Harz

Reise

Quedlinburg – Sehenswerte Schau zu Lyonel Feininger

Quedlinburg

Eine sehenswerte Ausstellung ist derzeit in der Feiniger Galerie in Quedlinburg zu sehen. Die Ausstellung unternimmt erstmals den Versuch, den künstlerischen Aufbruch der Moderne am Beispiel einer Künstlerfamilie sichtbar zu machen. Erinnern wir uns: s der Maler und Bauhaus-Meister Lyonel Feininger in die USA zurückkehrte, weil seine Werke von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert worden waren, übergab er einige seiner Arbeiten an den Quedlinburger Kunstsammler Dr. Hermann Klumpp, der sie in seiner Heimatstadt Quedlinburg verborgen hielt. Etwa 40 Exponaten sind heute in der Lyonel-Feininger-Galerie zu sehen.

Die Schau in der Feininger-Galerie in Quedlinburg nimmt die musisch-künstlerisch hoch begabte Familie in den Blick. So wird beispielsweise gezeigt, welchen Anteil Gattin Julia am Erfolg des späteren Bauhaus-Meisters hatte. Galerie-Direktor Michael Freitag recherchierte, bei eBay ersteigerte er Fotos von Feiningers Tochter Lore aus erster Ehe. Arbeiten von ihr sind erstmals zu sehen, im großen “Familienbild”.

Michael Freitag ist der Chef der Feininger-Galerie in Quedlinburg , Foto: Weirauch
Reise

Ein Schwimmbad unter dem Kirchsaal

Blick in das Schwimmbad im Mutterhaus in Elbingerode Foto: WeirauchBlick in das Schwimmbad im Mutterhaus in Elbingerode Foto: Weirauch

Wie oft waren wir in den letzten Jahren schon im Harz. Auch durch Elbingerode sind wir dabei gefahren. Aber von diesem Kleinod der Moderne in Elbingerode haben wir nichts mitbekommen beim Durchfahren mit dem Auto. Die Schmalspurbahn (HSB) und das nahe Besucherbergwerk hatten uns interessiert. Aber die Moderne? Auch die gibt es im Harz und zwar im kleinen Ort Elbingerode am Übergang der Hochebene des Unterharzes zum bergigen Oberharz: das Hauptgebäude des Diakonissen-Mutterhauses. einfachraus.eu war jetzt dort auf einer Tour zu meist unbekannten Orten der Moderne in Sachsen-Anhalt.

Bücher

SkiGuide mit den besten Empfehlungen

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Der im ADAC Verlag erschienene Ski – Guide ist das ultimative Handwerkszeug für jeden Wintersportler. Der Klassiker erschien jetzt in der 31. Auflage.

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NEU: über 200, jetzt noch größere und häufig doppelseitige XL-Panoramakarten

Hier die Empfehlungen für den Harz:

Skifahren im höchsten Gebirge Norddeutschlands ist sowohl bei Anfängern und Familien mit kleinen Kindern als auch bei fortgeschrittenen Wintersportlern beliebt. Das nördlichste Mittelgebirge in Deutschland fällt nach Westen und Norden besonders steil ab und verflacht allmählich Richtung Süden. Die verschiedenen Wintersportorte in der Region beeindrucken durch ihre vielfältigen Angebote. Egal ob Ski alpin, Schneeschuhwandern, Rodeln oder Ski nordisch: der Harz lässt keine Wünsche offen. Das Skigebiet Braunlage befindet sich am Wurmberg, Niedersachsens höchstem Berg, und bietet modernste Beschneiungstechnik und viele leichte Pisten mit schönem Ausblick auf den Brocken. Der Matthias-Schmidt-Berg bei St. Andreasberg kann auch anspruchsvolle schwarze Abfahrten aufweisen. Der Bocksberg in Hahnenklee sorgt mit einer beleuchteten Rodelstrecke und einer kurvenreichen Sommerrodelbahn für viel Spaß auf zwei Kufen.

Braunlage (Wurmberg)

Vielen ist der Brocken als höchster Berg Norddeutschlands ein Begriff. Doch auch die nahe gelegene Stadt Braumlage hat sich bereits über die Landesgrenzen hinweg einen Namen gemacht. Das liegt nicht zuletzt am sogenannten Wurmberg, einem der größten Harzer Sikberge. Er bietet optimale Voraussetzungen für ein Sikierlebnis der besonderen Art.

Braunlage ist ein idyllischer Luftkurort und kann auf eine lange Wintersport-Tradition zurückblicken. Die niedersächsische Stadt mitten im Naturpark Harz gilt als eines der ältesten Wintersportgebiete in ganz Deutschland. Der knapp 1000 m hohe Wurmberg ist ein besonders attraktives Ziel für Wintersportler, denn dieses Skigebiet hat es in sich: Es vereint eine prächtige Schneelandschaft mit modernen Wintersportanlagen. Hier können sich Ski- und Wanderfreunde gleichermaßen vergnügen.

Ski/Snowboard

Das Skigebiet Wurmberg ist das größte alpine Skizentrum im Harz und bietet sechs Lieftanlagen mit insgesamt 15 Abfahrten. Die meisten Pisten sind als leicht bis mittelschwer eingestuft. Nur die steile Piste “Hexenritt” mit einem Gefälle von 60 Prozent sollte nur von Fortgeschrittenen befahren werden. Mit einer stolzen Länge von 4,3 Kilometern und 405 Höhenmetern ist sie die längste Skipiste Deutschlands außerhalb der Alpen. Da ist Fahrspaß garantiert. Doch all diejenigen, die ihre ersten Versuche auf Skiern wagen, werden hier fündig: In den Braunlagern Skischulen erhalten sie Einzel- oder Kleingruppenunterricht mit individueller Betreuung. Auch Snowboarder können sich hier nach Herzenslust austoben: Neben zwei langen Hauptabfahrten gibt es einen speziell auf die Bedürfnisse der Snowboarder ausgerichteten Hang und noch weitere sanfte Pisten. Gerade der “Sonnenhang” ist bestens zum Carven geeignet. Nahezu alle Abfahrten bieten eine spektakulären Ausblidk, der die Herzen der Wintersportler höher schlagen lässt. Zusätzlich versuchen – eine wahrhaftige Bereicherung für jeden Skifahrer. Wem das nicht genügt, der kann die imposanten Skisprungschanzen des Wurmbergs genauer unter die Lupe nehmen. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos.

Nordic/Winterwandern

Neben dem breiten Angebot für Skifahrer und Snowboarder häte der Wurmberg noch so manche Überraschung bereit. An der Mittelstation auf dem Wurmberg beginnt eine rund 1,5 Kilometer lange rasante Rodelbahn. Hier wurden bereits deutsche Rodelmeisterschaften ausgetragen. Das ist kein Zufall, schließlich gilt sie als eine der am längsten beschneiten Rodelbahnen Deutschlands. Zusätzlich haben Rodler die Möglichkeit, beim sogenannten Snowtubing die Poste auf einem Reifenrodel hinabzujagen. Auch für Winterwanderungen ist der Wurmberg bestens geeignet. Idyllische Winterwanderwege führen durch die verschneite Landschaft. Insbesondere der Steinbruch und die Große und Kleine Wurmbergklippe sind einen Besuch wert. Langläufern steht ein großes Loipennetz mit verschiedenen Strecken zur Verfügung. Darüber hinaus bietet das Eisstadion in Braunlage die Möglichkeit, verschiedenen Sportarten wie Eislaufen, Eisstockschießen oder Eishockey nachzugehen. Hier kann man zu später Stunde auch auf zahlreichen Eisdisco-Events das Nachtleben der Stadt erkunden.

Informationen

  • Wurmbergseilbahn GmbH & Co. KG
    Am Amtsweg 5, 38700 Braunlage
  • Tel. +49552099930
    Homepage: www.wurmberg-seilbahn.de
    E-Mail: info@wurmberg-seilbahn.de

St. Andreasberg

Der Luftkurort St. Andreasberg verfügt über zwei attraktive Skigebiete: eines am Matthias-Schmidt-Berg und eines am Sonnenberg. Ersteres zählt zu den beleibtesten Witersportregionen Norddeutschlands.

Aufgrund der Höhenlage bis auf 663 Meter und der modernen Beschneiungsanlagen gelten die Skipisten als relativ schneesicher. Neben sanften Familienabfahrten gibt es auch steilere und ansporcuhsvollere Pisten. Anfänger kännen besonders gut auf den breiten und sanften Abfahrten üben. Wer die Herausforderung sucht, probiert die buckellige Strecke unterhalb der Sesselfifte aus oder kann sich im “MSB Snowpark” an verschiedenen Kickern und Rails austoben. Rund 2 Kilometer des beschneiten Geländes werden regelmäßig für Nachtskifahrten mit einer Flutlichtanlage beleuchtet.

Langläufern stehen rund um St. Andreasberg etwa 40 gespurte Loipenkilometer mit Anschluss nach Altenau und Torfhaus zur Verfügung. Zwei Loipen sind für Skater präpariert. In beiden Skigebieten gibt es Rodelbahnen für kleine wie große Schlitten-Fans, im Teichtal können gerade die jüngeren und jung gebliebenen Wintersportler in den Genuss einer aufregenden Snowtubing-Anlage kommen.

Informationen

  • St. Andreasberg
  • Matthias-Schmidt-Berg 4, 37444 Sankt Andreasberg
    Tel.: +495582265
    Homepage: www.alberti-lifte.de
    E-Mai: info@alberti-lift.de
  • SkiGuide mit den besten Empfehlungen

Oberntauern

Obertauern, das wohl höchstgelegene Skigebiet des Salzburger Landes, ist eines der schneesichersten Skigebiete der Alpen. Das heißt für alle ambitionierten Wintersportler: beste Bedingungen von Ende November bis Anfang Mai – und das auf vielseitigen, anfängerfreundlichen Pisten.

Inmitten der Salzburger Bergwelt, zwischen 1630 und 2313 Metern Höhe, warten 100 Kilometer traumhafte, überwiegend leichte bis mittelschwere Pisten, zwei Kabinenbahnen, 18 Sessellifte und sechs Schlepplifte auf Skifahrer und Snowboarder. Zuden freuen sich Liebhaber des nordischen Skisportes über zahlreiche Langlauf-Loipen. Ein Familienskipark, ein geeigneter Kinderbereich, ein Snowpark für die Freestyle-Szene und zahlreiche Après-Ski-Möglichkeiten runden das Angebot in Obertauern ab. Dank seiner Höhenlage und umfassender Beschneiungsanlagen verspricht Obertauern im Pongau Schneesicherheit von November bis Mai.

Obertauern – Skitour mit Patrik und Sunny Foto: Anika Giese Obertauern – Gamsleiten Foto: Anika Giese

Kurort Oberwiesenthal – Fichtelberg

Mitten im Erzgebirge liegt Oberwiesenthal, die höchste Stadt Deutschlands, am Fuß des Fichtelbergs. An seinen Hängen erstreckt sich das größte Skigebiet Sachsens. Den dritten Rekord knackt die Destination aufgrund ihrer Seilbahn, die seit 1924 steht und somit die älteste des Landes ist. Oberwiesenthal ist durch seine Lage direkt am Skigebiet sehr beliebt bei einheimischen Wintersportlern. Der Fichtelberg ist mit seinen 1215 Metern der höchste Berg Ostdeutschlands und bietet im Sommer wie auch im Winter ideale Bedingungen für Erholungssuchende und Sportler. Der tschechische Keilberg (Klínovec) ist die höchste Erhebung im Erzgebierge und ein weiterer bedeutender Berg für das Wander- und Skigebiet der Region. Die Kammlagen des Erzgebirges gehören zu den schneesichersten Gebieten der deutschen Mittelgebirge, wobei der Kurort Oberwiesenthal, Bozí Dar, Jáchymov und Loucná pod Klínovcem die Zentren des alponen Wintersports sind. Daher beitet die Stadt am Fichtelberg optimal Winterbedingungen für Wintersportler und Schneeliebhaber.

Das größte Skigebiet Sachsens verfügt über zehn klassifizierte Pisten und ein insgesamt 75 Kilometer großes Loipen- und Sikwandernetz, das vor allem für Langläufer interessant ist. Aber auch Winterwanderer können sich auf einige landschaftlich reizvolle Wanderwege (ca. 26 Kilometer) freuen. Ein großes, sehr empfehlenswertes Vergnügen für die ganze Familie ist auch die Rodelabfahrt am Fichtelberg.

Informationen

  • Fichtelberg Schwebebahn Kurort Oberwiesenthal – FSB GmbH
    Vierenstraße 10, 09484 Kurort Oberwiesenthal
  • Tel.: +493734812761
    Homepage: www.fichtelberg-ski.de
    E-Mail: info@fichtelberg-ski.de

Karwendel-Bergbahn
Pertisau – Achensee

Die Region rund um den Achensee, der sich wie ein Fjord zwischen Rofan- und Karwendelgebirge erstreckt, zählt zu den bekannten österreichischen Wintersportzielen, die leicht und schnell zu erreichen sind und eine Vielzahl an sportlichen Aktivitäten ermöglichen. Karwendel-Bergbahn Pertisau-Achensee ist ein familienfreundliches und überschaubares Skigebiet mit vielen leichten und mittelschweren Pisten, die sich bestens für Alpinsport-Einsteiger eignen.

Kutschfahrt rund um das Posthotel Achenkirch © Maxum/ Wiesenhofer Reiter’s Posthotel
Kutschfahrt rund um das Posthotel Achenkirch
© Maxum/ Wiesenhofer
Reiter’s Posthotel

Am Ortsrand von Pertisau, einem Ortsteil von Eben, liegt die Talstation der Karwendel-Bergbahn, die die Wintersportler auf den 1480 Meter hohen Zwölferkopf bringt. Vor allem Familien schätzen das beschaliche Skigebiet über dem größten See Tirols und dessen Vielfalt an leichten Pisten.

Informationen

  • Karwendel-Bergbahn, Achensee Berglift GmbH
    Pertisau 11, 6213 Pertisau am Achensee
  • Tel.: +4352435326
    Homepage: www.karwendel-bergbahn.at
    E-Mail: info@karwendel-bergbahn.at

 

ADAC SkiGuide; Die besten Skigebiete in Europa. Mit QR-Codes; Gräfe und Unzer Verlag GmbH. München 2017. 29,99 Euro

Buch plus App: aktuelle Infos zu Wetter, Schneehöhen, geöffneten Pisten und Liften sowie Skipass-Preisen via QR-Codes,  31. Auflage mit aktualisiertem Layout – jetzt noch attraktiver und übersichtlicher

 

HotelsReise

Plumbohm – das andere Hotel im Harz

Blick auf Plumbohms Bio-Suiten-Hotel, Foto: PlumbohmsBlick auf Plumbohms Bio-Suiten-Hotel, Foto: Plumbohms

(Werbung) Der Harz präsentierte sich uns beim Besuch 2017 zweigeteilt. Auf der einen Seite laden in Wernigerode, Quedlinburg, Ilsenburg und Thale (im Ostharz gelegen) viele neue Hotels und Pensionen ein. Im Westharz, dem Sonder-Fördermittel nach 1990 nicht zur Verfügung standen, trauern viele Quartiere noch alten Zeiten hinterher. Doch es tut sich etwas, so konnten wir beispielsweise in Bad Harzburg erleben: Plumbohms Bad Harzburg.

Eine erste Adresse: Plumbohms in Bad Harzburg, Foto: Plumbohms
Eine erste Adresse: Plumbohms in Bad Harzburg, Foto: Plumbohms

Dort sorgt das eigenwillige „Plumbohms“ an der Brunnenallee mit seinen Bio-Suiten für überraschende Erfahrungen. Schon beim Anblick des „Plumbohm“ kommen wir ins Grübeln. Was da nicht alles für Worte aus vergangenen Zeiten an die Wand geschrieben wurden.

Blümmerant, Döneken, Katzentisch, Schlawiner oder Kinkerlitzchen. Alles vergessene Wort. In Bad Harzburgs Brunnenallee stehen diese mitsamt Redewendungen aus Uromas Zeiten an der Fassade des Hotels “Plumbohms Bio-Suiten”. So kommen Jung und Alt vor dem Haus ins Gespräch. Wir haben den Dialog zwischen Großeltern und Enkeln köstlich empfunden. Geschichtsunterricht auf heitere Art, und anschaulich.

Cafe, Bar, Frühstücksrestaurant im Plumbohm – liebevolle Atmosphäre, super Service Foto: Weirauch

Die Initiatoren des eigenwilligen Hotelprojektes, Kerstin und Dirk Junicke, wollen mit ihrem „Wortmuseum der vergessenen Wörter“ auf ihr „Plumbohms“ aufmerksam machen. Das ist tätige Kulturpflege. Mal etwas anderes als immer die auf dem Besen reitenden Brockenhexen. Wobei es die natürlich auch in einem der individuell eingerichteten Zimmer im „Plumbohm“ mit Sicherheit gibt. Mit Überraschungen muß der Gast im „Plumbohms“ auf den drei Etagen rechnen. Die Eindrücke sprechen für sich und machen Lust auf weitere Entdeckungen in dem ehrwürdigen Haus.

Gelobt wird der freundliche Service bei Plumbohms, Foto Plumbohms

Werke von Künstler aus der Harzregion hängen an den Wände. Übrigens die  Suiten können sowohl als auch mit Hotelservice oder als Ferienwohnung gebucht werden. Edel die Ausstattung, wahlweise mit Eichenparkett, Ledersofas, Ohrensessel, Kamin, Möbeln aus Massivholz. Originelle Details verraten die Liebe des Hausherrn.

Originell die Details. einmal zieht ein aufgemalter Zweg an der Kette zur Klingel, ein andermal geistert er durch Zimmer.

lingel, ein andermal dient ein Hirschgeweih als Garderobenhalter im Schrank. Es sind diese kleinen Dinge, die uns im “Plumbohms” so gefallen haben. Man fühlt sich hier gut aufgehoben. Man lernt den Harz mit anderen Augen zu sehen. Es ist bei uns gelungen während unseres Besuches. Danke an Kerstin und  Dirk Junicke.

Leider hat ein Großteil von Bad Harzburg noch so einen altbackenen Charme. Da fällt das “Plumbohm“ auf. Es gibt aber noch andere positive Überraschungen in der Stadt. Dazu gehört der Baumkronenpfad (nicht weit vom „Plumbohm“ und das auch der Familie Junicke gehörende Hotel auf dem Burgberg.

 

Wie kam es überhaupt zu dem Engagement der Unternehmerfamilie. Kerstin Junicke klärt auf. Sie stammt aus Bad Harzburg, er aus dem nahen Braunschweig. Die Baufirma der Jungnickes läuft gut, die Söhne machen in Immobilien. Und die Eltern fühlten sich jung genug, etwas Neues anzufangen. So entstand das „Plumbohms“ an der  Brunnenallee von Bad Harzburg. Und sie lüftet den Rätsel des Namens  Plumbohm. Es ist nicht nur der Mädchenname von Junickes Großmutter Minna, sondern auch die plattdeutsche Bezeichnung für Pflaumenbaum.

Kerstin Junicke ist die engagierte Hausherrin im “Plumbohms” von Bad Harzburg, Foto: D.Weirauch

Blick aus dem Ruheraum der Sauna im "Plumbohms" über Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Blick aus dem Ruheraum der Sauna im “Plumbohms” über Bad Harzburg, Foto: Weirauch

Einen Tipp will ich dem neugierigen Besucher von Bad Harzburg noch unbedingt empfehlen. Dirk Jungnicke gilt in Bad Harzburg als Motor vieler Veränderungen. Er initiierte auch den Bau des „Harzer Jungbrunnen“ am Marktplatz. Der Quedlinburger Künstler Jochen Müller, der auch das “Plumbohms” mit seinen Werken individuell ausgestattet hat, schuf lustig anzuschauende knubbelige Figuren aus Bronze.

Der Brunnen ist mittlerweile zum Treffpunkt von Jung und Alt in Bad Harzburg geworden.

Das „Plumbohm“ überrascht

Und wenn das Wetter mal schlecht ist? Dann empfiehlt sich die Sauna, die im “Plumbohms” nicht irgendwo im Keller versteckt ist, sondern durch ihre Lage auf dem Dach einen zauberhaften Blick auf die dicht bewaldeten Berge rund um Bad Harzburg erlaubt.

Oder man macht es sich mit einem Buch aus der kleinen Zimmerbibliothek vor dem Kamin gemütlich. Die Bücher kann man übrigens mitnehmen: man schickt das ausgelesene Buch zurück oder packt ein anderes dazu.

Vor dem „Plumbohms“ steht seit kurzem ein Bücherbord. Es macht Spaß zu sehen, wie die Kurgäste und Bad Harzburger sich daraus „bedienen“ und ins Gespräch zu kommen. Lesen scheint wieder in, trotz aller Unkenrufe.

Das Cafe & Restaurant im Plumbohms hat geöffnet: täglich von 8 – 11 Uhr und 15 – 22 Uhr, Freitags und Samstags bis 22 Uhr, Dienstag nur am Vormittag von 8 – 11 Uhr

Mit der Seilbahn auf den Großen Burgberg

Vom „Plumbohm“ aus ist es nicht weit, entlang am dahinplätschernden Flüsschen Radau am Haus der Natur vorbei ist es nicht weit, zur Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg zu gelangen.

Nicht nur des Ausblicks wegen. Hier oben steht die Ruine einer alten Kaiserburg. Und seit zwei Jahren nun  lädt das „Aussichtsreich” Gäste nach oben ein.

Aussichtsreich amAbend, Foto: Plumbohms
Aussichtsreich amAbend, Foto: Plumbohms

Von manchem der Zimmer von Bad Harzburgs wohl ungewöhnlichsten Hotel hat man einen tollen Blick hinüber zum Brocken. Übrigens: wer Nachts auf dem Burgberg im Hotel wohnt, der hat das Plateau fast allein für sich. Die Seilbahn fährt erst wieder am morgen hinab.

Blick vom Aussichtsreich auf den Brocken, Foto: Plumbohms
Blick vom Aussichtsreich auf den Brocken, Foto: Plumbohms
Das "Aussichtsreich" auf dem Burgberg von Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Das “Aussichtsreich” auf dem Burgberg von Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom "Aussichtsreich" ins Harzvorland. Foto: Weirauch
Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom “Aussichtsreich” ins Harzvorland. Foto: Weirauch

Und auch hier trifft man wieder auf die tatkräftigen Spuren der Unternehmerfamilie Junicke.

Rustikal und anheimelnd: Zimmer im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms
Rustikal und anheimelnd: Zimmer im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms

Das Haus, Hotel und Gaststätte, orientiert sich architektonisch an dem Vorgängerbau von 1840. Es verschwand in den 60er-Jahren, als ein Selbstbedienungsrestaurant die Urlauber versorgte. Und die Junickes wären nicht die Junickes, wenn nicht auch das „Aussichtsreich“ eine besondere Geschichte hätte. „Wir haben die Gäste, die uns besuchten, gebeten immer einen Ziegelstein mit der Seilbahn nach oben zu transportieren.“ Es müssen viele Besucher gewesen sein, das Haus macht einen stattlichen Eindruck.

 

Gastraum im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms
Gastraum im Aussichtsreich auf dem Burgberg, Foto: Plumbohms
Blick vom Aussichtsreich auf Bad Harzburg, Foto: Plumbohms
Blick vom Aussichtsreich auf Bad Harzburg, Foto: Plumbohms

Wir danken dem Tourismus-Marketing Niedersachsen für die Unterstützung bei der Recherche und Familie Plumbohm für die Einladung in ihrem „Plumbohn“ nächtigen zu dürfen.

Blick vom "Aussichtsreich" auf Bad Harzburg, Foto: Weirauch
Blick vom “Aussichtsreich” auf Bad Harzburg, Foto: Weirauch

Informationen zum Plumbohms in Bad Harzburg

  • PLUMBOHMS  Bio Suiten Hotel
  • Herzog-Wilhelm-Straße 97
  • 38667 Bad Harzburg
  • Telefon: 0 53 22 / 32 77
  • Telefax: 0 53 22 / 23 41
  • E-Mail: info@plumbohms.de
  • PLUMBOHMS Aussichtsreich
  • Burgberg
  • 38667 Bad Harzburg
  • Restaurant-Tel.: 0 53 22 / 2706
  • Logierhaus-Tel.: 0 53 22 / 3277
  • Telefax: 0 53 22 / 23 41
  • E-Mail: info@plumbohms.de
  • Anfahrt: zu Fuß oder mit der Burgberg – Seilbahn
  • Fahrtzeiten: mit Beginn der Sommerzeit 09.30–18.00 Uhr
    mit Beginn der Winterzeit: 10.00–17.00 Uhr (ab 31.10.)
  • Weitere Infos und Zimmerpreise unter: www.plumbohms.de
  • Anreise: Nach Norden ist Bad Harzburg durch die A 395 mit der Stadt Braunschweig verbunden und somit zur A 2. In Ost-Westrichtung verbindet die Straße Wernigerode und Quedlinburg über die Bundesstraßen 6 und 82 mit der A 7.

Bad Harzburg ist, wie der Namenszusatz Bad schon beschreibt, ein altes Kurbad. Die Stadt hat mehrere Parkanlagen, Badepark, Kurpark,  Schlosspark sowie den heutigen Stadtpark.

Der Baumwipfelpfad Bad Harzburg ist mit rund 1000 Metern Länge in über 20 Meter Höhe dank einer 300 Meter langen, spiralförmigen Rampe im Einstiegsturm auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet. Die Anlage liegt im Kurpark von Bad Harzburg und führt über das sogenannte Kalte Tal und einen Teich hinweg. Von oben kann man auch Kletterer in einem 2017 angelegten Kletterwald beobachten.

Für sportliche Aktivitäten stehen ein 18-Loch-Golfplatz und die Swingolfanlage, als Bademöglichkeiten die Bad Harzburger Sole-Therme (32 °C warme Sole) und das Hallenbad Silberbornbad zur Verfügung. Auch der 13 Kilometer lange Teufelsstieg führt als Wanderweg zum Brocken.

Der Nationalpark Harz ist erreichbar mit den Angeboten von Fahrziel Natur.

Demnächst folgen hier weitere Sehenswürdigkeiten im Harz, so der Baumkronenpfad in Bad Harzburg und das Cafe Winiwuk, lassen Sie sich überraschen. Die seite von harzinfo gibt weitere Tipps.

BücherReise

Buchtipp: 111 Orte im Harz

Harz (4)Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch

Der Harz ist im norddeutschen Raum bekannt als Ski-, Rodel- und Wandergebiet. Motorradfahrer schätzen ihn ebenfalls als kurvenreiches Eldorado – und sonst so? Dieses geologische Urgestein hat weit mehr zu bieten! Viel Neues, Unerwartetes und Faszinierendes gibt es zu entdecken. Der Harz liegt wie eine Art “Lummerland” als Mittelgebirgsinsel in der norddeutschen Ebende. Er hat eine in jeder Beziehung gut zu “erfahrene” Größe mit seiner geografisch ovalen Abgeschlossenheit und ist auf ganz eigene Weise eine Art Überraschungsei!

Die innerdeutsche Nahtstelle ist kein wirtschaftlich starker Raum – das touristische Potenzial ist jedoch nach wie vor hoch, auch wenn der Harz bei vielen als etwas “angestaubt” gilt. Seit einiger Zeit ändert sich was, das Tourismusschwungrad ist frisch geölt! Man ist dabei, ein jüngeres Image “Typisch Harz” zu entwickeln, und es liegt Morgenluft über den bewaldeten Höhen …

Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom "Aussichtsreich" ins Harzvorland. Foto: Weirauch
Ist das nicht eine traumhafte Aussicht ? Vom “Aussichtsreich” ins Harzvorland. Foto: Weirauch

Entlang der Wanderwege befinden sich jede Menge Naturschönheiten in wenig besiedelten Höhenlagen, man begegnet kulturhistorischen Schätzen und kann sowohl in der Höhe als auch im Flachland des Harzvorlandes herrliche Rad- und Mountainbike-Touren unternehmen – alles gewürzt mit Bergbaugeschichte über und unter Tage. Bikeparks, Fun-Sportarten und andere Attraktionen sorgen außerdem für ausreichend Adrenalin.

Das Rathaus von Quedlinburg, foto: Weirauch

Städte wie Quedlinburg oder Goslar sind ohnehin schon Magnete für Stadtbesuche und bieten Fachwerk-Altstädte, die ihresgleichen suchen. In den Nebengassen und “Hinterzimmern” warten jedoch noch diverse Kleinode auf ihre Entdeckung. Auch für Harzkenner und Anwohner bietet der ein oder andere Ort mit Sicherheit noch die Möglichkeit, einen weißen Fleck auf der persönlichen Harzkarte mit Erlebnissen zu füllen, und vor allem die Geschichten dahinter lüften so manches Harzer Geheimnis.

Die Petruskapelle in Alexisbad

Das Gebäude wurde 1812 bis 1815 vom Baumeister Karl Friedrich Schinkel entworfen, hat eine zentrale Rotunde und vier quadratische Anbauten auf einem Kreuzgrundriss. Auf der Kuppel blinkt eine Kugel mit Kreuz, was ein wenig “zaristisch” daherkommt. Ansonsten ist das Gebäude aus Holz und im klassizistischen Stil erbaut. Da Alexisbad bis dahin ungewöhnlicherweise noch nicht über eine eigene Kirche verfügte, verwandelte sich das Teehäuschen unter Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg, zunächst alle zwei Wochen, später dann ganz, in ein Gotteshaus. So wurde nicht mehr Tee, sondern Gottesdienst in der neuen Kapelle zelebriert.

Informationen

Alexisbad liegt mitten im Harz unweit der Harzhochstraße B 242, von dort über die B 185 nach Alexisbad.

Tipp: Bei Schnee am Berg lockt hinter der Kapelle eine 1100 Meter lange Naturrodellbahn. Sie führt von der Hochfläche Harzgerode bis runter zur Alexisbader Promenade. Im Sommer dient sie als Wanderweg.

Die Straße der Lieder

Das Josephskreuz muss man gesehen haben! Es ist nicht nur eines der schönsten und fotogensten Bauwerke im ganzen Harz, sondern im Unterbau mit seinen Rundbögen auch dem Eiffelturm nachempfunden. Man verliebt sich sowohl in die gesamte grünlich-blaue Stahlkonstruktion als auch in die vielen Details – einfach phantastisch! 200 Stufen einer Wendeltreppe führen hinauf zur Aussichtsplattform, die spektakuläre Blicke über den Unterharz, zum Brocken und in Richtung Magdeburg ermöglicht.

Das Josephskreuz Foto: Tourist-Information Stolberg

Informationen

Josephskreuz
06536 Südharz / OT Auerberg

Die Kastanienallee – Eine jährlich blühende Kulturachse

In Ballenstedt konnte sich im Laufe der Zeit eine Prachtstraße über viele Veränderungen hinwegretten. Die etwa ein Kilometer lange Kastanienallee reicht vom Anhaltiner bis zum Schlossplatz. Dort oben am Schloss kann man sich, wenn man die Augen zusammenkneift, das feudale kleinstädtische Treiben auf der repräsentativen Allee noch vorstellen: Kutschen mit Hufgetrappel, flanierende Damen, Herren in Gehrock und mit Zylinder.

Wirkt mittelalterlich: die Roseburg bei Ballenstedt, Foto: D.Weirauch
Wirkt mittelalterlich: die Roseburg bei Ballenstedt, Foto: D.Weirauch

Anfänglich, 1712, war die Allee als Lindenallee konzipiert, erst 1803 wurde sie zu einer Kastanienallee umgewandelt.

Oberhalb des Schlossplatzes, auf den Stufen des Schlosstheaters, hat man einen wunderbaren Blick ins Harzervorland, gespickt mit Windrädern, die den Betrachter wieder in die Neuzeit zurückholen. Das Theaterkleinod ist eine der ältesten Bühnen Deutschlands, schon Franz Liszt leitete hier musikalische Aufführungen.

Hinter dem Schlosstheater liegt das Schloss der Askanier, Wiege Anhalts, Grabstätte Albrechts des Bären – von hier wurde der letzte Herzog von Anhalt-Dessau 1945 von den den Russen ins für ihn tödliche Internierungslager verschleppt. Der Grund: Adelstitel und Grundbesitz …

Informationen

Allee, 06493 Ballenstedt
Anfahrt B 6, Ausfahrt Ballenstedt, über B 185 bis zum Anhaltiner Platz

Der Schlosspark mit seiner Wasserachse, den Drachenbrunnen und Gestaltungskonzeptes von Peter J. Lenné ist unbedingt sehenswert.

Die Konradsburg

Die Burg wurde ab 1130 in ein Benediktinerkloster umgewandelt. Es begann damit eine Blütezeit als geistiges und wirtschafliches Zentrum am nordöstlichen Harzrand, die lange anhielt. Eine stattliche romanische Basilika entstand aum 1200. Doch die Zeiten änderten sich – das Kloster verlor an Bedeutung. Es wandelte ich abermals in ein Karäuserkloster, doch im Bauernkrieg wurde alles niedergebrannt. Die Mönche verließen den Burgberg 1525 endgültig. Landwirtschaftliche Umnutzung war die Folge – bis in die 1970er Jahre hinein. Es wurde mgebaut, dazugebaut, und leider wurden vor allem große Teile der Klosteranlage unwiderruflich zerstört. Die Krypta wurde zum Schweinestall, der Kräutergarten zum Gemüsegarten, und der Verfall der Gebäude nahm rapide seinen Lauf. Erst ab 1982 wendete sich das Blatt für die Konradsburg, als ein Förderverein mit vielen ehrenamtlichen Helfern zu ihrer Rettung ins Leben gerufen wurde. Und heute: Das Chorgebäude und die Krypta sind die letzten Reste der einstigen Klosterkirche, konnten aber gerettet werden. Die Frontansicht mit der hübschen Glocke hat heute einen mexikanischen Touch. Der Kräutergarten im ehemaligen Kreuzgang ergrünte wieder, und das kleine Fachwerkhäuschen in der Mitte birgt den uralten Brunnen, einst betrieben durch ein Eseltretrad.

Sehenswert ist Burg Falkenstein. Hier gibt es mehr dazu.

Informationen

06463 Falkenstein / OT Ermsleben
Homepage: www.konradsburg.com
Anfahrt: B 6 bis Aschersleben, dann B 185 nach Falkenstein

Die Burgruine Arnstein

Die Burgreste anzuschauen lohnt. Ein Turm und ein hochaufragender, ehemals mehrgeschossiger Saalbau blieben als Außenmauern erhalten. Der Blick vom lediglich 210 Meter hohen Burgberg in die Ebene ist weit. Nur eines stört bei der Betrachtung der Landschaft: die unzähligen Windkrafträder Richtung Nordosten – ein neuzeitliches “Wind-Heer”.

Deer unterhalb liegende Flecken Harkerose wurde 936 das erste Mal in einer Urkunde König Ottos I. als “Harriskesrothe” erwähnt. Der erste Burgbesitzer war Graf von Arnstein um 800 – genauer ist es nicht belegt. Seine Familienlinie starb aber aus, und so wechselte die Burg mehrfach den Besitzer: die Falkensteiner, die Regensteiner, die Mansfelder Grafen.

Informationen

Burgberg, 06543 Arnstein / OT Harkerode
Anfahrt: B 6 bis Aschersleben, dann B 180 bis kurz hinter Qenstedt, über Sylda nach Harkerode, die Burg ist von allen Seiten gut sichtbar.

“Zu den Rothen Forellen”

“Zu den Rothen Forellen” hieß die Nobelunterkunft nicht immer. Vor mehr als 400 Jahren wurde der “Campe’sche Hof” als gesellschaftlicher Treffpunkt, als Junkerhof, in der damals aufblühenden Hüttenindurstrie-Stadt Ilsenburg gebaut. Die Geschichte bescherte einen wechselhaften Werdegang mit diversen Namensänderungen. Mal war die Wirtschaft privat, mal von Adeligen geführt, oft gut besucht, jedoch zwischendurch auch zur einfachsten Dorfenschenke degradiert.

Blick auf Ilsenburg, vom Brocken aus, Foto: D.Weirauch
Blick auf Ilsenburg, vom Brocken aus, Foto: D.Weirauch

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie erweitert und neu gebaut und seit 1804 als gräflicher Gasthof “Rote Forelle” geführt. Die Annehmlichkeiten für die Gäste wurden luxuriöser, der Ruf verfeinert. Kriege, Besatzung, Arbeiter und Bauernstaat überstand das Gebäude mehr schlecht als recht. Dann kam der “Cut”. Seit 1995 hat sich das Landhaus “Zu den Roten Forellen” selbst neu erfunden und erstrahlt im Fünf-Sterne-Glanz. Das Anwesen hat viel mitgemacht – nur nicht die Lautverschiebung von “Rothe” zu “Rote” Tradition eben.

Informationen

Marktplatz 2, 38871 Ilsenburg
Homepage: www.rotheforelle.de

Novalis-Schloss Oberwiederstedt

Das Schloss Oberwiederstedt ist der Geburtsort von Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, besser bekannt unter seinem Pseudonym “Novalis” (abgeleitet von einem alten Familien-Beinahmen). Ein Mann mit ausgesprochen vielseitiger Bidlung und ein leidenschaftlicher Poet. Er war Jurist, studierte dann an der Bergakademie in Freiberg und erweiterte sein Wissen in den Bereichen Bergwerkskunde, Mathematik, Chemie. Früh interessierte sich Novalis für Rhetorik, Literatur, Philosophie und Kunst, widmete sich der Lyrik und verknüpfte all sein Wissen mit Poesie.

Novalis-Geburtshaus in Wiederstedt Foto: Weirauch
Novalis-Geburtshaus in Wiederstedt Foto: Weirauch

Wie er war, was er wollte und konnte, arbeitet heute die Internationale Novalis-Gesellschaft e.V. im Schlossmuseum anhand wechselnder Ausstellungen heraus. Getragen wird es von der Novalis-Stiftung und von Land und Gemeinde. Sehr rühmlich im Land der Dichter und Denker – vor allem wenn man bedenkt, dass das Schloss 1987 eigentlich vor dem Totalabriss stand. Zum Glück gab es behrzte Bürger mit Gegen-Initiative.

Informationen

Schäfergasse 6, 06333 Arnstein / OT Wiederstedt
Tel. 03476/85272
Anfahrt: B 6 bis Aschersleben, dann B 180 Richtung Mansfeld, dann über Quenstedt und Arnstedt nach Wiederstedt.

Infos zum Buch:

Kirsten Elsner Schichor,  111 Orte im Harz, die man gesehen haben muss, Emons-Verlag GmbH, 2017

Reise

Zu Besuch in Harzer Besucherbergwerken

Harz-älter (24)

Wo einst Bergleute mit im Harz mit Schlegel und Eisen kostbare Bodenschätze freilegten, offenbaren sich heute dem Besucher faszinierende Welten unter Tage. 20 Erlebnisbergwerke, Bergbaumuseen und Hüttenbetriebe gibt es allein im Harz. myEntdecker stellt einige davon vor.

Röhrigschacht: 300 Meter tiefes Bergwerk

Erste Station: Besucherbergwerk „Röhrigschacht“ in Wettelrode (bei Sangerhausen im Mansfelder Land). Die Ausrüstung der Besucher mit Kittel, Grubenlampe und Schutzhelm lässt schon an Tücken der tiefen Finsternis denken. Dann drängt sich die Seilschaft, werden die Teilnehmer der Reise in die Tiefen des Gebirges hier genannt,  in den Förderkorb.

Rasselnd schließt sich das Gitter am Förderkorb, der anruckt und dann mit  3,25 m/ Sek. in die Tiefe gleitet. Die Fahrt mit der Grubenbahn in 283 Meter Tiefe durch dürftig beleuchtete Stollen gehört für Jung und Alt zu den wohl einprägsamsten Attraktionen in einem Schaubergwerk. Vor Ort sind dann auf einer Führungsstrecke die Abbaumethoden der Jahrhunderte anschaulich dargestellt. Staub, Hitze, ewige Nacht werden vorstellbar. Über  uns befindet sich Sangerhausen mit dem Europa Rosarium.

Pferde und Ratten im einstigen Bergwerk

Über Pferde im Schacht ist etwas zu erfahren und über Ratten, die wohlgelitten waren, weil sie den Bergmann vor den Gefahren schlechter Luft warnten. Gerne ließen die Bergleute auch mal „die Ratte quieken“, wenn sie nach oben wollten, um ihren Durst zu löschen. Die lebenden Warnmelder sollten gefährliche Wetter im Schacht ankündigen, quiekten natürlich auch, wenn man sie in den Schwanz kniff. Wenn’s der Obersteiger sah, waren fünf Groschen Strafe fällig.

Stolbergstolberg harz - blick zum schloss hochkant

Grube Glasebach in Straßberg

Zweite Station: Grube „Glasebach“ in Straßberg. Dem Drängeln einer Frau ist es zu verdanken, dass die kleine Gemeinde Straßberg in der Nähe von Ballenstedt heute über eines der bekanntesten Besucherbergwerke im Harz verfügt. Erika Lohrenz, Vorsitzende des Montanvereins, kämpfte bereits zu DDR-Zeiten um den Erhalt des Berwerkes. Als Anlage von „nationaler Bedeutung“ wurde die Grube schon bald nach 1990 vom Deutschen Bergbaumuseum in Bochum eingestuft. 300 Jahre Bergbaugeschichte des Unterharzes werden mit der kleinen Flussspatgrube lückenlos bis in die Neuzeit dokumentiert. Relikte einer hölzernen Wasserkunst können ebenso bestaunt werden wie der eichene Ausbau der Stollen. Über Tage kann man eine komplette Grubenrettungsstelle anschauen.

Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss Hettstedt

Wenige Kilometer weiter im Wippertal, hinter Großörner im Hettstedter Ortsteil Burgörner-Altdorf, betritt man historischen Boden. Hier entwickelten Bergbauingenieure die erste deutsche Dampfmaschine Wattscher Bauart, entstand in Hettstedt die erste deutsche Maschinenfabrik der Dampfindustrie und verläuft mit fast 32 Kilometern der längste Stollen seiner Art im mitteleuropäischen Bergbau. Im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss trifft Mitteldeutsche Industriegeschichte auf eine berühmte Familiengeschichte: Im barocken Herrenhaus lernte der Naturforscher Wilhelm von Humboldt 1788 seine spätere Frau Caroline von Dacheröden kennen.

Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch
Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch

Erste deutsche Dampfmaschine Wattscher Bauart

Das Mansfeld-Museum zeigt auf zwei Etagen im Humboldt-Schloss und einem ausgedehnten Freigelände Gegenstände und Dokumente zur über 800-jährigen Bergbau- und Hüttengeschichte, sowie der Mineralogie und Geologie des Kupferschiefers im Mansfelder Land. Auch die bis heute in Hettstedt existierende Halbzeugindustrie wird dargestellt.

Nachbau der Hettstedter Dampfmaschine in Hettstedt- Burgörner
Nachbau der Hettstedter Dampfmaschine in Hettstedt- Burgörner

Eine Attraktion ist der originalgetreue und voll funktionsfähige Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Wattscher Bauart. Diese diente ab 1785 auf dem König-Friedrich-Schacht bei Hettstedt zum Antrieb von Wasserpumpen.
Etwa drei Kilometer vom Museum entfernt, erinnerte 1890 der Verein Deutscher Ingenieure mit einem Maschinendenkmal an den Einsatz der damals noch Feuermaschine genannten Dampfmaschine. Übrigens erfolgte der Bau auf der Grundlage einer von Friedrich dem Großen im Schloss Sanssouci ausgestellten Kabinettsorder.

 Besucherbergwerke Harz – Informationen

  •  ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode
  • Adresse: Lehde, 06526 Sangerhausen (Ortsteil Wettelrode)
  • Infos und Anmeldung: Tel. +49 (0)3464 587816
  • Röhrigschacht im Internet: www.roehrigschacht.de
  • Mansfeld Museum im Humboldt-Schloss: Schlossstraße 7, 06333 Hettstedt, Tel.: 03476/200753, geöffnet: Mi-So: 13 – 17 Uhr, Eintritt: 3, erm. 1 Euro. Internet: mansfeld-museum.hettstedt.de
  • Schaubergwerk „Büchenberg“
  • Anfahrt: an der B 244 zwischen Elbingerode und Wernigerode, Abfahrt in Richtung Heimburg.
  • Adresse: Büchenberg 2, 38855 Elbingerode, T: +49 39454 42200
  • Büchenberg im Internet: www.schaubergwerk-elbingerode.de
  • Grube Glasebach: Glasebacher Weg, 06493 Harzgerode OT Straßberg, Tel. 039489 226,  im Internet: www.strassberg-harz.de

Harzer Bergwerksmuseen: Arbeitsgemeinschaft Harzer Bergbau und Hüttenmuseen, c/o Das Oberharzer Bergwerksmuseum, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323/81633, Internet: www.harzerbergwerksmuseen.de

Orte des Harzes, vor allem der Nationalpark Harz, sind gut erreichbar mit Fahrtziel Natur der Deutschen Bahn.

Der Harz im Internet: www.harzinfo.de

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