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Chemnitz: „Best Christmas City“

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Das Erzgebirge ist Weihnachtsland. Seiffen, Annaberg-Buchholz, Schwarzenberg, Schneeberg und Freiberg sowie viele kleine Orte dort kenne ich – auch zur Weihnachtszeit. Aber ein Weihnachtsmarkt im Chemnitz ? Chemnitz: Adventszeit in der „Best Christmas City“

Nun, ich war da und bin erstaunt. Deshalb hier mein Tipp. Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt bezaubert seine Besucher noch bis zum 23. Dezember mit weihnachtlicher Tradition und zeitgenössischem Kunsthandwerk.

 

Weihnachtsmarkt vor der Kulisse des Neuen Rathauses in Chemnitz, Foto: D.Weirauch
Weihnachtsmarkt vor der Kulisse des Neuen Rathauses in Chemnitz, Foto: D.Weirauch

Gerecht wird die Stadt dem Publikumsgeschmack in der Adventszeit wieder mit ihren über 200 liebevoll geschmückten und bestückten Marktständen, der riesigen Weihnachtsfichte aus heimischem Forst, die weithin sichtbar ist und an ihrem Fuß zum Treffen mit Freunden einlädt.

Die lebensgroßen Figuren Bergmann und Engel dürfen auf dem Chemnitzer Markt ebenso wenig fehlen wie die zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide.Es ist eine der größtenm Weihnachtspyramiden in Mitteldeutschland.

Bergparade auch 2018 wieder

Musikalisch eingeläutet wurde der Markt in diesem Jahr am 2. Dezember von der großen Bergparade, die die erzgebirgische Folklore mit prunkvollen Uniformen und schallenden Kapellenklängen durch die Stadt ziehen ließ.

Zahlreiche Vereine mit Berg- und Hüttenleuten sowie Musiker – insgesamt über 1.000 Beteiligte – nahmen in diesem Jahr teil. Auch 2018 findet die Bergparade am Vortag des 1. Advent statt. Es ist die 40. Bergparade.

Schnitzkunst und Faltsterne

Neben dem Markt mit Glühwein- und Waffelduft, mit Schnitzkunst und Faltsternen, gefiel mir besonders der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in der Inneren Klosterstraße.

Chemnitz: Adventszeit in der „Best Christmas City“

Zu bestaunen gibt es da Handwerkskunst mit Waren aus Filz, Holz, Leder oder Ton. Hier darf man dem Schmied bei der Arbeit am lodernden Feuer über die Schulter schauen oder ritterlich schlemmen bei Spanferkel und heißem Met. Fahrende Musikanten, Gaukler und Feuerspucker bevölkern am Wochenende die Bühne.

Weihnachten in Chemnitz, Foto: Weirauch
Weihnachten in Chemnitz, Foto: Weirauch

Auch die Bühne auf dem Neumarkt wird über die gesamte Adventszeit ein weihnachtlich klingendes Programm beherbergen. Highlight vor allem für die Kleinen ist neben Puppentheater und Märchenspiel natürlich vor allem der tägliche Besuch des Weihnachtsmannes um 17 Uhr. Er hat viel zu erzählen aus seiner Adventszeit. Die schönsten Geschichten schreiben dabei jedoch immer noch die eigenen Erlebnisse in der Weihnachtsstadt Chemnitz.

Nicht nur rund um das Rathaus laden Buden und Händler zum Weihnachtsbummel ein, auch in vielen Chemnitzer Stadtteilen gibt es kleine, individuelle Märkte, die liebevoll organisiert werden. Noch in der Innenstadt gelegen wird im Winterdorf am Uferstrand zum Weihnachtsmarkt Apres Ski geladen. Auf einer Eisstockbahn kann man sich dort auch sportlich betätigen.

Chemnitzer Weihnachtsmarkt – Rathausplatz (Foto: Ernesto Uhlmann, Bildrechte: CWE)
Chemnitzer Weihnachtsmarkt – Rathausplatz (Foto: Ernesto Uhlmann, Bildrechte: CWE)

Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt hat sich zu einem Besuchermagnet für Gäste aus nah und fern entwickelt. Im Wettbewerb “Best Christmas City” 2015, den die Messe Frankfurt ausschrieb, belegte Chemnitz mit 9.215 Stimmen den 1. Platz und wurde zur schönsten Weihnachtsstadt Deutschlands gekürt.

Weihnachten in Chemnitz 2016
Weihnachten in Chemnitz, Foto: D.Weirauch

Hotelempfehlung: Empfehlenswert ist das Biendo Hotel im Zentrum von Chemitz. Der Service ist zuvorkommend, flink und überaus engagiert.

Adresse: Biendo Hotel,  Straße der Nationen 12, 09111 Chemnitz, Tel.: 0371 / 4331920
Fax: 0371 / 43319220,  E-Mail: info@biendo-hotel.de

Hier einige Tipps zu weihnachtlichen Traditionen in Sachsen.

 

Chemnitz gehört zu den Orten in Sachsen, die man gesehen haben muß.

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Jena – Sehenswürdigkeiten in der Stadt von Zeiss und Schiller

Blick auf Jena, Foto: WeirauchBlick auf Jena, Foto: Weirauch

„In Jene lebt sich’s bene,  und in Jena lebt sich’s gut.“ So lautet ein Studentenlied aus dem Jahr 1850. Der Text trifft heute wieder zu. Doch wer von ferne Jenas aus DDR-Zeiten stammenden Plattenbaugebiete an der Autobahn A4 erblickt, kann das nicht so recht glauben. einfachraus.eu war doert und hat sich in die statd verliebt. Lest selbst…  Jena – Sehenswürdigkeiten in der Stadt von Zeiss und Schiller

Sehenswürdigkeiten in Jena

Trotz des Versuchs, optimale Umgebung für Studenten zu sein, trotz Hightechstandort und Kulturhochburg hat es die Stadt an der Saale immer noch schwer, aus dem Schatten von Erfurt, Weimar oder Eisenach herauszutreten. Wir stellen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Jena vor.

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JenTower – Keksrolle mit Aussicht

Weithin sichtbar ist der zu DDR-Zeiten erbaute rund 160 Meter hohe JenTower. Auf 128 Meter Höhe laden Restaurant „Scala“, ein kleines Hotel sowie eine Aussichtsplattform ein, den Blick über die Dächer der eng gedrängten Innenstadt schweifen zu lassen.

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Dem Turm gegenüber liegen die ehemaligen Fabrikgebäude der Zeiss-Werke, elegant eingebunden in das moderne Einkaufszentrum der „Goethe-Galerie“. Auch ein Steigenberger-Hotel befindet sich in den einstigen Zeiss-Werkstätten.

Vom JenTower aus, die Einwohner nennen das Bauwerk scherzhaft auch „Keksrolle“, schaut man auf die teilweise nach 1990 neu erichteten Produktionsstätten von Carl Zeiss, Jenoptik und Schott.

Marktplatz und „Hanfried-Denkmal“

Den Marktplatz, dessen Ensemble die Zerstörungen des 2. Weltkrieges nur teilweise überstand, dominiert das spätgotische Rathaus. Auf dem Platz steht weithin sichtbar das Denkmal für den Kurfürsten Johann Friedrich der Großmütige (1503 – 1553), den die Jenenser liebevoll „Hanfried“ nennen. Dieser gilt als Begründer der Jenaer Universität.

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Am Marktplatz lohnt auch ein Besuch der „Alten Göhre“, ein Gebäude mit auffälliger Giebelstellung an der Nordseite. Heute befindet sich darin das Stadtmuseum.

