Nicko Cruises

Reise

Mit nicko cruises hinauf zum Montmartre

Paris (16)

Paris war die letzte Station unserer achttägigen Reise mit der MS Seine Comtesse. In loser Folge stellen wir einige Stationen der Tour mit nicko cruises vor. Heute: Paris und Mit Nicko Cruises  hinauf zum Montmartre.

Das quirlige Montmartre-Viertel gehört einfach dazu, wenn man nach Paris reist. Allerdings hat es nicht mehr viel zu tun mit dem malerisch gewachsenen Quartier aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Rund um die “höchste” Erhebung der Metropole warten “Touristenfänger” auf ihre Kundschaft. Auch unsere Stadtführerin warnt vor Taschendieben und Hütchenspielern.

Am späten Nachmittag zeigt sich uns das Viertel rund um die Kreuzung der Boulevards Barbès und Rochechouart von seiner malerischsten Seite. Gegenüber dem bekanntesten und wohl auch teuersten Revuelokal “Moulin Rouge” – die rote Mühle über dem Eingangsbereich ist weithin sichtbar – starten wir mit einer kleinen Bimmelbahn hinauf zum Montmartre.

Mit der Bimmelbahn gelangt man bequem auf den Hügel. Foto: K.Weirauch
Mit der Bimmelbahn gelangt man bequem auf den Hügel. Foto: K.Weirauch

 

Das Moulin Rouge gehört mit seinen Tanzaufführungen zu den beliebtesten Hotspots in Paris. Foto: K. Weirauch

Wo Berühmtheiten lebten

Wir streifen den drittgrößten städtischen Pariser Friedhof “Cimetrière  de Montmartre”, auf dem Heinrich-Heine, Jacques Offenbach oder Emilè Zola und andere Prominente ruhen. zu gern wären wir hier auf dem Friedhof durch die Grabreihen gestreift. So ziehen wir langsam ruckelnd und zuckelnd mit einstimmender Musik aus dem Lautsprecher “Pigalle, Pigalle …” durch orientalisch anmutende Straßen, bis wir nach rund 15 Minuten unser Ziel auf dem Berg erreicht haben.

Gleichsam wie an einer Perlenkette aufgereiht empfangen uns malende Straßenkünstler auf dem Place du Tertre, die versunken in ihre Malarbeiten ihre Motive bearbeiten, die sie umgebende quirlige Außenwelt scheinbar völlig außen vor lassen können.

Auf den Spuren der Künstler

Um ihnen länger über die Schulter zu schauen oder ein Porträt von uns anfertigen zu lassen (wenn es der Touristenstrom denn zulässt), bleibt uns heute keine Zeit. Etwas ruhiger geht es zu, als wir auf unserem Rundgang in eine Nebengasse abzweigen.

Dali – Museum

Am kleinen Dali-Museum (“Espace Dali”, in der Rue Poulbot) weist uns die Stadtführerin auf eine ganzjährliche Ausstellung mit über 300 Werken von Salvador Dali hin. Es ist damit das größte Dali Museum in Frankreich. Weiter geht es im Vorübergehen zum ersten Atelier von Picasso, das völlig unspektakulär und ohne große touristische Aufmerksamkeit zu erregen, wie “eingeklemmt” zwischen zwei Wohnhäusern “ruht”.

Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch
Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch

Hier arbeitete Pablo Picasso von 1904 bis 1909.

Zwei von einst 12 Mühlen

Unser kleiner Spaziergang führt weiter eine malerische Gasse hinunter, direkt auf eine der letzten zwei Mühlen (12 waren es noch um 1786) des im 18. Jahrhunderts bescheidenen Dörfchens und heutigen berühmten Künstlerviertels zu. Die Mühlen dienten einst zum Mahlen von Weizen und Pressen von Trauben. Die aus den Anfängen des 17. und 18. Jahrhunderts stammenden Mühlen gehören zur “Le Moulin de la Galette” und laden in der Rue Lepic zum Verweilen ein.

Das Le Moulin de la Galette Foto: Kärstin Weirauch
Das Le Moulin de la Galette Foto: Kärstin Weirauch

“Der Mann, der durch die Wand gehen konnte”

Wir lassen “Moulin de la Galette” auf unserem ca. einstündigen Rundgang linkerhand liegen und gelangen zum Place Marcel Aymé. Hier erregt eine Figur, die in einer aus Felssteinen gemauerten Wand gefangen ist, unsere Aufmerksamkeit. Wir erfahren von der Stadtführerin, dass dieses Kunstwerk dem Roman “Der Mann, der durch die Wand gehen konnte” (1941 erstveröffentlicht) des bekannten französischen Autors Marcel Aymé (1967 in Paris gestorben) “entstiegen” ist. Sie diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda “Ein Mann ging durch die Wand” aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.

