Potsdam

BücherFontanePotsdam

Briefwechsel zwischen Fontane und Storm

Storm

Theodor Storm hatte 2017 seinen 200. Geburtstag. Dieser wurde kaum beachtet. Fontanes jubiläum iost 2019 – mit viel Würdigung bereits im Vorfeld.  Um so wichtiger erscheint uns der vorliegende Briefwechsel zwischen Theodor Fontane und Theodor Storm (Erich Schmidt Verlag, Mai 2018).  Dieser zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller-Briefwechseln des 19. Jahrhunderts. Dieser gilt als eine wichtige Quelle für die Beschäftigung mit den beiden Autoren. Der von Dr. Gabriele Radecke (sie ist Leiterin der Theodor Fontane-Arbeitsstelle an der Universität Göttingen  und Mitherausgeberin der Großen Brandenburger Fontane-Ausgabe) herausgegebene Band wird in einer textkritischen, nach neuen editorischen Standards erarbeiteten und umfangreich kommentierten Edition erstmals als Sonderausgabe im Taschenbuch vorgelegt.

Die 104 Briefe, die zwischen Dezember 1852 und Oktober 1887 geschrieben wurden, informieren nicht nur über die existentiellen Sorgen beider Schriftsteller. Sie berühren auch zentrale literarische und politische Themenbereiche und geben Einblicke in das gesellschaftliche und kulturelle Leben um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Potsdam kommt ebenfalls darin vor. Zwei der drei wohnungen der Familie Storm sind noch erhalten. Ein Haus wurde 1986 gegen große Proteste der Bürger abgerissen.

Storm und Potsdam

Gabriele Radecke: „Theodor Storm, der 2017 seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte, verbrachte vier wenig glückliche Jahre in Potsdam.“ Gegenüber Theodor Fontane, so ist im Briefwechsel zu lesen, beklagte sich Storm über eine permanente Überforderung durch zahlreiche Bagatellprozesse und das kaum zu bewältigende Aktenpensum. Radecke: „Es gab zudem große finanzielle Sorgen, weil Storm im ersten Jahr kein Gehalt bezog und die Familie auf Unterstützung der Eltern angewiesen war.“

Für die vorliegende Edition werden zum ersten Mal die erschlossenen Briefe und Briefbeilagen systematisch ermittelt. Durch dieses Verfahren werden die bisherigen Behauptungen hinsichtlich des Beginns und der Dichte der Korrespondenz sowie über Storms Lektüre, insbesondere von Theodor Fontanes Werken, korrigiert und neue Impulse für die Forschung gegeben.

Die Briefe werden ergänzt durch die Rezensionen und Essays von Storm und Fontane, die hier zum Teil erstmals nach dem Erstdruck oder nach der Handschrift ediert sind, wie etwa Fontanes „Erinnerungen an Theodor Storm“.

Für den Stellenkommentar, der biographische, literarische, kulturhistorische und geschichtliche Informationen enthält, sind neben der Forschungsliteratur auch unveröffentlichte Archivalien aus Storms und Fontanes Nachlass genutzt worden, die die subjektiven Aussagen der Briefe relativieren und kontextualisieren. Hervorhebenswert: Erläuternde Personen-, Periodika- und Werkregister schließen den Band ab. (2017-12-21)

Hier beschreibt Gabriele Radecke für Literaturport den Aufenthalt von Theodor Storm in Potsdam.

Informationen zum Buch

  • Theodor Storm – Theodor Fontane Der Briefwechsel: Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe Taschenbuch –
  • von Dr. Gabriele Radecke (Herausgeber)
  • Verlag: Erich Schmidt Verlag GmbH & Co)
  • EUR 29,95
Potsdam

Eisbahn im Potsdamer Hafen

Eisbahn vor imposanter Kulisse im Potsdamer Hafen, Foto: Weisse Flotte PotsdamEisbahn vor imposanter Kulisse im Potsdamer Hafen, Foto: Weisse Flotte Potsdam

Eisbahn im Potsdamer Hafen mit kulin­arischem Anschluss

In der Zeit vom 12.01.2018 bis zum 26.02.2018 eröffnet die Weisse Flotte Potsdam eine 10 x 30 Meter große Eisbahn im Potsdamer Hafen. Die 300 Quadratmeter große Eisbahn liegt direkt im Hafen vor dem Restaurant „El Puerto“.  Direkt neben der Eisbahn werden Groß und Klein mit kleinen Speisen, Glühwein, fruchtigem Kinderpunsch und heißer Schoki versorgt.

