Harz

HotelsReise

Plumbohm – das andere Hotel im Harz

Blick auf Plumbohms Bio-Suiten-Hotel, Foto: PlumbohmsBlick auf Plumbohms Bio-Suiten-Hotel, Foto: Plumbohms

(Werbung) Der Harz präsentierte sich uns beim Besuch 2017 zweigeteilt. Auf der einen Seite laden in Wernigerode, Quedlinburg, Ilsenburg und Thale (im Ostharz gelegen) viele neue Hotels und Pensionen ein. Im Westharz, dem Sonder-Fördermittel nach 1990 nicht zur Verfügung standen, trauern viele Quartiere noch alten Zeiten hinterher. Doch es tut sich etwas, so konnten wir beispielsweise in Bad Harzburg erleben: Plumbohms Bad Harzburg.

Eine erste Adresse: Plumbohms in Bad Harzburg, Foto: Plumbohms
Eine erste Adresse: Plumbohms in Bad Harzburg, Foto: Plumbohms

Dort sorgt das eigenwillige „Plumbohms“ an der Brunnenallee mit seinen Bio-Suiten für überraschende Erfahrungen. Schon beim Anblick des „Plumbohm“ kommen wir ins Grübeln. Was da nicht alles für Worte aus vergangenen Zeiten an die Wand geschrieben wurden.

Blümmerant, Döneken, Katzentisch, Schlawiner oder Kinkerlitzchen. Alles vergessene Wort. In Bad Harzburgs Brunnenallee stehen diese mitsamt Redewendungen aus Uromas Zeiten an der Fassade des Hotels “Plumbohms Bio-Suiten”. So kommen Jung und Alt vor dem Haus ins Gespräch. Wir haben den Dialog zwischen Großeltern und Enkeln köstlich empfunden. Geschichtsunterricht auf heitere Art, und anschaulich.

Cafe, Bar, Frühstücksrestaurant im Plumbohm – liebevolle Atmosphäre, super Service Foto: Weirauch

Die Initiatoren des eigenwilligen Hotelprojektes, Kerstin und Dirk Junicke, wollen mit ihrem „Wortmuseum der vergessenen Wörter“ auf ihr „Plumbohms“ aufmerksam machen. Das ist tätige Kulturpflege. Mal etwas anderes als immer die auf dem Besen reitenden Brockenhexen. Wobei es die natürlich auch in einem der individuell eingerichteten Zimmer im „Plumbohm“ mit Sicherheit gibt. Mit Überraschungen muß der Gast im „Plumbohms“ auf den drei Etagen rechnen. Die Eindrücke sprechen für sich und machen Lust auf weitere Entdeckungen in dem ehrwürdigen Haus.

Gelobt wird der freundliche Service bei Plumbohms, Foto Plumbohms

Werke von Künstler aus der Harzregion hängen an den Wände. Übrigens die  Suiten können sowohl als auch mit Hotelservice oder als Ferienwohnung gebucht werden. Edel die Ausstattung, wahlweise mit Eichenparkett, Ledersofas, Ohrensessel, Kamin, Möbeln aus Massivholz. Originelle Details verraten die Liebe des Hausherrn.

Originell die Details. einmal zieht ein aufgemalter Zweg an der Kette zur Klingel, ein andermal geistert er durch Zimmer.

lingel, ein andermal dient ein Hirschgeweih als Garderobenhalter im Schrank. Es sind diese kleinen Dinge, die uns im “Plumbohms” so gefallen haben. Man fühlt sich hier gut aufgehoben. Man lernt den Harz mit anderen Augen zu sehen. Es ist bei uns gelungen während unseres Besuches. Danke an Kerstin und  Dirk Junicke.

Leider hat ein Großteil von Bad Harzburg noch so einen altbackenen Charme. Da fällt das “Plumbohm“ auf. Es gibt aber noch andere positive Überraschungen in der Stadt. Dazu gehört der Baumkronenpfad (nicht weit vom „Plumbohm“ und das auch der Familie Junicke gehörende Hotel auf dem Burgberg.

 

Wie kam es überhaupt zu dem Engagement der Unternehmerfamilie. Kerstin Junicke klärt auf. Sie stammt aus Bad Harzburg, er aus dem nahen Braunschweig. Die Baufirma der Jungnickes läuft gut, die Söhne machen in Immobilien. Und die Eltern fühlten sich jung genug, etwas Neues anzufangen. So entstand das „Plumbohms“ an der  Brunnenallee von Bad Harzburg. Und sie lüftet den Rätsel des Namens  Plumbohm. Es ist nicht nur der Mädchenname von Junickes Großmutter Minna, sondern auch die plattdeutsche Bezeichnung für Pflaumenbaum.

Kerstin Junicke ist die engagierte Hausherrin im “Plumbohms” von Bad Harzburg, Foto: D.Weirauch

Blick aus dem Ruheraum der Sauna im "Plumbohms" über Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Blick aus dem Ruheraum der Sauna im “Plumbohms” über Bad Harzburg, Foto: Weirauch

Einen Tipp will ich dem neugierigen Besucher von Bad Harzburg noch unbedingt empfehlen. Dirk Jungnicke gilt in Bad Harzburg als Motor vieler Veränderungen. Er initiierte auch den Bau des „Harzer Jungbrunnen“ am Marktplatz. Der Quedlinburger Künstler Jochen Müller, der auch das “Plumbohms” mit seinen Werken individuell ausgestattet hat, schuf lustig anzuschauende knubbelige Figuren aus Bronze.

