Salento

Reise

Die Top Five in Apulien

Apulien - Melendugno (158)

Ganz unten im Absatz des Stiefel von Italien liegt Apulien, auch Salento genannt. Dort führte uns die Reise im April 2018 hin. Apulien ist uraltes Kulturland. Es hat eine reiche Geschichte: Von Illyrern und Griechen besiedelt, von den Römern, Byzantinern und Normannen erobert, wurde der Salento im Mittelalter unter den Staufern zur Kulturbrücke zwischen Abend- und Morgenland. Die originellen Trulli, die normannischen Dome und die Kastelle der Staufer sind dafür beeindruckende Zeugnisse. Und man kann in kurzer Zeit zwischen den traumhaften Küsten des Adriatischen und den Ionischen Meeres hin- und herreisen. Hier nun Die Top Five Apulien:

Historiker und Stadtführer Francesco erläutert die Sehenswürdigkeiten von Melendungo Foto: Weirauch
Historiker und Stadtführer Francesco erläutert die Sehenswürdigkeiten von Melendungo Foto: Weirauch

Es gibt eine Menge zu sehen. Aber womit anfangen ?

Melendugno, Caprarica de Lecce, Ceglie Messapi, die bezaubernde Stadt Castro oder auch der Freizeitpark Kalos und das Archeodrome des Salento. Der Absatz des italienischen Stiefels entpuppt sich als aufregende und aufstrebende Region rund um die mondäne Barockmetropole Lecce. Natur- wie Kulturliebhaber kommen im Salento, der Heimat der Tarantella-Musik, zu jeder Jahreszeit auf ihre Kosten. In Apulien heißt der Tanz übrigens Pizzica. Der Name stammt vom italienischen Wort „pizzicare“ ab, das „stechen“ oder „beißen“ bedeutet. Von den fünf kleinen Orten der Gemeine Melendugno liegt die Küste stets in bequemer Reichweite. Besuchen sollte man auch die Provinzhauptstadt Lecce sowie Otranto, Ostuni und Gallipoli. Dafür reichen vier Tage dann nicht. Wir fahren wieder einmal dorthin.

❏ Barockes Lecce

Die Provinzhauptstadt des Salento brachte eine eigenwillige Blüte des Barocks hervor: den überschwänglichen Stil des Barocco Leccese, der viele Kirchen und Klöster ziert.

Den barocken Festssaal der Stadt bildet die Piazza Duomo Foto: Kärstin Weirauch
Den barocken Festssaal der Stadt bildet die Piazza Duomo Foto: Kärstin Weirauch

Mitten im Salento bezaubert die Universitätsstadt Lecce (über 100.000 Einwohner und davon 30.000 Studenten) mit kunstvoll verzierten Barockpalästen und -kirchen. Der weiche gelbliche Tuffstein, Pietra Leccese genannt, ermöglichte besonders verschnörkelte Formen.  Eine lebendige Gastro-, Kultur- und Musikszene sorgt für Abwechslung, sowohl in der Altstadt als auch im modernen Geschäftsviertel rund um die zentrale Piazza Manzini.

Den barocken Festsaal der Stadt bildet die Piazza Duomo, gerahmt von Dom, Bischofspalast und Priesterseminar. Überragt wird der Platz vom 72 Meter hohen Glockenturm des Duomo di Santa Maria dell’Assunta aus dem 17. Jahrhundert. Architekt war Giuseppe Zimbalo. Vor allem an der nördlichen Schauseite entfaltete er seine Kreativität.

Zahllose goldgelbe Bauwerke im Barockstil prägen das Bild dieser Stadt. Die wichtigsten Sehenenswürdigkeiten sind zu Fuß von der zentralen Piazza Sant’ Oronzo aus zu erreichen. Aus römischer Zeit stammen das zur Hälfte freigelegte Amphitheater und die Colonna di Sant’ Oranzo, eine der beiden Säulen, die in Brindisi das Ende der Via Appia anzeigten. Heute wird die Säule von der Statue des Heiligen bekrönt.

Blick in die Auslagen einer Schnitzerwerkstatt in Lecce Foto: Weirauch
Blick in die Auslagen einer Schnitzerwerkstatt in Lecce Foto: Weirauch

Der Dom Sant’ Oronzo mit den beiden Fassaden aus Renaissance und Barock wurde 1659-1670 unter der Leitung des berühmten Baumeisters Giuseppe Zimbalo errichtet. Besonders schön sind der Dom und sein Platz (Piazza del Duomo), wenn die Stadt bei Nacht festlich beleuchtet ist.

❏  Liebenswert: Castro

Was für eine Überraschung. Der hoch über der Küste gelegene, verträumte kleine Badeort besitzt einen alten Stadtkern und ein von Ringmauern umgebenes Kastell. Man kann Boote mieten und einen Ausflug zu den umliegenden Grotten machen.

In der Burg von Castro residierte bis um 1820 ein Bischof. Foto: D.Weirauch
In der Burg von Castro residierte bis um 1820 ein Bischof. Foto: D.Weirauch
Castro ist berühmt für seine prächtige Stadtillumination foto: Weirauch
Castro ist berühmt für seine prächtige Stadtillumination Foto: Weirauch

In der Grotta de Zinzulusa  sind Felszeichnungen aus der Steinzeit zu sehen.

Der Eingang zur Grotta Zinzulusa liegt in einer zum Meer hin steil abfallenden Wand. Foto: D.Weirauch
Der Eingang zur Grotta Zinzulusa liegt in einer zum Meer hin steil abfallenden Wand. Foto: D.Weirauch

Rauschende Feste und natürlich Tarantella, den man im Salento Pizzica nennt. Schaut hier:

 

Castro ist berühmt für seine Eiscafes und lauschigen Geschäfte.

Leckeres Eis in Castro wird kredenzt von Carla und Maria Rosaria. Foto: D.Weirauch
Leckeres Eis in Castro wird kredenzt von Carla und Maria Rosaria. Foto: D.Weirauch

 ❏ Mondänes San Foca

Das kleine Hafenstädtchen San Foca wirkt mit seinem wuchtigen Küstenwachturm im Zentrum schon fast mondän. Das liegt nicht zuletzt an der piekfein gestalteten Promenade, die zum Flanieren einlädt.

Etwas südlich schließt sich eine abwechselungsreiche Klippenküste mit geschützten Badebuchten an. Die Klippen und kleinen Felseninselchen aus Konglomeratgestein kann man vom flachen Ufer auch schwimmend erreichen. Taucher und Schnorchler finden in dieser Gegend ideale Bedingungen vor.

