Frankreich

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Lyon – Stadt der Seide

Lyon

Nach nach dem „Port Talk – Route Rendz-vous“ mit Monika Metral entschieden wir uns kurzfristig für die thematische Stadtführung „Stadt der Seide – Tour durch Lyon“. Etwas Glück muss man manchmal allerdings bei den „last minute“ Buchungen an Bord haben.

Diesmal startete die Exkursion in Vienne, 30 Kilometer südlich von Lyon gelegen. Bus und Stadtführerin Ilka nahmen uns pünktlich um 9 Uhr – nur wenige Meter vom Schiff entfernt – in Empfang. Vom Süden kommen wir durch das größte Industriegebiet Lyons hinein in das 496 Hektar große UNESCO-Weltkulturerbe.

Lyon ist weltweit bekannt für seine Kompetenz, Kreativität und hochwertige Verarbeitung in der Seidenherstellung. Bereits im 16. Jahrhundert wurde in Lyon zum ersten Mal Seide gewebt. Seine glanzvollen Zeiten erlebte Lyon im 17. Jahrhundert. Damals belieferten die hier ansässigen Seidenweber ganz Europa mit dem kostbaren Stoff.

Le Atelier de Soierie

Genet Gerrary zeigt das zu druckende Motiv
Genet Gerrary zeigt das zu druckende Motiv
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Mit A-Rosa Luna: Only Lyon

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Bereits der “A-Rosa-Hafenführer Lyon”, den jeder Gast als Abendlektüre zur Vorbereitung auf den Ausflug am nächsten Tag erhält, macht neugierig auf einen Stadtrundgang. Der Liegeplatz der A-Rosa Luna am Bernard Quai ist so zentral gelegen, dass wir uns entschließen, die Lyoner Altstadt selbst zu erkunden. An der Badeanstalt vorbei überqueren wir nach einem kleinen Fußweg die Rhône über die Brücke Pont de la Guillotiere.

Best AgerReise

Flusskreuzfahrt mit A-Rosa Luna …

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Mit A-Rosa Luna auf der Rhône unterwegs

Der Frühling zeigt sich schon von seiner schönsten Seite. Wir haben Lust auf eine kurze Flusskreuzfahrt, gerade in der Vorsaison – so sind unsere bisherigen Erfahrungen – gibt es gute Gründe, um auf „Entdeckungsfahrt“ zu gehen. Diesmal wollen wir uns Städte anschauen, die an der Rhône in Frankreich liegen. Lyon – Avignon – Arles – A-Rosa bietet eine Rhône-Flusskreuzfahrt mit fünf Übernachtungen an. Schnell entscheiden wir uns für diese Tour. Wir müssen uns um nichts mehr kümmern. Das stimmt nicht ganz, unser „Ausflugsprogramm“ müssen/können wir noch selbst bestimmen. Wir möchte so viel wie möglich sehen: viel Natur und Tiere, alte Städte, Land und Leute … Vorweg, unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

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A-ROSA künftig mit Batterieantrieb auf dem Rhein

Vertrag-Neubau_c_A-ROSASimon Provoost (l.), Geschäftsführer der Concordia Damen Werft, und Jörg Eichler (r.), Geschäftsführer und Gesellschafter der A-ROSA Flussschiff GmbH, haben für den A-ROSA Neubau zahlreiche Innovationen entwickelt. Foto: A-ROSA/Tom Kohler

Die A-ROSA Flussschiff GmbH hat bei der Concordia Damen Werft in den Niederlanden einen Schiffsneubau zur Auslieferung im Frühjahr 2021 in Auftrag gegeben. Danach wird der Neubau vorwiegend auf dem nördlichen Rhein eingesetzt und läuft von Köln aus Amsterdam, Rotterdam, Brügge und Antwerpen an. Schon seit Jahren setzt A-ROSA neue Standards für die Branche. „Das neue A-ROSA Schiff ist ein Feuerwerk an Innovationen, die es so weltweit noch auf keinem Fluss gibt. Es wird genau auf unser Städtereisen-Konzept für die ganze Familie abgestimmt sein. Damit leiten wir eine neue Ära des Reisens ein, welche die perfekte Mischung aus Erleben und Erholen bietet. Mit 135 Meter Länge, 17,7 Meter Breite und einem vierten Deck bietet es mehr Platz, um die Erwartungen unserer Gäste nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen!“, bringt es Jörg Eichler, Geschäftsführer der A-ROSA Flussschiff GmbH, auf den Punkt.