Der Brunnen ist mittlerweile zum Treffpunkt von Jung und Alt in Bad Harzburg geworden.

Das „Plumbohm“ überrascht

Und wenn das Wetter mal schlecht ist? Dann empfiehlt sich die Sauna, die im “Plumbohms” nicht irgendwo im Keller versteckt ist, sondern durch ihre Lage auf dem Dach einen zauberhaften Blick auf die dicht bewaldeten Berge rund um Bad Harzburg erlaubt.

Oder man macht es sich mit einem Buch aus der kleinen Zimmerbibliothek vor dem Kamin gemütlich. Die Bücher kann man übrigens mitnehmen: man schickt das ausgelesene Buch zurück oder packt ein anderes dazu.

Vor dem „Plumbohms“ steht seit kurzem ein Bücherbord. Es macht Spaß zu sehen, wie die Kurgäste und Bad Harzburger sich daraus „bedienen“ und ins Gespräch zu kommen. Lesen scheint wieder in, trotz aller Unkenrufe.

Das Cafe & Restaurant im Plumbohms hat geöffnet: täglich von 8 – 11 Uhr und 15 – 22 Uhr, Freitags und Samstags bis 22 Uhr, Dienstag nur am Vormittag von 8 – 11 Uhr

Mit der Seilbahn auf den Großen Burgberg

Vom „Plumbohm“ aus ist es nicht weit, entlang am dahinplätschernden Flüsschen Radau am Haus der Natur vorbei ist es nicht weit, zur Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg zu gelangen.

Nicht nur des Ausblicks wegen. Hier oben steht die Ruine einer alten Kaiserburg. Und seit zwei Jahren nun  lädt das „Aussichtsreich” Gäste nach oben ein.

Aussichtsreich amAbend, Foto: Plumbohms
Aussichtsreich amAbend, Foto: Plumbohms

Von manchem der Zimmer von Bad Harzburgs wohl ungewöhnlichsten Hotel hat man einen tollen Blick hinüber zum Brocken. Übrigens: wer Nachts auf dem Burgberg im Hotel wohnt, der hat das Plateau fast allein für sich. Die Seilbahn fährt erst wieder am morgen hinab.

Blick vom Aussichtsreich auf den Brocken, Foto: Plumbohms
Blick vom Aussichtsreich auf den Brocken, Foto: Plumbohms
Das "Aussichtsreich" auf dem Burgberg von Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Das “Aussichtsreich” auf dem Burgberg von Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom "Aussichtsreich" ins Harzvorland. Foto: Weirauch
Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom “Aussichtsreich” ins Harzvorland. Foto: Weirauch

Und auch hier trifft man wieder auf die tatkräftigen Spuren der Unternehmerfamilie Junicke.

Rustikal und anheimelnd: Zimmer im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms
Rustikal und anheimelnd: Zimmer im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms

Das Haus, Hotel und Gaststätte, orientiert sich architektonisch an dem Vorgängerbau von 1840. Es verschwand in den 60er-Jahren, als ein Selbstbedienungsrestaurant die Urlauber versorgte. Und die Junickes wären nicht die Junickes, wenn nicht auch das „Aussichtsreich“ eine besondere Geschichte hätte. „Wir haben die Gäste, die uns besuchten, gebeten immer einen Ziegelstein mit der Seilbahn nach oben zu transportieren.“ Es müssen viele Besucher gewesen sein, das Haus macht einen stattlichen Eindruck.

 

Gastraum im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms
Gastraum im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms
Blick vom Aussichtsreich auf Bad Harzburg, Foto: Plumbohms
Blick vom Aussichtsreich auf Bad Harzburg, Foto: Plumbohms

Wir danken dem Tourismus-Marketing Niedersachsen für die Unterstützung bei der Recherche und Familie Plumbohm für die Einladung in ihrem „Plumbohn“ nächtigen zu dürfen.

Blick vom "Aussichtsreich" auf Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Blick vom “Aussichtsreich” auf Bad Harzburg, Foto: Weirauch

Informationen zum Plumbohms in Bad Harzburg

  • PLUMBOHMS  Bio Suiten Hotel
  • Herzog-Wilhelm-Straße 97
  • 38667 Bad Harzburg
  • Telefon: 0 53 22 / 32 77
  • Telefax: 0 53 22 / 23 41
  • E-Mail: info@plumbohms.de
  • PLUMBOHMS Aussichtsreich
  • Burgberg
  • 38667 Bad Harzburg
  • Restaurant-Tel.: 0 53 22 / 2706
  • Logierhaus-Tel.: 0 53 22 / 3277
  • Telefax: 0 53 22 / 23 41
  • E-Mail: info@plumbohms.de
  • Anfahrt: zu Fuß oder mit der Burgberg – Seilbahn
  • Fahrtzeiten: mit Beginn der Sommerzeit 09.30–18.00 Uhr
    mit Beginn der Winterzeit: 10.00–17.00 Uhr (ab 31.10.)
  • Weitere Infos und Zimmerpreise unter: www.plumbohms.de
  • Anreise: Nach Norden ist Bad Harzburg durch die A 395 mit der Stadt Braunschweig verbunden und somit zur A 2. In Ost-Westrichtung verbindet die Straße Wernigerode und Quedlinburg über die Bundesstraßen 6 und 82 mit der A 7.

