförderung des Gepäcks, Tipps für Wanderungen bzw. Fahrten mit den Bergbahnen Muottas Muragl (Standseilbahn), dem Sessellift Pontresina-Alp Languard, der Gondelbahn hinauf auf die Diavolezza oder der Luftseilbahn Celerina-Marguns.
Im Ausflugsrestaurant auf der Diavolezza in der Nähe von pontresina, Foto: Weirauch
Im Ausflugsrestaurant auf der Diavolezza in der Nähe von Pontresina, Foto: Weirauch

 

Mit dem Bernina-Bummler bietet die Rhätische Bahn den Gästen des Engadin eine Mitfahrgelegenheit an, die fußmüde Wanderer von Ort zu Ort bringt. Gäste, die mindestens zwei Übernachtungen in den Hotels bzw. der Jugendherberge buchen, erhalten ein Bergbahnticket, das ihnen die Benutzung von 13 Bergbahnen inklusive der öffentlichen Verkehrsmittel (Bahn und Bus) im Oberengadin ermöglicht. Dieses Bergbahnticket ist eine wunderbare Lösung für problemlose Fortbewegung im Oberengadin. Wir mussten uns nicht um den Fahrscheinkauf kümmern, konnten entspannt in die sauberen Busse und Bahnen steigen, immer gab es Sitzplätze mit blitzklaren Fenstern, die die Sicht auf die Berge und Täler ermöglichten, wo sich ein wunderbarer Bergsommer still verabschiedete und ein farbenprächtiger Herbst sich ganz leise ankündigte.

Immer freundliches, kundiges, manchmal zu Scherzen aufgelegtes Begleitpersonal ließ jede Fahrt zu einem Erlebnis werden. Automatische Ansagen und Anzeigen in Bus und Bahn informierten die Fahrgäste über einzelne Stationen, so dass wir entspannt in die Landschaft schauen konnten.

Pontresina im Festsaal der Alpen

Wo befindet sich der Festsaal der Alpen? Als wir aus dem Zug, der uns von Chur nach Pontresina in gut eineinhalb Stunden brachte, ausstiegen, wurden wir begrüßt mit „Willkommen im Festsaal der Alpen“. Wir schauten ungläubig. Der Bahnhof ein Festsaal? In erster Linie bezog sich der Willkommensgruß wohl auf das historische Bergdorf, das bei sommerlichem Herbstwetter vor uns lag. Nette, freundliche Menschen, ob einheimisch oder zu Gast, alle scheinen, sobald sie den Bahnhofsvorplatz verlassen in eine andere Welt einzutauchen. Typische Engadiner Häuser und Hotel-Paläste der Belle Époche vor der atemberaubenden Kulisse des Bernina-Massivs, entrücken uns aus unserem Alltag, die sonnige Lage auf etwa 1800 Metern sowie das trockene und milde Klima sind Balsam für unsere Seelen. Pontresina trägt den Titel Luftkurort zurecht. 350 Kilometer Panoramapisten entführen in drei der legendärsten Schweizer Skigebiete: Diavolezza, Corvatsch und Conviglio.. Wir sind keine Wintersportler, als Flachländer rufen uns aber 580 Kilometer Wanderwege, 400 Kilometer Bike-Trails und die Oberengadiner Seenlandschaft respektvolle Bewunderung ab. Dazu kommen noch viele kulturelle Begegnungen, sei es im Museum-Alpin, bei den täglich kostenlosen einstündigen Konzerten im Thaiswald, bei der Pferdekutschenpartie im Rosegg-Tal, auf dem Gletscherweg Morteratsch oder der Alpkäserei – das sind nur einige der schönen Erlebnisse, die Pontresina zu einem liebenswerten Ort des Sports und der Genüsse werden lassen.

„In Sankt Moritz trägt man den Pelz nach außen, in Pontresina nach innen. In Pontresina macht Urlaub, wer in St. Moritz vom Teller fällt.“ – so scherzt man über den anderen, den bedeutenderen Ort. Für uns ist Pontresina ein Festsaal, ein Ort mit Geschichte und Geschichten, die die dort lebenden Menschen schrieben und heute noch schreiben. Man spürt ihren Stolz auf das Geschaffene, etwa in den geschriebenen Geschichten der Hotels, die wir mit Interesse gelesen haben. Stillstand gab es auch in den schwierigsten Zeiten nicht. Die Grandhotels hatten es nicht immer leicht. Darüber können die Chroniken erzählen.

Bis heute entwickelt die Gemeinde Visionen – etwa über einen neuen „feinen“ Eingangsbereich in den „Festsaal“ der Alpen, dem zweitgrößten Ferienort des Oberengadins. Die Autos auf dem Bahnhofsvorplatz könnten in eine Tiefgarage verschwinden, darauf “setzt” man die Jugendherberge und ein Servicezentrum für Sommer- und Wintergäste. Bike-Trails werden ausgebaut … Ideen rechtzeitig umsetzen, damit der Zug nicht ohne die Pontresiner abfährt, das macht Lust auf einen erneuten Besuch in den nächsten Jahren …

Blick vor beeindruckender Kulisse auf die Jugendherberge Pontresina im Winter, Foto: Jugendherberge Pontresina
Blick vor beeindruckender Kulisse auf die Jugendherberge Pontresina im Winter, Foto: Jugendherberge Pontresina

Alte Handwerkskunst: Sgraffitto

Pontresina ist ein langgestrecktes Straßendorf. Bis heute bestimmen die Hotelpaläste der Belle Époque die Silhouette der Gemeinde. Weht die Schweizer Fahne auf dem Dach, so sind die Hausherren anwesend, das heißt, das Hotel hat geöffnet. Geschichtsträchtig sind die alten Engadinerhäuser. Ein Markenzeichen auf diesen alten Häusern sind die geometrischen Ornamente und Tierfiguren an den Hausfassaden. Die alte Kratztechnik wurde im 15./16. Jahrhundert von Engadiner Auswanderern aus Italien zurück in die Heimat gebracht. Noch heute gibt es Sgraffito-Künstler im Engadin, die das überlieferte Handwerk ausüben. Am liebsten arbeiten die Sgraffito-Künstler bei Regenwetter, damit der Verputz, der auf die Fassade der Häuser aufgetragen werden muss, nicht zu schnell trocknet. Vorher wird auf einem Blatt Papier nach dem Wunsch des Kunden eine Skizze des Sgraffito entworfen, die dann frei ohne Vorzeichnen auf die Fassade gezeichnet wird. Dann erfolgt das Vorkratzen, danach die Feinarbeit, die zur Verschönerung der Zeichnung dient. Für die Feinarbeit benötigt man jahrelange Erfahrung. Die Arbeiten werden nur während drei bis vier Monaten im Frühling bzw. Frühsommer ausgeführt. Sonst wird es zu warm und die Arbeit am Sgraffito muss vor der Sonne geschützt werden, das heißt ein zusätzlicher Arbeiter muss die Fassade ständig feucht halten. Sgraffito-Kurse bietet der Suscher Maler Josin Neuhäusler auch für Feriengäste an. Weitere Informationen www.josin-sgraffito.ch

Bergbahnen in und um Pontresina

Mit dem Berninamassiv, dem Roseg- und dem Morteratschgletscher in seiner Nähe ist das Dorf Pontresina ein Zentrum des hochalpinen Bergsports. Wie in Sankt Moritz geht die Tourismusgeschichte auch in Pontressina bis ins 19. Jahrhundert zurück. Mit der Erstbesteigung des Piz Bernina (4049 Meter) im Jahr 1850 erregte der Oberforstinspektor Johann Wilhelm Fortunat Coaz Aufmerksamkeit für die Region. Bei dieser Gelegenheit betätigte er sich auch gleich als Bernina-Kartograph. Der Viertausender „König der Ostalpen“ lockte von nun an die Bergsteiger nach Pontresina. Gute Unterkünfte, wie z. B. die „Pension Saratz“, die in den 1870er Jahren zum Hotel Saratz aufstieg, lockten die Gäste in die Gemeinde. Um die Jahrhundertwende folgte das Hotel Walther. 1961 wurde in Pontresina eine der ersten Schweizer Bergsteigerschulen ins Leben gerufen: dort werden bis heute Bergführer ausgebildet, die gegen Bezahlung Touristen zu Gipfeln und Gletschern führen.

Service zu Pontresina, Celerina und Umgebung

jegliche Hilfe gewährt für Wandertipps u.a.:

Pontresina Tourismus

Tipp: wer im Sommer mindestens 2 Übernachtungen bucht, der erhält mit der Engadin-Card sämtliche Fahrten mit der Bergbahn gratis: Bergbahnen,  ebenfalls sind einige Strecken der Rhätischen Bahn im Oberengagin kostenlos

Empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem Bernina-Express 

Die Recherche in Pontresina und Umgebung wurde unterstützt von Pontresina Tourismus. Herzlichen Dank.

Hier geht es zu weiteren Erlebnissen und Hotels in Pontresina.

