Sachsen-Anhalt

ReiseSchlösser und Burgen

20 Jahre Gartenträume an Saale-Unstrut

MerseburgBlick auf den Dom Merseburg © Wolfgang Kubak

Mittelalterliche Burgen, prächtige Dome und jahrhundertealte Weinberge prägen das Bild an Saale und Unstrut. Fast unentdeckt ist die Vielfalt an historischen Gärten. Im Netzwerk „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“ sind die bedeutendsten Anlagen vereint. 2020 begeht die Initiative mit Festen und Konzerten ihren 20. Geburtstag. Auch sechs Gartendenkmale an der Saale-Unstrut feiern 20 Jahre Gartenträume an Saale-Unstrut mit.

Rückblick ins Jahr 2000

Schlosspark Moritzburg,  Pressefoto © René Weimer
Reise

Aschersleben – älteste Stadt Sachsen-Anhalts

AscherslebenBlick auf das Kino von Aschersleben

Mit Aschersleben verbindet mich eine Menge. Diese Stadt ist mein Geburtsort. Lange war ich nicht dort. Bei meinem Besuch im Mai 2019 bin ich erstaunt. Überrascht regelrecht. Viel ist geschehen seit dem letzten Besuch vor vielen Jahren. Damals herrschte Verkehrschaos in Aschersleben. Überall waren Baustellen. Die stadt präsentiert sich mir jetzt völlig entspannt. Aschersleben, die älteste Stadt-Sachsen-Anhalts, lädt zum Besuchen und Entdecken ein.

Reise

Bernburg – charmante Stadt an der Saale

Bernburg

Heute will ich euch eine Stadt vorstellen, die lange im Dornröschenschlaf lag. Zumindest aus Sicht der Berliner. Obwohl sie eine schöne und berühmte Stadt ist: Bernburg in Sachsen-Anhalt. Knapp 34.000 Einwohner können mit Recht behaupten: „In Bernburg (Saale) lässt es sich gut leben.“ Das Schloss, die Saale, die Nähe zum Harz und viel mehr lockt Menschen in unsere schöne Stadt. Bernburg, Kreisstadt des Salzlandkreises, kann auf eine über 1050-jährige Geschichte verweisen. Von ihrer einstigen Bedeutung als Residenzstadt der Fürsten zu Anhalt-Bernburg künden weithin sichtbar das gewaltige Schloss mit Eulenspiegelturm und Schlosskirche samt Fürstengruft, aber auch das prächtige Neorenaissance-Rathaus und eine liebevoll sanierte Altstadt sowie Sehenswürdigkeiten rechts und links der Saale. Einen schönen Rundumblick über Bernburg und die umgebende Auenlandschaft des Saaletals bietet der Keßlerturm.

1 Stunde wegReise

Zu Otto nach Magdeburg: Ottonianum

Dommuseum001_Foto Thomas NawrathBlick auf das neue Dommuseum in Magdeburg Foto: Thomas Nawrath

Schon am Hauptbahnhof in Magdeburg empfängt mich der Hinweis auf das heute eröffnete Dommuseum Ottonianum. Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten hinüber zum Magdeburger Dom. Vorbei am Hundertwasserhaus. Bislang habe ich ein Dommuseum in Magdeburg vermisst. Nun endlich hat es eröffnet. Auf geht`s:  Zu Otto nach Magdeburg

Denn kaum eine andere Stadt in Deutschland ist so intensiv mit der Geschichte des frühen Mittelalters verbunden wie Magdeburg. In unmittelbarer Nähe zum Dom befindet sich das Ottonianum. Es ist in einer Schalterhalle von 1923 eingebaut worden. Das Gebäude der einstigen Reichsbank und späteren DDR-Staatsbank stand lange leer und beherbergt jetzt ein innovatives Museum der mittelalterlichen Kunst- und Kulturgeschichte.

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Wer war Effi Briest? Spurensuche in Zerben

Zerben (15)

Theodor Fontane und Zerben. Der Ort Zerben gehörte  einst zur preußischen Provinz Sachsen, heute eingemeindet in die Gemeinde Elbe-Parey im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt. Eine halbe Fahrstunde von Tangermünde entfernt. Hat der Dichter diesen Ort nordöstlich von Magdeburg gelegen auf seinen Wanderungen je besucht? Einen Beleg dafür gibt es nicht. Wer war Effi Briest ?

