Ostsee

Reise

Mit Meeresrauschen ins neue Jahr

06_Anbaden_Ostseebad_KühlungsbornAnbaden im Ostseebad_Kühlungsborn, Foto: Ostseebad Kühlungsborn
Anbaden im Ostseebad_Kühlungsborn, Foto: Ostseebad Kühlungsborn
Anbaden im Ostseebad_Kühlungsborn, Foto: Ostseebad Kühlungsborn

Open-Air-Party an der Seebrücke, traditionelles Anbaden und Silversterlauf-Premiere – im Ostseebad Kühlungsborn wird der Jahresabschluss vielfältig zelebriert.

Frostige Kälte, sternenklarer Himmel und Sand unter den Füßen: Das Ostseebad Kühlungsborn verabschiedet das alte Jahr mit der Premiere eines sportlichen Höhepunkts und heißt das neue Jahr am 1. Januar 2019 mit dem traditionellen Neujahrs-Anbaden willkommen.

Silvesterlauf durch Kühlungsborn

Für alle Sportbegeisterten bietet das Ostseebad Kühlungborn in diesem Jahr erstmalig einen Silvesterlauf. Je nach Ausdauer und Durchhaltevermögen kann zwischen drei Disziplinen gewählt werden: Fünf Kilometer und zehn Kilometer laufen oder zehn Kilometer wandern. Die Kleinsten können beim Bambini-Lauf über 450 Meter erste sportliche Erfolge feiern. Der Startschuss für die Läufe fällt um 11 Uhr an der Seebrücke. Die Strecke führt – mit Blick auf die Ostsee – an der Flaniermeile entlang, durch den Stadtpark und endet schließlich mit dem Zieleinlauf wieder an der Seebrücke.

Anmeldung für den Lauf unter: www.silvesterlauf-kuehlungsborn.de

Silversterfeiern an der Ostseeküste

Silvester mit Sand unter den Füßen und beim Rauschen der Wellen verbringen? Nichts leichter als das: an der Ostsee wird das Jahresende auch in diesem Jahr an einem der schönsten Plätze gefeiert – in Kühlungsborn. Traditioneller Ort der Open-Air-Party ist der Seebrückenvorplatz in Kühlungsborn Ost. Vom 28. Dezember 2018 bis zum 1. Januar 2019 wird hier ein abwechslungsreiches Programm aus Live-Musik und unterhaltsamen Attraktionen geboten. Zum Jahreswechsel beginnt die Moderation ab 20 Uhr. Der Tanz unter freiem Himmel wird mit einem Mix aus altbekannten und modernen Musikhits eröffnet. Für kalte und heiße Getränke sowie das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Höhepunkt des Abends startet passend zum neuen Jahr um 00.10 Uhr vom Kopf der Seebrücke aus – mit einem großartigen Feuerwerk zur Begrüßung des Jahres 2019.

Parallel zur Party an der Seebrücke gibt es ein großes Programm mit Live-Musik im Festzelt im Konzertgarten West. Dabei kommen vor allem die kleinen Gäste ganz groß raus. Am 31. Dezember 2018 können Kinder ihr eigenes Silvester mit einer Zaubershow und dem Kinderfeuerwerk feiern.

 Anbaden an der Seebrücke

Klirrende Kälte an Land und das raue Meer: diese Kombination garantiert einen erfrischenden Start ins neue Jahr. Der Sprung in die eisigen Fluten der Ostsee hat in Kühlungsborn lange Tradition. Nach einer ausgelassenen Silvesterparty stürzen sich Einheimische und Gäste am 1. Januar 2019 mit traditionellen, rot-weiß oder blau-weiß gestreiften Badeanzügen in das kalte Wasser der Ostsee. An der Kühlungsborner Seebrücke warten jeweils hunderte Badende und noch viel mehr Schaulustige auf das erste Spektakel des neuen Jahres. Jeder ist willkommen, auch kurzfristig, auch ohne blau-weiß geringelten Badeanzug.