Bad Harzburg ist, wie der Namenszusatz Bad schon beschreibt, ein altes Kurbad. Die Stadt hat mehrere Parkanlagen, Badepark, Kurpark,  Schlosspark sowie den heutigen Stadtpark.

Der Baumwipfelpfad Bad Harzburg ist mit rund 1000 Metern Länge in über 20 Meter Höhe dank einer 300 Meter langen, spiralförmigen Rampe im Einstiegsturm auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet. Die Anlage liegt im Kurpark von Bad Harzburg und führt über das sogenannte Kalte Tal und einen Teich hinweg. Von oben kann man auch Kletterer in einem 2017 angelegten Kletterwald beobachten.

Für sportliche Aktivitäten stehen ein 18-Loch-Golfplatz und die Swingolfanlage, als Bademöglichkeiten die Bad Harzburger Sole-Therme (32 °C warme Sole) und das Hallenbad Silberbornbad zur Verfügung. Auch der 13 Kilometer lange Teufelsstieg führt als Wanderweg zum Brocken.

Der Nationalpark Harz ist erreichbar mit den Angeboten von Fahrziel Natur.

Demnächst folgen hier weitere Sehenswürdigkeiten im Harz, so der Baumkronenpfad in Bad Harzburg und das Cafe Winiwuk, lassen Sie sich überraschen. Die seite von harzinfo gibt weitere Tipps.

BücherReise

Buchtipp: 111 Orte im Harz

Harz (4)Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch

Der Harz ist im norddeutschen Raum bekannt als Ski-, Rodel- und Wandergebiet. Motorradfahrer schätzen ihn ebenfalls als kurvenreiches Eldorado – und sonst so? Dieses geologische Urgestein hat weit mehr zu bieten! Viel Neues, Unerwartetes und Faszinierendes gibt es zu entdecken. Der Harz liegt wie eine Art “Lummerland” als Mittelgebirgsinsel in der norddeutschen Ebende. Er hat eine in jeder Beziehung gut zu “erfahrene” Größe mit seiner geografisch ovalen Abgeschlossenheit und ist auf ganz eigene Weise eine Art Überraschungsei!

Die innerdeutsche Nahtstelle ist kein wirtschaftlich starker Raum – das touristische Potenzial ist jedoch nach wie vor hoch, auch wenn der Harz bei vielen als etwas “angestaubt” gilt. Seit einiger Zeit ändert sich was, das Tourismusschwungrad ist frisch geölt! Man ist dabei, ein jüngeres Image “Typisch Harz” zu entwickeln, und es liegt Morgenluft über den bewaldeten Höhen …

Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom "Aussichtsreich" ins Harzvorland. Foto: Weirauch
Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom “Aussichtsreich” ins Harzvorland. Foto: Weirauch
Reise

Zu Besuch in Harzer Besucherbergwerken

Harz-älter (24)

Wo einst Bergleute mit im Harz mit Schlegel und Eisen kostbare Bodenschätze freilegten, offenbaren sich heute dem Besucher faszinierende Welten unter Tage. 20 Erlebnisbergwerke, Bergbaumuseen und Hüttenbetriebe gibt es allein im Harz. myEntdecker stellt einige davon vor.

Röhrigschacht: 300 Meter tief

Erste Station: Besucherbergwerk „Röhrigschacht“ in Wettelrode (bei Sangerhausen im Mansfelder Land). Die Ausrüstung der Besucher mit Kittel, Grubenlampe und Schutzhelm lässt schon an Tücken der tiefen Finsternis denken. Dann drängt sich die Seilschaft, werden die Teilnehmer der Reise in die Tiefen des Gebirges hier genannt,  in den Förderkorb.

Rasselnd schließt sich das Gitter am Förderkorb, der anruckt und dann mit  3,25 m/ Sek. in die Tiefe gleitet. Die Fahrt mit der Grubenbahn in 283 Meter Tiefe durch dürftig beleuchtete Stollen gehört für Jung und Alt zu den wohl einprägsamsten Attraktionen in einem Schaubergwerk. Vor Ort sind dann auf einer Führungsstrecke die Abbaumethoden der Jahrhunderte anschaulich dargestellt. Staub, Hitze, ewige Nacht werden vorstellbar. Über  uns befindet sich Sangerhausen mit dem Europa Rosarium.

Pferde und Ratten

Über Pferde im Schacht ist etwas zu erfahren und über Ratten, die wohlgelitten waren, weil sie den Bergmann vor den Gefahren schlechter Luft warnten. Gerne ließen die Bergleute auch mal „die Ratte quieken“, wenn sie nach oben wollten, um ihren Durst zu löschen. Die lebenden Warnmelder sollten gefährliche Wetter im Schacht ankündigen, quiekten natürlich auch, wenn man sie in den Schwanz kniff. Wenn’s der Obersteiger sah, waren fünf Groschen Strafe fällig.

