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Kreuzfahrt auf dem Göta Kanal in Schweden

GötaFotoL.Bischoff (78)Juno fährt seit 1874 und gilt als eines der ältesten im Dienst stehenden Passagierschiffe der Welt Foto: Lothar Bischoff

Es ist ein Kindheitstraum dem sich Kerstin und Lothar Bischoff 2018 mit der Schiffsreise über den Götakanal in Schweden erfüllt haben. Für die Leser von einfachraus.eu hat Lothar Bischoff, den viele von uns als langjährigen Kapitän des in Brandenburg/Havel beheimateten Dampfschiff „Nordstern“ kennen, einige Höhepunkt der Reise von Göteborg bis Stockholm zusammengestellt.

Mit MS „Diana“ quer durch Schweden

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Auf Deutschlands ältestem Kanal unterwegs: Finowkanal

Finowkanalich (2)

Die Überraschung ist gelungen. Wer Ruhe mit Boot, Kanu oder auch Hausboot sucht und nicht mit Hunderten Mitbewerbern auf Havel, Spree oder den Wasserläufen des an den Sommerwochenenden chronisch vollen Spreewald konkurrieren will, der ist auf dem Finowkanal im Barnimer Land im Nordosten Brandenburgs genau richtig. Der 43 Kilometer lange Finowkanal, der seine Mitte etwa in der Stadt Eberswalde hat (rund 50 Kilometer von Berlin entfernt), ist die älteste künstliche Wasserstraße in Deutschland, die noch in Betrieb ist.

Was den Finowkanal so einzigartig macht

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Die grünen Oasen von Toulouse

Toulouse_Pont_Neuf_©_jourdenuit_-_matthieu_kriegerPont neuf, älteste Brücke von Toulouse © jourdenuit - Matthieu Krieger

Seit jeher ist die Hauptstadt der Region Occitanie bekannt für ein heiteres Ambiente, das auch während Covid-19 nicht beeinträchtigt wurde. Die Einwohner nahmen es gelassen hin, schätzten den langsameren Rhythmus und freuten sich über stiller gewordene Straßen. Seit kurzem genießen sie es erneut durch die Parks, an den Kais an der Garonne und am Canal du Midi zu flanieren. Schon seit Jahren ist die Fortbewegung mit dem Fahrrad in der Stadt beliebt, dazu leisten auch die Radwege am Kanal und Verleihstationen von Fahrrädern ihren Beitrag. Die Backstein-Fassaden von Toulouse sind nun wieder die leuchtende Kulisse für die typische Lebensfreude, die diese Stadt beherrscht. Auch für Touristen ist die Zeit gekommen, die großartigen Sehenswürdigkeiten zu besuchen und die entspannte Atmosphäre der Café-Terrassen in der Garonne-Metropole zu erleben, die Beachtung der Verhaltensregeln zum Schutz vor dem Corona Virus vorausgesetzt.

Perspektiven vom Wasser

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Wo die Schiffe über Berge fahren: Oberlandkanal

Schiff wird ueber Land gezogen auf dem Oberlandkanal in Polen, ship carried on landSchiff Land auf dem Oberlandkanal in Polen, Foto: Poln. FVA

Der Oberlandkanal in Masuren sorgt für Überraschungen. Fahrten per Dampfschiff oder Kreuzfahrtschiffen kann man noch fast überall auf der Welt erleben, Fahrten auf Schienen auch. Aber Schiffe, die auf Schienen fahren? So etwas gibt es es nur in Masuren, in Polen. Ich folge einer Empfehlung von Dr. Robert Kempa, den Deutsch sprechenden Tourismusexperten am Stand des Polnischen Fremdenverkehrsamtes auf der ITB, und mache mich auf die Reise in das Land der Väter und Großeltern. Was ich dort erlebe, übersteigt meine Erwartungen.

