Kreuzfahrt

Reise

Sternstunden für die Kreuzfahrtindustrie

AIDA

So modern das Thema Kreuzfahrten auch erscheinen mages hat einen gewissen antiken Kern. Was Odysseus entsprechend der griechischen Sage während des trojanischen Krieges im 12. Jahrhundert v. Chr. erlebte – und vielfach genoss!, – kann durchaus als „Ur“-Kreuzfahrt betrachtet werden. Die Moderne dieser Art Tourismus geht auf das Jahr 1844 zurück, als die britische Peninsular & Oriental Steam Navigation Company Luxusschiffsreisen nach Gibraltar, Malta und Athen anbot.

Albert Ballin erfand die Kreuzfahrt

Das deutsche Kapitel begann mit einem wirtschaftlichen Zwang, den der Hamburger Reeder Albert Ballin spürte: Die Frachter seiner Flotte waren in den Wintermonaten wegen schlechten Wetters und oft gefährlicher hoher See auf der Gewinn abwerfenden Transatlantikroute weniger gefragt. Statt sie weiter in den sicheren Häfen liegen zu lassen, stattete er eines seiner Schiffe – die „Auguste Victoria“ – für Passagiere aus und schickte sie 1891 testweise auf eine „Bildungs- und Erholungsfahrt“ ins Mittelmeer. Diese Reise war binnen kürzester Zeit ausgebucht – das Zeitalter der Kreuzfahrten hatte begonnen.

Urlauben auf See mit vielversprechenden Zwischenstopps sind inzwischen das erfolgreichste Feriensegment überhaupt. Das belegt auch eine Statistik, die jetzt von der Messe Berlin – Ausrichter der Internationalen Tourismus Börse (ITB) – vorgestellt wurde. Danach stieg der internationale Kreuzfahrtmarkt in den letzten Jahren zweistellig und ist damit doppelt so schnell gewachsen wie der übrige internationale Reisemarkt insgesamt. Allein 2017 wurden weltweit 27 Millionen Kreuzfahrten unternommen.

Populäre Ziele

Die Liste der populärsten Zielländer  führt Mexiko an, gefolgt von Kanada, Spanien, USA und Italien. Mehr als die Hälfte aller Kreuzfahrten führen in diese Staaten. Schiffsreisen nach Nordamerika – inklusive Mexiko – haben sich seit 2007 verdreifacht. Europa als Kreuzfahrtziel nimmt den zweiten Platz ein, gefolgt von Südamerika und dem Raum Asien/Pazifik. Mit großem Abstand folgt auf dem letzten Platz Afrika.

Die außergewöhnliche Attraktion dieser Art zu Reisen fasst die Messe Berlin in ihrem Bericht so zusammen: „Kreuzfahrten bieten eine ideale Kombination aus Entspannung und neuen Erfahrungen, sei es an Bord oder im Rahmen von Landgängen. Neben genussvollem Entspannen, gutem Essen und vielfältigen Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord steht das Erkunden fremder Länder und Kulturen im Vordergrund. Auch das Erlebnis von Meer und Natur sowie die Atmosphäre internationalen Häfen spielen eine Rolle“.

230 Euro pro Nacht

Ursprünglich galten Kreuzfahrten als außergewöhnlich teuer – wenn nicht generell als überteuert. Das hat sich in den letzten Jahren gründlich geändert, wobei das immer größer gewordene Angebot die entscheidende Rolle gespielt haben dürfte. Teurer als andere Urlaubsarten bleibt die Kreuzfahrt trotzdem – im Durchschnitt sind es 230 Euro, die pro Nacht ausgegeben werden müssen.

Überraschend mag die Tatsache sein, dass Kreuzfahrten nicht mehr vorwiegend von „den Älteren“ gebucht werden. Den Veranstaltern ist es vielmehr gelungen, durch neue Programme und Angebote auch junge und mittlere Altersgruppen zu erreichen. Sie machen inzwischen 50 Prozent der „Kreuzfahrer“ aus. Mit 37 Prozent ist der Anteil der Touristen ungewöhnlich hoch, die als Buchungsstelle für Kreuzfahrten ein Reisebüro  nutzen.

Wachsender Kreuzfahrtmarkt

Es gibt, so eine fachmännische Schätzung, weltweit 7 000 Passagierschiffe. Davon sind etwa 350 Hochsee- und rund 800 Flusskreuzfahrtschiffe. Erstere Kategorie erlebt seit einigen Jahren einen wahren Neubauboom. Die neuen Schiffe werden immer größer. Zwei Drittel von ihnen gelten als „Mega“schiffe, weil sie jeweils für mehr als 2 000 Passagiere Platz bieten. Größtes Kreuzfahrtschiff ist die erst im März 2018 in Dienst gestellte „Symphonie of the Seas“, auf der 6 870 Passagiere Platz finden. Dieser Riese war für 1,3 Milliarden Dollar auf der Werft SFX France in Saint-Nazaire gebaut worden. Er fährt unter der Flagge der Bahamas, Heimathafen ist Nassau. Diese „Mega“schiffe machen Landausflüge vielfach überflüssig, weil sie auch parkähnliche Grünflächen, hypermoderne und luxuriöse Einkaufszentren, Dutzende Restaurants und Bars sowie Sportstätten bis hin zu Rodelbahnen und Eislaufflächen anbieten. Das wiederum hat zur Folge, dass nicht wenige Hafenstädte – vor allem in Südamerika – über den Ausfall von Liegegebühren, mehr noch über den Verlust von Touristeneinnahmen klagen.

Für und Wider der Kreuzfahrt

Im Gegensatz zu der Hysterie, die einige deutsche Gerichte mit Fahrverboten für Dieselautos in bestimmten Straßen ausgesprochen haben – dies alles von sehr wenig Sachverstand getragen, – gibt es gegen die mit Schweröl betriebenen Dieselmotoren der Kreuzfahrtriesen kaum nennenswerte Proteste oder Einwände. Dabei liegen die Konzentrationen von Kohlenstaub, Stickoxiden und Feinstaub an Bord von Kreuzfahrtschiffen und in den von ihnen regelmäßig besuchten Häfen „weit über den Grenzwerten, die für den Straßenverkehr gelten“ – so eine in Wikipedia wiedergegebene Darstellung.

Demzufolge ergaben Messungen auf dem Luxusliner „Aida Sol“ in der Spitze 475 000 ultrafeine Partikel je Kubikmeter Umgebungsluft und damit eine Konzentration, welche die Spitzenwerte von etwa 30 000 Partikeln im deutschen Straßenverkehr um ein vielfaches übersteigen. AIDA Cruises wies diese Messungen zurück – sie entbehrten jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Der britische TV-Kanal 4 berichtete, dass es an Deck der Schiffe zu Schadstoffkonzentrationen „wie in asiatischen Großstädten“ kommt. Und das dürfte bei innerstädtischen Häfen wie etwa Hamburg und Bremen nicht anders sein.

Trotzdem: Der weltweiten Kreuzschifffahrt stehen weiterhin wahre Sternstunden bevor.

Auch dieser Kreuzfahrtriese entstand in Papenburg, Foto: Weirauch
Auch dieser Kreuzfahrtriese entstand in Papenburg, Foto: Weirauch

Auch Flusskreuzfahrten liegen im Trend.

Hier einige Berichte dazu:

Seine Comtesse – Kreuzfahrtleitung Sabine Hinz

Mit nicko cruises hinauf zum Montmartre

Die MS Seine Somtesse an der Seine, Foto: nicko
Die MS Seine Somtesse an der Seine, Foto: nicko

Mit “Seine Comtesse” in Paris

Hier geht es mit der AROSA bella von Bratislava nach Esztergom.

Die AROSA bella in Bratislava, Foto: Weirauch
Die AROSA bella in Bratislava, Foto: Weirauch

Und hier fährt die “Katharina von Bora” von Stralsund nach Potsdam.

Beliebtes Selfiemotiv auf einer AIDA
Beliebtes Selfiemotiv auf einer AIDA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reise

Ab Frühjahr 2019 Südamerika mit dem WORLD EXPLORER entdecken

WOX_Infinity_Kabine_02-a24b4e362eMuster einer Infinity-Kabine auf dem künftigen World Explorer, Foto: Nicko

nicko cruises nimmt zusätzliche Reise in das Hochsee-Portfolio auf

Ab Frühjahr 2019 Südamerika mit dem WORLD EXPLORER entdecken

 Nach dem erfolgreichen Buchungsstart des ersten Expeditionsschiffs WORLD EXPLORER ergänzt nicko cruises sein Hochsee-Portfolio um eine weitere Reise: Bereits ab März 2019 geht es mit dem Stuttgarter Kreuzfahrt-Spezialisten auf der Kreuzfahrt Faszination Südamerika zu den Destinations-Highlights in Brasilien, Argentinien und Uruguay. Bis zum 15. November gilt der doppelte Frühbucher-Rabatt von 600 Euro pro Person. Buchbar ist die Rundreise ab sofort in jedem guten Reisebüro oder direkt bei nicko cruises.

Südamerika steht für Naturwunder und Lebensfreude. Die 18-tägige Rundreise führt zunächst in die brasilianische Metropole Rio de Janeiro mit der berühmten Copacabana und dem Zuckerhut. Nach einem Inlandsflug stehen die beeindruckenden Iguaçu-Wasserfälle im argentinisch-brasilianischen Grenzgebiet auf dem Programm. Rund um die Wasserfälle erstreckt sich ein großer Nationalpark, den die UNESCO 1984 zum Weltnaturerbe erklärte. Die Gäste erleben die Wasserfälle, die zu den größten der Welt zählen, sowohl von der argentinischen als auch von der brasilianischen Seite. Mit einem weiteren Inlandsflug geht es nach Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens und Hauptstadt der Region Tierra del Fuego (Feuerland), wo die Einschiffung auf WORLD EXPLORER erfolgt.

Entlang der Küste Südamerikas

Der Expeditionsneubau nimmt zuerst Kurs auf die Falklandinseln, auf der es Magellan-, Esels- und Königspinguine zu bestaunen gibt. Nach der Erholung auf See erwartet die Gäste die pulsierende Weltstadt Buenos Aires – die Stadt des Tangos, des Fußballs und der Vielfalt. Der nächste Stopp ist Montevideo in Uruguay mit seiner eindrucksvollen Architektur und einem typischen Asado, bei dem südamerikanische Grillspezialitäten verkostet werden. Naturliebhaber kommen in Punta del Este bei einem Bootsausflug zu den Seelöweninseln auf ihre Kosten. Den Abschluss der Reise bilden das pittoreske Städtchen Florianopolis und die Strände der Costa Verde, die zum erholsamen Baden einladen.

Ein Schiff, das alles kann

Die Besonderheit von WORLD EXPLORER liegt in der geringen Schiffsgröße. Modernste Technik stellt sicher, dass der Kreuzer sprichwörtlich „mit allen Wassern gewaschen ist”. Er verfügt über Eisklasse 1B sowie Polarklasse C und kann damit sämtliche Weltmeere befahren. Mit einer Länge von nur 126 Metern kann das Schiff Häfen ansteuern, die für die großen Hochseeschiffe unzugänglich sind. An Bord entfaltet sich das Raumwunder: WORLD EXPLORER bietet neben bequemen Kabinen und Suiten zwischen 17 und 44 Quadratmetern zwei Lounges mit bester Aussicht, einen Wellness- und Fitnessbereich mit Sauna und vieles mehr. 105 Crewmitglieder verwöhnen die maximal 200 Gäste. Die persönliche Atmosphäre sorgt für ein entspanntes und familiäres Gefühl an Bord.