Die Figur diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda "Ein Mann ging durch die Wand" aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Foto: K. Weirauch
Die Figur diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda “Ein Mann ging durch die Wand” aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Foto: K. Weirauch

Wo Dalida lebte

Ganz in der Nähe erinnert ein Kunstwerk an die französische Sängerin und Schauspielerin Dalida (Iolanda Cristina Gigliotti), die am 3. Mai 1987 in Paris verstarb. Dalida bekam 1957 als erste franzöische Künstlerin in Frankreich die erste Goldene Schallplatte für mehr als 300.000 verkaufter Exemplare von ihrem wohl größten Hit Bambino. Eine weitere Goldene Schallplatte erhielt die “Königin der Jukebox” 1959 für den Titel “Am Tag, als der Regen kam”. 1961 bezog sie eine Villa auf dem Montmatre. Am 3. Mai 1987 starb sie in ihrem Haus an einer Überdosis von Schlafmitteln. “Das Leben ist mir unerträglich geworden – vergebt mir.” – einziger Satz in ihrem Abschiedsbrief. Beigesetzt wurde sie auf dem benachbarten Friedhof Montmartre. Am 24. April 1997 wurde der Dalida Platz zu ihrem Gedenken unweit ihrer Wohnung und ihres Grabes eingeweiht.

Auf dem Place Dalida erinnert eine Statue an die ägyptisch - italienische Sängerin Dalida. Foto: K. Weirauch
Auf dem Place Dalida erinnert eine Statue an die ägyptisch – italienische Sängerin Dalida. Foto: K. Weirauch

Unser Weg führt uns weiter  über kleine romantische Gassen mit Kopfsteinpflaster vorbei am kleinen Lokal “La Maison Rose” und dem einzigen heutigen kleinen Weinberg sowie dem “La Pruinquette de Montmartre” zurück zum Place du Tertre. Wir legen an diesem heißen Sommertag, an dem Frankreich das Fußballspiel gegen Russland in der Weltmeisterschaft gewinnen wird und somit im Halbfinale steht, in der Kirche Saint Pierre de Montmartre eine kleine Pause ein.

Im Zuckerbäckerstil erbaut wurde die Basilika Sacre-Coeur Foto: K. Weirauch
Im Zuckerbäckerstil erbaut wurde die Basilika Sacre-Coeur Foto: K. Weirauch

Sie steht im Schatten der weiß strahlenden Basilika Sacré Coeur und zählt zu den ältesten Kirchen von Paris, 1147 geweiht und ursprünglich zum früheren Kloster gehörend.

Weiß thront Sacrè Coeur

Ein Blick in dieses schöne Kleinod lohnt sich, bevor es um die Ecke in die von Touristen volle Kirche Sacrè Coeur geht. Wir reihen uns am Spätnachmittag in eine kleine Besucherschlange ein, nach einer kurzen Rucksackkontrolle durch Securitymitarbeiter betreten wir fast ehrfürchtig die Basilika Sacré Coeur, die zwischen 1870 und 1914 erbaut wurde. Trotz der vielen Touristen hier ist es still – Guides dürfen hier nicht führen – denn andächtig sitzen die Menschen in den Bänken, viele von ihnen beten, fast jeder Platz ist belegt. Fotografieren ist nicht erlaubt. Uns wird schnell klar, diese Kirche zählt zu den begehrtesten Sehenswürdigkeiten in Paris.

Von Sacre Coeur aus hat man einen tollen Blick über Paris Foto: Weirauch
Von Sacre Coeur aus hat man einen tollen Blick über Paris Foto: Weirauch

Beim Hinausgehen aus der Kirche beeindrucken nicht nur uns von den Treppenstufen aus die Blicke über Paris. Es scheint so, als ob ganz Paris zu unseren Füßen liegt. Ein wunderbarer Abschluss unserer Stipvisite auf dem Montmartre.

Mit der Zahnradbahn, die direkt gegenüber von Sacré Coeur liegt, geht es hinab zum Marché Saint Pierrre, der am Fuße der Sacé Coeur liegt, von hier aus kann man noch einmal wunderbare Postkartenmotive der Basilika als Erinnerung mit der Kamera einfangen.

Der Platz, so erfahren wir von unserer Stadtführerin, ist ein wahres Eldorado für Stoffe und Textilien, die Preise seien unschlagbar in diesem Stofftempel, der zu den größten der Welt zählt.

Weitere informationen zu Reiseangeboten auf der Seine gibt es hier auf der Seite von Nicko Cruises.

Wir wurden von der nicko cruises Flussreisen GmbH zu der Fahrt mit der MS Seine Comtesse auf der Seine eingeladen. Unsere Meinung bleibt die eigene.

Hier einige Erlebnisse während unserer Fahrt mit der Seine Comtesse: Besuch in Paris.

Besuch in Giverny mit dem Garten von Claude Monet.

Über nicko cruises:

Die nicko cruises Flussreisen GmbH ist ein führender Flusskreuzfahrt-Anbieter in Europa. Mit seiner gleichermaßen modernen wie komfortablen Flotte ist das Unternehmen in mehr als zwanzig Ländern und auf 23 Gewässern aktiv. Es bereist weltweit alle touristisch nachgefragten Wasserstraßen sowie einige Küstenabschnitte. Ab der Saison 2019 bietet nicko cruises zudem 16 Hochsee-Routen an und baut damit sein Portfolio weiter aus.

