Kuren

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Sole im Osnabrücker Land

Die carpesol SPA Therme in Bad Rothenfelde ist eine der modernsten Wohlfühl‐Thermen Deutschlands Foto de witt janßen partnerDie carpesol SPA Therme in Bad Rothenfelde Foto: de witt janßen partner

Tief einatmen. Einmal, zweimal, immer wieder. Gleichmäßig. Mit geschlossenen Augen. Der Reizhusten lässt nach, die Lungen entspannen sich, denn nach und nach werden Naseschleimhaut und Bronchien mit einem feinen Solefilm überzogen. Das mildert Infekte ab und beugt Erkältungen vor. Deshalb reisen viele Gesundheitsbewusste im Herbst und Winter aus ganz Deutschland an die Nordsee, weil dort die Luft besonders salzhaltig ist. Wer die lange Anreise bis an die Nordsee scheut, ist im Osnabrücker Land richtig. Hier, an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, mitten in der Bundesrepublik, sprudelt das uralte Heilmittel aus bis zu 3.000 Metern Tiefe nach oben. Im Sole-Kurort Bad Essen und in den Sole-Heilbädern Bad Laer und Bad Rothenfelde findet das „flüssige Sonnenlicht“ unter anderem in Bewegungsbädern, Sole-Photo-Therapien, Inhalationen und Trink-Kuren Anwendung.

Reise

Wasser trinken in Marienbad

rela-169-marianske_laznetschechienDie"singende Fontäne" in Marienbad, Foto. Czechtourism

Im südlich von Karlsbad im tschechischen Bäderdreieck gelegenen Marienbad (Mariánské Lázně) erinnert heute nichts mehr daran, dass sich hier noch Anfang des 19. Jahrhunderts Sumpfgebiete erstreckten. Bei meinem Besuch traf ich auf einen höchst lebendigen Kurort.

Wasser trinken in Marienbad

Nicht so mondän wie Karlsbad, aber schicker als das ebenfalls zum Bäderdreieck gehörende Franzensbad.

Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism
Prächtige Kurhäuser in Marienbad, Foto: Czechtourism

2019 berühmter Badetourismus

Nach der Entdeckung einer Heilquelle wurden die Sümpfe um 1800 trocken gelegt und ein mondäner Badetourismus begann. Heute besuchen die Gäste den Kurpark und die mittlerweile nach umfangreichen Sanierungen in neuem Glanz erstrahlenden Kuranlagen. Das Kurzentrum mit den vielen Zuckertortenbauten und Pavillons, in denen die Quellen sprudeln, nimmt wohl jeden Gast gefangen.

Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © - / Dieter Weirauch
Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. ©  Dieter Weirauch

Beim Spaziergang durch das überschaubare Zentrum hat man das  Gefühl, eine Zeitreise ins beginnende 20. Jahrhundert zu unternehmen: prächtige Kurhäuser, blühende Parks, in denen Kurgäste gemütlich entspannen und das weithin auch hier berühmte Heilwasser trinken. Überall ist zu spüren: Marienbad will wieder an seine Blütezeit um die Jahrhundertwende anknüpfen. Derzeit läuft das mondäne Karlsbad, auch überregional durch sein berühmtes Filmfestival überregional bekannt, der Stadt Marienbad den Rang ab. Es ist vielleicht ganz gut. Denn in Marienbad können auch weniger betuchte Menschen, darunter viele Deutsche, kuren.

 „Marienbad ist unbegreiflich schön“

„Marienbad ist unbegreiflich schön“, schwärmte einst Franz Kafka. Auch heute noch gehört der Ort zu den wohl schönsten Kurstädten Europas. Gemeinsam mit Baden Baden, Bad Kissingen, Bad Ems und weiteren Kurorten in England, Italien und  Frankreich bewerben sich Franzenbad, Marienbad und Karlsbad als Europäische Heilbäder für die Aufnahme auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Bei einer Fahrt mit der Pferdekutsche durch die Alleen und entlang der prächtigen Kolonnaden kann man die alten Zeiten erahnen. Spürt aber auch, sobald man die aufwändig sanierten Kurhäuser betritt, moderne Eleganz. Die Häuser der ungarischen Danubius-Gruppe sind mit einem Netz von unterirdischen Gängen verbunden. Für die Gäste von unschätzbaren Vorteil.

