Ostsee

Reise

Mit Meeresrauschen ins neue Jahr

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Anbaden im Ostseebad_Kühlungsborn, Foto: Ostseebad Kühlungsborn
Anbaden im Ostseebad_Kühlungsborn, Foto: Ostseebad Kühlungsborn

Open-Air-Party an der Seebrücke, traditionelles Anbaden und Silversterlauf-Premiere – im Ostseebad Kühlungsborn wird der Jahresabschluss vielfältig zelebriert.

Frostige Kälte, sternenklarer Himmel und Sand unter den Füßen: Das Ostseebad Kühlungsborn verabschiedet das alte Jahr mit der Premiere eines sportlichen Höhepunkts und heißt das neue Jahr am 1. Januar 2019 mit dem traditionellen Neujahrs-Anbaden willkommen.

Silvesterlauf durch Kühlungsborn

Für alle Sportbegeisterten bietet das Ostseebad Kühlungborn in diesem Jahr erstmalig einen Silvesterlauf. Je nach Ausdauer und Durchhaltevermögen kann zwischen drei Disziplinen gewählt werden: Fünf Kilometer und zehn Kilometer laufen oder zehn Kilometer wandern. Die Kleinsten können beim Bambini-Lauf über 450 Meter erste sportliche Erfolge feiern. Der Startschuss für die Läufe fällt um 11 Uhr an der Seebrücke. Die Strecke führt – mit Blick auf die Ostsee – an der Flaniermeile entlang, durch den Stadtpark und endet schließlich mit dem Zieleinlauf wieder an der Seebrücke.

Anmeldung für den Lauf unter: www.silvesterlauf-kuehlungsborn.de

Silversterfeiern an der Ostseeküste

Silvester mit Sand unter den Füßen und beim Rauschen der Wellen verbringen? Nichts leichter als das: an der Ostsee wird das Jahresende auch in diesem Jahr an einem der schönsten Plätze gefeiert – in Kühlungsborn. Traditioneller Ort der Open-Air-Party ist der Seebrückenvorplatz in Kühlungsborn Ost. Vom 28. Dezember 2018 bis zum 1. Januar 2019 wird hier ein abwechslungsreiches Programm aus Live-Musik und unterhaltsamen Attraktionen geboten. Zum Jahreswechsel beginnt die Moderation ab 20 Uhr. Der Tanz unter freiem Himmel wird mit einem Mix aus altbekannten und modernen Musikhits eröffnet. Für kalte und heiße Getränke sowie das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Höhepunkt des Abends startet passend zum neuen Jahr um 00.10 Uhr vom Kopf der Seebrücke aus – mit einem großartigen Feuerwerk zur Begrüßung des Jahres 2019.

Parallel zur Party an der Seebrücke gibt es ein großes Programm mit Live-Musik im Festzelt im Konzertgarten West. Dabei kommen vor allem die kleinen Gäste ganz groß raus. Am 31. Dezember 2018 können Kinder ihr eigenes Silvester mit einer Zaubershow und dem Kinderfeuerwerk feiern.

 Anbaden an der Seebrücke

Klirrende Kälte an Land und das raue Meer: diese Kombination garantiert einen erfrischenden Start ins neue Jahr. Der Sprung in die eisigen Fluten der Ostsee hat in Kühlungsborn lange Tradition. Nach einer ausgelassenen Silvesterparty stürzen sich Einheimische und Gäste am 1. Januar 2019 mit traditionellen, rot-weiß oder blau-weiß gestreiften Badeanzügen in das kalte Wasser der Ostsee. An der Kühlungsborner Seebrücke warten jeweils hunderte Badende und noch viel mehr Schaulustige auf das erste Spektakel des neuen Jahres. Jeder ist willkommen, auch kurzfristig, auch ohne blau-weiß geringelten Badeanzug.