 

 

Reise

nicko cruises mit World Explorer

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Der Flussreisespezialist nicko cruises steigt mit dem Neubau des World Explorer in den Hochseemarkt ein. Das Expeditionsschiff bietet Platz für maximal 200 Gäste. Mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, ausgesuchten Routings und deutschsprachigem Ausflugsangebot stellt nicko cruises eine exklusive Alternative im Segment kleiner Kreuzfahrtschiffe dar.  Mit einer Länge von 126 Metern kann die World Explorer auch kleinere Häfen, wie auf Marbella oder direkt in London nahe der Tower Bridge anlegen. Die norwegische Innenpassage, die Westmännerinseln vor Island oder der Prins Christian Sund in Grönland sind weitere Highlights des vorgestellten Sommerprogramms 2019. Reisen mit dem Schiff, es wentsteh tderzeit auf einer Werft in Portugal, sind ab sofort buchbar.

Mit 25-jähriger Erfahrung in der Flusskreuzfahrt steigt die Marke nicko cruises zur Saison 2019 in das Hochseekreuzfahrt-Geschäft ein. Das neue Schiff bereist in fünf Fahrgebieten 24 Länder auf 16 unterschiedlichen Routen bereisen. „Klein und sehr fein“ bietet der Hochseekreuzer Komfort auf 5-Sterne-Niveau für maximal 200 Passagiere und gewährleistet damit ein familiäres Ambiente an Bord, das viele Hochseereisende auf großen Schiffen vermissen. „Für nicko ist es eine logische Konsequenz, in den Seereisen-Markt einzusteigen”, sagt Guido Laukamp, Geschäftsführer des Reiseveranstalters auf der heutigen Pressekonferenz in Hamburg.

Geschäftsführer Guido Laukamp von nicko cruieses, Foto: Weirauch
Geschäftsführer Guido Laukamp von nicko cruieses, Foto: Weirauch

„Wir kennen uns bestens mit kleinen Schiffseinheiten aus. Genau wie auf dem Fluss steht auch in unserem Hochseeprogramm das Destinationserlebnis an erster Stelle. Mit World Explorer  befahren wir Strecken und ankern in Häfen, die für die ‚großen Pötte‘ nicht erreichbar sind”, erklärt Laukamp.

Kleines Schiff, großes Erlebnis

Mit einer Länge von nur 126 Metern kann World Explorer  beispielsweise im Hafen von Marbella, Puerto Banus oder auch mitten im Herz von London nahe der Tower Bridge anlegen. Die norwegische Innenpassage, die Westmännerinseln vor Island oder der Prins Christian Sund in Grönland sind nur einige Beispiele für Routen aus dem vielseitigen und außergewöhnlichen Programm.

Die Fahrgebiete reichen von Transatlantik-Routen über Westeuropa und das Mittelmeer bis hinauf ins Baltikum und Nordland. Insgesamt neun Kreuzfahrten haben ihre Ein- und/oder Ausschiffung in den deutschen Häfen Hamburg oder Kiel. Besonderes Augenmerk legt nicko cruises auch auf das Ausflugsprogramm, das in deutscher Sprache angeboten und durch ein komfortables Sennheiser Audio-System unterstützt wird. Atemberaubende Naturerfahrungen und das Entdecken fremder Kulturen stehen im Mittelpunkt. Viele der Exkursionen führen zu Unesco-Welterbestätten. Genau wie bei den Flussreisen sind auch für Hochseekreuzfahrten von nicko cruises vorkonfektionierte Ausflugspakete zu attraktiven Preisen vorab buchbar. Ausfahrten mit den an Bord befindlichen Zodiaks sind dabei laut Laukamp schon im Reisepreis inbegriffen.

Muster einer Infinity-Kabine auf dem künftigen World Explorer, Foto: Nicko
Muster einer Infinity-Kabine auf dem künftigen World Explorer, Foto: Nicko

Höchster Wohlfühlfaktor und modernste Technik

Dank hochmoderner Technik ist der Expeditionsneubau sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschen: Er verfügt über Eisklasse 1B und Polarklasse C, was insbesondere für die Reisen nach Island und Grönland optimale Sicherheitsreserven garantiert. WORLD EXPLORER ist mit einem dieselelektrischen Antrieb der Marke Rolls Royce ausgestattet. In ruhigen Gewässern kann er sich zeitweise rein elektrisch – und damit umweltschonend und nahezu lautlos und emissionsfrei – fortbewegen. Mit seinen 9.400 BRT und einem Passenger-Space-Ratio von 47 bietet das Schiff außerdem ausreichend persönlichen Freiraum für individuelle Aktivitäten. Mit 11 verschiedenen Kabinenkategorien – von der 17 Quadratmeter großen Expeditionskabine bis zur 44 Quadratmeter umfassenden Explorer Suite – bietet World Explorer eine große Auswahl an Raum- und Balkonausstattungen.

Muster einer Infinity-Kabine auf dem künftigen World Explorer, Foto: Nicko
Muster einer Infinity-Kabine auf dem künftigen World Explorer, Foto: Nicko

Der Wellnessbereich lädt nach einem erlebnisreichen Tag zum Entspannen ein. Im Fitnessbereich erwarten die Gäste ein Pool, ein Whirlpool und eine kleine Auswahl an modernsten Cardio-Geräten. Auch Yoga- und/oder Pilates-Stunden werden an Bord angeboten.

Kühle Drinks genießen die Gäste in der Explorer Lounge. Die Observatory Lounge ermöglicht mit ihrer großen Glaskuppel einzigartige Aussichten. Im bordeigenen Theater dürfen sich die Gäste auf Unterhaltung der Extraklasse freuen. Ausgesuchte Lektoren und bekannte Experten sowie spannende Filmvorführungen runden das Erlebnis an Bord ab. Das TV-System bietet auf der Kabine zusätzlich destinationsbezogene Filme und Reportagen „on demand”.