Spurensuche in Zerben: Jwd

Reise

Johann Winckelmann aus Stendal hat Geburtstag

Uenglinger tor in stendalEin Höhepunkt deutscher Backsteingotik: das Uenglinger Tor in Stendal, Foto: D.Weirauch

Die Stadt Stendal ist geprägt von mittelalterlicher Backsteingotik, denn sie war einst die reichste der sieben altmärkischen Hansestädte. Hier kreuzten sich die hansischen Handelswege Magdeburg-Wismar-Lüneburg. Auf den alles verheerenden Dreißigjährigen Krieg folgte die Pest. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts lebten in Stendal noch 3000 Einwohner, die imposanten Backsteinbauten, Kirchen und Klosteranlagen waren dem Verfall preisgegeben. Friedrich Wilhelm I., König in Preußen und Markgraf von Brandenburg, wollte sein Land durch eine leistungsfähige Verwaltung voranbringen. Ein Edikt vom 28. September 1717 forderte zum Schulbesuch auf. Solide geistige Fertigkeiten sollten die Grundlage für ein effizientes Beamtentum schaffen. Gefürchtet war der eigenhändige Aktenvermerk des Königs: “cito citissimo”, “schnell, schnellstens – zack, zack!”

“Am 9. Dezember anno 1717 erbelickte das erste und einzige Kind der Schuhmacherfamilie Winckelmann das Licht jener Welt. Drei Tage später, am dritten Advent, ließen Anna Maria und Martin Winckelmann ihren Sohn in der nahegelegenen Petrikirche auf den Namen Johann Joachim tauchen.”

Zu Ostern 1723, das Einschulungsalter lag im Ermessen der Eltern, wurde Johann Joachim eingeschult. Traditionell hätte er in die Fußstapfen des Vaters treten sollen, doch mit zehn Jahren wechselte der aufgeweckte Junge von der Elemtarschule auf die städtische Lateinschule.

Klaus-Werner Haupt studierte nicht nur die Schriften von Johann Joachim Winckelmann, er besuchte auch wichtige Forschungsinstitutionen und recherchierte an Originalschauplätzen für seine packende Biografie eines Wegbereiters der Weimarer Klassik.

Ohann Joachim Winckelmann gilt als Begründer der klassischen Archäologie und modernen Kunstwissenschaften. Winckelmann führte den Entwicklungsbegriff in die Kunstbetrachtung ein und systematisierte die Stilepochen. Der Autor Klaus-Werner Haupt nimmt seine Leser mit auf die Reise von Stendal an den Golf von Neapel. Auf unterhaltsame und lehrreiche Art und anhand zahlreicher Abbildungen macht er sie mit dem Wegbereiter der Weimarer Klassik bekannt.

Informationen

18. März bis 10. Juni 2018

Ausstellung: Johann Joachim Winckelmann, der Klassizismus und die Kunst der Moderne

Halle

26. Mai 2018

Ausstellung: Eröffnung des neugestalteten Winckelmann-Museums

Die neue ständige Ausstellung des Winckelmann-Museums zeigt das Leben und Wirken des Archäologen Winckelmann. Als Leitmotiv durch die ganze Ausstellung dienen seine maßgeblichen Impulse für die europäische Aufklärung. Die neue Präsentation macht deutlich, dass das Erbe Winckelmanns weiterhin lebendig und wegweisend ist.

8. Dezember bis 31. März 2019

Ausstellung: Lessing und Winckelmann

Winckelmann-Gesellschaft e. V.

mit Winckelmann-Museum

Winckelmannstraße 36-38, 39576 Hansestadt Stendal

Tel. 03931 215226

info@wickelmann-gesellschaft.com

www.winckelmann-gesellschaft.com

Neueröffnung ab 26. Mai 2018

April bis September: Di-So 10-18 Uhr; Oktober bis März: Di-So 10-17 Uhr

oder auf Anfrage

Buchtipp: Klaus-Werner Haupt, Johann Winckelmann. Begründer der klassischen Archäologie und modernen Kunstwissenschaften, Weimarer Verlagsgesellschaft in der Fourier Verlag GmbH, 2014.

 

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