+ Hotel Walther

Ein Traum auch im Winter: Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Ein Traum auch im Winter: Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

+ Hotel Saratz

Das Hotel Saratz im Winter, Foto: Hotel Saratz
Das Hotel Saratz im Winter, Foto: Hotel Saratz

+ Jugendherberge Pontresina

Blick vor beeindruckender Kulisse auf die Jugendherberge Pontresina im Winter, Foto: Jugendherberge Pontresina
Blick vor beeindruckender Kulisse auf die Jugendherberge Pontresina im Winter, Foto: Jugendherberge Pontresina

+ Hotel Cresta Palace in Celerina

Das Grandhotel Cresta Palace in Celerina im Engadin, Foto: Weirauch
Das Grandhotel Cresta Palace in Celerina im Engadin, Foto: Weirauch

+ Fahrt mit dem Bernina Express

Volle Konzentration ist gefragt bei der Durchfahrt an Bahnhöfen oder Baustellen, Foto: Weirauch
Volle Konzentration ist gefragt bei der Durchfahrt an Bahnhöfen oder Baustellen, Foto: Weirauch

Buchtipp: ein empfehlenswerter Reiseführer Graubünden von Marcus X. Schmid aus dem Michael Müller Verlag, 288 Seiten, 139 Fotos, ISBN 978-3-95654-022-6, 16,90 EUR, 24,90 CHF

Hotels

Pontresina: Schickes Hotel Saratz

saratzsommerInmitten eines Parks in Pontresina liegt das geschichtsträchtige Hotel Saratz, Foto: Hotel Saratz
Das Hotel Saratz im Winter, Foto: Hotel Saratz
Das Hotel Saratz im Winter, Foto: Hotel Saratz

Bevor wir uns von den Herbstperlen im Hotel Saratz überraschen lassen, zieht es uns noch mit dem Sessellift hinauf zum Languard. Am Piz Albris wohnen mehr als 1800 Steinböcke, die teilweise bis zum Dorfrand herunterkommen sollen, um die frischen Grashalme zu fressen. Um es vorweg zu nehmen: Steinböcke haben wir auf unserer Schweiz-Tour nur in künstlerischer Form genossen. Wir trösten uns damit, dass sie sich vielleicht doch schon in ihre Winterquartiere zurückgezogen haben.

Bei Sonnenschein und Glockenklang kommen wir mit dem Sessellift am oberen Dorfrand von Pontresina an. Man sollte auch durchaus mal hinunter schauen, denn kleine holzgeschnitzte Kunstwerke lassen die Tour zu einem besonderen Erlebnis werden. Oben in der Bergstation angekommen, lässt sich die Faszination der Steinbock-Galerie am besten erleben.

Panoramaweg zu Muottas Muragl

Vom Steinbock-Spielplatz aus blicken wir wieder in eine atemberaubende Landschaft, genießen das „Nichtstun“ und schauen auf den Panoramweg, der zum Muragel führt. In gut zwei bis drei Stunden, wir schlendern mehr, als dass wir flott wandern, erreicht man auf manchmal recht schmalem Pfad Muottas Muragl. Bevor wir dort ankommen, stärken wir uns in der Alp Muottos noch mit einem Kaffee (4 CHF) und Wasser (4,50 CHF). Ein sonnenbrillentragender Steinbock an der Hüttenwand begrüßt die Gäste und auf kleiner Tafel ist auch gleich das Motto der Almhüttenbetreiber zu lesen: „Der schönste Ort ist nichts Wert, es sei denn man teilt ihn mit anderen Menschen.“

Es ist 16.30 Uhr, wir sind die einzigen Gäste und freuen uns, dass wir diesen Ort nicht mit anderen Menschen teilen müssen. Denn es bleibt Zeit für ein kleines Gespräch, so erfahren wir, dass die Hütte von einem menschlichen „Steinbock“ geführt wird, die Angus-Rinder bereits schon auf der Rücktour ins Tal zu ihren Besitzern sind und der große Gäste-Run für heute schon vorbei ist.

Wir laufen das letzte Stück Weg zur Luftseilbahn Muragli weiter, kommen an einigen Kunstwerken vorbei, z. B. an einem weißen Wassertropfen, der scheinbar auf dem Boden steht. Neben einem aus Holz geschnitzten  Steinbock liegen auf einer Sitzbank ein Paar Wanderstöcke – sieht aus, als seien sie vergessen worden, ein Kunstwerk?  Nein, sie sind tatsächlich von einem Wanderer vergessen worden. Das erfahren wir, als wir an der Luftseilbahn ankommen. József Péter, der Zahnradbahnfahrer, erhält gerade einen Anruf aus der Talstation. Ein Wanderer vermisst seine Wanderstöcke und vermutet sie an der Bank neben dem hölzernen Steinbock. Wir können dem József das bestätigen, und so macht er sich auf den Weg, um sie zu holen und mit der nächsten Fahrt ins Tal zu bringen. Das ist Service pur …

Mit der Bahn auf den Muottas Muragl in der Nähe von Pontresina, Foto: Weirauch
Mit der Bahn auf den Muottas Muragl in der Nähe von Pontresina, Foto: Weirauch

 

Jo`zsef Pèter`steuert die Bahn auf den Muottas Muragl, Foto: Weirauch
Jòszef Pèter`steuert die Bahn auf den Muottas Muragl, Foto: Weirauch

Auf der Fahrt ins Tal erfahren wir noch, dass er diesen Job seit drei Monaten ausübt, täglich mehrmals hoch und runter fährt. Außerdem freut er sich schon auf die Wintersaison, zwei bis drei Mal muss dann die Bahn mit einer Schneefräse frei gehalten werden. Schließlich wollen die Gäste, die im Hotel Muragel ihren Urlaub verbringen, auch im Winter die Vorteile der Luftseilbahn genießen.

Ankommen im Hotel Saratz

Übernachten werden wir im legendären Hotel Saratz. Das Familienhotel lockt seine Gäste im Sommer mit tollen Angeboten: Mountainbikes, kostenlose Bergbahntickets im Sommer und Herbst bis 31. Oktober (ab 2 Übernachtungen), inkl. Mountainbike-Transport, kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Oberengadin (Bus und Bahn) im Sommer und Herbst bis 31. Oktober, Tennis im Park inkl. Schläger und Bälle, Tischtennis im Park, Pitching und Putting Green im Park, 20 % Greenfee-Rabatt auf den Oberengadiner Golfplätzen, Schach & Boccia im Park.

Das Hotel Saratz in Pontresina, Foto: Weirauch
Das Hotel Saratz in Pontresina, Foto: Weirauch
Blick vom Bahnhof Pontresina auf das geschichtsträchtige Hotel Saratz, Foto. Weirauch
Blick vom Bahnhof Pontresina auf das geschichtsträchtige Hotel Saratz, Foto. Weirauch
Blick in das Foyer des Hotel Saratz, Foto: Hotel Saratz
Blick auf den Verbinder zwischen dem alten und dem neuen Hotel, Foto: Weirauch
Blick auf den Verbinder zwischen dem alten und dem neuen Hotelteil, Foto: Weirauch

Wer zeitgenössische Schweizer Kunst kennenlernen möchte, sollte im Hotel Saratz einchecken, noch bis Ende Oktober wird der Park des Hotels zum begehbaren Bilderbuch. Auch in den Räumen des Hotels sind Malereien, Tuschearbeiten, Zeichnungen und Fotografien von vier Schweizer Künstlern zu sehen. Große und kleine Formate wechseln sich, laden zum Innehalten ein. So erhält jeder Raum sein eigenes Images.

Für Kunstfreunde ein besonderes Erlebnis, zu erfahren und erspüren, wie die verschiedensten Materialien wie Holz, Stein, Bronze, Eisen, Glas, Kunststoff und Keramik im Park die eh schon schöne Umgebung bereichern und teilweise neue Ein- und Ausblicke in die Natur bieten.

Ein Kinderfreundliches Hotel

Kinder werden im Saratz gern gesehen. Das Hotel hat einen Kinderklub und hat verschiedene Angebote für die Kleinen.

Originell: für Kinder gibt es eine eigene Anrichte im Saratz, Foto: Weirauch
Originell: für Kinder gibt es ein eigenes Buffet im  Saratz, Foto: Weirauch
Blickl in das Jugendstilrestaurant im Hotel Saratz,Foto: Hotel Saratz
Blick in eine Suite des Hotel Saratz, Foto: Hotel Saratz
Blick in eine Suite des Hotel Saratz, Foto: Hotel Saratz

Wellness und Spa im Saratz

Der Wellness-Bereich im Hotel Saratz ist einzigartig. 500 Quadratmeter Wellness- und Spa-Welt laden zur Entspannung und Erholung ein. Dazu kommt der 35000 Quadratmeter große Hotelpark mit beheiztem Außenpool. Ob drinnen oder draußen: eintauchen, entspannen, sich einfach treiben lassen – immer mit Blick auf das herrliche Alpenpanorama – es bringt Spaß und Freude, lässt den Alltag vergessen.

Blick in die Bar des Hotel Saratz, Foto: Weirauch
Blick in die Bar des Hotel Saratz, Foto: Weirauch
Der Leseraum im Hotel Saratz bietet eine reiche Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften, Foto: Hotel Saratz
Der Leseraum im Hotel Saratz bietet eine reiche Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften, Foto: Hotel Saratz

Das Hotel Saratz gibt sich elegant aber auch familiär, modern und ebenso charmant. Es lohnt hier einzukehren und Hotel wie auch die wunderbare Umgebung zu genießen.

Informationen zum Hotel Saratz

  • Adresse: Hotel Saratz
  • Via da la Staziun 2
  • CH – 7504 Pontresina / St.Moritz
  • Tel. +41 81 839 40 00
  • Fax +41 81 839 40 40
  • info@saratz.ch
  • Im Winter werden diese Bügel sicher alle "belegt" sein, Foto: . Weirauch
    Im Winter werden diese Bügel sicher alle “belegt” sein, Foto:
    . Weirauch

Alp-Schaukäserei Morteratsch

Das Rezeptions-Team des Hotel Saratz gibt gern Wander- und Ausflugstipps. Wir wollen eine Alp-Käserei kennenlernen. In der Alpschaukäserei (zu erreichen an der Bahnstation Morteratsch) kann man von Juli bis Anfang Oktober die trationelle Art des Käsens hautnah miterleben. Hier lässt sich der Alpmeister gern über die Schulter schauen. Auf offenem Feuer wird der Heutaler Alpkäse, der Gletscher-Mutschli oder auch der Alpziger hergestellt. Kraftvoll geht es zu, wenn der Käse z. B. in den Tüchern ausgedrückt wird. Vor der Alphütte kann der Gast bei einem gemütlichen Käsebrunch (35 CHF) alle Kostbarkeiten der Käserei genießen, inklusive der Getränke Kaffee, Tee, Obstsäfte, Milch, Ovomaltine usw. Wer will, kann sich auch selbst sein Rührei zubereiten. Gemütlich geht es zu, die Kinder können sich derweil zum Hasengehege bewegen und Streicheleinheiten verteilen.