Im südlichen Teilort Rocca Vecchia befinden sich die Überreste einer messapischen Küstensiedlung aus dem 4. Jahrhundert vor Christi, die teilweise freigelegt worden sind. Zu sehen sind die Fundamente eines Mauerrings sowie tiefe Gräben. Eindrucksvoll ist die Nekropole, deren symmetrische Grabkammern und Stufen direkt ins raue Felsufer gemeißelt worden sind. Die interessantesten Fundstücke sind im Provinzmuseum in Lecce zu sehen.

https://www.facebook.com/RocaArchaeologicalProject/photos/pcb.1964917563746314/1964906723747398/?type=3&theater
Foto: Facebookseite von RocaArchaeologicalProject

Die Buch von  Torre dell’Orso wird hochgelobt und gehört zu den gefeiertsten in Apulien.

Die Bucht von Torre del Orso im Salento ist beliebtes Badeziel Foto: Weirauch
Die Bucht von Torre del Orso im Salento ist beliebtes Badeziel Foto: Weirauch
Das mondäne Hotel Belvedere lädt u.a. mit einem Pool auf dem Dach ein. Foto: Weiraucht
Das mondäne Hotel Belvedere lädt u.a. mit einem Pool auf dem Dach ein. Foto: Weiraucht

Die Wachtürme entstanden im 16. und 17. Jahrhundert zum Schutz vor drohenden Angriffen osmanischer Türken und nordafrikanischer Seeräuber. Sie verteilen sich so entlang der Küste, dass die bei Gefahr von den Wachleuten entzündeten Feuersignale auf dem jeweils benachbarten Turm sichtbar waren. So ließ sich die Warnung schnell an der gesamten Küste verbreiten.

Wehrturm am Strand von Torre dell' Orso Foto: Weirauch
Wehrturm am Strand von Torre dell’ Orso Foto: Weirauch

Grotta della Poesia

Nicht weit davon lädt die Grotta della Poesia ein. Zu den zehn schönsten Badepools weltweit, so jedenfalls urteilte jüngst National Geographic, zählt die Grotta della Poesia. Es ist eine ellipsenförmige Höhle. Während heute der Zugang und Teile der Höhle unter Wasser stehen, waren diese in früheren Zeiten trocken.

Eine der schönsten Badeplätze der Welt: die Grotta della Poesia Foto: Weirauch
Eine der schönsten Badeplätze der Welt: die Grotta della Poesia Foto: Weirauch

Die Höhle wurde über einen sehr langen Zeitraum zu kultischen Zwecken genutzt, wovon unter anderem zahlreiche Felsmalereien und Graffiti zeugen. Wir sehen viele Badegäste, einige springen hinein….Wie voll mag es im Hochsommer hier sein ?

❏ Flüssiges Gold Apuliens

In fast jedem Ort von Apulien gibt es Hinterlassenschaften der historischen Verarbeitung von Olivenöl. In Castri fand man die verschüttete Mühle bei Straßenbauarbeiten im Untergrund. Heute wird der Kellerraum für Kunstausstellungen genutzt.

In Caparica die Lecce gibt es Führungen Untertage. Besser kann man die Geschichte der Olivenverarbeitung nicht erklären. Und das ganz plastisch. Dr. Panteleo Greco steht in der unterirdischen Ölmühle unter der Via Matteotti in der kleinen Stadt Caprarica di Lecce in Apulien und zeigt auf einen Bogen aus Sandstein. Darauf ist die Jahreszahl 1835 eingemeißelt. Aus dieser Zeit stammt die unterirdische Ölpresse zur Herstellung des kostbaren Olivenöls. Kenntnisreich berichtet er, wie die Menschen fast ein halbes Jahr, von der Olivenernte im Herbst bis zum Frühjahr, in der unterirdischen Mühle lebten. Hier geht es zu meinem Bericht über den Besuch der Ölmühle.

Dr. Pantaleo Greco in der unterirdischen Ölmühle Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco in der unterirdischen Ölmühle Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch

 ❏Überraschendes Ceglie Messapica

Diese Stadt mit rund 15.000 Einwohnern beherbergt in ihren Mauern eine berühmte Kochschule. Und in Ceglie Messapica gehen die Touristiker völlig neue Wege. Mittels Smarthphone kann sich der Besucher auf eine digitale Wanderung zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt begeben. Junge Künstler verknüpfen die reale Sehenswürdigkeit mit visionären Vorstellungen über einen QR Code. Ein virtueller Spaziergang, der Jung und Alt zu Diskussionen anregt, wie wir auf unserem Rundgang erleben konnten.

Dabei gibt es so manche Überraschung: Vor allem wird zu den globalen Fragen der Jetztzeit Stellung bezogen. Eine wirklich lehrreiche Erfahrung.

Aber auch Gastfreundschaft wird in der Stadt groß geschrieben. Wir erlebten die freundlichen Mitarbeiter des Feinkostladens “Suma” und lernten ein leckeres Sandwich a la Apulien kennen.

Den Feinkostladen Suma in Ceglie Messappia kann ich nur empfehlen. Foto: K.Weirauch
Den Feinkostladen Suma in Ceglie Messappia kann ich nur empfehlen. Foto: K.Weirauch

Übernachten, unsere Empfehlung:

Masseria Stali in Caprarica die Lecce

Informationen zur Masserie Stali

 ❏ Leckere Küche und toller Wein

Kenner, wie Foodbloggerin Dr. Eva Schaefers, schwärmen von der Qualität der Küche Apuliens.  Apuliens einfache Bauernküche profitiert vom Reichtum des Adriatischen und Ionischen Meeres sowie hochwertigem Olivenöl. Im sonnen- und meerverwöhnten Salento setzt die Küche überraschende Akzente. Zu den Tomaten, die hier besonders süß schmecken, kommen unbekanntere Gemüsesorten.

Ein Pastagericht wie Orechiette con cime di rapa, aus den typischen ohrenförmigen Nudeln mit Stängelkohl, ist für uns eine kleine kulinarische Entdeckung. Für das gewisse Etwas sorgen neben gutem Weißbrot einige Tropfen des goldgrünen und leicht bitteren Olivenöls.

Mit Olivenöl konservierte Auberginen oder Artischocken sind als Antipasti der ideale Auftakt für eine apulische Mahlzeit, gefolgt von einem Nudelgericht als primo piatto. Für den zweiten Gang (secono piatto) wählt man Fisch oder Fleisch, als Spezialität gelten Lammragout (cutturidde) und -innereien (gnumareddi). Fische und Meeresfrüchte kommen fangfrisch aus dem Adriatischen und dem Ionischen Meer. Man sollte an der Küste unbedingt Crudo die Mare probieren. Frische rohe Meeresfrüchte wie Mies- (cazze), Herz- (noci) und Venusmuscheln (vongole), Seeigel (ricci), Tintenfisch (polpo) mit ein paar Spritzern Ztrone sind ein Hochgenuss. Nicht zu vergessen: die Zuppa di Pesce alla Gallipolina mit Miesmuscheln, Tintenfischen und Krebsschwänzen.