Fünf geneigte Ebenen 4 Schleusen

Eine Attraktion sind beispielsweise die mehrstündigen Fahrten mit Ausflugsschiffen auf dem Kanał Ostródzko-Elbląski (deutsch: Oberlandkanal). Mehr als zwei Jahre lang war der Kanal wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten geschlossen. Dabei wurden unter anderem die technischen Systeme im Bereich der fünf geneigten Ebenen sowie die vier Schleusen des Kanals erneuert. Bei Buczyniec (Buchwalde) entstand zudem ein sehenswertes Museum.

Schiff auf einem Transportwagen, Oberlaendischer Kanal , Foto: Poland tourismus
Schiff auf einem Transportwagen, Oberlaendischer Kanal , Foto: Poland tourismus

In der Frühe geht es los

Schon morgens früh um acht startet der weiße Ausflugsdampfer im Hafen der westmasurischen Kleinstadt Ostróda (Osterode). Elf Stunden dauert die Fahrt in den rund 80 Kilometer entfernten Hafen von Elbląg (Elbing) am Frischen Haff.

Oberlandkanal
Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

So eine Schifffahrt ist ein Erlebnis. Mit einer Geschwindigkeit von etwa acht Kilometern pro Stunde bewegt sich das Passagierschiff  durch den schmalen, teilweise von dichtem Schilf gesäumten Kanal und über kleinere Seen. Die Passagiere auf dem Oberdeck können die Natur und die Stille genießen, die nur gelegentlich durch das Geschnatter einer Ente unterbrochen wird. Unwillkürlich muss ich an einen Kurzaufenthalt in Schweden , wo wir staunend zusahen, wie “Juno”, ein mehr als 100 Jahre altes Schiff, mehrere Schleusentreppen überwindet. Nur dass beim schwedischen Götakanal, wie auch beim Canal du midi in Frankreich, zahlreiche Schleusen zu bewältigen sind. Das ist dann immer mit längeren Wartezeiten verbunden. In Polen ist das anders, da werden die Schiffe mit ausgeklügelter Technik aus Urgroßvaters Tagen über den Berg gezogen und so der Höhenunterschied ausgeglichen. Wie das geht, das erzähle ich Euch hier.

Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Wie es funktioniert?

Dank der Erfindung eines preußischen Ingenieurs recht einfach. Gut sechs Stunden nach dem Start erwartet die Passagiere einer der Höhepunkte der Reise. Bei Buczyniec fährt das Schiff zum ersten Mal über Land. Es schiebt sich über eine unter Wasser befindliche Plattform, wird an den beiden Seitenwänden vertäut, dann setzt sich wie von unsichtbarer Hand gesteuert ein Räderwerk in Bewegung. Ein dickes Stahlseil zieht die achträdrige Plattform eine Anhöhe herauf und Stück für Stück gelangt das ganz Schiff aus dem Wasser. Ist der Gipfel erreicht, geht es Huckepack auf Schienen den steilen, mit Gras bewachsenen Abhang hinunter.

Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt
Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Höhenunterschied von 100 Metern

Unten angekommen gleitet das Gefährt sanft ins Wasser, bis sich das Schiff von der Plattform abhebt. Dann werden die Taue gelöst und der Dampfer setzt seine Fahrt selbstständig fort. Insgesamt fünf geneigte Ebenen gibt es. Sie gleichen auf einer Länge von zehn Kilometern einen Höhenunterschied von fast 100 Metern aus. Mehr als 30 Schleusen wären erforderlich, um den gleichen Effekt zu erzielen. Was für eine technische Meisterleistung, die hier vollbracht wurde.

Diese Schiffe sind auf dem Oberlandkanal unterwegs
Diese kleinen  Schiffe sind auf dem Oberlandkanal unterwegs Foto: Weirauch

Technik aus Uropas Tagen

Am Ufer in Buczyniec können wir dann hautnah erleben, wie der ganze Mechanismus sich bewegt, recht schwerfällig aber präzise wie ein Uhrwerk. Es wirkt kompliziert, ist es aber nicht. Und das funktioniert so: Über ein Rohr wird Wasser aus dem Kanal auf ein acht Meter großes Wasserrad geleitet, dessen breite Schaufeln je eine Tonne Wasser aufnehmen. Das Wasserrad bewegt ein Endlosseil, das die Plattformen in Fahrt bringt.