 Weitere Informationen zum Angebot von nicko cruises erhalten Sie in jedem guten Reisebüro oder unter Tel.: +49 (0) 711 / 24 89 80 44 oder auf der Webseite unter www.nicko-cruises.de.

 

 

Reise

Mit nicko cruises hinauf zum Montmartre

Paris (16)

Paris war die letzte Station unserer achttägigen Reise mit der MS Seine Comtesse. In loser Folge stellen wir einige Stationen der Tour mit nicko cruises vor. Heute: Paris und Mit Nicko Cruises  hinauf zum Montmartre.

Das quirlige Montmartre-Viertel gehört einfach dazu, wenn man nach Paris reist. Allerdings hat es nicht mehr viel zu tun mit dem malerisch gewachsenen Quartier aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Rund um die “höchste” Erhebung der Metropole warten “Touristenfänger” auf ihre Kundschaft. Auch unsere Stadtführerin warnt vor Taschendieben und Hütchenspielern.

Am späten Nachmittag zeigt sich uns das Viertel rund um die Kreuzung der Boulevards Barbès und Rochechouart von seiner malerischsten Seite. Gegenüber dem bekanntesten und wohl auch teuersten Revuelokal “Moulin Rouge” – die rote Mühle über dem Eingangsbereich ist weithin sichtbar – starten wir mit einer kleinen Bimmelbahn hinauf zum Montmartre.

Mit der Bimmelbahn gelangt man bequem auf den Hügel. Foto: K.Weirauch
Mit der Bimmelbahn gelangt man bequem auf den Hügel. Foto: K.Weirauch

 

Das Moulin Rouge gehört mit seinen Tanzaufführungen zu den beliebtesten Hotspots in Paris. Foto: K. Weirauch

Wo Berühmtheiten lebten

Wir streifen den drittgrößten städtischen Pariser Friedhof “Cimetrière  de Montmartre”, auf dem Heinrich-Heine, Jacques Offenbach oder Emilè Zola und andere Prominente ruhen. zu gern wären wir hier auf dem Friedhof durch die Grabreihen gestreift. So ziehen wir langsam ruckelnd und zuckelnd mit einstimmender Musik aus dem Lautsprecher “Pigalle, Pigalle …” durch orientalisch anmutende Straßen, bis wir nach rund 15 Minuten unser Ziel auf dem Berg erreicht haben.

Gleichsam wie an einer Perlenkette aufgereiht empfangen uns malende Straßenkünstler auf dem Place du Tertre, die versunken in ihre Malarbeiten ihre Motive bearbeiten, die sie umgebende quirlige Außenwelt scheinbar völlig außen vor lassen können.

Auf den Spuren der Künstler

Um ihnen länger über die Schulter zu schauen oder ein Porträt von uns anfertigen zu lassen (wenn es der Touristenstrom denn zulässt), bleibt uns heute keine Zeit. Etwas ruhiger geht es zu, als wir auf unserem Rundgang in eine Nebengasse abzweigen.

Dali – Museum

Am kleinen Dali-Museum (“Espace Dali”, in der Rue Poulbot) weist uns die Stadtführerin auf eine ganzjährliche Ausstellung mit über 300 Werken von Salvador Dali hin. Es ist damit das größte Dali Museum in Frankreich. Weiter geht es im Vorübergehen zum ersten Atelier von Picasso, das völlig unspektakulär und ohne große touristische Aufmerksamkeit zu erregen, wie “eingeklemmt” zwischen zwei Wohnhäusern “ruht”.

Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch
Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch

Hier arbeitete Pablo Picasso von 1904 bis 1909.

Zwei von einst 12 Mühlen

Unser kleiner Spaziergang führt weiter eine malerische Gasse hinunter, direkt auf eine der letzten zwei Mühlen (12 waren es noch um 1786) des im 18. Jahrhunderts bescheidenen Dörfchens und heutigen berühmten Künstlerviertels zu. Die Mühlen dienten einst zum Mahlen von Weizen und Pressen von Trauben. Die aus den Anfängen des 17. und 18. Jahrhunderts stammenden Mühlen gehören zur “Le Moulin de la Galette” und laden in der Rue Lepic zum Verweilen ein.

Das Le Moulin de la Galette Foto: Kärstin Weirauch
Das Le Moulin de la Galette Foto: Kärstin Weirauch

“Der Mann, der durch die Wand gehen konnte”

Wir lassen “Moulin de la Galette” auf unserem ca. einstündigen Rundgang linkerhand liegen und gelangen zum Place Marcel Aymé. Hier erregt eine Figur, die in einer aus Felssteinen gemauerten Wand gefangen ist, unsere Aufmerksamkeit. Wir erfahren von der Stadtführerin, dass dieses Kunstwerk dem Roman “Der Mann, der durch die Wand gehen konnte” (1941 erstveröffentlicht) des bekannten französischen Autors Marcel Aymé (1967 in Paris gestorben) “entstiegen” ist. Sie diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda “Ein Mann ging durch die Wand” aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.

Die Figur diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda "Ein Mann ging durch die Wand" aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Foto: K. Weirauch
Die Figur diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda “Ein Mann ging durch die Wand” aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Foto: K. Weirauch

Wo Dalida lebte

Ganz in der Nähe erinnert ein Kunstwerk an die französische Sängerin und Schauspielerin Dalida (Iolanda Cristina Gigliotti), die am 3. Mai 1987 in Paris verstarb. Dalida bekam 1957 als erste franzöische Künstlerin in Frankreich die erste Goldene Schallplatte für mehr als 300.000 verkaufter Exemplare von ihrem wohl größten Hit Bambino. Eine weitere Goldene Schallplatte erhielt die “Königin der Jukebox” 1959 für den Titel “Am Tag, als der Regen kam”. 1961 bezog sie eine Villa auf dem Montmatre. Am 3. Mai 1987 starb sie in ihrem Haus an einer Überdosis von Schlafmitteln. “Das Leben ist mir unerträglich geworden – vergebt mir.” – einziger Satz in ihrem Abschiedsbrief. Beigesetzt wurde sie auf dem benachbarten Friedhof Montmartre. Am 24. April 1997 wurde der Dalida Platz zu ihrem Gedenken unweit ihrer Wohnung und ihres Grabes eingeweiht.

Auf dem Place Dalida erinnert eine Statue an die ägyptisch - italienische Sängerin Dalida. Foto: K. Weirauch
Auf dem Place Dalida erinnert eine Statue an die ägyptisch – italienische Sängerin Dalida. Foto: K. Weirauch

Unser Weg führt uns weiter  über kleine romantische Gassen mit Kopfsteinpflaster vorbei am kleinen Lokal “La Maison Rose” und dem einzigen heutigen kleinen Weinberg sowie dem “La Pruinquette de Montmartre” zurück zum Place du Tertre. Wir legen an diesem heißen Sommertag, an dem Frankreich das Fußballspiel gegen Russland in der Weltmeisterschaft gewinnen wird und somit im Halbfinale steht, in der Kirche Saint Pierre de Montmartre eine kleine Pause ein.

Im Zuckerbäckerstil erbaut wurde die Basilika Sacre-Coeur Foto: K. Weirauch
Im Zuckerbäckerstil erbaut wurde die Basilika Sacre-Coeur Foto: K. Weirauch

Sie steht im Schatten der weiß strahlenden Basilika Sacré Coeur und zählt zu den ältesten Kirchen von Paris, 1147 geweiht und ursprünglich zum früheren Kloster gehörend.

Weiß thront Sacrè Coeur

Ein Blick in dieses schöne Kleinod lohnt sich, bevor es um die Ecke in die von Touristen volle Kirche Sacrè Coeur geht. Wir reihen uns am Spätnachmittag in eine kleine Besucherschlange ein, nach einer kurzen Rucksackkontrolle durch Securitymitarbeiter betreten wir fast ehrfürchtig die Basilika Sacré Coeur, die zwischen 1870 und 1914 erbaut wurde. Trotz der vielen Touristen hier ist es still – Guides dürfen hier nicht führen – denn andächtig sitzen die Menschen in den Bänken, viele von ihnen beten, fast jeder Platz ist belegt. Fotografieren ist nicht erlaubt. Uns wird schnell klar, diese Kirche zählt zu den begehrtesten Sehenswürdigkeiten in Paris.

Von Sacre Coeur aus hat man einen tollen Blick über Paris Foto: Weirauch
Von Sacre Coeur aus hat man einen tollen Blick über Paris Foto: Weirauch

Beim Hinausgehen aus der Kirche beeindrucken nicht nur uns von den Treppenstufen aus die Blicke über Paris. Es scheint so, als ob ganz Paris zu unseren Füßen liegt. Ein wunderbarer Abschluss unserer Stipvisite auf dem Montmartre.

Mit der Zahnradbahn, die direkt gegenüber von Sacré Coeur liegt, geht es hinab zum Marché Saint Pierrre, der am Fuße der Sacé Coeur liegt, von hier aus kann man noch einmal wunderbare Postkartenmotive der Basilika als Erinnerung mit der Kamera einfangen.

Der Platz, so erfahren wir von unserer Stadtführerin, ist ein wahres Eldorado für Stoffe und Textilien, die Preise seien unschlagbar in diesem Stofftempel, der zu den größten der Welt zählt.

Weitere informationen zu Reiseangeboten auf der Seine gibt es hier auf der Seite von Nicko Cruises.

Wir wurden von der nicko cruises Flussreisen GmbH zu der Fahrt mit der MS Seine Comtesse auf der Seine eingeladen. Unsere Meinung bleibt die eigene.

Hier einige Erlebnisse während unserer Fahrt mit der Seine Comtesse: Besuch in Paris.

Besuch in Giverny mit dem Garten von Claude Monet.

Über nicko cruises:

Die nicko cruises Flussreisen GmbH ist ein führender Flusskreuzfahrt-Anbieter in Europa. Mit seiner gleichermaßen modernen wie komfortablen Flotte ist das Unternehmen in mehr als zwanzig Ländern und auf 23 Gewässern aktiv. Es bereist weltweit alle touristisch nachgefragten Wasserstraßen sowie einige Küstenabschnitte. Ab der Saison 2019 bietet nicko cruises zudem 16 Hochsee-Routen an und baut damit sein Portfolio weiter aus.

 

 

Reise

Die Seerosen von Claude Monet

Giverny (28)

Nächste Station unserer Seine-Fluss-Reise von Paris in die Normandie ist Giverny.

Mit einem ausgiebigen Frühstück an Bord der “Seine Comtess'” starten wir an einem wunderschönen Sommertag zu einem malerischen Ort, der weitestgehend von Claude Monet, dem gebürtigen Pariser Maler, geprägt wurde. Er lebte von 1883 bis zu seinem Tod 1926 im idyllischen Giverny. Sie sind berühmt, Die Seerosen von Claude Monet. Nicht erst seit der vielbeachteten Schau der Impressionisten im neuen Museum Barberini am Alten Markt in Potsdam. Dort begeisterten nicht nur mich die von Claude Monet gemalten Motive aus Giverny.