Weitere Informationen zum Ostseebad Kühlungsborn unter www.kuehlungsborn.de

Über das Ostseebad Kühlungsborn:

Kühlungsborn ist eines der größten Seebäder an Deutschlands Ostseeküste und zählt zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben dem fast sechs Kilometer langen Strand zeichnet sich die Stadt, die 1938 durch den Zusammenschluss der Orte Brunshaupten, Fulgen und Arendsee entstanden ist, durch das namensgebende, hügelige Waldstück – die Kühlung – und einen 133 Hektar großen Stadtwald aus. Zahlreiche historische Villen, die Anfang des 20. Jahrhunderts im für Kurorte typischen Stil der Bäderarchitektur errichtet wurden, prägen das Straßenbild. Eines der markantesten Bauwerke ist die Seebrücke, die rund 240 Meter lang ist. Das abwechslungsreiche Angebot an Veranstaltungen sowie die hochklassige Hotel- und Gastronomielandschaft locken das ganze Jahr über Urlauber in das Ostseebad.

 

Reise

Unterwegs auf der Ostsee: Dr. Peer Schmidt – Walther

Auf der Brücke des Küstenfrachters FREDO Foto: Dr. Peer Schmidt - WaltherAuf der Brücke des Küstenfrachters FREDO Foto: Dr. Peer Schmidt - Walther

Ich bin ihm bisher nur einmal begegnet und wir waren uns sofort sympathisch. Der Schifffahrts- und Reisejournalist Dr. Peer Schmidt-Walther ist fast ständig unterwegs – am liebsten auf Kreuzfahrtschiffen, Frachtern, Forschungsschiffen oder Eisbrechern im Bereich der Ostsee. Aber auch Weltweit. Er ist auf allen Ozeanen und Strömen unterwegs gewesen. In Tallin vor zwei Jahren war er es, der sämtliche Details vorbeiziehender Kreuzfahrtschiffe und Fähren kannte. Dort hatte ein uralter Eisbrecher es ihm angetan, so dass wir fast die Abfahrtszeit unserer Gruppe verpassten. Wenn es um Detailwissen geht, dann ist der 1944 Geborene in seinem Element. Ebenso wenig später im Eisenbahnmuseum von Haapsalu, wo er aus dem Effeff die Daten der alten Lokomotiven kannte. Aber nicht nur Technik Trumpf aus Uropas Tagen sind sein Spezialgebiet. Kamera und seinen Notizblock hat er stets griffbereit. Zurück in seinem Haus am Stralsunder Hafen, dem alten Heilgeistkloster, entstehen dann die kurzweiligen Reportagen, für den Schmidt-Walther nicht nur in der maritimen Fachwelt bekannt ist.

30.000-Tonnen-RoRo-Frachter passiert Leuchfeuer Kiel Friedrichsort Foto: Dr. Peer Schmidt - Walther
30.000-Tonnen-RoRo-Frachter passiert Leuchfeuer Kiel Friedrichsort Foto: Dr. Peer Schmidt – Walther

Gerade ist im Ozeanum Verlag sein neuester Band über die Ostsee erschienen. Über eine Fahrt mit der “Kruzenstern” in die Pommersche Bucht, mit dem Gips-Express nach Norwegen und über eine Dienstfahrt mit der „Arkona“. Wieder sind es, wie zuvor in seinen schon 20 anderen Büchern, kurzweilige und sehr kenntnisreich geschriebene Geschichten samt vielen Fotos.

Stille Fahrt in den Sonnenuntergang auf dem Greifswalder Bodden Foto: Dr. Peer Schmidt-Walther
Stille Fahrt in den Sonnenuntergang auf dem Greifswalder Bodden Foto: Dr. Peer Schmidt-Walther

Peer Schmidt-Walther, der als Kind den Flüchtlingstreck aus dem Warthegau mitmachte und kurze Zeit im havelländischen Tremmen strandete, wuchs an der Ostsee inEckernförde auf. Seit 1994 lebt er in Stralsund in Mecklenburg – Vorpommern und vermittelt jungen Menschen an der Hochschule Stralsund maritimes Wissen. Sein Weg führt dann auch immer zur alten Gorch Fock von 1933, die im Stralsunder Hafen vor Anker liegt. Dieses Schiff hatte er nach Stralsund geholt und seine Frau, eine Innenarchitektin und Autorin, hat sie getauft. Der Blick ins Buch ist lohnend und man bekommt Lust den Autoren wieder einmal zu treffen und vielleicht auf eine seiner nächsten Touren zu begleiten.

