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Autotester: Moritz & Weirauch

Nissan X-Trail – Bestseller in der dritten Generation

Nissan X-Trail    Foto: NissanNissan X-Trail Foto: Nissan

Das weltweit meistverkaufte SUV ist der Nissan X-Trail. In den USA wird der X-Trail unter dem Namen “Rogue” angeboten. Seit der Einführung im Jahre 2000 haben die Japaner schon mehr als 3,7 Millionen Fahrzeuge von ihrem Bestseller verkauft. Der SUV-Markt boomt auch in Deutschland und erreicht immer höhere Verkaufsanteile.

Im Januar 2018 waren über 27 Prozent aller neuzugelassenen Fahrzeuge hierzulande SUVs. Keine andere Fahrzeugklasse verkauft sich aktuell besser. Für den Test stellte Nissan einen X-Trail 1.6 dCi in der Acenta-Ausstattung, mit Vorderrad-Antrieb und Sechsgang-Handschaltung zur Verfügung.

❏ Karosserie – Nissan X-Trail

Nissan X-Trail Foto: Nissan
Nissan X-Trail: Neu ist das Lichtmotiv der Rückleuchten      Foto: Nissan

Den Nissan X-Trail gibt es in der dritten Generation seit 2014. Die Japaner spendierten ihrem Bestseller 2017 ein Facelift für die zweite Lebenshälfte. Mit den Veränderungen soll er an Attraktivität, Komfort und Sicherheit gewinnen. Der X-Trail hat mit 4,69 Metern exakt die gleiche Länge wie ein Volvo XC60. In der Breite kommt er auf 1,83 Meter und in der Höhe misst die Nissan-Karosserie 1,73 Meter.

Nissan X-Trail Foto: Nissan
Nissan X-Trail: Nach dem Facelift fällt die Front bulliger aus     Foto: Nissan

Der fünfsitzige Testwagen hatte die zweithöchste Ausstattungslinie “Acenta”. Insgesamt gibt es für den X-Trail zehn verschiedene Lackfarben und vier Ausstattungslinien (“Visia”, “Acenta”, “N-Connecta” und “Tekna”). Der Kühlergrill glänzt jetzt mit einer breiteren Chromspange, der vordere Stoßfänger wurde verändert und die Nebelscheinwerfer haben eine eckige Form bekommen.

Insgesamt wirkt die Front bulliger als beim Vorgängermodell. Serienmäßig fährt der Nissan X-Trail in der getesteten “Acenta”-Ausstattung auf 17-Zoll-Rädern, hat Halogenscheinwerfer und LED-Tagfahrlichter mit dem überarbeiteten Bumerang-Motiv. In der Seitenfront sind die hohen Radhäuser sehr auffällig.

❏ Kofferraum – Nissan X-Trail

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In den Kofferraum vom Nissan X-Trail passen 565 Liter Gepäck      Foto: Nissan

Die Heckklappe beim Test-Nissan ließ sich nur über eine Griffmulde manuell öffnen. Gegen Aufpreis geht das auch elektrisch. Für Menschen ab 1,90 Meter könnte die Klappe etwas höher aufschwingen. Bei aufgestellten Rücksitzlehnen passen beim 5-sitzigen X-Trail-Modell 565 Liter in den Kofferraum. Die Sitzlehnen lassen sich im Verhältnis 60:40 umklappen und erweitern das Fassungsvermögen auf bis zu 1.996 Liter. Es gibt auch noch eine serienmäßige Mitteldurchreiche. Maximal kann der Japaner knapp 500 Kilogramm an Zuladung vertragen.

Nissan X-Trail Foto: Nissan
Maximal hat der Nissan X-Trail ein Fassungsvermögen von 1.996 Liter     Foto: Nissan

Die Rücksitzlehnen lassen sich nur von innen umlegen. Das Laderaumrollo kann einfach ausgebaut werden. Unter dem Ladeboden mit seinen zwei Klappen befindet sich ein Notrad, Werkzeug und Stauraum für Kleinigkeiten. Der Test-X-Trail hatte keine Taschenhaken im Kofferraum. Mit dem Laderaumsystem lässt sich der benötigte Platz im Kofferraum individuell anpassen.