Stadtkirche St. Michael mit Luther-Grabplatte

Zu den Sehenswürdigkeiten von Jena gehört die Stadtkirche. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie wie fast der gesamte Stadtkern von Jena stark zerstört und in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder aufgebaut.

 

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Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die bronzene Grabplatte Martin Luthers im Kirchenschiff. Sie wurde 1549 vom Erfurter Glockengießer Heinrich Ziegler nach einer Bildvorlage von Lucas Cranach d. Ä. angefertigt. Man findet sie schräg gegenüber vom Altar. Die Platte war ursprünglich zur Aufstellung in Wittenberg bestimmt. Im Ergebnis des Schmalkaldischen Krieges verblieb sie aber in Jena, während in der Schlosskirche von Wittenberg eine Kopie aufgestellt wurde.

Ernst Abbe und Carl Zeiss

Überregionale Bedeutung hat Jena vor allem durch die Optische Industrie und das Jenaer Glas. Der Physiker Ernst Abbe und der Unternehmer Carl Zeiss entwickelten in Jena bahnbrechende Produkte der Optik. Auch an Otto Schott, den Erfinder des Jenaer Glases, erinnern in der Stadt Straßen, Plätze und Denkmäler.

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Das Optische Museum am Carl-Zeiss-Platz zeigt die Entwicklung optischer Geräte im Laufe der Jahrhunderte. Es gibt Abteilungen für Brillen, Geräte der Augendiagnostik und Augenheilkunde, Mikroskope, Fernrohre und Kameras.

Theaterhaus:; Kulturarena

Eine Besonderheit von Jena ist das Theaterhaus. Vom nach 1920 von Bauhausgründer Walter Gropius umgestalteten Zuschauerraum blieben nach Abriss  zu Ende der DDR nur die Grundmauern.  Im Sommer sitzt man heute im Halbrund auf dem Grundriss des einstigen Zuschauerraums und erlebt Aufführungen oder Konzerte im Rahmen des Festivals „Kulturarena“.

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Schillerhaus

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich im Schillergäßchen 2 das Museum  Schillerhaus. In keiner Stadt verweilte Friedrich Schiller länger als in Jena – von 1789 bis 1799. Neben Wohnhaus kann auch die Gartenzinne und das Küchenhäuschen betrachtet werden. Im Garten steht der alte ovale Steintisch, an dem Schiller oft mit Goethe gesessen hat und Gedanken austauschte. Auch als Schiller längst in Weimar ansässig wurde, behielt er das Gartenhaus in Jena noch einige Zeit.

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Jenauer Frühromantik

In Marktnähe befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Philosophen Johann Gottlieb Fichte die Literaturgedenkstätte zur Jenaer Frühromantik. Auf zwei Etagen wird im Romantikerhaus die Entwicklung Jena zwischen 1785 und 1803 zum fortschrittlichsten geistigen Zentrum Deutschlands dargestellt.

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Zeiss-Planetarium Jena

Das 1926 am Rande der Stadt eröffnete Zeiss – Planetarium gilt als das dienstälteste Planetarium der Welt und ist die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit von Jena. Mit einer Laser-Ganzkuppelprojektion werden Unterhaltung und Wissensvermittlung rund um das Jahr in Form von Live-Vorträgen, Kinderprogrammen, Hörabenden, Musik-Lasershows und exklusive-Events geboten.

Schlacht von Jena und Auerstedt

Im Ortsteil Cospeda, vier Kilometer nordwestlich von Jena, erinnert eine Gedenkstätte an die Schlacht von Jena und Auerstedt im Jahr 1806 zwischen den Truppen Napoleons und der preußischen Armee.  Empfehlenswert ist eine interaktive Wanderung auf dem einstigen Schlachtfeld zu unternehmen. Gegen einen Pfand erhält man im Museum einen Audioguide und kann, geleitet von der Stimme der Berliner Schauspielerin Sophie Rois, etwa eine Stunde lang das Schlachtfeld auch akustisch erwandern.

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Jena – Infos zur Stadt

Jena mit seinen rund 100.000 Einwohnern ist eingebettet in eine malerische, thüringer Landschaft mit südländisch anmutendem Flair und einer reizvollen Umgebung aus Muschelkalkhängen. Bis Weimar sind es 22 und bis Eisenach 110 Kilometer. Wegen der steigenden Immobilienpreise wird Jena auch „München des Ostens“ bezeichnet. Jena, mit dem ICE von Berlin in rund zwei Stunden zu erreichen, ist eine Stadt der kurzen Wege. Vom Bahnhof „Jena Paradies“ gelangt man fußläufig zu den meisten Sehenswürdigkeiten.

 Sehenswürdigkeiten in Jena – Kurzinfos

  • Jena Tourist-Information: Markt 16, 07743 Jena, Tel.: 03641/ 49-8050, Mail.: tourist-info@jena.de
  • JenTower: Sacala-Restaurant, Leutragraben 1, Tel: 03641/35 66 66, Internet: www.scala-jena.de/de/restaurant-bar/
  • Schillerhaus Jena: Schillergässchen 2, geöffnet: April – Oktober, Die. – So.: 11 – 17 Uhr, Nov.-März: Di. – Sa.: 11 bis 17 Uhr, Eintritt: 2,50 Euro
  • Literaturmuseum Romantikerhaus :Unterm Markt 12a, Geöffnet: Die.- So.: 10 – 17 Uhr,  Tel.: 03641/49 82 43, Internet: www.romantikerhaus.jena.de
  • Museum Schlacht von Jena und Auerstedt 1806: 07751 Cospoda, Jenaer Str. 12, geöffnet: April – Nov.: : Mi.-So.: 10 – 13 Uhr, 14-17 Uhr,, Mitte Jan.-März: bis 16 Uhr, Internet: www.jena1806.de
  • Optisches Museum: Carl-Zeiss-Platz 12,  Tel.: 0 3641/ 44 31 65, geöffnet: Di. – Fr.: 10 bis 16.30 Uhr, Sa.: 11 – 17 Uhr, Eintritt: 6, ermäßigt 4 Euro, Internet: www.optisches Museum
  • Zeiss-Planetarium Jena: Am Planetarium 5,  Tel.: 0 3641/ 88 54 88, Interbnet: www.planetarium-jena.de
  • Übernachten: Steigenberger Esplanade Jena, Goethe Galerie, Carl-Zeiss-Platz 1, 07745 Jena, Tel: 93641/8000, Internet: www.steigenberger.com/Jena/steigenberger-Esplanade

Hier weitere Reisetipps zu Thüringen.

Für Viele ist Thüringen eine klassische Wanderregion mit einer stark kulturell geprägten Vergangenheit und einer gutbürgerlichen Küche. Tatsächlich hat es aber mehr zu bieten, denn es ist die einmalige Landschaft, die dem „grünen Herzen Deutschlands“ seine markante, fjordähnliche Landschaft verleiht: zahlreiche Flüsse und die teils felsigen Ufer sowie Berg- und Stauseen machen das Bundesland für Urlauber zu einem echten Insidertipp.

Das „Thüringer Meer“ ist mit einer Fläche von 16,5 km² (ca. 2.000 Fußballfelder) Europas größte zusammenhängende Stauseeregion und lockt mit einer großen Auswahl an Trendsportarten wie Wasserwandern, Kanufahren oder Stand-Up-Paddling in den Freistaat, in erster Linie Camper, denn unabhängiges Unterwegs-Sein mit dem Zelt oder Wohnwagen wird immer beliebter.

 

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800 Jahre Dresdner Kreuzchor

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In diesem Jahr wird der Dresdner Kreuzchor 800 Jahre alt. Vor einigen Wochen besuchte ich den Chor in Dresden und war begeistert.

