Reisetipps

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Ein Schöpfwerk zum Bestaunen

Kirche von Nattwerder, Foto: D. WeirauchKirche von Nattwerder, Foto: D. Weirauch

 

Bürgersinn für ein altes Schöpfwerk. Zum Tag des offenen Denkmal überzeugten sich heute zahlreiche Besucher vom Zustand des alten Schöpfwerks im Potsdamer Ortsteil Grube.

Besuch im Denkmal

Das am Weg nach Nattwerder stehende unscheinbare  Pumpenhaus steht unter Denkmalschutz und ist in die Jahre gekommen. Ein von Carola Walter geleiteteter kleiner Verein kümmert sich um den Erhalt und führte kleine Instandsetzungen durch.

Im Innern kann nicht nur anschaulich historische Pumpentechnik bestaunt werden. Auf kleinen Tafeln wird über die Entwässerung des Golmer Luchs im 17. Jahrhundert durch eingewanderte Schweizer Kolonisten informiert. Zu Beginn trieben Windmühlen die Pumpen an.  1847 übernahm eine Dampfmaschine die Arbeit, später Niederdruckpumpen.

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Mühlentag: Fahrländer Mühle

Mühle in Fahrland, am Rande von Potsdam, Foto: D.WeirauchMühle in Fahrland, am Rande von Potsdam, Foto: D.Weirauch

Die Historische Mühle von Sanssouci kennt wohl jeder Potsdamer. Aber die Bockwindmühle in Fahrland, einem Ortsteil der Landeshauptstadt ?

 

Für viele Potsdamer war es der wohl erste Besuch in der Bockwindmühle von Fahrland im Norden von Potsdam. Andere wiederum berichteten am heutigen Mühlentag von ihren Erlebnissen, die sie zu DDR-Zeiten in der Mühle hatten.

Mühlenexperte Claus Wartenberg

Mühlenexperte und Ortsbürgermeister Claus Wartenberg führte stündlich durch das technische Denkmal. Und er wusste viel zu berichten. Denn Claus Wartenberg ist von Hause aus Denkmalspfleger. Mühlenbesitzer Günter Watzke freute sich besonders, dass der Oberbürgermeister Jann Jakobs bei seinem Besuch heute Vormittag Hilfe zusagte. Die Mühle braucht jeden Cent.

Rund 200.000 Euro wird die Instandsetzung der in den letzten Jahren arg heruntergekommenen Mühle kosten.

Die meisten der 500 Besucher, die heute die Bockwindmühle besuchten, einte das Gefühl: die neuen Besitzer können es schaffen, dass sichin zwei bis drei Jahren die Windmühlenflügel wieder im Wind drehen können. Der große Vorteil: es gibt viele Zusagen der Hilfe, auch ein Mühlenbauer wurde gefunden und im Innern ist der Großteil des Interieurs noch erhalten.

Es machte Freude, wie die Dorfgemeinschaft heute  rund um die Mühle zusammensaß und fachsimpelte. Mit dabei u.a. der Bürgerverein Fahrland und Umgebung e.V., der Treffpunkt Fahrland e.V., die Freiwillige Feuerwehr Fahrland, die Angelfreunde Fahrland e.V. sowie der Werderaner Weinverein.

Fahrland-watzke

Jahrelang verfiel die Mühle

Günter Watzke hatte die marode Bockwindmühle vor zwei Jahren bei einer Zwangsversteigerung erworben hatte. Aus Leidenschaft – die muss sehr groß sein, denn die Mühle hat gar keine Flügel mehr.

Bockwindmühle von Fahrland am Rande von Potsdam
Bockwindmühle von Fahrland am Rande von Potsdam

Bevor sie wieder in den Wind gedreht werden kann, sind umfangreiche Sicherungsarbeiten notwendig. So soll der Unterbau komplett entkernt und die Mühle als Ganzes einmal angehoben werden. Später folgen dann die Erneuerung der Außenhaut der Bockwindmühle sowie die Restaurierung des Innenlebens mitsamt Mahlwerk. Diverse Teile, wie der sogenannte Hammerbalken, auf dem die Mühlenkonstruktion ruht, muss komplett erneuert werden.