Nun also besuchen wir Giverny auf unserer Fahrt mit der “Seine Comtesse” des Flussreiseanbieters nicko cruises. Obwohl wir schon früh starteten, sind wir nicht die ersten Touristen, die das Dorf Giverny an den Ufern des Flusses Epte besuchen. Monet kaufte hier eine Scheune, in der er eine Künstlerwerkstatt einrichtete, in der er zwischen 1890 und 1926 arbeitete. Schnell entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum des Impressionismus. Unweit seines Ateliers ist sein Wohnhaus zu besichtigen.

Dass Giverny zu den beliebtesten Orten der Normandie zählt, merkten wir schnell. Durch den Garten von Monet und seinem Wohnhaus strömen die Besucher, Stillstand gab es nicht. Der Monetsche Kräutergarten vor seinem Haus, den er selbst anlegte, bestach durch den Lavendel, der uns lange durch seinen betörenden Duft und das satte Blau in Erinnerung bleiben wird.

 

Seine-Giverny-Monethaus
Der Besuch des Wohnhauses von Monet ist lohnenswert. Foto: nicko – cruises

Sein Wohnhaus mit der rosa getünchten Fassade, den grünen Fensterläden, dem gelben Esszimmer sowie der blauen Küche wirkte auf uns eher kleinteilig und bedrückend, vollgestopft mit Kopien seiner Gemälde, für deren nähere Betrachtung aber keine Zeit blieb, da wir im Besucherstrom “mitschwimmen” mussten.

Ausgesprochen sehenswert ist der im Sinne von Monet rekonstruierte Garten, der ihm Inspirationen für seine beliebtesten Motive lieferte. Zu beiden Seiten zweier “japanischer” grüner Brücken sind immer noch herrliche Seerosen zu sehen. Auch kleine Holzboote finden sich in den Teichen, die sich ebenfalls auf vielen seiner Bilder als Motiv wiederfinden.

Claude Monet, Seerosen, im Museum Barberini Potsdam Foto: D.Weirauch

 

Der berühmte Seerosenteich in Monets Garten Foto: Kärstin Weirauch
Der berühmte Seerosenteich in Monets Garten. Foto: Kärstin Weirauch

Beim unserem Spaziergang durch das Dorf hin zum Friedhof, auf dem wir die Grabstätte von Monet besuchen wollen, kommen wir am Hotels Baudy vorbei. Um 1900 stiegen hier amerikanische Maler ab, später folgten viele junge Künstler.

Das Museum des Impressionismus widmet sich in Wechselausstellungen den Ursprüngen dieser Kunstrichtungen, ihren Entwicklungen und Einflüssen auf das Kunstschaffen der Maler in den verschiedensten Epochen bis in das 20./21. Jahrhundert.

Das von einem schönen Garten umgebene Museum mit seinen einfachen, klaren Linien sowie seine herrlich bepflanzte Dachterrassen passt perfekt in die Landschaft. Und während unseres Besuchs fanden wir hier für ein paar Minuten eine stille Oase, in der wir unsere Seelen ein wenig baumeln lassen konnten.

Wo Monet die letzte Ruhe fand

Weiter ging es zum Friedhof. An diesem Tag war er für uns ebenfalls ein Ruhepol für eine kleine Pause, bevor wir zum Grab von Monet gingen. Etwas oberhalb am Eingang zum Friedhof, rechterhand von der Kirche, fanden wir es.

Wir hatten Glück und konnten für ein paar Momente allein mit Monet sein. Blumen schmückten sein Grab und dürsteten nach Wasser an diesem heißen, über 30 Grad warmen Sommertag. Ein schöner Tag endete mit einem besinnlichen Moment.

Blick in die Dorfkirche von Giverny Foto: K.Weirauch
Blick in die Dorfkirche von Giverny. Foto: Kärstin Weirauch

Honfleur überraschte uns

Honfleur im Department Calvados ist zu jeder Jahreszeit schön. Boutiquen und Restaurants scharen sich um das alte Hafenbecken, in dem sich viele Segelboote im leichten Wellengang wiegen. Romantik pur an einem heißen Sommertag während unserer Stipvisite in dem malerischen Ort. Kleine romantische Gassen des größten unter Denkmalschutz stehenden Altstadtbereichs Frankreichs laden in den Stadtvierteln Saint-Léonard und Enclos zum Verweilen ein. Der Grund: Honfleur wurde nicht vom Krieg zerstört.

Rund um das Hafenbecken scheint die Zeit stehengeblieben. Foto: K.Weirauch
Rund um das Hafenbecken scheint die Zeit stehengeblieben. Foto: Kärstin Weirauch

Schmale, hochaufragende, teils mit Schiefer verkleidete Fassaden bieten dem Betrachter immer neue Blickpunkte. Zur Seeseite schirmt die von Ecktürmen flankierte Lieutenance die Zufahrt ab. In dem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert wohnte der königliche Statthalter. In Honfleur trug lange Zeit der Werftbau zum Wohlstand der Bürger bei. In der befestigten Altstadt entstanden massive Salzspeicher zur Konservierung des Kabeljaus.

Frankreichs größte Holzkirche

Seemännische Einflüsse sind auch an der größten Holzkirche Frankreichs, Sainte Catherine, zu finden. Ihre Fassaden und Dächer sind mit Holzziegeln verkleidet. Zimmerleute der Werft waren am Bau beteiligt, die den zwei Kirchenschiffen die Form eines umgekehrten Schiffsrumpfs gaben. Die Kirche mit ihrem zwei kielförmigen Gewölben ist aus dem 15./16. Jahrhundert und besitzt einen frei stehenden Glockenturm. Am Tag unseres Besuchs lud ein urbaner Wochenmarkt zwischen Kirchenschiff und Glockenturm zum Einkauf ein.

Glockenturm der Kirche Sainte Catherine in Honfleur. Foto: Kärstin Weirauch

Wer wollte, konnte u.a. Salz mit Calvados, Kräutercremes, Öle, frisches Obst und Gemüse, Keramiksachen und vieles mehr kaufen. Eine angenehme Verkaufsatmosphäre im mittelalterlichen Ambiente mit freundlichen Verkäufern lud zum Schauen und Einkaufen ein.

Honfleur zählt um die 80 Kunstgalerien. Viele von ihnen hatten bei unserem Besuch ihre Türen weit geöffnet. Der aus Honfleur stammende Maler Eugene Boudin freundete sich hier u. a. mit Courbet und Monet an. Wir könnten noch viel erzählen über diese so malerische Stadt …

Auf der Rückfahrt zur “Seine Comtesse” ging es mit dem Bus über die gigantische Normandie-Brücke oder “Brücke von Honfleur”. Die 2141,25 Meter lange Brücke ruht in 60 Meter Höhe auf zwei 215 Meter hohen Pfeilern und ist an 184 Stahlträgern befestigt. Sie ist in unseren Augen eine technische Meisterleistung und mutet wie ein Kunstwerk an. Wieder ein schöner Stadtbesichtigungsabschluss auf unserer Reise durch die Normandie.

Brücke von Honfleur. Foto: Kärstin Weirauch

Steilküste von Étretat

An diesem Ort an der Alabasterküste (Côte d’ Albâtre) haben Wind und Wetter die weißen Steilklippen dramatisch gestaltet. La Falaise d’ Aval, die mit 85 Meter Höhe berühmteste Kalkklippe, spannt westlich von Étretat einen eleganten Bogen ins Meer. Etwas weiter folgen die Aiguille, eine 70 Meter hohe Felsnadel, dann Le Trou de l’ Homme, eine Grotte, und La Manneporte, ebenfalls ein Naturbogen. Im Osten lockt die Klippe Falaise d’ Amont mit einem Blick auf die genannten Felsformationen. An allen entlang führt ein Küstenwanderweg.

Die Küste von Etretat zieht jeden in ihren Bann. Foto: Christian Baumann
Die Küste von Etretat zieht jeden in ihren Bann. Foto: Christian Baumann

Angelo und Christian machten Fotos für uns, die wir hier gern zeigen wollen. Nicht ungefährlich, da die Klippkante recht brüchig ist. Gefahrloser kommt man in Étretat selbst ans Wasser. Die von prachtvollen Fachwerkbauten gesäumte Hauptgasse endet am Kieselstrand.

Les Andelys mit der Burg Château-Gaillard

Weitere Stationen unserer Reise waren u.a. Les Andelys . Das Städtchen beitzt mit den Ruinen der Burg Château-Gaillard eines der bekanntesten Bauwerke der Normandie. Die Burg thront auf einem hohen Kalksteinfelsen und baut auf einer Burg von Richard Löwenherz aus dem Jahr 1196 auf. Dessen Herz liegt ja in der Kathedrale von Rouen. Darüber hier später mehr. Von den Ringmauern der Burg hat man einen herrlichen Ausblick auf das Seine-Tal und die Stadt. Und auf die Seine Comtess.

Wo wir noch unbedingt hin wollen:

Le Mont-St-Michel:
Ob nun bretonisch oder normannisch – den Touristen ist’s egal. Genial ist das Gesamtkunstwerk aus meerumspültem Felskegel und Benediktinerabtei allemal: eine Popattraktion mit 1000-jährigem Zauber.

Granville:
Elegantester Badeort der Westnormandie mit Kurhaus, Thalasso-Zentrum, Spielcasino und der rosafarbenen Villa des Modeschöpfers Christian Dior (heute Museum).

Halbinsel Cotentin:
Das “kleine Irland” der Normandie mit Muschelbänken, Klippen, Felskaps, Stränden, Fischerdörfern und einer Heckenlandschaft.

Hier weitere Beiträge über unseren Besuch mit “Seine Comtesse” von nicko cruises  in Paris und in der Normandie im juli 2018: Besuch auf dem Montmartre.

Wir wurden von der nicko cruises Flussreisen GmbH zu der Fahrt mit der MS Seine Comtesse auf der Seine eingeladen.  Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord. Unsere Meinung bleibt die eigene.

 

Die MS SEINE COMTESSE Foto: Nicko cruises
Die MS SEINE COMTESSE Foto: Nicko cruises

Reise

nicko cruises: fünf zusätzliche Schiffe

nicko (1)

Flusskreuzfahrten werden immer beliebter.  Nicko cruises Flussreisen GmbH präsentierte jetzt den Katalog für die Saison 2019. Der Stuttgarter Flusskreuzfahrtanbieter baut mit fünf zusätzlichen Schiffen und neuen Reiserouten sein Portfolio weiter aus.

Die kürzlich getaufte “Nickovision”  soll 2019 abwechselnd zwischen Passau und Budapest sowie zwischen Passau und dem Donaudelta unterwegs sein, teilt der Stuttgarter Reiserveranstalter mit. Auch die “Heidelberg” wird durchgehend auf der Donau ab/bis Passau fahren.

Die „nickoVision“ fährt auf der Donau. Foto: nicko cruises
Die „nickoVision“ fährt auf der Donau. Foto: nicko cruises

In kroatischen Gewässern zwischen Zadar und Dubrovnik sind 2019 die “Dalmatia” und die neue “Maliante” unterwegs. In Frankreich wird zusätzlich die neue “Thurgau Rhône” auf dem gleichnamigen Fluss fahren.