Eisbahn im Potsdam im Potsdamer Hafen Foto: Weisse Flotte Potsdam
Eisbahn im Potsdam im Potsdamer Hafen Foto: Weisse Flotte Potsdam

Die Eisbahn hat von Dienstag bis Freitag ab 14 Uhr geöffnet, an den Wochenenden bereits ab 10 Uhr und kann bis 21 Uhr und am Freitag und Samstag bis 21.30 Uhr befahren werden. Einen Schlittschuhverleih sowie die beliebten Helfer für Kinder, wie Pinguine oder Eisbären, gibt es vor Ort.

Familien mit Kindern dürfen sich auf besondere Veranstaltungen, beispielsweise Eismärchenlauf oder den Kinderfasching auf dem Eis freuen. Für Kindergeburtstage gibt es ebenfalls ein besonderes Angebot.

Eisbahn im Potsdamer Hafen

Für die größeren Gäste werden ein After-Work Package und eine Eis-Disco, immer samstags von 17:30 bis 21:30 Uhr, angeboten. Interessierte Schulklassen können die Vormittagsstunden von Dienstag bis Freitag reservieren.

Eine Laufzeit beträgt 2,5 bzw. 3,5 Stunden, danach wird jeweils die Eisfläche regeneriert, um eine erstklassige Eisqualität zu gewährleisten. Pro Laufzeit zahlen Erwachsene 4,50, Jugendliche (13-17 Jahre) 4 Euro und Kinder (bis 12 Jahre) 3,50 Euro. Zusätzlich werden ermäßigte Familien- und Gruppentickets angeboten.

Die städtische Energie und Wasser Potsdam ist als Partner für Strom und Wärme mit im Boot. Deshalb hält die EWP für ihre Strom- und Gaskunden 500 Gutscheine bereit, die den kostenlosen Eintritt ermöglichen. Abzuholen sind diese im Kundenzentrum der Stadtwerke in der Wilhelmgalerie – solange der Vorrat reicht.

Infos zur Eisbahn in Potsdams Stadthafen

Preise, Eislaufzeiten und alle Veranstaltungen gibt es auf der Homepage www.eisbahn-potsdam.de

Telefon: 0331 2759225, E-Mail: reservierung@eisbahn-potsdam.de

Foto:Weisse Flotte Potsdam
Foto:Weisse Flotte Potsdam

Die Weisse Flotte Potsdam betreibt im Sommer auch den historischen Dampfer “Gustav”, eines der wenigen noch mit Kohle betriebenen Dampfschiffe in Deutschland. Hier mein Bericht zu “Gustav”.

1 Stunde wegPotsdamSchlösser und Burgen

Heiraten im Schloss Marquardt

Schloss MarquardtSchloss Marquardt

Theodor Fontane widmete Schloss Marquardt und den “Geheimen Gesellschaften” in seinen “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” ein ausführliches Kapitel. Im Jahr 2019, wenn Fontanes 200. Geburtstag gefeiert und „Kulturland Brandenburg“ landauf landab an den berühmten „Märkischen Wanderer erinnert, wird auch das am Schlänitzsee am Rande von Potsdam gelegene Schloss Marquardt wohl eine Rolle spielen.

„Schon jetzt fragen immer wieder mal Gäste nach den Stationen der  Erzählung von Theodor Fontane, die auch im Schloss spielen“, sagt Christian Schulze. Auch nach der Blauen Grotte, über die Fontane schreibt, wird desöfteren gesprochen. Niemand weiß genau, ob das sagenumwobene Bauwerk noch im Boden schlummert.

Schloss Marquardt öffnet sich

„Wir wollen das Schloss, das sich jahrelang in einem Dornröschenschlaf befand, wieder für die Einwohner und Gäste des Potsdamer Ortsteiles öffnen“. So ist die Zufahrt zum Schloss wieder zugänglich, auch macht das direkte Umfeld einen gepflegten Eindruck. Bald werden Tafeln am Eingangstor zum Park auf die Zugänglichkeit des Schlosses aufmerksam machen.

Das Schloss, das in den vergangenen Jahren immer wieder durch spektakuläre Filmproduktionen, darunter „Bridge of Spiece“ von Steven Spielberg mit Tom Hanks, bekannt wurde, will Schulze als „Eventschloss“ entwickeln. Trotzdem werde es weiter Filmproduktionen geben. Nach “Der Schweinehirt” von Christian Andersen wurde dieser Tage wurde eine weitere Folge für Terra X gedreht.

