Franken

Bücher

Top five in Nürnberg

Nürnberg (1)

Die fünf Kilometer lange Nürnberger Stadtmauer, deren Grundriss einem Parallelogramm ähnelt, gehörte zu den größten im spätmittelalterlichen Europa. Die jetzige Mauer wurde 1452 vollendet. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten von Nürbergs Größenordnung blieb die Stadtumwallung bis heute fast vollständig erhalten, nur einige zhusätzliche Durchbrüche wurden vorgenommen, um das steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen.

Burgviertel

In dem unterhalb der Burg gegelegenen Viertel sind zahlreiche Kneipen und Gaststätten zu finden. Ein Rummel durch die engen Straßen und Gassen im nordwestlichen Teil der Stadtbefestigung vermittelt eine gute Vorstellung davon, wie Nürberg vor dem Krieg ausgesehen haben dürfte. Unterhalb des Burgviertels befinden sich die Felsengänge mit ihren historischen Wasserstollen: sie sind nur im Rahmen einer Führung begehbar. Die bis zu vier Etagenin den Sandstein geschlagenen unterirdischen Anlagen verfügen über ein ausgeklügeltes System zur selbstätigen Durchlüftung dieses weitläufigen Labyrinthes. Im Laufe der Jahrhunderte hatten die Keller und Gänge verschiedene Funktionen: Sie dienten der Wasserversorgung, als Bier- und Weinkeller, zur Lagerung von Lebensmitteln, und im Zweiten Weltkrieg wurde in den Felsengängen ein großer wurde in den Felsegängen ein großer Teil der Nürberger Kunstschätze untergebracht, wo sie die Kriegsereignisse unbeschadet überstanden haben.

Dürerhaus

Das aus dem frühen 15. Jahrhundert stammende Gebäude steht am Tiergärtnertorplatz. Albrecht Dürer hatte es 1509 erworben und bis zu seinem Tod im Jahre 1528bewohnt. Somit dürften viele seiner bekanntesten Bilder hier entstanden sein. Das Haus wurde später allerdings mehrfach veröndert: so stammt z. B. der 1898 hierher versetzte Giebelerker von einem anderen Gebäude (ursprünglich befand sich am Dürerhaus ein Aufzugserker). Das Haus wurde im frühen 19. Jahrhundert ein Wallfahrtsort für Romantiker und Künstler. 1828, zum 300. Geburtstag Dürers, kaufte es die Stadt Nürnbergs. Heute befindet sich hier ein Museum, das Nürnbergs berühmtesten Sohn vorbildlich in den Mittelpunkt der Dauerausstellung rückt. Ein Lob verdient das ansprechende museumsdidaktische Konzept, das Dürer dem Besucher multimedial näher bringt.

In einer rekonstruierten Werkstatt wird gezeigt, wie damals Leim und Farben hergestellt wurden und wie Holzschnitte, Kupferstiche und Tafelbilder entstehen. Seit dem Sommer 2012 werden in einem neu eingerichteten Saal hochwertige Kopien aus städtischem Besitz präsentiert. Da die Reichsstadt Nürnberg immer wieder Originalgemälde an Herrscher wie den bayerischen Kurfürsten Maximilian abgeben musste, entstand der Wunsch, Dürers Gemälde wenigstens in adäquaten Kopien zu besitzen. In der Dachgalerie kann man sich zudem das “Graphische Kabinett” ansehen, das Wechselausstellungen aus den Beständen der Graphischen Sammlung der Stadt Nürnberg zeigt. In einer authentisch nachgebildeten Malerwerkstatt werden zudem künstlerische Techniken demonstriert. Touchscreens und interaktive Medienstationen erleichtern den Zugang zu Dürers Werk.