1_MS_DALMATIA_2018 Foto: nicko cruises
MS DALMATIA 2018 Foto: nicko cruises

Neuzugang auf dem Mekong ist die “Mekong Adventurer”, auf dem Nil zwischen Kairo und Assuan die “Jaz Royale”.

Die MS MEKONGPRESTIGE II Foto: nicko cruises
Die MS MEKONGPRESTIGE II Foto: nicko cruises

nicko cruises auf Expansionskurs

Mit 28 Schiffen, die auf 27 Gewässern kreuzen, 61 unterschiedlichen Routen und rund 650 Abfahrten setzt der Stuttgarter Spezialist für Kreuzfahrten seinen Expansionkurs weiter fort. „Für 2019 möchten wir unseren Kunden – bei gewohnt gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und gesteigerter Produktvielfalt – noch mehr Modernität, Individualität und Flexibilität bieten”, kündigt Guido Laukamp, Geschäftsführer bei nicko cruises an.

Flottenzugänge und Kapazitätsausbau

Auf der Donau wird die neue nickoVISION über die komplette Saison abwechselnd zwischen Passau und Budapest sowie zwischen Passau und dem Donaudelta kreuzen. Auch das zweite 5-Sterne-Schiff im nicko Portfolio, MS HEIDELBERG, wird im kommenden Jahr ausschließlich auf der Donau fahren. Sie deckt die achttägige Route ab/bis Passau ab.

Die „nickoVision“ fährt auf der Donau. Foto: nicko cruises
Die „nickoVision“ fährt auf der Donau. Foto: nicko cruises

Die Inselwelt Kroatiens wird ab 2019 weiterhin von MS DALMATIA sowie zusätzlich vom Neuzugang MS MALIANTE befahren – ebenfalls auf der Route zwischen Zadar und Dubrovnik.

1_MS_DALMATIA_2018 Foto: nicko cruises
Die MS DALMATIA 2018 Foto: nicko cruises

Die nicko Flotte in Frankreich verstärkt ab der kommenden Saison MS THURGAU RHÔNE auf dem gleichnamigen Fluss. Auf dem exotischen Mekong erwartet die Gäste von nicko cruises in 2019 eine Vielzahl neuer Reisetermine mit dem Neuzugang MS MEKONG ADVENTURER. Im Land der Pharaonen auf der legendären „langen“ Nilroute von Kairo nach Assuan bietet MS JAZ ROYALE Reisen in königlicher Atmosphäre.

MS HEIDELBERG 2018 auf dem Rhein Foto: nicko cruises
MS HEIDELBERG 2018 auf dem Rhein Foto: nicko cruises

Neue Routen 2019

Etwas ganz Besonderes für Langzeiturlauber ist die einmalige, 29-tägige große Europakreuzfahrt mit MS MAXIMA von Passau über das Donaudelta und Amsterdam nach Köln. Auf Wunsch zahlreicher Kunden hat nicko cruises auch eine längere, achttägige Tulpenkreuzfahrt mit MS RHEIN SYMPHONIE aufgelegt, auf der das Erlebnis der Tulpenpracht bei einem Ganztagesausflug auf den Keukenhof besonders intensiv ist.

Der Kreuzfahrer auf dem Rhein: RHEIN MELODIE Foto: nicko cruises
Der Kreuzfahrer auf dem Rhein: RHEIN MELODIE Foto: nicko cruises

Liebhaber des Schiffstyps „boutique“ dürfen sich 2019 gleich auf zwei neue Routen freuen: Mit MS FREDERIC CHOPIN erleben die Gäste die Region zwischen Havel und Nordsee auf der elf- bzw. zwölftägigen Route zwischen Berlin und Amsterdam. Als Höhepunkte stehen unter anderem Luxemburg und ein Ausflug in die Vulkaneifel auf dem Programm der neuen Kreuzfahrt zwischen Saarbrücken und Köln.

MS Bolero vor dem Parlament in Budapest Foto: nicko cruises
MS Bolero vor dem Parlament in Budapest Foto: nicko cruises

Event- und Themenkreuzfahrten

Mit nicko cruises zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein: Auch 2019 kombiniert der Stuttgarter Kreuzfahrt-Experte wieder ganz besondere Erlebnisse mit einer Flussreise. Spektakuläre Feuerwerke und herrliche Landschaften genießen Gäste mit nicko cruises bei Rhein in Flammen. Zu den Cruise Days in Hamburg macht MS FREDERIC CHOPIN Halt in Hamburg.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm und die eindrucksvolle Schiffsparade machen diese Reise zu etwas ganz Besonderem. Auf ihrer Reise zwischen Stuttgart und Saarbrücken passiert MS CASANOVA auch Heilbronn, wo 2019 die Bundesgartenschau stattfindet.

MS CASANOVA Foto: nicko cruises
MS CASANOVA Foto: nicko cruises

Erstmals Radkreuzfahrten auf der Donau

Auch den Bereich Themenreisen baut der Kreuzfahrtspezialist für die Saison 2019 weiter aus. In Kooperation mit dem Radspezialisten Terranova legt nicko cruises Radkreuzfahrten auf Donau, Rhein und Mosel auf. Ausgestattet mit E-Bikes entdecken die Kunden die Schönheiten der jeweiligen Regionen.

Ebenfalls neu ist die Kooperation mit der Marke Ankerherz. Der erfolgreiche Verlag hat es bereits mit 24 Büchern auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Autoren und Lesungen an Bord sorgen dafür, dass die Kunden ein besonderes Erlebnis mit nach Hause nehmen. Die Ankerherz-Themenreise auf dem Rhein steht unter dem Motto „Rheinliebe – der Fluss der Kapitäne” und erzählt vom Mythos der Lebensader sowie der Heimat von Europas längstem Strom. Auf der Seine geht es bei „Starke Frauen in Frankreich” um die französische Nationalheldinnen Jeanne d’Arc und Françoise Gilot, die langjährige Lebenspartnerin von Pablo Picasso und Mutter von Paloma Picasso. Fortgeführt werden auch die bereits in diesem Jahr erfolgreichen KRIMItotalDINNER als zweitägige Schnupperkreuzfahrten.

Die elegante Nicko MS Duro Foto: nicko cruises
Die elegante Nicko MS Duro Foto: nicko cruises

Modernisierung der Flotte

Beste Aussichten auf die herrlichen Landschaften Frankreichs erleben nicko cruises Gäste auf MS BIJOU DU RHÔNE und MS SEINE COMTESSE: Für die Saison 2019 werden alle Deluxe-Kabinen im Ober- und Mitteldeck mit französischen Balkonen ausgestattet und die Schiffe komplett modernisiert. Das Vier-Sterne-Schiff auf Wolga, Swir und Newa, MS KRONSTADT, wurde bereits für die laufende Saison renoviert und steht nicko cruises 2019 an zusätzlichen Terminen und mit größeren Kapazitäten zur Verfügung.

Die MS SEINE COMTESSE Foto: Nicko cruises
Die MS SEINE COMTESSE Foto: Nicko cruises

Attraktive Frühbucher- und Single-Spezial-Konditionen

Rechtzeitig buchen lohnt sich, denn damit können Gäste nicht nur zum Wunschtermin in der ganz persönlichen Wunschkabine reisen, sondern auch noch bares Geld sparen.  Mit bis zu 400 Euro Ermäßigung bietet der Ultra-Frühbucher von nicko cruises langfristig orientierten Kunden die beste Auswahl zum besten Preis. Die beliebten Single-Spezial-Konditionen, mit denen Alleinreisende zum halben Einzelbenutzungszuschlag reisen, sind auch in der kommenden Saison weiterhin erhältlich.

Weitere Informationen zum Angebot von nicko cruises erhalten Sie in jedem guten Reisebüro oder unter Tel.: +49 (0) 711 / 24 89 80 44 oder auf der Webseite unter www.nicko-cruises.de.

Über nicko cruises:

Die nicko cruises Flussreisen GmbH ist ein führender Flusskreuzfahrt-Anbieter in Europa. Mit seiner gleichermaßen modernen wie komfortablen Flotte ist das Unternehmen in mehr als zwanzig Ländern und auf 23 Gewässern aktiv. Es bereist weltweit alle touristisch nachgefragten Wasserstraßen sowie einige Küstenabschnitte. Ab der Saison 2019 bietet nicko cruises zudem 16 Hochsee-Routen an und baut damit sein Portfolio weiter aus.

„Viel erleben. Bequem genießen.“ – das ist Programm bei nicko cruises, auf dem Fluss wie auf der Hochsee. Komfort und das individuelle Reiseerlebnis der Passagiere stehen dabei stets an erster Stelle. Dank der großen Produktvielfalt findet bei nicko cruises jeder die passende Reise, individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. Die Schiffe der Flotte entsprechen alle einem 4- bis 5-Sterne-Standard in der Landhotellerie nach deutschen Maßstäben. Der außergewöhnliche Service mit viel Liebe zum Detail beginnt schon bei der Abholung an der Haustür. Attraktive Landausflüge und das abwechslungsreiche kulinarische Angebot an Bord runden das Reiseerlebnis ab. Das Unternehmen nicko cruises Flussreisen GmbH hat seinen Hauptsitz in Stuttgart und beschäftigt dort rund 90 hoch motivierte Mitarbeiter.

MS Duro Prices Foto: nicko cruises

Hier geht es zu weiteren Beiträge auf meinem Blog zum Thema nicko cruises.

Hier der erste Reisebericht meiner Kreuzfahrttour auf der Seine im Juli 2018.

Reise

Mit A-ROSA Bella nach Bratislava

Die „Arosa Bella“ hat 100 Doppelkabinen und kann sie 240 Passagiere und 50 Crew-Mitglieder aufnehmen. Foto: WeirauchDie „Arosa Bella“ hat 100 Doppelkabinen und kann sie 240 Passagiere und 50 Crew-Mitglieder aufnehmen. Foto: Weirauch

Bratislava, früher Preßburg ? Kannte ich bisher noch nicht. Auch die seit 1993 eigenständige Slowakischen Republik erschein mir als Reiseland noch ein Geheimtipp. Gehört hatte ich, dass das  abwechslungsreiche Landschaftsprofil mit den Gebirgszügen der Hohen Tatra im Norden, den Tiefebenen im Süden, gut erschlossenen Wander-, Sport- und Kurgebieten ein hohes touristisches Potential haben. Die Slowakei gilt als das Land mit der höchsten Pro-Kopf-Anzahl an Burgen und Schlössern in Europa. Mit der A-ROSA Bella fuhren wir nach Bratislava und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Überraschung Bratislava

Bis zum Ersten Weltkrieg war Preßburg ein recht beschauliches Monarchie-Städtchen an der Donau mit hauptsächlich deutsch- und ungarischsprachiger Bevölkerung. Ins nahe Wien fuhr man damals mit der Straßenbahn. Von diesem alten Preßburg sind eigentlich nur noch Teile der Altstadt übrig geblieben.

Unsere Stzadtführerin klärte auf: “Nicht durch Kriege wurde das alte Erscheinungsbild der Stadt zerstört, sondern durch sozialistische Bauwut.” Bratislavas Stadtväter bemühen sich inzwischen redlich darum, einige dieser Untaten wieder gut zu machen. Was von der Altstadt übrig war, wurde liebevoll renoviert.

