Mühlentag

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Tipps zum Mühlentag am Pfingstmontag

Mühle in Cammer bei Bad Belzig

Traditionell locken zum am Pfingstmontag wieder Mühlen in ihre Gebäude und faszinieren mit beeindruckender Technik. Viele Gastgeber, Müller und Mühlenvereine, bieten nicht nur die traditionellen Besichtigungen und Führungen an, sondern begeistern mit Kulturprogrammen und Mühlenfesten. Jedes Jahr besuchen auch wie ein oder zwei Mühlen. Unterschiedliche Programme sind zu erleben – von fachkundigen Führungen über technische Vorführungen bis hin zu kleinen Festen an der Mühle, beispielsweise an der Bockwindmühle von Willi Schwetzke in Paretz bei Potsdam. Für die Region Berlin-Brandenburg koordiniert die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. den Mühlentag. Es können rund 60 Mühlen besucht werden – in Berlin 5 Mühlen und in Brandenburg 56.

Die Mühle in Paretz hat zum Mühlentag geöffnet Foto: Weirauch
Die Mühle in Paretz hat zum Mühlentag geöffnet Foto: Weirauch

Viele der Mühlen, wie die Historische Mühle am Schloss Sanssouci in Potsdam,  öffnen traditionell seit Jahren an diesem Tag.

An der Historischen Mühle Sanssouci, Foto: D.Weirauch
An der Historischen Mühle Sanssouci, Foto: D.Weirauch
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Zum Mühlentag in die Obermühle Gottsdorf

Müllermeister Röthel an einem Plansichter in der Obermühle GottsdorfMüllermeister Röthel an einem Plansichter in der Obermühle Gottsdorf

Wo das Klappern zum Handwerk gehört …

Der 26. bundesweite Mühlentag steht vor der Tür. Pfingstmontag, am 10.6.2019, ist es wieder so weit. Über 150 Mühlen werden in Berlin-Brandenburg ihre Tore öffnen. Da muss schon vorher „geklappert“ werden, um am Müller-Handwerk interessierte Gäste in die Mühlen zu locken. Die mitglieder der Mühlenverereinigung Berlin-Brandenburg sind darauf jedenfalls gut vorbereitet.

Martin und Markus Röthel vor der Obermühle
Martin und Markus Röthel vor der Obermühle

Mit den heutigen medialen Netzwerken ist es einfacher geworden. „Klappern im Netz“ – etwa über Instargram oder über eine einladende Homepage sind für einen modernen Müller heute fast ein „Muss“. Wir sind so im Internet auf die Obermühle in Gottsdorf (Nuthe-Urstromtal) gestoßen. Eine ansprechende Homepage lädt zum Mühlentag in die Obermühle ein. Über Instargram haben wir dann Kontakt zum Müller Markus Röthel aufgenommen. Und ruck-zuck waren wir einen Tag später schon in Gottsdorf. Von Potsdam in den schönen Naturpark Nuthe – Nieplitz sind es etwa eine Stunde Fahrzeit mit dem Auto.

der Mühlgraben führt direkt unter der Mühle hindurch
Der Mühlgraben führt direkt unter der Mühle hindurch
Potsdam

MOLINA Nr. 4 zum Mühlentag

Detail in der Bockwindmühle von Borne im FlämingDetail in der Bockwindmühle von Borne im Fläming

Windmühlen erzeugen Strom? so lautet die Titelgeschichte der nunmehr 4. Ausgabe von „MOLINA Mühlen und Menschen“. Molina ist das lateinische Wort für Mühle. Beispiele für Stromerzeugung werden beschrieben, u.a. in Bargum (Schleswig-Holstein“.

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Weiter stehen natürlich in dem ambitionierten Heft (66 Seiten) historische Mühlen und ihre Bewahrer im Mittelpunkt von „MOLINA  Mühlen und Menschen“. Das sich nicht nur an Müller und Denkmalpfleger richtende Heft  erschien pünktlich zum morgigen  Mühlentag im Berliner terrapress-Verlag.

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Wassermühle im Fläming

Herausgegeben wird MOLINA von zwei ausgewiesenen Mühlenexperten: Philipp Oppermann, tätig im Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn, und Torsten Rüdinger, Müller der Historischen Mühle Potsdam-Sanssouci.

„Molina“ wendet sich sowohl an Fachleute wie auch an interessierte Laien. Sie erscheint vorerst einmal im Jahr im Berliner Verlag terra press und Beide sind die Autoren der im gleichen Verlag erschienenen „Kleinen Mühlenkunde“. „Molina“ kostet 9,80 Euro und ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu haben, kann aber auch über den Shop des Verlages unter www.terrapress.de bestellt werden.