Einst Kulisse für DEFA-Filme

Übrigens, so weiß Watzke, war die Fahrländer Bockwindmühle bis 1968 in Betrieb, danach diente sie als Veranstaltungsort sowie als Kulisse für Filmaufnahmen. So wurde der DEFA-Märchenfilm „Der große und der kleine Klaus“ dort gedreht.

Fahrländer Mühle in den 70er Jahren auf einer Postkarte
Fahrländer Mühle in den 70er Jahren auf einer Postkarte

Weitere Infos gibt es hier auf der Mühlenseite der Fahrländer Mühle

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Gerade erschien ist die 3. Ausgabe der Mühlenzeitschrift Molina.

 

Hier kann die Zeitschrift bestellt werden.

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Mühlentag 2014

Mühle in StraupitzMühle in Straupitz, Foto: D.Weirauch

Viele Gastgeber bieten nicht nur die traditionellen Besichtigungen und Führungen an, sondern locken mit Kulturprogrammen und Mühlenfesten.

Unterschiedliche Programme sind zu erleben – von fachkundigen Führungen über technische Vorführungen bis hin zu kleinen Festen an der Mühle, beispielsweise an der Bockwindmühle von Willi Schwetzke in Paretz bei Potsdam. Auch die Wassermühle in Plessa (Elbe-Elster) ist sehenswert.

Mühle in Paretz am Ortsausgang
Mühle in Paretz am Ortsausgang

Mühle von Sanssouci

Viele der Mühlen, wie die Historische Mühle am Schloss Sanssouci in Potsdam,  öffnen traditionell seit Jahren an diesem Tag.  Es gibt aber auch neue Teilnehmer zu entdecken. Zu ihnen gehören  die Mühle Tornowim Landkreis Oberhavel oder die Mühle Hornow im Landkreis Spree-Neiße. In Triglitz bei Putlitz  (Prignitz)  hat die Familie Koebe eine völlig zerfallene Wassermühle vor dem endgültigen Verschwinden gerettet und liebevoll restauriert. Ähnlich ist es bei der Mühle Tornow nahe Fürstenberg/Havel. Dort hat die Familie Schneider eine gelungene Nachnutzung der still liegenden Wassermühle gefunden. Heute lässt es sich im historischen Ambiente gut speisen und übernachten. Die Mühle in Hornow (Spree-Neiße) ist ein besonderes Exemplar – im Kern eine Bockwindmühle, die zu einer Motormühle umgerüstet wurde. Daher wird man die Windmühlenflügel vergeblich suchen. Der Mühlenverein und die Eigentümerin Irene Nitzschke haben sich dem überkommenen Erbe der ehemaligen Getreidemühle angenommen und insbesondere im vergangenen Jahr mit hohem Eigenengagement und einigen Fördermitteln die bauliche Hülle der Mühle sanieren können. Die Bockwindmühle in Bamme im Havelland zählt zu den ältesten in Brandenburg.  Hier muß der Verein noch viel klappern, um die vom Sturm vor einigen Jahren zerstörte Mühle wieder herzurichten.

 

Auch die Bockwindmühle in Vehlefanz, Landkreis Oberhavel, und die Scheunenwindmühle von Saalow sind wieder dabei. Ebenso die Holländer Windmühle von Straupitz (Spreewald), Europas letzte Windmühle mit drei produzierenden Müllereigewerken unter einem Dach: Mahlen, Sägen und Öl.  Dort erklärt der kundige Müller auch, wie das typische Klappergeräusch in den Mühlen zustande kommt. Das vom Vierknack verursachte Rütteln des Rüttelschuhs verursacht das vielzitierte “Klappern der Mühle”.

Straupitz

Eine Attraktion auch die Bekemühle in Dannenwalde, hinter Kyritz gelegen.  Zwischen 10 und 18 Uhr erwarten Ute und Frank Martens zahlreiche Gäste.