Alles kann man nicht reparieren. So musste eine Synagoge in der Altstadt einer völlig überdimensionierten  Brücke weichen. Diese Brücke mit ufo-ähnlichem Aufsatz gilt vielen Slowaken als das Symbol für die architektonischen Fehler der Vergangenheit.  Diese Brücke war für mich aber ein toller Aussichtspunkt, um einen Blick über Bratislava zu erhalten.

Keine Angst, in den Pylon des Brückenkopfes gelangt man mit einem Fahrstuhl, Foto: Weirauch
Keine Angst, in den Pylon des Brückenkopfes gelangt man mit einem Fahrstuhl, Foto: Weirauch

 

Ein Flair von Gelassenheit und Kaffeehausatmosphäre weht durch die Gassen der Danaumetropole. Sie ist mit einer halben Million Einwohnern die größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt der Slowakei.

“Highlights” sind das Alte Rathaus (Stará Radnica), das Primatialpalais (Primaciálny Palác), das Michaelstor (Michalská Brána) und die ehemalige Krönungskirche, der gotische St.-Martins-Dom (Dóm sv. Martina). Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle des Heiligen Johannes des Almosengebers angebaut.

Über der Donau thront seit dem 15. Jahrhundert die viertürmige Burg (Hrad). Beim Brand 1811 schwer zerstört, wurde sie ab 1953 bis 1968 wieder aufgebaut.

Hier geht es zu weiteren Stationen der Fahrt mit AROSA Bella auf der Donau: nach Esztergom.

das  AROSA – Paket  „Donau Klassiker“

Flusskreuzfahrten-Anbieter A-Rosa hat mehrere Donau-Kreuzfahrten im Programm. eine Übersicht findet sich auf der Homepage des in Rostock ansässigen Unternehmens. 

Die Recherche entlang der Donau wurde unterstützt von der A-ROSA Flussschiff GmbH. Meine Meinung zu den einzelnen Stationen wurde dadurch nicht beeinflusst.

Hier die nächste Station der Fahrt mit der AROSA Bella: Wien.

 

 

 

Hotels

Erste Kapitänin auf deutschem Kreuzfahrtschiff

KapitaenNicole Langosch ausf der AIDA Sol, Foto: AIDAKapitaenNicole Langosch ausf der AIDA Sol, Foto: AIDA

In meinem abwechslungsreichen Leben als Passagier großer und kleiner Schiffe habe ich schon viele Kapitäne erlebt. Es waren bisher ausschließlich Männer.

Heute kam eine Meldung von AIDA auf meinen Tisch. Darin steht: “Ab sofort übernimmt Nicole Langosch (34) das Kommando auf AIDAsol. Damit ist sie die erste Frau in der Position des Kapitäns in der AIDA Flotte und die ranghöchste Frau auf einem Kreuzfahrtschiff in Deutschland.”

Nicole Langosch wurde in Osterode im Harz geboren und wuchs in Herborn in Hessen auf. Über den Segelsport kam sie zum ersten Mal mit der Seefahrt in Kontakt. Das Nautik-Studium absolvierte sie in Leer. Während ihres anschließenden Studiums der Logistik war sie für eine Container-Reederei in Oakland (Neuseeland) und für das EU-Parlament in Brüssel tätig. Ihr erstes nautisches Praktikum absolvierte Langosch auf einem Containerschiff. Seit zehn Jahren ist sie in verschiedenen Positionen auf den AIDA Schiffen im Einsatz.

Kapitänin auf deutschem Kreuzfahrtschiff

“Es macht mich stolz, in einem Unternehmen zu arbeiten, dass junge Frauen in ihrer Karriere gezielt fördert, und mir ermöglicht, meinen Traumberuf auszuüben. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe als Kapitän an Bord von AIDAsol und bin mir der großen Verantwortung bewusst”, so wird Frau Langosch zitiert.

Die 253 Meter lange und 32 Meter breite AIDAsol ist eines von zwölf  Schiffen der AIDA Flotte und aktuell unterwegs zwischen den Kanarischen Inseln und Madeira.

Am 25. März 2018 überführt Kapitän Langosch das Schiff Richtung Hamburg. Von hier aus geht es ab dem 7. April 2018 auf Reisen Richtung Nordeuropa und Norwegen.

AIDA Cruises beschäftigt derzeit 14 weibliche nautische Offiziere an Bord seiner Flotte. Mit einer maßgeschneiderten Verbundausbildung und einem dualen Studium in Kooperation mit der Hochschule Wismar bietet AIDA Cruises ein innovatives Bildungskonzept im Fachbereich Nautik in Warnemünde an.

Kapitän oder Kapitänin ?

Sagt man nun Kapitänin zu ihr? Die Bundeskanzlerin heißt doch auch nicht Bundeskanzler. Und zu den ersten Amtshandlungen der mecklenburgischen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hörte das Anschrauben eines neuen Namensschildes an der Staatskanzlei mit der Bezeichnung „Ministerpräsidentin“. So ändern sich die Zeiten…

Ich plädiere für Frau Kapitänin. Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Hier ein baugleiches Schiff wie die AIDA sol

AIDA Mar im Hafen von Talllin
AIDA Mare im Hafen von Talllin Foto: Weirauch

Auch lesenswert:

Und hier ein Beitrag über Deutschlands jüngste Kapitänin.

Reise

Mit A-ROSA Bella nach Wien

Wien

Wien ist die nächste Fahrt mit der A-ROSA Bella (Donauklassiker). Wir haben ja schon eine Menge erlebt in den vergangenen Tagen. Aber Wien ! Wir sind ja shcon einigs gewohnt, wenn ich an die Wachau und Stift Melk denke. Das kulturelle Erbe zeigt, wie begehrt dieser begnadete Winkel Mitteleuropas seit jeher gewesen sein muss: Schon zu prähistorischen Zeiten besiedelt, verewigten sich in zivilisierten Zeiten Adel und Klerus in prachtvollen Schlössern und imposanten Klöstern, ein wohlhabendes Bürgertum hinterließ schmucke Patrizierhäuser rund um malerische Stadtplätze, und auch der Bauernstand hat sich von der einfachsten Kate bis zum schmucken Vierkanthof markante Denkmäler gesetzt.

Poesie und Landschaft

„Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält“ – das Zitat des Dichters Franz Grillparzer passt gut hierher.  Als „Land der Ströme“ liegt Österreich dank der Wachau, dem unbestritten dekorativsten Donauabschnitt, ohnedies im Spitzenfeld, und als „Land der Äcker, Land der Dome“ hat es schon immer Furore gemacht.

Die Donau durchfließt das größte Bundesland von West nach Ost und trennt es in zwei fast gleich große Teile. Wir sind nun in Wie angekommen ,wieder recht nah vom Anleger geht es in die Stadt. Neben einer Stadtführung erleben wir auch den berühmten Wiener Prater.

Wien, die alte Kaiserstadt ist längst zur Weltmetropole geworden. Dabei unterzog sich die Stadt einer radikalen Verjüngungskur, ohne den glanzvollen k. u. k. Flair und melancholischen Charme des „Wiener Schmäh“ zu verlieren.

Zur historischen Monumentalarchitektur von Hofbau, Belvedere und Schloss Schönbrunn gesellen sich heute das Museumsquartier als urban-belebtes Kulturpflaster, moderne Shopping-Malls oder die UNO-City.

Und Wien-Klischees wie Kaffeehäuser, Prater und Walzertraum werden nicht gepflegt, sondern gelebt. Davon konnte ich mich während unserer Tour mit der AROSA Bella überzeugen. Natürlich kehrten wir in einem originalen Wiener Cafe ein und natürlich gab es auch die legendäre Sachertorte.

Wien zwischen Mittelalter und Moderne

Moderne Kultur lebt hier neben dem Opernball, den Lipizzanern, dem melancholischen Nachhalt großer Epochen und einer liebenswerten Wiener Schrulligkeit. Ungebührliche Hektik und polternde Lebensfreude sind dem Wiener fremd. Nicht dass er pessimistisch wäre, im Gegenteil: Seine melacholische Freud´am Tod ist die verfeinerte Form, das Leben nicht ernst zu nehmen.

Die innere Stadt von Wien

Die Würde des Stephansdoms wird vom Trubel der Inneren Stadt wenig beeinträchtigt. Ottokar II. ließ anstelle eines Vorgängerbaus 1260 eine romanische Basilika erbauen, die zwischen 1304 und 1450 einen gotischen Chor und ein spätgotisches Langhaus erhielt. Allein die Umrundung des gewaltigen Baukörpers kommt einem Museumsbesuch gleich: spätromanischer Figurenschmuck am Riesentor. Steinmetzarbeiten der Hochgotik am Singer- und am Bischofstor.

Blick in den Stephansdom, Foto: Weirauch
Blick in den Stephansdom, Foto: Weirauch

Besonders wertvoll im Innern ist die spätgotische Kanzel (1515) von Anton Pilgram, der sich selber am Kanzelfußals “Fenstergucker” verewigt hat. Auch um den Josefsplatz gruppieren sich beeindruckende Gebäude: Die Stallburg ist Wiens einziger reiner Reaissancebau. Hier residieren Lipizzaner in blitzsauberen Ställen. Rösser und Reiter zeigen vollende klassische Reitkunst nebenan an der Winterreitschule (So nur über Vorverkauf: Di-Fr 10-12 Uhr zur Morgenarbeit, ab 9 Uhr am Tor 2 Eingang Josefsplatz anstellen). Die Längsfront des Platzes wird von der Nationalbibliothek eingenommen. An der Südostseite des Platzes führt eine unauffällige Tür in die Augustinerkirche.

Hundertwasserhaus Wien

Das Hundertwasserhaus in Wien zählt zu den architektonischen Highlights Österreichs. Das von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Haus zieht Besucher aus der ganzen Welt an.

Das Hundertwasserhaus in Wien trägt unverkennbar die Handschrift des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, der mit bürgerlichem Namen Friedrich Stowasser hieß. Die mit vielen bunten Farben verzierte Außenfassade des Hundertwasserhauses in Wien zieht die Blicke geradezu magisch an. Wer im Hundertwasserhaus wohnt, hat zudem das Recht, die Fassade rund um die Fenster ganz nach dem eigenen Geschmack zu gestalten.

Mehr als 200 Bäume und Sträucher auf den Balkonen und Dachterrassen machen aus dem Hundertwasserhaus eine grüne Oase mitten in der Stadt. Das Hundertwasserhaus ist lediglich von außen zu besichtigen. Gleich gegenüber des Hundertwasserhauses befindet sich das Hundertwasser Village, das besichtigt werden kann. Es entstand 1990-1991 aus einer Reifenwerkstatt. Der Künstler gestaltete hier sein einziges Einkaufszentrum mit einem “Dorfplatz”, einer Bar und zahlreichen Geschäften im typischen Hundertwasser-Stil.

Besuch von Schloss Belvedere

Schloss Belvedere diente Prinz Eugen von Savoyen als Residenz. Am französischen Hof Louis XIV. verlachte man das Ansinnen des Prinzen, in den Kriegsdienst eintreten zu wollen. 1914 ließ er das Untere Bevedere als Sommerwohnsitze, 1721 das Obere Belvedere als würdigen Rahmen für seine repräsentative Pflichten erbauen.

