Marquardt

Potsdam

Störche in Potsdam sind kurz vor dem Abflug

stoerchep1880278-kopieDie Störche von Marquardt sind flügge, Foto: D.Weirauch

Gestern wurde ich gefragt, ob die Störche im Potsdamer Ortsteil Marquardt noch da sind.

Ja. Gerade eben waren sie noch da: nach den morgendlichen Flugübungen ruhen sie gerade auf dem First des Landgasthofes „Zum alten Krug“ aus. Weddingplaner und Gastwirt Christian Schulze meinte soeben: „Sie werden uns wohl zum Wochenende verlassen. Fliegen können sie schon ganz gut. Jetzt zeigen ihnen die eltern, wie es mit dem Futter sammeln geht.“…

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Schauen wir zurück.

Die Hitze hat dem Storchennachwuchs hoch oben im Horst gegenüber dem Landgasthof „Zum alten Krug“ im Potsdamer Ortsteil Marquardt nicht geschadet. Bester Blick von der Kirche aus, Richtung „Lavendelhof“ und dann nach oben sehen. Oder beim Feierabendbier im Alten Krug bei Michael und Christian Schulze.

Sie wachsen heran….

Josef Grütter, aufmerksamer Beobachter der Szenerie, reimte darauf:

  • „Ach ja, im Biergarten des Alten Krugs saßen wir noch
  • und blickten zu den Störchen hoch.
  • Zweimal kamen die Eltern angeflogen.
  • Bald sind die drei Kleinen großgezogen
  • und können reisen gen Süden auf weiten Schwingen.
  • Ein Loblied ist auf die Natur zu singen.“

Wie recht er doch hat.

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Potsdam

Flugübungen im Storchennest

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Drei Kilo und mehr Nahrung verspeisen die drei Jungstörche auf dem Storchennest gegenüber vom Landgasthof „Zum alten Krug“ in Marquardt täglich. Unermüdlich schleppen Mutter und Vater Adebar die Mäuse, Regenwürmer, Insekten und Frösche herbei. Manchmal sind auch kleine Fische oder Schlangen darunter. Die Jungstörche scheinen es irgendwie hinzukriegen, dass sie bei aller Freude über das herangeschaffte Futter nicht aus dem Nest fallen beim täglichen Verteilungskampf. Das wäre auch fatal, denn noch können sie ja nicht fliegen. Immer wieder ermuntert ein Altstorch die Jungen, dass sie mit den Flugübungen beginnen.

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Josef Grütter verfasste dazu ein Gedicht:

Bald geht’s auf große Tour!
Seht her, wie groß mein Segel schon ist.

Fast zwei Meter es sicherlich misst!

Habe es schon getestet mal kurz auf des Nestes Rand.

Mein Bruder war imponiert, klapperte: „Allerhand!

Gewiß! Mußt aber gar nicht so protzen

und vor Übermut strotzen.

Wenn ich ausfahre meine Schwingen,

werden die da unten mir ein Loblied singen

ob der großartigen gestreckten Flügel,

auf denen ich bald gen Süden segel.

Bis dahin sollten wir nicht so laut tönen,

als ob wir könnten uns selbst schon verwöhnen.

Lassen wir doch unsere Eltern noch etwa zwei Wochen

heranschleppen köstliche weiche Fröscheknochen

und andere Delikatessen aus dem Wiesengrund

für unseren stets hungrigen Schlund.

Freue ich aber auch langsam auf den großen Flug

Potsdam

Die Hochspannungsmasten fielen um

leitungimg_9247-1024x750-kopieDer letzte Mast fällt um, 2016, Foto: D. Weirauch

Schnell ging es am heutigen Samstag den alten Strommasten an den Kragen. Drei Hochspannungsmasten der fast 80 Jahre alten Hochspannungsleitung am Ortseingang des zu Potsdam gehörenden Ortsteiles Marquardt wurden gekappt. Per Schneidbrenner wurden die stählernen Kolosse von ihrem Sockel getrennt und dann mit einem Spezialtraktor umgelegt. Heute: Die Hochspannungsmasten fielen um

Der letzte Mast fällt um, 2016, Foto: D. Weirauch
Der letzte Mast fällt um, 2016, Foto: D. Weirauch

Bürgerinitiative sorgte für die Herausverlegung