❏ Innenraum + Ausstattung

Fangen wir in der zweiten Sitzreihe an. Der Einstieg gelingt problemlos und zwei Erwachsene halten es auch auf längeren Touren hier klaglos aus. Für eine bessere Sicht nach vorn ist die Sitzposition höher als in der ersten Reihe. Beide Sitzlehnen können stufenlos verstellt werden und die geteilte Sitzbank lässt sich zu Gunsten eines größeren Kofferraums nach vorne verschieben.

Der Testwagen hatte das elektrische Panorama-Glasschiebedach für 950 Euro extra an Bord. Für mich (1,85 Meter Körpergröße) war auf allen Sitzen genügend Luft über dem Scheitel. Die hinteren verdunkelten Seitenscheiben lassen sich nicht vollständig absenken.

Nissan X-Trail Foto: Nissan
Das Cockpit im Nissan X-Trail       Foto: Nissan

Im Cockpit ist jetzt alles etwas feiner, softer und geschliffener ausgefallen, als beim Vorgänger. Der Fahrer blickt hinter dem unten abgeflachten Multifunktionslenkrad auf zwei analoge Rundinstrumente und dem Info-Display. Die Schalter sind übersichtlich und verständlich angeordnet. Nicht ganz optimal liegen die Knöpfe links neben dem Lenkrad (Lenkradheizung, Spurhalter usw.). Das gesamte Cockpit ist eher klassisch designt und die Verarbeitung und die Qualität der Materialien sind sehr ordentlich. Selbst bei der aktuell herrschenden Kälte, waren keine knarzenden Geräusche zu hören.

Die Stoffsitze, jetzt mit neuer Polsterung, bieten ausreichenden Komfort, Seitenhalt und manuelle Verstellmöglichkeiten. Bei den Kopfstützen fehlen Arretierungsmöglichkeiten. Damit können sie nicht in der Höhe individuell angepasst werden. Und warum ist nur der Schalter für die Seitenscheibe des Fahrers beleuchtet und die anderen nicht?

Nissan X-Trail Foto: Nissan
Nissan X-Trail: Rückfahrkamera gegen Aufpreis    Foto: Nissan

Für 1.380 Euro Aufpreis hatte der Test-X-Trail einen 7-Zoll-Farbtouchscreen, Navigatiossystem (inkl. 3 Jahre kostenloser Kartenaktualisierung) und eine 360 Grad-Rundumkamera an Bord. Serienmäßig hatte der Testwagen in der Ausstattungslinie “Acenta” neben dem Reifendruckkontrollsystem, Parksensoren vorne und hinten, 2-Zonen-Klimaautomatik, Bluetooth, ein modulares Stausystem im Kofferraum, eine Geschwindigkeitsregelanlage und den Regensensor für die Scheibenwischer.

Gegen Auspreis ist bei Nissan vieles möglich. So hatte der Testwagen unter anderem beheizbare Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad und die Voll-LED-Scheinwerfer mit adaptiven Lichtssytem (nennt sich Komfort-Paket) für 950 Euro an Bord. Die LED-Scheinwerfer lieferten für meinen Geschmack eine gute Helligkeit und breite Straßenausleuchtung.

❏ Assistenzsysteme – Nissan X-Trail

Nissan hat dem X-Trail von Hause aus schon einige Assistenzsysteme mitgegeben: Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent und den Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung sind serienmäßig. In den höheren Ausstattungslinien oder gegen Aufpreis bieten die Japaner für ihren Crossover einen Einpark- und Totwinkelassistenten, die Müdigkeitserkennung und einen Querverkehrswarner an.

Nissan X-Trail Foto: Nissan
Nissan X-Trail     Foto: Nissan

Ein teilautonomer Fahrassistent namens “ProPilot” wird dieses Jahr noch nachgereicht. Er übernimmt im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und Stau die Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsen. Bis es soweit ist, fahren wir den Nissan X-Trail aber noch selbst.

Motor + Fahrleistung

Der kleine 1,6-Liter-Diesel-Vierzylindermotor von Renault macht seine Sache im Nissan erstaunlich gut. Die 130 PS liegen bei 4.000 U/min an und beschleunigen den 1,7 Tonnen schweren Crossover in 10,5 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 188 km/h. Das maximale Drehmoment von 320 U/min liegt bei 1.750 U/min an. Die Vorderräder haben keinerlei Traktionsprobleme mit der Motorleistung. Für die meisten Alltagsaufgaben und die entspannte Urlaubsreise ist der Nissan X-Trail ein idealer Partner.