So soll die Observatory Lounge Bar aussehen, Foto: Nicko
So soll die Observatory Lounge Bar aussehen, Foto: Nicko

Die insgesamt 105 Crewmitglieder sorgen dafür, dass sich die Gäste an Bord rundum wohlfühlen. Die kleine Anzahl an Passagieren ermöglicht eine sehr individuelle Betreuung und einen persönlichen Umgang. Hektik bei Landgängen, Schlange stehen am Buffet und Gedränge auf dem Sonnendeck um die bestmögliche Aussicht gibt es an Bord des Schiffes daher nicht. Das nicko Versprechen: Viel erleben. Bequem genießen. Laut Laukamp hält der Stuttgarter Anbieter an seinem Grundsatz fest, stets ein attraktives Preis- Leistungs-Verhältnis zu garantieren: Eine fünftägige Schnupperreise inklusive der „Hamburg Cruise Days“ ist beispielsweise schon ab 999 Euro und eine zehntägige Mittelmeerkreuzfahrt von Malta über St. Tropez nach Barcelona bereits ab 2.599 Euro buchbar. Hierbei sind die Frühbucher-Ermäßigungen bereits abgezogen. Bei Kombination mehrerer Kreuzfahrten gibt es zusätzliche Kombi-Rabatte.

Auch für eine bequeme Anreise ist gesorgt: Wie beim Flussprodukt sind auch für Hochseekreuzfahrten attraktive Pakete, inklusive „Rail & Fly“ und Bahn-Anreisepakete ab/zu deutschen Häfen, hinzubuchbar – inklusive Transfers. Zudem können die Gäste mit dem Hotelverlängerungspaket vor oder nach der Kreuzfahrt ihr Reiseerlebnis abrunden.

Wo kann man buchen ?

Alle Reisen und Leistungen des Katalogs „Seereisen 2019“ sind ab sofort buchbar. Weitere Informationen zum Angebot von nicko cruises erhalten interessierte Reisebüros unter der Agentur-Hotline Tel.: +49 (0) 711 / 24 89 80 555 oder auf der Webseite unter www.gemeinsamaufkurs.de.

Adresse: nicko cruises Flussreisen GmbH Mittlerer Pfad 2 70499 Stuttgart

Internet: https://www.nicko-cruises.de/

hier einige Berichte über eine erlebnisreiche Reise mit nicko Flussreisen.

Sandra Hauck und Guido Laukamp von nicko cruises stellten in Hamburg den WORLD EXPLORER vor, Foto: Weirauch
Sandra Hauck und Guido Laukamp von nicko cruises stellen in Hamburg den World Explorer vor, Foto: Weirauch

 

 

Reise

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 1

20170815_Katharina_von_Bora_NickoCruises4Die MS Katharina von Bora Foto: André Lenthe

Im Hafen von Stralsund mit Blick auf die historischen Backsteinbauten und das moderne 2008 eröffnete Ozeaneum wartet die MS Katharina von Bora. Das Flusskreuzfahrtschiff von „nicko cruises“ nimmt die Besucher mit auf eine achttägige Reise von Stralsund über die Ostseeinseln Hiddensee, Rügen und Usedom mit einem Halt in der beeindruckenden polnischen Stadt Stettin und zum krönenden Abschluss in die einst preußische Residenzstadt Potsdam.
Mit an Bord war unsere Autorin Lisa Marie Radke, die in vier Teilen über diese Reise berichtet.

❏ Stralsund

„Unter den drei Kronen lässt es sich gut wohnen“

Nach Ankunft in der Hansestadt Stralsund, welche auch als „Tor zur Insel Rügen“ bezeichnet wird, wartet auf die Passagiere ein Stadtrundgang „im historischen Gewand“.  Der preußische Husarenoffizier Ferdinand von Schill zeigt die Stadt aus Sicht des 18. Jahrhunderts und deren Entwicklung bis zum heutigen Tag. Im Jahre 1234 erhielt Stralsund das Stadtrecht und wurde als Gründungsmitglied der Hanse eine der wichtigsten Städte im internationalen Handel.  Noch heute zeugen die Speicherbauten und das Lotsenhaus auf der Hafeninsel, welche im 20. Jahrhundert erbaut wurden, von dem einstigen Fern- und Nahhandel.

Stadt-Modell von Stralsund     Foto: Radke

Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte Stralsund 200 Jahre lang zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Vorpommern. Spuren der Schweden finden sich auch heute noch in einigen historischen Stadtwappen, welche Häuserwände oder auch gusseiserne Kanaldeckel zieren. Da das Bürgertum von der Herrschaft der Schweden wirtschaftlich profitierte, etablierte sich unter den Bürgern der Spruch „Unter den drei Kronen lässt es sich gut wohnen“.

Von der Ostsee nach Potsdam mit der MS Katharina von Bora – Teil 1

Und auch heute wohnt es gut in Stralsund. Nahezu alle Häuser bis auf sieben wurden aufwendig rekonstruiert und restauriert.  Auch einst wenig ansehnliche Plattenbauten wurden saniert und pflegen sich so in das Stadtbild des Stralsunder Stadtkerns ein.  Die historische Altstadt, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, zeigt die charakteristischen norddeutschen Backsteingotik-Bauten, darunter die Marien- und Nikolaikirche sowie das Katharinenkloster.