Primitivo und andere Weine

Zum guten Essen gehören auch in Apulien vorzügliche DOC-Weine. Bekannt sind die kräftigen, vollen Rotweine aus Rebsorten wie Primitivo um Bari und Taranto oder Nero di Troia um Foggia, Bari und Brindisi sowie Negromaro im Salento. Doch heiße Sommer und Fischspezialitäten verlangen nach Weißwein. Geschätzt werden Verdeca und Bianco Locorotondo aus dem Valle d’Itria, beliebt sind auch Roséweine, wie der um Brindisi, Lecce und Taranto produzierte Terra d’Otranto Roato.

 ❏ Ausgehen und Speisen

Restaurant Oltre Gusto in Caprarica di Lecce.

Restaurant Grotta del Conte in Castro Marina

Piccola Masseria il Curti unweit von  Caprarica di Lecce

und natürlich

Masseria Stali

Freundlicher Service in der Masseria Stali in Caprica di Lecce Foto: Weirauch
Freundlicher Service in der Masseria Stali in Caprica di Lecce Foto: Weirauch

 ❏ Was man noch sehen sollte

Die östlichste Stadt Italiens ist Otranto (23 Kilometer nördlich). Vom Aragonesischen Kastell am Hafen schweift der Blick über die 75 Kilometer breite Meerenge nach Albanien. Im Dom begeistert das vollständig erhaltene Fußbodenmosaik aus normannischer Zeit (12. Jahrhundert).

hier weitere Beiträge über das Salento im schönen Apulien:

+ Castro und seine Lichterfeste

+ die Ausgrabungsstätte Roca Vecchia

+ die Herstellung des berühmten Nachiro Olivenöles

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryanair) von verschiedenen deutschen Flughäfen , so von Berlin Schönefeld, bis Flughafen Bari und Brindisi und weiter mit Auto. Von Berlin Tegel fliegt Eurowings bis Brindisi.

Weitere Infos unter: https://www.mediterraneantourism.it/site/en/

Wir wurden von der Region Salento und Carparica di Lecce zu der Informationsreise nach Apulien eingeladen.

An der Küste von Melendugno, Nähe Roca Veccia Foto: Weirauch
An der Küste von Melendugno, Nähe Roca Veccia Foto: Weirauch

Hier ein Buchtipp:

Ich empfehle wegen seiner tiefgründigen und ausgewogenen Recherche: Andreas Haller, Apulien, Michael Müller Verlag, 2015

Reiseführer
Apulien

Andreas Haller

Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
ISBN 978-3-95654-410-1

21,90 EUR (D)
Buch: 9. Auflage 2018
E-Book: 9. Auflage 2018

Reise

Olivenöl und seine Herstellung in Apulien

Capricica di Lecce (8)Dr. Pantaleo Greco in der unterirdischen Ölmühle Foto: Weirauch

Besser kann man die Geschichte der Olivenverarbeitung nicht erklären. Und das ganz plastisch. Dr. Panteleo Greco steht in der unterirdischen Ölmühle unter der Via Matteotti in der kleinen Stadt Caprarica di Lecce in Apulien und zeigt auf einen Bogen aus Sandstein. Darauf ist die Jahreszahl 1835 eingemeißelt. Aus dieser Zeit stammt die unterirdische Ölpresse zur Herstellung des kostbaren Olivenöls. Einfühlsam berichtet er, wie die Menschen fast ein halbes Jahr, von der Olivenernte im Herbst bis zum Frühjahr, in der unterirdischen Mühle lebten. Mitsamt den Eseln, die den Göpel zum Antrieb der schweren Mühlsteine bewegten. Es ist eine Geschichte der Arbeit, die von Licht und Schatten erzählt. die Esel liefen tagelang im Kreis, sie wurden danach geschlachtet. Vergleichbar den Pferden in Kohle- oder Kupferminen.

Neben spannenden Details der Technikgeschichte verweist Dr. Pantaleo Greco auf regionale Kunstwerke. Die horizontalen und parallelen Linien, die die Wände bedecken. Er bezeichnet die damals hier tätigen Menschen als unbewusste Schöpfer einer regionalen Kunst. Es lohnt genau hinzuschauen. Die Kellerräume, sie haben immer die gleiche Temperatur von 218 Grad, strahlen fast eine surreale Atmosphäre aus, in der sich Arbeit und Stille, Alltag und Leiden vermischen.

Blick in den aus Sandstein gehauenenen Raum der einstigen Ölmühle Foto: Weirauch
Blick in den aus Sandstein gehauenenen Raum der einstigen Ölmühle Foto: Weirauch

Keine 100 Meter weiter öffnet der Dottore das firmeneigene Museum, das sich im Gutshaus befindet. Direkt neben der heute modernen Olivenverarbeitung seiner Familie.

 

Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn er über die Vielfalt der Olivenverabeitung erzählt. Heute dauert die Kampagne vom Abernten der Olivenbäume bis zum Abfüllen der Flaschen nur wenige Wochen, von Oktober bis Ostern.  Die Familie besitzt rund 5000 Hektar mit 70.000 Olivenbäumen und stellt 100 Tonnen des begehrten Bio – Olivenöls her. Früher, so erzählt der junge Mann, war das Olivenöl so wertvoll wie Gold. Es wurde vor allem als Lampenöl genutzt.

Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch
Nicht nur in Italien begehrt ist das Olivenöl von der Azienda Agricola Foto: Weirauch
Nicht nur in Italien begehrt ist das Olivenöl “Nachiro” von der Azienda Agricola Foto: Weirauch

Warum blieben die Arbeiter so lange in der unterirdischen Ölmühle ? Auch dafür gibt es eine Erklärung: „Wegen der gleichbleibenden Temperatur, das kam der Ölherstellung zugute.“ Mehr über den liebenswerten Ort Caprarica di Lecce nahe des Adriatischen Meeres gibt es demnächst hier.

Die knorrigen teils Tausende Jahre alten Olivenbäume wachsen vor allem im Salento auf großen Flächen. Zahlreiche Masserien, dassind die befestigten Landgüter, sind stolz auf ihre eigene Ölmühle. Auch die Masseria Stali am Rand von Carprarica di Lecce, in der wir einige Tage wohnten, verfügt über eine eigene Olivenölpresse und Olivenölverarbeitung.