Wer einen sportlichen Fahrstil und Beschleunigungsorgien bevorzugt, ist mit dieser Motorisierung falsch beraten. Der Verbrauch im Stadtverkehr lag laut Anzeige zwischen 5,5 und 6,5 Litern Diesel.

Nissan X-Trail Foto: F. Moritz
Nissan X-Trail: 1,6 Liter Diesel-Motor von Renault    Foto: F. Moritz

Der Nissan X-Trail ist ordentlich gedämmt und lässt das charakteristische Selbstzünder-Rumpeln bei normalen Geschwindigkeiten kaum in den Innenraum vordringen. Auf der Autobahn hört sich das allerdings anders an. Die Sechsgang-Handschaltung passt gut zur Motorcharakteristik und die Lenkung arbeitet für einen SUV dieser Größe leicht und genau.

Ein verstellbares Fahrwerk hat der Nissan X-Trail nicht. Der Fahrkomfort ist dennoch recht ausgewogen, auch wenn Gullydeckel und Querfugen von den Insassen leicht wahrgenommen werden. Die Wankneigung der Karosserie bleibt bei normalen Kurvengeschwindigkeiten unproblematisch. Und auch beim Einsatz im leichten Gelände macht der X-Trail eine gute Figur. Ein echter Wühler ist er nicht.

❏ Fazit + Preis vom Nissan X-Trail

Der Nissan X-Trail in der getesteten “Acenta”-Ausstattungslinie überzeugt mit seinem Platzangebot für Insassen und Gepäck. Serienmäßig hat er einige Assistenzsysteme an Bord und bietet eine solide Technik zum Grundpreis von 31.300 Euro. Wer mehr Leistung oder Ausstattung möchte, muss zu den teureren Varianten, oder auf Sonderausstattungen zurückgreifen. Für den X-Trail gibt es drei Jahre Garantie und alle 30.000 Kilometer oder einmal im Jahr muss er zur Wartung in die Werkstatt.

Der Test wurde unterstützt von Nissan.

Hier gibt es weitere Tests von Nissan, diesmal: NissanMicra.

Autotester: Moritz & Weirauch

Nissan 370Z Roadster PACK mit 3,7-Liter-V6-Saugmotor

65609_370Z_RoadsterNissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Coupé oder Roadster? Beim Nissan 370Z kann sich der Käufer zwischen den beiden Varianten entscheiden. Ich hatte den japanischen Sportwagen mit Stoffmütze zum Test bestellt, zumal jetzt eigentlich die Jahreszeit fürs “oben ohne”-fahren ist. Eigentlich. Aber auf das deutsche Sommerwetter ist kein Verlass. Zum Glück lässt das doppelt isolierte Verdeck des Nissan 370Z Roadster einen Einsatz bei jedem Wetter zu.

Obwohl es Land auf und Land ab so scheint als würden nur noch SUV’s gekauft, hat ein Sportwagen vom Schlage des Nissan 370Z Roadster durchaus seine Fangemeinde. Zum Einen ist da der Hammerpreis. Ein Roadster mit 328 PS-V6-Saugmotor, elektrischem Stoffverdeck und Automatik ab 42.280 Euro. Bei welchem anderen Hersteller gibt es so ein Angebot?

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Nissan 370Z Roadster      Foto: Nissan

Zum Anderen liegt es vielleicht auch daran, dass es dem Kunden bei der Konfiguration des Autos sehr einfach gemacht wird. Wo bei anderen Herstellern seitenweise Sonderausstattungen und Aufpreislisten verglichen werden müssen, dauert es beim Nissan 370Z Roadster keine zwei Minuten. Ein Motor, Schalter oder Automatik, sieben Farben, zwei Innenraumfarben und ein dutzend Sonderausstattungen. Mehr gibt es nicht. Und ob man mehr braucht, soll auch der Test klären.

