Potsdam

FontanePotsdam

Theodor Fontane kommt zurück nach Uetz

Fährhaus Uetz (16)Vis a vis der Autobahn steht das Fährhaus in Uetz. Foto: Weirauch

Was hat denn dieser Fontane mit unserem Dorf zu tun? Das fragten sich Ende des Jahres 2017 einige Uetzer (ein Ortsteil im Norden der Landeshauptstadt Potsdam) missmutig. Die Aufregung um die Planung des Fontanejahrs 2019 konnten sie überhaupt nicht nachvollziehen. Schon gar nicht so weit im Voraus. Von denen, die etwas mehr über die blumigen Beschreibungen des Ortes in Theodor Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg wussten, kam ebenfalls ein Schulterzucken. Schaut euch dieses Dorf doch mal an! Was ist heute davon übrig geblieben ?

Potsdam

1. Advent: Polnischer Sternenmarkt

Das 15. Jubiläum des Polnischen Sternenmarktes wird mit Auftritten von 15 Musik-, Tanz und Theatergruppen gefeiert. Am ersten Adventswochenende, vom 30. November bis 2. Dezember 2018, lädt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) zur weihnachtlichen Begegnung mit Polen ein.

Straßentheater Z głową w chmurach C u. Promofoto Z głową w chmurach (2)
Straßentheater Z głową w chmurach C u. Promofoto Z głową w chmurach (2)

Vor der wunderbaren Kulisse des Kutschstallhofs und des Neuen Marktes, im Herzen von Potsdams historischer Mitte, erleben die Besucher des Sternenfestes die stimmungsvolle Atmosphäre der weihnachtlichen Traditionen unseres Nachbarlandes. Polnische Künstler und Kunsthandwerker bieten an 60 Marktständen ihre phantasievollen, handgefertigten Arbeiten an. Und mit vielerlei süßen und herzhaften landestypischen Spezialitäten kommen auch die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz. Zum 15. Geburtstag des Sternenmarktes gestalten 15 polnische und deutsche Musik- Tanz- und Theatergruppen das Sternenfest der deutsch-polnischen Begegnung, das zentraler Bestandteil des Marktwochenendes ist. Auf der großen Bühne des Kutschstallhofs und auf dem Neuen Markt bieten die Gruppen für Jung und Alt ein abwechslungsreiches Programm mit Zirkus- und Kindertheater, Trachtentanz, Chorgesang, sowie mit Konzerten von Folk-, Blues- und Jazzgruppen.

Höhepunkte sind die atemberaubende Luftakrobatik des Posener Straßentheaters Z głową w chmurach (dt: Mit dem Kopf in den Wolken), die mitreißende Musik von Klezmafour aus Łódź, einer der besten Klezmerbands der Welt, und die aus den multikulturellen Traditionen Polens schöpfende Sängerin Karolina Cicha mit ihrer Band. Die Straßentheatergruppe Teatr Klinika Lalek gestaltet auch in diesem Jahr wieder aufsehenerregende Installationen für den Sternenmarkt.

Das komplette Programm findet sich unter www.hbpg.de (Veranstaltungen).

Kinder sind eingeladen in der Weihnachtsmannwerkstatt kleine Geschenke zu basteln. Die historische Gewölbehalle des Kutschstalls wird zur deutsch-polnischen Begegnungsbörse mit deutsch-polnischen Vereinen aus Berlin und Brandenburg, Gästen aus Potsdams Partnerstadt Opole sowie Informationen über touristische Angebote in Polen. Die Ausstellungen im HBPG können gegen Vorlage des Markt-Tickets bis zur Schließung des Sternenmarktes kostenfrei besucht werden.

Öffnungszeiten

  • Fr, 30.11.  | 16:00 bis 20:00 Uhr
  • Sa, 01.12. | 11:00 bis 20:00 Uhr
  • So, 02.12. | 11:00 bis 19:00 Uhr
  • Eintritt: 2 €, Kinder bis 1,40 m frei

Besucheradresse

Kutschstallhof und Neuer Markt | 14467 Potsdam

Veranstalter des Sternenmarktes ist die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte.

Hinweis für Autofahrer

Zum Sternenmarkt wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen, da im Umfeld des Kutschstalls nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen. Außerdem kommt es auf dem Neuen Markt zu starken Verkehrseinschränkungen.

 

FontaneSchlösser und Burgen

Auf Fontanes Spuren in Marquardt

Schloss MarquardtBlick vom Schlänitzsee auf das romantische Schloss Marquardt, Foto: D.Weirauch

„Eine Meile hinter Bornstedt liegt Marquardt, ein altwendisches Dorf, ebenso anziehend durch seine Lage wie seine Geschichte. Wir passieren Bornim, durchschneiden den »Königsdamm« und münden unmerklich aus der Chaussee in die Dorfstraße ein, zu deren Linken ein prächtiger Park bis an die Wublitz und die breiten Flächen des Schlänitz-Sees sich ausdehnt.“ So leitet Theodor Fontane im Band „Havelland“ seiner Wanderungen durch die Mark Brandenburg das Kapitel über Marquardt ein.

