Prignitz

1 Stunde weg

Störche sind da

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Im Havelland sind fast alle Horste von den Störchen wieder belegt. So in Roskow, Päwesin auch in Gortz. In Bagow wartet man auf das Stochenpaar noch, ebenso in Buckow bei Nennhausen.

Stöche auch im Storchendorf Rühstädt

Es klappert auch wieder kräftig in Rühstädt, Deutschlands einzigem Europäischen Storchendorf! Die auf halbem Wege zwischen Hamburg und Berlin gelegene Prignitz beeindruckt nicht nur mit einer der schönsten Naturlandschaften Deutschlands, sondern auch mit der größten Storchenkolonie Mitteleuropas. Darüber habe ich hier schon desöfteren berichtet. Vier Störche sind bereits aus dem Winterquartier in Deutschlands einziges „Europäisches Storchendorf“ heimgekehrt – nun werden es fast täglich mehr. Jedes Jahr nisten im Schnitt 70 Störche in Rühstädt.

Störche in Rühstädt. Bildquelle: Archiv Tourismusverband Prignitz.
Störche in Rühstädt. Bildquelle: Archiv Tourismusverband Prignitz.

Deutschlands storchenreichstes Dorf

Rund 40 Brutstätten stehen den Störchen in Deutschlands storchenreichstem Dorf zur Verfügung. Die Nester wurden jetzt kontrolliert und für die neue Storchensaison fit gemacht. Nun können die langbeinigen Besucher ihr Sommerquartier in Besitz nehmen. „Vier Störche sind bereits pünktlich eingeflogen: ein Paar und zwei Einzelstörche. Es sind die ersten sogenannten Westzieher. Die Ostzieher befinden sich derzeit noch über Ägypten und werden voraussichtlich in der zweiten Aprilwoche in Rühstädt einfliegen“, so Jürgen Herper, Naturwächter im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und zugleich Mitglied des Storchenclubs Rühstädt.

Ein ganz besonderes Naturerlebnis ist der spätabendliche Einflug der Störche in ihre Nester. „Das große Begrüßungsgeklapper und die letzten Jungenfütterungen des Tages sind von Mitte Mai bis Mitte August für Gäste und Bewohner des Dorfes ein täglicher Höhepunkt“, so Herper.

Erlebnisführung „Rühstädter Storchenfeierabend“

Für Besucher, die das Storchendorf länger erkunden möchten, bietet das Schlosshotel Rühstädt ein attraktives Verwöhnwochenende mit Wellness-Angebot und Erlebnisführung. Buchbar ist das Angebot unter: https://bit.ly/2jEumpW. Leidenschaftliche Radfahrer können zudem auf der 27 Kilometer langen Tour „Treffpunkt Adebar“ die Nahrungsgebiete der Störche individuell erkunden: Weitere Infos: www.dieprignitz.de

Reise

Fünf Gründe, warum nicht nur Hobbyarchäologen in die Prignitz fahren sollten

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Auf dem Schlachtfeld von Freyenstein: D.Weirauch

Irgendwo da oben im Nordwesten des Landes Brandenburg liege die Prignitz, höre ich beim Nachfragen. Und dass die Elbe ihre eine Flanke begrenzt. Auch soll es dort in der Prignitz mehrere Städte wie Wittenberge, Perleberg, Pritzwalk, Wittstock und Kyritz geben. Aus dem  Landstrich, wo in einigen Dörfern noch gelegentlich Plattdeutsch gesprochen wird, sind nach 1990 sehr viele Menschen weggezogen. Wie die benachbarte Uckermark zählt die Prignitz zu den am dünnsten besiedelten Teilen Deutschlands. Archäologische Orte in der Prignitz. Auf der Grünen Woche ist jedes Jahr der Stand mit Knieperkohl immer dicht umlagert. Denn diese kulinarische Spezialität gibt es nur in der Prignitz. Soweit so gut… Fünf Gründe, warum nicht nur Hobbyarchäologen in die Prignitz fahren sollten

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Einstieg in die Grabkammer des Königsgrabes von Seddin. (C): D.Weirauch

Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin
Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin (C): D.Weirauch

Einmalige archäologischen Orte in der Prignitz

Doch die Prignitz hat viele Besonderheiten. Dazu gehören neuerdings die  Zentralen Archäologischen Orte (ZAO) der Prignitz. Hört sich erstmal sperrig an, ist es aber nicht. Höchst lebendig. Auch für Nicht-Hobbyarchäologen.