Weddingplaner Christian Schulze in seinem Element im Schloss Marquardt, Foto: D.Weirauch
Weddingplaner Christian Schulze in seinem Element im Schloss Marquardt, Foto: D.Weirauch

Der Markt für kleine und große Veranstaltungen sei vorhanden, betont der Weddingplaner. Geburtstagsgesellschaften oder Tagungsgäste schätzen das gediegene Ambiente des in den 30er Jahren als Kempinski-Schlosshotel schon einmal als Ausflugsziel sehr beliebten Hauses. Die Park- sowie die Seeterrasse sollen viel mehr als bisher bespielt werden. Das Schloss will sich auch den Bewohnern des Potsdamer Ortteiles öffnen. Nicht nur zum Tag des offenen Denkmals, auch an verschiedenen Wochenenden über das Jahr verteilt, soll es Möglichkeit für Besichtigungen geben.

 2018:  eventuell Schloßcafe

„Wenn wir keine Hochzeit im Haus haben, dann öffnen wir das Schloss für andere Veranstaltungen, wie Konzerte oder Lesungen.“ Schon jetzt kommen Besucher in das Innere und können sich vom Fortgang der Restaurierungsarbeiten überzeugen. „Die Eigentümer vertreten die Devise, dass erst die Innenräume restauriert werden sollen, bevor es mit der Aussenfassade weitergeht“, berichtet Christian Schulze. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Viele Ideen gibt es. Ab Frühjahr 2018 soll ein Schlosscafe an Sonntagen Besucher einladen. Die Idee wird sicher viele Liebhaber finden. Ist der Blick von der Seeterasse aus hinab zum Schlänitzsee bereits jetzt eine Augenweide. Alte Postkarten aus den 30er Jahren zeigen eine sehr gepflegte Anlage. Noch ist keine Genehmigung dafür erteilt. auch die heutigen Mühlen der Bürokratie mahlen sehr langsam.

Schloss Marquardt am Rande von Potsdam, Foto: D.Weirauch

Der nach einer eigenhändigen Planskizze von Peter Joseph Lenné im Jahre 1823 gestaltete Schlosspark gehört nach wie vor zu den berühmtesten Parkanlagen im Umland von Berlin. Das wissen auch Hochzeitsgesellschaften zu schätzen. Letztes Jahr ruderten Brautleute an das Ufer und wurden von der Hochzeitsgesellschaft empfangen.

Am 19. August gibt es im Park von Marquardt erstmals eine Premiere: „Wir feiern dort eine ökumenische Hochzeit am romantischen Schlänitzsee,“ verrät der ideenreiche Jungunternehmer. Weddingplaner Christian Schulze ist einer von zwei professionellen Hochzeitsplanern in Potsdam. Er hat viel zu tun. Einige Termine, wie Pfingsten, sind bereits bis zum Jahr 2020 ausgebucht.

Albert Hertel: Schloss Marquardt
Albert Hertel: Schloss Marquardt Foto: Archiv Weirauch

Seit sieben Jahren organisiert Christian Schulze Hochzeiten in edlem Ambiente. Schloss und Park Marquardt bieten die perfekte Kulisse. Die Dorfkirche ist nur wenige Meter vom Schloss entfernt. Das Gotteshaus wird nach den Wünschen der jeweiligen Auftraggeber auch von ihm ausgestaltet.

Traumhaft ist der Bloick von der Seeterrasse des Schlosses auf den Schlänitzsee, Foto: D.Weirauch
Traumhaft ist der Bloick von der Seeterrasse des Schlosses auf den Schlänitzsee, Foto: D.Weirauch

Schulze kann bei seinen Veranstaltungen auf ein bewährtes Equipment zurückgreifen. Zum einen sein Lebenspartner Michael, der Wirt des benachbarten Landgasthauses „Zum alten Krug“, zum anderen arbeitet er mit vielen Unternehmen in der Region zusammen. „Wir können fast alle Wünsche des Brautpaares erfüllen, egal ob Floristen, Friseur oder Fotografen.“ Beim Catering schwört er auf das Team vom „Quendel“ in Potsdam.

Hier geht es zur Seite von Weddingplaner Christian Schulze.