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Mit “Seine Comtesse” in Paris

Paris (6)

Kaum eine andere Metropole ist so mit Klischees befrachtet wie Paris. Doch die französische Hauptstadt verharrt nicht im Glanz vergangener “gloire und grandeur”, sondern stellt sich kosmopolitisch der Zukunft. Wir waren mit der “Seine Comtess” von nicko cruises auf der Seine unterwegs und natürlich auch in Paris. Hier unser erster Blogbeitrag: Mit “Seine Comtesse” in Paris

 

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Paris ist natürlich der Eiffelturm. Von unserem Schiff, der „Seine Comtesse“, hatten wir stundenlang einen tollen Ausblick auf das 324 Meter hohe Wahrzeichen von Paris. Das von 1887 bis 1889 errichtete Bauwerk war einst das Eingangsportal und Aussichtsturm für die Weltausstellung. Der nach dem Erbauer Gustave Eiffel benannte Turm war bis zur Fertigstellung des Chrysler Building 1930 in New York das höchste Bauwerk der Welt.

Als höchstes Bauwerk von Paris prägt der Eiffelturm das Stadtbild bis heute und zählt mit jährlich rund sieben Millionen Besuchern zu den meistbesuchten Wahrzeichen der Welt.

Geben gerne Auskünfte;: Berittene Polizei am Eiffelturm Foto: K.Weirauch
Geben gerne Auskünfte;: Berittene Polizei am Eiffelturm Foto: K.Weirauch

 

Der Eiffelturm kurz nach 23 Uhr Foto: Kärstin Weirauch
Der Eiffelturm kurz nach 23 Uhr Foto: Kärstin Weirauch

Paris, so sagt man, ist die Stadt der Liebe und des Lasters, der Kunst und des Genusses, der Bonvivants und der Gourmets. Wundervolles wusste die Stadtführerin zu berichten von Faulenzertagen in Caféhäusern bei einem Glas Rotwein und einer Filterlosen. Ganz zu schweigen von Liebesnächten in  Paris, die einen geradzu legendären Ruf genießen. Außerdem ist Paris natürlich die Stadt der Mode und des Luxus, der gloire und der grandeur. Fast jedes Bauwerk soll Ruhm und Größe vergangener Jahrhunderte atmen. Fast 15 Millionen Touristen besuchen alljährlich die französische Metropole, berauscht von einem spritzigen faszinierenden Cocktail aus Klischees.

Eines ist klar: Paris ist teuer, laut, hektisch und das absolute Zentrum Frankreichs. Verkehr, Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur und Repräsentation – alles konzentriert sich auf die 1800 Quadratkilometer Fläche der Metropole. Das konnten wir während der Stadtrundfahrt erleben. Auch von der Seine aus war die Vibration der ruhelosen Metropole zu spüren. Während in den 20 Verwaltungsbezirken (Arrondissements) des Innenraums “nur” zwei Millionen Menschen leben, ist Groß-Paris mit seinem Ring aus postmodernen Trabantenstädten mittlerweile auf fast zehn Millionen Einwohner angewachsen. Paris ist international: So leben in Paris Menschen aus 132 Ländern. Sie bewegen sich quer durch alle Schichten, vom Müllmann bis zum Modeschöpfer, von der Concierge bis zur Revuetänzerin.

Moulin Rouge in Paris Foto: K.Weirauch

Das Moulin Rouge gehört mit seinen Tanzaufführungen zu den beliebtesten Hotspots in Paris. Foto: K. Weirauch

Das multikulturelle, weltoffenen Flair lockt Künstler, Galereisten, Architekten, Modeschöpfer, Theater- und Filmleute aus aller Welt an. Städtebaulich entwickelte sich die franzöische Hauptstadt im letzten Jahrzehnt zu einem der interessantesten Pflaster der Welt. Leider reichte die Zeit nicht, um mehr als die üblichen Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Deshalb wollen wir wiederkommen.

Von der Muse geküsst

Mit seinen 85 Museen ist Paris eine der reichsten Kunst-Schatzkammern der Erde. Grundsätzlich wissenswert ist:, dass die städtischen Museen montags geschlossen haben (sonntags freier Zugang zu den ständigen Sammlungen), die staatlichen Museen dienstags Ruhetag haben (Ausnahme Versailles, Musée Rodin und Orsay-Museum – da ist es der Montag!)

