Sachsen

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1384: Die ersten Weihnachtsmärkte waren eine Mischung aus Baumarkt  und Kaufhaus

Weihnachten_Weihnachtsmarkt_Freiberg_Pyramide_blaue_Stunde_Wolfgang_Schmidt(1)Weihnachtsmarkt im sächsischen Freiberg Foto: TMGS Wolfgang Schmidt

Es weihnachtet wieder. Auch wenn es anders wird, dieses Weihnachtsfest 2020, anders als in den letzten Jahrzehnten – Corona, das weltweit so aktive Virus, hinterlässt auch hierbei seine Spuren. So wurden die meisten, die größten, die schönsten Weihnachtsmärkte im ganzen Land abgesagt. Zu groß und tödlich ist die Ansteckungsgefahr im dichten Gedränge um Glühweinstand, weihnachtlich werkelnde Handwerker und Künstler, um Chöre und Krippen, über allem der Duft gebrannter Mandeln. Stille, stille Nacht . . .

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Chemnitz Kulturhauptstadt 2025

Chemnitz

Chemnitz wird zu Recht Kulturhauptstadt Europas. In den letzten Jahren waren wir desöfteren in der sächsischen Großstadt, die zu DDR-Zeiten Karl-Marx-Stadt hieß, zu Besuch. Und immer wieder kamen wir zurück und schwärmten von der Gastfreundschaft der Menschen und ihrer Innovationsfreude. Die Chemnitzer Bevölkerung  hat den gewaltigen Aderlass mit der Deindustrialisierung in der Zeit nach 1990 nicht leicht weggesteckt. Traditionsbewußtsein, wie die reiche Technikgeschichte,  halfen, um sich auf das zu besinnen, was Sachsen ausgemacht hat und heute noch vorantreibt: Zukunft zu sehen und Neues voranzubringen. Von ursprünglich acht Bewerberstädten waren zuletzt noch fünf im Rennen: Außer Chemnitz waren dies Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg. Zuvor waren im vergangenen Dezember die Mitbewerber Dresden, Gera und Zittau ausgeschieden.

Warum Chemnitz den Titel Kulturhauptstadt verdient hat

Die Jury ließ sich vom Konzept der Stadt Chemnitz überzeugen. Die Welt schreibt heute u.a.: “Chemnitz will „all die Leute und Orte sichtbar machen, die man nicht sieht, und damit auch ein Chemnitz, das in Europa – noch – keiner auf dem Schirm hat“, so das Bewerbungsteam. Mit kulturellen Mitteln sollen Gräben überwunden werden. Chemnitz war vor zwei Jahren tagelang im Ausnahmezustand gewesen, nachdem Daniel H. am Rande des Stadtfests von einem Asylbewerber erstochen worden war. Es folgten Demonstrationen, bei denen auch der Hitlergruß gezeigt wurde. Die Ereignisse des Sommers 2018 wurden genau wie brachliegende Flächen und leer stehende Häuser zunächst als Schwäche in der Bewerbung der drittgrößten Stadt in Sachsen betrachtet. Doch es reichte trotzdem für den Sieg.”

Chemnitz2025 will den den Blick auf Ungesehenes richten: Auf die Ungesehenen der „stillen Mitte“. Auf die ungesehene Stadt, die ungesehenen europäischen Nachbarn, die ungesehenen Orte und Biografien, die ungesehenen Talente in jedem Einzelnen. Das Programm bezieht darüber hinaus viele andere ungesehene Städte oder Regionen in Europa ein, die ein starkes Statement für ein demokratisches Miteinander beisteuern und besonders sollen die Menschen gesehen werden, die mithelfen, eine weltoffene Gemeinschaft über Ländergrenzen hinweg zu leben.

Chemnitz Sachsen
Das Karl-Marx-Denkmal, der “Nischel”,  steht auch für die Brüche in der Chemnitzer Geschichte

Das Karl-Marx-Monument ist eine 7 Meter hohe und  vierzig Tonnen schwere Plastik, die den Kopf von Karl Marx stilisiert darstellt. Sie wurde nach einem Entwurf des sowjetischen Künstlers Lew Kerbel realisiert und 1971 eingeweiht. Es ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Chemnitz und wirs bestimmt im Rahmen von Kulturhauptstadt 2025 eine besondere Rolle spielen.

Chemnitz wird 2025 eine beeindruckende Gastgeberin sein, so verspricht die Stadtverwaltung in der heutigen Pressemitteilung. “Schon jetzt möchten wir besonders Macherinnen und Macher aus Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg einladen, dieses europäische Kulturhauptstadtjahr zu einem gemeinsamen zu machen.”