Postkarte aus der Zeit, als Marquardt ein Kempinski-Hotel war.
Schloss Marquardt im Sommer 2016
Schloss Marquardt im Sommer 2016

Hier gibt es ein interessantes Buch zum Schloss Marquardt.

Walter Schott schuf diese Plastik im Park von Schloss Marquardt

Walter Schott schuf die Plastik "Silen mit Nymphen"
Walter Schott schuf die Plastik “Silen mit Nymphen” Foto: Weirauch


Potsdam

Museum Barberini: Von Hopper bis Rothko Amerikas Weg in die Moderne

Edward Hopper: Sonntag, 1926, The Phillips Collection, Washington D. C.Edward Hopper: Sonntag, 1926, The Phillips Collection, Washington D. C.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Nach seinen Eröffnungsausstellungen zeigt das Museum Barberini am Alten Markt in Potsdam vom 17. Juni bis 3. Oktober 2017 mit der Ausstellung „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“ sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Phillips Collection in Washington, D. C., schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

Marsden Hartley: Bergsee, Herbst Mountain Lake—Autumn, um 1910, Öl auf Malkarton
Oil on academy board, 30,48 x 30,48 cm
The Phillips Collection, Washington, D. C.

Amerikanische Moderne in Deutschland  zu sehen

Die amerikanische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in Europa bis heute wenig bekannt. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt der nordamerikanischen Malerei anhand der drei zentralen Themen Landschaft, Portrait und Stadt ebenso wie die sich parallel entwickelnde abstrakte Malerei. Diese kulminierte nach 1945 im Abstrakten Expressionismus, und New York wurde zum neuen Kunstzentrum. Die Entwicklung lässt sich anhand der Sammlung der Phillips Collection nachvollziehen.

Besucher mit Barberini Guide vor: Rockwell Kent: Die Straßenwalze, 1909, The Phillips Collection, Washington, D. C., Courtesy Plattsburgh State Art Museum, Plattsburgh, NY
Besucher mit Barberini Guide vor: Rockwell Kent: Die Straßenwalze, 1909, The Phillips Collection, Washington, D. C., Courtesy Plattsburgh State Art Museum, Plattsburgh, NY

Die Ausstellung „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“ bietet damit ein Panorama der Themen und Stile vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Sie führt mit Werken von George Inness (1825–1894), Marsden Hartley (1877–1943), Georgia O’Keeffe (1887–1986), Richard Diebenkorn (1922–1993) und anderen durch Landschaftskunst, Portraitmalerei und Stadtlandschaft in die Farbfeldmalerei.

Ausstellungsansicht "Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne", Museum Barberini, Photo: Helge Mundt, © Museum Barberini
Ausstellungsansicht “Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne”, Museum Barberini, Photo: Helge Mundt, © Museum Barberini

Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, setzt mit diesem Kooperationsprojekt den programmatischen Ansatz des Museums Barberini fort, internationale Kunst von Weltrang in thematisch fokussierten Präsentationen zu zeigen. Nach ihrer Ausstellung in Hamburg zu Edward Hopper und seine Zeit im Jahr 2009 stellt sie nun die facettenreiche amerikanische Moderne in acht Themenräumen vor: „Amerikas Weg in die Moderne lässt sich anhand der Werke der Phillips Collection, Washington, D. C., beispielhaft aufzeigen. Diese Kooperation ist eine große Ehre für das Museum Barberini.“

Edward Hopper: Anfahrt in eine Stadt, 1946, The Phillips Collection, Washington, D. C.
Edward Hopper: Anfahrt in eine Stadt, 1946, The Phillips Collection, Washington, D. C.

Dr. Dorothy M. Kosinski, Direktorin der Phillips Collection, Washington, D. C.: „Wir freuen uns, zentrale Werke unser Sammlung nach Potsdam zu senden und damit die amerikanische Moderne in Europa zu präsentieren. Das jüngst eröffnete Museum Barberini bietet dafür einen hervorragenden Rahmen.“

Ausstellungsansicht "Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne", Museum Barberini, Photo: Helge Mundt, © Museum Barberini
Ausstellungsansicht “Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne”, Museum Barberini, Photo: Helge Mundt, © Museum Barberini

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der 248 Seiten mit 200 Abbildungen umfasst und für 29,90 Euro im Museumsshop sowie für 39,95 Euro im Buchhandel erhältlich sein wird.