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Wittstocks imposante Stadtbefestigung mit dem Museum des 30-jährigen Krieges  (C): D.Weirauch

Auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg liegen sie zusammen mit weiteren rund 3.000 archäologischen Fundstellen und zeugen vom reichen geschichtlichen Erbe der brandenburgischen Reiseregion. Wie kaum eine andere Region in Deutschland weist die Prignitz eine außergewöhnlich hohe Dichte an historischen Schätzen auf.

Leuchttürme der Landesgeschichte

Es sind authentische Orte mit außerordentlich hohem Anschauungswert. Experten sprechen gar von „Leuchttürmen der Landesgeschichte“. Einige der Orte, so das Schlachtfeld 1636 des Dreißigjährigen Krieges auf dem Scharfenberg  bei Wittstock, sind bereits touristisch erschlossen. Andere Orte wie das tausende Jahre alte Großsteingrab bei Mellen gilt es noch auszubauen. Doch Touristen finden mittlerweile gute Ausschilderungen zu den Sehenswürdigkeiten. Für ihre Radwege, darunter den Elbe-Radweg, ist die Prignitz berühmt.

Im Museum Perleberg kann man sich eine Kopie der Grabbeigaben von Seddin anschauen.
Im Museum Perleberg kann man sich eine Kopie der Grabbeigaben von Seddin anschauen. (C): D.Weirauch

Neben einem Logo wurde eine Broschüre entwickelt, welche die sechs archäologischen Orte hinsichtlich ihrer geschichtlichen, archäologischen und touristischen Bedeutung vorstellt. „Ziel der Broschüre ist es, anhand von Sagen, Erzählungen und Mythen den Reiz und das Geheimnis dieser ZAO deutlich zu machen“, erklärt Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V. „Die Broschüre soll sowohl die Zielgruppe des geschichtsinteressierten Kulturliebhabers als auch Familien und Großeltern mit Enkeln ansprechen. Neben den touristischen Highlights bei den ZAO selbst werden nämlich auch spannende Aktivitäten, Naturerlebnisse und kulinarische Tipps am Wegesrand vorgestellt.“

Hier nun, bevor wir die einzelnen Orte näher vorstellen, eine erste  Übersicht zu den Archäologischen Orten in der Prignitz

Großsteingrab Mellen:

Das imposante Hünengrab von Mellen zeugt von einer weit verbreiteten Bestattungskultur der Jungsteinzeit. Als letztes erhaltenes Großsteingrab der Prignitz steht die 22 mal 8 Meter große Anlage bereits seit 1887 unter Denkmalschutz.

Das imposante Hünengrab von Mellen zeugt von einer weit verbreiteten Bestattungskultur der Jungsteinzeit.
Das imposante Hünengrab von Mellen zeugt von einer weit verbreiteten Bestattungskultur der Jungsteinzeit. (C): D.Weirauch

Königsgrab Seddin:

Das Königsgrab von Seddin gilt mit seinen wertvollen Schätzen als die bedeutendste Grabanlage des 9. Jhd. v. Chr. im nördlichen Mitteleuropa. Zahlreiche Sagen und Mythen ranken sich um diese geheimnisvolle Grabkammer.

gilt als die bedeutendste Grabanlage des 9. Jh. vor Christus im nördlichen Mitteleuropa.
Archäologe Dr. May am „Königsgrab“,es gilt als die bedeutendste Grabanlage des 9. Jh. vor Christus im nördlichen Mitteleuropa. (C): D.Weirauch
Gedenkstein vor dem Königsgrab von Seddin.
Gedenkstein vor dem Königsgrab von Seddin. (C): D.Weirauch
Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz.
Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz. (C): D.Weirauch
Prignitz interaktiv: Hörstation am Königsgrab von Seddin
Prignitz interaktiv: Hörstation am Königsgrab von Seddin (C): D.Weirauch

Sehenswerte Burg Lenzen:

Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten.

Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten
Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten (C): D.Weirauch

Archäologischer Park Freyenstein :

Das mittelalterliche Freyenstein gehört zu einer der wenigen Stadtwüstungen in Brandenburg. Es ist ein Musterbeispiel für den Bauboom im 13. Jahrhundert – Grundstein für den Aufbau heutiger mitteleuropäischer Städte und Siedlungen.

Archäologe Dr. Wacker erläutert den Archäologischen Park Freyenstein.
Archäologe Dr. Wacker erläutert den Archäologischen Park Freyenstein. (C): D.Weirauch

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Die Stadtwüstung an der heutigen Ortsgrenze zeigt den alten Standort der Stadt um 1287.
Die Stadtwüstung an der heutigen Ortsgrenze zeigt den alten Standort der Stadt um 1287. (C): D.Weirauch

Adelssitz Meyenburg:

Das stolze Schloss Meyenburg diente seit Jahrhunderten herrschaftlichen Familien als Wohnort. Eine mittelalterliche Steinspeicherheizung zeugt vom Alter und von der Bedeutung des Bauwerks. Heute befindet sich hier Deutschlands erstes Modemuseum.

Das Meyenburger Schloss gehört heute zu den herausragenden profanen Baudenkmälern in der Prignitz.
Das Meyenburger Schloss gehört heute zu den herausragenden profanen Baudenkmälern in der Prignitz. (C): D.Weirauch

Schlachtfeld 1636 Wittstock:

1636 tobte der Dreißigjährige Krieg in weiten Teilen Europas. Nahe bei Wittstock kam es in diesem Jahr zu einer wichtigen Entscheidungsschlacht zwischen schwedischen Truppen und der kaiserlich-sächsischen Armee.

Die Archäologin Dr. Eickhoff erläutert die funde auf dem Schlachtfeld Scharfenberg/Bohnencamp
Die Archäologin Dr. Eickhoff erläutert die Funde auf dem Schlachtfeld Scharfenberg/Bohnencamp (C): D.Weirauch

(C): D.Weirauch

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(C): D.Weirauch

Weitere Informationen zur kulinarischen Besonderheit der Prignitz, dem Knieper, gibt es hier.

‘Und hier geht es zum Modeschloss in Meyenburg.

Hier zum neuen Wegbegleiter Prignitz, in dem die Sehenswürdigkeiten von Joachim Nölte besprochen werden.

 

Was und wo: Prignitz

Die zwischen Berlin und Hamburg liegende Prignitz besitzt eine der schönsten und urtümlichsten Naturlandschaften Deutschlands. An Elbe und Stepenitz können hier Gäste die einmalige Landschaft auf ganz besondere Art und Weise erfahren. Die naturbelassene Flusslandschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg mit ihren verträumten Dörfern, historischen Städten und altehrwürdigen Kirchen, Schlössern und Burgen machen den ganz besonderen Reiz dieser Reiseregion aus.

Weitere Informationen:

  • Tourismusverband Prignitz e.V.
  • Großer Markt 4
  • 19348 Perleberg
  • Tel: +49 (0) 3876/ 30 74 19 20
  • Fax: +49 (0) 3876/ 30 74 19 29
  • Mail: info@dieprignitz.de
  • Internet:  www.dieprignitz.de
Potsdam

Buchtipp: Reiseführer für die Prignitz

Schloss Wolfshagen in der PrignitzSchloss Wolfshagen in der Prignitz

Eigentlich ist der soeben erschienene Reiseführer „Prignitz. Ein Wegbegleiter“ auch ein kurzweiliges Geschichtsbuch. So viele Episoden, Erklärungen, Rätselauflösungen und Reisetipps habe ich selten kompakt gefunden.