Schatzkammer der Weltkunst

Das größte Pariser Museum und eine der wichtigsten Kunstsammlungen der Welt ist der Louvre an der Rue des Rivoli (Métro Palais Royal). Im ehemaligen Königspalst Karls V. sind in sechs Abteilungen (griechisch-römische, ägyptische und orientalische Altertümer, Skulpturen vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, Kunstgewerbe, Gemälde) etwa 200 000 Exponate von der Antike bis zum 19. Jahrhundert zu sehen. Für einen Besuch des Louvre sollte man sich Zeit nehmen und vorher sorgfältig einen Lageplan studieren. Wer einfach hineingeht, wird sich mit tausenden anderen Fast-Food-Kunstfreunden vor Leonardos Mona Lisa und der Venus von Milo drängeln und auch die am Ende nur von der Ferne gesehen haben.

Das größte Pariser Museum und eine der wichtigsten Kunstsammlungen der Welt ist der Louvre
Das größte Pariser Museum und eine der wichtigsten Kunstsammlungen der Welt ist der Louvre

Tipp: die Skulpturensammlung mit Michelangelos Sklaven-Modellen für das Grabmal von Papst Julius. Es gibt auch deutschprachige Führungen (Dauer 1-2 Stunden).

Die Glaspyramide im Innenhof des Louvre wurde von 1985 bis 1989 gebaut und dient als Haupteingang für das Museum des Louvre in der französischen Hauptstadt Paris.
Die Glaspyramide im Innenhof des Louvre wurde von 1985 bis 1989 gebaut und dient als Haupteingang für das Museum des Louvre in der französischen Hauptstadt Paris. Foto: Dieter Weirauch

Großer Bahnhof mit Impressionisten

Seit 1986 ist das direkt an der Seine gelegene Musée d’Orsay eine der größten Attraktionen von Paris (1. Rue de Bellechasse). In dem von der Mailänder Innenarchitektin Gae Aulenti umgestalteten ehemaligen Bahnhof der Belle Epoque mit der riesigen alten Uhr fühlt man sich ganz ins letzte Jahrhundert zurückversetzt. Hier gibt es die schönsten Gemälde der Impressionisten zu bewundern, wie z. B. “Das Frühstück im Freien” und “Olympia” von M0net, “Das gelbe Zimmer” von van Gogh oder “Moulin de la Galette”von Renoir.

Seit 1986 ist das direkt an der Seine gelegene Musée d'Orsay eine der größten Attraktionen von Paris
Seit 1986 ist das direkt an der Seine gelegene Musée d’Orsay eine der größten Attraktionen von Paris. Foto: Dieter Weirauch

Sehenswert sind auch der große Skulpturengarten und die Gemälde der Maler-Kontrahenten zwischen Klassizismus und Romantik, Ingres (1780-1867) und Delacroix (1798-1863). Vom Museumsrestaurant aus haben Sie einen schönen Blick auf die Seine, den Louvre und Sacré-Cœur.

Centre Georges Pompidou

Als Tipp, unbedingt lohnt einen Besuch: Bekannt geworden ist es vor allem durch sein Äußeres – farbige Röhren und Rolltreppen: das Centre Georges Pompidou (Place Beaubourg). Das 1977 eröffnete Kulturzentrum der Architekten Richard Rogers und Renzo Piani beherbergt unter anderem ein Museum moderner Kunst, ein Design-Zentrum und eine Bibliothek. Außerdem finden hier Konzerte und Theateraufführungen statt. Eines der idyllischsten Pariser Museen ist das Musée Picasso im Hôtel Salé im Marais (5. Rue des Thorigny). Die Familie des berühmten spanischen Malers bezahlte ihre Erbschaftssteuern mit 2500 Werken, von denen der Staat hier rund 200 Bilder, Skulpturen, Zeichnungen usw. ausstellt.

Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch

Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch

Grande Cuisine und Straßenimbiss

Mehr als 6000 Restaurants und Brasserien gibt es in der Hauptstadt, die aber gar keine eigenständige Küche besitzt. Was da in den Töpfen und Pfannen brutzelt, sind in der Regel Gerichte aus den Regionalküchen des Landes: Würstchen mit Linsen aus Lyon, Wildbret aus der Sologne, Meeresfrüchte aus der Normandie – die Pariser Küche lebt vom Zentralismus. Dazu kommt in zunehmendem Maße die Speisekarte der in Paris ansässigen Minderheiten, allen voran die arabische Küche mit dem preiswerten und sättigenden Standardgericht Couscous, die koscheren Gerichte der Juden (vor allem im Marais), die vielseitigen Reistafeln der Chinesen … Paris ist eben Multikulti.