❏ Nissan 370Z Roadster – Karosserie

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Die black-rose-Lackierung sieht toll aus      Foto: Nissan

Schönheit ist bekanntlich nicht alles was zählt, aber der Nissan 370Z Roadster kann mit seinem schicken Karosseriedesign und der “black-rose”-Lackierung schon viele Pluspunkte bei mir sammeln. Obwohl der Japaner schon 2013 seine letzten schönheitschirurgischen Eingriffe bekam, kann er sich optisch immer noch mit der aktuellen Roadster-Konkurrenz messen.

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Seitenprofil vom Nissan 370Z Roadster    Foto: Nissan

Die Seitenansicht ist die Schokoladenseite des Nissan 370Z Roadster. Lange Haube, kurzes Heck, 19-Zoll-Leichtmetallräder, ansteigende Linie ab den Türgriffen bis zum Heck, Z-Emblem-Blinker in den vorderen Kotflügeln, sowie weit ausgestellte hintere Radkästen und fertig ist ein Roadster wie er sein soll. Der Nissan liegt flach auf der Straße und sieht im Stand schon richtig schnell aus und eigentlich auch sehr teuer.

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Nissan 370Z Roadster     Foto: Nissan

In der Frontansicht des Nissan 370Z Roadster dominieren die beiden zackigen Bi-Xenon-Scheinwerfer (LED gibt es nicht) mit vertikalen LED-Tagfahrleuchten. Zwei Sicken auf der Motorhaube, der tief platzierte Kühlergrill und eine nach vorn abfallende Motorhaube ergeben eine sportliche, aber zum Glück keine aggressive Frontpartie beim 370Z.

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Nissan 370Z Roadster     Foto: Nissan

Von hinten betrachtet fallen beim Nissan 370Z Roadster die dicken Radkästen, zwei üppige Endrohre und pyramidenförmige LED-Rückleuchten auf. Die Stummelantenne auf der Motorhaube ist nicht mein Ding, weil sie das ohnehin schon sehr kleine Blickfeld nach hinten zusätzlich stört. Mit seiner Länge von 4,26 Metern, der Breite von 1,85 Meter und einer Höhe von 1,32 Meter hat der Nissan recht kompakte Maße. Sein Handling in engen Straßen und kleinen Parklücken ist unproblematisch.

❏ Kofferraum

Kofferraum und Variabilität in einem Roadster mit elektrischem Verdeck? Nein, das kann der Nippon-Roadster nicht bieten. Wenn sich die Heckklappe in die Höhe reckt, dann kommt nicht gerade ein üppiger Kofferraum ans Licht. 140 Liter beträgt das maximale Lade-Volumen und 250 Kilogramm die maximale Zuladung. Da sollte man genau überlegen was mitgenommen wird. In der zweiten Etage ist dann noch ein wenig Platz für Kleinkram und das Bordwerkzeug. Aber der Nissan 370Z ist ja schließlich auch kein Transporter sondern ein Roadster und dieses Metier beherrscht er richtig gut.

❏ Das elektrische Stoffverdeck

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
In gut 20 Sekunden ist das Dach geöffnet     Foto: Nissan

Den meisten Spaß bereitete mir der Nissan 370Z Roadster beim cruisen mit offenem Dach über Land. Das elektrische Stoffverdeck öffnet und schließt in gut 20 Sekunden. Zu beachten ist dabei, dass der Wagen stehen muss. Wird der 370Z bewegt ohne dass das Dach seine Endposition erreicht hat, verharrt das Dach in der aktuellen Stellung. Die Dachmechanik ist eine von der rustikalen Sorte und könnte für meinen Geschmack gern geräuschloser arbeiten. Aber es funktioniert. Versenkt wird das Dach nicht im Kofferraum, sondern in einem extra abgeschlossenen Bereich davor.

❏ Innenraum + Ausstattung

Der Nissan 370Z ist ein zweisitziger Roadster mit recht tief gelegter Bestuhlung. Der Testwagen hatte schwarze Ledersitze, die einen ordentlichen Seitenhalt bieten, aber für mich eine zu kurze Beinauflage hatten. Die Einstellung erfolgt über zwei Kippschalter rechts neben dem Sitz elektrisch und zwei Stellrädern links an der Lehne. Dazu rechts in der Lehne die manuelle Lordoseneinstellung. Nicht optimal gelöst, aber in diesem Punkt muss man beim 370Z großzügig sein. Die Regelung der Sitzheizung und Sitzkühlung erfolgt über manuelle Drehschalter.