Verführerisch ist die Auswahl an Käse in dr Schaukäserei, Foto: Weirauch
Verführerisch ist die Auswahl an Käse in dr Schaukäserei, Foto: Weirauch
Blick in die Alp-Schaukäserei am Fusse des Morteratsch-Gletschers Foto: Weirauch
Blick in die Alp-Schaukäserei am Fusse des Morteratsch-Gletschers Foto: Weirauch

Ebenso lädt der kleine Kinderspielplatz zum Verweilen ein. Alles verläuft ruhig und mit Blick auf die Berge – das ist Entspannung pur. Mit dem Fahrrad ist die Alp-Schaukäserei in 20 Minuten, zu Fuß ab Pontresina in rund 70 Minuten erreichbar. Am bequemsten ist die Fahrt von Pontresina mit der Rhätischen Bahn bis Haltestelle Morteratsch, zu Fuß geht es in weniger als fünf Minuten zur Schaukäserei. Wer meint, hier kämen nur Touristen her, der irrt. Wir hatten das Glück, mit einem Züricher Ehepaar an unserem Tisch ins Gespräch zu kommen. Sie nutzten das Wochenendticket für einen Besuch in Pontresina, natürlich mit dem Besuch der Alp-Käserei. Was kann man besseres tun an so einem schönen Herbsttag?

Später sind wir dann zum Morteratsch-Gletscher gewandert, eine Stunde dauert es und man erfährt viel über das Zurückweichen des Gletschers in den letzten 100 Jahren.

Der erlebnisreiche Wanderweg am Morteratschgletscher, Foto: Weirauch
Der erlebnisreiche Wanderweg am Morteratschgletscher, Foto: Weirauch

 

Hier geht es zu unserem Besuch im liebenswerten Pontresina.

HotelsReise

Hotel Walther Pontresina – Wo der Gast im Mittelpunkt steht

Schweiz-Pontresina (55) - KopieDas Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch

­Pontresina – am Fuß des Berninamassivs gelegen, ist das Dorf mit dem grandiosen Blick auf die höchsten Gipfel der Ostalpen ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Und hier lebt eine der größten Steinbockkolonien der Alpen. Wir besuchten das: Hotel Walther Pontresina – Wo der Gast im Mittelpunkt steht

Zunächst ging es mit der Swiss von Berlin nach Zürich, weiter geht es mit dem Zug der Schweizerischen Bundesbahn bis Chur. Hier stiegen wir um in die Rhätische Bahn und fuhren über Samedan nach Pontresina.

Die gut dreistündige Bahnstrecke durchs Albulatal ins Engadin ist für Eisenbahnfans bereits ein Genuss. Mit ihren Kehrtunnel und den schwindelerregenden Viadukten gehört sie zu den malerischsten und interessantesten Bahnstrecken Europas. Zusammen mit der Bernina-Linie gehört sie seit Juli 2008 zum UNESCO Welterbe.

Der Albulatunnel ist über 110 Jahre alt. In den nächsten Jahren wird deshalb parallel dazu ein neuer Albulatunnel gebaut. Der Bahnbetrieb geht nebenbei weiter, die Baustelle, an der die Züge langsam vorbeifahren, informiert großformatig und farbenfroh über das Projekt (www.engadin.stmoritz.ch/bahnverkehr). Der Durchschlag der Tunnel erfolgte am 2.Oktober 2018.

❏ Ankunft in Pontresina

Wir kommen pünktlich in Pontresina an, von hier aus wollen wir den Bergsommer beim Wandern entdecken, das Wetter spielt mit herrlichem Sonnenschein, leichtem Wind und weiten Blicken in Täler und Berge mit.

Das Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch
Das Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch

Auf dem Bahnhofsvorplatz werden wir und ein weiteres Ehepaar durch den Hotelshuttle des Hotel Walther abgeholt. Uns zieht es in das Hotel Walther,  das andere Ehepaar wird im ebenfalls zum Hotel Walther gehörenden Hotel Steinbock übernachten.

Hotel Steinbock gehört zum Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Hotel Steinbock gehört zum Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch

Die Häuser liegen nebeneinander und werden seit 1997 durch die Familie Anne-Rose und Thomas Walther in dritter Generation geführt- “Unser Anliegen ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ Die Giazetta Walther (Nr. 3/2018) verweist auf der Titelseite auf das Alter und das Motto des Grand Hotels: 111 Jahre, Liebe, Wellness, Wanderlust. Ungezwungene Ferien im Sommer, Herbst und Winter werden im familiären Grand Hotel offeriert. Überhaupt wird die gut gemachte Hauspostille eine große Rolle während unseres Aufenthaltes spielen. Sie ist wie ein Leitfaden für den Kurzurlaub. Und sie informiert uns über so manches Detail am Rande.

❏ Begrüssung im Hotel Walther

111 Jahre alt und immer noch so attraktiv, immer jung und lebendig. Der helle, lichte Aufgang zur Rezeption verbreitet eine elegante Atmosphäre, macht neugierig auf die hohen hellen Räume mit den großen Fenstern, dem wohnlichen Farbkonzept, den stilvollen Sitzgruppen um den Kamin, die zum Zeitungslesen und Plaudern einladen. Auch der Schreibtisch vor dem Fenster fordert geradezu auf, statt E-Mail und SMS eine Postkarte zu schreiben, sich Zeit zu nehmen für ein paar Sätze und nicht nur abgehackte Wortgruppen. In diesem schönen Salon kann man ankommen und entschleunigen und den Begrüßungstrunk genießen.

Begrüßt werden wir von einer jungen, strahlenden Frau namens Leonie. Kein aufgesetztes Lächeln, natürliche Freundlichkeit. Schnell sind die Anmeldeformalitäten erledigt, unser Gepäck wird still und leise in unsere Junior-Suite gebracht. Wir müssen uns um nichts kümmern. Auf dem Weg zur Suite erfahren wir von Leonie, dass das Hotel Walther Ausgangspunkt für viele Ausflüge ist. Leidenschaftlich berichtet sie uns von den Ausflügen mit den Seilbahnen hinauf zum Diavolezza oder zum Morteratsch-Gletscher.

Immer freundlich und kompetent: Rezeptionistin Leonie im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Immer freundlich und kompetent: Rezeptionistin Leonie im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch

Sie empfiehlt uns auch für den nächsten Tag in den Thaiswald zum Camerata Pontresina zu gehen und uns das täglich stattfindende  einstündige Konzert in der freien Natur anzuhören. Auf dem Weg dorthin könne man sich auf dem Wanderweg an Tafeln über die Geschichte der Rhätischen Bahn informieren. Wir freuen uns über ihre Tipps und nehmen erstmal die Suite in Augenschein.

❏ Die Zimmer im Hotel Walther

In warmen Farben sind die Zimmer im Hotel Walther gestaltet, Foto: hotelwalther.ch
In warmen Farben sind die Zimmer im Hotel Walther gestaltet, Foto: hotelwalther.ch
Geräumig ist auch das Bad eines Zimmers im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Geräumig ist auch das Bad eines Zimmers im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

Großzügig, hell, ein schönes Farbkonzept, wir fühlen uns wohl. Der Sanitärbereich ist mit Bad, Dusche, Bidet, zwei Waschbecken großzügig bemessen, sehr, sehr sauber. Hier möchte man länger bleiben als nur die zwei Nächte. Alles läuft sehr ruhig ab, die Sonne scheint ins Zimmer, wir schauen ins Grüne, auf den Fluss, wo noch ein paar Wanderer unterwegs sind. Uns zieht es noch vor dem Abendessen in den SPA-Bereich des Hotels.

❏ Wellness & Spa im Hotel Walther

Vereint alt und jung: das Gemälde im Pool des Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Vereint alt und jung: das Gemälde im Pool des Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

Den Walther Gästen steht das Aqua Viva mit Hallenbad, Sauna und weiteren Bädern zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Massagen und Behandlungen.

Im Spa- & Wellnessbereich AQUA VIVA gibt es  neben der großen Finnische Sauna Weiteres:
•    Steingrotte „Cristallino“
•    Dampfbad
•    Engadiner Kräuterstube
•    Bergbach-Fussbad mit Wasserfall
•    Erlebnisduschen
•    Hallenbad (7 x 14 Meter)
•    Whirlpool
•    Fitnessecke (Laufband, Stepper, Ergometer)
•    Solarium
•    Massage

Der grosse, helle Ruheraum führt direkt in die Gartenanlage. Von dort hat man einen tollen Blick auf das Gebirgsmassiv.

In der zum Hotel "Steinbock" gehörenden Diavolezza - Gondel gibt es Käsespezialitäten, Foto. Weirauch

Die faszinierende Engadiner Landschaft, die riesige “Natural-Wellness-Anlage”, werden wir erst in den nächsten Tagen auf unseren Wanderungen erkunden.