 

Den kleinen Hunger zwischendurch stillt man in einer der vielen Crêperien (Crêpes sind hauchdünne Pfannkuchen mit süßer oder pikanter Füllung) oder beim Imbiss an der Straßenecke. Damit sind aber nicht die Fast-Food-Ketten gemeint, sondern die Straßenstände, wo der Tourist ganz frisch, lecker und preiswert ein Baguette marrocain mit Hammelfleisch oder ein Sandwich mit Gemüse, Thunfisch bzw. Krabben kaufen kann. Leckere Sachen im Vorübergehen bieten auch die Charcuteries an, wie z. B. Quiche Lorraine (mit Käse überbackener Speckkuchen). Das mehr oder weniger aufwändige Speisen beginnt dann in den Bistros, Brasserien und Restaurants.

Ein typisch französisches Bistro hat einen Kachelboden, eine lange Theke, karrierte Tischdecken und Spiegel an den Wänden. Mittags gibt es ein schnelles Menü oder Tagesgericht. Tipp: Wenn’s ans Zahlen geht: getrennte Rechnungen sind nicht üblich, dafür aber ein Trinkgeld nicht unter zehn Francs. Hilfe bei der Auswahl eines Restaurants leisten der “Guide Michelin” und der “Guide Klêber”.

Paris oh là là!

Dort, wo sich nach den Erzählungen angeblich die interessantesten Nächte von Paris abspielen, kommt man um mindestens 50 Jahre zu spät. Rund um die Place Pigalle, wo einst Toulouse-Lautrec die Prostituierten malte, gruppieren sich Sex-Schuppen und Amüsierlokale mit müden Tricks und faden Shows, um Touristen reisebusweise abzukassieren.

Wer’s nicht lassen kann: beliebt und berühmt sind der Can-Can-Abend im vor kurzem 100 Jahre alt gewordenen Moulin Rouge und die Shows im Lido. Foto: Dieter Weirauch

Vor den Toren der Stadt

Versailles – beim Sonnenkönig

Prominentestes Nahziel ist Versailles, das berühmteste Königsschloss der Welt, 23 Kilometer westlich der Hauptstadt. Der dreiflügelige Prachtbau, von den Architekten Le Vau und Hardou-in-Mansart für den Sonnenkönig Ludwig XIV. zu monumentaler Größe ausgebaut (1661-1710), ist die architektonische Verkörperung absolutistischer Monarchen-Macht.

Der dreiflügelige Prachtbau den Sonnenkönig Ludwig XIV. zu monumentaler Größe ausgebaut ist die architektonische Verkörperung absolutistischer Macht. Foto: Christian Baumann
Der dreiflügelige Prachtbau den Sonnenkönig Ludwig XIV. zu monumentaler Größe ausgebaut ist die architektonische Verkörperung absolutistischer Macht. Foto: Christian Baumann

Hier residierte ein jahrhundertlang der fanzösische Hof (1682-1789) – zeitweilig 20.000 Personen.

Weltberühmt sind der 73 Meter lange Spiegelsaal, die Gemäldegalerie und das Prunkschlafzimmer, wo das zeremonielle “Lever” und “Coucher” stattfanden. Der Schlosspark von André Le Nôtre ist ein Musterbeispiel französischer Gartenbaukunst des 17. Jahrhunderts. Empfehlenswert sind Spaziergänge zur 155 Meter langen Orangerie, zu den Tranon-Schlössern – die Lustschlösschen des Königs – oder zum Englischen Garten mit “Le Hameau”, dem Weiler der Königin, 40 Minuten vom Schloss entfernt am anderen Ende des Parks.

Blick auf den Garten von Versailles Foto: Angelo Aneo
Blick auf den Garten von Versailles mit Schildkrötenfiguren. Foto: Angelo Aneo

Hier, auf diesem künstlichen Bauernhof, spielte Marie-Antoinette mit Schafen und Ziegen “Zurück zur Natur”. Wer nicht laufen will, kann sich im Park Fahrräder mieten. Im Sommer locken zusätzlich Feuerwerke und Freilichtspiele nach Versailles (RER-Station: Öffnungszeiten täglich außer Montag 9.45 – 17 Uhr).

