Italien

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Unser Besuch auf dem Ätna

Ätna Sizilien

Mongibello, Berg der Berge, wie die Sizilianer den rund 3.300 Meter hohen Ätna gleichermaßen liebevoll und respektvoll nennen, ist Europas größter und einer der weltweit aktivsten Vulkane. Im Winter ist er mit einer gewaltigen Schneehaube bedeckt. Seine häufigen Ausbrüche sind gut fürs Geschäft: Aus aller Welt kommen Touristen, um das Naturspektakel zu bestaunen. Auch die Landwirtschaft blüht. Schließlich ist der mineralienhaltige Lavaboden rund um den Vulkan die fruchtbarste Erde Siziliens.

Die Fahrt auf den Ätna, der als Parco Naturale ausgewiesen ist, geht durch verschiedene Vegetationszonen. Bis auf 500 Meter Höhe gedeihen Zitrusfrüchte, Gemüse und Blumen. Noch in 1.000 Meter Höhe reifen Äpfel, Birnen und die Trauben für den erdig-schweren Ätna-Wein, weiter oben stehen Wälder aus Eichen und Edelkastanien. Jenseits der Baumgrenzen prägen zunächst noch gelber Ginster und blaue Veilchen das Bild. Doch dann weicht alles Leben zurück und es öffnet sich eine wüste, gewaltige Kraterlandschaft mit riesigen grauschwarzen Lavafeldern und rostroten, rauchenden Schlünden.

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Die Top Five in Apulien

Apulien - Melendugno (158)

Ganz unten im Absatz des Stiefel von Italien liegt Apulien, auch Salento genannt. Dort führte uns die Reise im April 2019 hin. Überall gibt es heute viel authentisches Italien-Flair.  Apulien ist uraltes Kulturland. Es hat eine reiche Geschichte: Von Illyrern und Griechen besiedelt, von den Römern, Byzantinern und Normannen erobert, wurde der Salento im Mittelalter unter den Staufern zur Kulturbrücke zwischen Abend- und Morgenland. Die originellen Trulli, die normannischen Dome und die Kastelle der Staufer sind dafür beeindruckende Zeugnisse. Und man kann in kurzer Zeit zwischen den traumhaften Küsten des Adriatischen und den Ionischen Meeres hin- und herreisen.

Hier nun unsere top Five für Apulien:

Historiker und Stadtführer Francesco erläutert die Sehenswürdigkeiten von Melendungo Foto: Weirauch
Historiker und Stadtführer Francesco erläutert die Sehenswürdigkeiten von Melendungo Foto: Weirauch

Es gibt eine Menge zu sehen. Aber womit anfangen ?

Melendugno, Caprarica de Lecce, Ceglie Messapi, die bezaubernde Stadt Castro oder auch der Freizeitpark Kalos und das Archeodrome des Salento. Der Absatz des italienischen Stiefels entpuppt sich als aufregende und aufstrebende Region rund um die mondäne Barockmetropole Lecce. Natur- wie Kulturliebhaber kommen im Salento, der Heimat der Tarantella-Musik, zu jeder Jahreszeit auf ihre Kosten. In Apulien heißt der Tanz übrigens Pizzica. Der Name stammt vom italienischen Wort „pizzicare“ ab, das „stechen“ oder „beißen“ bedeutet. Von den fünf kleinen Orten der Gemeine Melendugno liegt die Küste stets in bequemer Reichweite. Besuchen sollte man auch die Provinzhauptstadt Lecce sowie Otranto, Ostuni und Gallipoli. Dafür reichen vier Tage dann nicht. Wir fahren wieder einmal dorthin.

Reise

Syrakus mit bezaubernder Ortygia

Sizilien (375)Ortygia bildet das das historische Zentrum der Stadt Syrakus

Einige Pulsschläge der Geschichte lang war das von Tyrannen regierte Syrakus der Nabel der antiken griechischen Welt, wovon heut noch Tempel, Theater und Altäre künden.

Glanz und Gloria währten bis ins Jahr 212 vor Christus, als die Römer die griechische Metropole Siracusa nach zweijähriger Belagerung einnahmen. Dabei soll ein römischer Soldat den genialen Mathematiker Archimedes erschlagen haben. Von Weltstadt war fortan keine Rede mehr, doch noch heute begeistert das UNESCO-Weltkulturerbe mit grandiosen Zeugnissen der Antike, umgeben von barocken Stadtpalais, malerischen Plätzen und dem Trubel einer modernen Hafenstadt.

Ortygia

Siedler aus Korinth ließen sich im Jahr 734 vor Christus auf der Insel Ortigia nieder. Drei Brücken führen heute vom Festland hinüber. Auf der Piazza Pancali erheben sich die Ruinen des Tempio di Apollo (6. Jahrhundert vor Christus) – gewaltige dorische Säulen und Quaderblöcke der Cella, des Kultraumes. Über den Corso Matteotti geht es zur Piazza Archimede mit einem verspielten Artemis-Brunnen (19. Jahrhundert) und durch die Via Landolina zur Piazza Duomo.

Duomo

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Rittner Wonnen für Sigmund Freud in Südtirol

In diesem Raum soll Siegmund Freud seine Silberhochzeit gefeiert haben

Als Sigmund Freud 1911 in Klobenstein weilte, sucht er „Ruhe und Wald in der Nähe“, um an seinem neuen Werk über die Religionspsychologie arbeiten zu können. Im Hotel zur Post, heute Bemelmans Post, findet der Begründer der Psychoanalyse für sechs Wochen den Raum, in dem er „allein sein kann“. Gemeinsam mit seiner Frau Martha und seinen sechs Kindern feiert er hier auch seine Silberhochzeit.

Bemelmanns Post Ritten Südtirol
In diesem Raum soll Sigmund Freud seine Silberhochzeit gefeiert haben
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An der Tafel des Heiligen Josef – Le Tavole di San Giuseppe

54 Häuser laden in Giurdignano am 18. und 19. März ein54 Häuser laden in Giurdignano am 18. und 19. März ein

„Kommt in den Salento, um Heilige zu werden! Nehmt teil an den gedeckten Tischen von San Giuseppe in Giurdignano, im Garten der größten Megalithen Europas.“ Ein sehr anspruchsvolles Programm erwartet uns auch diesmal in Apulien.

Monika Gravante ist die sympathische Bürgermeisterin von Giurdignano
Monica Gravante ist die sympathische Bürgermeisterin von Giurdignano

 

Eingeladen hat die kleine Gemeinde Giurdignano, die alljährlich am 19. März, den Tag des San Giuseppe (Tag des Heiligen Josef) feiert. Über den Ursprung der Tradition der gedeckten Tische gibt es viele Legenden. Wahrscheinlich ist wohl, dass man den Heiligen Josef als Beschützer der Armen und Kranken mit einer warmen Mittagsmahlzeit dankt.