Buchtipp: Reiseführer für die Prignitz

Das vom Brandenburgkenner Joachim Nölte verfasste und reich illustrierte Buch stellt die Region im Nordwesten Brandenburgs in ihrer gesamten historischen Ausdehnung entlang Elbe, Stepenitz und Dosse dar.

Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin
Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin (C): D.Weirauch

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der Reiseführer, in der beliebten “Wegbegleiter-Reihe” von der  Berliner Edition terra herausgegeben, umfasst den Landkreis Prignitz, den westlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sowie zusätzlich Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern und das Wendland in Niedersachsen. Es ist für mich der ultimative Reiseführer für die Prignitz.

Als „Wegbegleiter“ erzählt  Joachim Nölte den Besuchern und Einheimischen von den Naturschönheiten, historischen Ereignissen und von den Menschen, die heute die Prignitz prägen.

Die Edlen Gänse zu Putlitz

Wer waren die Edlen Gänse zu Putlitz, wer die von Rohrs, wer die von Plothos ? So sind einzelne Seiten überschrieben. Oder die Geschichte von der einst weitverzweigten Schmalsputbahn “Pollo”. Heute pflegt ein Verein die Tradition und betreibt “Pollo” als beliebte Museumsbahn..

Pollo dampft durch die Prignitz, Foto: Medienkontor
Pollo dampft durch die Prignitz, Foto: Medienkontor

Wie ein „Roter Faden“ zieht sich das in der Prignitz entwickelte Knotenpunktsystem für Radwanderer durch den Reisführer. Es ist genial und nach kurzer Eingewöhnung findet man die entsprechenden Sehenswürdigkeiten damit auch auf Anhieb. Auf die Räder und schon gehts auf die Bischofstour, die Adebar- Tour, den Elberadweg,  die Gänsetour, die Pollo- oder Fischertour.

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Wer die Weiten Brandenburgs mit dem Rad erleben will, hier funktioniert es perfekt. Da sind andere Reiseregionen, wie die Uckermark, noch meilenweit von entfernt.

Im Gepäck: Eindrücke, Informationen, Tipps und Geschichten

Die Prignitz liegt auf halbem Weg zwischen Berlin und Hamburg und gehört zu den ältesten Landschaften der Mark Brandenburg. Mit ihrer Ferne zur Machtzentrale, ihrer Lage am Elbe-Strom und ihrer langen Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern ist die Prignitz etwas Besonderes unter den brandenburgischen Reiseregionen. Es braucht einen guten Reiseführer für die Prignitz.

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Der Roland von Perleberg  (C): D.Weirauch

Prignitz ideal zum Radfahren und Wasserwandern

Besucher kommen hierher, um Fahrrad zu fahren, zu wandern, zu reiten, zu angeln oder zu pilgern (so von Berlin aus zur Wunderblutkirche in Bad Wilsnack beispielsweise). Andere kommen, um sich in alten Städten und an historischen Orten umzusehen, sich an Musical- und Operettenklängen (so in der alten Ölmühle von Wittenberge) zu erfreuen oder eine bunte Kunstszene zu genießen.

Storchendorf Rühstädt

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Eine Attraktion ist u.a. Schloss Wolfshagen, das von einem von Prof. Dr. med. Bernhard von Barsewisch geleiteten Förderverein zu einem Schlossmuseum gestaltet wurde. Nölte liefert auch gleich die Erklärung dazu, warum die im Schloss Wolfshagen ausgestellte Sammlung hinterglasurblauer Porzellanmalerei so einmalig in Europa ist.

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Schloss Wolfshagen bei Groß Pankow (C): D.Weirauch

Landhotel Prignitzer Hof im Pritzwalker Ortsteil Buchholz

Es gibt viele Gründe, in die Prignitz zu reisen – der von Joachim Nölte kenntnisreich geschriebene  Wegbegleiter stellt die wichtigsten vor. Auch in Sachen Gastronomie gibt es Überraschungen. Am Rande von Pritzwalk gibt es beispielsweise eine Gasthausbrauerei. So braut Rico Knorr, Inhaber des Landhotels Prignitzer Hof im Pritzwalker Ortsteil Buchholz seine individuellen Biersorten. Als Standardangebot findet sich in den Fässern des Prignitzer Hofs das „Prignitzer Hofbräu“. Es ist ein nach einer speziellen Rezeptur gebrautes Pils.