Bassins, Kaskaden, Zierbrunnen, Wasserspiele und Fontänen im Park von Versailles. Foto: Christian Baumann
Bassins, Kaskaden, Zierbrunnen, Wasserspiele und Fontänen im Park von Versailles. Foto: Christian Baumann

 

Versailles gehört zu den größten Palastanlagen Europas. Foto: Angelo Aneo
Versailles gehört zu den größten Palastanlagen Europas. Foto: Angelo Aneo

Das Montmartre-Viertel

Das quirlige Montmartre-Viertel gehört einfach dazu, wenn man nach Paris reist. Allerdings hat es nicht mehr viel zu tun mit dem malerisch gewachsenen Quartier aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Rund um die “höchste” Erhebung der Metropole warten “Touristenfänger” auf ihre Kundschaft. Stadtführer warnen ihre Gäste vor Taschendieben und Hütchenspielern. Am späten Nachmittag zeigt sich uns das Viertel rund um die Kreuzung der Boulevards Barbès und Rochechouart von seiner malerischsten Seite.

Die Basilika Sacré-Cœur thront auf dem Hügel Montmartre. Foto: K.Weirauch
Die Basilika Sacré-Cœur thront auf dem Hügel Montmartre. Foto: K.Weirauch

Gegenüber dem bekanntesten und wohl auch teuersten Revuelokal “Moulin Rouge” – die rote Mühle über dem Eingangsbereich ist weithin sichtbar – starten wir mit einer kleinen Bimmelbahn hinauf zum Montmartre. Weitere Informationen zu unserem Besuch auf den Spuren der Künstler des Montmartre gibt es hier auf unserem Blog

Weitere informationen zu Reiseangeboten auf der Seine gibt es hier auf der Seite von Nicko Cruises.

Wir wurden von der nicko cruises Flussreisen GmbH zu der Fahrt mit der MS Seine Comtesse auf der Seine eingeladen.  Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord. Unsere Meinung bleibt die eigene.

Die MS SEINE COMTESSE Foto: Nicko cruises
Die MS SEINE COMTESSE Foto: Nicko cruises

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten entlang der Seine: Der Garten von Claude Monet in Giverny

Hier ein Beitrag über die couragierte Kreuzfahrtleitung Sabine Hinz.

Interessantes weiß auch Christian Baumann, vielen bekannt aus der Fernsehserie “Verrückt nach Meer”, über unsere gemeinsame Tour zu berichten. Lest hier seinen blog kreuzfahrt-begeistert.

Reise

Mit nicko cruises hinauf zum Montmartre

Paris (16)

Paris war die letzte Station unserer achttägigen Reise mit der MS Seine Comtesse. In loser Folge stellen wir einige Stationen der Tour mit nicko cruises vor. Heute: Paris und Mit Nicko Cruises  hinauf zum Montmartre.

Das quirlige Montmartre-Viertel gehört einfach dazu, wenn man nach Paris reist. Allerdings hat es nicht mehr viel zu tun mit dem malerisch gewachsenen Quartier aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Rund um die “höchste” Erhebung der Metropole warten “Touristenfänger” auf ihre Kundschaft. Auch unsere Stadtführerin warnt vor Taschendieben und Hütchenspielern.

Am späten Nachmittag zeigt sich uns das Viertel rund um die Kreuzung der Boulevards Barbès und Rochechouart von seiner malerischsten Seite. Gegenüber dem bekanntesten und wohl auch teuersten Revuelokal “Moulin Rouge” – die rote Mühle über dem Eingangsbereich ist weithin sichtbar – starten wir mit einer kleinen Bimmelbahn hinauf zum Montmartre.

Mit der Bimmelbahn gelangt man bequem auf den Hügel. Foto: K.Weirauch
Mit der Bimmelbahn gelangt man bequem auf den Hügel. Foto: K.Weirauch

 

Das Moulin Rouge gehört mit seinen Tanzaufführungen zu den beliebtesten Hotspots in Paris. Foto: K. Weirauch

Wo Berühmtheiten lebten

Wir streifen den drittgrößten städtischen Pariser Friedhof “Cimetrière  de Montmartre”, auf dem Heinrich-Heine, Jacques Offenbach oder Emilè Zola und andere Prominente ruhen. zu gern wären wir hier auf dem Friedhof durch die Grabreihen gestreift. So ziehen wir langsam ruckelnd und zuckelnd mit einstimmender Musik aus dem Lautsprecher “Pigalle, Pigalle …” durch orientalisch anmutende Straßen, bis wir nach rund 15 Minuten unser Ziel auf dem Berg erreicht haben.