Eine freundliche Rezeptionistin im Hotel Steinbock ist Geraldine Zweifel, Foto: Weirauch
Eine freundliche Rezeptionistin im Hotel Steinbock ist Geraldine Zweifel, Foto: Weirauch

❏ Essen und Trinken im Hotel Walther

Wir machen uns auf zum Abendbrot. Im wunderschönen Jungendstilsaal werden wir von freundlich an unseren Tisch geführt. Hier lernen wir auch Daniele Gandola kennen, den Freund von Leonie. Seine Herzlichkeit steckt ebenso an wie die von Leonie. Da haben sich zwei für´s Leben im Walther gefunden. Leonie, die mit freundlicher Zurückhaltung agiert, Daniele, der mit vollem Temperament seine Aufgaben verrichtet. Während wir auf unser Essen warten, erkundigt sich Frau Walther nach unserem Wohlbefinden. Später erfahren wir, dass die Hoteliers zu allen Gästen den Kontakt pflegen. Beim abendlichen Rundgang erkundigt sich Frau Walther nach unseren Erlebnissen, gibt Tipps für den nächsten Tag und freut sich, dass wir zufrieden sind.

Immer für die Gäste da: das erfahrene Service-Team im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Immer für die Gäste da: das erfahrene Service-Team im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Blick in das Gourmetrestaurant Stueva im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Blick in das Gourmetrestaurant La Stueva im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

❏ Tipps zum und vom Hotel Walther

Das Walther ist ein Hotel mit Geschichte und Geschichten. Engagierte Menschen schrieben und schreiben sie bis heute. Mehr sich intensiver mit der Geschichte des Hotels und der Entwicklung des Tourismus beschäftigen möchte, den empfehlen wir Link zum Buch

❏ Was toll war im Hotel Walther

Das Hotel Walther ist ein perfekter Rückszugort sowohl für Alleinreisende, Paare wie auch für Familien. Der Saunabereich kann erst ab 16 Jahre besucht werden,  auch ein Pluspunkt für Ältere. sowohl Frau als auch Herr Walther sind als gstgeber für die Gäste da. So bekamen wir von Frau Walther am Abend Tipps für den kommenden Tag und erfuhren viel Interessantes zur Familiengeschichte. So war auch Stefan Zweig Gast im Hotel und schrieb den Roman “Im Rausch der Verwandlung” hier. Hier ein Auszug: “Sommer 1926. Christine Hoflehner hat eine bescheidene Anstellung als Postassistentin in einem österreichischen Dorf gefunden. Die Sorgen der Nachkriegszeit sind überwunden, doch vor ihr liegt ein freudloses, ärmliches Leben. Ein Telegramm reißt sie völlig unerwartet aus der Monotonie ihres Daseins: Amerikanische Verwandte laden sie zu einem Urlaub ins Engadin nach Pontresina ein. Verschüchtert und unsicher kommt sie in dem großen, eleganten Hotel an, gerät aber rasch in den Sog dieser »Welt ohne Arbeit, ohne Armut, die sie nie geahnt«, und genießt ihn schon bald als ….”, mehr gibt es hier.

Freundliche Gastgeber sind Anne-Rose und Thomas C. Walther, Foto: hotelwalther.ch
Freundliche Gastgeber sind Anne-Rose und Thomas C. Walther, Foto: hotelwalther.ch

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Pontresina und Umgebung.

Ein Traum auch im Winter: Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Ein Traum auch im Winter: Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

HotelsReise

Pontresina – die bahnhofsnahe Schweizer Jugendherberge

Sommeransicht JugiBlick auf die Jugendherberge von Pontresina, Foto: JH Pontresina

Eine Alpenüberquerung kann mittlerweile fast jeder schaffen – so las ich erst kürzlich in einem Reisebericht in der Zeitung. Ich musste schmunzeln, denn unsere nächste Übernachtung stand in Pontresina in der Jugendherberge an. Direkt gegenüber dem Bahnhof gelegen, kann man mit dem Zug oder Bus die nähere Umgebung erkunden.

Ankommen in Pontresina und nur übetr die straße zu gehen......zur Jugendherberge, Foto: Weirauch
Ankommen in Pontresina und nur über die Straße zu gehen……zur Jugendherberge, Foto: Weirauch
Gemütlich sieht sie aus die Jugendherberge, direkt dem Bahnhof von Pontresina gegenüber, Foto: Weirauch

Nicht so die Jugendlichen der 8. Klasse einer bayerischen Montessori-Schule. Sie nutzen die Jugendherberge als Etappenort ihrer einwöchigen Alpenwanderung. Die ersten zwei Etappen sind vorbei, nun erholt man sich am Abend beim Salatbüfet, Hörnli-Nudeln mit oder ohne Hackfleischsoße und Schokoladenpudding mit Birnenstücken.

Leckerer Schokoladenpudding in der Jugendherberge Pontresina, Foto: Weirau
Leckerer Schokoladenpudding in der Jugendherberge Pontresina, Foto: Weirauch

Klar, dass der Pudding gut ankommt und schmerzende Waden oder stärkeren Muskelkater und andere Unannehmlichkeiten schnell vergessen lässt.

Den Jugendlichen loben nicht nur das Essen, auch die Freundlichkeit der Herbergseltern Martin und Sabine Künzli steht hoch im Kurs.

Blick auf die Jugendherberge von Pontresina, Foto: JH Pontresina
Blick auf die Jugendherberge von Pontresina, Foto: JH Pontresina

Die Gäste stehen im Mittelpunkt des Herbergsgeschehen. Keine Frage ist zu viel, kein Anliegen zu gering, um nicht bearbeitet zu werden. Immer zuvorkommend und freundlich reagieren die Chefs. Da wird auch selbst neben dem Rezeptionsservice auch selbst mit angefasst, ob beim Frühstücks- oder Abendbrotservice. Wir konnten uns über den eigentlich nicht üblichen Gepäck- und Zimmerservice freuen. Als wir abends in der Jugendherberge ankamen, war unser Gepäck bereits im Zimmer und das übliche Bettenbeziehen hatte auch schon eine fleißige Fee übernommen. Die Schweizer können eben Service.

Ruhig und familiär ging es zu, wir spürten kaum, dass wir in einer Jugendherberge sind. Die Schweizer Jugendherbergen bewegen sich auf einer Gratwanderung zwischen dem Erreichen der sozialen Ziele als Non-Profit-Organisation und einer überlebensnotwenigen Rentabilität. Wichtigster Gradmesser bleibt dabei die Nachfrage. Für 35 CHF inkl. Frühstück, Abendbrot für 17,50 CHF, ist es auch eine alternative Urlaubsunterkunft für Familien mit Kindern. Von wenigen Monaten alt bis in die 80er Jahre – Gäste jeden Alters werden hier gern begrüßt. Langläufer, Moutainbiker und alle anderen Sonnenanbeter sind hier herzlich willkommen.

Freundliche Begrüßung in der Jugendherberge Pontresina: Martin und Sabine Künzli, Foto: Weirauch
Freundliche Begrüßung in der Jugendherberge Pontresina: Martin und Sabine Künzli, Foto: Weirauch

Eine Langlaufschule mit Shop (inkl. Vermietung) und ein trendiges Velofachgeschäft mit Miet- und Reparaturservice befinden sich in unmittelbarer Nähe. Bei einem Spaziergang durch das Dorf kann man sich an typischen Engadinerhäusern mit Sgrafitti erfreunen. Wir waren vollauf zufrieden; gut erholt und gestärkt ging es zur Wanderung ins Roseg-Tal.

Wanderung im Roseg-Tal

Unweit von der Jugendherberge startet am nächsten Morgen unsere gut zweieinhalbstündige Wanderung zum Roseg-Gletscher. Bei herrlichem Sonnenschein geht es entlang des Flusses langsam und gemütlich hinauf zum Roseg-Gletscher-Restaurant. Der Herbst mit seinen herrlichen Farben kündigt sich schon an, Butter- und Steinpilze am Wegesrand lassen kaum vermuten, dass es auch hier schon lange keinen Regen mehr gab. Wir genießen die frische, würzige Bergluft, müssen uns vor den wärmenden Sonnenstrahlen schützen und werden eigentlich nur gestört durch die vielen Bikes, die durch quietschendes Bremsen auf sich aufmerksam machen und Platz fordern. Nicht ganz ungefährlich, wie wir miterleben mussten. Fahrerin und Wanderer gingen zu Boden, Gott sei Dank nur schmerzhafte Schrammen und Blessuren …

Mit 3 PS geht es in das Val de Roseg von Pontresina, Foto: Weirauch
Mit 3 PS geht es vom Val Roseg dann zurück nach Pontresina, Foto: Weirauch

Für die Rücktour hatten wir uns ein ganz besonderes Erlebnis gebucht, ein Pferdeomnibus brachte uns wieder an den Ausgangspunkt unserer Wanderung (Einzelfahrt 20 CHF pro Person). Doch bevor uns die Pferde-Troika, ruhig und erfahren geführt von Kathrin, einer jungen Frau mit feschem Hut, kehrten wir noch im Roseg-Gletscher-Restaurant ein. Auf der Sonnenterrasse gab es nicht nur imposante Ausblicke auf die Gletscher, sondern auch ein tolles Kuchenbüffet.

Wir ließen uns im Gasthaus am Roseg leckeren Apfelstrudel mit Vanillesoße schmecken (9,50 CHF) mit einer Tasse Kaffee (4,90 CHF). Wir blinzelten in die Sonne, das war einer von den Augenblicken, die man gern in Erinnerung hält. Frei nach Goethe „Augenblick verweile doch, du bist so schön.“ Doch die Abfahrtzeit des Pferdeomnibus rückte heran, wir mussten los, wenn wir nicht auch noch zurück laufen wollten.