MS SANS SOUCI vor Stralsund-Kulisse mit Ozeaneum und GORCH FOCK (I) c Dr.Schmidt-Walther
MS SANS SOUCI vor Stralsund-Kulisse mit Ozeaneum und GORCH FOCK (I) c Dr.Schmidt-Walther

OCEANUM, das maritime Magazin SPEZIAL Ostsee Taschenbuch

von Harald Focke (Herausgeber), Tobias Gerken (Herausgeber), Schmidt-Walther Peer (Autor)

Im Internet: www.oceanum,  Preis 16,90 Euro

Wilde Ostsee explodiert am Steven, Foto: D.Peer Schmidt-Walther
Wilde Ostsee explodiert am Steven, Foto: D.Peer Schmidt-Walther

Der bekannte Schiffahrts- und Maritimjournalist Peer Schmidt-Walter aus stralsund, Foto: Schmidt-Walter
Der bekannte Schiffahrts- und Maritimjournalist Peer Schmidt-Walter aus Stralsund, Foto: Schmidt-Walter

Bücher

Meeresrauschen – Auszeiten in Bildern und Geschichten

Meeresrauschen DuMont Bildband Cover 300dpi

Der Meer wirft silberne Glanzlichter auf den Alltag, egal ob Sie sich an einem Regentag in die Sofaecke kuscheln und in Gedanken dem Meeresrauschen lauschen. Oder ob Sie sich, inspiriert von unseren Geschichten und Tipps mit Meerwert, auf den Weg machen und selbst die Nase in den Wind halten. Das Gute ist: Wer sein Meerweh stillen will, muss gar nicht weit fahren, denn in Europa gibt´s gleich vier Meere: Ostsee, Nordsee, Atlantik und Mittelmeer.

Mit Meeresrauschen – Vom Glück, am Wasser zu sein. Kleine Auszeiten in Bildern und Geschichten, erschienen im  DuMont Reiseverlag gibt es ein Buch zum wegträumen. Es ist ein ideales Geschenk.

„Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.“ Jules Verne

Reise

Tallinn – die Perle der Ostsee

Tallin (114)

Tallinn ist eine junge Stadt. Die Hauptstadt von Estland Tallinn wird auch als die Perle der Ostsee bezeichnet.  Zumindest habe ich das bei unserem Besuch im August 2016 gespürt. Estlands dynamische Hauptstadt ist wie das ganze Baltikum im Wandel. Ein Beispiel: Das Internet ist per Verfassung für jeden kostenfrei. Und: die historisch alte Stadt ist mit ihren vielen Kneipen, Bars und Restaurants  erfrischend gastfreundlich.


Tallinn fasziniert mit einer mittelalterlichen Altstadt, die von einer zwei Kilometer langen Stadtmauer eingefasst wird, und die zu den besterhaltenen in Europa gehört.

Tallinn – die Perle der Ostsee

Das Baltikum gehört zum Schengen-Raum und dort gilt der Euro als Zahlungsmittel. Ideal also für eine Städtereise.
Tallinn entstand an einem mittelalterlichen Handelsknotenpunkt und ist heute wie einst ein wahrer Schatz. In Estlands Hauptstadt lässt sich der Spaß des Reisens mit dem Entdecken kultureller Vielfalt verbinden.