Gleichsam wie an einer Perlenkette aufgereiht empfangen uns malende Straßenkünstler auf dem Place du Tertre, die versunken in ihre Malarbeiten ihre Motive bearbeiten, die sie umgebende quirlige Außenwelt scheinbar völlig außen vor lassen können.

Auf den Spuren der Künstler

Um ihnen länger über die Schulter zu schauen oder ein Porträt von uns anfertigen zu lassen (wenn es der Touristenstrom denn zulässt), bleibt uns heute keine Zeit. Etwas ruhiger geht es zu, als wir auf unserem Rundgang in eine Nebengasse abzweigen.

Dali – Museum

Am kleinen Dali-Museum (“Espace Dali”, in der Rue Poulbot) weist uns die Stadtführerin auf eine ganzjährliche Ausstellung mit über 300 Werken von Salvador Dali hin. Es ist damit das größte Dali Museum in Frankreich. Weiter geht es im Vorübergehen zum ersten Atelier von Picasso, das völlig unspektakulär und ohne große touristische Aufmerksamkeit zu erregen, wie “eingeklemmt” zwischen zwei Wohnhäusern “ruht”.

Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch
Die Stadtführerin zeigte uns auch das Atelier von Picasso während seiner Pariser Zeit. Foto K.Weirauch

Hier arbeitete Pablo Picasso von 1904 bis 1909.

Zwei von einst 12 Mühlen

Unser kleiner Spaziergang führt weiter eine malerische Gasse hinunter, direkt auf eine der letzten zwei Mühlen (12 waren es noch um 1786) des im 18. Jahrhunderts bescheidenen Dörfchens und heutigen berühmten Künstlerviertels zu. Die Mühlen dienten einst zum Mahlen von Weizen und Pressen von Trauben. Die aus den Anfängen des 17. und 18. Jahrhunderts stammenden Mühlen gehören zur “Le Moulin de la Galette” und laden in der Rue Lepic zum Verweilen ein.

Das Le Moulin de la Galette Foto: Kärstin Weirauch
Das Le Moulin de la Galette Foto: Kärstin Weirauch

“Der Mann, der durch die Wand gehen konnte”

Wir lassen “Moulin de la Galette” auf unserem ca. einstündigen Rundgang linkerhand liegen und gelangen zum Place Marcel Aymé. Hier erregt eine Figur, die in einer aus Felssteinen gemauerten Wand gefangen ist, unsere Aufmerksamkeit. Wir erfahren von der Stadtführerin, dass dieses Kunstwerk dem Roman “Der Mann, der durch die Wand gehen konnte” (1941 erstveröffentlicht) des bekannten französischen Autors Marcel Aymé (1967 in Paris gestorben) “entstiegen” ist. Sie diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda “Ein Mann ging durch die Wand” aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.

Die Figur diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda "Ein Mann ging durch die Wand" aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Foto: K. Weirauch
Die Figur diente u.a. auch als Inspiration für die Filmkomödie von Ladislao Vajda “Ein Mann ging durch die Wand” aus dem Jahr 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Foto: K. Weirauch

Wo Dalida lebte

Ganz in der Nähe erinnert ein Kunstwerk an die französische Sängerin und Schauspielerin Dalida (Iolanda Cristina Gigliotti), die am 3. Mai 1987 in Paris verstarb. Dalida bekam 1957 als erste franzöische Künstlerin in Frankreich die erste Goldene Schallplatte für mehr als 300.000 verkaufter Exemplare von ihrem wohl größten Hit Bambino. Eine weitere Goldene Schallplatte erhielt die “Königin der Jukebox” 1959 für den Titel “Am Tag, als der Regen kam”. 1961 bezog sie eine Villa auf dem Montmatre. Am 3. Mai 1987 starb sie in ihrem Haus an einer Überdosis von Schlafmitteln. “Das Leben ist mir unerträglich geworden – vergebt mir.” – einziger Satz in ihrem Abschiedsbrief. Beigesetzt wurde sie auf dem benachbarten Friedhof Montmartre. Am 24. April 1997 wurde der Dalida Platz zu ihrem Gedenken unweit ihrer Wohnung und ihres Grabes eingeweiht.