Ausstellungsansicht "Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne", Museum Barberini, Photo: Helge Mundt, © Museum Barberini
Ausstellungsansicht “Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne”, Museum Barberini, Photo: Helge Mundt, © Museum Barberini
Museum Barberini Frontansicht vom Alten Markt, Photo: Helge Mundt
Museum Barberini Frontansicht vom Alten Markt, Photo: Helge Mundt

Informationen zu „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“

  1. Juni bis 3. Oktober 2017

Adresse: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

geöffnet: Mo & Mi – So 10–19 Uhr, jeder erste Do. im Monat 10 – 21 Uhr, Dienstag ist  geschlossen,

Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

Eintritt: 14 / ermäßigt 10 Euro ( Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei)

Jahreskarte Einzelperson 30 / Jahreskarte Paare  50 Euro

Young Friend (unter 35 Jahre) 20 Euro

Internet: www.museum-barberini.com

Treppenhaus im Palast Barberini, Foto: Helge Mundt
Potsdam

Besuch im Museum Barberini in Potsdam

P1290810_ShiftNClaude Monet, Getreideschober, 1891, Foto: D.Weirauch

Am 23. Januar 2017 eröffnet Potsdams neues Kunstmuseum, das Museum Barberini am Alten Markt, dem historischen Zentrum der Stadt. Das Museum Barberini wurde vom Verein Stadtbild Deutschland im Januar 2017 zum “Gebäude des Jahres” gekürt und gehört zu den wichtigsten aktuellen Museumseröffnungen in Europa.

❏ Was gibt es alles zu sehen ?

Das Haus zeigt unter der Leitung der Direktorin Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen, die einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellen.

Vor den berühmten Seerosen von Monet, Foto: D.Weirauch
Vor den berühmten Seerosen von Monet, Foto: D.Weirauch

Ausgangspunkt für die Präsentationen von den Alten Meistern bis ins 21. Jahrhundert ist die Sammlung Hasso Plattners. Sammlungsbereiche sind der Impressionismus, die Amerikanische Moderne, Kunst der DDR-Zeit und Malerei nach 1989.

Die Sammlung von Hasso Plattner

Die Gründung des Museums Barberini ist eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner. In den vergangenen 20 Jahren baute er eine Sammlung aus DDR-Kunst und Malerei nach 1989 sowie Meisterwerken der Kunstgeschichte auf. Impressionistische Werke von Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir sind darin ebenso vertreten wie Klassiker der Moderne und amerikanische Abstrakte, u. a. Gemälde von Max Liebermann, Edward Munch, Joan Mitchel und Gerhard Richter.

❏  Warum gerade in Potsdam ?

Hier die Antwort von Hasso Plattner am 19. Januar 2017.

Die Sammlung spiegelt Hasso Plattners Interesse an Landschaft und Abstraktion und die Fähigkeit eines Kunstwerks, den Betrachter mit all seinen Sinnen anzusprechen.

Dr. Ortrud Westheider und Mäzen Hasso Plattner vor Monets Seerosen, Foto: D.Weirauch
Dr. Ortrud Westheider und Mäzen Hasso Plattner vor Monets Seerosen, Foto: D.Weirauch

Drei Ausstellungen im Jahr

Dr. Ortrud Westheider plant jährlich drei wechselnde Schauen mit Werken der Sammlung ergänzt um Leihgaben aus Privatsammlungen und nationalen wie internationalen Museen. Die Sammlung der Hasso Plattner Stiftung, mit Kunst aus der DDR-Zeit und Malerei nach 1989, wird als dynamisch wechselnde Sammlungspräsentationen jeweils neu gezeigt.

Claude Monet, Ortseingang von Giverny im Winter, 1885, Foto: D.Weirauch
Claude Monet, Ortseingang von Giverny im Winter, 1885, Foto: D.Weirauch

Die Arbeit des Museums Barberini zeichnet sich darüber hinaus durch den wissenschaftlichen Austausch, Diskussionen, Veranstaltungen und digitale Kunstvermittlung aus. Ortrud Westheider zur Eröffnung des Museums Barberini: „Ich freue mich darauf, diesen neuen Ort mit Leben zu füllen. Wir möchten dem Besucher eine intensive Begegnung mit dem Original ermöglichen und in Potsdam langfristig ein neues Zentrum der Kunstgeschichte etablieren.“

