Sachsen

Reise

Traumwelt bei Wendt & Kühn in Seiffen

Seiffen (58)

Die Adventszeit ist eine Zeit zum Träumen und zum Erinnern an Kindheitstage. Wir brsuchen in diesem Jahr Orte, wo die Erinnerungen besonders stark sind. Und wo wir Inspirationen für das Kommende erhalten. Der Besuch im Weihnachtsland erreicht seinen Höhepunkt im Erzgebirge. Wir sind in Seiffen, diesem magischen Ort:

2002 erwarb das Gebäude mit bewegter Geschichte in der Hauptstraße 97 in Seiffen
2002 erwarb Wendt & Kühn das Gebäude mit bewegter Geschichte in der Hauptstraße 97 in Seiffen

Besuch in Wendt & Kühn-Figurenwelt Seiffen

250 Quadratmeter. Elf Punkte. Ein Zauber. Wir sind mit Lena Sobotta verabredet. Sie führt kenntnisreich in die Geschichte des Unternehmens ein. “Grete Wendt liebte ihre Arbeit. Ihre Kreativität beflügelte sie. Und sie liebte die Vorstellung, dass sie den Menschen mit ihren Entwürfen ein Lächeln ins Gesicht zauberte.” So wie es die Mitarbeiterinnen der Wendt & Kühn-Figurenwelt in Seiffen täglich tun, wenn sie ihre Käuferinnen und Kunden zum Wendt & Kühn-Sortiment beraten. Wir erleben die Freundlichkeit des Teams vor Ort. Wie kann esauch anders sein. Das was die Damen dort in Seiffen verkaufen. Man kann es getrost als “Sortiment für die Seele” bezeichnen.

In der Seiffener Wendt & Kühn Figurenwelt werden die Kunden kompetent beraten, Foto: Weirauch
In der Seiffener Wendt & Kühn Figurenwelt werden die Kunden kompetent beraten, Foto: Weirauch

Besuch in Wendt & Kühn-Figurenwelt Seiffen

Im Haus im Ortszentrum von Seiffen weht der Genius loci, der Geist des Ortes. 2002 erwarb die Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn das Gebäude mit bewegter Geschichte in der Hauptstraße 97 in Seiffen: Buchbinderei, Kinematographisches Theater, Fleischerei und nun Verkaufsgalerie. Diese beeindruckt durch eine architektonisch aufwendige Gestaltung. Altes und Neues verbindet sich mit  modernen, klaren Formen. Im Mittelpunkt des großzügig gestalteten Raumes: zwei fast drei Meter hohe Spieldosen.

Die Attraktion des großzügig gestalteten Raumes: zwei fast drei Meter hohe Spieldosen.
Die Attraktion des großzügig gestalteten Raumes: zwei fast drei Meter hohe Spieldosen.

Die Figurenwelt in Seiffen lässt keine (Figuren-)Wünsche offen: Hier finden Sammler, Liebhaber und all jene, die sich selbst und anderen gern eine Freude bereiten, das komplette Sortiment der Manufaktur. Jede Figur gibt es in mehrfacher Ausführung – so können die Besucher nach Herzenslust den ganz persönlichen Liebling auswählen. Die freundlichen Mitarbeiterinnen beraten fachkundig, kennen jeden Artikel und dessen Geschichte, nehmen sich Zeit für jede Nachfrage, jeden Wunsch. Denn sie wissen: Bei der Entscheidung für ein neues Blumenkind, einen Margeriten- oder Elfpunkteengel kommt es auf jedes Detail. Die Chemie zwischen zukünftigem Besitzer und Figur muss einfach stimmen.

Zauber auf 250 Quadratmetern
Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – die Figurenwelt verspricht zu jeder Jahreszeit unvergessliche Erlebnisse. Zwei Mal im Jahr kann die Verkaufsgalerie unter einem ganz besonderen Thema immer wieder neu entdeckt werden. Und in der oberen Galerieebene werden Einblicke in die spannende Geschichte der Manufaktur gewährt: Ausgewählte Exponate, Texte und Bilder laden zur Zeitreise ein.

Über eine Million Besucher begegneten seit der Eröffnung im Oktober 2003 den unverwechselbaren Figuren, inszeniert in detailreich arrangierten Welten, die Inspiration für exklusive Dekorationen und ganz persönliche Geschenke bieten.