Heute sind im Unteren Belvedere ein Barockmuseum mit original eingerichteten Räumen untergebracht und im Oberen die Österreichische Galerie des 19. und 20. Jahrhunderts mit Gemälden von Schiele, Klimt, Kokoschka u.v.a. Lust auf eine Reise durch die Geschichte? Diese Stadtrundfahrt führt uns zu den historisch bedeutendsten Plätzen der Stadt. Allein auf der Ringstraße reihen sich prachtvolle Bauten aneinander wie die Perlen einer Kette. Dazu gehören: Staatsoper, Kunst- und Naturhistorisches Museum, Hofburg, Parlament, Rathaus, Universität, Börse und zahlreiche Palais. Nicht zu vergessen die Denkmäler berühmter Komponisten und Dichter.

Weiter geht es zum berühmten Riesenrad im Prater, zur majestätischen Karlskirche und zum traditionsreichen Wiener Musikverein.

Eines der Wahrzeichen Wiens kann man aufgrund seiner Lage nur zu Fuß erreichen – den Stephansdom. Nach kurzer Außenbesichtigung geht es dann zurück zum Schiff.

Hier geht es zu weiteren Stationen der Fahrt mit AROSA Bella auf der Donau: nach Esztergom.

Hier das  AROSA – Paket  „Donau Klassiker“

Flusskreuzfahrten-Anbieter A-Rosa hat mehrere Donau-Kreuzfahrten im Programm. eine Übersicht findet sich auf der Homepage des in Rostock ansässigen Unternehmens. 

Die Recherche entlang der Donau wurde unterstützt von der A-ROSA Flussschiff GmbH. Meine Meinung zu den einzelnen Stationen wurde dadurch nicht beeinflusst.

Eine weitere Station der Reise führte uns zum Stift nach Melk.

 

 

Reise

Mit A-ROSA nach Esztergom

IMG_2464

In loser Folge berichte ich über die von mir während einer Reise mit der A-Rosa Bella im September 2017 besuchten Sehenswürdigkeiten auf der Tour “Donau – Höhepunkte”. Mit AROSA nach Esztergom. Die Route führte von Engelhartszell (Passau) über Wien, Esztergom, Budapest, Bratislava und Melk wieder zurück nach Engelhartszell (Passau).

Mit AROSA nach Esztergom

Ungarns größtes Gotteshaus steht in Esztergom

Heute: Esztergom. Wo die Donau ihren Lauf zum berühmten „Donauknie“ biegt und mit ihrem mäandrierenden Flussbett eine der schönsten Landschaften Ungarns prägt, erlebten wir auf der Fahrt mit der A-Rosa Bella eine wirkliche Überraschung. Ungarns größtes Gotteshaus steht in Esztergom und ist auch bei Nacht eine Attraktion für die vorbeziehenden Kreuzfahrtschiffe.

Auch angestrahlt ist die Basilika eine Attraktion an der Donau
Auch angestrahlt ist die Basilika eine Attraktion an der Donau

Die ehemalige Königsresidenz ist die Wiege der ungarischen Nation. Und noch dazu eine besonders hübsche. Vor allem die klassizistische Basilika und die Kathedrale Mariä Himmelfahrt und St. Adalbert, die weit oben über der Stadt steht, sind einen Besuch wert.

Die Inschrift der Kuppel, die im "Herzen" der Kathedrale über der vierung "schwebt", gedenkt der Aufnahme Mariens in den Himmel
Die Inschrift der Kuppel, die im “Herzen” der Kathedrale über der Vierung “schwebt”, gedenkt der Aufnahme Mariens in den Himmel

Geprägt wurde Esztergom durch eine lange Tradition. Bereits 150 vor  Christus siedelten sich auf dem markanten Burgberg Kelten an.

Vorbild für den Dom von Esztergom ist der Petersdom in Rom.
Vorbild für den Dom von Esztergom ist der Petersdom in Rom.

Und auch die Römer errichteten hier nach der Eroberung eine Siedlung. Zwischenzeitlich gehörte die Stadt sogar zum Osmanischen Reich, dessen Herrscher ebenfalls die strategisch günstige Lage direkt an der Donau zu  schätzen wussten.

Dieser Ort ist historisch sehr bedeutend: so ließ sich der Hunnenkönig Attila dort nieder. Später nutzten magyarische Stämme aus dem Ural den Bergsporn, von dem man eine weite Sicht über das Donauknie hatte.

Stephan (Istvan(, Urenkel des heidnischen Eroberers Fürst Geza Arpad,, wurde um 1000 mit dem Segen des Papstes zum König von Ungarn gekrönt. Die Christianisierung Ungarns war damit endgültig eingeläutet.

Einen prachtvollen Klang hat die Orgel, geschaffen vom Salzburger Meister Ludwig Moser
Einen prachtvollen Klang hat die Orgel, geschaffen vom Salzburger Meister Ludwig Moser
Die Basilika von Esztergom gilt als die Hauptkirche der katholischen Christen Ungarns.
Die Basilika von Esztergom gilt als die Hauptkirche der katholischen Christen Ungarns.

Die Basilika oder auch der Dom von Esztergom stand immer wieder im Mittelpunkt des Landes. So reiste 1865 zur Einweihung der Habsburger Kaiser Franz Joseph I. aus Wien an. Franz Liszt komponierte dafür die „Graner Messe“.

Die prächtige Decke im Hauptschiff...
Die prächtige Decke im Hauptschiff…

Alle diese Einflüsse lassen sich bis heute in Esztergom spüren und machen diese Stadt zu etwas ganz Besonderem. Die Donaubrücke, die Esztergom mit Štúrovo  in der benachbarten Slowakei verbindet, wurde am Ende des 2. Weltkrieges  von deutschen Truppen gesprengt und war bis 2001 unpassierbar. Die wiederaufgebaute Brücke dient als Grenzübergang in die Slowakei. Hauptstadt der Slowakei ist Bratislava, wo ich ebenfalls eine Überraschung erlebte.

Weitere Stationen unserer Fahrt mit der A-Rosa Bella gibt es bald hier.

Flusskreuzfahrten-Anbieter A-Rosa hat mehrere Donau-Kreuzfahrten im Programm. eine Übersicht findet sich auf der Homepage des in Rostock ansässigen Unternehmens.

Die Recherche entlang der Donau wurde unterstützt von der A-ROSA Flussschiff GmbH. Meine Meinung zu den einzelnen Stationen wurde dadurch nicht beeinflusst.

Hier mehr über den Besuch im Stift Melk in der Wachau.

 

Reise

Zauberhaft: Blumeninsel Madeira mit Funchal

Funchal auf Madeira

madeira (4)

Hier einige Tipps für einen Besuch auf der Blumeninsel Madeira.

Klassiker zum Einstieg: Funchal und Monte

Mit ihren kleinen Gassen ist die Altstadt von Funchal idealer Ausgangspunkt für einen Stadtspaziergang. Für einen ersten Überblick eignet sich auch eine einstündige Tour, die man mit dem Doppelstockbus (Yellobus) abfahren kann. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das Gebäude der Bank von Portugal sowie die Kathedrale Sé. Das Bauwerk besticht durch filigranes Schnitzwerk, wunderschöne prunkvolle Bögen und eine prachtvolle Intarsiendecke. Der Name der Kathedrale leitet sich ab von Sede do Bispo, dem Sitz des Bischofs. Nach Besichtigung des schönen Sakralbaues gehen wir die Rua do Aljube entlang bis zur 1941 im Art-Déco-Stil errichteten Markthalle Mercado dos Lavradores.

Blick auf die immer gut belebte Markthalle in Funchal, Foto: D.Weirauch
Blick auf die immer gut belebte Markthalle in Funchal, Foto: D.Weirauch
Trubel am Samstag vor der Markthalle in Funchal, Foto: D. Weirauch
Trubel am Samstag vor der Markthalle in Funchal, Foto: D. Weirauch

Dort kann man neben Fleisch und Fisch vor allem Obst und Gemüse kaufen. Auch die unterschiedlichsten Souvenirs sind zu haben. Auf der Dachterrasse lädt ein Café zur Pause ein.

Blumenverkauf vor der Markthalle von Funchal, Foto: D.Weirauch
Blumenverkauf vor der Markthalle von Funchal, Foto: D.Weirauch

Interaktives Museum in Funchal

Weitere Stationen in Funchal sind das Madeira Story Center, ein einzigartiges interaktives Museum. Es vermittelt auf interessante Weise einen Streifzug durch die Geschichte der zu Portugal gehörenden Insel. Im Museum für Kirchenkunst, untergebracht im ehemaligen Bischofspalais, kann man eine bedeutende Sammlung flämischer Gemälde aus dem 16. bis 18. Jahrhundert bestaunen. An die Zeit der Zuckergewinnung auf Madeira erinnert eine in einem einstigen Palais eines Zuckerbarons untergebrachte Ausstellung. Sehenswert auch das Militärmuseum, direkt an der Hafenpromenade.

Madeira Ende Januar 2017, Foto: D. Weirauch
Madeira Ende Januar 2017, Foto: D. Weirauch

Mit der Seilbahn hinauf nach Monte

Am Praca do unicipi stehen drei der wichtigsten Gebäude Funchals: Rathaus, Universität und das Museum für sakrale Kunst. Nicht weit davon kann man die Kabinenseilbahn besteigen und hinauf nach Monte fahren beziehungsweise schweben.

Mit der Seilbahn von Funchal hinauf nach Monte, Foto: D.Weirauch
Mit der Seilbahn von Funchal hinauf nach Monte, Foto: D.Weirauch

 

Funchal auf Madeira
Blütenpracht überall in Funchal auf Madeira, Foto: D. Weirauch

Neben der quirligen Hauptstadt Funchal sollte man unbedingt Monte anschauen. Ungeahnte Ein- und Überblicke sind so möglich. Die Fahrt in der Viererkabine dauert rund 20 Minuten.

Kreischend mit dem Korbschlitten

Nicht weit von der Bergstation der Seilbahn in Monte, vorbei am Botanischen Garten, erblickt man bereits die traditionellen Korbschlitten, auch Toboggan oder Cesto genannt, die einen Asphaltweg hinab bis an den Stadtrand von Funchal herunterrutschen.

Mit dem Korbschlitten hinunter nach Funchal, Foto: D.Weirauch
Mit dem Korbschlitten hinunter nach Funchal, Foto: D.Weirauch

Von dort geht es mit Taxi oder Linienbus weiter ins Stadtzentrum.
Die Korbschlitten werden übrigens von zwei in der traditionellen weißen Tracht gekleideten Schlittenlenkern gesteuert und durch Zurückhalten oder Querstellen gebremst. Eine Fahrt mit dem Korbschlitten kostet pro Person 15 Euro.

500 Meter hoch liegt Funchal und ist wegen seines Klimas seit jeher beliebt. Schon früher wusste man die Lebensqualität dort zu genießen.

Die Korbschlittenlenker sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Foto: D. Weirauch
Die Korbschlittenlenker sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Foto: D. Weirauch
Immer parat: die Korbschlittenfahrer in Monte, unterhalb der Kirche, Foto: D.Weirauch
Immer parat: die Korbschlittenfahrer in Monte, unterhalb der Kirche, Foto: D.Weirauch

Wo Österreichs Exilkaiser lebte

So lebte beispielsweise auch Österreichs letzter Kaiser Karl I. nach seiner Abdankung bis zu seinem Tod im Jahr 1922 in dem Urlaubsort.