Ausgedacht hat sich dieses wohl einzigartige Wunderwerk der Technik der Königsberger Ingenieur Georg Jacob Steenke. Schon 1825 entwarf der königlich preußische Baurat Steenke einen ersten Plan für den Oberlandkanal mit den geneigten Ebenen. Ziel war es, den Westen Masurens mit der Ostsee zu verbinden. Mit den Arbeiten wurde 1848 begonnen, 1860 der Kanal offiziell eröffnet. An Steenke erinnert heute ein Gedenkstein, fein restauriert präsentiert dieser sich bei meinem Besuch im Frühjahr 2015. Das System der geneigten Ebenen funktioniert indes noch so wie vor 150 Jahren.

Schiffe auf Schinen, Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt
Schiffe auf Schienen, Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Gedacht war der Kanal ursprünglich, um Güter aus dem Landesinneren zur Ostsee zu transportieren. Die Schiffe luden Holz aus den masurischen Wäldern und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Doch bereits 1912 fuhren die letzten Transportschiffe auf der Strecke. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es die ersten Fahrten für Touristen auf dem Oberlandkanal. Und es kamen viele.

Vogelschutzreservat Drausensee und Elbing

Doch nicht nur Freunde alter Technik kommen während einer Fahrt über den Oberlandkanal ins Staunen. Wieder auf dem Niveau des Meeresspiegels angekommen, geht die Fahrt über den flachen, mit Seerosen bedeckten Jezioro Druzno (Drausensee) nach Elbląg (Elbing). Der See ist ein bekanntes Vogelschutz-Reservat. Seerosen bedecken zudem große Teile des Sees. An seinem östlichen Ufer wurden bei archäologischen Forschungsgrabungen  Reste der der  frühmittelalterlichen Handelsstadt Truso entdeckt.

Elbing selbst hat sich in den letzten Jahren herausgeputzt. Ein Stadtrundgang lohnt sich. Bis nach Danzig zurück, wo wir wohnten, sind es knapp 1,5 Stunden Autofahrt.

Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt
Einzigartig: Schiffe auf Schienen, Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Fünf Schiffe fahren täglich

Heute verkehren neben Ausflugsdampfern auch viele Hausboote auf dem Kanal. Mit rund 60.000 Passagieren rechnet die Betreiberfirma  Żegluga Ostródzko-Elbląska pro Jahr, Tendenz steigend. Fünf Ausflugsdampfer mit bis zu 55 Passagieren sollen täglich in beiden Richtungen eingesetzt werden. Die Touren dauern von 8 bis 19 Uhr und kosten umgerechnet rund 30 Euro. Voranmeldung ist unbedingt erforderlich. Eingeschlossen ist der Rücktransport per Bus. Auf Wunsch kann eine Mahlzeit an Bord bestellt werden. Auch Fahrten auf Teilstrecken des Kanals sind möglich. Etwa viereinhalb Stunden dauert die Tour von der ersten schiefen Ebene in Buczyniec bis nach Elbląg.

Ideal für Hausboote

Der Kanal ist bei Freizeitkapitänen sehr beliebt. Der Oberlandkanal ist auch wichtig, um von Deutschland aus über Mittellandkanal, Oder, Weichsel und weitere Flüsse bis zu den masurischen Seen zu kommen. Von Duisburg dauert beispielsweise eine Fahrt rund vier Wochen, erzählte mir Helmut, der Reiseleiter. Bereits seit einigen Jahren hat sich das Hausbootrevier Weichselwerder, zwischen Gdańsk (Danzig) und Elbląg gelegen, zu einem attraktiven Hausboot-Revier entwickelt. Seit 2015 hat auch das deutsche Hausboot-Charterunternehmen Kuhnle-Tours eine Basis in Elbląg und bietet ebenfalls Fahrten auf dem Oberlandkanal an. Ziel der polnischen Denkmalpfleger und Anrainergemeinden ist es, das mehr als 150 Jahre alte technische Denkmal auch auf die Liste des Weltkulturerbes der Unesco bringen. Drücken wir die Daumen, verdient hätte es das einzigartige funktionierende technische Denkmal allemal.