  • Informationen zu Wendt & Kühn-Figurenwelt
    Adresse: Hauptstraße 97, 09548 Seiffen/Erzgebirge
    Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr
    Tel. 037362 8780
    Internet: www.wendt-kuehn.de

Die Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn in Grünhainichen

Sie sind exklusiv und von zeitloser Schönheit. Ausgelegt für individuelle Ansprüche. Die farbenfrohen Figuren und Spieldosen aus der 1915 gegründeten Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn. Bis heute bilden unzählige, von der Firmengründerin Grete Wendt (1897-1979) und der Gestalterin Olly Wendt (1896-1991) überlieferte Figurenentwürfe und Zeichnungen die Grundlage des Sortiments, der Marke und ihres Erfolges.

Heute genauso wie vor mehr als 100 Jahren werden die Figuren in aufwendiger Handarbeit in den Werkstätten in Grünhainichen von erstklassig ausgebildeten Fachkräften der Region (derzeit 199 Mitarbeiter, 12 Auszubildende) gefertigt. Sie sind mit der erzgebirgischen Holzkunsttradition verbunden und bringen damit Liebe zu den Produkten und zu ihrer Arbeit mit. Mehr als zwei Jahre dauert es beispielsweise, bis eine Malerin die Fertigkeit besitzt, den kunstvoll gestalteten Figuren einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen. Nur die Herstellung der Artikel am Gründungsstandort wird dem Anspruch an Authentizität, höchste Qualität und handwerkliche Meisterschaft gerecht.

Der Grünhainichener Engel mit den charakteristischen elf weißen Flügelpunkten
Der Grünhainichener Engel mit den charakteristischen elf weißen Flügelpunkten

Jedes Jahr bereichern weitere Figuren das Markensortiment. Deren mustergetreue Fertigung nach Originalentwürfen der Schöpferinnen ist bei Wendt & Kühn oberstes Gebot. Die 2500 überlieferten Muster in ihrer außergewöhnlichen Form und Farbensprache gilt es vor dem Hintergrund eines sich über die Jahrzehnte ändernden Zeitgeistes sowie neuer Ansprüche der Sammler und Liebhaber immer wieder neu zu interpretieren. Auf diese Weise bleibt der unverwechselbare Charakter der Figuren erhalten, der Anmut, Ästhetik, Tradition und Exklusivität ausstrahlt.

Die drei wichtigsten Produktgruppen sind
Elfenpunktengel (erste Entwürfe 1923)


Blumenkinder (erste Entwürfe 1929)

und
Spieldosen (v.a. 1920er Jahre)

finden wohl auch die meisten Liebhaber.

Es waren und sind vor allem die Grünhainichener Engel mit den charakteristischen elf weißen Flügelpunkten, die den weltweiten Ruhm der Traditionsmarke Wendt & Kühn ausmachen. In etwa 160 verschiedenen Varianten, meist als Musikanten, sind sie rund um den Globus bekannt. Nicht weniger beliebt und gefragt sind die farben- und figurenreichen Spieldosen. Gefertigt für Liebhaber, die das Exklusive mögen und das Außergewöhnliche schätzen.

690 Fachgeschäfte weltweit

Insgesamt sind es mehr als 400 verschiedene Artikel, die von etwa 690 autorisierten Wendt & Kühn-Fachgeschäften in Deutschland angeboten werden. Stärkste Exportmärkte sind die USA, die Schweiz und Österreich sowie Schweden, die Niederlande, Kanada, Italien, Frankreich und Japan.

Nach einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach vom Juni 2018 kennen 11 von 100 Deutschen die Traditionsfirma Wendt & Kühn. Die Zahl der Markenfans und Liebhaber, die Wendt & Kühn besitzen, hat sich innerhalb von drei Jahren um 60.000 Personen erhöht. Es wird immer beliebter, Artikel von Wendt & Kühn zu verschenken, bereits in der Gruppe der 30 bis 44-Jährigen.

Der Freiberger Bergmann

Der Bergmann ist als Symbolfigur für den Bergbau fest in der erzgebirgischen Kultur verwurzelt. In der Volkskunst tritt er oft in Begleitung des Engels auf. Auch Grete Wendt war mit diesem Brauchtum vertraut. 1912 – drei Jahre vor der Firmengründung – entwarf sie zunächst drei kleinere Bergmänner, bevor sie das 30 Zentimeter große Prachtexemplar mit zwei Lichtnäpfen schuf.