Dürerhaus
Albrecht-Dürer-Straße 39, 90403 Nürnberg
Tel. +911 231 2568
Öffnungszeiten: Di, Mi 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, Fr 10-17 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr, Mo geschlossen
albrecht-duerer-haus@stadt.nuernberg.de
www.museen.nuernberg.de

Sankt Johannis Friedhof

Der traditionsreiche Stadtteil im Westen der Altstadt verfügt mit seinen Hesperidengärten und dem Johannisfriedhof über zwei kulturelle Highlights. Der in seiner Anlage einzigartige Johannisfriedhof kann zu den künstlerisch und kulturgeschichtlich bedeutendsten Friedhöfen in Europa gezählt werden.

Und Dies nicht nur deshalb, weil hier die berühmtesten Söhne Nürbergs, darunter auch Albrecht Dürer, Veit Stoß, Willibald Pirckheimer und Wenzel Jamnitzer begraben liegen. Die Epitaphien, die die ansonsten schlichten und gleich ausgerichteten liegenden Sandsteingrabmäler zieren, sind ein wahres Bilderbuch der Sozialgeschichte. Die Inschriften und Wappen künden von der sozialen Stellung des Toten, erzählen von seinem Beruf (Bäcker, Steinmetz Brauer etc.), seinen Kindern oder ob er keine, eine oder fünf Ehefrauen überlebt hat.

Beim gemütlichen Umherschlendern kann man auch leicht die eine oder andere kuriose bzw. humormistische Darstellung entdecken. Die Grabstätten wurden des Öfteren neu vergeben; so ruhen im Grab von Albrecht Dürer (Nr. 649) außer ihm und seiner Frau Agnes noch fünf Personen, die im Heilig-Geist-Spital gestorben waren, sowie drei Kupferstecher. Als man 1811 das Grab öffnete, um Dürers Genie an den Ausmaßen seines Schädels nachzuweisen, konnte man ihm schon keinen der gefundenen Schädel mehr zuordnen.

Das seit der Renaissance verstärkt ausgeprägte Bewusstsein für die Natur und der barocke Hang zur Repräsentation führten zur Anlage der Hesperidengärten in Johannis. Man pflanzte und züchtete in der Frühen Neuzeit hier bis zu 93 verschiedenen Arten von Zitrusfrüchten. Die für die damaligen Verhältnisse extrem teuren und seltenen Zitrus- und Pomeranzenfrüchte sorgten für ein exotisches Flair. In Johannis bildeten diese Gärten einen zusammenhängenden Komplex, der sich von der Johannisstraße bis hinunter zur Hallerwiese und dem Riesenschritt erstreckte. Der typische Grundriss eines Hesperidengartens (Hesperiden waren in der antiken Mythologie Nymphen, aus deren Garten Herakles drei goldene Äpfel entwendete) bestand aus einem hufeisenförmigen Vorderhaus, einem Aufzuchtbereich, dem eigentlichen Ziergarten – dem sich ein Obst- und Gemüsegarten mit einer freien, ungenutzten Fläche anschloss – und aus dem abschließenden Gartenhaus.

Sankt Johannis-Friedhof
Johannisstraße 47, 90419 Nürnberg
Tel. +911 330516
Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 8-20 Uhr
friedhof@st-johannis-nuernberg.de
www.st-johannisfriedhof-nuernberg.de

Was man in der Umgebung von Nürnberg unbedingt sehen sollte:

Schwabach

Die alte Markgrafenstadt Schwabach, der kleinsten kreisfreien Städte Deutschlands, schließt den Nürnberger Ballungsraum nach Süden hin ab. Für die erfolgreiche Sanierung des alten Stadtbildes wurde Schwabach 1979 als einzige deutsche Stadt mit der “Europa-Nostra-Medaille” belohnt.
Eine lange Tradition hat das Handwerk des Goldschlagens und der Nadelherstellung. In über 40 Länder der Welt werden alljährlich fünf Milliarden Nadeln aus Schwabach exportiert. Das Hämmern der Goldschläger bestimmt seit Jahrhunderten den Rhythmus der Stadt, auch wenn heute nur noch fünf Betriebe gezählt werden, im Gegensatz zu den 127 Goldschlägereien von 1924. Sie beschäftigten rund 1000 Personen und verarbeiteten eine Tonne Rohgold.