Stolbergstolberg harz - blick zum schloss hochkant

Grube Glasebach in Straßberg

Zweite Station: Grube „Glasebach“ in Straßberg. Dem Drängeln einer Frau ist es zu verdanken, dass die kleine Gemeinde Straßberg in der Nähe von Ballenstedt heute über eines der bekanntesten Besucherbergwerke im Harz verfügt. Erika Lohrenz, Vorsitzende des Montanvereins, kämpfte bereits zu DDR-Zeiten um den Erhalt des Berwerkes. Als Anlage von „nationaler Bedeutung“ wurde die Grube schon bald nach 1990 vom Deutschen Bergbaumuseum in Bochum eingestuft. 300 Jahre Bergbaugeschichte des Unterharzes werden mit der kleinen Flussspatgrube lückenlos bis in die Neuzeit dokumentiert. Relikte einer hölzernen Wasserkunst können ebenso bestaunt werden wie der eichene Ausbau der Stollen. Über Tage kann man eine komplette Grubenrettungsstelle anschauen.

Mansfeld-Museum in Hettstedt

Wenige Kilometer weiter im Wippertal, hinter Großörner im Hettstedter Ortsteil Burgörner-Altdorf, betritt man historischen Boden. Hier entwickelten Bergbauingenieure die erste deutsche Dampfmaschine Wattscher Bauart, entstand in Hettstedt die erste deutsche Maschinenfabrik der Dampfindustrie und verläuft mit fast 32 Kilometern der längste Stollen seiner Art im mitteleuropäischen Bergbau. Im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss trifft Mitteldeutsche Industriegeschichte auf eine berühmte Familiengeschichte: Im barocken Herrenhaus lernte der Naturforscher Wilhelm von Humboldt 1788 seine spätere Frau Caroline von Dacheröden kennen.

Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch
Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch

Erste deutsche Dampfmaschine

Das Mansfeld-Museum zeigt auf zwei Etagen im Humboldt-Schloss und einem ausgedehnten Freigelände Gegenstände und Dokumente zur über 800-jährigen Bergbau- und Hüttengeschichte, sowie der Mineralogie und Geologie des Kupferschiefers im Mansfelder Land. Auch die bis heute in Hettstedt existierende Halbzeugindustrie wird dargestellt.

Nachbau der Hettstedter Dampfmaschine in Hettstedt- Burgörner
Nachbau der Hettstedter Dampfmaschine in Hettstedt- Burgörner

Eine Attraktion ist der originalgetreue und voll funktionsfähige Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Wattscher Bauart. Diese diente ab 1785 auf dem König-Friedrich-Schacht bei Hettstedt zum Antrieb von Wasserpumpen.
Etwa drei Kilometer vom Museum entfernt, erinnerte 1890 der Verein Deutscher Ingenieure mit einem Maschinendenkmal an den Einsatz der damals noch Feuermaschine genannten Dampfmaschine. Übrigens erfolgte der Bau auf der Grundlage einer von Friedrich dem Großen im Schloss Sanssouci ausgestellten Kabinettsorder.

Besucherbergwerke Harz – Informationen

  •  ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode
  • Adresse: Lehde, 06526 Sangerhausen (Ortsteil Wettelrode)
  • Infos und Anmeldung: Tel. +49 (0)3464 587816
  • Röhrigschacht im Internet: www.roehrigschacht.de
  • Mansfeld Museum im Humboldt-Schloss: Schlossstraße 7, 06333 Hettstedt, Tel.: 03476/200753, geöffnet: Mi-So: 13 – 17 Uhr, Eintritt: 3, erm. 1 Euro. Internet: mansfeld-museum.hettstedt.de
  • Schaubergwerk „Büchenberg“
  • Anfahrt: an der B 244 zwischen Elbingerode und Wernigerode, Abfahrt in Richtung Heimburg.
  • Adresse: Büchenberg 2, 38855 Elbingerode, T: +49 39454 42200
  • Büchenberg im Internet: www.schaubergwerk-elbingerode.de
  • Grube Glasebach: Glasebacher Weg, 06493 Harzgerode OT Straßberg, Tel. 039489 226,  im Internet: www.strassberg-harz.de

Harzer Bergwerksmuseen: Arbeitsgemeinschaft Harzer Bergbau und Hüttenmuseen, c/o Das Oberharzer Bergwerksmuseum, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323/81633, Internet: www.harzerbergwerksmuseen.de

Orte des Harzes, vor allem der Nationalpark Harz, sind gut erreichbar mit Fahrtziel Natur der Deutschen Bahn.

Der Harz im Internet: www.harzinfo.de

HotelsReise

Romantische Fachwerkstadt: Stolberg im Harz

Schindelbruch WinterMitten im Harz: Das Hotel Schindelbruch in der Nähe von Stolberg/Harz, Foto: Hotel Schindelbruch

Von Berlin oder Leipzig ist es nicht weit bis nach Stolberg. Ich war jetzt wieder einmal in dieser wunderschönen Fachwerkstadt. Viel zu kurz, aber ich komme wieder.

Denn Stolberg ist so ziemlich das Schönste, was der Harz an komplett erhaltenen kleinen Fachwerkstädten zu bieten hat. Der Vorteil: über die Autobahn A 38 kommt man schnell von allen Ecken des Landes dorthin.