Mit bewusst gesetzten Anschnitten, einer aufwendig gefertigten Hose und Haube und dem unverwechselbaren Gesicht verströmt der Entwurf eine beinahe lebendige Anmut. Auf ihrer Entwurfsskizze, die bis heute im Musterarchiv von Wendt & Kühn  gehütet wird, vermerkte Grete Wendt die Bezeichnung „Freiberger Bergmann“. Aufwendige Recherchen in Museen und Stadtarchiven sowie erkenntnisreiche Gespräche mit Bergbau-Experten ergaben, dass es sich bei Grete Wendts Darstellung um eine sogenannte „Altvatertracht“ handelt. Diese zeichnet sich durch eine besondere Kopfbedeckung, die Gugel, aus. Der Altvater, eine Art romantische Fantasiefigur ist eine Referenz an die Altvorderen. In den bekannten Abbildungen der Altväter, wie sie beispielsweise auf zeitgenössischen Postkarten zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu finden waren, stellen sie in ihrer Grundform den Freiberger „Hauer“ dar. Der Hauer, auch Häuer genannt, ist ein Beruf im Bergbau und bezeichnet den Bergmann, der vor Ort Bodenschätze und Gestein löst. In Freiberg war der Hauer durch goldenen Knöpfe, schwarze Ärmelaufschläge und einen schwarzen Stehkragen gekennzeichnet. Während die Armtour – die Verzierungen auf den Ärmeln – bei der Bekleidung der Freiberger Bergmänner aus schwarzen Kordeln und Borten aufgenäht ist, trägt der Bergmann aus den Grünhainicher Werkstätten sie in gelber Farbe. Am Ende einer spannenden Spurensuche wird die Ähnlichkeit des Wendt & Kühn Bergmanns mit dem Hauer in Freiberg und der Altvaterfigur deutlich. Kleine, auf künstlerische Freiheit basierende Abweichungen mögen die bergmännischen Fachleute der kreativen Gestalterin nachsehen.

Sonderausstellung in Grünhainichen

Noch bis Ende Februar 2019 können Schulkinder in die Zeit von Hans Christian Andersen und der Brüder Grimm reisen. In Grünhainichen gibt die Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn in ihrer Sonderausstellung „Im Reich der Fantasie – Märchen, Tier- und Kinderfiguren“ zusammen mit seltenen Zeichnungen und alten Kinderbüchern Einblicke in die fabelhafte Märchenzeit. Telefonische Anmeldung erwünscht: 037294 86128 oder per  E-Mail: erlebnis@wendt-kuehn.de.

Die Weihnachtsangebote: www.wendt-kuehn.de

Informationen zur Wendt & Kühn-Welt Grünhainichen

Adresse: Chemnitzer Straße 40, 09579 Grünhainichen
Tel. 037294 86128
Internet: www.wendt-kuehn.de

Die Recherche im Erzgebirge wurde unterstützt von der TMGS Sachsen. Vielen Dank.

Neu im Sortiment ist die Eule
Neu im Sortiment ist die Eule
Reise

Besucherbergwerke im Erzgebirge – die Top 10

Bergwerk (8)

Unzählige Bergwerke, Stollen, Hammerwerke und Schmelzhütten gab es einst im Erzgebirge. Die Zeugen der verschiedenen Bergbauepochen reihen sich, vergleichbar Perlen an einer Schnur, entlang der mehr als 250 Kilometer langen Sächsisch-Böhmischen Silberstrasse. Mit „Glück Auf“ begrüßen die rund  20 Besucherbergwerke im Erzgebirge ihre Besucher und entführen sie auf eine einmalige Abenteuer- und Entdeckungstour durch die mehr als 800-jährige Bergbaugeschichte vom Silber- über den Steinkohle- bis zum Uranbergbau.

Besucherbergwerke im Erzgebirge – die Top 10

einfachraus.eu  stellt zehn Besucherbergwerke im Erzgebirge an der Silberstraße vor, die man unbedingt besuchen sollte.

Reiche Zeche und Alte Elisabeth

Das Besucherbergwerk Freiberg verdankt seine Entstehung dem Silbererzbergbau. Hier findet man heute einmalig auf der Welt eine Stelle, wo der Beginn und das planmäßige Ende eines Bergbaureviers konzentriert dargestellt sind. Bei einer Befahrung des Lehrbergwerkes „Reiche Zeche“ kann der Besucher in eine Welt voller Geheimnisse eintauchen.