Weitere Informationen zum Ostseebad Kühlungsborn unter www.kuehlungsborn.de

Über das Ostseebad Kühlungsborn:

Kühlungsborn ist eines der größten Seebäder an Deutschlands Ostseeküste und zählt zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben dem fast sechs Kilometer langen Strand zeichnet sich die Stadt, die 1938 durch den Zusammenschluss der Orte Brunshaupten, Fulgen und Arendsee entstanden ist, durch das namensgebende, hügelige Waldstück – die Kühlung – und einen 133 Hektar großen Stadtwald aus. Zahlreiche historische Villen, die Anfang des 20. Jahrhunderts im für Kurorte typischen Stil der Bäderarchitektur errichtet wurden, prägen das Straßenbild. Eines der markantesten Bauwerke ist die Seebrücke, die rund 240 Meter lang ist. Das abwechslungsreiche Angebot an Veranstaltungen sowie die hochklassige Hotel- und Gastronomielandschaft locken das ganze Jahr über Urlauber in das Ostseebad.

 

Reise

Unterwegs auf der Ostsee: Dr. Peer Schmidt – Walther

Auf der Brücke des Küstenfrachters FREDO Foto: Dr. Peer Schmidt - WaltherAuf der Brücke des Küstenfrachters FREDO Foto: Dr. Peer Schmidt - Walther

Ich bin ihm bisher nur einmal begegnet und wir waren uns sofort sympathisch. Der Schifffahrts- und Reisejournalist Dr. Peer Schmidt-Walther ist fast ständig unterwegs – am liebsten auf Kreuzfahrtschiffen, Frachtern, Forschungsschiffen oder Eisbrechern im Bereich der Ostsee. Aber auch Weltweit. Er ist auf allen Ozeanen und Strömen unterwegs gewesen. In Tallin vor zwei Jahren war er es, der sämtliche Details vorbeiziehender Kreuzfahrtschiffe und Fähren kannte. Dort hatte ein uralter Eisbrecher es ihm angetan, so dass wir fast die Abfahrtszeit unserer Gruppe verpassten. Wenn es um Detailwissen geht, dann ist der 1944 Geborene in seinem Element. Ebenso wenig später im Eisenbahnmuseum von Haapsalu, wo er aus dem Effeff die Daten der alten Lokomotiven kannte. Aber nicht nur Technik Trumpf aus Uropas Tagen sind sein Spezialgebiet. Kamera und seinen Notizblock hat er stets griffbereit. Zurück in seinem Haus am Stralsunder Hafen, dem alten Heilgeistkloster, entstehen dann die kurzweiligen Reportagen, für den Schmidt-Walther nicht nur in der maritimen Fachwelt bekannt ist.

30.000-Tonnen-RoRo-Frachter passiert Leuchfeuer Kiel Friedrichsort Foto: Dr. Peer Schmidt - Walther
30.000-Tonnen-RoRo-Frachter passiert Leuchfeuer Kiel Friedrichsort Foto: Dr. Peer Schmidt – Walther

Gerade ist im Ozeanum Verlag sein neuester Band über die Ostsee erschienen. Über eine Fahrt mit der “Kruzenstern” in die Pommersche Bucht, mit dem Gips-Express nach Norwegen und über eine Dienstfahrt mit der „Arkona“. Wieder sind es, wie zuvor in seinen schon 20 anderen Büchern, kurzweilige und sehr kenntnisreich geschriebene Geschichten samt vielen Fotos.