Die rund einstündige Kutschenfahrt war ebenfalls ein Erlebnis. Zu keiner Zeit ließ Kathrin bei den Gästen Angst aufkommen, dass sie ihr Handwerk nicht beherrscht. Zweimal am Tag kutschiert sie Touristen entspannt zum Roseg-Gletscher hoch und runter. Unten angekommen können die Gäste den Pferden noch beim Tränken zuschauen, in der Zwischenzeit koppelt Kathrin den zweiten Wagen und den kleineren Transportwagen für Kinderwagen u.a. ab, um sie über Nacht auf dem Parkplatz für Kutschen abzustellen. Danach gibt es noch Streicheleinheiten von Kathrin für die Pferde und ab geht es zur Weiterfahrt in den Stall. Wir schauen wehmütig hinterher … und freuen uns schon auf den nächsten Tag.

Schöner kann ein Blick aus der Jugendherberge auf Pontresina nicht sein, Foto: Weirauch
Schöner kann ein Blick aus der Jugendherberge auf Pontresina nicht sein, Foto: Weirauch

Und beim abendlichen Blick aus dem Fenster der Jugendherberge sahen wir die Pferde in Sichtnähe auf der Weide, welch ein friedliches Bild. Und zum Abschied ein Regenbogen. Besser kann es nicht sein.

Blick auf die Jugendherberge Pontresina, Foto: JH Pontresina
Ein Regenbogen verabschiedet uns aus Pontresina, Foto: Weirauch
Ein Regenbogen verabschiedet uns aus Pontresina, Foto: Weirauch

Jugendherberge Pontresina
Via da la stazium 46, CH-7504 Pontresina
Tel. +41 818427223
pontresina@youthhostel.ch
www.youthhostel.ch
check-in: 16.00-21.00 Uhr
check-out: 7.30-10 Uhr

Bei Aufenthalten ab 2 Nächten in Folge erhalten die Gäste Zusatzleistungen

Während der Sommersaison:

Tickets für den öffentlichen Verkehr und alle offenen Bergbahnen im Oberengadin

Während der Wintersaison:

Tickets für den öffentlichen Verkehr im Oberengadin
Hotelskipass für CHF 38 pro Person und Tag für den ganzen Aufenthalt

Weitere Tipps zur Pontresina, dem liebenswerten Ferienort im Engadin, findet ihr hier.

Die Recherche in der Jugendherberge wurde unterstützt von den Schweizer Youthhostels. Dank an Sabine und Martin Künzli.

Hier geht es zu einer anderen Schweizer Jugendherberge.

hier geht es zu Wohlis Kutschbetrieb
www.engadin-kutschen.ch

 

Reise

Mit Ameropa „Die Schweiz erfahren“ 2019

glacier

Whisky in den Alpen und Fondue im Igludorf: Ameropa veröffentlichte jetzt  „Die Schweiz erfahren“ 2019. Positive Bilanz nach der ersten Auflage – Neuheiten bei Reisen, Hotels und Bausteinen – Gesamte Bandbreite des Schweiz-Portfolios in einem Katalog. Mit Ameropa „Die Schweiz erfahren“ 2019

Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr legt Ameropa nach: Ende September erscheint die zweite Auflage des Katalogs „Die Schweiz erfahren“ für November 2018 bis Oktober 2019. In dem 2017 neu aufgelegten Programm hatte der Spezialist für Bahn-Erlebnisreisen erstmals sein gesamtes Angebot für das südwestliche Nachbarland gesammelt präsentiert. Von geführten Rundreisen über das innovative Bahn-Wandern bis hin zu einzelnen Hotels und Reisebausteinen ist die Vielfalt der Premiumdestination Schweiz darin umfassend abgebildet.

„Die Schweiz ist das Bahnland Nummer 1 und hat insofern für uns schon immer eine wichtige Rolle gespielt“, so Andreas Zahn, Bereichsleiter Touristik bei Ameropa-Reisen. „Die strategische Entscheidung, einen eigenen Katalog für die Schweiz herauszugeben, war absolut richtig. Die Nachfrage hat uns das bewiesen und ein zweistelliges Plus für Buchungen in die Schweiz im Touristikjahr 2017/2018 beschert. Das haben wir auch zum Anlass genommen, das Angebot nochmals auszubauen.“

Genussvolle Reisen und neue Erlebnisse

Vier neue Reisen sowie sechzehn neue Hotels und Bausteine wurden in das Portfolio mit aufgenommen. Insbesondere das 2017 von Geo Saison mit der Goldenen Palme ausgezeichnete Programm Bahn-Wandern wurde erweitert. So können Ameropa Gäste auf der fünftägigen Reise „Via Gastronomica“ nicht nur die Natur der Schweizer Alpen sowie eine Fahrt mit dem Glacier Express von St. Moritz nach Zermatt erleben, sondern auf zwei kulinarischen Wanderungen auch die Genüsse des Wallis. Bei der viertägigen Standortreise „Whisky-Trek“ stehen die flüssigen Schätze des Appenzellerlands im Fokus: Hier führen die Wanderungen zu Verkostungen in mehreren Berggasthäusern, die sich der Kunst der Whiskyherstellung verschrieben haben. Beide Reisen sind mit dem ebenfalls neu eingeführten Label „Kulinarisch“ versehen, mit dem Reisen ausgezeichnet werden, die besonderen Wert auf die regionale und traditionelle Küche legen.

Für die Gestaltung individueller Reisen bietet sich die Auswahl aus rund 70 Hotels von drei bis fünf Sternen sowie knapp 40 Reisebausteinen an. So ist in Zermatt das Fünf-Sterne-Hotel Mont Cervin Palace im Herzen der Stadt neu im Programm, ebenso das inmitten idyllischer Alpenlandschaften gelegene Vier-Sterne-Hotel Wengener Hof im Berner Oberland. Besondere Bausteine wie eine historische Bahnfahrt zwischen Davos und Filisur – mit der Davos-Card oder dem Swiss Travel Pass sogar gratis –, ein Besuch des auf einer Felseninsel im Genfersee liegenden Schlosses Chillon oder ein originales Käsefondue im Igludorf auf dem Rotenboden bei Zermatt sind neu über Ameropa buchbar und runden das persönliche Reiseerlebnis ab.

Rhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn
RHAETISCHE BAHN: Bernina Express- Albulalinie

Beratung und Buchung im Reisebüro, Bahnhof und auf www.ameropa.de sowie telefonisch unter 06172 109-385. Reisebüros erhalten Informationen auch unter 06172 109-222.

Hier geht zu meiner jüngsten Fahrt im Cockpit des legendären Bernina-Express.

Best Ager

UNESCO-Welterbe: Im Führerstand des Bernina Express

Bernina (7)Der Blick auf das Armaturenbrett mit den vielen Knöpfen, Instrumenten und Anzeigetafel hat nun gar nichts mit dem einer Dampflok gemein, Foto: Weirauch

Wie wohl jeder Junge träumte ich als Kind davon, einmal Lokführer zu werden. Staunend sah ich den schnaufenden Dampflokomotiven zu, die durch meinen kleinen Heimatort fuhren. Auch nach dem Zeitalter der Dampfloks blieb die Faszination für die Eisenbahn. Als Pendler, der ich täglich mit Zügen unterwegs bin, weiß ich auch um die Mühen der Lokführer. Nun also erlebte ich im September 2018 während einer Fahrt mit dem  Bernina-Express der Rhätischen Bahn so ziemlich das Größte, was ein Hobbyeisenbahnerherz erfahren kann. Die vom Bernina Express befahrenen Strecken Albulabahn und Berninabahn wurden im Sommer 2008 in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Gleichbedeutend mit dem Kölner Dom, dem Tempel Abu Simbel in Ägypten, Schloss Sanssouci in Potsdam oder der Völklinger Hütte im Saarland. Weltweit stehen nur drei Bahnen auf der UNESCO Welterbeliste: Die Semmering Bahn in Österreich, die Gebirgsbahnen Darjeeling Himalayan Railways in Indien sowie die „Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina“.

Der Bernina Express ist stets ein begehrtes Fotomotiv. Foto: Weirauch

Bahnhofsvorplatz in in Tirano: hier trifft die Berninabahn auf die Normalspurstrecke der staatlichen italienischen Ferrovia Alta Valtellina. Foto: Weirauch

Eis und Pizza in Tirano

Bevor ich also die Position vom Fahrgast 2. Klasse in Mitfahrer im Cockpit wechsle, ist noch Zeit, um das italienische Grenzstädtchen Tirano kennenzulernen. Eine nette Begegnung hatten wir im Eisladen „Lollipopp“ direkt am Bahnhof , wo wir von zwei sehr freundlichen Verkäuferinnen bedient wurden.

Mit Bernhard Willen im Cockpit

Nun also bestieg ich den Führerstand des modernen Triebwagens und wurde von Lokführer Bernhard Willen herzlich begrüßt. Der 49-Jährige ist seit 19 Jahren bei der Rhätischen Bahn und nimmt mich mit auf die Reise von den italienischen Palmen bis hinauf nach Pontresina.Viele Zeit zum Kennelernen haben wir nicht, denn es geht gleich los und der Lokführer muss aufmerksam sein, es gilt Signale zu beachten und die Strecke im Blick zu behalten. Das eine oder andere mal fährt der Zug wie eine Straßenbahn durch die Orte.