Manja Seifert und Marco Alicete vom Förderverein Himmelfahrt Fundgrube in Freiberg/Sachsen e.V. Foto: Weirauch
Manja Seifert und Marco Alicete vom Förderverein Himmelfahrt Fundgrube in Freiberg/Sachsen e.V. Foto: Weirauch
Hinein in den Förderkorb und dann ab nach unten
Hinein in den Förderkorb und dann ab nach unten
Die Grubenbahn passt haargenau in den Stollenquerschnitt
Die Grubenbahn passt haargenau in den Stollenquerschnitt

 

Mettenschichten

Ein besonderes Erlebnis sind die Mettenschichten untertage. Die Mettenschichten werden von Mitgliedern des Fördervereins des Silberbergwerkes sowie der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft durchgeführt. Die Mettenschicht war in früheren Zeiten zum Ende des Jahres die letzte Schicht der Bergleute und wurde immer besonders feierlich gestaltet.

Die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft pflegt mit Aufzügen und Paraden in Uniformen und Trachten, aber auch durch Geselligkeit mit Bergbier Jahrhunderte alte Traditionen.

“Alte Elisabeth” mit Dampfmaschine

1856 entstand auf der „Reichen Zeche“ das historische Huthaus, in dem 1864 in der Scheidebank eine Betstube mit Orgelpositiv eingerichtet wurde. Die Betstube, die letzte noch original erhaltene des sächsischen Silberbergbaus, wird heute für bergmännisch-traditionelle Veranstaltungen und Eheschließungen genutzt. Infos: Besucherbergwerk Freiberg, Fuchsmühlenweg 9, 09599 Freiberg, Internet: silberbergwerk-freiberg.de

Die “Alte Elisabeth”, zur “Reichen Zeche” zugehörig, kann nur auf Voranmeldung besichtigt werden. Foto: Weirauch

Markus-Röhling-Stollen

Nach 600 Metern Fahrt mit einer kleinen Grubenbahn durch teilweise enge Stollen können die Besucher den im Ortsteil Frohnau der Bergstadt Annaberg-Buchholz gelegenen Markus-Röhling-Stollen besichtigen. Eindrucksvolle Zeugnisse aus der Zeit des Silber- und Kobaltbergbaus von 1733 bis 1857 und des Uranbergbaus aus DDR-Zeiten kann man in dem Besucherbergwerk erleben. Hauptattraktion ist das neun Meter hohe Kunstrad, das von Mitgliedern des Vereins Altbergbau originalgetreu und voll funktionsfähig nachgebaut wurde.

Aussengelände des Besucherbergerkes Markus-Röhling-Stolln, Foto: Weirauch
Aussengelände des Besucherbergerkes Markus-Röhling-Stolln, Foto: Weirauch

Info: Besucherbergwerk „Markus-Röhling-Stolln“, Sematalstraße 15, 09456 Annaberg-Buchholz, OT Frohnau

 Annaberg-Buchholz: Im Gößner

1995 wurde im Zentrum der Bergstadt Annaberg-Buchholz ein Schaubergwerk eröffnet. „Im Gößner“ befindet sich direkt gegenüber der berühmten St. Annenkirche. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine derartige Konstellation, wo auf engstem Raum der Ursprung der Stadt, in diesem Falle die Silberfunde, und die davon ausgehende Wirkung auf Stadtentwicklung, Architektur und Kunst in Augenschein genommen werden können.

Das Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz, Foto: D. Weirauch
Das Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz, Foto: D. Weirauch

Der Eingang befindet sich direkt auf dem Hof des Erzgebirgsmuseum. Die Gäste erhalten im Besucherbergwerk einen Eindruck vom über 500-jährigen Silberabbau in der Erzgebirgsregion. (Info: Erzgebirgsmuseum, Große Kirchgasse 16, 09456 Annaberg-Buchholz, Internet: annaberg-buchholz.de

Zinngrube Ehrenfriedersdorf

Das Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf gehört zum Sächsischen Industriemuseum und repräsentiert den erzgebirgischen Gangerzbergbau auf Zinn- und Silbererz vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Die Einfahrt erfolgt über eine Seilfahrtsanlage bis in 100 Meter Tiefe. Während der Führung werden die Erkundung, Gewinnung und Förderung von Erz vermittelt, funktionsfähige Bergbaugeräte demonstriert und die schweren Arbeitsbedingungen der Bergleute erlebbar gemacht.