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Schalter für Sitzheizung und -kühlung     Foto: Nissan

Hat man seinen Platz gefunden, geht es an die Einstellung des Multifunktionslenkrads. Horizontale Einstellung – negativ. Beim vertikalen justieren werden auch der Drehzahlmesser, der Tachometer und das Mäusekino mit verschoben. Ein Rundumblick im Fahrgastraum zeigt, dass es einige aufgeschäumte Kunststoffflächen gibt, aber Hartplastik das dominierende Material ist. Die Verarbeitung und die Materialien gehen in der Summe in Ordnung, aber wer Premium erwartet, wird hier enttäuscht.

Fairerweise möchte ich an dieser Stelle aber erwähnen, dass für den Preis den Nissan für seinen 370Z Roadster aufruft, irgendwo auch der Rotstift angesetzt werden musste.

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Armaturenbrett im Nissan 370Z Roadster     Foto: Nissan

Insgesamt ist das Armaturenbrett auf Sport getrimmt. Auf der Mittelkonsole thronen drei separate Rundanzeigen für Öltemperatur, Ladezustand der Batterie und die Uhrzeit. Darunter liegt der sieben Zoll große Touchscreen sowie die Bedieneinheit für die Navigation, das Audiosystem und der Klimaanlage. Eine Bose-Anlage sorgt für den guten Klang im Innenraum. Zumindest solange das Stoffverdeck geschlossen bleibt.

Ablagen sind im Nissan 370Z Roadster spartanisch vorhanden. Das Handschuhfach macht von der Größe her seinem Namen alle Ehre. Dazu gibt es die beiden Türtaschen, ein kleines Fach hinter dem Beifahrersitz und unter der Mittelarmlehne (hier befindet sich auch ein USB-Anschluss). Auf der Mittelkonsole ist dann noch Platz für zwei Dosen. Und der 370Z hat noch einen richtigen Handbremshebel.

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Überrollbügel und Windschott hinter den Sitzen    Foto: Nissan

Auch wenn die Bedienung teilweise recht simpel über einen Knopf erfolgt (Verbrauchsanzeige, Tageskilometer usw.), unlogisch oder kompliziert ist sie nicht. Der Fahrer kann sich jedenfalls voll auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich das Fahren. Denn auch bei den Assistenzsystemen herrscht beim Nippon-Roadster ein sehr überschaubares Angebot. ABS, ESP und Tempomat müssen ausreichen. Und die Dämpfer kennen auch nur eine Einstellung, die aber ein gelungener Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit ist.

Dafür kann der Nissan 370Z per Knopf gestartet werden und damit kommen wir zum eigentlich Wichtigen des Roadsters, den Motor. Denn Nissan legt beim 370Z Roadster das Hauptaugenmerk auf den Fahrspaß.

❏ Motor + Fahrleistung

Beim Nissan 370Z Roadster arbeitet unter der Motorhaube ein Benzinmotor der alten Schule – mit viel Hubraum und ohne Unterstützung von Kompressoren oder Turboladern. Der Saugmotor hat 3,7 Liter Hubraum verteilt auf sechs Zylinder. Damit bringt er 328 PS und 363 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder. 7.000 U/min beträgt das maximale Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h benötigt der immerhin 1.630 Kilogramm schwere Roadster 5,5 Sekunden und bei 250 km/h wird elektronisch der Vortrieb beendet. Das maximale Drehmoment liegt aber erst bei 5.200 Umdrehungen an. Das bedeutet, der Nissan 370Z Roadster braucht ordentlich Drehzahl für den Spaß.