Ich erfahre während der eineinhalb Stunden eine Menge und bin beeindruckt. Die Tour in Zahlen:  55 Tunnel, 196 Brücken und Steigungen von bis zu 70 Promille meistert der Triebwagen mit den angehängten zehn Wagen mit Leichtigkeit. Auf 2.253 Meter über Null thront Ospicio Bernina. Die Strecke von Tirano über Valposchiavo nach Thusis gehört zum UNESCO Welterbe. Die Bernina-Bahn gilt als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Sie kommt ohne Zahnrad den Berg hinauf. Mit Blick auf das mächtige Bernina-Massiv kurvt der Zug von 2253 Meter Höhe wieder hinab ins Puschlav und über den berühmten Kreisviadukt geht es von Brusio bis nach Tirano.

Ein stets freundlicher Zugführer, der sein Wissen gern an die Gäste weitergibt, ist auch Martin, Foto: Weirauch
Martin ist ein stets freundlicher Zugführer, der sein Wissen gern an die Gäste weitergibt. Foto: Weirauch

Von Tirano zur Alp Grüm

Erster Höhepunkt der Fahrt ist die Ausfahrt vom Doppelbahnhof  Tirano mit geschätzten 15 Stundenkilometern. Wie eine Straßenbahn  fahren wir durch die Stadt über den Platz vor der Wallfahrtskirche Madonna di Tirano. Nachdem wir Tirano verlassen haben, beginnt unsere Reise durch eine beeindruckende Landschaft.

Hinaus aus Tirano gen Alpen nach Pontresina ... Foto: Weirauch
Hinaus aus Tirano gen Alpen nach Pontresina … Foto: Weirauch

Hier vorne im Führerstand hat man einen guten Blick nach links und rechts und kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn sich immer wieder neue Blicke auf Berge oder  Schluchten auftun. Spektakuläre Viadukte und Kehrtunnel wechseln sich ab mit den wunderschön glitzernden Gletschern.

In den kurzen Pausen, wo wir auf einen Gegenzug der Rhätischen Bahn warten, erzählt Lokführer Bernhard, den ich Berni nennen darf, über die Besonderheiten am Rande der Strecke. Etwa, dass bis vor einigen Jahren kurz hinter Tirano noch ein Grenztor die schweizerische und italienische Grenze markierte. Und das dieses Tor nach dem Durchfahren des letzten Zuges geschlossen wurde. Die Schweiz gehört bekanntlich nicht zur EU.

Der Blick auf das Armaturenbrett mit den vielen Knöpfen, Instrumenten und Anzeigetafel hat nun gar nichts mit dem einer Dampflok gemein, Foto: Weirauch
Der Blick auf das Armaturenbrett mit den vielen Knöpfen, Instrumenten und Anzeigetafeln hat nun gar nichts mit dem einer Dampflok gemein. Foto: Weirauch

Natürlich frage ich, ob es auch einen sogenannten Totmannknopf gibt. In der Tat: wenn der Treibfahrzeugführer nichts bewegt, dann ertönt alle  800 Meter ein Signal und der Lokführer muss den Kopf betätigen. Sonst stoppt der Zug. Bestätigt werden muss auch das doppelte gelbe Licht bei der Einfahrt in einen Bahnhof. Es signalisiert, dass hier ein Gegenzug abzuwarten ist. Das kommt häufiger vor, schließlich ist die Strecke eingleisig.

Volle Konzentration ist gefragt bei der Durchfahrt an Bahnhöfen oder Baustellen, Foto: Weirauch
Volle Konzentration ist gefragt bei der Durchfahrt an Bahnhöfen oder Baustellen, Foto: Weirauch

Zu den normalen Personenzügen, die das Engadin mit Poschiavo und dem italienischen Tirano im Stundentakt verbinden, kommen noch der Bernina-Express und verschiedene Regio Züge der Rhätischen Bahn.

Ich fühle mich im siebten Himmel. Während die hinter mir in den Waggons sitzenden Gäste die vorbeiziehende Landschaft durch die sauberen Panoramascheiben bestaunen und den fachkundigen und originellen Erläuterungen von Zugführer Martin lauschen, erfahre ich hier vorn aus 1. Hand Infos zu den Besonderheiten der Strecke. Etwa, warum diese oder jene Brücke gerade dort gebaut wurde oder was es mit der legendären Dampfschneeschleuder auf sich hat.

Bernhard Willen, der selbst ein passionierter Eisenbahnfan ist (es gibt kaum eine Eisenbahn in Europa, die er nicht kennt) gibt immer wieder Tipps, damit ich im rechten Augenblick auf den Auslöser meiner Kamera drücke. Etwa, wenn Marke von 2.253 Meter Höhe über dem Meer erreicht wird. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Dabei sehe ich auch die Bauarbeiten an den Tunneln und Brücken, die notwendig sind, um die Schmalspurbahn intakt zu halten. Da der Abschnitt bis ins Puschlav besonders stark von Schneeverwehungen betroffen ist, wurden ab der südlichen Staumauer des Lago Bianco zahlreiche Kunstbauten eingerichtet. Bernhard Willen weist auf die 140 Meter lange Scala-Galerie hin, ebenso auf den fast 200 Meter langen Scala-Tunnel. Weitere Bauwerke,  die vor Lawinen schützen sollen, sind die sogenannte Sassal Mason-Galerie und der 54 Meter lange Drago-Tunnel.

UNESCO-Botschafter

Berni, wie ihn seine Freunde auch nennen, ist stolz, dass die Bernina und Albula Linie der Rhätischen Bahn seit 10 Jahren auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen. Für mich ist der Lokführer, dessen Vater ein bekannter Schweizer Eisenbahnfotograf war, in diesen Stunden wie ein UNESCO-Botschafter. Denn diese technischen Höchstleistungen, die einst von Menschen erschaffen wurden, leben auch heute nur vom Engagement begeisterter Menschen. Weiteres Highlight unserer Fahrt ist das berühmteste Bauwerk der Bahn, das Kreisviadukt von Brusio. Das gerade Gleisstück davor wurde im Winter 2008/2009 in 120 Tagen um 15 Meter verschoben, weil der Hang daneben ins Rutschen geraten war. Nach dem Neubaustück kommt die offene 360-Grad-Kehre, die meist von Fotografen umlagert ist.

Rhaetische BahnBerninaExpressFoto: Rhaetische Bahn
Das Kreisviadukt von Brusio, Höhepunkt einer jeden Reise. Foto: Rhaetische Bahn

Die Strecke über Albula und Bernina gilt wegen der Bautechnik und Linienführung bis heute als eine der spektakulärsten Pionierleistungen der Welt. Ein Grund: Die Züge kriechen über dem türkisschillernden Lago Bianco so hoch wie nirgendwo sonst in Europa.

Links weist Bernhard Willen auf ein Schild hin: die Europäische Wasserscheide. Der südliche Abfluss geht bei Tirano in die Adda, die bei Cremona in den Po mündet und dieser in die Adria. Der nördliche Abfluss fließt bei Samedan in den Inn und von dort über die Donau ins Schwarze Meer, also ebenfalls nach Süden.

Lokführer Bernhard Willen während einer kurzen Pause in Ospicio Bernina, Foto: Weirauch
Lokführer Bernhard Willen während einer kurzen Pause in Ospicio Bernina. Foto: Weirauch

Es sind diese atemberaubenden  Bilder und kundigen Erklärungen, die eine Reise mit dem Bernina Express unvergesslich machen. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Links folgt der Gletschergarten, dann der Morteratsch-Gletscher und schon kommt die Diavolezza in den Blick.

Ein Gletscherlehrpfad erklärt an 20 Stationen Wissenwertes zum Gletscherrückgang des Morteratsch, Foto: Weirauch
Ein Gletscherlehrpfad erklärt an 20 Stationen Wissenwertes zum Gletscherrückgang des Morteratsch. Foto: Weirauch

Die Stationen Bernina Diavolezza und Bernina Lagalb sind Ausgangspunkte von Berg- beziehungsweise Seilbahnen.

Ankunft in Pontresina

Bald ist Pontresina ist erreicht.

Bernhard Willen erklärt hier die Besonderheit des Bahnhofs von Pontresina. Hier treffen die beiden unterschiedlichen Stromsysteme der Rhätischen Bahn zusammen. Die Züge, die von Samedan, also aus dem Unterengadin oder über den Albula-Pass kommen, fahren mit 11.000 Volt Wechselstrom und enden auf Gleis 1 bis 3. Der Bernina-Bahn stehen die übrigen Gleise zur Verfügung.  Das war vor Jahren noch wichtig, die heutigen für den Bernina Express zum einsatzkommenden dreiteiligen Gelenktriebwagen der Firma Stadler können in beiden Stromsystemen der Rhätischen Bahn fahren und machen den sonst notwendigen Lokwechsel für den Bernina-Express von Chur oder Davos nach Tirano überflüssig.

Ich verabschiede mich von einem erfahrenen und begeisterten Lokführer. Bevor ich es vergesse. Bernd Willen geht auch gern während seines kurzen Aufenthaltes in Tirano in das am Bahnhofsvorplatz befindliche Eiscafe „Lollipopp“. Welch ein Zufall, drei Stunden zuvor hätten wir uns dort auf ein Eis treffen können.

Hier ein Gespräch mit Lokführer Bernhard Willen von der Rhätischen Bahn.

Die Reise wurde unterstützt von der Rhätischen Bahn. Vielen Dank!

Weitere Informationen und Buchung: www.rhb.ch/de/erlebniswelt-bahn/fuehrerstandsfahrt

Hotels

Glamping in der Schweiz

Air-LodgeFoto: TSC - Camping

Camping auf eine andere Art ist Glamping. Glamping ist in, seit der Trend aus den USA in Europa heimisch wurde. „glamourous camping“ steht für ‚luxuriöses Campen‘ und bezeichnet, so erklärt es Wikipedia, eine auf  Luxus ausgerichtete Form des Campings.  Glamping in der Schweiz Fast jeder von uns hat in seinem Leben schon einmal eine Nacht in einem Zelt verbracht. Die Erinnerungen an dieses naturnahe  Erlebnis sind recht unterschiedlich.  Manche werden danach zu Camping-Fans, andere  möchten auf ein richtiges Bett nicht verzichteten. Das Lösungswort heißt Glamping.