Die große Paltrockmühle der Familie Melior in Langerwisch (Potsdam-Mittelmark) ist weithin sichtbar – besonders wenn sich die Flügel drehen.  Jörg-Peter Melior oder sein Sohn Peter erklären gern den Besuchern das Innenleben und wie der Weg vom Korn zum Mehl funktioniert.  Die daneben stehende kleine Windmühle ist nicht ganz so alt, aber nicht weniger interessant. Das Miniaturexemplar einer Bockwindmühle im Maßstab 1:4 wurde 1938 in Paretz bei Ketzin für den Sohn des damaligen Müllermeisters  erbaut. .

Lohnenswert auch ein Besuch in der Salvey-Mühle in Gartz/Geestow im unteren Odertal. Im Naturpark „Uckermärkische Seen“ und im Naturschutzgebiet „Stromtal“ liegt die Wassermühle Gollmitz, mittlerweile genießt die liebevoll restaurierte Mühle Kultstatus ob ihres kulturellen Freizeitangebotes.

Noch Mitte des 19. Jh. gab es in der damaligen Provinz Brandenburg z.B. 1.141 Getreide-Wassermühlen und 2.198 Getreide-Bockwindmühlen, aber auch 381 Ölmühlen und 110 Lohmühlen. Die Dampfkraft hatte zu dieser Zeit erst in 57 Mühlen Einzug gehalten. „Heute zählen wir etwas über 1.000 Einträge im Standortverzeichnis des Mühlenarchivs der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.“ berichtet Torsten Rüdinger von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg.

In Brandenburg gibt es noch 27 gewerbliche Mühlen, in denen heute noch Getreide verarbeitet wird, so u.a. in Müllrose,  Bensdorf und die Mühle Wolter in  Buchow-Karpzow (zwischen Falkenrehde und  Wustermark) . Zwei von ihnen, die Obermühle in Gottsdorf und die Mühle Paulick in Müschen sind  bereits am Mühlentag zu besichtigen. Für die nächsten Jahre wünscht sich Rüdinger, dass der Mühlentag nicht nur auf die historischen Mühlen beschränkt bleibt, sondern die gewerblichen Betriebe diesen Tag auch für sich entdecken.

Strom wird u.a. erzeugt in der Kathfelder Mühle in Pritzwalk und in der Perleberger Stadtmühle.  Andreas Plagemann, der Besitzer der Kathfelder Mühle an der Dömnitz, liefert 60.000 Kilowattstunden pro Jahr an die Pritzwalker Stadtwerke.  Auf vier Etagen der Mühle erhält der Besucher Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Prignitzer Mühlenlandschaft. Auch im benachbarten Wolfshagen soll demnächst mit Wasserkraft der Stepenitz Strom erzeugt werden. So will es ein Förderverein.

Informationen zu allen am 18. Deutschen Mühlentag geöffneten Mühlen gibt es auf  der Homepage der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.   in der Rubrik “Mühlentag”. Dort kann das Teilnehmerverzeichnis mit allen Informationen als Datei herunter geladen werden. Eine von der edition terra gemeinsam mit der Mühlenvereinigung herausgegebene Landkarte verzeichnet zudem einen Großteil der interessantesten Mühlen im Land.

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Technikgeschichte: Einzigartige Holländermühle in Straupitz

Mühle in StraupitzMühle in Straupitz, Foto: D.Weirauch

Europas letzte und einzige produzierende “Dreifach-Windmühle” steht in Straupitz im Spreewald, nahe Burg. Die voll funktionsfähige Mühle kann täglich besichtigt werden. Technikgeschichte: Einzigartige Holländermühle in Straupitz

Leinöl aus der Mühle

Sie ist eine Rarität, da sie drei historische Mühlen unter einem Dach vereinigt:  Mahl-, Öl- und Sägemühle. Bis 1964 war die verstaatlichte Mühle in Betrieb, danach verfiel sie. Nach der Wende bemühte sich ein Verein um Klaus Rudolph um die Wiederherstellung und schaffte mit Unterstützung von Förderern wie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz,  was zuvor keiner geglaubt hat: 2002 war die Mühle komplett saniert.