Neue Möglichkeiten für das kulturelle Leben

Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus: “Damit rückt eine starke Stadt mitten in Europa noch weiter in das Herz des Kontinents. Der Zuschlag ist eine Auszeichnung für die Kulturarbeit vor Ort und eröffnet neue Möglichkeiten für das kulturelle Leben. Hier ist es mir wichtig, dass wir auch die Umgebung von Chemnitz mitdenken. Als Schauplatz der Begegnung wird die Region zu einem zentralen Besuchermagneten im Freistaat Sachsen. Ich lade alle Kulturinteressierten aus Europa und darüber hinaus 2025 nach Chemnitz ein, um zu erleben, welche Reichtümer die Stadt zu bieten hat.”

Großes Konjunkturprogramm für Chemnitz

Der Weg zum europäischen Kulturhauptstadt-Jahr und darüber hinaus wird für Chemnitz ein großes Konjunkturprogramm. Wir werden einen enormen Schub im Tourismus erleben, neue Jobs entstehen, Löhne können steigen.

Projektleiter Ferenc Csák: „Hinter allen fünf deutschen Kandidatenstädten liegen intensive Monate, die aufgrund der Covid-19-Pandemie auch einige ungeahnte Herausforderungen bereithielten. Ich denke, da haben alle Bewerbungsteams großartiges geleistet. Deshalb wünsche ich allen, dass sie die begonnenen Prozesse weiterführen können. Aber natürlich bin ich unglaublich froh, dass wir nun tatsächlich den Titel nach Chemnitz geholt haben und in den nächsten Jahren diesen spannenden Weg gehen können.“

Hier geht es zur Homepage der Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz

Preiswert und gut übernachten im Hotel Biendo Chemnitz

Chemnitz Hotel Sachsen
Blick aus dem Biendo Chemnitz

Unsere letzten Besuch in Chemnitz waren

zur Industrieausstellung boom.

Chemnitz Sachsen Sächsisches Industriemuseum
Sächsisches Industriemuseum

zum Bauhaus-Jahr 2019 – Chemnitz als Stadt der Moderne.

zu m Besuch im Wohnhaus von Marianne Brandt

Das Wohnhaus von Marianne Brandt in Chemnitz
Das Wohnhaus von Marianne Brandt in Chemnitz

und

zur Bergparade 2018

Chemnitz Sachsen

Was ist eine Kulturhauptstadt ?

Der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ wird jährlich von mindestens einer europäischen Stadt geführt. Mit Beschluss des Rates der Europäischen Union am 13. Juni 1985 wurde der Vorschlag der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri umgesetzt. Dieser Vorschlag sah vor, jährlich eine europäische Kultur(haupt)stadt zu benennen, mit dem Ziel die europäische Integration zu stärken. Seit 2010 darf auch eine Stadt außerhalb der EU den ehrenwerten Titel tragen. Für Vorbereitung und Durchführung des Programms steht den Städten ein Budget von insgesamt 65,5 Millionen Euro zur Verfügung. Leeuwarden (Niederlande) und Valletta (Malta) waren „Kulturhauptstadt 2018“. Die erste europäische Kulturhauptstadt war 1985 Athen. 2020 fiel die Wahl auf Galway (Irland) und Rijeka (Kroatien).

einfachraus.eu hat in den letzten Jahren mehrere Kulturhauptstädte besucht.

Hier einige Beiträge zu

Matera- Kulturhauptstadt 2019

Leeuwarden (Niederlande) – Kulturhauptstadt 2018

Breslau/Wroclaw – Kulturhauptstadt 2016

Linz Kulturhauptstadt 2009

Kosice – Kulturhauptstaddt 2013

Athen Kulturhauptstadt 1985

 

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Mit dem Boot durch Leipzig – Plagwitz ?

Leipzig (2)Foto: Weirauch

Eine komische Frage, die mir da gestellt wurde. Dachte ich zuerst, als Wasserstadt war mir Leipzig bislang nicht bekannt. Dann habe ich es ausprobiert: es funktioniert. Zusammen mit Andreas Schmidt von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH waren wir für einfachraus.eu in Leipzigs Westen unterwegs. Bunte Kanus und Venezianische Gondeln gleiten über die Weiße Elster, entlang an wildromantischen Gärten und herrschaftlichen Villen aus der Gründerzeit. Von den Balkonen riesiger Backsteinbauten, die früher als Fabriken dienten, erklingt Musik. Eine Schwanenfamilie schwimmt majestätisch an der am Ufer liegenden Kiezkneipe „Heimathafen Kö“ vorbei und ist sich den Blicken und Handy-Schnappschüssen der zahlreichen Gäste bewusst. Verspielt glitzert die Abendsonne auf dem Wasser…

Bootsfahrt auf der Weißen Elster

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Sächsische Winzer laden erstmals zum „Sommer der offenen Weingüter“

Radebeul Dresden (36)In den Weinbergen von Radebeul Foto: Weirauch

Von Ende Juni bis Ende Oktober feiern die sächsischen Winzer erstmals den „Sommer der offenen Weingüter“. Mehr als 100 Veranstaltungen in den Weinbergen, Weingütern, Vinotheken, Höfen und Besenwirtschaften im Weinanbaugebiet Sachsen sind geplant. Das abwechslungsreiche Programm reicht von Führungen und Verkostungen über Weinbergswanderungen bis hin zu Live-Musik. Weinfreunde haben so einen ganzen Sommer lang Zeit, die Vielfalt der sächsischen Weinwelt zu entdecken.