Dresdner Kreuzchor: In der Welt zu Gast

Unter dem Motto „In der Welt zu Gast. In Dresden zu Hause“ wird dieser denkwürdige Geburtstag über das ganze Jahr 2016 gefeiert. Auftakt der Feiern war am 21. Dezember 2015 das Adventskonzert, das erstmals unter freiem Himmel im Dresdner Fußballstadion gestaltet wird. Rund 15.000 Besucher erlebten diesen eindrucksvollen auftritt. Das Konzert wollten die Kruzianer als Dank an die Dresdner verstanden wissen, die den Chor seit 800 Jahren in ihren Herzen tragen. An diesem Abend erklangen Weihnachtslieder zum Mitsingen für die ganze Familie.

Wichtigster Auftrittsort ist die Kreuzkirche

Der Dresdner Kreuzchor und Dresden gehören zusammen. Denn der Chor ist städtisch und hat seinen Hauptauftrittsort in der evangelischen Kreuzkirche am Altmarkt von Dresden. Während einer Vielzahl verschiedener Konzerte und Festgottesdienste erleben die Besucher die Klarheit und Einzigartigkeit der Stimmen der Kruzianer. Der weltberühmte Chor gibt Dresden Gesicht, Stimme und Seele.

Älteste städtische Kulturinstitution

Die Kreuzkirche dient als eindrucksvoller Bau für die Chorkonzerte, die von bis zu 3000 Zuhörern besucht werden. Der Dresdner Kreuzchor prägt damit als älteste städtische Kulturinstitution das musikalische Leben Dresdens in besonderer Weise, zählt er doch zu den künstlerisch höchst anerkannten Ensembles seiner Art. Den  Ruf der Kulturmetropole verbreitet der Chor als Botschafter in alle Welt.

Auch die Kreuzschule feiert Jubiläum

Derzeit singen 128 Jungen im Alter zwischen neun und 19 Jahren in dem Ensemble, das als Lateinschule an der „capella sanctae crucis“, der heutigen Kreuzkirche, gegründet wurde. Da das Gebäude der einstigen Kreuzschule während der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 zerstört wurde, bezog der Chor nach verschiedenen Provisorien ein neues Domizil in der Dornblüthstraße im Dresdner Stadtteil Striesen. Die Kreuzschule ist ein evangelisches Gymnasium.

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Gemeinsame Konzerte mit Staatskapelle Dresden

Neben den von den Eltern der Kruzianer aufgebrachten Gebühren und einem großen Zuschuss der Stadt Dresden werden Chor und Schule durch Partner unterstützt. Dazu gehören unter anderem die Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne, die Porzellanmanufaktur Meissen sowie die gläserne Manufaktur Dresden. Oft gibt es gemeinsame Konzerte mit der Staatskapelle Dresden.

Wie man Kruzianer wird

Der Weg zum gefeierten Kruzianer ist lang. Manche Hürden gilt es zu überwinden. Eine Musiklehrerin der Kreuzschule schaut sich im Musikunterricht der Schulen in Dresden und der Umgebung nach musischen Talenten um.

So kam auch Mauro Leon Mitzscherling an die Kreuzschule. Der 11-jährige besucht im Jahr 2015 die 6. Klasse und ist einer von 128 Kruzianern. Aufgewachsen im kleinen Ort Dohna bei Pirna wurde er von der Talentefinderin „entdeckt“ und bestand in der 3. Klasse die erste Aufnahmeprüfung. Die 4. Klasse absolvierte er an der Kreuzschule als Probejahr.

„Als ich in die 5. Klasse übernommen wurde, wusste ich: Ich habe es geschafft.“ erzählt der Cellist, der aus einer Musikerfamilie stammt. Auch sein Bruder lernt und singt an Kreuzschule und Kreuzchor.

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100 Auftritte im Jahr

Bei 100 Auftritten im Jahr gibt es extra Lehrpläne, damit die Knaben auch schulisch mithalten können. Um das zu bewältigen, ist eiserne Disziplin notwendig. Selbst im Speisesaal an der Kreuzschule herrschen strenge Sitten, wie Mauro Leon berichtet. Dort gibt es einen „Tischobersten“, und wer sich schlecht benimmt, der wird mit Sonderaufgaben „belohnt“.

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Kreuzchor weltweit gefeiert

Aber, wer sich einmal für das Leben als Kruzianer entschieden habe, dem bringen die Anstrengungen Vorteile. So entstehen Freundschaften, die meist ein Leben lang halten. Und viele Reisen führen den Kreuzchor in die Konzertsäle und Kirchen auf der Welt. Und es nicht so, dass Kino gehen oder Fußball spielen verpönt sind. „Nein, das zählt auch zu meinen Hobbies“, bekennt Mauro Leon freimütig.

Dresdner Kreuzchor und Kreuzschule – Infos

  • Konzerte in der Kreuzkirche, Tickets unter: kreuzchor.com/termine-tickets/
  • Besichtigungen der Kreuzschule jeweils zum Tag der offenen Tür (Infos unter kreuzgymnasium.evangelische-schulen-sachsen.de)
  • Adresse: Evangelisches Kreuzgymnasium, Dornblüthstraße 4, 01277 Dresden, Tel:0351/315 35 20
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Beelitzer Bockwindmühle

Bockwindmühle BeelitzBockwindmühle Beelitz, Foto: D.Weirauch

Am 4. Advent hinaus zur Beelitzer Bockwindmühle. Der Mühlenverein rief und viele kamen. Das Motto lautete “Mama packt die Geschenke ein, Papa und Kind geh’n zum Mühlenverein” war dies für die Beelitzer und ihre Gäste eine der letzten Möglichkeit vor Weihnachten, sich draußen zu einem Plausch bei Glühwein und selbstgebackenen Kuchen  zu treffen.

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Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht. Natürlich waren auch viele Mamas und Omas da.

Oben auf dem Mühlenboden ratterte die Modelleisenbahn und der  auskunftsfreudige Müller und sein Geselle lasen Märchen vor. Der gestiefelte Kater auf dem Arm von Müller Ulrich Hyna begeisterte ebenso wie der Weihnachtsmann, der von hübschen Jungfrauen begleitet wurde und den Kindern Geschenke brachte. Doch zuvor führten sie ein lebendiges Weihnachtsprogramm auf. Bei den Liedern des Beelitzer Karnevalschores sangen viele mit. Glühwein, Mandeln, Nüsse sowie Weihnachtsgebäck boten die Müllersfrauen feil.

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Begehrt: Mühlenkalender von Felix Körner

Wer Glück hatte, erwischte ein letztes Exemplar des stets begehrten, im Buchhandel und beim Verlag längst ausverkauften Mühlenkalenders des Mannheimer Mühlenfotografen Felix Körner. Zu jedem der stimmungsvollen Aufnahmen gibt Körner Infos zur Mühle. Das Kalenderbild für Juli 2016 ziert die Bockwindmühle Beelitz. U.a. lobt er den rührigen von Wolfgang Trebuth geleiteten Mühlenverein der Beelitzer Bockwindmühle, dem es 2006 gelang, den einst baufälligen Mühlentorso wieder aufzubauen und mit funktionstüchtiger Mühlentechnik zu versehen.

Ostern 2016 an der Bockwindmühle Beelitz

Eins ist sicher. Die Mühlenfans, und nicht nur diese, freuen sich schon auf ein Wiedersehen zu Ostern 2016 an der Bockwindmühle Beelitz an der Trebbiner Straße 72.
Übrigens drehen sich auch in den nächsten Wochen die Flügel der Mühle, denn der Müller und seine Geselle stellen die Jalousienflügel fast täglich nach dem Wind. „Eine Mühle muß arbeiten, sonst ist sie keine richtige Mühle,“ meint Ulrich Hyna. Der Nebeneffekt: das Mehl wird in der Beelitzer Bäckerei Exner zum begehrten Mühlenbrot verbacken.