Asthma-Heilstollen

Das besondere Klima unter Tage wird im Asthma-Heilstollen zur Behandlung von Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege genutzt. Selber einmal Bergmann sein und mit Schlägel und Eisen arbeiten ist genauso möglich wie eine ausgedehnte Grubenfahrt. Adresse: Sächsisches Industriemuseum Besucherbergwerk „Zinngrube Ehrenfriedersdorf“, Am Sauberg 1, 09427 Ehrenfriedersdorf, Internet: zinngrube.de

Tiefer Molchner Stolln

Das Besucherbergwerk Tiefer Molchner Stolln Pobershau ist eines der ältesten und schönsten Museumsbergwerke im Erzgebirge. Hier können die Besucher hautnah die schwierige Arbeit der Bergleute erleben. Durch das Mundloch von 1822 wird eingefahren. Man sieht trocken gesetzte Bogen- und Kreuzgewölbe aus alter Zeit, geologische Aufschlüsse, gebrannte Weitungen des Zinnbergbaus, Gangabbau und vieles mehr.

Besuch im Schaubergwerk "Tiefer Molchner Stolln" Pobershau Foto TVE-R.Gaens
Besuch im Schaubergwerk “Tiefer Molchner Stolln” Pobershau Foto TVE-R.Gaens

Gezeigt werden ein funktionsfähiges Kunstgezeug, die Arbeit mit Schlegel und Eisen sowie die Froschlampe. Im von der Wismut in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegten Teil des Schaubergwerkes können die Besucher in einer Art Zeitreise den Gegensatz zwischen mittelalterlichem und DDR-Bergbau erkunden. Info: Schaubergwerk Molchner Stolln Pobershau, Amtsseite-Dorfstraße 67, 09496 Marienberg OT Pobershau, Internet: molchner-stolln.de

Bergwerk Bernsteinzimmer

Beim Rundgang durch das Besucherbergwerk in Deutschneudorf erfährt man Interessantes zur Geschichte des Fortuna-Stolln und zum Mythos Bernsteinzimmer. Lange wurde das ausgelagerte Bernsteinzimmer hier vermutet. Manch einer glaubt heute noch daran, es dort in der tiefe des Berges zu finden. Zum Besucherbergwerk gehört die Gaststätte Huthaus mit Galerie und Steigerstube. Außerdem haben nicht nur Technikinteressierte die Möglichkeit, eine 220-PS-Einzylinder-Kolbendampfmaschine, eine Schachtkaue und eine Mineralienschleiferei zu besichtigen. (Schaubergwerk Fortuna, Deutschkatharinenberg 14, 09548 Deutschneudorf, Internet: fortuna-bernstein.de)

Zinnkammern Pöhla

Nach einer drei Kilometer langen untertägigen Zugfahrt in kleinen, engen Bergmannswagen im Stollen beginnt in den riesigen Zinnkammern eine Führung durch die Arbeitswelt des Bergmanns. In den größten Zinnkammern Europas kann man viel Interessantes über die Geheimnisse des Wismutbergbaus erfahren. Zudem gibt es Lasershows, Konzerte und verschiedene Veranstaltungen unter Tage. Höhepunkt in diesem Besucherbergwerk sind die Mettenschichten in der Weihnachtszeit, in der Bergmannsorchester in einer der Zinnkammern, etwa der Bergkapelle Thum, aufspielen. Hier lohnt  eine rechtzeitige Reservierung.(Info: Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla e.V, Luchsbachtal 19, 08340 Schwarzenberg / OT Pöhla,, Internet: zinnkammern.de)

Steinkohlenbergwerk Oelsnitz

Eine 1800 PS starke Dampfmaschine in Aktion sehen – das ist im Bergbaumuseum Oelsnitz möglich. Das Industriedenkmal besitzt auch ein eigenes Kinderbergwerk. Am Fuße des markanten, fast 60 Meter hohen Förderturms des Bergbaumuseums Oelsnitz steht auf einem Hügel ein kleiner Bruder. Er beherbergt eine Spielförderanlage, über die Kinder „Bodenschätze“ aus dem Kinderbergwerk fördern. Unter dem Förderturm gibt es verwinkelte Gänge zu entdecken. In der Sandspiellandschaft fesselt die Suche nach fossilen Abdrücken von Karbonpflanzen. Die Pflanzen selbst können dann im einmaligen „Karbonwald“ des Museums bestaunt werden.