Stille Fahrt in den Sonnenuntergang auf dem Greifswalder Bodden Foto: Dr. Peer Schmidt-Walther
Stille Fahrt in den Sonnenuntergang auf dem Greifswalder Bodden Foto: Dr. Peer Schmidt-Walther

Peer Schmidt-Walther, der als Kind den Flüchtlingstreck aus dem Warthegau mitmachte und kurze Zeit im havelländischen Tremmen strandete, wuchs an der Ostsee inEckernförde auf. Seit 1994 lebt er in Stralsund in Mecklenburg – Vorpommern und vermittelt jungen Menschen an der Hochschule Stralsund maritimes Wissen. Sein Weg führt dann auch immer zur alten Gorch Fock von 1933, die im Stralsunder Hafen vor Anker liegt. Dieses Schiff hatte er nach Stralsund geholt und seine Frau, eine Innenarchitektin und Autorin, hat sie getauft. Der Blick ins Buch ist lohnend und man bekommt Lust den Autoren wieder einmal zu treffen und vielleicht auf eine seiner nächsten Touren zu begleiten.

MS SANS SOUCI vor Stralsund-Kulisse mit Ozeaneum und GORCH FOCK (I) c Dr.Schmidt-Walther
MS SANS SOUCI vor Stralsund-Kulisse mit Ozeaneum und GORCH FOCK (I) c Dr.Schmidt-Walther

OCEANUM, das maritime Magazin SPEZIAL Ostsee Taschenbuch

von Harald Focke (Herausgeber), Tobias Gerken (Herausgeber), Schmidt-Walther Peer (Autor)

Im Internet: www.oceanum,  Preis 16,90 Euro

Wilde Ostsee explodiert am Steven, Foto: D.Peer Schmidt-Walther
Wilde Ostsee explodiert am Steven, Foto: D.Peer Schmidt-Walther

Der bekannte Schiffahrts- und Maritimjournalist Peer Schmidt-Walter aus stralsund, Foto: Schmidt-Walter
Der bekannte Schiffahrts- und Maritimjournalist Peer Schmidt-Walter aus Stralsund, Foto: Schmidt-Walter

Reise

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 3

20170815_Katharina_von_Bora_NickoCruises4Die MS Katharina von Bora Foto: André Lenthe

❏ Usedom

Das „Das Nizza der Ostsee“

Als die MS Katharina von Bora morgens in Peenemünde, an der Ostspitze Usedoms gelegen, einläuft, werden die Passagiere von strahlendem Sonnenschein empfangen. Denn die Insel Usedom gehört mit rund 2.000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Mit dem Reisebus geht es zu den Ostseebädern Usedoms, die sich wie eine Perlenkette entlang der Ostseeküste ziehen. Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 3

Als die Reisenden über die Promenade von Ahlbeck in Richtung Heringsdorf schlendern, fühlen sie sich in vergangene Zeiten versetzt, als die adeligen Damen und Herren in edlem Gewand auf der Kaisermeile flanierten. Während der Kaiserzeit wurde Heringsdorf als „Nizza der Ostsee“ bezeichnet. Die auch auf Usedom vorherrschende Bäderarchitektur, mit ihren filigranen Fassaden, großen Fenstern und durchgehenden Balkonen mit Blick auf die glitzernde Ostsee, erzeugen das Gefühl direkt am Mittelmeer zu sein.

Die Seebrücke in Ahlbeck    Foto: Radke

Im Ostseebad Ahlbeck steht die älteste erhaltene Seebrücke Deutschlands, die mit 320 Meter Länge auf die Ostsee hinausragt. Sie erlangte vor allem Bekanntheit, als sie als Drehort für den 1991 entstanden Lorriot-Film „Pappa ante Portas“ diente. Auf der Seebrücke befindet sich noch heute wie einst in den 1930er Jahren ein Café.

Zurück an Bord legt die Katharina von Bora ab und verlässt die Ostsee über das südlich an Usedom angrenzte Stettiner Haff. Nach einer circa achtstündigen Fahrt über das ruhige Gewässer erreicht das Schiff abends schließlich den Seehafen von Stettin. Die angestrahlten imposanten Gebäude am Ufer und die beleuchteten Brücken sorgen bereits für Vorfreude auf die bevorstehende Erkundungstour durch Stettin am nächsten Morgen.