Olivenbäume mit dem für Apulien typischen Trulli
Olivenbäume mit dem für Apulien typischen Trulli

Seit Jahren beschäftigen sich die Olivenbauern mit dem Problem der Feuerbakterium (Xylella fastidiosa). Das aus Nord- und Lateinamerika 2013 eingeschleppte Bakterium wird von Zikaden verbreitet und vernichtet Oliven- und Oleanderbäume, indem es ihren Wasserhaushalt blockiert. Um den Erhalt der Olivenkulturen kämpft man bis heute u.a. mit der Rodung befallener Bäume und Anpflanzung resistenter Sorten. Oliven sind schließlich ein Grundnahrungsmittel, nicht nur zu Öl gepresst, auch eingelegt, beispielsweise  mit Minze und Knoblauch. so trafen wir den Bürgermeister von Caprarica mit einigen der Olivenproduzenten auf einer Konferenz in Lecce.

Dr. Pantaleo Greco von der Azienda Agricola spricht auf der Konferenz in Lecce Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco von der Azienda Agricola spricht auf der Konferenz in Lecce Foto: Weirauch

Informationen Azienda Agricola

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryanair) von verschiedenen deutschen Flughäfen , so von Berlin Schönefeld, bis Flughafen Bari und Brindisi und weiter mit Auto. Von Berlin Tegel fliegt Eurowings bis Brindisi.

Weitere Infos unter: https://www.mediterraneantourism.it/site/en/

Hier weitere Beiträge über den Salento.

Und hier eine Zusammenschau der wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Der berühmte "Triumphbogen" nahe Roca Vecchia Foto: Weirauch
Der berühmte “Triumphbogen” nahe Roca Vecchia Foto: Weirauch

Auch mit der Eisenbahn kommt man in den Salento. Tipp von Günter Knackfuss, der mit dem Zug nach Brindisi und weiter mit dem Auto nach Carparaica di Lecce fuhr:

Wir wurden von der Region Salento und Carparica di Lecce zu der Informationsreise nach Apulien eingeladen.

Eine der berühmtesten archäologischen Ausgrabungsstätten bedindet sich nahe  Melendugno am Strand von in Rocca Vecchia.

Buchtipp

https://www.michael-mueller-verlag.de/de/reisefuehrer/italien/apulien/index.html

  • Reiseführer
    Apulien
  • Andreas Haller
  • Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
    ISBN 978-3-95654-410-1
    21,90 EUR (D)
Tipps

Apulien auf der ITB in Berlin

Apulien - wcaprarica-frantoioipogeo (8)

Über touristische Angebote wollen die kleinen Städte und Vereine auf der ITB informieren. Zu den Teilnehmern gehören Melendugno, Caprarica, Ceglie Messapica, der Verein Oltrevento von Castro mit dem Castro Wine Festival, der lokale Verkehrsverein von Oria mit dem Torneo dei Rioni (Turnier der Stadtviertel), der Park Kalos und das Archeodrome des Salento.

Apulien auf der ITB in Berlin

Sie wollen emotionale Reisen durch die Landschaften, die Musik, die Kultur, die Unterhaltung und die typischen Erzeugnisse des Salento zu fördern.

Die Mez­zo­gior­no-Re­gi­on im äu­ßers­ten Süd­os­ten des ita­lie­ni­schen Stie­fels hat fast  800 Küs­ten­ki­lo­me­ter an zwei Mee­ren. Es ist eine viel­schich­tige und ab­wechs­lungs­reiche Landschaft. Dazu gehören die Ebene der Ta­vo­lie­re um Fog­gia bis zum fel­si­gen, im In­nern über 1.000 Meter hohen Gar­ga­no, dem Sporn des Stie­fels, oder der lang ge­zo­ge­nen Stie­fel­fer­se, dem Sa­len­to,. Und dort waren wir im Januar zu Gast. Gern würde ich einmal Ba­de­ur­laub an den wei­ßen Sand­strän­den des Gar­ga­no machen,  Lecce bummeln und viel Ge­schich­te in Cas­tel del Monte.erleben.

Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch
Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch

Reise durch die touristischen Ziele Apuliens

Die Italy Salento My Love Party im Casa Italiena an der Friedrichstraße ist die vierte Ausgabe der Veranstaltung, die von dem Magazin für Tourismus und Kultur von Mediterraneo Spiagge (www.mediterraneantourism.it), deren Chefredakteurin Frau Carmen Mancarella ist, organisiert wird.

Unsere Reise fängt mit der Schönheit des Meers an. Wir befinden uns in Melendugno, in einem der mehr besichtigten Urlaubsziele Apuliens.

Frau Angelica Petrachi, die Stadträtin für Tourismus von Melendugno, sagt: „Dank der Schönheit und der Transparenz des Meerwassers und dank der Qualität unserer Angebote und unseres Service sind unsere Strände von der Bandiera Blu (Blauen Flagge) des Europäischen Entwicklungsfonds, den fünf Segeln von Legambiente und der Bandiera Verde ausgezeichnet. Die Bandiera Verde ist eine bedeutende und von dem „Associazione Nazionale Medici Pediatri“ (Nationaler Verein der Kinderärzte) erhaltene Anerkennung, welche die kindergerechten Strände kennzeichnet.

Weiche und weiße Strände charakterisieren das Gebiet von Melendugno.

Die „blaue Segel” von Legambiente sind Torre Specchia Ruggeri, San Foca, Roca Vecchia, Torre dell’Orso und Torre Sant’Andrea. Alle haben etwas gemeinsam: der Kaiser Carlo V ließ einen Wachturm auf der Küste, um das Land gegen die Völker aus der Türken zu verteidigen; die Strände sind schön und reich an hohen Dünen, an wilden Lilien und sind von Pinienwäldern geschützt.

Der schönste Strand ist Torre dell’Orso, obwohl er im Sommer sehr überfüllt ist. In dieser kleinen Bucht, ein bisschen mehr als 1km lang, ist das Wasser still und kristallklar.

Die archäologische Stätte von Roca Vecchia erzählt die alte Geschichte der Messapen, die zwischen zwei Meeren, vor der Ankunft der Römer, lebte. Man glaubte, dass sich das Heiligtum des Taotor Gottes, (lateinischen Turor und griechischen Tahotor) in diesem Ort, in der „Grotta della Poesia“ bafand. Ihm hatten die Seefahrenden Gebete gewidmet, bevor die Kanäle von Otranto durchzufahren. Nicht weit weg von hier, findet man die „Grotta della Poesia“, die das National Geographic ein der zehn schönsten naturell- Schwimmbädern der Welt angeordnet hat.

Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch
Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch

Heute kann man dank der von der Gemeindeverwaltung veröffentlichten neuen Webseite www.melendugnotoyou.it und www.destinazionemelendugno.com alle Events, Routen und kulinarischen Besonderheiten entdecken.“

„Melendugno ist immer wunderbar, nicht nur im Sommer. Auch in der Nebensaison ist es interessant.“ so Angelica Petrachi, die Stadträtin für Tourismus von Melendugno. „In diesem Ort, ganz in der Nähe des Meers, befindet sich ein Dickicht von Olivenbäumen. Dank diesen Olivenhainen sind die Betriebe von Melendugno einige der wichtigsten Hersteller vom nativen Olivenöl extra (4% Herstellung von Olivenöl Apuliens).