Spaziergang durch die Europastadt

Das mittelalterliche Städtchen kann man am besten bei einem Spaziergang erkunden, der natürlich auch hinauf zum Schloss führt.
Von der sogenannten Lutherbuche, auf der gegenüberliegenden Seite, ist der Blick noch atemberaubender. Claudia Hacker, die engagierte Chefin der  Touristinfo am Stolberger Markt weiß eine Menge über den Aufenthalt des Reformators Martin Luther in Stolberg zu erzählen. In Stolberg gibt es gleich drei der über 60 Lutherorte, die sich über das Bundesland Sachsen-Anhalt verteilen.

Stolbergstolberg harz - blick zum schloss hochkant

Am 21.April werden am Haus Rittergasse 7, an der Stadtkirche St. Martini und an der Lutherbuche Plaketten mit QR-Codes angebracht, die dann über Luthers Besuch und seine Gedanken über das Harzstädtchen berichten sollen. Darüber dann später hier mehr.

Blick auf Stolberg von Lutherbuche aus

Die komplett restaurierte Stadt auf 350 Metern Höhe ist romantisch in vier enge Täler eingebettet. Etwas ganz Besonderes ist das aus über 450 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten bestehende geschlossene Stadtbild. Das brachte der Stadt 1993 den Titel „1. Historische Europastadt“ ein.

Blick auf Stolberg von der Lutherbuche aus
Blick auf Stolberg von der Lutherbuche aus

Mutter aller Oranier stammt aus Stolberg

An die vielfältige Geschichte von Stolberg erinnert der Name Thomas-Müntzer-Stadt. An der Deutschen Fachwerkstraße liegt der Geburtsort des Theologen Thomas Müntzer (um 1489-1525) und der Gräfin Juliana (1506-1580), der Ahnfrau des niederländischen Königshauses. Stolberg ist deshalb auch wichtige Station der von Schwerin und Hitzacker, über Oranienburg, Oranienbaum, Bad Arolsen und Nassau bis nach Den Haag in den Niederlanden verlaufenden „Oranierroute“.

Schloss der Fürsten von Stolberg

Auf einem Bergsporn thront über der Stadt das Schloss Stolberg. Es war von 1210 bis 1945 Residenz der Grafen beziehungsweise später der Fürsten von Stolberg. Nach Jahren des Verfalls erwarb die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn das Schloss und restauriert es umfangreich. Teile sind als Museum für Besucher geöffnet und vermitteln eindrucksvolle Geschichte in den restaurierten Räumen. Das klassizistische Interieur des Großen Empfangssaales ist nach Plänen von Preußens Baumeister Karl Friedrich Schinkel, von dem viele Bauten in Berlin und Potsdam stammen, gestaltet.

Führungen im Schloss Stolberg
Führungen im Schloss Stolberg

Führungen im Schloss Stolberg

Voraussichtlich 2018 eröffnet im Schloss ein Hotel der Ritter von Kempski Privathotels. Das Unternehmen betreibt bereits zwei renommierte Häuser in dem Harzstädtchen, darunter das vielfach preisgekrönte Naturresort Schindelbruch. Darüber dann hier ein ausführlicher Bericht.

 Rathaus ohne Treppenhaus

Sehenswert ist auch das Rathaus aus dem Jahre 1452. Es ist ein einzigartiges Baukuriosum, denn es hat kein Treppenhaus. Den Zugang zu den oberen Stockwerken erreicht man nur über eine äußere Treppe, die gleichzeitig zur benachbarten Kirche St. Martini führt. Am 21. April 1525 predigte in dieser Kirche Martin Luther gegen die aufständischen Bauern und Handwerker der Region. Am 21. April 2016  wird  in Stolberg die Lutherroute Sachsen-Anhalts komplettiert.

Rathaus von Stolberg
Rathaus von Stolberg

Denkmal für Thomas Müntzer

An der Restaurierung der dreischiffigen Basilika aus dem 15. Jahrhundert beteiligt sich, wie auch beim Schloss, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Direkt vor dem Rathaus wurde in Erinnerung an den 1989 gefeierten 500. Geburtstag Thomas Müntzers ein Denkmal für den Theologen errichtet.

Eigenen Silbertaler prägen

Ebenso sehenswert ist das in einem großen Renaissancefachwerkhaus in der Nähe des Seigerturmes untergebrachte Museum „Alte Münze“. Es beherbergt eine europaweit einmalige, komplett erhaltene historische Münzwerkstatt. Wer will, kann sich dort auf einer großen Spindelpresse einen Silbertaler prägen lassen.

Tilemann PLathner Stempel

Luther: Stadt sieht wie ein Vogel aus

Den besten Blick auf die Stadt hat man aber von der Lutherbuche aus. Von hier aus soll der Reformator über die Schönheit des Harzes philosophiert haben. Martin Luther predigte in Stolberg am 21. April 1525 in der St.-Martini-Kirche gegen die Aufständischen. Jedoch ohne Erfolg: Aufständische Bauern und Handwerker drangen am 2. Mai 1525 ins Schloss ein und zwangen Graf Botho zu Stolberg zur Annahme ihrer Forderungen. An einem Berghang über der Stadt steht die so genannte Lutherbuche, die an den Reformator erinnert. Am Freitag nach Ostern 1525 sollen, der Überlieferung zufolge, Luther und sein Freund Wilhelm Reifenstein einen Spaziergang in die Stolberg umgebenden Berge gemacht haben. Die Buche markiert den Punkt, an dem die beiden auf die Stadt blickten.

Blick auf Stolberg

Dabei soll Luther das Stadtbild mit einem Vogel verglichen haben, wonach das Schloss Stolberg der Kopf, der Marktplatz der Rumpf und die drei zum Markt führenden Gassen die Flügel und der Schwanz seien.

Aber auch kulinarisch ist Stolberg eine Entdeckerreise wert. Originell sind beispielsweise die „Stolberger Lerchen“ (dünne, angeräucherte Bratwürste im Ziegendarm, mit Kartoffeln und Grünkohl oder mit Salat) – das Gericht bekommt man nur im Gasthaus Kupferin Marktnähe. In der Fleischerei am Seigerturm heißen diese Dauerbratwürste „Stolberger Peitschen“. Auch die sogenannten FRIWI-Kekse gibt es nur in Stolberg, die Gebäckmischungen aus der 25 Mitarbeiter zählenden Traditionskonditorei (von 1891) genießen über die Region hinaus Kultcharakter.

Spitzengastronomie im Hotel Schindelbruch

Sieben Kilometer von Stolberg entfernt befindet sich mit dem Naturresort Schindelbruch das erste klimaneutrale Hotel Mitteldeutschlands. Das Wellnesshotel wird vom renommierten „Relax Guide“ als eines der besten in Sachsen-Anhalt bezeichnet.

Das Restaurant Silberstreif, Foto: Schindelbruch
Das Restaurant Silberstreif, Foto: Schindelbruch

Chef der weißen Brigade im Schindelbruch ist Markus Koindek, ein gebürtiger Münchner. Zunächst absolvierte er seine Ausbildung zum Koch im Hotel Deutscher Hof“ in Nürnberg. Zu seinen nächsten Stationen gehörten Sternerestaurants wie die „Entenstub`n“ und das „Essigbrätlein“ in Nürnberg. Nach seiner Ausbildereignungsprüfung (2001) übernahm er im Hotel Forsthaus Fürth die Verantwortung als Küchenchef. In den letzten Jahren waren seine Kochkünste immer wieder gefragt bei den Kickern der Spielvereinigung Greuther Fürth.

Lädt zum Lesen ein: die Bibliothek im Hotel Schindelbruch Stolberg, Foto: Schindlebruch
Lädt zum Lesen ein: die Bibliothek im Hotel Schindelbruch Stolberg, Foto: Schindlebruch
Neugestaltet wurde die Rezeption, Foto: Hotel Schindelbruch
Neugestaltet wurde die Rezeption, Foto: Hotel Schindelbruch

Geschmackvoll ist die Lobby des Schindelbruch gestaltet, Foto: Schindelbruch

Ein Hideaway von Rang: Naturresort Schindelbruch

Vom Schindelbruch aus kann man über die sogenannte „Straße der Lieder“ auf gut ausgeschilderten Wanderwegen hinauf auf den 580 Meter hohen Großen Auerberg wandern. Liederpapst Gotthilf Fischer weihte einst diesen originellen Wanderweg mit seinen Chören ein. An jeder Wegegabelung stehen Tafeln mit deutschen Volksliedern, oft bleiben Wanderer stehen, um aus vollem Hals zu singen.

Luftbild Naturresort Schindelbruch, Foto: Schindelbruch
Luftbild Naturresort Schindelbruch, Foto: Schindelbruch
Blick in den Pool im Resort Schindelbruch im Harz, Foto: Schindelbruch
Blick in den Pool im Resort Schindelbruch im Harz, Foto: Schindelbruch

Josephskreuz: größtes eisernes Doppelkreuz der Welt

Das Josephskreuz gilt als das größte eiserne Doppelkreuz der Welt. Es ist 38 Meter hoch und 123 Tonnen schwer. Von dem einst nach Entwürfen von Schinkel gebauten Aussichtsturm hat man einen unbeschreiblichen Blick über die Harzberge, zum Kyffhäuser in Thüringen und bis hinüber zum ca. 50 Kilometer entfernten Brocken.

Stolbergimg_6539

Größte Karsthöhle Deutschlands

Auch für Familienurlaub ist Stolberg geeignet. Neben Aussichtspunkten und originellen Gaststätten gibt es im Freizeitbad Thyragrotte verschiedene Saunen und Wasserattraktionen.

Großer Dom in der Heimkehle, Touriinfo Stolberg
Großer Dom in der Heimkehle, Foto: Stolberg-Tourismus
Natureingang der Heimkehle
Natureingang der Heimkehle Foto: Stolberg-Tourismus

Einen Abstecher sollte man unbedingt zur Heimkehle bei Uftrungen machen, es ist die größte Gipsschauhöhle Deutschlands. Am Ende des Zweiten Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter der Junkerswerke dort Fahrgestellteile für das Kriegsflugzeug Ju-88 produzieren – bei 90 Prozent Luftfeuchtigkeit und konstant acht Grad Celsius. Eine Menschenschinderei.

Mansfeld – Südharz für Entdecker

In 30 Minuten kann man weitere Stätten besichtigen: Wippra mit einer der ältesten Brauereien in Mitteldeutschland, in der Museumsbrauerei brauen die Gebrüder Gehring nach altem Rezept das weit über die Region hinaus bekannte „Kupferbier“.

Durch das idyllische Wippertal führt die „Mansfelder Kupferstraße“ weiter in die Kupferstadt Hettstedt mit dem Mansfeld Museum und dem dort gezeigten Nachbau der 1. deutschen Dampfmaschine.

Wer in die Tiefen des Berges einfahren will, dem bietet das einzigartige Besucherbergwerk „Röhrigschacht“ in Wettelrode (bei Sangerhausen) Gelegenheit. Und die weltweit größte Rosensammlung befindet sich mit dem Europa-Rosarium ebenfalls in Sangerhausen.

Informationen zu Stolberg im Harz und Buchtipp: Alfred Roth: Stolberg (Harz), Verlag Janos Stekovics, 19.80 Euro

Infos zu Stolberg und Naturresort Schindelbruch

  • Naturresort Schindelbruch
    Schindelbruch 1
    06536 Südharz / OT Stolberg
    www.schindelbruch.de
    info@schindelbruch.de
    Hotel FreiWerk
    Tyrahöhe 24
    06536 Südharz / OT Stolberg
    www.hotelfreiwerk.de
    info@hotel-freiwerk.de

Harz im Internet: harzinfo.de

Im Internet: tourismus-suedharz.de und www.stadt.stolberg.de

Anreise, u.a. mit den Angeboten Fahrtziel Natur.

Mitten im Harz: Das Hotel Schindelbruch in der Nähe von Stolberg/Harz, Foto: Hotel Schindelbruch

Ebenfalls sehenswert:

Niedergasse 19
06536 Südharz OT Stolberg

Tel: +49 34654–454 und +49 34654–859 60
www.tourismus-suedharz.de

 

Schlösser und Burgen

Burg Falkenstein im Harz

Burg Falkenstein im HarzBurg Falkenstein im Harz Foto: Weirauch

Hoch über dem romantischen Fluss Selke erhebt sich, ganz in der Nähe von Gernrode, auf einem Bergsporn die Burg Falkenstein im Harz. Der Aufstieg von Meisdorf aus ist anstrengend. Einmal oben angekommen wird man belohnt mit einem prächtigen Ausblick über die riesigen Wälder des Ostharzes. Sie ist sehenswert: Burg Falkenstein im Harz.

Burg Falkenstein im Harz Foto: Weirauch
Burg Falkenstein im Harz Foto: Weirauch

Mittelalterliche Burg Falkenstein

Trotz vieler Umbauten wahrte die Burg bis heute ihren mittelalterlichen Charakter. Die hochmittelalterliche Burg gehört ebenfalls wie der Dom von Halberstadt und Schloss Ballenstedt zur Straße der Romanik.  Errichtet in der ersten Hälfte des 12. Jh., soll der Legende nach Eike von Repgow hier den Sachsenspiegel verfasst haben. 1437 übernahmen die Herren von der Asseburg die Anlage.
Im 19 Jh. weilten u. a. Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Bismarck auf der Burg. Seit 1946 ein Museum, kann man heute eindrucksvolle Räume wie den Rittersaal, die Herrenstube, die Burgkapelle, die neogotischen „Königszimmer“ oder die Alte Küche besichtigen.
Ausstellungen informieren über die Geschichte der Burg und den „Sachsenspiegel“. Im Sommerhalbjahr zeigt der Falkenhof Greifvögel im freien Flug. Eindrucksvoll sind die Geschwindigkeit des Federspielfalken oder der Sturzflug des Adlers.

Beim Gang durch die Ausstellung erfährt man viel Interessantes. Etwa, dass die Grafen von der Asseburg-Falkenstein im 19. Jahrhundert den Titel eines preußischen Hofjägermeister tragen durften und aus Berlin den preußischen Baumeister Friedrich August Stüler (von dem so bedeutende Bauwerke wie die Neue Synagoge in Berlin oder das Belvedere auf dem Pfingstberg in Potsdam stammen) zu Rate zogen, um einige Innenräume im Stil der sogenannten „Babelsberger“ Neogotik auszugestalten.

Burg Falkenstein im Harz

Burg Falkenstein im Harz

1843 besuchte auch Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. die Burg während einer Jagd in den Wäldern des Harzes. In der recht kleinen Burgkapelle der Burg Falkenstein können unlängst wiederhergestellte hochmittelalterliche Glasfenster bestaunt werden.

Mit der Harzquerbahn unterwegs
Mit der Harzquerbahn unterwegs, Foto: D.Weirauch

Falken und Adler steigen in die Lüfte

Nach dem Ritteressen in der Burggaststätte schauen wir zu, wie sich Falken, Adler und andere Greifvögel über die Gemäuer erheben, Pavel Sihelsky ist einer der erfahrensten Falkner Mitteldeutschlands.

 

Falknervorführung auf Burg Falkenstein
Falknervorführung auf Burg Falkenstein, Foto: D. Weirauch
Adler im Anflug
Adler im Anflug

Auf Burg Falkenstein soll Eike von Repgow seinen „Sachsenspiegel“ geschrieben haben. Zu sehen gibt es in Burg Falkenstein das Biedermeierzimmer mit dem wertvollen Pleyel-Flügel aus dem Jahr 1840.