Wer nach diesen ersten Entdeckungen Lust auf mehr hat, sollte sich eine Erlebnisführung im Bergbaumuseum nicht entgehen lassen: Ob Grubenlampentour oder eine Schatzsuche im Bergwerk, in dem Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eingerichteten Museumsbergwerk ist für jeden etwas dabei. Einst arbeiteten hier bis zu 1000 Bergleute und förderten in mehreren Schichten täglich bis zu 6000 Hunte Steinkohle nach oben. (Info: Bergbaumuseum Oelsnitz, Pflockenstraße 28, 09376 Oelsnitz/Erzgebirge, Internet: bergbaumuseum-oelsnitz.de

Wissenswertes

Befahrung

Besuch einer Grube. Der Bergmann geht oder läuft nicht unter Tage, er fährt, auch wenn er z.B. eine Leiter (Fahrt) hinabsteigt. Im 20. Jahrhundert wurden die Bergwerke aber tatsächlich durch kleine Bahnen befahren, die auch das Gestein abtransportierten.

Bergstreittag in Schneeberg

Bergstreittag wird jedes Jahr zum Maria Magdalena-Fest am 22. Juli begangen. Er erinnert an einen der ersten Lohnstreiks überhaupt vor über 500 Jahren. Höhepunkt ist die große Bergparade mit rund 600 Teilnehmern, die immer um 18 Uhr in Schneeberg-Neustädtel beginnt und 19 Uhr zum Berggottesdienst in der prächtigen St. Wolfgangskirche übergeht. Ab 20.30 Uhr werden dann auf dem Marktplatz die erzgebirgischen Bergmärsche musiziert. Schneeberg ist die einzige Stadt im Erzgebirge, in der im Sommer eine Bergparade abgehalten wird. Auch in Schneeberg gibt es ein Besucherbergwerk, das aber nur nach Anmeldung an bestimmten Tagen besichtigt werden kann. (Info: schneeberg.de)

Montanregion

Alljährlich am ersten Wochenende im Juni finden im Erzgebirge die Erlebnistage „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge“ statt. In der gesamten Region werden dann Wanderungen durch die Montanlandschaft, bergbauliche Führungen über- und untertage sowie zahlreiche andere Veranstaltungen in Bergstädten, Schlössern und Burgen angeboten. Das böhmisch-sächsische Erzgebirge soll von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt werden. Eine Entscheidung wird 2019 erwartet. Das Welterbegebiet umfasst auf der sächsischen Seite des Erzgebirges zahlreiche Einzelobjekte, darunter auch Besucherbergwerke und andere technische Relikte. Den Welterbestatus sollen unter anderem die historische Altstadt von Schneeberg, Freiberg und die Bergbaulandschaft rund um Oelsnitz/Erzgebirge erhalten.

Weitere Bergwerke gibt es im Erzgebirge, darunter das Schaubergwerk „Herkules-Frisch-Glück, das Besucherbergwerk Waschleithe.  Sehenswert auch das an der Silberstrasse gelegene Kalkwerk Lengefeld. Informationen zu weiteren Schaubergwerken unter: www.silberstrasse.de

Traumwelt bei Wendt & Kühn in Seiffen

Besucher-Bergwerke Erzgebirge

Reise

Weihnachtsland Erzgebirge

weihnachtenweihnachten_nachtwaechter_zwoenitz_wolfgang_thieme - kopie„Nachtwächter in Zwönitz“ (Tourismusverband Erzgebirge e.V./W.Thieme)

Immer wieder fahren wir in das Erzgebirge: Schneeberg, Freiberg, Schwarzenberg, Pobershau oder auch Annaberg-Buchholz. Letztes Jahr stand Chemnitz auf der Tagesordnung. 2018 geht es in die Silberstadt Freiberg. Wir sind gespannt.

Mit Blick auf den ersten Advent ist die Vorfreude im Erzgebirge überall spürbar. Die Weihnachtsmärkte sind vorbereitet, Plätzchen & Stollenbäcker sind fleißig am Werk und alles wird liebevoll dekoriert. Ab dem 1. Advent drehen sich die Pyramiden wieder,  die Schwibbögen sowie Bergmann- & Engel schmücken die Fenster und lassen das gesamte Erzgebirge in einem warmen Lichterglanz erstrahlen.  Die Bergmannsvereine rüsten sich für die vielen Termine der Bergparaden, die Chöre und Orchester stimmen sich musikalisch auf die schönste Zeit des Jahres ein.

Heimat der Traditionen

Feierliche Klänge begleiten in diesen Tagen die Bergmänner in ihren prächtigen Trachten durch die Städte & Orte. Bei diesen imposanten Bergparaden ahnt der Betrachter, welch wertvolle Arbeit die Bergleute einst verrichteten.