Foto: TV Prignitz, Medienkontor
Rico Knorr, Inhaber des Landhotels Prignitzer Hof, Foto: TV Prignitz, Medienkontor

Bier aus der Alten Ölmühle

Auch auf der Plattenburg und in der Alten Ölmühle Wittenberge gibt es mittlerweile selbtsgebrautes Bier.

Plattenburger Biere kommen aus dem Brauhaus der Plattenburg in der Prignitz. Foto: Plattenburg
Plattenburger Biere aus der Prignitz, Foto: Medienkontor
Herzbräu aus Wittenberge, Foto: Medienkontor
Herzbräu aus Wittenberge, Foto: Medienkontor

Prignitzer Spezialität: Knieperkohl

Es ist das Lieblingsgericht vieler Prignitzer: der Knieperkohl. Die schmackhafte und zugleich gesunde Delikatesse aus Grünkohl, Markstammkohl (blau) und Weißkohl kommt in der brandenburgischen Region Prignitz hauptsächlich im Herbst und im Winter auf den Tisch. Jedes Jahr wird das regionale Gericht sehnsüchtig von Einheimischen wie auch Touristen erwartet. Das Sauergemüse, auch bekannt als „Knieper“ oder „Sur’n Hansen“, ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen, insbesondere Vitamin C.

Knieper von Jeannine Groth, Foto: Mediennkontor
Knieper von Jeannine Groth, Foto: Mediennkontor

Wer Knieper nicht in einem Prignitzer Restaurant, sondern in den eigenen vier Wänden genießen möchte, kann frischen Knieperkohl beispielsweise direkt bei Jeannine Groth (Dorfstraße 37, 16945 Kümmernitztal OT Preddöhl, Tel. 033986 / 504896 oder 0171 / 3297083, E-Mail: jeannine.groth@freenet.de) oder online unter www.knieperkohl-hofladen.de kaufen.

Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz.
Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz. (C): D.Weirauch

Wer noch mehr über die Prignitz wissen möchte, etwa was es mit dem Prignitzer Platt, den Perleberger Knaggen, dem sagenumwobenen Königsgrab von Seddin, dem Kloster Stift zum Heiligengrabe oder der Tour mit dem Spreewaldkahn rund um Perleberg auf sich hat, dem sei dieser Reiseführer wärmstens empfohlen.

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Sehenswert: Modemuseum im Schloss Meyenburg (C): D.Weirauch

Informationen zum Wegbegleiter „Prignitz“

Joachim Nölte: Prignitz. Ein Wegbegleiter. 260 Seiten, ca. 300 Fotos, Grafiken und Orientierungskarten, terra press GmbH, ISBN 978-3-942917-25-4, Verkaufspreis 14,80 €.

Bestellbar: https://www.terra-press.de/terra-press/buchverlag/reihen/reisefuehrer/

Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten
Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten (C): D.Weirauch

Hier geht es zu den historischen Zeitschätzen der Prignitz.

Weitere Informationen zur Prignitz:

Tourismusverband Prignitz,  Internet:  www.dieprignitz.de,

Reise

“Anpilgern” und “Andampfen”

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Ostern in der Prignitz: Entschleunigt pilgern oder Dampfmachen auf alten Schienensträngen

Ostern steht vor der Tür: Zeit zum Durchatmen an der frischen Frühlingsluft. Warme Sonnenstrahlen und die aufblühende Natur machen das Naturparadies Prignitz zur idealen Erholungsregion für gestresste Großstädter.