Ferien im Fass

“Die Ausstattung von Wohnwagen und Zelten sowie der angebotene Service sind dabei sehr hochwertig und sollen den Luxus-Ansprüchen einer zahlungskräftigen Zielgruppe entgegenkommen.” Führend in der Schweiz ist  TCS Camping. Das Unternehmen baut seine Glamping-Angebote auch 2018 weiter aus.

Warum nicht im Holzhaus übernachten ? Foto: primcom
Warum nicht im Holzhaus übernachten ? Foto: TSC Camping

Im Wallis: zwei „AirLodges“

Neben dem guten Wetter in der Vor- und Nachsaison ist das Wachstum auf die beliebten Glamping-Unterkünfte zurückzuführen. Entsprechend wird TCS Camping seine Glamping-Angebote auch 2018 weiter ausbauen: In Sitten im Wallis werden zwei „AirLodges“ eingerichtet, zweistöckige Zelt-Unterkünfte mit Küche, Bad und Terrasse. In Lugano-Muzzano gibt es vier neue geräumige Mobilhomes mit drei Schlafzimmern, zwei Bädern und einer Küche und auf verschiedenen Plätzen kleinere neue Biwaks, also Zelte auf Stelzen. Allesamt komfortable Unterkünfte in einer naturbelassenen Umgebung.

Foto: TSC - Camping
Foto: TSC – Camping

Trend zu Luxus-Glamping

Das gute Wetter hat gerade außerhalb der Saison für verhältnismässig viele Buchungen gesorgt. Aber auch die in den letzten Jahren getätigten Investitionen im Glamping-Bereich haben sich ausgezahlt. Die komfortablen Mietunterkünfte erfreuen sich schweizweit, aber auch im benachbarten Ausland großer Beliebtheit und sind in der Hauptsaison fast restlos ausgebucht. Oliver Grützner ist Leiter Tourismus & Freizeit beim TCS und unterstreicht diesen Trend: „Wir stellen ein großes Bedürfnis nach Entschleunigung, Freiheit, Privatsphäre und individueller Freizeitgestaltung fest. Camping-Ferien in einem komfortablen Umfeld werden deshalb immer beliebter.“

Der Nostalgiewagen wird gern gebucht, Foto: primcom
Der Nostalgiewagen wird gern gebucht, Foto: TSC Camping

Zeltplatz-Feeling

Zu Beginn der Saison 2018 blickt der führende Campingplatzanbieter der Schweiz auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück: die Anzahl der touristischen Logiernächte stieh um acht rozent auf rund 530.000. Neben dem guten Wetter in der Vor- und Nachsaison ist das Wachstum auf die beliebten Glamping-Unterkünfte zurückzuführen.

Inmitten der Schweizer Berge kann man im Tipi übernachten, Foto: primcom
Inmitten der Schweizer Berge kann man im Tipi übernachten, Foto: TSC Camping

Infos zum TSC Glamping

Preis: Bereits ab 22 Euro (CHF 25.-) auf den TCS Campingplätzen übernachten

Mitglieder und Nicht-Mitglieder profitieren auch in der Saison 2018 von dem Stop & Go-Angebot für umgerechnet 22 Euro, das eine Übernachtung für zwei Personen inklusive Stellplatz, Strom und Internet beinhaltet.

Weitere Informationen gibt es auf www.tcs-camping.ch.

Hier geht es zum ersten Wellness – Hostel weltweit, natürlich in der Schweiz.

Erinnert an Afrika, das Safarizelt, Foto: primcom
Erinnert an Afrika, das Safarizelt, Foto: TSC Camping
Reise

Digitaler Reisebegleiter im Bernina Express     

Rhaetische BahnBerninaExpressRhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn

Kostenfrei Expertenwissen, UNESCO-Informationen und Streckendetails mit dem eigenen Smartphone abrufen

Reise-Experte an Bord: Ab dem 10. Mai 2018 steht allen Gästen des Bernina Express das moderne digitale Infotrainment-System zur Verfügung. Ein Jahr lang hatte die Rhätische Bahn den Service in der ersten Klasse des Panoramazuges getestet. Aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldungen der Fahrgäste erweitert sie das Angebot nun und macht es allen Reisenden im Bernina Express zugänglich.

Foto: Rhätische Bahn

Bereits heute erhalten Reisende im Bernina Express über Durchsagen Informationen rund um die Paradestrecke von Chur, Davos oder St. Moritz nach Tirano. Wem dies nicht ausreicht, der loggt sich künftig in das Infotrainment-Programm ein. Dort stehen in Wort, Bild und Ton zusätzliche Informationen zur Reise, zum UNESCO Welterbe Rhätische Bahn und zu den Höhepunkten der Route zur Verfügung. Interaktive Karten veranschaulichen die Reise, zudem liefert das Programm Angaben zur aktuellen Geschwindigkeit, voraussichtlichen Ankunftszeit, aktuellen Höhe über dem Meer oder die zurückgelegte Strecke als Höhenprofil. Die Fahrgäste bekommen natürlich auch Informationen über die jeweilige Endstation der Reise.

Rhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn
RHAETISCHE BAHN: Bernina Express- Albulalinie

Das Infotrainment funktioniert ohne Download und mobile Daten. „Der Gast verbindet das eigene Smartphone, Tablet oder den Laptop mit dem zuginternen WLAN, und los gehts“, erklärt Piotr Caviezel, Leiter Vertrieb bei der Rhätischen Bahn. Für das internationale Publikum gibt es verschiedene Versionen auf Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Japanisch und Chinesisch.

Hier geht es zu Seite der Rhätischen Bahn.

Rhaetische BahnBerninaExpressFoto: Rhaetische Bahn
Rhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn
Reise

UNESCO Welterbe: Rhätische Bahn

RHAETISCHE BAHN: Bernina Express- AlbulalinieRHAETISCHE BAHN: Bernina Express- Albulalinie
Rhaetische BahnBerninaExpressFoto: Rhaetische Bahn
Rhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn

Ein Fest der Bahn-Kultur: Anlässlich des zehnjährigen UNESCO Welterbe-Jubiläums feiert die Rhätische Bahn am 9. und 10. Juni 2018 ihr erstes Bahnfestival. Im Rahmen der Jubiläumsfeier in den Orten Samedan und Pontresina vereinen sich sämtliche verfügbaren historischen Fahrzeuge zur größten RhB-Zugparade aller Zeiten. Das Bahnmuseum Albula zeigt eine Sonderausstellung, ein Welterbemarkt präsentiert UNESCO Welterbestätten für alle Sinne. Schienen zersägen, menschliche Viadukte bauen oder das Balancieren auf Gleisen lauten die Aufgaben der ersten TrainGames. Für junge Festival-Besucher heißt der Star Clà Ferrovia, seines Zeichens Kinder-Schaffner.

Kräuterexpresse, Foto: Bernina Kräuter Express/Rhätische Bahn
Kräuterexpresse, Foto: Bernina Kräuter Express/Rhätische Bahn

Geschick, Geschwindigkeit und Kreativität sind bei den acht Disziplinen der TrainGames gefragt. Die Vierer-Teams stellen ihr Können unter anderem in den Kategorien „RhB Memory“, „Bahnarbeiter Stafette“, „PowerPoint Karaoke“ und „Blinder Lageristen-Parcours“ unter Beweis. Am Samstag, 9. Juni 2018, finden die Qualifikationsspiele statt. Am Sonntag, 10. Juni 2018, kämpfen die Finalisten um den ehrenvollen Titel des Bahn-Champions 2018.

Ein weiterer Höhepunkt des Bahnfestivals ist die historische Wagenausstellung an den beiden Bahnhöfen Samedan und Pontresina. Besucher bewundern hier historische Fahrzeuge, Loks, Trieb-, Personen- und Güterwagen der Rhätischen Bahn. Am Samstagabend folgt zwischen den Bahnhöfen Samedan und Pontresina die größte je dagewesene Zugparade mit sämtlichen historischen Fahrzeugen. Rhätische Bahn-Direktor Renato Fasciati präsentiert das große Gruppenbild und kommentiert dieses Ereignis.

Auf dem Welterbemarkt am Bahnhof in Pontresina präsentieren sich zudem zahlreiche Welterbestätten mit ihren Besonderheiten und kulinarischen Spezialitäten. Ergänzend dazu finden Kinder ein abwechslungsreiches Programm mit Hüpfburg, Büchsenwerfen und einer Auswahl an Brio-Bahnen. Im Bahnwagen von Clà Ferrovia, dem Kinder-Kondukteur der Rhätischen Bahn, lesen die Kleinen Kinderbücher und lauschen dem Hörspiel von Clà Ferrovia. Außerdem erwarten die kleinen Gäste Abenteuergeschichten und ein Kinderkonzert.

Rhaetische BahnBerninaExpressFoto: Rhaetische Bahn
Rhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn

Zum Festival-Wochenende reisen Interessierte mit dem exklusiven RhB-Bahnfestivalpass in den Regelzügen nach Samedan und Pontresina an. Das Spezialticket beinhaltet außerdem einen Gutschein für den Erlebniszug Albula und einen Gutschein für eine Hin- und Rückfahrt in den historischen Zügen zwischen Davos und Filisur. Auch die Dampffahrt der Rhätischen Bahn sowie der Eintritt ins Bahnmuseum Albula ist für Inhaber des Spezialtickets 50 Prozent ermäßigt. Der Bahnfestivalpass ist ab Mai 2018 im Webshop unter www.rhb.ch erhältlich.