Straupitz

 

Bis zu 30.000 Besucher kommen pro Jahr in das produzierende technische Denkmal.  Derzeit ist Gerd Nowak, ein Nachfahre der einstigen Müllerfamilie, der Chef der Mühle. Die Mühle in dieser backsteinernen Form gibt es seit 1810.  Vorher befand sich dort eine hölzerne Bockwindmühle. Die Kornmühle hat eine Mahlleistung von rund einer Tonne täglich. In der Ölmühle wird auch heute noch Leinöl gepresst. Viele Besucher kommen mehrmals im Jahr, um das frisch gepresste Straupitzer Leinöl in der Mühle zu erwerben. Dem Öl wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Was macht den Lausitzer stark? “Leinöl und Quark” ist ein Lieblingssatz in der Region.

Mühle in Straupitz

Die Technik der Sägemühle stammt aus dem Jahre 1885. Sie wird nur noch zu Vorführungszwecken angetrieben.  Die als Holländermühle errichtete Mühle ist rund 15 Meter hoch und hat eine Flügelspannweite von 22 Meter. Insgesamt erstreckt sich die Mühle von Straupitz über fünf Etagen.

Schinkels Kirche

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Straupitz ist die von Preußens Stararchitekten Karl Friedrich Schinkel, von dem auch in Berlin viele Bauten stammen, im Stil einer altrömischen Basilika errichtete Kirche.  Die in den Jahren 1827-1832 erbaute Kirche ist mit den 40 Meter hohen Doppeltürmen schon von weitem zu sehen.

Straupitz ist zudem ein reizvoller Ausgangspunkt für Wanderungen in die nahegelegene Spreewaldniederung oder für Bootsfahrten Richtung Burg.

  • Infos
  • Adresse: |Mühlenverein Holländermühle e.V. Straupitz, Laasower Str. 11 a, Tel. 035475
  • Info:| https://www.windmuehle-straupitz.de/
  • geöffnet:| Montag 10 – 18 Uhr, Dienstag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag u. Sonntag 10 – 18 Uhr
  • TMB: | www.reiseland-brandenburg.de
  • Schinkelkirche in Straupitz, Foto: D.Weirauch
    Schinkelkirche in Straupitz, Foto: D.Weirauch

Hier geht es zum Hotel Seinerzeit in Schlepzig.

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Hier gehört Klappern zum Handwerk

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Pfingstmontag ist Mühlentag

Historische Mühlen und ihre Bewahrer stehen im Mittelpunkt der neuen Zeitschrift „Molina – Mühlen und Menschen“, die soeben im Berliner terrapress-Verlag erschienen ist. Herausgegeben wird das A4-Heft von zwei ausgewiesenen Mühlenexperten: Philipp Oppermann, tätig im Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn, und Torsten Rüdinger, Müller der Historischen Mühle Potsdam-Sanssouci.
So treffe ich dann auch auf alte Mühlen-Bekannte in dem ambitioniert gestalteten Heft, neben der Sanssouci-Mühle werden bispielsweise die Mühle von Berlin-Marzahn und die Jungfernmühle in Berlin-Buckow vorgestellt. Auch die Dreifach-Windmühle von Straupitz, wo das berühmte Leinöl nach alter Tradition erzeigt wird, im Spreewald ist dabei.

Spreemühle Cottbus
Spreemühle Cottbus

Deutschlandweit erste Publikation

Eine wichtige und vor allem lange erwartete Publikation ist das. Auf den 66 Seiten des Heftes werden Menschen vorgestellt, die sich für den Erhalt gefährdeter Mühlen einsetzen, Mühlen werden als bewahrenswertes Kulturerbe präsentiert und es geht um die Aussichten auf eine Europäische Kulturstraße der Mühlen. Es gibt aber auch praktische Tipps rund um die Mühlentechnik, Mühlenprodukte und neu erschienene Mühlen-Bücher. Das reich bebilderte Heft soll dazu beitragen, die Faszination, die historische Wind-, Wasser-, Dampf- und Elektromühlen ausüben, auch für künftige Generationen zu bewahren „Molina“ kostet 9,80 Euro und ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu haben, kann aber auch über den Shop des Verlages unter www.terrapress.de bestellt werden.