❏ Hiddensee

Auf den Spuren von Gerhart Hauptmann

Von der Hansestadt Stralsund legt das Flusskreuzfahrtschiff am nächsten Tag erstmals ab mit Kurs auf die Insel Hiddensee. Angekommen im Hafen von Vitte, dem größten Ort der Insel, geht es mit Kutschen über die knapp 17 Kilometer lange Insel. Denn die Insel östlich von Rügen ist zu 95 Prozent autofrei. So finden sich auch in jedem Ort der Insel mehrere Fahrradverleihe für die jährlich circa 50.000 Touristen.

Die etwa 1.000 Einwohner von Hiddensee leben hauptsächlich von dem Tourismus und haben sich mit zahlreichen gastromischen Einrichtungen, Bernstein-Manufakturen und Souvenirläden auf die vielen Tagestouristen, die mit Fähren von der Insel Rügen kommen, angepasst. Vor allem lockt Hiddensee mit seiner schönen weiten Landschaft und der naturnahen Flora und Fauna. Die zwei großen Naturschutzgebiete der Insel bieten Lebensraum und Futterplätze für tausende Zugvögel.

Entlang des Hauptweges, der sich quer über Hiddensee zieht und zu langen Sparziergängen und Radtouren einlädt, finden sich zahlreiche Sanddornsträucher. Die säuerlichen orangen Beeren werden auf der Insel „gemolken“ und zu kulinarischen Spezialitäten wie Marmeladen, Likören, Säften und Kuchen verarbeitet. Eine Kostprobe gab es auch für die Passagiere der Katharina von Bora direkt am Strand des „Harten Ortes“.

Die Schönheit und Ruhe der kleinen Insel wussten auch viele bekannte Persönlichkeiten zu schätzen, die zeitweilig auf der Insel wohnten wie der Stummfilmstar Asta Nielsen und der deutsche Schriftsteller Gerhart Hauptmann. Hauptmann liegt auf dem Inselfriedhof begraben, zu dessen Grab heute noch viele Besucher pilgern.

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.

Hier geht es zu Teil 2 der Reise.

Reise

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 2

20170815_Katharina_von_Bora_NickoCruises4Die MS Katharina von Bora Foto: André Lenthe

❏ Die Kreidefelsen

Die Perspektive von Caspar David Friedrich

Nach der Erkundung der Insel Hiddensee geht es mit dem Fluss-Liner zurück nach Stralsund. Dort wartet bereits ein Reisebus, mit dem es auf die größte deutsche Insel Rügen geht. Über den imposanten Rügendamm mit Blick auf Stralsund erreicht der Bus in wenigen Minuten die beliebteste deutsche Urlaubsinsel und hält Kurs auf das Nationalpark-Zentrum Königstuhl im nordöstlich auf Rügen gelegenen Nationalpark Jasmund.

Auf dem Weg zum Königsstuhl durch den Nationalpark offenbart sich eine grüne Oase aus naturbelassenen alten Buchenwäldern und Mooren. Im Nationalpark-Zentrum angekommen, sind es nur noch wenige Meter bis zur 118 m hoch gelegenen Aussichtsplattform Königstuhl, die auf den Kreidefelsen thront und das Wahrzeichen Rügens ist. Das Panorama, welches sich auf dem Königsstuhl eröffnet, erinnert an die Karibik: Weiße Segelboote liegen auf der ruhigen türkisfarbenen Ostsee, die in der Sonne glitzert.

Die Victoria-Sicht    Foto: Radke

Genau diese Perspektive hielt Caspar David Friedrich einst in seinem Ölgemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ fest.  Vom 200 m² großen Plateau aus lässt sich etwas südlicher die Victoria-Sicht erblicken. Diese erreicht man bei einem kurzen 800 m langen Spaziergang durch den idyllischen Buchenwald. Der Aussichtspunkt Victoria-Sicht erhielt seinen Namen anlässlich des Besuchs des Königs von Preußen Wilhelm I. und der Kronprinzessin Victoria. Von diesem Aussichtspunkt lässt sich die imposante Kreidewand des Königsstuhls noch einmal aus der Ferne bestaunen.

Der Königsstuhl Foto: Radke
„Kreidefelsen auf Rügen” von Caspar David Friedrich Foto: Radke

Während des anderthalbstündigen Aufenthalts bieten die Cafés des Nationalparks Zeit zum Entspannen und Verarbeiten der vielen imposanten Eindrücke. Auch bei schlechtem Wetter ist ein unterhaltsamer Aufenthalt in dem Nationalpark-Zentrum garantiert: eine interaktive Erlebnisausstellung auf mehreren Etagen zeigt die vielen Facetten der Insel Rügen.