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Klappern gehört hier noch zum Handwerk

Deutschlandweit haben Pfingstmontag über 1.000 Mühlen geöffnet, darunter auch viele historische Wind- und Wassermühlen, und warten auf interessierte Besucher. Für die Region Berlin-Brandenburg koordiniert die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. den Mühlentag. Es können insgesamt 73 Mühlen an 70 Standorten besucht werden – in Berlin 8 Mühlen und in Brandenburg 65. Nicht nur in Niedersachen gibt es eine Mühlenstrasse, auch in Brandenburg reihen sich in manchen Gegenden, wie im Fläming, Mühlen eng aneinander. Hier eine Parade der Bockwindmühlen in der Fläming- Region.

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Viele Gastgeber bieten nicht nur die traditionellen Besichtigungen und Führungen an, sondern locken mit Kulturprogrammen und Mühlenfesten.

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Mühle von Cammer im Fläming

Informationen zu allen am Deutschen Mühlentag geöffneten Mühlen gibt es auf  der Homepage der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.   in der Rubrik “Mühlentag”.

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Dort kann das Teilnehmerverzeichnis mit allen Informationen als Datei herunter geladen werden. Eine von der edition terra gemeinsam mit der Mühlenvereinigung herausgegebene Landkarte verzeichnet zudem einen Großteil der interessantesten Mühlen im Land.

Hier geht es zu einer der interessantesten windmühlen im Land Brandenburg: nach Straupitz.

Reise

Pfingstmontag ist Mühlentag

Mühle in StraupitzMühle in Straupitz, Foto: D.Weirauch

Am Pfingstmontag ist bundesweit Deutscher Mühlentag. Auch in Brandenburg haben zahlreiche Mühlen geöffnet. Geöffnet haben u.a. die Windmühle in Paretz bei Potsdam, die Beelitzer Bockwindmühle und die beiden Mühlen in Langerwisch. Pfingstmontag ist Mühlentag

Mühle in Paretz
Mühle in Paretz, Foto: D.Weirauch

Hier einige Beispiele:

Die Klostermühle Boitzenburg: Die Wassermühle mit Turbinenantrieb ist ein technisches Denkmal und wurde erstmals im Jahr 1271 erwähnt. Bis 1978 war sie in Betrieb. Am 16. Mai 2016 kann sie zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden; an diesem Tag gibt es darüber hinaus ganztägig Vorführungen des traditionellen Müllerhandwerks. Standort: 17268 Boitzenburger Land, Ortsteil Boitzenburg, Mühlenweg 5a, Kontakt: Martin Joost, Telefon: 039889. 236 oder E-Mail: info@gemeinde-boitzenburger-land.de.

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Fläming – Mühle

Einen Besuch wert ist ebenso die Kanow-Mühle Sagritz. Die Wassermühle stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist seit 1815 im Familienbesitz. Standort: 15938 Golßen, Ortsteil Sagritz, Kanowmühle 1, Kontakt: Christian Behrendt, Telefon: 035452. 507 oder E-Mail: info@kanow-muehle.de

 

Spreemühle Cottbus
Spreemühle Cottbus

Informationen zu weiteren Mühlen: https://www.muehlen-dgm-ev.de/dmt/teilnehmerverzeichnisse/berlin-brandenburg.php

Hier der Link zu Mühlen in Brandenburg.

Erdholländermühle in Greiffenberg in der Uckermark, Foto: D.Weirauch
Erdholländermühle in Greiffenberg in der Uckermark, Foto: D.Weirauch
Potsdam

Hier gehört Klappern zum Handwerk

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Pfingstmontag ist Mühlentag

Historische Mühlen und ihre Bewahrer stehen im Mittelpunkt der neuen Zeitschrift „Molina – Mühlen und Menschen“, die soeben im Berliner terrapress-Verlag erschienen ist. Herausgegeben wird das A4-Heft von zwei ausgewiesenen Mühlenexperten: Philipp Oppermann, tätig im Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn, und Torsten Rüdinger, Müller der Historischen Mühle Potsdam-Sanssouci.
So treffe ich dann auch auf alte Mühlen-Bekannte in dem ambitioniert gestalteten Heft, neben der Sanssouci-Mühle werden bispielsweise die Mühle von Berlin-Marzahn und die Jungfernmühle in Berlin-Buckow vorgestellt. Auch die Dreifach-Windmühle von Straupitz, wo das berühmte Leinöl nach alter Tradition erzeigt wird, im Spreewald ist dabei.