Das Blattgold eignet sich übrigens nicht nur zum Verzieren von Kunstgegenständen und Verschließen von Operationswunden, man kann es auch trinken. Es schwimmt nämlich im Schwabacher Goldwasser, einem Gewürzlikör mit feinen Goldplättchen. Heute profitiert und leidet Schwabach gleichermaßen von seiner Nähe zu Nürnberg. Mode- und anderen Fachgeschäften fällt es schwer, sich gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz zu behaupten. Und auch eine ansprechende Kneipen- und Cafészene sucht man vergeblich. Viele Schwabacher trauern noch den Zeiten nach, als in den 1980er Jahren noch das New Wave und das Lichtspielhaus Publikum aus Nürnberg anlockte.

Roth ist voll auf Draht

Inmitten des Fränkischen Seenlandes und nur 7 Kilometer vom Rothsee entfernt, liegt die Kreisstadt Roth. “roth voll auf Draht” lautet der Slogan. Meine Erwartungen waren recht groß. Denn vor einigen Jahren, als Borten im Potsdamer Schlos Sanssouci erneuert wurden, sagte eine Restauratorin: “Wir haben diese in einer Fabrik Roth in der Nähe von Nürnberg herstellen lassen. Dort kann man das noch erleben.” Vonleonischer Industrie war die Rede. Leonisch, was ? Ich konnte mir wenig darunter vorstellen. Hier findet ihr mehr dazu.

Informationen zu Nürnberg gibt es bei Nürnberg Tourismus.

Buchtipp

Nürnberg im Verlag DOM Publishers

von Richard Woditschek

Nürnberg nimmt einen besonderen Platz in der deutschen Geschichte ein: Ort der Reichstage des Heiligen Römischen ­Reiches Deutscher Nation, bedeutendes Zentrum des deutschen Humanismus, aber auch »Stadt der ­Reichsparteitage« der NS-Zeit sowie Stätte der Kriegsverbrecherprozesse. Heute ist die Stadt das wirtschaftliche und kulturelle Zen­trum der Metropolregion Nürnberg sowie ein bedeutender Industrie- und Messe­standort. Dieser Architekturführer, entstanden in Zusammenarbeit mit Studierenden der Fakultäten Architektur und Design der ­Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, ist eine umfassende Dokumentation der vielschichtigen Architektur ­Nürnbergs. In zehn Rundgängen, die vom Zentrum bis zur Peripherie führen, werden insgesamt 245 Bauten aus rund 800 Jahren Stadt­geschichte vorgestellt. Ergänzt wird diese Darstellung durch neun Essays, die die Hintergründe der bau­lichen Ent­wicklungen in dieser bedeutsamen deutschen Stadt beleuchten.

Guides

Der im Verlag Dom publishers erschienene Architekturführer Nürnberg kostet 38 Euro
Der im Verlag Dom publishers erschienene Architekturführer Nürnberg kostet 38 Euro
Reise

Burgenstraße kulinarisch: “Schluck” in Kronach

Kronach (84)

Unlängst waren wir in Kronach zu Besuch. Am abend lernten wir ein tolles Bier in einem tollen Gasthaus kennen. Die Sorte hieß “Schluck” der Kronacher Antlabräu. Das Bier wird im Gasthaus gebraut.

