Industriekultur

Reise

K)ein Kinderspiel. Kindheit und Industrialisierung

Das Brandenburg Preußen - Museum in Wustrau Foto. WeirauchDas Brandenburg Preußen - Museum in Wustrau Foto. Weirauch

Das Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau öffnet am kommenden Sonntag, 21. März 2021, als erster Partner des Kulturland-Themenjahres 2021 seine Türen mit einer neuen Ausstellung. „(K)ein Kinderspiel“ zeigt, welchen Einfluss die Industrialisierung auf die „kleinen Dinge“ hatte. Kaum ein historischer Prozess hat die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen in Deutschland so stark beeinflusst wie die Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Die tiefgreifenden Veränderungen, die Technisierung und Bevölkerungswachstum mit sich brachten, lassen sich noch heute anschaulich im Spielzeug jener Zeit nachvollziehen. Wie ein Spiegel der Gesellschaft vermittelt dieses Spielzeug ein Bild der veränderten Lebens- und Arbeitswelt.

1 Stunde weg

Conrad Matschoß – Altmeister der Technikgeschichte

Südwestkirchhof StahnsdorfTechnikhistoriker Conrad Matschoss

Am 7. Juni 2021 erinnern nicht nur Freunde der Industriekultur an Conrad Matschoss. Der Altmeister der deutschen Dampfmaschinengeschichtsschreibung wurde vor 150 Jahren geboren. Sein Grab befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf am Rand von Berlin. Vor über 110Jahren erschien in Berlin das zweibändige Werk „Die Entwicklung der Dampfmaschine, eine Geschichte der ortsfesten Dampfmaschine der Lokomobile, der Schiffsmaschine und Lokomotive“. Verfasser dieses bis heute zu den technikgeschichtlichen Standardwerken zählenden Buches ist Conrad Matschoß. 1987 erschien im VDI-Verlag ein Nachdruck dieses technikhistorischen Klassikers. Das Grab des 1942 verstorbenen Conrad Matschoß befindet sich auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof. Biegt man am Eingang des Friedhofs hinter dem Informationshaus des Fördervereins Südwestkirchhof  rechts ab, gelangt man in wenigen Schritten zum Grab. Hinter Rhododrendon-Büschen lugt auf dem moosbewachsenen Gehweg rechts der Grabstein hervor.  Ein Zahnrad mit einer heute kaum mehr sichtbaren Eule ziert den Grabstein. Es ist das Zeichen des Vereins Deutscher Ingenieure. „Sein Leben und Wirken galt dem Verein Deutscher Ingenieure und der Geschichte der Technik“ – So steht es auf dem Grabstein des deutschen Ingenieurs, Hochschullehrers, Technikhistorikers, Publizisten und Direktors des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Wer war dieser Conrad Matschoss

Reise

Kalk, Computer, Hüte und ein Meisterwerk: Industriekultur in Brandenburg

Brikettfabrik Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn

Industrie als Urlaubsabenteuer: Das ist Thema des Touristischen Netzwerks Industriekultur in Brandenburg (TNIB). Mit 20 sehr unterschiedlichen Erlebnisorten – vom Museum bis zum Tagebau – bietet die junge Arbeitsgemeinschaft vielfältige und eindrucksvolle Begegnungen mit einer bis heute prägenden Identität. Jetzt präsentiert das Netzwerk vier neue Mitglieder: den Museumspark Rüdersdorf, das Schiffshebewerk Niederfinow, das Stadt- und Industriemuseum Guben sowie das ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda. Damit wächst der Zusammenschluss auf 24 Mitglieder.

Was man in Brandenburg sehen sollte

1 Stunde weg

Technisches Denkmal – Mittelwellensender 21 auf dem Funkerberg

Mittelwellensender21Mittelwellensender in der Funkstelle Königs Wusterhausen, 1928, Foto: M. Dummer/Archiv Weirauch

Der 22. Dezember 1920 ist ein historisches Datum. An diesem Tag ist von der Hauptfunkstelle auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) die erste deutsche Rundfunksendung, die Übertragung eines Instrumentalkonzertes, mit  einer Reichweite von 1.500 Kilometern ausgestrahlt worden. Drei Instrumente – Geige, Klarinette und Harmonium – brachten den Menschen weihnachtliche Musik ins Haus. 1920 nutzten die Rundfunk-Pioniere einen selbstgebauten Lichtbogensender. Ein neues Zeitalter brach an. Seither gilt der Funkerberg von Königs Wusterhausen bei Berlin als die Wiege des deutschen Rundfunks. Der rbb Berlin-Brandenburg begleitet das Jubiläum 100 Jahre Radio. So ist auf der Homepage zu lesen: “Um 1920 Radio empfangen zu können, brauchte man Kopfhörer und einen sogenannten Detektor, der die Funkwellen mit Unterstützung eines Bleiglanzkristalls in hörbare Frequenzen übersetzt.” Das Entscheidende von dieser Sendung am 22. Dezember 1920 war, dass die Techniker Sprache und Musik übertragen haben. Und damals haben sie zur Musikübertragung einfach die Telefonsprechkapsel vor den Hörer eines Grammofons gehalten und haben damit die Musik übertragen“, so berichtet Rainer Suckow, Radio-Enthusiast und Vorsitzender des Sende- und Funktechnikmuseums in Königs Wusterhausen im Februar 2020 gegenüber dem Deutschlandfunk.  

Am authentischen Ort

Reise

Das Schiffshebewerk Rothensee in Magdeburg

MagdeburgSchiffshebewerk Rothensee

Unbedingt anschauen sollten sich nicht nur an historischer Technik Interessierte das Schiffshebewerk Rothensee am nördlichen Rand von Magdeburg. Es ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung.  1938 wurde das Schiffshebewerk Rothensee in Betrieb genommen.

Magdeburg Marketing, Werner Klapper.
Wasserstraßenkreuz Foto: Magdeburg Marketing, Werner Klapper.

Warum das Schiffshebewerk Rothensee  einmalig ist

Reise

Mit dem Boot durch Leipzig – Plagwitz ?

Leipzig (2)Foto: Weirauch

Eine komische Frage, die mir da gestellt wurde. Dachte ich zuerst, als Wasserstadt war mir Leipzig bislang nicht bekannt. Dann habe ich es ausprobiert: es funktioniert. Zusammen mit Andreas Schmidt von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH waren wir für einfachraus.eu in Leipzigs Westen unterwegs. Bunte Kanus und Venezianische Gondeln gleiten über die Weiße Elster, entlang an wildromantischen Gärten und herrschaftlichen Villen aus der Gründerzeit. Von den Balkonen riesiger Backsteinbauten, die früher als Fabriken dienten, erklingt Musik. Eine Schwanenfamilie schwimmt majestätisch an der am Ufer liegenden Kiezkneipe „Heimathafen Kö“ vorbei und ist sich den Blicken und Handy-Schnappschüssen der zahlreichen Gäste bewusst. Verspielt glitzert die Abendsonne auf dem Wasser…

Bootsfahrt auf der Weißen Elster