100 Veranstaltungen im Weinanbaugebiet Sachsen

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Was man in Sachsen sehen sollte

Dresden Zwinger

Das ist Sachsen ! Immer wieder ein Reiseziel. Kunst und Kultur, zwei UNESCO-Welterbestätten, lebendige Manufakturen, Schlösser, Burgen und Naturschätze: Sachsen ist ein Hotspot für Reisende aus aller Welt. Traditionsreiche Orchester und Chöre pflegen das Erbe berühmter Komponisten wie Wagner, Schumann, Bach und Mendelssohn Bartholdy. Wer die „Sixtinische Madonna“ sehen möchte, muss nach Dresden kommen. Wer über prächtige mittelalterliche Marktplätze bummeln will, reist in die Stadtschönheiten Meißen, Bautzen, Görlitz oder Zittau. Wanderer und Radfahrer zieht es ins Elbsandsteingebirge, Zittauer Gebirge und Erzgebirge, während Elbe, Spree und Neiße sowie spektakuläre Wasserlandschaften wie das Lausitzer Seenland zu Urlaub am, im und auf dem Wasser locken. Die Zisterzienserklöster der Oberlausitz laden zu Urlaub für die Seele ein. Und wer sich auf den Weg nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park und in die Montanregion Erzgebirge macht, lernt Sachsens UNESCO-Welterbestätten kennen. Auch einfachraus.eu haben wir einige Sehenswürdigkeiten von Sachsen beschrieben.

Hier geht es zum UNESCO-Welterbepark Bad Muskau

Hier zu den Kunstsammlungen in Dresden

Weitere Informationen gibt es hier:

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbh
Bautzner Straße 45/47, 01099 Dresden
www.sachsen-tourismus.de

Hier noch ein Tipp zu einer charmanten Kleinstadt mit viel (Glas) – Geschichte: Weißwasser.

Wo Sachsen endet und Polen beginnt, dort liegt die Kleinstadt Weißwasser. Von hier aus starten Touren zu alten Handwerksbetrieben bis nach Görlitz.  In der Oberlausitz gelegen, wird das ehemalige Dorf Weißwasser 1593 das erst Mal kartografisch erfasst. Zu einer richtigen Stadt entwickelt sich Weißwasser erst rund 270 Jahre später, als es seinen eigenen Bahnhof erhält. Denn dieser begünstigt schon damals den Transport der in der Umgebung vorkommenden Ton-, Quarzsand-, Holz- und Kohleressourcen, so dass sich Weißwasser im 19. und 20. Jahrhundert als Glasmacherort etabliert.

Blick in das Glasmuseum Weiswasser Sachsen
Blick in das Glasmuseum Weiswasser

Glasklar, dass sich diese Tour dem Handwerk widmet. Erstes Ziel ist das Glasmuseum Weißwasser. Es befindet sich in der Villa der Unternehmerfamilie Gelsdorf und ist vom Bahnhof Weißwasser nur drei Minuten zu Fuß entfernt. Von historischen Werkstätten und Werkzeugen zur Glasherstellung, Glasverarbeitung und Glasveredelung über den Glaseinsatz in Wissenschaft und Technik bis hin zu Spezialsammlungen des bekannten Produktdesigners Wilhelm Wagenfeld und des Gründers der „Werkstatt für Glasgestaltung“, Friedrich Bundtzen. Der Ende der 80er Jahre verstorbene Glasdesigner und Formgestalter hat sich somit bis in alle Ewigkeit in die Köpfe der Museumsbesucher*innen eingraviert.Glasmuseum Weißwasser Sachsen

Hier kann man seinen Wissensdurst rund um die Weißwasseraner Glasproduktion bis ins Detail stillen. Etwas tiefer ins Glas gucken, kann man anschließend beim Glashersteller Stölzle Lausitz. Seit 130 Jahren werden hier im Lausitzer Land edle Wein-, Wasser- und Whiskygläser geformt – bleifrei, energiesparend, besonders klar und sie funkeln im Sonnenlicht. Vielleicht liegt es genau daran, dass Stölzle zu den größten Herstellern von Kelchgläsern deutschlandweit zählt. Achtung: vorher anmelden.

Glasmuseum Weißwasser
Forster Str. 12, 02943 Weißwasser/Oberlausitz
www.glasmuseum-weisswasser.de

Stölzle Lausitz
Stölzle-Werksverkauf
Berliner Str. 22, 02943 Weißwasser
www.stoelzle-lausitz.com

Sachsen ist ein Hotspot für Reisende aus aller Welt

Sachsen stellt Industriekultur aus: 4. Sächsische Landesausstellung