Denkmal des letzten österreichischen Kaisers Karl I., der 1922 auf Madeira verstarb. Foto: D. Weirauch
Denkmal des letzten österreichischen Kaisers Karl I., der 1922 auf Madeira verstarb. Foto: D. Weirauch

Besichtigen kann man die Villa, die Karl I. von Österreich im Jahr 1921 als Exil bezog. Inmitten eines prächtigen Parks mit üppiger Vegetation haben die Besucher einen schönen Blick hinunter auf Funchal.

Kirche von Monte, dort wurde der letzte österreichische Kaisers Karl I., der 1922 auf Madeira verstarb, beigesetzt. Foto: D. Weirauch
Kirche von Monte, dort wurde der letzte österreichische Kaisers Karl I., der 1922 auf Madeira verstarb, beigesetzt. Foto: D. Weirauch

Besichtigen sollte man auch die kleine Kirche Nossa Senhora do Monte, in der Österreichs letzter Kaiser beigesetzt wurde.

Bei einer Levada-Wanderung hat man phantastische Ausblicke über die Insel, bis zur Küste, foto: D.Weirauch
Bei einer Levada-Wanderung hat man phantastische Ausblicke über die Insel, bis zur Küste, Foto: D.Weirauch
Isabella führt die Gruppe sicher an den Levadas entlang, Foto: D.Weirauch

Sehenswert auch der Botanische Garten (wegen des Großbrandes 2017 war er im januar 2017 geschlossen) rund um die sanierte Villa Monte Palace. Im Garten stehen unter anderem Buddhafiguren und Gartenarchitekturen aus Fernost. Ebenso kann man die größte je auf einer Töpferscheibe gefertigte Vase bewundern. Sie hat eine Höhe von 5,34 Metern.

Blick auf den Hafen von Funchal

Es lohnt , von Monte hinab auf den Hafen von Funchal zu schauen. Meist liegen zwei oder drei Kreuzfahrtschiffe, wie “Mein Schiff”, oder “Aida” im Hafen.

 Funchalp1960778

Ideal zum Wandern

Bei Wandereren ist Madeira recht beliebt, wie ich aus dem Bekanntenkreis weiß. Der ewige Frühling und die Höhenunterschiede. Keine Frage, die “Blumeninsel im Atlantik” eignet sich phantastisch für einen ausgedehnten Wanderurlaub inmitten unberührter Natur: Dunkelgrün schimmern die üppigen Lorbeerwälder, dazwischen weiße und rote Hortensien- und Azaleenblüten, dick wie Pompons.

Wegweiser in den Bergen von Madeira, Foto: D. Weirauch
Wegweiser in den Bergen von Madeira, Foto: D. Weirauch

Wer hier Ferien macht, wird die vergleichsweise kargen Mittelmeerinseln schnell vergessen und sich flugs zu der einen oder anderen von insgesamt 15 Touren aufmachen. Buchtipp: Susanne Lips: Madeira, Dumont, 17,99 Euro.

IMG_5104

Mit der Reiseleiterin Isabella durch Funchal, Foto: D.Weirauch

Als Verschnaufpause bieten sich unter anderem ein Streifzug durch die hübsche Inselhauptstadt Funchal an oder der Ein- oder Mehrtagestrip zur Nachbarinsel Porto Santo mit ihrem neun Kilometer langen, weißgoldenen Sandstrand. Dazu gibt es im dumont Madeira einen ganzen Sack voll reisepraktischer Informationen, damit man weiß, wie man am komfortabelsten anreist, wo man am besten übernachtet oder mit welchen kulinarischen Genüssen man sich für die nächste Wanderung stärken kann. Einige der Tipps haben wir bei unserem Kurztripp auf die Blumeninsel genutzt.

Teilweise recht eng geht es entlang der Levadas zu, Foto: D.Weirauch
Teilweise recht eng geht es entlang der Levadas zu, Foto: D.Weirauch

Informationen zu Madeira, Funchal und Monte:

  • Insel Madeira: visitmadeira.pt/
  • Buchtipp: Susanne Lips: Madeira, Dumont, 17,99 Euro
  • Übernachten: hochwertig im historischen Nobelhotel Reids
  • Reisen bietet DER Touristik an, hier folgen weitere Infos.
  • Der Echinocactus grusonii, auch „Goldkugelkaktus“ oder „Schwiegermutterstuhl“ gennant, im Park des Nobelhotels Reids. Foto: D. Weirauch
    Der Echinocactus grusonii, auch „Goldkugelkaktus“ oder „Schwiegermutterstuhl“ gennant, im Park des Nobelhotels Reids. Foto: D. Weirauch

Preisbeispiele Dertour

Hotel: Dertour deluxe-Katalog Europa (Sommer 2017) für Madeira, Funchal, Luxushotel Belmond Reid’s Palace, 7 Nächte im Classic- Doppelzimmer, inkl. Frühstück, 30 EUR SPA-Gutschein für eine mind. 45-minütige Anwendung, pro Person ab 1.148 EUR (bei Buchung bis 45 Tage vor Anreise). Frühbuchervorteil: 20% Ermäßigung auf Übernachtung/Frühstück bei Buchung bis 45 Tage vor Anreise und Mindestaufenthalt 4 Nächte. Spa-Gutschein: 30 EUR SPA-Gutschein pro Person und Aufenthalt für eine mindestens 45-minütige Massage oder Behandlung.

Das legendäre Reids Hotel in Funchal gehört zu den besten Hotels weltweit, Foto: D.Weirauch
Das legendäre Reids Hotel in Funchal gehört zu den besten Hotels weltweit, Foto: D.Weirauch

Flug: u.a.  mit TAP Portugal, z.B.: Frankfurt/Funchal (One Way) pro Person ab 117 EUR, z.B.: Funchal ab/bis Hamburg, pro Person ab 188 EUR, Aktivbaustein: Dertour-Katalog Portugal (Sommer 2017), Lokoloko Madeira-Outdoor Abenteuer, Canyoning, pro Person 56 EUR

Rundreisen: Dertour-Katalog Portugal/Ferienautos (Sommer 2017), Madeira, 8-tägige Gruppenreise „Madeira – Grüne Trauminsel im Atlantik“,ab/bis Funchal, 7 Nächte im Doppelzimmer inkl. Halbpension, deutsch sprechende Reiseleitung, div. Ausflüge, garantierte Durchführung, pro Person ab 721 EUR., Madeira, 8-tägige Inselkombination „Madeira & Porto Santo – Faszinierende Inselwelten”, ab Funchal/bis Caniço, 7 Nächte im Doppelzimmer inkl. Frühstück, Fährüberfahrten und Transfers, pro Person ab 439 EUR.

Mietwagen Madeira für die Dauer der Tour ab 198 EUR, Mietwagen Nachbarinsel Porto Santo für die Dauer der Tour ab 198 EUR

 Funchalp1960835

Reichhaltig ist das Angebot in der Markthalle von Funchal, Foto: D.Weirauch

Hier geht es zur Fahrt mit den legendären Korbschlitten von Monte nach Funchal.

Mit dem hop on Hop Off Bus kommt man auch in entlegene Ecken von Funchal, Foto: D.Weirauch
Mit dem hop on Hop Off Bus kommt man auch in entlegene Ecken von Funchal, Foto: D.Weirauch
Potsdam

Mit dem Schiff über die Flüsse der Welt

Kreuzfahrt

Fluss-Kreuzfahrten haben seit Jahren Konjunktur. Als Alternative oder Ergänzung zur Hochseekreuzfahrt nimmt die Beliebtheit von flussschiffreisen stetig zu. Längst ist auch das angestaubte Image verschwunden. Heute fahren sowohl Familien als auch Alleinreisende mit den modernen Schiffen.

Da ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Welche Route ist dabei die Interessanteste, wo bekomme ich am meisten für mein Geld zusehen? wie ist die Versorgung an Bord? Gibt es so etwas wie eine Seekrankheit auf Binnenschiffen? Welche Schleusen sind technische Meisterleistungen?

Schiffe fahren über die geneigte Ebene des Oberlandkanals, Foto: Promo/Polnisches Fremdenverkehrsamt

Das Buch „Flussschiffreisen“ des renommierten Schifffahrts-Fachjournalisten Peer Schmidt-Walther gibt auf die meisten Fragen eine kompetente Antwort.

Sentido MS Nile Saray, Foto: Öger tours
Sentido MS Nile Saray, Foto: Öger tours

Gemächlich dahingleiten, immer mit Blick auf wunderschöne Landschaften, köstliches Essen, viele Möglichkeiten des Landgangs und totale Entspannung das alles bieten Flusskreuzfahrten. Unterhaltsame Reportagen gepaart mit vielen praktischen Tipps (Wie buche ich? Was gilt es zu beachten?) machen das in Koehlers Verlagsgesellschaft erschienen  Buch zu einem unverzichtbaren Werk, das sowohl Reiseplanung als auch zur Lektüre an Bord dienen kann.

Am Ende des Bandes gibt es ein Reise – ABC, in dem wohl jede Frage beantwortet wird. Die Reise kann beginnen.

Auf dem Nilkreuzfahrtschiff “La terrasse”, eines der Flaggschiffe von Sonnenklar.TV, Foto: Weirauch

Mittlerweile gibt es für jeden Geschmack das richtige Flusskreuzfahrtschiff und die passende Reise. Von der etwas schlichteren Ausführung bis hin zur Luxusvariante haben Veranstalter in fast allen Preiskategorien Angebote parat. AROSA, Phönix oder Nicko – tours. Zahlreiche Anbieter befahren mit ihren Schiffen Donau, Rhein, Elbe, Havel, Nil oder auch Jangtse und Mekong. Der Markt entwickelt sich weiter. Neue Schiffsbauten sind in Sicht.

Ein schmuckes Schiff ist die A-Rosa Bella.
Ein schmuckes Schiff ist die A-Rosa Bella.

Dr. Peer Schmidt-Walter ist so etwas wie der Papst der Schiffahrtsjournalisten.  Für den reich illustrierten Band hat der Fachjournalist die schönsten Flüsse per Schiff  bereist. Wohl mehr als 100 Male. Neben klassiktouren, wie die auf Donau,  Rhone oder Saône , Elbe oder Havel, besuchte er auch exotische Destinationen. Dazu gehören neben Nil (von Luxor nach Assuan) auch der Jenissei, der Jangtsekiang in China, die Lena in Russland auch der Mekong in Vietnam sowie ziele in Südamerika.

Das Neue Schiffshebewerk Niederfinow Foto: Lisa Radke

Zum Autor

Dr. Peer Schmidt-Walther, Jahrgang 1944, absolvierte seine seemännische Ausbildung von der Pike auf bei Binnen- und Handelsschifffahrt sowie auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK (II) der Deutschen Marine. Als Kapitänleutnant der Reserve tat er Dienst in verschiedenen Pressestäben. Nach dem Studium der Geografie und Germanistik tätig als Redakteur, Chefredakteur und Chefreporter für Fach- und Seereisemagazine. Er ist Schifffahrts- und Reisejournalist, Buchautor, 2. Vorsitzender der Vereinigung Europäischer Schifffahrtsjournalisten und Dozent für Maritimen Tourismus an der Fachhochschule Stralsund.