Blick auf das traditionsreiche Health Spa Resort in Marienbad, Foto: D. Weirauch
Blick auf das traditionsreiche Health Spa Resort in Marienbad, Foto: D. Weirauch

Wasser trinken in Marienbad: Mehr als 40 Quellen

Seinen Wohlstand verdankt Marienbad zuvorderst den Heilquellen, die im Gegensatz zum benachbarten Karlsbad hier als sogenannte kalte Quellen aus der Erde kommen. Johann Josef Neher, der als Arzt im Kloster in Tepl (Teplá)  tätig war, bewies die Heilkraft der Quellen. Die Mineralquellen sind reich an Kohlensäure und Mineralsalzen. Empfohlen werden noch heute Trinkkuren, Moorpackungen und andere Behandlungen gegen Atmungs-, Stoffwechsel- und Nierenerkrankungen, Verspannungen und Schmerzen im Bewegungsapparat. In der Umgebung von Marienbad gibt es etwa 160 Quellen, in Marienbad selbst sind es über 40 kalte, mineralhaltige Quellen. Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe weilte 1820 zum ersten Mal in Marienbad. Ihm zu Ehren wurde in dem Haus, in dem er wohnte, der Pension „Zur Goldenen Traube“, das heutige Stadtmuseum eingerichtet. Auf dem Platz vor dem Museum (dem Goetheplatz) ist ein Denkmal für den Dichterfürsten errichtet. Goethe, der sich als 76-jähriger in Marienbad in die damals 17 Jahre alte Ulrike von Levetzow verliebte, schrieb die “Marienbader Elegien” als wehmütige Reminiszenz an die Aufenthalte.

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Wasser trinken in Marienbad: Wagner und Chopin

Auch Richard Wagner fand in der Abgeschiedenheit und Ruhe des Marienbader Tales Inspiration. Er entwarf dort u.a. den „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“. Den internationalen Durchbruch für das Ansehen als Kurort brachte der Kuraufenthalt des späteren britischen Königs Edward VII. im Jahr 1897. Der Behandlungsraum, in dem der König seine Bäder nahm, wird heute noch genutzt.

Traumhafte Kulisse für Sportler: Kolonnade in Marienbad, Foto: David Marvan (Czechtourism)
Traumhafte Kulisse für Sportler: Kolonnade in Marienbad, Foto: David Marvan (Czechtourism)

Auch Frédéric Chopin besuchte Marienbad, um in der Nähe seiner Liebe, der jungen Künstlerin Maria Wodzinská, zu sein. Im malerischen Kurort, umgeben von tiefen Wäldern, hat er mehr als einen Monat verbracht und hatte dabei auf eine Vermählung gehofft. Diese haben jedoch Marias Eltern untersagt und Chopin blieb nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren. Marienbad pflegt die Erinnerung an ihren berühmten Besucher in Form eines Chopin-Denkmals und veranstaltet jedes Jahr Festspiele zu seinen Ehren. Der polnische Komponist war natürlich nicht der einzige, der Marienbad besuchte. Auf der Liste der berühmten Gäste stehen auch Franz Kafka, Sigmund Freud oder Thomas Alva Edison.

„Singende Fontäne“

Eines der Wahrzeichen Marienbads sind die herrlichen Parks, dank derer die Stadt als eine der schönsten „grünen Städte“ Europas gilt. Man kann hier gemütlich spazieren und die vielen Springbrunnen beobachten. Der berühmteste ist die „Singende Fontäne“, ein computergesteuerter Springbrunnen in Form einer Blume. Zu den Lieblingsbeschäftigungen gehört auch der Genuss der leckeren Marienbade  Oblaten.

Marienbad, Tschechien Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © - / Dieter Weirauch
Die „Singende Fontäne“ sprüht zu jeder vollen ungeraden Stunde ihr Wasser aus unzähligen feinen Düsen, untermalt von klassischer Musik. © Dieter Weirauch

Der eigentliche Aufschwung des Kurbetriebs kam ab 1872 mit dem Anschluss an die Eisenbahn, wodurch eine direkte Verbindung nach Wien und Prag geschaffen wurde, ab 1898 auch nach Karlsbad.