❏ Stettin

Wo Katharina die Große noch klein war …

Nach dem reichhaltigen Frühstück, starten die Passagiere gut gestärkt die Rundfahrt durch Stettin. Besonders beeindruckend ist die Hakenterrasse direkt am Ufer des Hafens. Benannt wurde die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt nach dem Oberbürgermeister Hermann Haken.

Das polnische Nationalmuseum oberhalb der Hakenterasse    Foto: Radke

Weitere Highlights der siebtgrößten polnischen Stadt sind der grüne Spinatpalast, das Stettiner Schloss, in dem Katharina die Große ihre Kindheit verbrachte sowie die zahlreichen Kirchen Stettins. An der Jacobikirche macht der Reisebus Halt und beim Hineingehen in die größte Kirche Pommerns begeistern die vielen bunten Glasfenster.

Wieder auf der Katharina von Bora angekommen, heißt es „Leinen los, die Piraten kommen!“ Beim Piratenschmaus serviert die Crew das Abendessen mit Augenklappe und Kopftuch. Am Abend erwartet die Crew dann alle im Salon und zeigt eine bühnenreife Show.

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 3

❏ Niederfinow

Mit dem Schiff in die Höhe

Von Stettin aus fährt der Fluss-Liner weiter in Richtung Niederfinow. In der Ferne ragt bereits das Schiffshebewerk Niederfinow in den Himmel, welches die 83 Meter lange Katharina von Bora in einem Trog 36 Meter in die Höhe heben wird. Stück für Stück steuert der Kapitän Joachim Schramm das Schiff in den Fahrstuhl. Nur fünf Minuten nach der Fahrt im Schiffsfahrstuhl verlässt die Katharina von Bora das Hebewerk über den Oder-Havel-Kanal. Dort macht sie noch ein letztes Mal vor Potsdam in Eberswalde Halt.

Auf dem Tagesprogramm steht ein Besuch des Klosters Chorin. Das Kloster der Zisterzienser Mönche wurde im Jahr 1273 gebaut und ist das größte Kloster des Landes Brandenburg. Wieder begegnet den Besuchern hier die bekannte Backsteingotik. Das Kloster verfügt über keinen Turm, da die Zisterzienser Mönche keinen Reichtum zeigen durften. Die „weißen Mönche“ lebten und arbeiteten einst hier und in dem Kloster lässt sich noch der restaurierte Brüdersaal besichtigen. Innerhalb des Klosters, gesäumt vom Kreuzgang, existierte früher ein schöner Schmuckgarten. Heute findet hier neben ehrenamtlichen Führungen der jährliche Choriner Musiksommer statt, der 2.000 Besucher in die historischen Gemäuer lockt.

Danach geht es mit dem Reisebus noch einmal zum Schiffshebewerk Niederfinow. Dort können die Besucher das 52 Meter hohe Stahlkonstrukt des Alten Schiffshebewerks von außen bestaunen.

Aussicht vom Schiffshebewerk Foto: Radke

Über einen geschlängelten Besucherweg erreichen die Touristen die oberste Ebene des Hebewerks, wo sich Ihnen eine beeindruckende Aussicht eröffnet. Unweit des Alten Schiffshebewerks entsteht das Neue Schiffshebewerk in zeitgemäßem Design.

Das Neue Schiffshebewerk Foto: Radke

Mit modernster Technik schafft es der Schiffsfahrstuhl innerhalb von nur drei Minuten mehr als das doppelte Troggewicht vom Alten Schiffshebewerk in die Höhe zu heben.

Das Alte Schiffshebewerk Niederfinow Foto: Radke

Mit all den gesammelten Eindrücken des Tages geht es für die Passagiere der Katharina von Bora wieder an Bord. Die Flusskreuzfahrt naht sich nun allmählich dem Ende, denn das letzte Ziel steht bevor: Potsdam.

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.

Hier geht es zu Teil 4 der Reise.