Was Fontane so über Marquardt schrieb

BücherPotsdam

Buchtipp: Christian Klusemann: Das andere Potsdam

Potsdam stadt 2018 (49)

Noch an die 100 Jahre nach dem Ende der Herrschaft der Hohenzollern werden Potsdams Architektur und Städtebau fast ausschließlich mit den Preußischen Königen und ihren Architekten assoziiert, ganz gleich ob die Innenstadt mit der barocken Stadterweiterung, die noblen Vorstädte oder die Schlösser gemeint sind. Potsdam – das ist für viele Menschen Sanssouci, das Neue Palais, der Cecilienhof, Schloss Babelsberg oder das Holländische Viertel.

Dass man Potsdam getrost auch einen “Ort der Moderne” nennen kann, in dem über das Jahr 1918 hinaus Architekturgeschichte geschrieben wurde, ist weniger bekannt. Eine recht populäre Ausnahme bildet der  expressionistische, 1922 fertiggestellte Einsteinturm Erich Mendelsohns auf dem Telegrafenberg. Denkmalpfleger Jörg Limberg hat allerdings immer wieder auf Bauten der Moderne in verschiedenen Aufsätzen hingewiesen.

Blick auf das Potsdamer Stadtzentrum, Foto: D. Weirauch

Die das heutige Stadtbild prägenden Gebäude aus der jüngeren Geschichte, aus vierzig Jahren DDR, werden indes weder von Touristen, den seit 1990 Zugezogenen, noch der Mehrheit lokaler Politiker als ernstzunehmende oder erhaltungswürdige Architektur wahrgenommen.

Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, doch wurden allein in den letzten zehn Jahren etliche Gebäude aus DDR-Zeiten in der Potsdamer Innenstadt abgetragen. Denken wir an das Haus des Reisens, die Schwimmhalle am Brauhausberg  oder jüngst die Fachhochschule.

Das Terrassenrestaurant Minsk, der Staudenhof und das Rechenzentrum (heute Künstlerhaus an der Breiten Straße) Datenverarbeitungszentrum) sollen in absehbarer Zeit folgen.

Seit 2013 überlegt die Stadt, das einstige Interhotel Potsdam, jetzt Hotel „Mercure“, im Lustgarten zu kaufen und abzureißen. Zu störend erscheint den Verantwortlichen der städtebauliche Kontrast zu den verbliebenen Bauten aus preußischen Zeiten, zu groß der Preis, der für das Neue gezahlt wurde.

Denn zwischen 1949 und 1990 verschwand ungleich mehr als Stadtschloss und Garnisonkirche, um Baufelder für ein “sozialistisches” Potsdam zu schaffen. Es entstand schleichend ein anderes Potsdam, für das der Stadtgrundriss der Altstadt in weiten Teilen überformt wurde. Nach den Verlusten wertvoller Bausubstanz im Zweiten Weltkrieg folgte mit dem Neuaufbau – so scheint es – eine “zweite Zerstörung” der Stadt.

Es gibt auch Ausnahmen. aus den 50er Jahren. Die Wilhelm-Staabstraße oder die Bebauung an der Zeppelinstraße (bis 1945 Luisenstraße, zu DDR-Zeiten Leninallee)/Ecke Lenne’straße aus der Mitte der 1950er Jahre ist ein bislang nahezu unbekanntes Beispiel für die Vielfalt des Wohnungsbaus in der Stadt aus dem ersten Jahrzehnt der DDR. Bauten in stilistischer Nähe zur “Nationalen Tradition” sind hier rar. Allgemein gibt es in Potsdam im Zeitraum zwischen Ende der 1940er Jahre bis Anfang der 1960er Jahre eine breite Palette von Neu- und Wiederaufbauvorhaben ganz unterschiedlicher Couleur.

“Rekonstruktion” der Gutenbergstraße

1982 stimmte der Rat der Stadt Potsdam für eine “komplexe Erneuerung” der nördlich der Brandenburger Straße (Klement-Gottwald-Straße) verlaufenden Gutenbergstraße. Der West-Berliner Geograph Frank Werner schrieb damals: “Das Ergebnis dieser […] Absichten ist, daß ein Teil der Bauten instandgesetzt […] und daß das friderizianische Potsdamer Bürgerhaus […] in Betonplatten nachgebaut wird. Von den an maßgeblicher Stelle wirkenden Verfechtern einer Stadterneuerung durch Neubau wird allerdings […] weiterhin versucht, auch in geschützten Bereichen Ersatzneubauten zu errichten, um u.a. den Baubetrieben zur Erfüllung ihrer Pläne zu verhelfen.

Der Band ist sehr empfehlenswert, eine lesenswerte Bestandsaufnahme.

Christian Klusemann (Hg.), Das andere Potsdam. DDR-Architekturführer, Vergangenheitsverlag, Berlin 2016.

1 Stunde weg

Achterbahn und Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt

KarlsAchterbahnGrafik/Animation: Neue Achterbahn „K2“ in Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt (Karls Erlebnis-Dorf)

Für Berlin und sein Umland ist es ein Novum. Unlängst eröffnete Karls Erlebnis-Dorf in Elstal bei Berlin die neue Attraktion „Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt“. Achterbahn und Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt. Mit dem einzigartigen Freizeiterlebnis schreibt Karls-Inhaber Robert Dahl die Geschichte seiner Familie. Der Investor aus Norddeutschland knüpft an Opa Karls einst erfolgreiche Kartoffelproduktion in Mecklenburger Gefilden an.

hier lest ihr alles zur neuen Kartoffelwelt bei Karls in Elstal