Infos zum Oberlandkanal

Oberlandkanal Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt
Ein Schiff fährt hinab, ein Untergestell kommt entgegen Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Der Finowkanal in Deutschland pflegt mittlerweile gute Beziehungen mit Bromberger (Bydgosz) und Oberlandkanal.

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Polen.

Verträumte Landschaft: Masuren

Potsdam

400 Jahre Finowkanal

Finowkanal (109)

Ein Meisterwerk der Wasserstraßenbaus begeht in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Der Finowkanal wird 400 Jahre alt. Zwar sind die Feiern dazu in Zeiten der Corona-Pandemie ausgefallen. Trotzdem lohnt es sich, unbedingt mal eine Tour entlang des Kanals zu machen – denn die Route ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sie offenbart ebenso Einblicke in die vergangene Industriekultur. Eberswalde und die Gegend um den Finowkanal galt als “Märkisches Wuppertal”.

400 Jahre Finowkanal

Ein guter Ort zum Starten ist Eberswalde im Barnimer Land, 35 Minuten Zugfahrt vom Berliner Hauptbahnhof entfernt.  Vom Bahnhof Eberswalde geht es in Richtung Marktplatz, wo sich ganz in der Nähe das Museum Eberswalde befindet. Wer sich vor dem Start der Tour über die umfangreiche Industriegeschichte am Finowkanal informieren möchte, wird hier fündig.

Ragöser Schleuse am Finowkanal

Von Eberswalde nach Finow

Nur wenige Meter vom Museum entfernt liegen der Finowkanal und die Stadtschleuse von Eberswalde. Sie ist eine von insgesamt zwölf Schleusen, die den Kanal auf seinen rund 42 Kilometern schiffbar machen. Von hier aus geht es mit dem Fahrrad in westlicher Richtung immer am Wasser entlang über den einstigen Treidelweg nach Finow. Früher wurden die Lastkähne per Muskelkraft und Pferdestärke über diesen Weg gezogen oder „getreidelt“ wie man sagte. Heute ist der Weg ein gut ausgebauter Radweg, der aber auch zum Wandern einlädt.

Finowkanal
Schleusenwärter an der Ragöser Schleuse Foto: Weirauch

Mit dem Rad an Deutschlands ältester Wasserstraße entlang

Die zwölf historischen und heute noch handbetriebenen Schleusen sowie alte Werkshallen und Kraftwerke rechts und links des Ufers zeugen von der industriellen Hochzeit im Finowtal. Da ist zum Beispiel die Borsighalle in Höhe des Familiengartens Eberswalde. Sie gehörte einst zu einer Eisenspalterei. Noch heute kommt der gewaltig wirkenden Halle eine architekturgeschichtlich besondere Bedeutung zu. Die stützenfreie Konstruktion aus halbkreisförmigen Eisengitterbögen diente unter anderem als Vorbild für zahlreiche Bahnhofshallen, wie zum Beispiel beim Bau des Berliner Hauptbahnhofes.Ragöser Schleuse am Finowkanal

Papier für die Queen aus dem Finowtal
Nur ein paar Kilometer weiter arbeitete die Papierfabrik Wolfswinkel. Die industrielle Produktion begann dort 1834. Eine Sensation war 1930 die Inbetriebnahme der damals modernsten Spezial-Papiermaschine Europas. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellte der VEB Papierfabrik Wolfswinkel wieder Papier her. Die handgeschöpften Papiere erlangten zu DDR-Zeiten einen weltweiten Ruf. Sogar Queen Elisabeth ließ sich dort ihr Briefpapier herstellen, heißt es auf einer Info-Tafel.