Gedenkstein für Eike von Repgow, Foto: Dieter Weirauch
Gedenkstein für Eike von Repgow, Foto: Dieter Weirauch

Jetzt ist es Zeit für eine Erkundungstour. Mit dem Kremser oder zu Fuß geht es einen gemächlichen Weg Richtung Gartenhaus. Von dort kommt man entweder zum als Geheimtip geltenden, zwölf Hektar großen Park mit 175 Arten und Gattungen einheimischer und fremder Gehölze in dem kleinen Ort Degnershausen oder wandert weiter im Tal der Selke zum Schlosshotel Meisdorf.

Informationen zum Falkenstein

Schlosshotel Meisdorf

Heinrich Heine beschrieb in seiner Harzreise die Selke als zärtlich, aber auch fröhlich dahinplätschernden Fluss. Unser Weg führt ganz in der Nähe zur Konradsburg, einem der Höhepunkte der Straße der Romanik. Über den Ort Ballenstedt kommen wir in den zu Quedlinburg gehörenden Ortsteil Rieder mit der Roseburg.

Der Bauherr Bernhard Sehring, der Architekt des Berliner Theaters des Westens in Berlin und des Jugendstiltheaters von Cottbus, hatte sich zwischen 1905 und 1925 das auf einer Anhöhe gelegene, noch heute von einer Wehrmauer umgebene Park- und Bauensemble als architektonisches Vermächtnis und Privatwohnsitz ausgewählt.

Schloss Meisdorf im Selketal
Schloss Meisdorf im Selketal

Nächste Station ist Gernrode, wo wir nach einem Besuch der romanischen Stiftskirche der Kuckucksuhrenfabrik einen Besuch abstatten und mit der von einer Dampflok gezogenen Selketalbahn durch herbstlich gefärbte Wälder nach Alexibad fahren. Da wurde erst 1810 als erster Badeort des damaligen Fürstentums Anhalt gegründet.

Aanreise in den Harz u.a. mit Fahrtziel Natur der Bahn AG

Hier finden Sie weitere Tipps zu Sehenswürdigkeiten im Harz.

Ganz in der Nähe: Die Konradsburg.

Die Konradsburg bei Meisdorf im Harz
Die Konradsburg bei Meisdorf im Harz

 

Hotels

Der Harz hat viel mehr zu bieten ……

Stolbergstolberg harz - blick zum schloss hochkant

als unberührte Natur und historische Sehenswürdigkeiten.

Ja, so meine Erfahrung.  Dem Harz haftet zu unrecht oftmals noch ein leicht angestaubtes Image an: Wer an dieses Reiseziel denkt, dem fallen vielleicht Begriffe ein wie Buttercremetorte, Roulade und Kegelabende. Doch das ist
längst nicht mehr alles, was der Harz zu bieten hat. Noch immer lockt die Region mit historischen Sehenswürdigkeiten und unberührter Natur. Mit etwas Glück treffen Wanderer im Nationalpark Harz, Deutschlands größtem länderübergreifenden Naturschutzgebiet, sogar auf den einst vom Aussterben bedrohten Luchs und andere seltene Tier- und Pflanzenarten. Doch nicht nur die sagenumwobene Bergwildnis die bekannten Sehenswürdigkeiten des Harzes lohnen einen Besuch:
Für alle, die unter kulinarischen Genüssen etwas anderes verstehen als Torte und deftige Hausmannskost, bieten drei innovative bekannte Harzer Hotels das perfekte Reisedomizil.
Meine Tipps:

Das Landhaus Zu den Rothen Forellen in Ilsenburg

das Naturresort Schindelbruch in Stolberg

Blick in den Pool im Resort Schindelbruch im Harz, Foto: Schindelbruch
Blick in den Pool im Resort Schindelbruch im Harz, Foto: Schindelbruch

und das Spa & Wellness Resort Romantischer Winkel in Bad Sachsa.

Diese Häuser, sie gehören zur  Dachmarke Genuss HOTELS HARZ.

Alle drei bieten Gästen mehr als nur bequeme Betten, gute Wellnessbereiche, entspannende Wohlfühlbehandlungen und eine empfehlenswerte Küche: Alle drei Harzer Genusshotels legen Wert auf Nachhaltigkeit, die sich nicht nur in „grünen“ Projekten der Häuser zeigt, sondern auch in einer innovativen Küche mit erntefrischen Zutaten aus der Region. Das schont die Umwelt, stärkt die heimischen Erzeuger und schmeckt zudem noch besser als beispielsweise wässrige Erdbeeren oder Tomaten, die statt in der prallen Sonne auf weiten Transportwegen in Folie verpackt gereift sind.

Bewertet vom Relax Guide 2015

Schindelbruch Naturresort 17 Punkte, 3 Lilien

Zu den Rothen Forellen Ilsenburg, 12 Punkte

Romantischer Winkel Bad Sachsa, 13 Punkte, 1 Lilie

Anreise. u.a. mit Fahrtziel Natur.

Hier geht es zum Hotel Plumbohms in Bad Harzburg.

Und hier zur romantischen Burg Falkenstein hoch oben über dem Selketal.