Klappern gehört hier noch zum Handwerk

Deutschlandweit haben Pfingstmontag über 1.000 Mühlen geöffnet. Für die Region Berlin-Brandenburg koordiniert die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. den Mühlentag. Es können insgesamt 74 Mühlen besucht werden – in Berlin 6 Mühlen und in Brandenburg 68.

Salvey-Mühle in Gartz/Geestow im unteren Odertal

Lohnenswert auch ein Besuch in der Salvey-Mühle in Gartz/Geestow im unteren Odertal.

Bereits Kult: Wassermühle Gollmitz

Im Naturpark „Uckermärkische Seen“ und im Naturschutzgebiet „Stromtal“ liegt die Wassermühle Gollmitz, mittlerweile genießt die liebevoll restaurierte Mühle Kultstatus ob ihres kulturellen Freizeitangebotes.

Noch Mitte des 19. Jh. gab es in der damaligen Provinz Brandenburg z.B. 1.141 Getreide-Wassermühlen und 2.198 Getreide-Bockwindmühlen, aber auch 381 Ölmühlen und 110 Lohmühlen. Die Dampfkraft hatte zu dieser Zeit erst in 57 Mühlen Einzug gehalten. „Heute zählen wir etwas über 1.000 Einträge im Standortverzeichnis des Mühlenarchivs der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.“ berichtet Torsten Rüdinger von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg. Dazu gehören 33 Wassermühlen, 8 Motormühlen, 19 Bockwindmühlen, 8 Holländerwindmühlen, 3 Paltrockwindmühlen, 1 Scheunenwindmühle und zwei Orte, an denen ein Mühlenneubau einer Paltrockwindmühle und einer Erdholländerwindmühle geplant sind.

Noch 27 gewerbliche Mühlen in Brandenburg

In Brandenburg gibt es noch 27 gewerbliche Mühlen, in denen heute noch Getreide verarbeitet wird, so u.a. in Müllrose, Bensdorf und die Mühle Wolter in Buchow-Karpzow (zwischen Falkenrehde und Wustermark) . Zwei von ihnen, die Obermühle in Gottsdorf und die Mühle Paulick in Müschen sind bereits am Mühlentag zu besichtigen. Für die nächsten Jahre wünscht sich Rüdinger, dass der Mühlentag nicht nur auf die historischen Mühlen beschränkt bleibt, sondern die gewerblichen Betriebe diesen Tag auch für sich entdecken.

Spreemühle Cottbus
Spreemühle Cottbus

Strom aus Mühlen

Strom wird u.a. erzeugt in der Kathfelder Mühle in Pritzwalk und in der Perleberger Stadtmühle. Andreas Plagemann, der Besitzer der Kathfelder Mühle an der Dömnitz, liefert 60.000 Kilowattstunden pro Jahr an die Pritzwalker Stadtwerke. Auf vier Etagen der Mühle erhält der Besucher Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Prignitzer Mühlenlandschaft. Auch im benachbarten Wolfshagen soll demnächst mit Wasserkraft der Stepenitz Strom erzeugt werden. So will es ein Förderverein.
Die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg verweist auf zwei besondere Aktivitäten.

Gölsdorfer Mühle wird eingeweiht

Die Mühlenfreunde an der Gölsdorfer Bockwindmühle planen an diesem Tag die Wiedereinweihung nach erfolgreicher Sanierung. Die Mühle war in den letzten Jahren im Bestand akut gefährdet und baulich für den Besucherverkehr gesperrt. Über das Programm LEADER: innovatives Vorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum wurden für die Arbeiten umfangreiche Mittel zur Verfügung gestellt. An einem vergleichbaren Ziel arbeitet der Förderverein Bockwindmühle Bamme e.V. im Havelland, der sich um eine der letzten Bockwindmühlen in dieser Region kümmert. Die Mühle gehört mit zu den ältesten in Brandenburg, in der Bauteile aus dem Jahr 1701 vorhanden sind. Der Verein wird an diesem Tag das Zukunftsvorhaben darstellen.
Infos:
Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V., Historische Mühle von Sanssouci, Maulbeerallee 5 – 14469 Potsdam, Tel.: 0331/5506851, Fax: 0331/5506853
E-Mail: geschaeftsstelle@muehlenvereine-online.de, www.muehlenvereine-online.de