Reise

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 4

20170815_Katharina_von_Bora_NickoCruises4Die MS Katharina von Bora Foto: André Lenthe

❏ Potsdam

Zu Gast beim Alten Fritz

Vorbei am Berliner Grunewald geht es in Richtung Potsdam. Schon bei der Fahrt gibt es einiges zu sehen: die Sacrower Heilandskirche, die Potsdamer Meierei und die Glienicker Brücke. Hier heißt es: alle ducken! Auf dem Sonnendeck der Katharina von Bora müssen alle Passagiere in die Hocke gehen, denn das Schiff und die Brücke trennen nur wenige Zentimeter. Nachdem die Glienicker Brücke passiert wurde, eröffnet sich ein wunderschönes Panorama auf den Babelsberger Park mit dem Babelsberger Schloss, das an den englischen Tudor-Stil erinnert. Auf dem Weg zum Hafen schippert auch das kleine Dampfschiff „Gustav“ am Schiff vorbei. Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 4

Als der Fluss-Liner angelegt hat, steht schon der letzte Ausflug bevor. Mit dem Reisebus erwartet die Passagiere eine Rundfahrt durch Potsdam zu den geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Und davon hat Potsdam einige zu bieten. Vorbei am Schloss Cecilienhof, dem Ort der Potsdamer Konferenz, geht es zur Alexandrowka-Siedlung, wo einst russische Soldaten wohnten und schließlich zu Potsdams Highlight: dem Park Sanssouci. In der idyllischen Parkanlage, die an Versaille erinnert, verweilte der preußische König Friedrich der Große in den Sommermonaten.

Oben auf den Weinbergen steht der Tourismusmagnet der Stadt, das Schloss Sanssouci. Hier liegt auch der auch der Alte Fritz begraben neben seinen vielen Windhunden. Die Besucher sind kurz irritiert, denn auf seinem Grab liegen zahlreiche Kartoffeln. Das hat einen Grund: Der Alte Fritz führte damals die Erdäpfel im Bürgertum ein. Als Dank bringen immer wieder Besucher ein paar Knollen mit.

Danach geht es mit dem Bus noch einmal in die Potsdamer Innenstadt vorbei an den drei Stadttoren: dem Brandenburger Tor, dem Jägertor und dem Nauener Tor. In der Innenstadt vom Potsdam bekommen die Besucher kurz das Gefühl in Holland zu sein. Mitten im Herzen der Stadt liegt das Holländer Viertel mit seinen kleinen roten Backsteinhäusern. Dieses ließ der Soldatenkönig damals für holländische Arbeiter errichten, um ihnen ein Gefühl der Heimat zu schenken. Heute leben in den niedlichen Häusern Familien und in vielen Häusern finden sich kleine Läden, Cafés und Restaurants. Hier können die Passagiere der Katharina von Bora noch eine Weile den Sonnenschein in einem der Cafés genießen, bevor es zurück an Bord geht.

Mit vielen Eindrücken von dieser erholsamen Flusskreuzfahrt ganz nah an der deutschen Historie, geht für die Passagiere der letzte Abend auf der Katharina von Bora zu Ende. Nach einer Nacht im Hafen Potsdams heißt es am nächsten Morgen Adiéu, während sich neue Gäste bereit machen, die Tour mit dem Fluss-Liner zurückzufahren.

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 4

❏ Die MS Katharina von Bora

Die MS Katharina von Bora ist ein Flusskreuzfahrtschiff und gehört zur Flotte von nicko cruises. Das 83 Meter lange Flussschiff bietet Platz für insgesamt 80 Passagiere. Alle Kabinen des Schiffes sind Außenkabinen, sodass jeder der Passagiere die Aussicht vom eigenen Fenster aus genießen kann. Auf dem Oberdeck verfügen die Zimmer über große Panorama-Fenster und einen französischen Balkon. Alle Zimmer sind stilvoll einrichtet und verfügen über eine Klimaanlage, einen Fernseher, Dusche und Haartrockner.