Claude Monets, Getreideschober, Schnee, Sonnenlicht, gemalt 1891, Foto: D.Weirauch
Claude Monets, Getreideschober, Schnee, Sonnenlicht, gemalt 1891, Foto: D.Weirauch

Eröffnungsausstellungen (bis 28.5.2017)

Das Museum Barberini eröffnet mit zwei Ausstellungen, die sich durch Querverbindungen zueinander auszeichnen. Sie stellen die Sammlung Hasso Plattners in den Kontext von Werken aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Die insgesamt 170 Werke umfassen auch internationale Leihgaben, darunter aus dem Denver Art Museum, dem Städel Museums in Frankfurt, der Eremitage in Sankt Petersburg, dem Israel Museum in Jerusalem und der National Gallery in Washington sowie von internationalen Privatleihgebern, u. a. aus den USA, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden.

 ❏ Impressionismus. Die Kunst der Landschaft

Die Maler des Impressionismus entwickelten im 19. Jahrhundert ein Bewusstsein für die Gegenwart, welches die Kunst revolutionierte und das Bildgeschehen bis in unsere Zeit hinein durchdringt. Obgleich sie ihr Publikum in Paris fanden und ihnen die Großstadt zahlreiche Motive bot, war die Landschaft für Claude Monet, Alfred Sisley, Camille Pissarro und Gustave Caillebotte das wichtigste Thema. Hier konnten sie neue künstlerische Verfahren ausprobieren.

92 Gemälde aus 32 Sammlungen

Die Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft widmet sich erstmals den Experimentierfeldern impressionis­tischer Landschaft. Die Künstler zeigen das Meer, Waldwege, Wiesen, Gärten, Schnee­landschaften und Spiegelungen auf Wasserflächen und sprechen die Betrachter mit allen Sinnen an. Die Ausstellung präsentiert Meisterwerke im Kontext von 92 Gemälden, die aus 32 internationalen Museums- und Privatsammlungen stammen. Sie werden in Themenräumen gezeigt, die Bildreihen der wichtigsten Motive vorführen. Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf die impressionistischen Künstler und ihre obsessive Beschäftigung mit der individuellen Wahrnehmung von Licht und Natur.

Von der US-Amerikanerin Joan Mitchell stammt "Verblasste Luft", 1985 gemalt, Foto:D.Weirauch
Von der US-Amerikanerin Joan Mitchell stammt “Verblasste Luft”, 1985 gemalt, Foto:D.Weirauch

❏ Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky

Die malerischen Umbrüche der Moderne bis in die Gegenwart stehen im Zentrum der Ausstellung Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky. Mit 60 Gemälden und Skulpturen aus mehr als 100 Jahren geht die Schau in sechs Kapiteln Fragen der künstlerischen und gesellschaftlichen Emanzipation nach. Die Werke gelten heute als Klassiker.

Plastiken von Rodin im Museum Barberini, Foto: D.Weirauch
Plastiken von Rodin im Museum Barberini, Foto: D.Weirauch

Die Aus­stellung beginnt in den 1890er Jahren und schlägt den Bogen vom deutschen Impressionismus über den Fauvismus zur ungegenständlichen Malerei nach 1945 und stellt ausgehend von der Sammlung Hasso Plattners die Entwicklungslinien der Malerei des 20. Jahrhunderts heraus.

Das Museum Barberini in Potsdam, Foto: D.Weirauch
Das Museum Barberini in Potsdam, Foto: D.Weirauch

 Künstler in der DDR. Aus der Sammlung des Museums Barberini”

Zwei Galerieräume stellen zur Eröffnung das Spektrum von Bernhard Heisig bis Stefan Plenkers vor: Ein Schwerpunkt ist das Werk von Wolfgang Mattheuer, dessen Bronzefigur Jahrhundertschritt seine dauerhafte Aufstellung im Garten des Museums Barberini gefunden hat.

Blick in die Ausstellung "Künstler in der DDR", Foto: D.Weirauch
Blick in die Ausstellung “Künstler in der DDR”, Foto: D.Weirauch
Wolfgang Mattheuer, Abendnebellandschaft, 1992, Foto: D. Weirauch
Wolfgang Mattheuer, Abendnebellandschaft, 1992, Foto: D. Weirauch

P1290898

Barberini-nachtrag (3)

Barberini-nachtrag (1)

Ein reichhaltiges Angebot hält der Museumsshop bereit, Foto: D.Weirauch

❏ Was noch kommt ?