Auch die Historische Mettenschicht, die letzte unter Tage gefahrene Schicht vor Weihnachten zum Beispiel im den Zinnkammern Pöhla, ist ein festliches und ergreifendes Erlebnis. Gefeiert wird mit zünftiger Bergmannsmusik, Speckfettbroten und Glühwein. Mit der Schmalspurbahn zur Mettenschicht anreisen, das gibt es nur im Preßnitztal.

Eine vorweihnachtliche Tradition im Erzgebirge sind auch die Hutzen-Nachmittage und Hutzen-Abende. Früher kamen die Menschen der Region zur Dämmerung in der kleinen Stube beim Nachbarn zusammen. Es wurde geschnitzt, geklöppelt, geplaudert, gegessen und getrunken. Noch heute wird in vielen kulturellen Einrichtungen und Gaststuben die Hutzen-Tradition mit geselligem Beisammensein gepflegt. Tipp: Traditioneller „Hutznohmd“ im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgeb.

Weihnachtsmarkt in Annaberg-Buchholz, Foto: Tourismusverband (Dirk Rueckschloss)
Weihnachtsmarkt in Annaberg-Buchholz, Foto: Tourismusverband (Dirk Rueckschloss)

Heimat der Engel

Bergmann und Engel zählen zu den bekanntesten Symbolfiguren des Erzgebirges, die seither unter den geschickten Händen der Spielzeugmacher und Kunsthandwerker in phantasievollen Varianten entstanden sind.  Am ersten Adventswochenende öffnet das traditionsreiche Familienunternehmen Wendt & Kühn in Grünhainichen seine Werkstatt-Türen. Bei den vorweihnachtlichen Schautagen kann man einen Blick hinter die Kulissen der handwerklichen Fertigung von klangvollen Spieldosen, Margeriten-Engeln und den berühmten Elf-Punkte-Engeln werfen und den Malerinnen über die Schultern schauen. www.wendt-kuehn.de

 

Schätze mit Geschichte zeigt das „Depot Pohl-Ströher“ in Gelenau in seiner Weihnachtsschau. Vom 25. November 2016 –  29. Januar 2017 tummeln sich erzgebirgische Volkskunst, darunter eine einmalige Sammlung an Pyramiden und Deckenleuchtern, sowie große mechanische Heimat- und Weihnachtsberge.

Heimat der Lichter

Warmes, weißes Leuchten verwandelt das Erzgebirge mit Beginn der Adventszeit in eine traumhafte Kulisse. Der Ursprung dieses heute sehenswerten erzgebirgischen Lichtermeeres liegt in der Tradition des Bergbaus, im Glauben an Gott und in der Sehnsucht des Menschen nach dem Licht. Der Schwibbogen, ist ein typisches Symbol dieser verwurzelten Sehnsucht.

Gäste erleben das festlich geschmückte Erzgebirge zum Beispiel bei der Lichterfahrt zum Jahresausklang mit der Erzgebirgischen Aussichtsbahn.  Wenn die Bahn zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz die winterliche Kammregion des Erzgebirges erreicht, erleben Passagiere eine außergewöhnliche Aussicht. Städte und Dörfer erstrahlen im weihnachtlichen Glanz. Der kurze Halt auf dem Markersbacher Eisenbahnviadukt bietet eine einmalige Atmosphäre, der Zwischenstopp am Bahnhof Schlettau wärmenden Glühwein.

Heimat der Düfte

Geheimnisvoller Weihnachtsduft – die exakte Zusammensetzung der erzgebirgischen Räucherkerzen ist bis heute ein Geheimnis. Ob Weihrauch, Tanne, Orange oder Sandel – jeder Räucherkerzen-Hersteller hütet seine Rezeptur. Gleichwohl sind die Zutaten der Duftkegel bekannt: hochwertiger Holzkohlestaub, Sandelholz- und Rotbuchenmehl, Bindemittel und Duftstoffe aus Kräutern, Harzen, Blüten, Wurzeln oder ätherischen Ölen. Tipp: Räucherkerzenherstellung in Crottendorf sowie Schauwerkstatt “Zum Weihrichkarzl” in Neudorf. www.weihrichkarzl.de ; www.crottendorfer-raeucherkerzen.de

Schaut man zu Heiligabend auf die Tische der Erzgebirger, findet man verschiedene traditionelle Gerichte, so zum Beispiel das „Neunerlei.“ Seine neun Bestandteile, die je nach Ort stark variieren können, sind mit Wünschen für das neue Jahr verbunden.  Viele Gaststätten laden zu Neunerlei – Essen im gemütlichen Ambiente ein!