Dank dieser Olivenkultur sind verschiedene Veranstaltungen geboren, wie z.B. die im Winter stattfindenden „Notti del Fuoco“ (Nächte des Feuers): die „Focara von San Niceta“, ein großes Feuer, das jedes Jahr am 27. Januar gemacht wird; die „Lingue von Sant’Antonio“, ein Feuer zu Ehren von dem Heligen Antonius. Dieses Feuer wird am 15. Februar in Borgagne, einem der schönsten Dörfer Italiens, gemacht. Die Scheiterhaufen werden mit trockenen Olivezweigen und und zeigen das Ende des Baumschnittes und des Olivenöl-Wirtschaftsjahr an.

Olivenölherstellung

CAPRARICA – Zwischen den wunderbaren und jahrhundertealten Olivenbäumen und den Serre Salentine (den einzigen Hügeln des flachen Salento) befindet sich Caprarica, die Heimat des nativen Olivenöls extra aus biologischem Anbau.

„45% Olivenöl, das hier hergestellt wird, ist aus biologischem Anbau“, sagt der Bürgermeister Paolo Greco stolz. „In Caprarica gibt es den größten Rinderzuchtbetrieb Apuliens. In der Altstadt kann man die case a corte bewundern, das heißt die typischen bäuerlichen Wohnungen, und die fernen Olivenhaine, die sich von dem Serra bis zur Ebene erstrecken, erblicken. Auf den Serre befindet sich der Parco Comunale della Serra (Volkspark des Serra), wo Kinder und Erwachsene spielen und Sport dank geeigneten Outdoor Sportgeräten treiben können.“ Caprarica gehört zum Associazione nazionale Città dell’Olio (Nationalen Verein – Stadt des Olivenöls) und hier wird der nationale Kongress des Vereins am 26. April stattfinden.

.Der Betrieb Azienda Agricola Greco stellt leckeres, natives Olivenöl extra her und in der Vergangenheit stellte auch Lampenöl für die größten Städten Europas (wie London, Paris und Moskau) her. Olivenöl war und ist noch heutzutage der Schatz des Salento.

Weiterhin bietet die Genossenschaft Terra Mia Ritte und Rundfahrten auf den typischen Karren durch die jahrhundertealten Olivenbäume. Wenn Sie in die Geschichte der Primitiven, der Messapen, der Römer und der bäuerlichen Kultur des Salento eintauchen wollen, besuchen Sie das Archeodrome des Salento, ein Freilichtmuseum, das Ihnen das damalige Leben dieser Bevölkerungen dank realistischen, multimedialen Rekonstruktionen zeigen wird.

Unternehmer aus Apulien dabei

Darunter das Hotelbetrieb www.cdshotels.it, das eine große Auswahl an Masseria (bäuerliche Ferienhäuser), Feriendörfer und schöne Hotels in Apulien bietet; Die „Grimaldi Immobilien“ Gruppe www.grimaldivacanze.it, dessen Dienstleistungsangebot nicht nur Verkauf, sondern auch die Vermietung von Ferienhäuser vor allem in Torre dell’Orso umfasst; Das „B&B Alvino“ auf dem Sankt Oronzo Platz in Lecce, das sich über den bekanntesten Café befindet www.alvinosuiteandbreakfast.it; Das „Euro Garden Village“ in San Foca mit seinem eigenen Badeanstalt am Strand www.eurogardenvillagesalento.it; Die Hotels „Thalas“ in Torre dell’Orso www.hotelthalas.it und „Hotel Degli Haethey“ in Otranto, das nur 80 Meter vom Meer entfernt ist www.hoteldeglihaethey.com.

Für diejenigen, die lieber einen unkonventionellen Urlaub in der Natur verbringen möchten, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen, da sind die Campings „Torre Castiglione“ in Torre Lapillo auf der ionischen Küste www.torrecastiglione.it und „Campeggio Sentinella“ in Torre dell’Orso auf der adriatischen Küste www.campeggiosentinella.it.

Nahe am Meer gelegen und von Olivenbäumen umgeben ist das B&B „Tenuta Calitre“ in Torre dell’Orso www.tenutacalitre.com.

Wer Apulien sagt, sagt Masseria (bäuerliches Ferienhaus). Und da sind wir im alten Bauerndorf in Martano, das in „Naturalis Bio Resort“ mit Spa verwandelt wurde www.naturalisbioresort.com. Inmitten von Olivenbäumen liegt die „Masseria Stali“ in Caprarica, wo man bei der Herstellung von erstklassigem, biologischem Olivenöl der Kategorie Extravergine zuschauen kann: www.masseriastali.it. Mit Blick auf das Meer und von Pinienwald und mittelmeerischer Macchia umgeben, da ist die „Masseria Santa Teresa“ in Sannicola, in der Nähe von Gallipoli, www.masseriasantateresa.com. Für die Liebhaber von gutem Wein ist die „Masseria Signora Porzia“ in Leverano, die auch eine gastliche Kantine ist, www.agricoladellarneo.it. In Ceglie Messapica befindet sich die weiße Masseria „Casina Vitale“ mit Pool und niedrigen Trockenmauern, www.masseriacasinavitale.it.

Für die Liebhaber des Meeres und des unendlichen Bräunen, ein guter Rat ist am Strand zu Mittag zu essen und sich nie aus den Badeanstalten-Restaurants zu entfernen, „Lido La Sorgente“ in Torre dell’Orso www.lidolasorgente.it und „Lido Li Marangi“ in San Foca www.lidolimarangi.it.

Am Abend (aber auch zu Mittag) sind eine Sünde wert sowohl das Gourmet Restaurant „Gusto“ in Castrignano de‘ Greci, das mit raffinierten Gerichte begeistert, die sich durch die traditionelle, salentinische Küche inspirieren lassen www.ristorantegustosalento.it, als auch das mit dem gleichnamigen, elenganten B&B verbundene Restaurant „Kolometro Zero“ in Supersano www.ristorantekilometrozero.com, einer der ersten salentinischen Restaurants, dessen siegreiche Unternehmensphilosophie ist, frische, saisonale, vor Ort angebaute Produkte zu verwenden.

Zum Schluss, in der Stadtmitte von Galatina mit Blick auf die Mutterkirche „Sankte Peter und Paolo“ (der Eingang ist vom modernen Platz, Piazza Alighieri 18) befindet sich das Restaurant Hostaria Amarcord www.amarcordhostaria.it, das typische, salentinische Gerichte anbietet: auf Ihrem Teller direkt vom Feld.