❏ Rügen

Die Ostseebäder

Während die Reisenden der Katharina von Bora einen Ausflug zum Königsstuhl gemacht haben, ist das Schiff nach Lauterbach auf Rügen weitergefahren und empfängt dort die Passagiere. Nach einem Nachtaufenthalt in Lauterbach startet am nächsten Morgen der Ausflug „Insel-Rundfahrt Rügen mit den Ostseebädern“. Von Lauterbach aus geht es auf der Bäderstraße, einer Allee mit einem herrlichen Blick auf die grüne Landschaft Rügens, zum Ostseebad Binz. Entlang der der Bäderstraße dampft der Rasende Roland an dem Reisebus vorbei. Die Rügensche Bäderbahn fährt auf einer 24 km langen Schmalspurbahn von der Rosenstadt Putbus aus über Binz und Sellin nach Göhren.

Im größten Seebad der Insel Rügen, Binz, angekommen, geht es für die Reisenden zu Fuß entlang der Strandpromenade weiter. In Binz findet sich, wie in allen Ostseebädern, die charakteristische Bäderarchitektur. Die meist weißen Fassaden der zwei- bis viergeschossigen Villen sind reich mit Rundbögen und Säulen geschmückt und verfügen über große Balkone und Veranden. Die zahlreichen hellen und restaurierten Villen direkt an der Strandpromenade sorgen für ein maritimes Flair bei den Flanierenden. Das Wahrzeichen von Binz ist jedoch das 1908 erbaute Kurhaus Binz, welches am zentralen Kurplatz an der Seebrücke von Binz liegt.

Das Kurhaus Binz    Foto: Radke

Besonders sehenswert ist auch das zum Ort Binz gehörende geschichtsträchtige Prora. Direkt an der Ostseeküste der Prorer Wiek stehen noch die Ruinen des unvollendeten Kraft-durch-Freude-Seebad Rügens. Der „Koloss von Prora“, welcher zwischen 1936 und 1939 gebaut wurde, sollte das deutsche Reisedomizil für 20.000 Urlauber werden. Die acht geplanten gleichartigen Wohnblöcke konnten jedoch aufgrund des Zweiten Weltkrieges nie fertiggestellt werden. Einige Blöcke sind bis heute gesprengt worden, während andere umgestaltet und zu Eigentumswohnungen hergerichtet werden sollen.

Der Hafen von Lauterbach    Foto: Radke

Südöstlich von Binz liegt das Seebad Sellin, welches die längste Seebrücke Rügens beherbergt. Am Fuße der 30 m hohen Steilküste Sellins gelangt man über die „Himmelsleiter“, einer Treppe mit 84 Stufen, auf die Seebrücke. Diese ist nicht nur bei Besuchern ein beliebtes Ausflugsziel, sondern zieht jährlich auch viele Hochzeitspaare an, die in dem Restaurant auf der Seebrücke feiern. Ein besonderes Highlight am Ende der Seebrücke ist eine Tauchglocke, in der sich die Unterwasserwelt der Ostsee bestaunen lässt.

Die Seebrücke in Sellin    Foto: Radke

Nach dem Ausflug zu den Ostseebädern geht es zurück an Bord mit Kurs auf die Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Ernst-Moritz-Arndt Universität zieht jährlich tausende Studenten nach Greifswald, wodurch zu den 55.000 Einwohnern der Stadt 12.000 Studenten hinzukommen. Architektonisch erinnert die Hansestadt mit ihrer vorherrschenden norddeutschen Backsteingotik an Stralsund.

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.

Hier geht es zum nächsten Teil der Reise.

Reise

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 3

20170815_Katharina_von_Bora_NickoCruises4Die MS Katharina von Bora Foto: André Lenthe

❏ Usedom

Das „Das Nizza der Ostsee“

Als die MS Katharina von Bora morgens in Peenemünde, an der Ostspitze Usedoms gelegen, einläuft, werden die Passagiere von strahlendem Sonnenschein empfangen. Denn die Insel Usedom gehört mit rund 2.000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Mit dem Reisebus geht es zu den Ostseebädern Usedoms, die sich wie eine Perlenkette entlang der Ostseeküste ziehen. Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 3

Als die Reisenden über die Promenade von Ahlbeck in Richtung Heringsdorf schlendern, fühlen sie sich in vergangene Zeiten versetzt, als die adeligen Damen und Herren in edlem Gewand auf der Kaisermeile flanierten. Während der Kaiserzeit wurde Heringsdorf als „Nizza der Ostsee“ bezeichnet. Die auch auf Usedom vorherrschende Bäderarchitektur, mit ihren filigranen Fassaden, großen Fenstern und durchgehenden Balkonen mit Blick auf die glitzernde Ostsee, erzeugen das Gefühl direkt am Mittelmeer zu sein.

Die Seebrücke in Ahlbeck    Foto: Radke

Im Ostseebad Ahlbeck steht die älteste erhaltene Seebrücke Deutschlands, die mit 320 Meter Länge auf die Ostsee hinausragt. Sie erlangte vor allem Bekanntheit, als sie als Drehort für den 1991 entstanden Lorriot-Film „Pappa ante Portas“ diente. Auf der Seebrücke befindet sich noch heute wie einst in den 1930er Jahren ein Café.

Zurück an Bord legt die Katharina von Bora ab und verlässt die Ostsee über das südlich an Usedom angrenzte Stettiner Haff. Nach einer circa achtstündigen Fahrt über das ruhige Gewässer erreicht das Schiff abends schließlich den Seehafen von Stettin. Die angestrahlten imposanten Gebäude am Ufer und die beleuchteten Brücken sorgen bereits für Vorfreude auf die bevorstehende Erkundungstour durch Stettin am nächsten Morgen.