Neoklassizistische Kurkolonnade

Zu einem Besuch Marienbads gehört unbedingt auch ein Spaziergang durch die elegante, neoklassizistische Kurkolonnade aus dem Jahr 1899. Sie zählt zu den schönsten in Tschechien. Während der Kursaison finden hier regelmäßig Klassikkonzerte und im August das Internationale Frédéric-Chopin-Festival, sowie Konzerte des Marienbader Sinfonieorchesters statt. Ob der Berliner Eisenhändler Louis Ravene´ seine Hand beim Bau der gusseisernen imposanten Kolonnade im Spiel hatte, konnte ich nicht erfahren. Ravenè jedenfalls war oft in Marienbad zur Kur, letztlich verstarb er dort auch wärend eines Kuraufenthaltes. Seinen Sommerwohnsitz hatte er im Schloss Marquardt, einem Ortsteil von Potsdam.

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Schnabeltassen können an der Rezeption der Quellen verwahrt werden.
Schnabeltassen können an der Rezeption der Quellen verwahrt werden.

Hier weitere Informationen zu Marienbad

Info: www.marianskelazne.cz

infocentrum@marianskelazne.cz

https://www.marianskelazne.cz

Information Center Mariánské Lázně, Hlavní 47+420354622474
www.kisml.cz

Übernachten und Kuren:u.a. in den Danubiushotels

  • Buchtipp: Michael Bussmann, Gabriele Tröger: Tschechien, Michael Müller Verlag, 24,90 Euro

Die Recherche wurde unterstützt von der Tschechischen Zentrale für Tourismus – CzechTourism (www.czechtourism.com)

Tschechien – Geheimtipps für Euern Urlaub

Reise

Belgrad ist jung und lebendig

Beograd @Dragan ObricBeograd @Dragan Obric

15ung präsentiert sich Belgrad bei meinem Besuch im Juli 2019. Lebendig und gastronomisch ist die Stadt ein Hotspot. Wir wollten uns Gesundheitseinrichtungen anschauen. Auch mit dem Ziel, um neue Behandlungsmethoden gegen Tumore kennezulernen. Doch darüber später mehr in einem eiegenen Beitrag.

gastronomischer Hotspot: das einstige Künstlerviertel Skadarlija
gastronomischer Hotspot: das einstige Künstlerviertel Skadarlija

Eine Schifffahrt auf der Donau – diesem Traumziel bin ich auf meiner Reise nach Serbien ein Stück näher gekommen. Die Donau ist nach der Wolga der zweitlängste schiffbare Fluss Europas. Sie verbindet zehn Länder, vier Hauptstädte und zahlreiche Regionen. Das macht eine Donau-Fluss-Fahrt für mich so reizvoll. Die Donau in Serbien erlebe ich zumindest diesmal vom Land (und beim Anflug aus der Luft) aus in der Hauptstadt Serbiens, in Belgrad.

Reise

Serbiens Wellnesshotel “Fontana” in Vrnjačka Banja

Fontana Serbien (22)

Der Service im Hotel „Fontana“ in Vrnjačka Banja spricht für sich. Selten habe ich so viel Gastfreundschaft erlebt, wie in diesem von dem jungen Direktor Dorde Makuljevic geleiteten Vier-Sterne-Plus-Hotel.  Das will ich kurz erklären. Auf der Fahrt nach Vrnjačka Banja gab es ein Malheur, meine helle Hose und das Jackett waren mit einer undefinierbaren Soße vollgekleckert. Kaum im Hotel „Fontana“ angekommen fragte ich vorsichtig nach, ob es eine Möglichkeit der Reinigung bis zum nächsten Morgen gebe. Kein Problem, so die Antwort der freundlichen Rezeptionistin. Nein, nicht bis zum nächsten Tag, in etwa einer Stunde sei alles wieder sauber, versprach die junge Dame. Und so passierte es auch. Pünktlich zum Abendessen waren die Sachen frisch gebügelt  und ohne irgendeine Spur von Flecken auf dem Zimmer. Das gehört in Deutschland längst nicht zum Leistungskatalog der gehobenen Gastronomie. Überhaupt haben mich Hotel „Fontana“ und der Kurort mit dem schwer auszusprechenden Namen Vrnjačka Banja während meiner jüngsten Serbien-Reise positiv überrascht.

Blick aus der Suite Richtung Kirche
Blick aus der Suite Richtung Kirche
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Kuren im serbischen Kurort der Könige: Banja Koviljaca

Serbien Kuren

Zur Kur nach Banja Koviljaca? Wo liegt das denn? Habe ich ja noch nie gehört. In Serbien – zur Kur? Solche Fragen bekam ich gestellt, als ich meinen Bekannten erzählte, dass ich nach Serbien zur Kur fahren wolle. Nein, das ist doch unmöglich ? Serbien verbinde ich nicht mit einem Kurort – eher mit einer ziemlich brutalen Krimiserie, die zurzeit im Fernsehen läuft. Viel Mut für eine Reise in den Kurort Banja Koviljaca machten die Antworten aus meinem Bekanntenkreis nicht. Aber ich bin immer offen für Neues, erst recht, wenn es sich nach großen politischen Umbrüchen entwickelt hat. Denn ähnlich wie im östlichen Teil Deutschland gab und gibt es seit einigen Jahren eine gründerzeitähnliche Aufbaustimmung in Serbien, die durchaus auch Gutes und Neues entstehen lässt. Im einzigen derzeit in meiner Buchhandlung erhältlichen Serbien-Reiseführer (Trescher Verlag), finde ich gerade einmal fünf magere Zeilen über Banja Koviljaca. Darin werden der gepflegte Park, die Badeanlagen, das Rehazentrum und die zahlreichen privaten Unterkünfte wohlwollend erwähnt. Und das der Kurort unmittelbar am Drinaufer zu Füßen des Berges Gucèvo (779 Meter) liege. Der Ort befinde sich in einer sehr ruhigen Gegend mit viel Waldreichtum. Mehr erfährt man über den einstigen “Kurort der serbischen Könige” nicht.

Specijalna bolnica za rehabilitaciju Banja Koviljača
Specijalna bolnica za rehabilitaciju Banja Koviljača

Royal Spa (Königlicher Kurort)

Umso gespannter sind wir, als wir (Horst von Touristik aktuell und Eva von doceva) Mitte Juli dort eintreffen. Schon auf dem Parkplatz sehen wir Autos mit Kennzeichen aus Aurich und Emden, also ist der Kurort doch nicht so unbekannt, wie angenommen. Worin liegt seine Magie beziehungsweise die Heilkraft ? Ob es die intensive medizinische Behandlung in dem ausgedehnten mitten im Grünen gelegenen Kurkomplex sei ? Sicher ist es auch der günstige Preis, der deutsche Kurgäste anzieht. Serbien hat sich den Gesundheitstourismus auch für deutsche Gäste auf die Fahnen geschrieben. Darüber erfahrt ihr in den nächsten Tagen mehr auf einfachraus.eu.

Das Team um den Chefarzt Dr. Aleksandar Kokic, MD MSc MA
Potsdam

Ein Ayurveda – Kurzentrum für Potsdam

LandgutNedlitz (6)

Der Potsdamer Norden wird immer attraktiver. Im Ortsteil Nedlitz, am Lerchensteig in der Nähe des Weissen Sees, eröffnet im Frühjahr die erste deutsche Dependance der Ayurveda-Marke Ashoka.

Ein Ayurveda – Kurzentrum für Potsdam

Wie auf der Homepage Landgut-Nedlitz.de zu erfahren ist, wird die neue Wellness-Oase von der Ayurveda-Expertin Birgit Moukom geführt. Der in den 30er Jahren erbaute Gebäudekomplex wurde in den letzten Jahren von der Berliner Investorin und Ayurveda-Liebhaberin, Michaela Glampe-Irmscher mit Leidenschaft restauriert.

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