Spreemühle Cottbus
Spreemühle Cottbus

Deutschlandweit erste Publikation

Eine wichtige und vor allem lange erwartete Publikation ist das. Auf den 66 Seiten des Heftes werden Menschen vorgestellt, die sich für den Erhalt gefährdeter Mühlen einsetzen, Mühlen werden als bewahrenswertes Kulturerbe präsentiert und es geht um die Aussichten auf eine Europäische Kulturstraße der Mühlen. Es gibt aber auch praktische Tipps rund um die Mühlentechnik, Mühlenprodukte und neu erschienene Mühlen-Bücher. Das reich bebilderte Heft soll dazu beitragen, die Faszination, die historische Wind-, Wasser-, Dampf- und Elektromühlen ausüben, auch für künftige Generationen zu bewahren „Molina“ kostet 9,80 Euro und ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu haben, kann aber auch über den Shop des Verlages unter www.terrapress.de bestellt werden.

Klappern gehört hier noch zum Handwerk

Deutschlandweit haben Pfingstmontag über 1.000 Mühlen geöffnet. Für die Region Berlin-Brandenburg koordiniert die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. den Mühlentag. Es können insgesamt 74 Mühlen besucht werden – in Berlin 6 Mühlen und in Brandenburg 68.

Salvey-Mühle in Gartz/Geestow im unteren Odertal

Lohnenswert auch ein Besuch in der Salvey-Mühle in Gartz/Geestow im unteren Odertal.

Bereits Kult: Wassermühle Gollmitz

Im Naturpark „Uckermärkische Seen“ und im Naturschutzgebiet „Stromtal“ liegt die Wassermühle Gollmitz, mittlerweile genießt die liebevoll restaurierte Mühle Kultstatus ob ihres kulturellen Freizeitangebotes.

Noch Mitte des 19. Jh. gab es in der damaligen Provinz Brandenburg z.B. 1.141 Getreide-Wassermühlen und 2.198 Getreide-Bockwindmühlen, aber auch 381 Ölmühlen und 110 Lohmühlen. Die Dampfkraft hatte zu dieser Zeit erst in 57 Mühlen Einzug gehalten. „Heute zählen wir etwas über 1.000 Einträge im Standortverzeichnis des Mühlenarchivs der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.“ berichtet Torsten Rüdinger von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg. Dazu gehören 33 Wassermühlen, 8 Motormühlen, 19 Bockwindmühlen, 8 Holländerwindmühlen, 3 Paltrockwindmühlen, 1 Scheunenwindmühle und zwei Orte, an denen ein Mühlenneubau einer Paltrockwindmühle und einer Erdholländerwindmühle geplant sind.

Noch 27 gewerbliche Mühlen in Brandenburg

In Brandenburg gibt es noch 27 gewerbliche Mühlen, in denen heute noch Getreide verarbeitet wird, so u.a. in Müllrose, Bensdorf und die Mühle Wolter in Buchow-Karpzow (zwischen Falkenrehde und Wustermark) . Zwei von ihnen, die Obermühle in Gottsdorf und die Mühle Paulick in Müschen sind bereits am Mühlentag zu besichtigen. Für die nächsten Jahre wünscht sich Rüdinger, dass der Mühlentag nicht nur auf die historischen Mühlen beschränkt bleibt, sondern die gewerblichen Betriebe diesen Tag auch für sich entdecken.

Spreemühle Cottbus
Spreemühle Cottbus

Strom aus Mühlen

Strom wird u.a. erzeugt in der Kathfelder Mühle in Pritzwalk und in der Perleberger Stadtmühle. Andreas Plagemann, der Besitzer der Kathfelder Mühle an der Dömnitz, liefert 60.000 Kilowattstunden pro Jahr an die Pritzwalker Stadtwerke. Auf vier Etagen der Mühle erhält der Besucher Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Prignitzer Mühlenlandschaft. Auch im benachbarten Wolfshagen soll demnächst mit Wasserkraft der Stepenitz Strom erzeugt werden. So will es ein Förderverein.
Die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg verweist auf zwei besondere Aktivitäten.

Gölsdorfer Mühle wird eingeweiht

Die Mühlenfreunde an der Gölsdorfer Bockwindmühle planen an diesem Tag die Wiedereinweihung nach erfolgreicher Sanierung. Die Mühle war in den letzten Jahren im Bestand akut gefährdet und baulich für den Besucherverkehr gesperrt. Über das Programm LEADER: innovatives Vorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum wurden für die Arbeiten umfangreiche Mittel zur Verfügung gestellt. An einem vergleichbaren Ziel arbeitet der Förderverein Bockwindmühle Bamme e.V. im Havelland, der sich um eine der letzten Bockwindmühlen in dieser Region kümmert. Die Mühle gehört mit zu den ältesten in Brandenburg, in der Bauteile aus dem Jahr 1701 vorhanden sind. Der Verein wird an diesem Tag das Zukunftsvorhaben darstellen.
Infos:
Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V., Historische Mühle von Sanssouci, Maulbeerallee 5 – 14469 Potsdam, Tel.: 0331/5506851, Fax: 0331/5506853
E-Mail: geschaeftsstelle@muehlenvereine-online.de, www.muehlenvereine-online.de

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