Die Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich auf dem Burgberg in Tallin, Foto: D.Weirauch
Die Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich auf dem Burgberg in Tallin, Foto: D.Weirauch

Geschätzt 3 Tage benötigt allein der Kulturinteressierte, um die wichtigsten Museen von Tallinn zu besuchen.  Soviel kultur für so ein kleines volk, das hat Niveau. Estland ist der kleinste der baltischen Staaten mit nur 1,34 Millionen Einwohnern.

Kreuzfahrers Lieblingshafen ist Tallinn

Der Hafen von Tallinn ist ein bedeutender Hafen für Ostsee-Kreuzfahrten.

AIDA Mar im Hafen von Talllin
AIDA Mare im Hafen von Talllin

Vom Hafen bis zur Altstadt, die auf der UNESCO-Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht (ähnlich wie Sanssouci und das Bauhaus in Dessau und Bernau), sind es nur wenige Schritte.

Sehenswert sind unter anderem die “Dicke Margarethe”, ein Kanonenturm in der sehr gut erhaltenen Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. Auch der “Lange Herrmann”, ein Turm der mittelalterlichen Burganlage auf dem Domberg, sind beachtliche Zeugen des Mittelalters. Immer wieder bestätigt sich bei meinem Besuch: Tallinn – die Perle der Ostsee.

Bereits bei einem früheren Besuch sah ich diesen Strassenmusiker am Aufgang zum Burgberg, Foto: D.Weirauch
Bereits bei einem früheren Besuch sah ich diesen Strassenmusiker am Aufgang zum Burgberg, Foto: D.Weirauch

Viele kennen meine Leidenschaft für alte Schiffe, Flugzeuge und Dampflokomiven. Deshalb ist ein Besuch des einzigartigen Schiffahrtsmuseums am Hafen von Tallinn im einstigen Seeflughafen ein Muss für mich gewesen.

Schiffahrtsmuseum im einstigen Flugzeughangar

Im historischen Hangar für Wasserflugzeuge sind rund 200 Exponate zu sehen. Darunter das U-Boot mit dem Namen „Lembit“, viele kleinere Boote, die die Entwicklungs von Fischfang und auch Schiffbau dokumentieren.

Der Eisbrecher Suur Toll im Museumshafen von Tallin, Foto: D.Weirauch
Der Eisbrecher Suur Toll im Museumshafen von Tallinn, Foto: D.Weirauch

Hauptattraktion im Freigelände ist der über 100 jahre alte Dampfeisbrecher  „Suur Tõll“.

Blick in den Museumshafen von Tallin, Foto: D.Weirauch

Segeltörn vom einstigen Olympiahafen aus

Vom Freigelände kann man weit hinaus auf das Meer, bis zum einstigen Olympiahafen von Tallinn blicken. Tallinn war ist Gastgeber der olympischen Segelwettbewerbe 1980. Wir hatten das Glück mit einem erfahrenen Skipper dort zu segeln. Dabei fühlt man sich wie ein Hafenkapitän, der die Parade der vorbeiziehenden Kreuzgahrtschiffe und Fähren abnimmt.

Ja, Tallinn ist eine Reise wert. Es gibt dort viel zu entdecken.

Hier gibt es weitere Informationen zu Tallinn

Anreise: Flüge aus Deutschland gibt es in die estnische Hauptstadt Tallinn. Mit Fähren von Finnland oder Schweden aus.

Informationen: Touristinfo Tallinn.

Empfehlenswertes Restaurant ist das Restaurant Rataskaevu 16

Gut wohnen kann man im Nordic Hotel Forum Tallinn.

Die "Costa Luminosa" verlässt den Hafen von Tallin, Foto: D.Weirauch

Ich danke Visit Estonia und dem Estnischen Tourismusverband für die Unterstützung bei der Recherche in Tallin und Estland.

Hier eine weitere Sehenswürdigkeit in Estland: Haapsalu, wo Ilon Wikland, die Illustratorin der Bücher von Astrid Lindgreen herkommt.

 

Segeltörn Richtung Hafen Tallin, Foto: D.Weirauch

Mein Buchtipp:

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