Die etikette sind lesenswert,m sie verraten einiges zum Bier: Vorne signalisieren die bauchigen 0,33-Liter-Fläschchen dem Durstigen, dass ihn ein nicht so recht traditionelles Stöffchen erwartet, denn sie sind frech mit einem langhalsigen Comic-Schwarm im Superman-Kostüm dekoriert. Obwohl als Zutaten nur Hopfen, Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz und Hefe aufgeführt sind, leugnet die knapp gehaltene Beschreiung, dass es sich um ein Bier handelt. “Untergäriger Hopfentrunk” hat Braumeister Markus Ort stattdessen als Bezeichnung gewählt. Warum? Aus rechtlichen Gründen. So erfahren wir vom freundlichen Kellner.

Martin Dorschke und  Norbert Krines klärenin dem Buch “111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss” auf. sort heißt es: ,In der 1516 für das Herzogtum Bayern festgeschriebenen Brauordnung (die übrigens Dutzende regionale Vorgänger hatte) ist als Getreide ausschließlich Gerste erlaubt. Bier aus Weizen war in dieser Zeit südlich der Donau generell verboten. Die änderte sich erst im Jahr 1602, seither durften die bayerischen Herzöge auch dort Weizenbiere brauen und verkaufen – aber nur diese.”

Ein Erbe dieses kuriosen bierhistorischen Details: Die aktuelle, 1993 verabschiedete Fassung des Reiheitsgebots setzt der Verwendung von Weizenmehl weiterhin eine Grenze, die jeder  Vernunft entbehrt. Verwendet werden darf es nur, wenn es obergärig vergoren wird (also mit einer für das Weißbier typischen Hefe, die nach getraner Arbeit im Gärbottich nach oben steigt). Der “Schluck” aber ist mit einer untergärigen gebraut (mit einer Hefesorte also, die nach unten sinkt und eigentlich für Pils- und Lagerbiere vorgesehen ist). Geschmacklich ist der mit reichlich Hopfen aromatisierte naturtrübe “Schluck” beides – Kellerpils und Weizen – in einem. Ein flüssiger Gesetzesverstoß. Soweit die autoren. Fazit: ein toller Gesetzesverstoß dieses Bier aus Kronach. Mein Tipp: Man sollte es dort trinken, wo es gebraut wird.

Informationen zum gastfreundlichen Wirtshaus

Antlabräu und Braugasthof ‘s Antla, Amtsgerichtsstraße 21, 96317 Kronach

Internet: www.antla.de

Martin Dorschke, Norbert Krines, 111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss, Emons Verlag GmbH, 2017.

 

Vom steintrockenen Herrenpils über das vollmundige und naturtrübe Zwickl bis hin zum Rauchbier, Bambergs »flüssigem Schinken«: Nirgendwo auf der Welt ist die Biervielfalt größer als in Franken. In 275 Brauereien entstehen dort über 2.000 Sorten. Auch die Einheimischen kennen davon meist nur einen Bruchteil, denn jeder Ort trinkt am liebsten seine eigenen Märzen, Pilsner und Bockbiere – und viele werden wie anno dazumal nur aus dem Fass und nur im eigenen Wirtshaus ausgeschenkt. Norbert Krines hat sie alle verkostet und mit Martin Droschke die 111, die man unbedingt getrunken haben muss, zu einem Genussführer durch Deutschlands Bierparadies zusammengestellt.

Autorenportrait

  • Martin Droschke

    Martin Droschke, geboren 1972 in Augsburg, zog 1992 zum Studium der Philosophie, Pädagogik und Geschichte nach Nürnberg. Er arbeitete als freier Journalist und Literaturkritiker u.a. für den »Tagesspiegel«, die »taz« und die »Süddeutsche Zeitung« und lebt heute als freier Werbetexter und Autor in Coburg. Er beschäftigt sich seit einem Urlaub in Pilsen, der Geburtsstadt des gleichnamigen Bierstils, intensiv mit Gerstensäften und veröffentlichte bereits verschiedene Bücher zum Thema Bier.