Der bekannte Schiffahrts- und Maritimjournalist Peer Schmidt-Walter aus stralsund, Foto: Schmidt-Walter
Der bekannte Schiffahrts- und Maritimjournalist Peer Schmidt-Walter aus Stralsund, Foto: Schmidt-Walter

Buchtipp: Peer Schmidt-Walter: Flussschiffreisen, Koehlers Verlagsgesellschaft Hamburg, 24,95 Euro

von Peer Schmidt-Walter erschienen bei Koehler auch die Bände Erlebnisreisen auf Nord- und Ostsee sowie Frachtschiffreisen – als Passagier an Brd,

HotelsReise

AIDAprima – Das etwas andere Kreuzfahrtschiff

AIDAprimaTaufe der AIDAprima im Hamburger-Hafen Foto: Perrey/AIDA

Hamburg feierte seinen 827. Hafengeburtstag vier Tage lang bei schönstem Frühlingswetter. Der Höhepunkt dieser maritimen Veranstaltung war die Taufe des neuen Flaggschiffs von AIDA Cruises, der AIDAprima direkt vor den Landungsbrücken. Die AIDAprima ist das 11. AIDA-Schiff (Nr. 12 ist die AIDAperla, die ab 2017 unterwegs sein wird) und weltweit das erste Kreuzfahrtschiff mit einem Hybridantrieb. Hamburg ist ihr Heimathafen.

Gegen 22.15 Uhr war es endlich soweit und Emma Schweiger taufte per Knopfdruck die AIDAprima mit einer 12 Liter Flasche feinstem Champagner. Nach dem Feuerwerk legte das Kreuzfahrtschiff Richtung Southampton ab. “Metropolen ab Hamburg” nennt sich die siebentägige Reise mit Start und Ziel in Hamburg-Steinwerder bzw. Rotterdam. 365 Tage im Jahr fährt die AIDAprima im Wochenrhythmus die Route Hamburg, Southampton, Le Havre, Zeebrügge, Rotterdam und zurück nach Hamburg.

AIDAprima auf hoher See Foto: AIDA
AIDAprima in voller Schönheit auf See    Foto: AIDA

Wenige Stunden vor dem großen Spektakel im Hamburger Hafen hatte ich die Gelegenheit das Schiff näher kennen zulernen. Um es vorweg zunehmen, dieses Schiff ist sehr beeindruckend. Von der Größe, der vielen gebotenen Möglichkeiten für die Passagiere und auch von der technischen Ausstattung. Die AIDAprima ist 300 Meter lang, die Rumpfbreite beträgt 37,6 Meter, es gibt 18 Decks, 1.643 Gästekabinen, 15 Restaurants, Bars und Cafés, einen 3.100 Quadratmeter großen Spa-Bereich und ein Sonnendeck von 8.050 Quadratmetern – um nur mal ein paar Zahlen zu nennen.

AIDAprima – eine von 14 verschiedenen Kabinenvarianten ist die Lanai-Kabine Foto: AIDA
AIDAprima – eine von 14 verschiedenen Kabinenvarianten ist die Lanai-Kabine     Foto: AIDA

Für die Passagiere stehen insgesamt 14 verschiedene und sehr komfortabel eingerichtete Kabinenvarianten zur Auswahl. Alle Kabinen bieten jetzt auch mehr Platz als auf der übrigen AIDA-Flotte. Gut 75 Prozent aller Kabinen haben eine geräumige Veranda (6 bis 18 Quadratmeter) und wer sich was besonderes gönnen möchte, für den gibt es das Privatyacht-Ambiente oder auch eine Suite mit Whirlpool und einem bis zu 72 Quadratmetern großen Sonnendeck. Flat-Screen, Klimaanlage und Boxspringbett sind überall inklusive.

AIDAprima - Im East-Restaurant gibt es asiatische Speisen Foto: AIDA
AIDAprima – Im East-Restaurant gibt es eine große Auswahl an asiatischen Gerichten     Foto: AIDA

Beim Thema Kulinarik kann die AIDAprima seinen Gästen eine Menge an bewährten Restaurants, aber auch an neuen gastronomischen Angeboten bieten. 12 Restaurants und 3 Snack-Bars warten auf die hungrige Gesellschaft. Das “Markt-Restaurant”, “Weite Welt”, “Brauhaus”, “Buffalo Staek House” oder auch das “Rossini” kennt man von anderen AIDA-Schiffen. Auf der AIDAprima wurde diesen Restaurants aber eine neue Optik verpasst. Zu den neuen Einrichtungen zählen zum Beispiel das “Casa Nova”, “French Kiss” und die Currywurstbude “Scharfe Ecke”.

Durch das größere gastronomische Angebot auf der AIDAprima soll sich zu den Hauptmahlzeiten der Ansturm der Gäste entzerren und die suche nach einem freien Tisch viel entspannter werden. Außerdem können die Gäste schon vor Reiseantritt Tischreservierungen vornehmen. Auf den Bildschirmen in den Gängen wird auf einer speziellen App angezeigt, wie voll es gerade in welchem Restaurant ist. Ein kleiner Service für den Kunden, der bestimmt auf viel Zustimmung stößt. Das Restaurantkonzept sieht natürlich auch vor, dass neben den im Reisepreis enthaltenen Restaurants, auch aufpreispflichtige mit an Bord sind.

Und wer seine Kochkünste verbessern möchte, für den bietet eine Kochschule für 89 Euro die Gelegenheit dazu. Unter Anleitung von Profis können die Hobbyköche einen Blick in die große Gourmet-Welt werfen. Bei der ersten Tour war übrigens Tim Mälzer der Herr über Töpfe und Pfannen.

Die “Lanai-Bar” am Heck von Deck 7 bietet eine phantastische Aussicht, besonders beim Anlegen und Auslaufen. Dazu sitzt man sehr entspannt und genießt einfach die große Getränkeauswahl. Ich fühlte mich dort sehr wohl. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten, eine Erfrischung zu sich zu nehmen. Eine sehr exclusive Variante ist die “Spray Bar” ebenfalls auf Deck 7. Komplett in weiß gehalten und mit sprudelnden Wassersäulen versprüht sie den Hauch von Luxus und Champagner. Ob bei Live-Musik, im Casino oder auf dem Activitiy-Deck, es gibt sehr viele Möglichkeiten für einen Drink.

AIDAprima – hier werden die Kids bespaßt Foto: F. Moritz
AIDAprima – hier werden die Kids bespaßt     Foto: F. Moritz

Neben der Erholung auf dem Schiff, sollen sich die Gäste auf der AIDAprima natürlich auch unterhalten. Und da war eine riesige Auswahl die ich auf dem Rundgang zu sehen bekam. Schon für die ganz kleinen Seefahrer wird im Mini-Club (6 Monate bis 3 Jahre) für Unterhaltung und Bespaßung gesorgt. Für die etwas älteren Jugendlichen gibt es Aufenthaltsräume mit modernsten elektronischen Spielgeräten, man kann sich künstlerisch betätigen oder im Four Elements beim Public Viewing auf LED-Leinwänden zum Beispiel bei der Fußball-EM mitfiebern. Sport- und Spielmöglichkeiten sind natürlich auf der AIDAprima fester Bestandteil für alle Altersgruppen und in jeglicher Form vorhanden.

AIDAprima – Poollandschaft Foto: F. Moritz
AIDAprima – Poollandschaft     Foto: F. Moritz
AIDAprima – Sportplatz auf dem Oberdeck Foto: F. Moritz
AIDAprima – Sportplatz auf dem Oberdeck    Foto:  F. Moritz
AIDAprima – separater Außenbereich gegen Gebühr Foto: F. Moritz
AIDAprima – separater Außenbereich gegen Gebühr    Foto: F. Moritz
AIDAprima – Wasserrutsche Foto: AIDA
AIDAprima – Wasserrutsche     Foto: AIDA
AIDAprima – Fitnessstudio Foto: F. Moritz
AIDAprima – Fitnessstudio     Foto: F. Moritz

Poollandschaften, Sauna, Kletterwände, die doppelte Wasserrutsche “Racer”, Fitnessräume, Jogging-Strecke, Basketball, Fußball, Volleyball sind nur einige Möglichkeiten, den Tag auf der AIDAprima zu verbringen. Die Auswahl ist wirklich riesig und die Geräte auf dem neuesten technischen Stand. Dazu gibt es an allen Stationen geschultes Personal. Das UV-Licht-durchlässigen Foliendach auf dem Activity-Deck kann je nach Außentemperatur Und Wetterlage geöffnet oder geschlossen werden. Dadurch herrschen zu jeder Jahreszeit angenehme Temperaturen – es sollen selbst im Winter 25° Celsius sein. Am Abend werden hier Beachpartys gefeiert und Live-Musik erklingt.

AIDAprima – Aus Glas sind die Bodenplatten des Skywalks in 45 Metern Höhe Foto: F. Moritz
AIDAprima – Aus Glas sind die Bodenplatten des Skywalks in 45 Metern Höhe     Foto: F. Moritz
AIDAprima – einer der "Disco-Fahrstühle" auf dem Schiff Foto: F. Moritz
AIDAprima – einer der “Disco-Fahrstühle” auf dem Schiff   Foto: F. Moritz

Es gibt auf der AIDAprima Highlights, die man so bisher nicht kannte. Da ist der Skywalk, bei dem man auf einer gläsernen Bodenplatte in 45 Metern Höhe über dem Meer spazieren gehen kann und dann die “Disco-Fahrstühle”, wo jeder Fußauftritt den Boden zum leuchten bringt. Muss man erlebt haben! Es gibt selbstverständlich auch eine Disco namens D6, das auf allen Schiffen beliebte Varieté-Theater und als eine von vielen Premieren auf der AIDAprima der Nachtclub “Nightfly”. Eine Einkaufs-Mall, eine Galerie, ein Spielcasino und noch viele andere Attraktionen bietet das Schiff. Bei einer 7-tägigen Kreuzfahrt mit Land-Ausflügen muss man sich ganz schön ranhalten, um alles auf dem Schiff ausprobiert zu haben.

AIDAprima – Foto: F. MoritzAIDAprima –  Foto: F. Moritz

Beim Thema Sicherheit setzt die AIDAprima hohe Maßstäbe an und beim Umweltschutz kommt bei dem Kreuzfahrt-Schiff erstmals Flüssiggas (LNG) zum Einsatz. Zumindest im Hafen wird das Schiff damit betrieben. Es kann am Liegeplatz auch nur mit Strom betrieben werden. Auf Fahrt senkt die AIDAprima den Verbrauch mit einer neuartigen Technologie. Aus Düsen am Schiffsrumpf wird Luft gepumpt. Auf den so erzeugten Luftbläschen gleitet das Schiff mit weniger Reibung als bisher. So soll sie fünf Prozent sparsamer auf ihren Touren sein.

AIDAprima – Außendeck Foto: F. Moritz
AIDAprima – Außendeck mit Wasserrutsche    Foto: F. Moritz

Kreuzfahrten mag man oder auch nicht. Auf alle Fälle ist die AIDAprima ein imposantes Schiff und was ich in der kürze der Zeit sehen konnte, hat mich beeindruckt. Ein kleines Manko war mir dann noch aufgefallen. Versuchen Sie mal auf dem Schiff einen Papierkorb zu finden. Ich habe keinen gesehen, aber “die” von AIDA werden das sicherlich auch schon bemerkt haben.