„Anpilgern“ auf dem Annenpfad

Eine besonders beliebte Form des Entschleunigens ist das Pilgern. In der Prignitz beginnt am Gründonnerstag mit dem „Anpilgern“ auf dem Annenpfad die Saison.
Der 22 Kilometer lange Rundweg ist nach einer der beliebtesten Heiligen des Spätmittelalters, der heiligen Anna benannt und verbindet das Kloster Stift zum Heiligengrabe, die Wallfahrtskirche St. Annen in Alt Krüssow und die Dorfkirche Bölzke. „Angepilgert“ wird am Gründonnerstag, dem 24. März pünktlich um 10.00 Uhr an der Wallfahrtskirche „St. Anna“ in Alt Krüssow.

Der Verein Wallfahrtskirche Alt Krüssow e. V. begrüßt am Pilgertag die Teilnehmenden vor und in der Wallfahrtskirche St. Anna und verabschiedet sie mit einem Pilgersegen auf den Annenpfad. Bevor es losgeht, kann die fertiggestellte Kapelle, ein Anbau an die Wallfahrtskirche, mit wiederentdeckten Wandmalereien besichtigt werden. Die erste Etappe führt nach Bölzke, das in seiner schön sanierten Fachwerkkirche und dem umgebenden Kirchhof mit einer kleinen Ausstellung über das Pilgerwesen in der Prignitz informiert. Für die Pilgernden wird vor Ort ein Mittagsimbiss angeboten. Entlang der Wegstrecke können die wandernden Pilger auch die neuen Wegmarkierungen des Rundweges inspizieren. Das Kloster Stift zum Heiligengrabe, das Ziel der zweiten Etappe, begrüßt die Pilgernden mit Kaffee und Kuchen, bevor die dritte und letzte Etappe zurück nach Alt Krüssow führt.

Damit der Weg für niemanden zu lang wird, begleitet ein Shuttle-Bus den Pilgertag. Alle, die mit der Bahn an reisen, können am Bahnhof Pritzwalk ab 9.00 Uhr den Shuttle-Bus nehmen, der zwischen Pritzwalk und Alt Krüssow pendelt. Hierfür kann sich unter 03395/ 30 95 90 angemeldet werden.

Bad Wilsnack war einst eine der bedeutendsten Pilgerstätten Mitteleuropas
Das Anpilgern ist der Auftakt einer für die Prignitz besonders bedeutsamen Tradition. Nach Santiago, Rom und Aachen war der heutige Kurort Bad Wilsnack im Mittelalter eine der bedeutendsten Pilgerstätten Mitteleuropas. Der Wunderblutlegende zufolge wurden hier im Jahr 1383 nach einem Brand der Kirche drei unversehrte Hostien gefunden, die Blutflecken aufwiesen. Schon bald ereigneten sich weitere Wunder. Hunderttausende Menschen aus ganz Europa strömten bis zur Reformation jedes Jahr zu diesem heiligen Ort in der Prignitz.

130 Kilometer langer Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack

Seit der Eröffnung des 130 Kilometer langen Pilgerweges von Berlin zur mächtigen Wunderblutkirche in Bad Wilsnack vor zehn Jahren wurde das Pilgern wieder ein wichtiger Bestandteil der brandenburgischen Prignitz. „Moderne Pilger möchten auf dem Weg zu sich selbst finden und die Natur genießen, ein bisschen Abenteuerlust ist natürlich auch dabei“, so Katharina Zimmermann vom Tourismusverband Prignitz. Höhepunkt des Pilgerns ist das traditionelle Pilgerfest in Bad Wilsnack (20. August 2016), das an die berühmte mittelalterliche Wallfahrt erinnert.

Eigens für dieses Wochenende bietet das VITALHOTEL ambiente in Bad Wilsnack ein exklusives Pauschalangebot an. Unter dem Motto „Pilgerwochenende voller Wunder“ gibt es die Events des Festes, historische 3-Gang-Menüs sowie Massagen ab 182 Euro pro Person. Weitere Informationen unter: https://vitalhotel-ambiente.de/pilgerwochenende-voller-wunder.html.