Man darf aber nicht vom Salent nach Hause kehren, ohne ein geschmackvolles Souvenir für Freunde und Verwandten (die nicht mitgekommen sind) gekauft zu haben. In der Kantine „Conti Zecca“ in Leverano www.contizecca.it kann man sich mit großartigen Negroamaro und Primitivo Weine versorgen, regionale Weingüter des Salents, doch gute Weine sind auch in der gastlichen Kantine „Agricola dell’Arnero“ www.agricoladellarneo.it, in der „Masseria Stali“ in Caprarica www.masseriastali.it und im landwirtschaftlichen Betrieb www.aziendaagrariagreco.it zu finden.

Hier weitere Infos und Beiträge zu Apulien, dem gastfreundlichen Land…

+ Besuch bei den Archäologen von Roca Vecchia

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryan air) von verschiedenen deutschen Flughäfen  bis Flughafen Bari und Brindisi und weiter mit Auto.

 

Olivenölherstellung: www.coop-sangiorgio.it

Informationen zu Apulien gibt es hier bei Carmen Mancarella.

Hotels

CDSHotels eröffnet Naturalias Hotel

RivaFoto: CDS Hotels

von Carmen Manciarella

 

Die CDSHotels eröffnen im Sommer 2019 das neue Ecoresort „Naturalia“ für Vegetarier und Veganer in Apulien. Es wird das Paradies der Vegetarier und Veganer sein, nur wenige Kilometer unweit des Naturschutzgebietes von Torre Guaceto, entsteht ein Ecoresort für Vegetarier und Veganer. Die Eröffnung, so wurde jetzt auf der Internationalen Tourismusbörse in Belrin angekündigt, ist für die Saison 2019 vorgesehen. Torre Guaceto ist die „grüne Lungen” Apuliens, der östlichen Region Italiens, und liegt rund 50 Kilometer von Lecce entfernt.

Es ist das erste Ecoresort speziell für die Menschen, die eine „umweltverträgliche” Ernährung wünschen und zu diesem besonderen Lebensstil gewechselt haben.

Ideal für Veganer und Vegetarier

“Ich habe persönlich die Geburt des Naturalias gewollt”, so sagt die kaufmännische Leiterin, Ada Miraglia. “Wir blicken zum Markt von Nord- und Mittel Europas, wo es seit Jahren eine starke Tendenz gibt, die auch in Italien langsam verbreitet, Vegetarier und Veganer zu werden gibt.“

Naturalia wird das Label “Green” bekommen. Es befindet sich in der Nachbarschaft mit einem anderen “Grünen Resort”, das Riva Marina Resort. Das ist ebenfalls eine ein Ecolabel Ferienanlage. Es hat ein modernes Wasseraufbereitungssystem durch photovoltaische Farben und erzeugt seine eigene Energie.

Blickauf den Pool des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels
Blickauf den Pool des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels

Es befindet sich in Specchiolla, Marina di Carovigno, in der Nähe von Ostuni. Bis zum Flughafen des Salento in Brindisi ist es nicht weit.

Zwischen Valle d’Itria und Salento  sind Riva Marina Resort und Naturalia in einer strategischen Position, ideal für  Reiseveranstalter, die Reisen in Apulien durchführen möchten. CDSHotels ist die größte Hotelkette Apuliens und erreichte im vergangenen Jahr 25 Millionen Euro Umsatz.

Sieben Hotels und Ferienparks

Sieben touristische Einrichtungen gehören zu dem Unternehmen:  Hotels und Ferienanlagen. Zwei Hotels sind ganzjährig geöffnet: auf beiden Meeresseiten des Salento: Grand Hotel Riviera, 4 Sterne Superior in Santa Maria al Bagno, ganz am Meer Hotel mit einem Blick auf dem Bucht von Gallipoli (Ionischen Meer) und das Basiliani, 4 Sterne in Otranto (an der Adria) mit dem größten Wellnesscenter des Salento von rund 2.000 Quadratmetern.

Regionaltypisch die Gebäude des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels
Regionaltypisch die Gebäude des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels

Fünf Ferienanlagen: Pietrablu Resort & SPA, 4 Sterne und direkt am Meer von Polignano al mare, Riva Marina Resort, 4 Sterne in Specchiolla, Marina von Carovigno, Relais Masseria Le Cesine, 4 Sterne an der Grenzen des Naturschutzgebiet Le Cesine,  Costa del Salento Village, 4 Sterne in  Lido Marini -Ugento und das Alba Azzurra, 3 Sterne Ferienanlage in dem wunderschöne Torre dell’Orso, Marina von Melendugno, auf Lecce.

Foto: CDS Hotels
Der zum Hotel gehörende Sandstrand, Foto: CDS Hotels

Hier weitere Informationen zu den CDSHotels

  • Info: Homepage: www.cdshotels.it
  • Pietrablu Resort & SPA – CDSHotels
  • Contrada Fontanelle 230
  • 70044 Polignano a Mare (BA)
  • tel. 0039 (0)832.351321
Luftigsidn die Zimmer im “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels
Luftiges Zimmer im “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels

Riva Marina Resort – CDSHotels

Via Della Pineta

72010 Specchiolla, marina di Carovigno (BR)

tel. 0039 (0)832.351321

Basiliani – CDSHotels

Via Renis

73028 Otranto (LE)

tel. 0039 (0)832.351321

Grand Hotel Riviera – CDSHotels

Via Emanuele Filiberto 172/174

73048 Santa Maria al Bagno, marina di Nardò

tel. 0039 (0)832.351321

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten im Salento.

Reise

Wintertourismus im Salento

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Apulien ist eine Reise wert. Auch im Winter ? Jas, ich habe mich davon überzeugt. Im Januar 2018 war ich dort. Es war nicht sehr warm, aber mit 15 Grad Celsius schon bedeutend wärmer als im kalten Deutschland.

Vom Erlebnistourismus bis zur Entdeckung der Meisterwerke der byzantinischen Kunst, vom Meer bis zu den noch heute gesprochenen antiken Sprachen, beispielsweise das Griko im Salento und das Arbërishtin der Provinz Tarent. Wir wohnten im kleinen Ort Carpignano Salentino in Apulien und lernten hilfsbereite, kulturinteressierte und überaus freundliche Menschen kennen.