Auf dem Place Dalida erinnert eine Statue an die ägyptisch - italienische Sängerin Dalida. Foto: K. Weirauch
Auf dem Place Dalida erinnert eine Statue an die ägyptisch – italienische Sängerin Dalida. Foto: K. Weirauch

Unser Weg führt uns weiter  über kleine romantische Gassen mit Kopfsteinpflaster vorbei am kleinen Lokal “La Maison Rose” und dem einzigen heutigen kleinen Weinberg sowie dem “La Pruinquette de Montmartre” zurück zum Place du Tertre. Wir legen an diesem heißen Sommertag, an dem Frankreich das Fußballspiel gegen Russland in der Weltmeisterschaft gewinnen wird und somit im Halbfinale steht, in der Kirche Saint Pierre de Montmartre eine kleine Pause ein.

Im Zuckerbäckerstil erbaut wurde die Basilika Sacre-Coeur Foto: K. Weirauch
Im Zuckerbäckerstil erbaut wurde die Basilika Sacre-Coeur Foto: K. Weirauch

Sie steht im Schatten der weiß strahlenden Basilika Sacré Coeur und zählt zu den ältesten Kirchen von Paris, 1147 geweiht und ursprünglich zum früheren Kloster gehörend.

Weiß thront Sacrè Coeur

Ein Blick in dieses schöne Kleinod lohnt sich, bevor es um die Ecke in die von Touristen volle Kirche Sacrè Coeur geht. Wir reihen uns am Spätnachmittag in eine kleine Besucherschlange ein, nach einer kurzen Rucksackkontrolle durch Securitymitarbeiter betreten wir fast ehrfürchtig die Basilika Sacré Coeur, die zwischen 1870 und 1914 erbaut wurde. Trotz der vielen Touristen hier ist es still – Guides dürfen hier nicht führen – denn andächtig sitzen die Menschen in den Bänken, viele von ihnen beten, fast jeder Platz ist belegt. Fotografieren ist nicht erlaubt. Uns wird schnell klar, diese Kirche zählt zu den begehrtesten Sehenswürdigkeiten in Paris.

Von Sacre Coeur aus hat man einen tollen Blick über Paris Foto: Weirauch
Von Sacre Coeur aus hat man einen tollen Blick über Paris Foto: Weirauch

Beim Hinausgehen aus der Kirche beeindrucken nicht nur uns von den Treppenstufen aus die Blicke über Paris. Es scheint so, als ob ganz Paris zu unseren Füßen liegt. Ein wunderbarer Abschluss unserer Stipvisite auf dem Montmartre.

Mit der Zahnradbahn, die direkt gegenüber von Sacré Coeur liegt, geht es hinab zum Marché Saint Pierrre, der am Fuße der Sacé Coeur liegt, von hier aus kann man noch einmal wunderbare Postkartenmotive der Basilika als Erinnerung mit der Kamera einfangen.

Der Platz, so erfahren wir von unserer Stadtführerin, ist ein wahres Eldorado für Stoffe und Textilien, die Preise seien unschlagbar in diesem Stofftempel, der zu den größten der Welt zählt.

Weitere informationen zu Reiseangeboten auf der Seine gibt es hier auf der Seite von Nicko Cruises.

Wir wurden von der nicko cruises Flussreisen GmbH zu der Fahrt mit der MS Seine Comtesse auf der Seine eingeladen. Unsere Meinung bleibt die eigene.

Hier einige Erlebnisse während unserer Fahrt mit der Seine Comtesse: Besuch in Paris.

Besuch in Giverny mit dem Garten von Claude Monet.

Über nicko cruises:

Die nicko cruises Flussreisen GmbH ist ein führender Flusskreuzfahrt-Anbieter in Europa. Mit seiner gleichermaßen modernen wie komfortablen Flotte ist das Unternehmen in mehr als zwanzig Ländern und auf 23 Gewässern aktiv. Es bereist weltweit alle touristisch nachgefragten Wasserstraßen sowie einige Küstenabschnitte. Ab der Saison 2019 bietet nicko cruises zudem 16 Hochsee-Routen an und baut damit sein Portfolio weiter aus.

 

 

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