Nachdem man das alte Kraftwerk Heegermühle passiert hat, ist die Schleuse Heegermühle in Finow nicht mehr weit. Natürlich geht der Treidelweg noch viele Kilometer weiter. Doch wer Lust auf eine Abkühlung hat, sollte in Finow den Treidelweg verlassen und über die Biesenthaler Straße, am Flugplatz Finow vorbei bis zum Schwärzesee fahren, der mitten im Wald liegt. Nach einem Sprung ins Wasser geht’s anschließend über Biesenthaler Straße (für Autos gesperrt) je nach Kondition nach Melchow oder Biesenthal zum Bahnhof, wo die Züge im Stundentakt zurück in Richtung Berlin fahren. Gesamtlänge der Radtour: rund 15 Kilometer.

Finowkanal-App:

Der Finowkanal ist ein Erlebnis der besonderen Art. Schließlich führt diese Tour entlang der ältesten künstlichen Wasserstraße Deutschlands zu den interessantesten Plätzen der Industriegeschichte Brandenburgs. Zu diesen Wahrzeichen der Industrielandschaft im Finowtal zählt zum Beispiel der 1954 errichtete Montagekran „Eber“. Mittlerweile funktionslos geworden, wurde er für die Landesgartenschau Eberswalde saniert und im Jahr 2002 mit einer Aussichtsplattform versehen, der heute im Familiengarten steht. Weil der seit 2007 unter Denkmalschutz stehende Finowkanal zudem gänzlich Sportbooten vorbehalten ist, lässt sich hier die idyllische und ursprüngliche Landschaft besonders gut in Ruhe genießen. Hier geht’s zur App: www.finowkanal-industriekultur.de

Ausleihe für Boote: Unter anderem im Marinapark Eberswalde, dem ehemaligen Naturbad am Finowkanal, www.marinapark-eberswalde.de

Weitere Informationen:
www.unser-finowkanal.eu

www.win- brandenburg.de/fileadmin/user_upload/2020_Folder_Finowkanal_WInTO_GmbH_web.pdf

www.museum-eberswalde.de

www.reiseland-brandenburg.de/orte-regionen/wasserreviere/finowkanal

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Finowkanal wird 400 Jahre alt

Der Finowkanal wird 400 Jahre. Es ist der älteste deutsche künstliche Schiffahrtsweg.  Der Kanal ist ein Meisterwerk des Wasserstraßenbaus par excellence. Zwar sind die Feiern dazu in Zeiten der Corona-Pandemie ausgefallen. Trotzdem lohnt es sich, unbedingt mal eine Tour entlang des Kanals zu machen – denn die Route ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sie offenbart ebenso Einblicke in die vergangene Industriekultur. Jörn Lehmann schreibt dazu im neuesten Heft des von Rose Kundler herausgegebenen Magazines LANDSICHT u.a.: “Die Anliegerkommunen gründeten 1996 die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal. Im Jahr 1997 konnte nach zahlreichen Aktionen und Verhandlungen erreichen werden, dass in den folgenden 15 Jahren insgesamt 41,5 Millionen Deutsche Mark in den Kanal investiert wurden. (Abschluss der entsprechenden Vereinbarungen 1998). Diese Summe reichte jedoch für die Sanierung bzw. den Neubau der zwölf Schleusen nicht aus und dabei fand der im Landeseigentum stehende Abschnitt Liebenwalde – Zerpenschleuse (Langer Trödel) nicht einmal Berücksichtigung. Letzterer erfuhr im Rahmen der Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN) durch die Landkreise Oberhavel und Barnim sowie die Kommunen Wandlitz und Liebenwalde seine Revitalisierung.

Hier gibt es Neues zum Finowkanal