Weihnachtswunderland

Weihnachten im Erzgebirge, das ist eine ganz besonders stimmungsvolle Zeit. Hektik und Alltag kann man für Momente vergessen, so zum Beispiel bei einem besinnlichen Adventskonzert.  Auf den Weihnachtsmärkten entdeckt man einige Raffinessen. So zum Beispiel den liebevoll gestalteten  Wichtelkalender auf dem Annaberger Weihnachtsmarkt. In 24 mechanisierten Kalenderfenstern wird in “Werkstätten en miniature” erzgebirgisches Handwerk auf eindrucksvolle Weise lebendig.

Die große Bergparade Ende Dezember in Annaberg Buchholz ist mit über 1000 Trachtenträgern der krönende Abschluss.  Den Glanzpunkt bildet das gewaltige Bergkonzert an der St. Annen- Kirche.

Dieser ist erhältlich beim Tourismusverband Erzgebirge e.V. /Tel. 03733 188 0088  oder unter www.erzgebirge-tourismus.de  abrufbar.

Hier geht es zu den Besucherbergwerken in Sachsen.

Hier geht es zu den Bergparaden 2018.

Hier findet ihr die Termine der Weihnachtsmärkte in Sachsen.

 

Reise

Bergparaden im Weihnachtsland Sachsen

Bergparade Chemnitz 2017

Getreu der Sehnsucht des Bergmannes nach dem Licht erstrahlen im Weihnachtsland Sachsen weiße Lichterketten auf Marktplätzen, erhellen Lichterengel und Bergmann sowie Schwibbögen die Fenster.

Besonders ergreifend sind die alle Jahre stattfindenden Bergparaden und -aufzüge der Bergmänner im historischen Habit in den Hochburgen des ehemaligen Bergbaus. Ursprünglich dienten die Bergaufzüge und Bergparaden dazu, dem Landesherrn bzw. seinem Gefolge bei besonderen Anlässen oder dem Besuch hoher Gäste zu huldigen. Heute sind sie der Höhepunkt der erzgebirgischen Weihnachtsmärkte und Bergquartale. Erzgebirge und Weihnachten, das sind auch Besinnlichkeit und Lichterglanz. Getreu der Sehnsucht des Bergmannes nach dem Licht erstrahlen weiße Lichterketten auf Marktplätzen, erhellen Lichterengel und Bergmann sowie Schwibbögen die Fenster.

Dies beginnt mit dem Auftakt in Chemnitz. 633 Uniformträger aus 29 Vereinen sowie 360 Bergmusiker aus 10 Bergkapellen und 40 Bergsänger bilden mit ihrem eindrucksvollen Aufzug durch die Chemnitzer Innenstadt und das anschließende Konzert den Höhepunkt am Vortag des ersten Advents.

Hier geht es zum Weihnachtsmarkt in Chemnitz.

Weihnachts-App lotst bequem durch das Weihnachtsland

Planen Sie Ihren Weihnachtsausflug nach Sachsen im Web und mit Hilfe der App „Weihnachtsland Sachsen“ / „Christmas Wonderland Saxony“ – und zwar kostenfrei, wahlweise auf Deutsch und Englisch. Die Orte und Termine aller Weihnachtsmärkte, Veranstaltungen, Traditionen und Bräuche, Bergparaden und Hutzenabende sind per Android-Smartphone oder iPhone bequem zu erreichen.

Kontakt: Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Bautzner Straße 45/47, 01099 Dresden,  www.sachsen-weihnachten.de

Hier die Termine für die Bergparaden im Dezember 2018.

Reise

Auf der Suche nach dem Richard- Wagner-Denkmal

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Richard Wagner überall: zumindest in Bayreuth, Sachsen und Thüringen. Auch das neue Denkmal in Leipzig hatten wir gesehen. Es soll da noch ein Denkmal, recht groß, im Liebethaler Grund bei Pirna geben. Der Anfang des Malerweges Richtung Sächsische Schweiz, so wurde im letzten Jahr erzählt. Damals, als wir die Wagner-Stätte in Graupa besuchten, meinte man: Der Weg ist durch das Hochwasser unpassierbar. Das war 2013.

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Also sind wir letztes Wochenende erneut auf die Suche gegangen.

Nun hieß es im Wagner-Schloss Graupa von einem freundlichen Führer: das Denkmal wird restauriert und ist eingerüstet. Ob es fertig sei, wisse man nicht. Es sei auch am Freitagnachmittag nicht mehr in Erfahrung zu bringen.