Nissan 370Z Roadster – Foto: Nissan
Der Nissan 370Z Roadster ist eine Spaßmaschine     Foto: Nissan

Die 7-Gang-Automatik kommt mit der Motorleistung gut klar, auch wenn sie zwischen den Gangwechseln ab und an eine kleine Gedenksekunde für sich beansprucht. Durch den Hinterradantrieb bleibt die Lenkung frei von Antriebseinflüssen. Sie arbeitet für einen Roadster recht ordentlich, kommt aber nicht ganz an die bayrische Konkurrenz heran. Der Tanz durch enge Kurven liegt dem Nissan 370Z Roadster auf alle Fälle besser, als die Vollgasetappen auf der Autobahn – schon allein wegen der Akustik im Innenraum. Das liegt aber auch an der Gewichtsverteilung von 53 (vorne) zu 47 (hinten) Prozent. Für mich ist der Nissan allerdings ein idealer Cruiser und brachte mir Überlandfahrten mit geöffnetem Dach den meisten Fahrspaß.

Über einen Startknopf wird der V6 geweckt. Das Geräusch des 3,7-Liter-Motors ist im Stand präsent, aber nicht überschwänglich laut. Trotz des hohen Hubraumes bleibt etwaiges Bollern im Stand aus. Der Testwagen hatte vorne 245/40 R19 und hinten 275/35/R19 Reifen aufgezogen. Trotz häufig schlechtem Wetters, fand ich die Traktion überaus gelungen. Der 370Z hat einen schönen festen Bremspunkt im Pedal und die Bremsen packen bei Bedarf ordentlich zu.

11 Meter beträgt der Wendekreis vom Nissan und damit ist der Roadster ganz gut zu bewegen. Weniger gut sind seine Trinksitten. In der Stadt nahm der Testwagen nie unter 15 Litern Super plus. Beim Cruisen über Landstraßen kam er dann schon unter 10 Liter.

❏ Nissan 370Z Roadster – Fazit

Der Nissan 370Z Roadster ist in allen Bereichen ein ehrliches Auto. Die Schwächen bei der Ausstattung, der Assistenzsysteme und der kleine Laderaum verzeiht man dem Japaner gerne. Denn der Roadster mit seinem 328 PS-V6-Saugmotor, dem elektrischem Stoffverdeck und Automatik für 42.280 Euro entschädigt das puristische Sportwagenfahrer-Herz für alles andere.

Das Fahrzeug wurde für den Test von Nissan zur Verfügung gestellt.

Autotester: Moritz & Weirauch

Nissan Qashqai und Fahrräder im Innern

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Der Nissan Qashqai hat Klasse. Über zwei Millionen Nissan Qashqai wurden seit 2007 weltweit verkauft. Ein Universalwagen.

 ❏ Nissan Qashqai – wie er sich fährt

Das Testfahrzeug verfügt über den “Around View Monitor”. Das System zeigt das Fahrzeug aus der Vogelperspektive und vereinfacht beispielsweise das Einparken. Das Bild ist so optimal, trotzdem muß man genau hinschauen. Technik kann sich ja auch mal täuschen.

Der Qashqai fährt serienmäßig mit “Chassis Control” vor. Das ESP-System wird hier so ergänzt, dass es in Kurven über gezielte Bremseingriffe für ein dynamischeres Fahrgefühl sorgt und sogar das Nachschwingen nach Bodenwellen zu verringern sucht

Überraschend anders

❏ Nissan Qashqai – der Innenraum:

Die Neuauflage des Qashqai ist fünf Zentimeter länger als der vorgänger, insgesamt jetzt 4,38 Meter. Auch in der Breite wurde minimal zugelegt. Dadurch gibt es mehr Platz, was nicht nur den Fahrgästen, sondern auch dem Fahrradtransport zugute kommt. Als Fahrer freute ich mich über ein aufgeräumtes, übersichtliches Cockpit. Dank der Fahrzeughöhe und guter Bodenfreiheit sitzen Fahrer und Beifahrer höher als in einer konventionellen Limousine. Das Gefühl,wie in einigen SUV-Modellen regelrecht auf dem Auto zu thronen, gibt es nicht. Die Sitzposition ist optimal, um ein Gefühl von Sicherheit aufkommen zu lassen.

❏ Nissan Qashqai – die Karosserie

Bis auf die Zuladung von Fahrrädern – im Innern wohlgemerkt. Da haben Opel Astra und Dacia Duster auf den ersten Blick die Nase vorn. Oder man verstellt alle Fahrradkomponenten dermaßen (Sattelrohr rausnehmen, Lenkerstange ganz runterschieben) , dass es schon an Montage grenzt und mehr als die kritischen 10 Minuten dauert. Also nicht nur Vorderrad raus und dann ins bewährte Radfazz-System einklinken.