Die MS Katharina von Bora     Foto: Radke

Das Panorama-Restaurant auf dem Hauptdeck empfängt die Gäste morgens, mittags und abends und bietet für jeden Geschmack das Richtige. Das Mittag- und Abendmenü umfasst vier Gänge, wobei aus einem Fleisch- oder Fischgericht sowie einer vegetarischen Variante gewählt werden kann. Im Panorama-Salon auf dem Oberdeck wird zudem ein Light Lunch angeboten. Hier können die Gäste auch abends Cocktails und Longdrinks genießen während der Bordmusiker für Unterhaltung sorgt. Im Salon stehen auch Gesellschaftsspiele, Karten und Bücher bereit, die gerne ausgeliehen werden können.

Auf dem Sonnendeck stehen reichlich Sonnenliegen für Sonnenanbeter bereit. Die Sitzplätze auf dem Oberdeck unter einem Sonnensegel laden zum Kaffeetrinken, Lesen und zum Genießen der Aussicht ein. Das äußerst freundliche Personal steht den Gästen jederzeit zur Verfügung. Die Reiseleitung steht zudem immer gerne für Fragen bereit und informiert die Gäste per Lautsprecher über bevorstehende Ausflüge und Sehenswürdigkeiten, an denen der Fluss-Liner vorbeifährt.

Auf der Reise werden verschiedene Ausflüge angeboten, die auch individuell dazugebucht werden können. Bei den Führungen erhalten alle Reisenden Sennheiser-Kopfhörer, mit denen sie auch während der Rundgänge den Reiseleiter stets gut verstehen können. Für die Anreise der verschiedenen Ausflugsziele steht immer ein Reisebus bereit. Die Länge der Laufstrecken ist somit beschränkt, sodass sich die Ausflüge auch für Personen eignen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Nach Bedarf können die Reisenden auch die verschiedenen Reiseziele auf eigene Faust erkunden.

Die Flusskreuzfahrt von nicko cruises bietet einen erholsamen Urlaub, in dem die Reisenden die schönsten Orte der Ostsee bis hin nach Potsdam entdecken können. Die Reiseleiter auf den verschiedenen Ausflügen geben einen umfangreichen und interessanten Überblick über die einzelnen Reiseziele, sodass die Passagiere mit zahlreichen Eindrücken nach Hause zurückkehren.

Informationen:

nicko cruises Flussreisen GmbH
Mittlerer Pfad 2
70499 Stuttgart
Telefon: 0711 / 24 89 80 – 44
Telefax: 0711 / 24 89 80 – 77
E-Mail: info@nicko-cruises.de
https://www.nicko-cruises.de/

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.

Reise

Tallinn – die Perle der Ostsee

Tallin (114)

Tallinn ist eine junge Stadt. Die Hauptstadt von Estland Tallinn wird auch als die Perle der Ostsee bezeichnet.  Zumindest habe ich das bei unserem Besuch im August 2016 gespürt. Estlands dynamische Hauptstadt ist wie das ganze Baltikum im Wandel. Ein Beispiel: Das Internet ist per Verfassung für jeden kostenfrei. Und: die historisch alte Stadt ist mit ihren vielen Kneipen, Bars und Restaurants  erfrischend gastfreundlich.


Tallinn fasziniert mit einer mittelalterlichen Altstadt, die von einer zwei Kilometer langen Stadtmauer eingefasst wird, und die zu den besterhaltenen in Europa gehört.

Tallinn – die Perle der Ostsee

Das Baltikum gehört zum Schengen-Raum und dort gilt der Euro als Zahlungsmittel. Ideal also für eine Städtereise.
Tallinn entstand an einem mittelalterlichen Handelsknotenpunkt und ist heute wie einst ein wahrer Schatz. In Estlands Hauptstadt lässt sich der Spaß des Reisens mit dem Entdecken kultureller Vielfalt verbinden.