Hier nun ein kurzes Video:

Gesammelt wird vom Mühlenverein, dem 40 Mitglieder angehören, für ein Mehrzweckgebäude, in dem es dann auch Toiletten geben wird. Die Baugenehmigung dafür wurde jüngst erteilt.  Auf Anfrage führt der Müller auch durch die Bockwindmühle Beelitz. Alle Infos auf der Homepage der  Bockwindmühle Beelitz und hier Infos zu Mühlen im Land Brandenburg.

Schlösser und Burgen

Burg Altena – eine der schönsten Burgen Europas

Handwerkburg altena aussenansicht oberer burghof foto klaus sauerlandBurg Altena- Oberer Burghof © Märkischer Kreis 2014 – Fotograf Klaus Sauerland

Kaum eine andere Region in Deutschland spiegelt den Wandel in der Zeit- und Kulturgeschichte so facettenreich wieder, wie die Region der Burg Altena im Märkischen Kreis. Die majestätische Residenzburg, die malerisch auf einem Felssporn über der Stadt Altena liegt, kann auf eine mehr als 1000 jährige Geschichte zurückblicken und ist durch ein hochmodernes Aufzugssystem in wenigen Minuten von der Stadt aus erreichbar. Sagenhaft sind ihre Anfänge in ottonischen Zeiten, wechselhaft die Geschichte zwischen Aufstieg und Verfall.

Auch die Reformation prägte Westfalen und das Sauerland in besonderer Art und Weise. Martin Luther und seine Mitstreiter waren zwar nie in Westfalen, aber ihre Lehre und ihre Thesen beeinflussten das kirchliche Leben der Region maßgeblich. Um 1600 war die Reformation im Märkischen Kreis und dem südlichen Westfalen abgeschlossen. Einige Herrschaftsgebiete waren lutherisch, andere reformatorisch geprägt, etliche blieben katholisch oder wurden wieder re-katholisiert.

Die Preußen im Sauerland!

Nicht einmal 400 Jahre ist es her, dass die Region der Grafschaft Mark preußisch wurde.

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Auf den Spuren der Brüder Grimm

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Märchen lieben wir ja alle. Oder ? Es war einmal…. Wer sich für solche Anfänge begeistert, der sollte unbedingt nach Nordhessen fahren, das sich mittlerweile als GrimmHeimat bezeichnet. Jacob und Wilhelm Grimm, die mit ihrer Märchensammlung weltberühmt wurden, verbindet viel mit der Stadt Kassel, aber auch mit der Umgebung. Eine Spurensuche lohnt sich.

Auf den Spuren der Brüder Grimm

Neues Museum in der GrimmHeimat

In Kassel haben die Brüder 30 Jahre gelebt und ihren Ruhm begründet. Die Grimmwelt, ein modernes Ausstellungshaus auf dem Weinberg von Kassel, präsentiert ab September  2015 die Brüder Grimm am Ort ihres Lebens und produktivsten Schaffens. Die im bisherigen Grimm-Museums im historischen Palais Bellevue an der Schönen Aussicht gezeigten bibliophilen Kostbarkeiten, darunter das im Jahr 2005 von der Unesco zum Weltdokumentenerbe erklärte Kinder- und Hausmärchenbuch der Brüder Grimm aus dem Jahr 1812, werden dann ansprechend in der Grimmwelt inszeniert.

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Ausstellung informiert über Grimmwelt

Das Themenspektrum wird von den Märchen über das Deutsche Wörterbuch und die Grammatik bis hin zum politischen Engagement der Brüder Grimm reichen. Die Inhalte werden auf vielfältige Weise mit steter Rückbindung an Gegenwartsfragen vermittelt – informativ, ästhetisch und spielerisch. Dazu dienen wertvolle Originale ebenso wie künstlerische Installationen und Mitmachangebote.

Susanne Völker ist die Chefin der Grimmwelt
Susanne Völker ist die Chefin der Grimmwelt

Sie richten sich an Kinder und Senioren, Familien und Schulklassen, Touristen und Einheimische.

Das Palais Bellevue wird ab 2016 von der Universität und der Grimmgesellschaft genutzt.

 Führungen auf den Spuren der Brüder

Die Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. bietet Führungen „Auf den Spuren der Brüder Grimm“ in Kassel und „Auf den Spuren der Märchenfrau Dorothea Viehmann“ an. Dorothea Viehmann gilt als eine der bekanntesten sogenannten Beiträgerinnen für die von Jacob und Wilhelm Grimm herausgegebene Märchensammlung.

Blick in die Ausstellung in der Grimmwelt
Blick in die Ausstellung in der Grimmwelt

Die rund zweistündige Spurensuche zu den Brüdern Grimm in Kassel  führt zu Sehenswürdigkeiten, beispielsweise  dem Museum Fridericianum und dem Ottoneum. Auch werden der Standort des einstigen Wohnhauses der Familie Grimm und Wohnhäuser ihrer Freunde gezeigt. Nicht immer aber kann man Originalhäuser sehen, denn Kassel wurde am Ende des  Zweiten Weltkrieges zerstört.

 600 Kilometer Märchenstraße

Eingebunden ist Kassel in die Deutsche Märchenstraße. Seit 1975 führt diese Straße von der Brüder-Grimm-Stadt Hanau im Kinzigtal über 600 Kilometer bis nach Norddeutschland zu den Bremer Stadtmusikanten beziehungsweise zum Klabautermann in Bremerhaven. Sie reiht die Lebensstationen der Brüder Grimm sowie Orte und Landschaften, in denen ihre Märchen beheimatet sind, zu einem interessanten Reiseweg aneinander.

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GrimmHeimat Nordhessen

GrimmHeimat nennt sich Nordhessen heute. Die einst als „Hessisch Sibiren“ bespöttelte Region nahe der früheren innerdeutschen Grenze ist vor etwa zehn Jahren aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Es wurden Millionen in den Ausbau von zahlreichen qualitativ hochwertigen Wander- und Radwegen investiert. Damit entwickelt sich die Stadt zu einem echten Geheimtipp für Wanderer und Radler.

Dazu gehören gut vernetzte Stationen auf den Spuren der Brüder Grimm. Beispielsweise die Märchenwache Schauenburg in der Nähe von Kassel und die Kurstadt Bad Wildungen. In dem dortigen kleinen Ortsteil Bergfreiheit dreht sich alles um Schneewittchen.

 

Märchenhafte Naturerlebnisse

Ebenso gehören der Nationalpark Kellerwald-Edersee, der Naturpark Meißner-Kaufunger Wald oder der Naturpark Habichtswald zu den märchenhaften Erlebnissen in der GrimmHeimat Nordhessen. Eine Vereinigung von elf Hotels in und um Kassel hat sich in der Vereinigung „Elf Perlen“ zusammengeschlossen und  machen das Thema Grimm auf ihre Art und Weise erlebbar, so künstlerisch, literarisch oder auch kulinarisch. Einige Häuser, wie das Parkhotel Emstaler Höhe, bieten „märchenhafte“ Gerichte an.

Märchenkoch Dieter Amelung im Parkhotel Emstaler Höhe
Märchenkoch Dieter Amelung im Parkhotel Emstaler Höhe, Foto: D. Weirauch
Parkhotel Emstaler Höhe, Foto: D.Weirauch
Parkhotel Emstaler Höhe, Foto: D.Weirauch

In jedem Restaurant oder Hotel gibt es einen von einer Jury zertifizierten Märchenkoch. Einige der Märchenmenüs können unter Anleitung der Köche selbst zubereitet werden.

Rotkäppchen und Frau Holle

Auch von Bedeutung sind Alsfeld mit dem Rotkäppchenhaus, der Hohe Meißner als Hausberg der Frau Holle, der Reinhardswald mit dem Dornröschenschloss Sababurg, Hameln als Rattenfängerstadt oder Bad Oeynhausen mit dem Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseum. Sehenswert ist außerdem das mittelalterliche Fritzlar als fast 1300-jährige Dom- und Kaiserstadt. Weitere Stationen der Märchenstraße in der GrimmHeimat sind die Malerkolonie Willingshausen und Schwalmstadt.

Kostenloses Freizeitvergnügen

Mit der MeineCardPlus haben Besucher freien Eintritt in über 90 Freizeitattraktionen und kostenlose Fahrten mit den regionalen Bussen und Bahnen in der GrimmHeimat. Einzige Voraussetzung: Der Gast bucht seine Übernachtungen bei einem der über 100 teilnehmenden Hotels oder Pensionen. Dann erhält er MeineCardPlus vom Gastgeber geschenkt. Sie ist gültig für die gesamte Aufenthaltsdauer sowie am An- und Abreisetag.
Kostenlos genutzt werden können damit neben den Museen der Museumslandschaft Hessen Kassel auch beispielsweise der Baumkronenweg am Edersee, ein Wildtierpark, verschiedene Thermen, Spaßbäder und Eislaufhallen.

 GrimmHeimat – Informationen

  • Anreise zur Grimmwelt: mit dem Auto über A7, A5 oder  A4 oder dem ICE bis Bhf. Kassel-Wilhelmshöhe
  • Grimmwelt im Internet:  Grimmwelt.de
  • Deutsche Märchenstraße: Deutsche Märchenstraße e.V., Kurfürstenstraße 9, 34117 Kassel, Tel.: 0561/ 920 47 910
  • Internet: www.deutsche-maerchenstrasse.de
  • Infos zur MeineCardPlus: www.meinecardplus.de
  • Hier geht es zu den Buchenwäldern und den Kellerwald.
  • Was ist die GrimmHeimat NordHessen ?

    Die GrimmHeimat NordHessen ist eine Urlaubsregion mit jährlich rund 7,4 Millionen Übernachtungs- und 40 Millionen Tagesgästen. Von Bad Karlshafen im Norden bis Bad Hersfeld im Süden, von Eschwege im Osten bis Willingen im Westen reicht das Gebiet, das fünf nordhessische Landkreise und die kreisfreie Stadt Kassel einschließt. Die Region versteht sich als Heimat der Brüder Grimm, denn die beiden Sprachgelehrten haben hier den größten Teil ihres Lebens verbracht und ihre weltberühmten Märchen gesammelt. Die sanfte, waldreiche Mittelgebirgsregion mit ihren zahlreichen Flüssen und Seen, den romantischen Schlössern und Burgen und den zauberhaften Fachwerkstätten ist mit über 1.200 Kilometern an zertifizierten Wanderwegen und vielen erstklassigen Bahn- und Flussradwegen ein Paradies für Aktivurlauber und Naturliebhaber. Mit ihrer Lage im Herzen Deutschlands ist die GrimmHeimat NordHessen ein ideales Reiseziel für Kurzurlauber.

    GrimmHeimat Nordhessen: Ständeplatz 13, 34117 Kassel, Tel: 0561/97062 248, www.grimmheimat.de

  • Hier gibt es Ahle Wurscht: in der Jausenstation Weißenbach in der Grimmheimat, Foto: D.Weirauch
    Hier gibt es Ahle Wurscht: in der Jausenstation Weißenbach in der Grimmheimat, Foto: D.Weirauch

 

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Unterwegs auf dem Lutherweg in Thüringen

Lutherweg-P1900771Unterwegs auf dem Lutherweg, Foto: d.Weirauch

2017 ist Lutherjahr. 500 Jahre Reformation. In Thüringen, in Sachsen, In Hessen, auch im Land Brandenburg wurden in den letzten Jahren sogenannte Lutherwege ausgewiesen.

Hier übersetzte Luther das Neue Testament, Foto: D.Weirauch
Hier übersetzte Luther das Neue Testament, Foto: D.Weirauch

Ich bin schon einmal den Lutherweg in Thüringen gewandert. In einzelnen Etappen. Die schönsten Stationen stelle ich hier vor.

„Gehen, schauen, beten, zur Ruhe kommen“

„Gehen, schauen, beten, zur Ruhe kommen“ – so könnte man das Motto beim Wandern auf dem rund 1000 Kilometer langen Lutherweg durch Thüringen umschreiben. Der in 40 Etappen unterteilte Wanderweg verbindet verschiedene Wirkungsstätten Martin Luthers und für die Reformation wichtige Orte miteinander. Markiert ist der durch abwechslungsreiche Landschaften und auf landschaftlich reizvolle Teilstrecken führende Lutherweg mit einem grünen „L“ auf weißem Grund.

Unterwegs auf dem Lutherweg
Unterwegs auf dem Lutherweg

Lutherweg Thüringen mit spannenden Stationen

Besonders reizvoll: Teilstrecken des Lutherweges führen über den berühmten Kammweg Rennsteig. Und fast in jedem Ort lassen sich die Spuren des Reformators entdecken: In Schmalkalden legte er 1530 seine Glaubensgrundsätze vor, in Eisenach lebte der junge Martin Luther im heutigen Lutherhaus bei Familie Cotta und war in der nahen Georgenkirche Kurrendesänger.

Unterwegs auf dem Lutherweg
Unterwegs auf dem Lutherweg

Höhepunkt: Die Wartburg

Auf der Wartburg oberhalb von Eisenach übersetzte Luther das Neue Testament ins Deutsche, in Erfurt lebte er für sieben Jahre im Augustinerkloster und in Möhra befindet sich das Stammhaus seiner Familie. myEntdecker stellt einige Stationen des Lutherweges vor.

Romantik Hotel auf der Wartburg – Blick auf die Wartburg Foto: F. Moritz
Romantik Hotel auf der Wartburg – Blick auf die Wartburg Foto: F. Moritz

Wo Luther in Gefangenschaft geriet

Der landschaftlich reivollste Teil des Lutherweges beginnt am Lutherdenkmal im Glasbachgrund in der Nähe von Steinbach (Bad Liebenstein). Im Glasbachgrund wurde Luther auf seiner Rückreise vom Reichstag zu Worms nach Wittenberg am 4. Mai 1521 zum Schein gefangen genommen und auf die Wartburg gebracht.

Hier übersetzte Luther das Neue Testament, Foto: D.Weirauch
Hier übersetzte Luther das Neue Testament, Foto: D.Weirauch

Als „Junker Jörg“ verkleidet übersetzte er dort das Neue Testament. Nahe Steinbach erinnern eine 1993 gestiftete Buche und ein Denkmal an die Entführung Martin Luthers. Das heutige Lutherdenkmal wurde im Jahr 1857 vom Herzog von Sachsen-Meiningen errichtet.

Durch den Landschaftspark Altenstein

Durch den Park Altenstein führt der Lutherweg nach Möhra. Angeblich soll Martin Luther häufiger hier entlanggekommen sein. Der 160 Hektar große Altensteiner Landschaftspark gehört zu den schönsten seiner Art in Deutschland. Das zum Ende der DDR ausgebrannte Schloss wird derzeit wieder aufgebaut. Ein Förderverein veranstaltet regelmäßig Führungen durch den Park.

Unterwegs auf dem Lutherweg
Unterwegs auf dem Lutherweg

Von Steinbach sind es etwa 1000 Meter bis in den Altensteiner Park. Zwei Kilometer wandert man in den Kurort Bad Liebenstein (Info: schloss-altenstein.de).