❏ Nissan Qashqai- der Kofferraum

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Die Lösung: Radfazz bietet als eine Zusatzoption eine Verlängerungsschiene für den Nissan Qashqai an. Die sollte man extra für den Nissan Qashqai bestellen.

❏ Passen Fahrräder in denNissan Qashqai ?

 

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Ja, aber nur mit den entsprechenden Systemen: Radzfazz oder Bikeinside. Das heißt: Vorderrad muß abgebaut werden. Bei E-bikes sind es dann nur die Pedelecs mit Mittelmotor oder hinterradantrieb. Eventuell muß man, je nach Rahmengröße, den Vorbau (Lenkung) herunterschrauben. Auch dafür gibt es mittlerweile Schnellspannverschlüsse, wie mein Text des Flyer-Modells von Biketec aus Huttwill in der Schweiz zeigt.

Als Alternative bleibt ja noch eine Anhängekupplung und den bewährten Fahrradträger, etwa von Thule oder Ubler, für die Fahrräder zu nutzen.

❏ Motor und Fahrleistung des Nissan Qashqai

Für einen kräftigen Vortrieb sorgte der 1.6 dCi. Es ist der stärkste Diesel im Qashqai mit 96 kW (130 PS). Interessant auch: die maximale Anhängelast mit manuellem Sechs-Gang-Schaltgetriebe bei gebremstem Anhänger beträgt bis zu 1.800 Kilogramm bei zwölf Prozent Steigung. Ich konnte mit voller Zuladung problemlos Überholen.  Der  Motor jault nicht auf, zeigt eine angenehme Laufruhe. Eben ein Auto auch für sehr lange Strecken. Die Motorisierung des Qashqai ist vielfältig. Selbst die 115 PS des 1,2-Liter Basismotors  genügten im Test, um das etwa 1,4 Tonnen schwere SUV optimal zu bewegen.

❏ Fazit und Preis

Der Nissan Qashqai in Kombination mit dem Selbstzünder ist das ideale Fahrzeug für lange Reisen. abert auch als stadtauto ist der SUV empfehlenswert. Mit dem nissan lassen sich unter Verwendung des entsprechenden zusatzteils (radzfazz) auch Fahrräder im Innern transportieren. eine bessere Alternative von der Raumgröße bietet allerdings der nissan Xtrail. Unter 20 000 geht es los, komfortabel wird es bei mehr als 30 000 Euro.  Der Preis ist in der üblichen SUV-Kategerie normal: Basispreis, Ausstattung Tekna: 32.850 Euro

❏ Nissan Qashqai als Konzeptfahrzeug

Am 2. März 2004 enthüllte Nissan auf dem Automobilsalon in Genf ein Konzeptfahrzeug namens Qashqai. Die Modellbezeichnung, einem iranischen Nomadenvolk entlehnt, verwies auf den Charakter des Fahrzeugs als „Stadtnomade“. Willkommen geheißen wurde der Qashqai mit allerlei Skepsis; die Automobilmedien bezweifelten, dass es für diese seltsame neue Mischung aus Schräghecklimousine und SUV wirklich einen Markt gab.

 Das Fahrzeug wurde für den Test von Nissan zur Verfügung gestellt.

Autotester: Moritz & Weirauch

Island mit drei SUV`s erlebt

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Gebucht hatten wir auf der Island-Reise eigentlich nur einen SUV, den Suzuki Grand Vitara. Leider achteten wir bei der Übergabe am Flugplatz Keflavik nicht so genau auf die Geräusche des Getriebes.

Irgendwie wird das wohl normal sein. So dachten wir.

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Pech gehabt. Nach 500 Kilometern blieb der Wagen stehen – auf der Ringstraße, mitten im Niemandsland, umgeben von Gletschern und zuschauenden Islandpferden.

Ein Anruf bei Avis Rental, dem Vermieter, genügte, schon kam Ersatz: ein Hyundai IX 35. Super Fahrzeug. Nur hatte der Wagen noch Spikes. Und die waren eigentlich schon einige Tage nicht mehr erlaubt auf der Straße. Denn auch in Island begann der Sommer.