  • Preis Bahnfestivalpass:
  1. Klasse 2. Klasse
  • Erwachsener                    47 EUR      30 EUR
  • Halbtagespreis                 34 EUR      21 EUR

Weitere Informationen zum Programm des Bahnfestivals und dem Bahnfestivalpass unter https://www.rhb.ch/de/unesco-welterbe-rhb/10-jahre-unesco-welterbe-rhb/bahnfestival.

Hier ein weiterer Beitrag über die Rhätische Bahn.

Reise

Panoramafahrt auf UNESCO Welterbestrecke

08_Glacier Express_Rheinschlucht -® Rh+ñtische BahnDer Glacier Express passiert die Rheinschlucht ® Rhätische Bahn

Im neuen Jahr erweitert die Rhätische Bahn ihr Portfolio um eine außergewöhnliche Tagesfahrt. Auf der Gotthard-Bernina-Rundreise erleben Fahrgäste seit dem 15. Februar 2018 eine atemberaubende Panoramafahrt. Sie verläuft entlang der schönsten Streckenabschnitte, die das Schweizer Schienennetz zu bieten hat. Hier die Informationen zur Panoramafahrt auf der UNESCO Welterbestrecke

Nach der Abfahrt in Zürich führt die eintägige Rundreise vorbei am Vierwaldstättersee durch den Gotthard-Basistunnel. Auf einer Strecke von 57 Kilometern von Erstfeld nach Bodio ist der längste Eisenbahntunnel der Welt die schnellste Verbindung in den mediterranen Süden. Der nächste Halt ist Lugano im italienischen Kanton Tessin. Dort steigen die Fahrgäste in den komfortablen Bernina Express Bus um, der sie bis nach Tirano bringt. Die sonnige Piazza der Stadt lädt zu einer entspannten Mittagspause ein, bevor es mit dem Bernina Express nach Chur geht.

Höchstgelegene Bahnstation

Im weiteren Streckenverlauf, den die UNESCO im Jahr 2008 zum Welterbe ernannte, schlängelt sich der Zug durch die eindrucksvolle Gebirgswelt von Albula und Bernina. Während der spektakulären Alpenüberquerung genießen Fahrgäste dank der großen Panoramafenster uneingeschränkte Sicht auf die Schweizer Alpen. Vorbei an tiefen Schluchten passiert der Bernina Express das Valposchiavo. Auf 2.253 Metern Höhe erreicht er schließlich Ospizio Bernina, die höchstgelegene Bahnstation im Netz der Rhätischen Bahn.

Silvesterrundfahrt ® Rhätische Bahn
Silvesterrundfahrt ® Rhätische Bahn

Steigung von 70 Prozent

Auf dem Weg nach oben erwartet die Reisenden bei Brusio der brückenbautechnische Höhepunkt der Berninalinie: Auf der Fahrt über das sich um 360 Grad windende Kreisviadukt meistert der Zug die Steigung von 70 Prozent. Durch das malerische Albulatal geht es weiter zum nächsten Highlight der Rundreise, dem 136 Meter langen Landwasserviadukt bei Filisur. Er mündet direkt in einen Bergtunnel und ist das weltweit bekannte Wahrzeichen der Rhätischen Bahn.

In Chur angekommen, steigen die Fahrgäste in den Erste-Klasse-Panoramawagen der Schweizerischen Bundesbahnen um. Reisende mit Fahrkarten der zweiten Klasse erhalten auf diesem Teil der Strecke ein Upgrade in die erste Klasse. Mit Blick auf den Walen- und Zürichsee läuft der Zug am Ende der Rundreise wieder im Startbahnhof Zürich ein.

Die eintägige Gotthard-Bernina-Rundreise ist bereits ab 83 Franken vom 15. Februar 2018 bis zum 25. November 2018 zu folgenden Zeiten buchbar:

  • –         15.02.2018 – 01.04.2018: Donnerstag bis Sonntag
  • –         02.04.2018 – 28.10.2018: täglich
  • –         01.11.2018 – 25.11.2018: Donnerstag bis Sonntag

Tipp: Reisende, die zwei oder mehr Tage zur Verfügung haben, kombinieren die Gotthard-Bernina-Rundreise mit dem Gotthard Panorama Express. Neben einer Schifffahrt mit einem Dampf- oder Motorschiff über den Vierwaldstättersee erwartet sie eine zusätzliche Panoramafahrt. Die mehrtägige Erlebnisreise ist vom 21. April 2018 bis zum 14. Oktober 2018 jeweils von Dienstag bis Sonntag buchbar.

Über die Rhätische Bahn:

Mit ihren traditionsreichen Gebirgsstrecken bietet die Rhätische Bahn bereits seit 1889 eine Reihe von außergewöhnlichen Bahnerlebnissen in der schweizerischen Region Graubünden. Der Betrieb startete anfänglich mit einer Strecke von Landquart bis Klosters und umfasst heute ein insgesamt 384 Kilometer langes Bahnnetz inmitten des Hochgebirges – ein Teil der Linien zählt seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Mit dem Bernina Express und dem Glacier Express verfügt die Rhätische Bahn über Marken, die weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt sind. Informationen und Buchung unter www.rhb.ch.

Hier weitere Beiträge und Informationen zur Rhätischen Bahn.

 

 

Reise

Im Cockpit vom Bernina Express

RhB_Fuehrerstandsfahrt

Einmal wie Jim Knopf als Lokomotivführer über die Schienen gleiten: Der Traum von Groß und Klein wird im Bernina Express wahr. Nur geht es nicht über die kleine Insel Lummerland, sondern auf der historischen UNESCO-Strecke zwischen Thusis und St. Moritz durch das wildromantische Albulatal oder im Zick-Zack-Kurs auf der Berninalinie als höchste Bahnlinie quer über die Alpen nach Tirano. Das filmreife Reiseabenteuer ist aber mindestens genauso aufregend und verspricht im Führerstand ein ganz besonderes Erlebnis in beeindruckender Landschaft.

Von einem der schönsten Panoramen der Schweiz ist der weltbekannte Bernina Express nicht mehr wegzudenken. Einzigartig fügen sich die Zuglinien von Norden nach Süden auf wundersame Weise mit spektakulären Viadukten und Kehrtunnels harmonisch in die Bilderbuchnatur ein. Schließlich führt die Fahrt auf der imposanten Albula- und Berninalinie von der ältesten Schweizer Stadt Chur hoch hinauf bis zum Gletscherglitzern der Berge. Anschließend geht es wieder tief hinab ins südliche Palmenparadies Italiens. Neben hohen Gebirgsspitzen und mediterranem Flair erleben Reisende auch einen kulinarischen Höhepunkt. In Poschiavo, Le Prese oder Tirano wird ein Vorspeisensalat und Pizzoccheri mit Mortadella serviert – eine Spezialität dieser Region. Die wunderschöne Strecke wird durch ein weiteres Angebot zum einzigartigen Highlight: Die Fahrt im Führerstand inklusive Zertifikat zur Erinnerung, Foto und dem inneren Stolz, der zum Platzen groß ist.

Kräuterexpresse, Foto: Bernina Kräuter Express/Rhätische Bahn
Kräuterexpresse, Foto: Bernina Kräuter Express/Rhätische Bahn

«Volle Kraft voraus», heißt es auf der Albula- und Berninalinie im Führerhäuschen des Bernina Express. Denn während die Mitreisenden durch die Panoramascheiben das Naturspektakel bestaunen, halten Reisende im Führerstand selbst das Handrad auf der Lokführerseite. Keine Sorge: natürlich betreut ein Fachmann die Fahrt. Er gibt Anweisungen und sorgt für die Sicherheit, wenn die rote Schmalspurbahn auf schwindelerregende 2.253 Meter Höhe über dem Meer klettert. Große Augen und Herzrasen gehören auf der viereinhalbstündigen Strecke, die seit 2008 zum UNESCO-Kulturerbe zählt, definitiv dazu.

Der Weg über Albula und Bernina gilt bezüglich der Bautechnik und Linienführung bis heute als eine der spektakulärsten Pionierleistungen der Welt. Ein Grund: Die Züge kriechen über dem türkisschillernden Lago Bianco so hoch wie nirgendwo sonst in Europa. Währenddessen im roten Zug zu sitzen, ist mehr als beeindruckend. Hier aber den Zug im Führerstandshaus zu steuern, ist unbeschreiblich. Spätestens, wenn der Zug die bis zu 70 Promille Steigung mit scheinbarer Leichtigkeit meistert und schließlich das charmante Tirano im Norden Italiens erreicht.

Weitere Informationen und Buchung:

www.rhb.ch/de/erlebniswelt-bahn/fuehrerstandsfahrt

Rhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn
RHAETISCHE BAHN: Bernina Express- Albulalinie

Über die Rhätische Bahn:

Mit ihren traditionsreichen Gebirgsstrecken bietet die Rhätische Bahn bereits seit 1889 eine Reihe von außergewöhnlichen Bahnerlebnissen in der schweizerischen Region Graubünden. Der Betrieb startete anfänglich mit einer Strecke von Landquart bis Klosters und umfasst heute ein insgesamt 384 Kilometer langes Bahnnetz inmitten des Hochgebirges – ein Teil der Linien zählt seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Mit dem Bernina Express und dem Glacier Express verfügt die Rhätische Bahn über Marken, die weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt sind. Informationen und Buchung unter www.rhb.ch.

Rhaetische BahnBerninaExpressFoto: Rhaetische Bahn
Rhaetische BahnBerninaExpress Foto: Rhaetische Bahn