Möhra – Stammdorf der Lutherfamilie

Aus Möhra stammt die Familie von Martin Luthers Vater. Die Eltern Luthers gingen, weil der elterliche Bauernhof dem ältesten Sohn zufiel, nach Mansfeld, um sich ihr Brot im dortigen Kupferbergbau zu verdienen.
Belegter Aufenthalt Martin Luthers in Möhra ist der 3. und 4. Mai 1521, wo er auf dem Dorfplatz (heute Lutherplatz) gepredigt haben soll. An dieser Stelle wurde 1861 ein Lutherdenkmal eingeweiht.

Möhra als Filmkulisse

2004 war die Kirche von Möhra Kulisse für den ARD-Fernsehfilm „Sehnsucht nach Liebe“ mit Barbara Rudnik in der Hauptrolle. Auch Szenen der Fernsehserie „Familie Dr. Kleist“ entstanden in der Lutherkirche. Die Kirche ist täglich geöffnet. Führungen können über das evangelische Pfarramt bestellt werden. (Pfarramt: Tel.03695/84273, E-Mail: PfarramtMoehra@t-online.de, Internet: www.lutherstammort-moehra.de) Übernachten kann man in Möhra in den 400 Jahre alten denkmalgeschützten Spinnstuben. Buchung unter www.spinnstube.com.

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Predigtort: Fachwerkstadt Schmalkalden

Auch der Abschnitt zwischen Schmalkalden und Tambach-Dietharz bietet jede Menge Geschichte.
Dieser Abschnitt des Wanderweges entspricht in Teilen dem historischen Reiseweg Luthers im Jahre 1537. Luther veröffentlichte auf dem „Schmalkalder Fürstentag“ die Schmalkaldischen Artikel, das Glaubensbekenntnis der evangelisch-lutherischen Kirche. Darauf werden noch heute evangelische Pfarrer ordiniert.

Unterwegs auf dem Lutherweg
Unterwegs auf dem Lutherweg

Luther wohnte ab dem 7. Februar 1537 im Hause Balthasar Wilhelms in Schmalkalden, dem heutigen Lutherhaus, und predigte zweimal Mal in der Stadtkirche St. Georg. Das Haus kann von außen besichtigt werden. Ganz in der Nähe davon befindet sich Schloss Wilhelmsburg.(museumwilhelmsburg.de)

Wo Luther seine Nierensteine verlor…

Auf einer Länge von etwa 17 Kilometern geht’s vom romantischen Fachwerkstädtchen Schmalkalden über die bewaldeten Bergrücken des Thüringer Waldes hinauf bis zum Rennsteig, um anschließend auf sanft abfallendem Weg und entlang eines Bergbaches bis nach Tambach-Dietharz zu gelangen.

Unterwegs auf dem Lutherweg
Unterwegs auf dem Lutherweg

Kurz vor dem heutigen Ortsteil Tambach soll der von Nierensteinen geplagte Luther aus dem Dambachsdorn (Lutherbrunnen) getrunken haben. Die Legende besagt, dass der Genuss des reinen Wassers am Lutherbrunnen und wohl auch die holprige Fahrt im Wagen dazu beigetragen haben, dass sich Luther von seinem Leiden befreit fühlte.

Geschichtsstunde: Die Luthermeile Erfurt

In Erfurt erinnert eine Menge an das Wirken von Luther in der Stadt. Mehr als zwei Stunden kann man auf dem dortigen Lutherweg Stadt- und Kirchengeschichte erleben. Stationen der Führung sind u.a. das Augustinerkloster, Collegium Maius, die Michaeliskirche oder der Dom St. Marien. Von 1501 bis 1505 studierte Luther an der Universität Erfurt und erlangte den Titel eines Magister Artium der Philosophischen Fakultät. Auf väterlichen Wunsch begann Luther danach das Studium der Rechtswissenschaften. (Augustinerkloster Erfurt, Klosterführung mit Ausstellung Bibel-Kloster-Luther, Mo.-Sa.: 9.30 – 17 Uhr, Eintritt:6, erm.: 4 Euro, Internet: augustinerkloster.de)

Das Gewitter bei Stotternheim

Am 2. Juli 1505 wurde Luther nach einem Besuch seiner Eltern in Mansfeld auf dem Rückweg in der Gemarkung Stotternheim vor den Toren Erfurts von einem schweren Gewitter überrascht, hatte Todesangst und rief zur Heiligen Anna, der Mutter Marias: „Heilige Anna, lässt Du mich leben, so will ich ein Mönch werden.“

Unterwegs auf dem Lutherweg
Unterwegs auf dem Lutherweg

Der Eintritt Luthers am 17. Juli 1505 in das Erfurter Augustinerkloster markiert den Anfang der folgenreichsten Wandlung der Kirchengeschichte.

Informationen zum Lutherweg Thüringen

Internet: luther-in-thueringen.com und luther2017.de
Prospekt „Reformation in Thüringen“ gibt es bei Tourist Information Thüringen: Tel.: 0361/ 37420 oder unter www.thueringen-entdecken.de
Pilgerpass für die Lutherwege in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter Tel.: 0361/37420, E-Mail: service@thueringen-tourismus.de, www.lutherweg.de/kontakt-und-service/pilgerpass/

Das Lutherhaus in Eisenach, Foto: D.Weirauch
Das Lutherhaus in Eisenach, Foto: D.Weirauch
Hotels

Entspannte Nächte im Holiday Inn in Hamburg

Hamburg 30-4-2015Die "Regal Princess" im Hamburger Hafen, ab Mai 2016 auch in Warnemünde, Foto: Promo

Nicht nur Tagungsgäste haben das Holiday Inn Hamburg an den Elbbrücken für sich entdeckt. Immer mehr Individualtouristen und Familien checken in dem nach umfangreicher Renovierung sich in frischen Farben präsentierenden Hotel im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort ein.

Blick auf Elbbrücken und Hafen

„Die Gästezimmer sind funktionell, besonders schön ist die Sicht aus den Fenstern vom Executive-Bereich aus“. lobt beispielsweise der Michelinführer. Idyllisch gelegen an der grünen Halbinsel Entenwerder, direkt an den Elbbrücken,  begrüßt das Holiday Inn unter der Leitung von Generalmanager Jochen Zillert seine Gäste. Das Haus mit den 18 Etagen bietet nicht nur den besten Ausblick auf die entstehende Hafencity, sondern auch genügend Möglichkeiten, um sich nach einem ausgedehnten Stadtbummel oder einer Tagung zu erholen.

Holiday Inn Hamburg: Blick in die Rezeption, Foto: D.Weirauch
Holiday Inn Hamburg: Blick in die Rezeption, Foto: D.Weirauch

Das Holiday Inn ist funktional eingerichtet, ohne viel Schnickschnack. Kenner schätzen die Gastfreundschaft des engagierten Teams, das 2013von kurzurlaub.de  als bestes Hotel Deutschland ausgezeichnet wurde. Der kompetente Service war einer der Gründe.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Eine Übernachtung ist ab 79 Euro zu haben. Zum Holiday Inn Hotelpark gehören auch noch die Elb-Residence mit 99 Appartments und das Zwei-Sterne-Design Hotel Bridge Inn mit 99 Zimmern.

Pluspunkte sind Verkehrsanbindung und Stadtnähe

Wie Reisende auf dem Bewertungsportal holidaycheck berichten, ist es nicht nur die Nähe zur Stadt und die gute Verkehrsanbindung, die sie das Hotel buchen lassen. Entscheidend sei die Aussicht aus den oberen Etagen des Hotels hinüber auf den Elbpark mit der entstehenden Hafencity und zum Hamburger Hafen. Manche nennen den Elbpark Entenwerder einen der „schönsten Plätze der Stadt“.