    mehr über diesen Autor

  • Norbert Krines

    Norbert Krines wurde 1973 im fränkischen Kulmbach geboren, der sogenannten »heimlichen Hauptstadt des Bieres«. Zum Studium der Germanistik, Sozialkunde und Geschichte wechselte er nach Bamberg, in die wahre Hauptstadt des Bieres, wo er als freier Autor und Dozent für Deutsch als Fremdsprache lebt. Seit 2001 ist er aktiver Heimbrauer. Im Januar 2011 startete er den Blog »Bier des Tages«, für den er jeden Tag ein Bier aus einer fränkischen Brauerei degustierte und beschrieb. Gemeinsam mit Martin Droschke veröffentlichte er 2016 den »Craft Beer-Führer Franken«.

    Hier ein weiterer Bericht zum Thema Craftbiere.

    und hier geht es zur Burgenstraße.

Reise

Top Ziele in Franken

Bayreuth (1)

In den letzten Jahren war ich desöfteren in Franken. Es ist immer wieder für mich ein Reiseziel erster Güte. Im Herzen Mittelfrankens liegt die Bilderbuchlandschaft der Fränkischen Schweiz. Östlich davon erstreckt sich die Fränkische Alb, weiter nördöstlich das Fichtelgebirge und der Frankenwald. Churfranken und das Maintal mit Miltenberg hatte ich unlängst hier vorgestelt. Nordwestlich schließen sich die sanften Hügel der Hassberge und die Laubwälder des Steigerwaldes an. Entdecker der Fränkischen Schweiz sind die Dichter Ludwig Tieck und Heinrich Wilhelm Wackenroder, die um Pfingsten 1793 als Studenten von Erlangen aus die bis dahin unbeachtete Gegend erkundeten. Sie folgten malerischen Flusstälern, erkletterten Ritterburgen auf steilen Felsen, besuchten Dörfer und bestaunten die kunstvoll-märchenhaften Fichtelgebirge. Auch das Fichtelgebirge und der Frankenwald wurden von bekannten Schriftstellern bereist. Die dortigen bizarren Steinriesen sind auch romantisch, aber herber, die endlosen dunktlen Wälder inspirierten zu Sagen über Irrlichter und Moorweiblein. Der Fremdenverkehrt setzte zögerlicher ein, als in der Fränkischen Schweiz. Die Menschen im Frankenwald leben vom Holz, früher als Flößer, heute in der Holzverarbeitung und von Weihnachtsbaumschulen. Das Fichtelgebirge war einst Bergbauregion, später etablierten sich die chemische Industrie und die Produktion von Porzellan für Hutschreuther, Rosenthal und andere Wirtschaftszweige. Nicht alle firmen haben überlebt, dafür erinnern tolle Museen, wiedas Porzellanikon in Selb an die traditionsreiche Porzellanherstellung.

Top-Ziele in Franken

Bayreuth

Auf das Konto der kunstsinnigen Markgräfin Wilhelmine gehen das kostbar ausgestattete Neue Schloss, ein wunderschönes Barocktheater und die Eremitage, ein englischer Landschaftpark mit Lustschlössern und Wasserspielen.

Blick auf das Fespielhaus im Juni 2016
Blick auf das Fespielhaus im Juni 2016, Foto: D.Weirauch

Bamberg

Die 1000-jährige Bischofs- und Kaiserstadt zählt um UNESCO-Welterbe. Auftakt machen das Alte Rathaus mitten in der Regnitz und eine “Klein-Venedig” genannte mittelalterliche Häuserzeile. Es folgen die Neue Residenz und der Dom mit Werken von Tilmann Riemenscheider und Veit Stoss.