❏ Stettin

Wo Katharina die Große noch klein war …

Nach dem reichhaltigen Frühstück, starten die Passagiere gut gestärkt die Rundfahrt durch Stettin. Besonders beeindruckend ist die Hakenterrasse direkt am Ufer des Hafens. Benannt wurde die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt nach dem Oberbürgermeister Hermann Haken.

Das polnische Nationalmuseum oberhalb der Hakenterasse    Foto: Radke

Weitere Highlights der siebtgrößten polnischen Stadt sind der grüne Spinatpalast, das Stettiner Schloss, in dem Katharina die Große ihre Kindheit verbrachte sowie die zahlreichen Kirchen Stettins. An der Jacobikirche macht der Reisebus Halt und beim Hineingehen in die größte Kirche Pommerns begeistern die vielen bunten Glasfenster.

Wieder auf der Katharina von Bora angekommen, heißt es „Leinen los, die Piraten kommen!“ Beim Piratenschmaus serviert die Crew das Abendessen mit Augenklappe und Kopftuch. Am Abend erwartet die Crew dann alle im Salon und zeigt eine bühnenreife Show.

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 3

❏ Niederfinow

Mit dem Schiff in die Höhe

Von Stettin aus fährt der Fluss-Liner weiter in Richtung Niederfinow. In der Ferne ragt bereits das Schiffshebewerk Niederfinow in den Himmel, welches die 83 Meter lange Katharina von Bora in einem Trog 36 Meter in die Höhe heben wird. Stück für Stück steuert der Kapitän Joachim Schramm das Schiff in den Fahrstuhl. Nur fünf Minuten nach der Fahrt im Schiffsfahrstuhl verlässt die Katharina von Bora das Hebewerk über den Oder-Havel-Kanal. Dort macht sie noch ein letztes Mal vor Potsdam in Eberswalde Halt.

Auf dem Tagesprogramm steht ein Besuch des Klosters Chorin. Das Kloster der Zisterzienser Mönche wurde im Jahr 1273 gebaut und ist das größte Kloster des Landes Brandenburg. Wieder begegnet den Besuchern hier die bekannte Backsteingotik. Das Kloster verfügt über keinen Turm, da die Zisterzienser Mönche keinen Reichtum zeigen durften. Die „weißen Mönche“ lebten und arbeiteten einst hier und in dem Kloster lässt sich noch der restaurierte Brüdersaal besichtigen. Innerhalb des Klosters, gesäumt vom Kreuzgang, existierte früher ein schöner Schmuckgarten. Heute findet hier neben ehrenamtlichen Führungen der jährliche Choriner Musiksommer statt, der 2.000 Besucher in die historischen Gemäuer lockt.

Danach geht es mit dem Reisebus noch einmal zum Schiffshebewerk Niederfinow. Dort können die Besucher das 52 Meter hohe Stahlkonstrukt des Alten Schiffshebewerks von außen bestaunen.

Aussicht vom Schiffshebewerk Foto: Radke

Über einen geschlängelten Besucherweg erreichen die Touristen die oberste Ebene des Hebewerks, wo sich Ihnen eine beeindruckende Aussicht eröffnet. Unweit des Alten Schiffshebewerks entsteht das Neue Schiffshebewerk in zeitgemäßem Design.

Das Neue Schiffshebewerk Foto: Radke

Mit modernster Technik schafft es der Schiffsfahrstuhl innerhalb von nur drei Minuten mehr als das doppelte Troggewicht vom Alten Schiffshebewerk in die Höhe zu heben.

Das Alte Schiffshebewerk Niederfinow Foto: Radke

Mit all den gesammelten Eindrücken des Tages geht es für die Passagiere der Katharina von Bora wieder an Bord. Die Flusskreuzfahrt naht sich nun allmählich dem Ende, denn das letzte Ziel steht bevor: Potsdam.

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.

Hier geht es zu Teil 4 der Reise.

Reise

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 4

20170815_Katharina_von_Bora_NickoCruises4Die MS Katharina von Bora Foto: André Lenthe

❏ Potsdam

Zu Gast beim Alten Fritz

Vorbei am Berliner Grunewald geht es in Richtung Potsdam. Schon bei der Fahrt gibt es einiges zu sehen: die Sacrower Heilandskirche, die Potsdamer Meierei und die Glienicker Brücke. Hier heißt es: alle ducken! Auf dem Sonnendeck der Katharina von Bora müssen alle Passagiere in die Hocke gehen, denn das Schiff und die Brücke trennen nur wenige Zentimeter. Nachdem die Glienicker Brücke passiert wurde, eröffnet sich ein wunderschönes Panorama auf den Babelsberger Park mit dem Babelsberger Schloss, das an den englischen Tudor-Stil erinnert. Auf dem Weg zum Hafen schippert auch das kleine Dampfschiff „Gustav“ am Schiff vorbei. Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 4

Als der Fluss-Liner angelegt hat, steht schon der letzte Ausflug bevor. Mit dem Reisebus erwartet die Passagiere eine Rundfahrt durch Potsdam zu den geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Und davon hat Potsdam einige zu bieten. Vorbei am Schloss Cecilienhof, dem Ort der Potsdamer Konferenz, geht es zur Alexandrowka-Siedlung, wo einst russische Soldaten wohnten und schließlich zu Potsdams Highlight: dem Park Sanssouci. In der idyllischen Parkanlage, die an Versaille erinnert, verweilte der preußische König Friedrich der Große in den Sommermonaten.