„Andampfen” mit der Pollo-Museumseisenbahn

Wer zu Ostern lieber unter Dampf steht, ist an den Feiertagen an Bord der Pollo-Museumseisenbahn goldrichtig. Von Karfreitag, den 25. März bis Ostermontag, den 28. März lädt die historische Schmalspurbahn wieder zu den beliebten Osterfahrten für die ganze Familie in die Prignitz ein. Die Züge fahren täglich von 10 bis 16 Uhr stündlich ab Lindenberg, einem Ortsteil von Groß Pankow und erreichen nach einer 20-minütigen Fahrt den idyllisch im Wald gelegenen Bahnhof Brünkendorf. Während des dortigen einstündigen Aufenthaltes bleibt Zeit für einen kleinen Imbiss, den die Mitglieder des Wahrbergevereins aus Groß Woltersdorf anbieten. Die kleinen Fahrgäste schauen unterdessen, was der Osterhase für sie versteckt hat. Anschließend fahren die Gäste wieder nach Lindenberg zurück, wo das Kleinbahnmuseum und die Feldbahn ihren Besuch erwarten. Noch mehr Dampfeisenbahn gibt es für Fans bereits am 30. März wieder, beim Dampflokfest in Wittenberge.

Reise

Prignitz lockt mit Knieperkohl!

knieper-1024x788-kopieDas typische Gericht mit Knieperkohl aus der Prignitz, Foto: TV Prignitz

Mit dem Herbst kommt die Zeit der Kohlgerichte. In der Prignitz, einer der schönsten und urtümlichsten Naturlandschaften Deutschlands, ist aber Kohl nicht einfach nur Kohl. Hier kommt ab Mitte November der „Knieperkohl“ auf die Teller. Diese deftige, schmackhafte und zugleich gesunde regionale Spezialität hat eine lange Historie und gilt als Prignitzer „Nationalgericht“.

 In diesem Jahr fand in der Knieperkohlproduktion ein Generationenwechsel statt: Sabine Schneider, die größte Knieperproduzentin der Region, hat das traditionelle Handwerk an ihre Nachfolgerin Jeannine Groth übergeben.

Knieper von Jeannine Groth, Foto: Mediennkontor
Knieper von Jeannine Groth, Foto: Mediennkontor
Knieper aus der Prignitz
Knieper aus der Prignitz, Foto: D. Weirauch
Knieper aus der Prignitz, Foto: D. Weirauch

Info

Wer Knieper nicht in einem Prignitzer Restaurant, sondern in den eigenen vier Wänden genießen möchte, kann frischen Knieperkohl beispielsweise direkt bei Jeannine Groth (Dorfstraße 37, 16945 Kümmernitztal OT Preddöhl, Tel. 033986 / 504896 oder 0171 / 3297083, E-Mail: jeannine.groth@freenet.de) oder online unter www.knieperkohl-hofladen.de kaufen.

Knieperstadt Pritzwalk, Foto: Tourismusverband Prignitz
Knieperstadt Pritzwalk, Foto: Tourismusverband Prignitz

 

Hier gibt es Informationen zur Prignitz.

Was und wo: Prignitz

Die zwischen Berlin und Hamburg liegende Prignitz besitzt eine der schönsten und urtümlichsten Naturlandschaften Deutschlands. An Elbe und Stepenitz können hier Gäste die einmalige Landschaft auf ganz besondere Art und Weise erfahren. Die naturbelassene Flusslandschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg mit ihren verträumten Dörfern, historischen Städten und altehrwürdigen Kirchen, Schlössern und Burgen machen den ganz besonderen Reiz dieser Reiseregion aus.

Weitere Informationen:

  • Tourismusverband Prignitz e.V.
  • Großer Markt 4
  • 19348 Perleberg
  • Tel: +49 (0) 3876/ 30 74 19 20
  • Fax: +49 (0) 3876/ 30 74 19 29
  • Mail: info@dieprignitz.de
  • Internet:  www.dieprignitz.de
  • Hier geht es zu weiteren Sehenswürdgkeiten in der Prignitz.