Holiday Inn Hamburg, Blick aus dem 8. Stock, Foto: D.Weirauch
Holiday Inn Hamburg, Blick aus dem 8. Stock, Foto: D.Weirauch

Mit dem Bus der Linie 3 ist man innerhalb von 20 Minuten in Hamburgs Zentum mit Rathaus, Hauptbahnhof oder der Mönckebergstraße.

Hell und freundlich gestaltete Lobby

Beim Betreten des Hotels werden die Gäste vom neuen, frisch-grünen Logo des Holiday Inn empfangen und gelangen in die hell und freundlich gestaltete Lobby. Jetzt sind alle Sinne gefragt!

Moderner Stil fürs Auge und die angenehme Klimatisierung ziehen sich durch das gesamte Haus. Gemütliche Loungemöbel laden zum Verweilen ein. Einen Moment Ruhe verspricht auch die Bongossi-Hartholzbank vor dem Haupteingang. Wer sich über das Hotel und wichtige Punkte rund um die Hansestadt informieren möchte, wird von den freundlichen und kompetenten Mitarbeitern am Empfang gut beraten.

Relaxen im Pool mit Aussicht

Eine weitere Besonderheit ist der Wellnessbereich im Holiday Inn. Wer sagt, dass ein Pool stets im Erdgeschoss oder gar im Keller zu finden ist? Im Holiday Inn Hamburg befindet sich der Pool in der zweiten Etage. Eine großzügige Fensterfront lädt zum Schwimmen mit Aussicht zu den beeindruckenden Stahlkonstruktionen der Elbbrücken ein. Sauna und Massagen runden das Angebot ab.

Der „Relax-Faktor“ ist auch in kleinen Dingen auf den Zimmern zu finden. So zum Beispiel im sogenannten„Pillow-Menü“. Wenn sich die Hansestadt zur Ruhe bettet, schläft manch einer gerne in einem weichen Federkissen, ein anderer bettet sich lieber auf antiallergischen oder festeren Kissen. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. So bietet das Hotel für jeden Gast das passende Ruhekissen für erholsame Nächte. Gut erholt kann es dann morgens zu einer Joggingrunde auf Entenwerder gehen.

Vom Hotel auf die Barkasse

Das Holiday Inn Hamburg bietet jedoch nicht nur einen grandiosen Ausblick auf die Hamburger Skyline. Das Ein- und Ausfahren der Kreuzfahrtschiffe lässt sich von den oberen Etagen aus gut beobachten.

Holiday Inn Hamburg, Foto: D.Weirauch
Holiday Inn Hamburg, Foto: D.Weirauch

Eingefleischte Hamburg-Fans wissen: Wer den Hafen nicht vom Wasser aus erlebt hat, der ist nicht wirklich in Hamburg gewesen! Gemeinsam mit „Barkassen-Meyer“ bietet das Holiday Inn dieses Erlebnis in allen denkbaren Facetten. Vom nahe gelegenen Anleger auf Entenwerder, starten Barkassen durch die Speicherstadt, die Hafencity und den Überseehafen.
Übrigens sind die 19 Tagungsräume des Hotels nach den Nebenflüssen der Elbe benannt. Jeetze, Sude, Ilmenau, Pinnau, Este, Löcknitz und und Andere bieten neben einer inspirierenden Atmosphäre die erforderliche Infrastruktur. Die Handschrift des erfahrenen Hoteliers Jochen Zillert ist auch in diesen Details zu spüren.

Speisen im „Elbgarten“

Auch im Restaurant „Elbgarten“ hat der neue Stil Einzug gehalten. Für Schnellfrühstücker mit wenig Zeit bietet eine neue Frühstückstheke Platz für bis zu 24 Personen, die trotz Zeitmangels auf ein Frühstück nicht verzichten möchten.

Im „Elbgarten“ des Holiday Inn ist es keine Seltenheit, wenn beim Dinner an den Nebentischen Hamburger Mundart gesprochen wird: Unter den Hamburgern hat sich längst herumgesprochen, dass man bei Chefkoch Thomas Ebel gut essen kann. Die elegante, frische, regionale und internationale Küche, so lobt der Michelinführer, lasse keine Feinschmeckerwünsche offen. Die Speisekarte ist klein, wenige Gerichte stehen zur Auswahl. Darunter Zander- undLachsgerichte, aber auch das klassische Schnitzel gibt es. Ein Zeichen dafür, dass sich die Küche auf Qualität konzentriert. Der Service ist flink und zuvorkommend. Die Auswahl der Weinkarte gelingt mit Hilfe der dienstbaren Geister.

Hanseatisch stilvoll ausklingen kann der Abend in der gemütlich eingerichteten Bar „Windfang“ im Erdgeschoss..

Holiday – inn Hamburg + Informationen

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Hamburg.

Reise

Lausitzer Impressionen: Technikgeschichte und Nervenkitzel

Museumsleiterin Mechthild Passek in der Brikettfabrik Museumsleiterin Mechthild Passek in der Brikettfabrik "Louise", Foto: D.Horn

Die Lausitz bietet viele Überraschungen. Dazu gehören einzigartige Attraktionen mit Superlativen. Etwa die älteste Brikettfabrik Europs, die “Louise” in Domsdorf (Uebigau-Wahrenbrück)  im Elbe-Elster-Kreis oder 40 km weiter entfernt der “Liegende Eiffelturm,” die Abraumförderbrücke F 60.

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Dort, im Schatten des Stahlkoloss, werden auch atemberaubende Touren mit dem Jeep durch unwegsames Gelände, die an eine Mondlandschaft erinnert, angeboten. Und, was ich bislang noch gar nicht wußte, es gibt dort einen “Kleinen Spreewald”.  Später dazu hier mehr.

Hier der Text zur “Louise” in Domsdorf.

Die Brikettfabrik ist wegen der in ihren Baulichkeiten und technischen Anlagen ablesbaren Entwicklungsgeschichte der Braunkohleveredelung von besonderer historischer Bedeutung für die gesamte Region.

Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der Restaurierung einzelner Anlagen auf dem Gelände. 2002 erhielt das Team um „Louise“ den Europa-Nostra-Preis zur „Erhaltung und Aufwertung des kulturellen Erbes“. 2000 Antragsteller hatten sich europaweit dafür beworben.

Neuerdings treffen sich in der „Louise“ auch mit Energieträgern und Klimawandel befasste Experten. Denn „Louise“ ist auch Trandformationszentrum für erneuerbare Energien.

Abraumförderbrücke und Brikettfabrik

Und wer Lust hat, der kann im Umfeld von „Louise“ auf extra ausgeschilderten Wegen Bergbaugeschichte erwandern. Im Umfeld der Fabrik entstanden von 1878 bis 1958 mehr  20 Tief- und kleine Tagebaue. Die sind freilich nicht vergleichbar mit den großen Tagebauen wie Klettwitz (wo die F 60 als Abraumförderbrücke bestiegen werden kann und spannende Jeep-Touren am Tagebaurand angeboten werden). Die größte bewegliche, technische Anlage der Welt ist heute ein Wahrzeichen der Lausitz. „Liegender Eiffelturm“ wird die rund 500 Meter lange Stahlkonstruktion der ehemaligen Abraumförderbrücke liebevoll genannt.

Ziel für Radfahrer

Idyllisch von Laubwäldern umgeben und direkt am Fürst-Pückler-Radweg gelegen, ist die Brikettfabrik „Louise“ ein interessantes Ausflugsziel nicht nur für Technikbegeisterte. Verschiedene Führungen vermitteln viel Wissenswertes zur Geschichte der Braunkohlenveredelung in der Lausitz.