Die Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich auf dem Burgberg in Tallin, Foto: D.Weirauch
Die Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich auf dem Burgberg in Tallin, Foto: D.Weirauch

Geschätzt 3 Tage benötigt allein der Kulturinteressierte, um die wichtigsten Museen von Tallinn zu besuchen.  Soviel kultur für so ein kleines volk, das hat Niveau. Estland ist der kleinste der baltischen Staaten mit nur 1,34 Millionen Einwohnern.

Kreuzfahrers Lieblingshafen ist Tallinn

Der Hafen von Tallinn ist ein bedeutender Hafen für Ostsee-Kreuzfahrten.

AIDA Mar im Hafen von Talllin
AIDA Mare im Hafen von Talllin

Vom Hafen bis zur Altstadt, die auf der UNESCO-Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht (ähnlich wie Sanssouci und das Bauhaus in Dessau und Bernau), sind es nur wenige Schritte.

Sehenswert sind unter anderem die “Dicke Margarethe”, ein Kanonenturm in der sehr gut erhaltenen Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. Auch der “Lange Herrmann”, ein Turm der mittelalterlichen Burganlage auf dem Domberg, sind beachtliche Zeugen des Mittelalters. Immer wieder bestätigt sich bei meinem Besuch: Tallinn – die Perle der Ostsee.

Bereits bei einem früheren Besuch sah ich diesen Strassenmusiker am Aufgang zum Burgberg, Foto: D.Weirauch
Bereits bei einem früheren Besuch sah ich diesen Strassenmusiker am Aufgang zum Burgberg, Foto: D.Weirauch

Viele kennen meine Leidenschaft für alte Schiffe, Flugzeuge und Dampflokomiven. Deshalb ist ein Besuch des einzigartigen Schiffahrtsmuseums am Hafen von Tallinn im einstigen Seeflughafen ein Muss für mich gewesen.

Schiffahrtsmuseum im einstigen Flugzeughangar

Im historischen Hangar für Wasserflugzeuge sind rund 200 Exponate zu sehen. Darunter das U-Boot mit dem Namen „Lembit“, viele kleinere Boote, die die Entwicklungs von Fischfang und auch Schiffbau dokumentieren.

Der Eisbrecher Suur Toll im Museumshafen von Tallin, Foto: D.Weirauch
Der Eisbrecher Suur Toll im Museumshafen von Tallinn, Foto: D.Weirauch

Hauptattraktion im Freigelände ist der über 100 jahre alte Dampfeisbrecher  „Suur Tõll“.

Blick in den Museumshafen von Tallin, Foto: D.Weirauch

Segeltörn vom einstigen Olympiahafen aus

Vom Freigelände kann man weit hinaus auf das Meer, bis zum einstigen Olympiahafen von Tallinn blicken. Tallinn war ist Gastgeber der olympischen Segelwettbewerbe 1980. Wir hatten das Glück mit einem erfahrenen Skipper dort zu segeln. Dabei fühlt man sich wie ein Hafenkapitän, der die Parade der vorbeiziehenden Kreuzgahrtschiffe und Fähren abnimmt.

Ja, Tallinn ist eine Reise wert. Es gibt dort viel zu entdecken.

Hier gibt es weitere Informationen zu Tallinn

Anreise: Flüge aus Deutschland gibt es in die estnische Hauptstadt Tallinn. Mit Fähren von Finnland oder Schweden aus.

Informationen: Touristinfo Tallinn.

Empfehlenswertes Restaurant ist das Restaurant Rataskaevu 16

Gut wohnen kann man im Nordic Hotel Forum Tallinn.

Die "Costa Luminosa" verlässt den Hafen von Tallin, Foto: D.Weirauch

Ich danke Visit Estonia und dem Estnischen Tourismusverband für die Unterstützung bei der Recherche in Tallin und Estland.

Hier eine weitere Sehenswürdigkeit in Estland: Haapsalu, wo Ilon Wikland, die Illustratorin der Bücher von Astrid Lindgreen herkommt.

 

Segeltörn Richtung Hafen Tallin, Foto: D.Weirauch

Mein Buchtipp: