Kulturland

Reise

K)ein Kinderspiel. Kindheit und Industrialisierung

Das Brandenburg Preußen - Museum in Wustrau Foto. WeirauchDas Brandenburg Preußen - Museum in Wustrau Foto. Weirauch

Das Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau öffnet am kommenden Sonntag, 21. März 2021, als erster Partner des Kulturland-Themenjahres 2021 seine Türen mit einer neuen Ausstellung. „(K)ein Kinderspiel“ zeigt, welchen Einfluss die Industrialisierung auf die „kleinen Dinge“ hatte. Kaum ein historischer Prozess hat die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen in Deutschland so stark beeinflusst wie die Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Die tiefgreifenden Veränderungen, die Technisierung und Bevölkerungswachstum mit sich brachten, lassen sich noch heute anschaulich im Spielzeug jener Zeit nachvollziehen. Wie ein Spiegel der Gesellschaft vermittelt dieses Spielzeug ein Bild der veränderten Lebens- und Arbeitswelt.

Reise

Kalk, Computer, Hüte und ein Meisterwerk: Industriekultur in Brandenburg

Brikettfabrik Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn

Industrie als Urlaubsabenteuer: Das ist Thema des Touristischen Netzwerks Industriekultur in Brandenburg (TNIB). Mit 20 sehr unterschiedlichen Erlebnisorten – vom Museum bis zum Tagebau – bietet die junge Arbeitsgemeinschaft vielfältige und eindrucksvolle Begegnungen mit einer bis heute prägenden Identität. Jetzt präsentiert das Netzwerk vier neue Mitglieder: den Museumspark Rüdersdorf, das Schiffshebewerk Niederfinow, das Stadt- und Industriemuseum Guben sowie das ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda. Damit wächst der Zusammenschluss auf 24 Mitglieder.

Was man in Brandenburg sehen sollte

1 Stunde weg

Technisches Denkmal – Mittelwellensender 21 auf dem Funkerberg

Mittelwellensender21Mittelwellensender in der Funkstelle Königs Wusterhausen, 1928, Foto: M. Dummer/Archiv Weirauch

Der 22. Dezember 1920 ist ein historisches Datum. An diesem Tag ist von der Hauptfunkstelle auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) die erste deutsche Rundfunksendung, die Übertragung eines Instrumentalkonzertes, mit  einer Reichweite von 1.500 Kilometern ausgestrahlt worden. Drei Instrumente – Geige, Klarinette und Harmonium – brachten den Menschen weihnachtliche Musik ins Haus. 1920 nutzten die Rundfunk-Pioniere einen selbstgebauten Lichtbogensender. Ein neues Zeitalter brach an. Seither gilt der Funkerberg von Königs Wusterhausen bei Berlin als die Wiege des deutschen Rundfunks. Der rbb Berlin-Brandenburg begleitet das Jubiläum 100 Jahre Radio. So ist auf der Homepage zu lesen: “Um 1920 Radio empfangen zu können, brauchte man Kopfhörer und einen sogenannten Detektor, der die Funkwellen mit Unterstützung eines Bleiglanzkristalls in hörbare Frequenzen übersetzt.” Das Entscheidende von dieser Sendung am 22. Dezember 1920 war, dass die Techniker Sprache und Musik übertragen haben. Und damals haben sie zur Musikübertragung einfach die Telefonsprechkapsel vor den Hörer eines Grammofons gehalten und haben damit die Musik übertragen“, so berichtet Rainer Suckow, Radio-Enthusiast und Vorsitzender des Sende- und Funktechnikmuseums in Königs Wusterhausen im Februar 2020 gegenüber dem Deutschlandfunk.  

Am authentischen Ort

Reise

Auf Deutschlands ältestem Kanal unterwegs: Finowkanal

Finowkanalich (2)

Die Überraschung ist gelungen. Wer Ruhe mit Boot, Kanu oder auch Hausboot sucht und nicht mit Hunderten Mitbewerbern auf Havel, Spree oder den Wasserläufen des an den Sommerwochenenden chronisch vollen Spreewald konkurrieren will, der ist auf dem Finowkanal im Barnimer Land im Nordosten Brandenburgs genau richtig. Der 43 Kilometer lange Finowkanal, der seine Mitte etwa in der Stadt Eberswalde (rund 50 Kilometer von Berlin entfernt) hat, ist die älteste künstliche Wasserstraße in Deutschland, die noch immer in Betrieb ist. Das Themenjahr von Kulturland Brandenburg widmet sich 2021 der Industriekultur. Dazu hat auch die vom Finowkanal geprägte Industrieregion Eberswalde Ideen eingereicht.

Was den Finowkanal so einzigartig macht

Potsdam

Schloss Cecilienhof: Ausstellung zur Potsdamer Konferenz ab 23. Juni 2020

SPSG-POKO1945-PLAKAT-CORONA-Collage: Foto: SPSG / Julius Burchard

Ab 23. Juni ist im Schloss Cecilienhof die Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“ zu sehen. Corona verhinderte den früheren Beginn, teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) mit. Bis zum 1. November 2020 zeichnet die SPSG im Potsdamer Schloss Cecilienhof jene schicksalhaften Tage im Sommer 1945 nach und lässt Akteure und Betroffene sowie die bis heute spürbaren Auswirkungen anhand von Tagebuchausführungen, historischem Filmmaterial, Zeitdokumenten und Leihgaben aus dem In- und Ausland wieder lebendig werden.

PotsdamReise

Zu neuen Ufern: Radfahren im Lausitzer Seenland

Radfahren und Skaten auf Seerundweg Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland - Nada QuenzelRadfahren und Skaten auf Seerundweg Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland - Nada Quenzel

Zu neuen Ufern: Radfahren im Lausitzer Seenland Vom Tagebaurevier zum Wasserparadies: Die Landschaft des Lausitzer Seenlandes zwischen Berlin und Dresden vollzieht eine spektakuläre Metamorphose. Radfahrern bieten sich auf leichten Touren unterschiedlicher Länge immer wieder spannende Ein- und Ausblicke. Das Lausitzer Seenland ist kein gewöhnliches Radreiseziel. Es ist eine Landschaft im Wandel. Wer die Region zwischen Berlin und Dresden erkundet, kann derzeit noch alle Phasen der Rekultivierung einer einstigen Tagebauregion erleben: vom aktiven Tagebau bis zur idyllischen Seenlandschaft mit Jachthafen und hellen Badestränden.

Wie man die Lausitz per Rad erkunden sollte