Hotels

Der Harz hat viel mehr zu bieten ……

Stolbergstolberg harz - blick zum schloss hochkant

als unberührte Natur und historische Sehenswürdigkeiten.

Ja, so meine Erfahrung.  Dem Harz haftet zu unrecht oftmals noch ein leicht angestaubtes Image an: Wer an dieses Reiseziel denkt, dem fallen vielleicht Begriffe ein wie Buttercremetorte, Roulade und Kegelabende. Doch das ist
längst nicht mehr alles, was der Harz zu bieten hat. Noch immer lockt die Region mit historischen Sehenswürdigkeiten und unberührter Natur. Mit etwas Glück treffen Wanderer im Nationalpark Harz, Deutschlands größtem länderübergreifenden Naturschutzgebiet, sogar auf den einst vom Aussterben bedrohten Luchs und andere seltene Tier- und Pflanzenarten. Doch nicht nur die sagenumwobene Bergwildnis die bekannten Sehenswürdigkeiten des Harzes lohnen einen Besuch:
Für alle, die unter kulinarischen Genüssen etwas anderes verstehen als Torte und deftige Hausmannskost, bieten drei innovative bekannte Harzer Hotels das perfekte Reisedomizil.
Meine Tipps:

Das Landhaus Zu den Rothen Forellen in Ilsenburg

das Naturresort Schindelbruch in Stolberg

Blick in den Pool im Resort Schindelbruch im Harz, Foto: Schindelbruch
Blick in den Pool im Resort Schindelbruch im Harz, Foto: Schindelbruch

und das Spa & Wellness Resort Romantischer Winkel in Bad Sachsa.

Diese Häuser, sie gehören zur  Dachmarke Genuss HOTELS HARZ.

Alle drei bieten Gästen mehr als nur bequeme Betten, gute Wellnessbereiche, entspannende Wohlfühlbehandlungen und eine empfehlenswerte Küche: Alle drei Harzer Genusshotels legen Wert auf Nachhaltigkeit, die sich nicht nur in „grünen“ Projekten der Häuser zeigt, sondern auch in einer innovativen Küche mit erntefrischen Zutaten aus der Region. Das schont die Umwelt, stärkt die heimischen Erzeuger und schmeckt zudem noch besser als beispielsweise wässrige Erdbeeren oder Tomaten, die statt in der prallen Sonne auf weiten Transportwegen in Folie verpackt gereift sind.

Bewertet vom Relax Guide 2015

Schindelbruch Naturresort 17 Punkte, 3 Lilien

Zu den Rothen Forellen Ilsenburg, 12 Punkte

Romantischer Winkel Bad Sachsa, 13 Punkte, 1 Lilie

Anreise. u.a. mit Fahrtziel Natur.

Hier geht es zum Hotel Plumbohms in Bad Harzburg.

Und hier zur romantischen Burg Falkenstein hoch oben über dem Selketal.

 

1 Stunde weg

Auf Stahnsdorfer Südwestkirchhof: Sprachgenie Emil Krebs

Stahnsdorfer Südwestkirchhof

Sprachgenie Emil Krebs

Auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof trafen wir unlängst Eckard Hoffmann. Er ist  Großneffe des 1867  im schlesischen Freiburg (Swiebodzice) geborenen „Sprachgenies“ Emil Krebs.  Der Ort liegt etwa 50 Kilometer von Breslau entfernt.

Herr Hoffmann berichtete anschaulich über das Leben seines Großonkels Emil Krebs. Er hat Wirken und Leben seines Vorfahren Emil Krebs, der Legationsrat im Auswärtigen Amt war, recht  ausführlich erforscht. Kaum zu glauben. Achtundsechzig Sprachen sollen es gewesen sein, die Krebs in Wort und Bild beherrschte. Bis heute gilt Krebs, dessen aktive Zeit in die Jahre von 1893 bis 1930 fällt, als Sprachwunder.Eckard Hoffmann wirkte zudem an dem im OASE Verlag Badenweiler erschienenen Buch “Emil Krebs Kurier des Geistes”  mit. Darin wird der polyglotte Dolmetscher  und seine herausragende Begabung gewürdigt.

Stahnsdorfer Südwestkirchhof

Im norwegischen Stil errichtete Kapelle auf dem Stahsdorfer Südwestkirchhofs, Foto: D.Weirauch

Eckard Hoffmann vor dem Grab von Sprachgenie Emil Krebs, Foto: D.Weirauch

Auf der Seite des Auswärtigen Amtes steht u.a.: “Für viele Mitarbeiter im Sprachendienst ist er bis heute ein Vorbild, das einen Ehrenplatz in der Geschichte des Sprachendienstes verdient hat, getreu dem Satz: „Menschen sterben nicht mit ihrem physischen Tod, sondern dann, wenn man sie in der Erinnerung des Herzens vergisst.“ Mehr Infos auf der Seite des Amtes hier.

Ausstellung über Emil Krebs ab 8. Mai auf Gut Kreisau in Schlesien

Reise

Feine Musik im Erzgebirge

Schwarzenberg, Musikfest Erzgebirge 2014Schwarzenberg, Musikfest Erzgebirge 2014

Das Erzgebirge war mir bislang vor allem durch die Bergaufzüge und als Weihnachtsland bekannt. Und als Land mit den meisten Besucherbergwerken, rund 40 soll es geben.

Eber es gibt mehr als das.

Am Wochenende ist das 3. Musikfest Erzgebirge zu Ende gegangen. Für die
außergewöhnliche Interpretation von Joseph Haydns »Jahreszeiten« unter der Leitung von
Intendant Hans-Christoph Rademann gab es von den fast eintausend Konzerthörern in der
St. Georgenkirche in Schwarzenberg stehende Ovationen.

Am Wochenende endete das 3. Musikfest Erzgebirge !

Über 7.500 Besucher hatten in den letzten Tagen 13 Veranstaltungen an den zwölf Spielorten
des Festivals, von Annaberg-Buchholz bis Zschopau, von Eibenstock bis Freiberg besucht
und dem Musikfest eine Auslastung von über 90 Prozent beschert. International
renommierte Künstler ins Erzgebirge einzuladen und den Einwohnern und ihren Gästen ein
kulturell hochkarätiges Programm zu bieten: dieses Ziel sei aufgegangen, bilanzierten die
Festivalmacher. Dirigenten wie Václav Luks, Helmuth Rilling oder Masaaki Suzuki gaben sich
diesmal die Ehre. Der Dresdner Kammerchor, das Pera Ensemble mit dem Dresdner
Barockorchester, der RIAS Kammerchor und die Sächsische Staatskapelle musizierten auf
höchstem Niveau. Innovative Konzertformate wie das “Nach(T)klang”-Konzert, bei dem sich
drei Ensembles musikalisch um eine CD-Produktion durch Deutschlandradio Kultur
bewarben, das große “Erzgebirgische Sängerfest”, aber auch die neuen Familienkonzerte im
Rahmen des »Jungen Musikfestes« waren Publikumserfolge.
“Keine Angst vor Qualität!” – der Leitspruch Rademanns lockte auch viele internationale
Musikliebhaber an. Der Musikfest-Schirmherr, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, zeigte
sich am letzten Konzerttag glücklich über die Entwicklung, die das Festival genommen hat:
künstlerisch sei es längst auf dem Niveau des Leipziger Bachfestes und der Dresdner
Musikfestspiele angekommen.
Das nächste Musikfest Erzgebirge findet vom 9. bis zum 18. September 2016 statt.

Übrigens informiert die Homepage von Musik in Sachsen über aktuelle Termine und Bewertungen der Konzerte.