17. Juni bis 3. Oktober

“Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne” widmet sich der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Mit Meisterwerken aus der Phillips Collection, Washington, D.C., zeigt das Museum Barberini eine der wichtigsten Privatsammlungen der USA, die bisher in Europa selten zu sehen waren.

28. Oktober 2017 bis 11. Februar 2018

“Hinter der Maske. Künstler in der DDR”
Die Ausstellung stellt die Spielarten der künstlerischen Selbstinszenierung in der DDR zwischen Rollenbild und Rückzug, verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität in den Mittelpunkt.

Bis zum 11. Februar 2018 außerdem zu sehen:

Palais Barberini. Geschichten eines Hauses
In zwölf Kapiteln werden die bewegte Geschichte des Hauses erzählt sowie die baugeschichtlichen Entwicklungen und unterschiedlichen Nutzungen des Palais erläutert.

Blick von der Nikolaikirche hinüber zum Museum Barberini, Photo Helge Mundt
Blick von der Nikolaikirche hinüber zum Museum Barberini, Photo Helge Mundt
  • Informationen

  • Wo: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam
  • Wann geöffnet: Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen, Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
  • Eintritt: 14, erm. 10 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei, Jahreskarte Einzelperson: 30 Euro, Jahreskarte Paare: 50 Euro, Young Friend (unter 35 Jahre) 20 Euro
  • Führungen: Täglich (außer dienstags) um 11 Uhr und jeden Donnerstag zusätzlich um 18 Uhr bietet das Museum Barberini eine öffentliche Führung durch die aktuellen Ausstellungen an.
  • Katalog: Impressionismus. Die Kunst der Landschaft (Prestel Verlag, München). 252 Seiten, 29,90 (im Museum), 39,90 Euro im Buchhandel.
  • Online-Tickets auch unter www.museum-barberini.com, 1-97992185,info‎@‎museum-barberini.com
  • Museum Barberini, Rückansicht, Photo: Helge Mundt
    Museum Barberini, Rückansicht, Photo: Helge Mundt
Potsdam

Museum Barberini in Potsdam öffnet

ortrud_westheider-_direktorin_des_museums_barberini-_mit_blick_auf_das_museum_von_der_freundschaftsinsel_aus_pressebarberini_mundDr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, mit Blick auf das Museum von der Freundschaftsinsel aus, Photo: HelgeMmundt

Das Kunstjahr beginnt mit einem Paukenschlag. Am 23. Januar 2017 eröffnet Potsdams neues Kunstmuseum, das Museum Barberini am Alten Markt, dem historischen Zentrum der Stadt.

Museum Barberini in Potsdam öffnet

In den vergangenen drei Jahren wurde im Herzen Potsdams ein Stück Kulturgeschichte wiedererrichtet. Damit gehört das Ensemble um den Alten Markt zu den schönsten Plätzen Europas.

Blick von der Nikolaikirche hinüber zum Museum Barberini, Photo Helge Mundt
Blick von der Nikolaikirche hinüber zum Museum Barberini, Photo Helge Mundt

Das Museum Barberini eröffnet mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gibt Einblicke in seine Sammlung. Insgesamt werden über 170 Werke gezeigt (23.1.–28.5.17).

Museum Barberini Veranstaltungsraum mit Medienwand
Museum Barberini Veranstaltungsraum mit Medienwand

Das Haus zeigt unter der Leitung der Direktorin Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen, die einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellen. Grundlage für die Präsentationen von den Alten Meistern bis ins 21. Jahrhundert ist die Sammlung von Mäzen Hasso Plattner.

Museum Barberini in Potsdam öffnet

Sammlungsbereiche sind der Impressionismus, die Amerikanische Moderne, Kunst der DDR-Zeit und Malerei nach 1989.

Museum Barberini, Rückansicht, Photo: Helge Mundt
Museum Barberini, Rückansicht, Photo: Helge Mundt

Informationen

Wo: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

Wann geöffnet: Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen (Sonderöffnungszeit am Di 24.1.2017, 11–19 Uhr,  Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

Eintritt: 14, erm. 10 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei, Jahreskarte Einzelperson: 30 Euro, Jahreskarte Paare: 50 Euro, Young Friend (unter 35 Jahre) 20 Euro

Online-Tickets auch unter www.museum-barberini.com

Palais Barberini im Abendlich, Foto: D.Weirauch
Palais Barberini im Abendlich, Foto: D.Weirauch
error: Content is protected !!