Carpignano Salentino in Apulien

Vorzüglich wurden wir von Carmen Mancarella, der engagierten Chefin der Tourismuszeitschrift über die mediterrane Kultur “Spiagge” www.mediterraneantourism.it, betreut. Sie gilt als gute Seele des Salento. Der Bürgermeister von Carpignano Salentino, Paolo Fiorillo : “Unsere Region hat genügend Attraktionen, um ausländische Touristen anzuziehen, da sie reich an Geschichte, Kunst und Kultur ist. Die Liebe der Deutschen zum Kulturtourismus ist bekannt. Wir dürfen den deutschen Professor Rohlfs nicht vergessen, der bedeutendste Forscher unserer Krypta, die “Cappella Sistina dell´Arte Bizantina” (Sixtinische Kapelle der byzantinischen Kunst) genannt wird. Und wir haben eine Vielzahl an hochwertigen Ressourcen, um immer mehr Touristen auch in der Nebensaison und im Winter anzulocken.”

Die Tourismusassessorin Lucia Antonazzo sagt: “Mit Hilfe der Mibact Fonds hat die Gemeinschaft von Carpignano Salentino ihr touristisches und kulturelles Angebot bereichern können: die Fundstücke des neuen archäologischen Museums Musarca zeigen, wie unsere Ortschaft schon in der Prähistorie bewohnt war.

Wir werden auch der Ölherstellung etwas Zeit widmen, da wir deutlich machen möchten, dass wir noch qualitativ hochwertiges, natives Olivenöl von gesunden Olivenbäumen herstellen und dass die Xylella, das Feuerbakterium, entgegen der europäischen und internationalen Meinung unser Produktionssystem nicht geschädigt hat.”

Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch
Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch

Apulien, das Land der Begegnungen und der Kulturen: vom Griko des Salents zum Arbërisht der Murge und Gravine. Erlebnistourismus: die Olivenernte und die Herstellung nativen Olivenöls.

Auf dem Besuchsprogramm standen Melpignano, wo jedes Jahr die bekannte “Notte della Taranta” stattfindet.

In Melpignano findet jährlich das berühmte Festival “Notte della aranta” statt. Foto: Weirauch
In Melpignano findet jährlich das berühmte Festival “Notte della aranta” statt. Foto: Weirauch

In San Marzano, im Herzen des Primitivo d.o.p., erlebten wir eine Weinprobe des guten “Primitivo di Manduria” im Weinkeller von Manduria.

stattfinden. Großer Wert wird vor Allem auf die Tradition der Olivenernte und auf die Herstellung des nativen Olivenöls gerichtet.

Der höhepunkt de Reise war der Besuch der Ausgrabungsstätte in Roca Vecchia, wo sich das schönste Naturbad der Welt befindet, die sogenannte “Poesia”. Es wurde von den Lesern und Journalisten des National Geographic als schönstes Naturbad der Welt gewählt.

Hier berichtete Archäologe Niko Scarano über die letzten Entdeckungen. Roca Vecchia, eine reiche und wichtige antike Stadt, die aufs Mittelmeer blickt.

Hier meine Beiträge zu vergangenen Besuchen in Apulien.

Hier der Bericht zu Roca Vecchia.

https://www.facebook.com/RocaArchaeologicalProject/photos/pcb.1964917563746314/1964906723747398/?type=3&theater
Facebookseite von RocaArchaeologicalProject

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Übernachtung: preiswert & gut im B & B Arcona in Serrano

Der Ort Carpignano Salentino stellt sich hier vor.

Ich empfehhle den vorzüglich recherchierten Reiseführer von Andreas Haller, erschienen im Michael Müller Verlag

Reise

Sehenswertes Castro in Apulien

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Wenn man Italien-Insider fragt, was man im Salento von Apulien gesehen haben sollte, so werden meist Bari, Lecche oder Brindisi sowie Otrano erwähnt. Gewiss, das sind wichtige Attraktionen am Absatz des italienischen Stiefels. Wer aber das kleine Castro (2500 Einwohner)  im Salento besucht, der wird überrascht sein wegen der Vielfalt der Sehenswürdigkeiten. Der hoch über der Küste gelegene kleine Badeort besitzt einen alten Stadtkern und ein von Ringmauern umgebenes Kastell. Wer Ende April zum Fest der Verkündigung der Jungfrau Maria nach Castro reist und auch den Befreiungstag am 24. April erlebt, der ist überwältigt von diesem kleinen schönen Ort. Und seinen gastfreundlichen Einwohnern. Ich war dort und schildere hier einige Eindrücke.

Prozession Ende April zum Patronatsfest für die Jungfrau Maria. Foto: D.Weirauch
Prozession Ende April zum Patronatsfest für die Jungfrau Maria. Foto: D.Weirauch

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Die Jungfrau Maria ist auch die Patronin der Stadt. Im Jahr 2017 wurde die Plastik der Jungfrau Maria mit Unterstützung vieler Bürger restauriert und aus Anlass ihrer Aufstellung in der Kirche gab es eine große Prozession. Wir waren dabei. Hier ein Video von der Prozession.

Der prächtige Altar mit der Jungfrau Maria links, foto: D.Weirauch
Der prächtige Altar mit der Jungfrau Maria links, foto: D.Weirauch

Was man in Castro gesehen haben sollte

❏ Die Altstadt mit der Burg

Unbedingt lohnt ein Spaziergang (rund eine Stunde) durch die Altstadt. Stationen sind dabei u.a. die Burg mit dem Archäologischen Museum und der unlängst entdeckten Minerva.

Blick in das neugestaltete Archäologische Museum von Castro in Apulien. Foto: D.Weira
Blick in das neugestaltete Archäologische Museum von Castro in Apulien. Foto: D.Weirauch
Bürgermeister Alfonso Casparo mit der marmornen Minerva Statue im Archäologischen Museum. Foto: D.Weirauch
Bürgermeister Alfonso Capraro mit der marmornen Minerva Statue im Archäologischen Museum. Foto: D.Weirauch

 

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Castro wird mit dem antiken Ort Castrum Minerva verbunden, der bei Vergil literarisch überliefert ist. Archäologische Fundstücke lassen den Schluss zu, dass die Stadt in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. Auf einer Fläche von drei Hektar angelegt wurde. Auf dem Burgberg kann man in die „archäologische Unterwelt“ schauen. Im Archäologischen Museum kann man die bei den Ausgrabungen gefundenen Keramikscherben, Lanzenspitzen, Nägel kleine bronzene Figuren bewundern.

Die Keramikscherben lassen den Schluss zu, dass Castro einst eine wichtige Seefahrer Stadt war. Um 123 v. Chr. wurde die Siedlung römisch.

In der Burg von Castro residierte bis um 1820 ein Bischof. Foto: D.Weirauch
In der Burg von Castro residierte bis um 1820 ein Bischof. Foto: D.Weirauch

Die Italiener verstehen zu feiern. Und Gäste sind gern willkommen. Castro mit seiner trutzigen Burg thront fast 100 Meter über dem Meeresspiegel. Von Castro aus hat man tolle Blicke über das Meer.