Oben auf den Weinbergen steht der Tourismusmagnet der Stadt, das Schloss Sanssouci. Hier liegt auch der auch der Alte Fritz begraben neben seinen vielen Windhunden. Die Besucher sind kurz irritiert, denn auf seinem Grab liegen zahlreiche Kartoffeln. Das hat einen Grund: Der Alte Fritz führte damals die Erdäpfel im Bürgertum ein. Als Dank bringen immer wieder Besucher ein paar Knollen mit.

Danach geht es mit dem Bus noch einmal in die Potsdamer Innenstadt vorbei an den drei Stadttoren: dem Brandenburger Tor, dem Jägertor und dem Nauener Tor. In der Innenstadt vom Potsdam bekommen die Besucher kurz das Gefühl in Holland zu sein. Mitten im Herzen der Stadt liegt das Holländer Viertel mit seinen kleinen roten Backsteinhäusern. Dieses ließ der Soldatenkönig damals für holländische Arbeiter errichten, um ihnen ein Gefühl der Heimat zu schenken. Heute leben in den niedlichen Häusern Familien und in vielen Häusern finden sich kleine Läden, Cafés und Restaurants. Hier können die Passagiere der Katharina von Bora noch eine Weile den Sonnenschein in einem der Cafés genießen, bevor es zurück an Bord geht.

Mit vielen Eindrücken von dieser erholsamen Flusskreuzfahrt ganz nah an der deutschen Historie, geht für die Passagiere der letzte Abend auf der Katharina von Bora zu Ende. Nach einer Nacht im Hafen Potsdams heißt es am nächsten Morgen Adiéu, während sich neue Gäste bereit machen, die Tour mit dem Fluss-Liner zurückzufahren.

Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 4

❏ Die MS Katharina von Bora

Die MS Katharina von Bora ist ein Flusskreuzfahrtschiff und gehört zur Flotte von nicko cruises. Das 83 Meter lange Flussschiff bietet Platz für insgesamt 80 Passagiere. Alle Kabinen des Schiffes sind Außenkabinen, sodass jeder der Passagiere die Aussicht vom eigenen Fenster aus genießen kann. Auf dem Oberdeck verfügen die Zimmer über große Panorama-Fenster und einen französischen Balkon. Alle Zimmer sind stilvoll einrichtet und verfügen über eine Klimaanlage, einen Fernseher, Dusche und Haartrockner.

Die MS Katharina von Bora     Foto: Radke

Das Panorama-Restaurant auf dem Hauptdeck empfängt die Gäste morgens, mittags und abends und bietet für jeden Geschmack das Richtige. Das Mittag- und Abendmenü umfasst vier Gänge, wobei aus einem Fleisch- oder Fischgericht sowie einer vegetarischen Variante gewählt werden kann. Im Panorama-Salon auf dem Oberdeck wird zudem ein Light Lunch angeboten. Hier können die Gäste auch abends Cocktails und Longdrinks genießen während der Bordmusiker für Unterhaltung sorgt. Im Salon stehen auch Gesellschaftsspiele, Karten und Bücher bereit, die gerne ausgeliehen werden können.

Auf dem Sonnendeck stehen reichlich Sonnenliegen für Sonnenanbeter bereit. Die Sitzplätze auf dem Oberdeck unter einem Sonnensegel laden zum Kaffeetrinken, Lesen und zum Genießen der Aussicht ein. Das äußerst freundliche Personal steht den Gästen jederzeit zur Verfügung. Die Reiseleitung steht zudem immer gerne für Fragen bereit und informiert die Gäste per Lautsprecher über bevorstehende Ausflüge und Sehenswürdigkeiten, an denen der Fluss-Liner vorbeifährt.

Auf der Reise werden verschiedene Ausflüge angeboten, die auch individuell dazugebucht werden können. Bei den Führungen erhalten alle Reisenden Sennheiser-Kopfhörer, mit denen sie auch während der Rundgänge den Reiseleiter stets gut verstehen können. Für die Anreise der verschiedenen Ausflugsziele steht immer ein Reisebus bereit. Die Länge der Laufstrecken ist somit beschränkt, sodass sich die Ausflüge auch für Personen eignen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Nach Bedarf können die Reisenden auch die verschiedenen Reiseziele auf eigene Faust erkunden.

Die Flusskreuzfahrt von nicko cruises bietet einen erholsamen Urlaub, in dem die Reisenden die schönsten Orte der Ostsee bis hin nach Potsdam entdecken können. Die Reiseleiter auf den verschiedenen Ausflügen geben einen umfangreichen und interessanten Überblick über die einzelnen Reiseziele, sodass die Passagiere mit zahlreichen Eindrücken nach Hause zurückkehren.

Informationen:

nicko cruises Flussreisen GmbH
Mittlerer Pfad 2
70499 Stuttgart
Telefon: 0711 / 24 89 80 – 44
Telefax: 0711 / 24 89 80 – 77
E-Mail: info@nicko-cruises.de
https://www.nicko-cruises.de/

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.