Während der byzantinischen Herrschaft musste die Stadt zahlreiche Angriffe von Ostgoten, Vandalen, Goten, Langobarden und Ungarn ertragen. Als die Araber die Stadt eroberten, gaben sie ihr den Namen Al Qatar (“die Burg”). Ab 1270 war Castro Teil des Fürstentums Tarent.

Blick über die Ausgrabungsstätte von Castro auf das Meer. Foto: D.Weirauch
Blick über die Ausgrabungsstätte von Castro auf das Meer. Foto: D.Weirauch

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Besteigen sollte man unbedingt den Aussichtsturm des Kastells. Es wurde um 1540 im Auftrag des Vizekönigs von Neapel, Pedro Álvarez de Toledo, als Festung erweitert.

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❏  Die Grotta Zinzulusa

Grotten gibt es mehrere in der Umgebung von Castro. Einzig die Grotta Zinzulusa kann man besuchen. Vom Ortsteil Castro Marina, dem Hafenort, ist es nicht zur Grotta Zinzulusa, der Schauhöhle. Der Eingang liegt in einer zum Meer hin steil abfallenden Wand. Man kann über einen schmalen Pfad in die Grotte gelangen, oder bei nicht so stürmischer See, mit einem Boot.

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Die Höhle hat ihren Namen von den zahlreichen Stalaktiten und Stalagmiten, die Stoffpuppen aus verschlissenen Kleidern ähneln, die in der Sprache des Salento „Zinzuli“ genannt werden. Hinter dem breiten, hohen Eingang gelangt man in einen hundert Meter langen Karststollen, der sich zunehmend verjüngt, bis er im Dom, dem letzten für Touristen zugänglichen Raum endet.

Von hier aus führt ein abwärts gerichteter Gang zum Cocito, dem unter Wasser liegenden Teil der Grotte. In seinem Inneren wurden neben riesigen Stalagmiten und mesolithischen Funden weltweit einzigartige lebende Fossilien gefunden (unterirdische Schwämme: higginsia ciccaresei).

Besucher und Ausgräber hinterließenh nach 1900 ihre "Unterschriften" im Dom der Grotta Zinzulusa. Foto: D.Weirauch
Besucher und Ausgräber hinterließenh nach 1900 ihre “Unterschriften” im Dom der Grotta Zinzulusa. Foto: D.Weirauch

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Hier Infos zur Grotte.

Die Feiern in Castro

Im April gibt es das Patronatsfest, das die Jungfrau Maria feiert. Im Sommer, am 12. und 13. August, feiert das ganze Dorf die Jungfrau des Rosenkranzes von Pomperi. Am 10. August finden das Volksfest des Backfisches statt, eine Gelegenheit, um die typischen Produkte und traditionelle Rezepte zu probieren.

https://youtu.be/Hecwhvtw2OU

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Touristinformation in Castro

Adresse: in Castro Marina, oberhalb des Hafens, Piazza Dante 1, Internet: www.comune.castro.le.it

 Wohnhäuser auf dem Burgberg von Castro im Salento. Foto: D.Weirauch

Wohnhäuser auf dem Burgberg von Castro im Salento. Foto: D.Weirauch

Lecker Eis schlecken in Castro

Unbedingt besuchen und das leckere Eis ausprobieren im Familienunternehmen Baccaro Caffeteria.

 

 

Leckeres Eis in Castro wird kredenzt von Carla und Maria Rosaria. Foto: D.Weirauch
Leckeres Eis in Castro wird kredenzt von Carla und Maria Rosaria. Foto: D.Weirauch

In einem Laden bedient die Mama Maria Rosaria, im anderen Debora, die Frau des Sohnes, mit ihrem freundlichenTeam. Das Eis der Baccara Caffetteria ist eine verdammt himmlische Versuchung. Italiener können eben Eis machen. So wie Mario und sein Team in Werder bei Potsdam.

Verwöhnen die Gäste im Eiscafe von Castro: Debora und Cinzia, Foto: D.Weirauch
Verwöhnen die Gäste im Eiscafe von Castro: Debora und Cinzia, Foto: D.Weirauch

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Aderesse: Baccaro Caffetteria, Castro, Via F.III.Bandiera und Via Di mezza

Unterkunft

u.a. Hotel orsa maggiore, Via Litoranea Per S. Cesarea, 303, 73030 Castro Marina LE, Italien, Tel.: +39 0836 947029, die meisten Zimmer mit Meerblick, Preis: je nach Saison (ab 80 Euro),

Hotel orsa maggiore in Castro: preiswert und gut
Hotel orsa maggiore in Castro: preiswert und gut
Terrasse des Hotel orsa maggiore in Castro, Foto: D.Weirauch
Terrasse des Hotel orsa maggiore in Castro, Foto: D.Weirauch

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Weitere Sehenswürdigkeiten

Otranto

Die östlichste Stadt Italiens ist Otranto, 23 Kilometer nördlich von Castro. Vom Kastell aus schweift der Blick über doe 75 Kilometer breite Meerenge hinüber nach Albanien.

Lecce

Als selbsternannte  Welthauptstadt des Barock, das sogenannte Florenz Apuliens, beherbergt die Stadt Lecce viele Denkmäler, Kirchen, Kathedralen, Paläste und Museen und ist ein wahres Feuerwerk von Kunst und Kultur. Zu den Attraktionen zählen: Basilika Santa Croce, Kloster, römisches Amphitheater, Kathedrale sowie der Domplatz.

Gallipoli

Der Name geht auf die griechische Bezeichnung “Kale Polis” zurück. Die “Perle des ionischen Meeres” befindet sich auf einer befestigten Insel, die mit der modernen Stadt über eine Brücke aus dem 17. Jahrhundert verbunden ist. Sehenswürdigkeiten u.a.: Basilika Sant’Agata, Kirche Santa Maria della Purità, Griechischer

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryanair) bis Flughafen Bari oder Brindisi und weiter mit Auto.

Informationen zu Apulien gibt es hier bei Carmen Mancarella.

Danke Carmen, der Region Puglia sowie der Commune Castro, dass sie die Recherche in Apulien unterstützt haben.

Soeben wurde in Vernole im Salento ein neues Hotel der CDS Gruppe eröffnet, mehr dazu hier.

Hier ein sehr aktueller und überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

  • Reiseführer
    Apulien
  • Andreas Haller
  • Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
    ISBN 978-3-95654-410-1
    21,90 EUR (D)
    Buch: 9. Auflage 2018
    E-Book: 9. Auflage 2018

Hier geht es zu meinen Bildimpressionen der Lichternächte in Apulien.

und hier geht es zum Beitrag über Winterurlaub im Salento.