Eine von mehreren Brauereigaststätten in Bamberg, Foto: Weirauch
Eine von mehreren Brauereigaststätten in Bamberg, Foto: Weirauch

Seit 1993 zählt die Altstadt von Bamberg zum UNESCO-Welterbe. Als Welterbestadt ist Bamberg verpflichtet, Wissen über die UNESCO-Auszeichnung und die Erhaltung des kulturellen Erbes zu vermitteln. Diese Vermittlung wird ab Mai 2019 in dem neuen Welterbe-Besucherzentrum auf dem Areal der Unteren Mühlen stattfinden. In dem Neubau in direkter Nachbarschaft zum bekannten Brückenrathaus sind neben der Dauerausstellung zum Welterbe, die das Berliner Büro h neun konzipiert hat, auch ein Laden sowie die Büroräume des Zentrums Welterbe Bamberg untergebracht. Im Erdgeschoss können Gäste im Restaurant HENRII mediterrane Küche kombiniert mit regionalen Produkten bei bester Aussicht genießen. Informationen zum Besucherzentrum sind unter https://welterbe.bamberg.de verfügbar.

Nürnberg

Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erblühte die Freie Reichsstadt zum Zentrum von Politik, Handel, Kunst und Wissenschaft. Zu Füßen der Kaiserburg und im Schutz der Stadtmauer wirkte der Künstler Albrecht Dürer – sein Wohnhaus versetzt als Museum Besucher in das Leben und Denken der Renaissance.

Altmühltal

Zwischen Gunzenhausen im Westen und Kelheim im Osten windet sich die Altmühl durch breite Täler, Auen und vorbei an bizarren Felsen. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder Schiff – Kulturgüter wie die Ritterburg Schloss Prunn, das barocke Eichstätt oder das Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch bei Kelheim liegen am Weg.

Nördlingen

Manches ist hier außeridrisch. Die kreisrunde mittelalterliche Stadt schmiegt sich in den 15 Millionen Jahre alten Krater eines Meteoriteneinschlags. Die gotische Kirche Sankt Georg wurde aus Suevit erbaut, das sonst nur auf dem Mond zu finden ist. Auf der Wehrmauer von 1327 kann man die Stadt umrunden.

Dinkelsbühl

Eine der am besten erhaltenen Städte des Mittelalters. Die Stadtmauer mit Türmchen und Toren umgibt schützend das gotische Münster und die Fachwerkhäuser, z. B. das Deutsche Haus am Weinmarkt.

Im Fränkischen Weinland

Weiter östlich, um Würzburg schließt sich das Fränkische Weinland mit seinen Weinbergen an. Die bauchigen Bocksbeutel dürfen hier abgefüllt werden – ein bisschen Toskana, ein bisschen deutsche Romantik. Südlich davon schlängelt sich die Tauber durch ihr enges Tal. So sehenswert die fränkischen Städtchen im “Lieblichen Taubertal” auch sind, sie stehen im touristischen Schatten von Rothenburg ob der Tauber. Im “Romantik-Trend” des 19. Jahrhundert wurde die Stadt quasi wieder entdeckt und ist heute Ziel von Touristen aus aller Welt. Genau wie Heidelberg, vor dessen Toren sich der Neckar träge durch eine schöne Landschaft schlängelt. Auch Churfranken rund um Miltenberg lohnt unbedingt eine Reise. Hier lest ihr mehr zu Miltenberg.

Top-Ziele

Rothenburg ob der Tauber

Synonym für romantisches Mittelalter – aber auch für Busse voller fotografierender Touristen. Der reizhvollen Kulisse kann man sich trotzdem nicht entziehen – wer sie zu lieblich findet, besucht das Mittelalterliche Kriminalmuseum mit Folterinstrumenten.

Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch
Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch
Rothenburg_Reiterlesmarkt©RothenburgTourismusService-FotografWilliPfitzinger
Rothenburg_Reiterlesmarkt©RothenburgTourismusService-FotografWilliPfitzinger

Bad Wimpfen

Kaiser Friedrich I. Barbarossa ließ in dem heutigen Soleheilbad im 12. Jahrhundert die größte Kaiserpfalz nördlich der Alpen errichten. Die Pfalzkapelle und die romanischen Arkaden sind noch erhalten. Vom Blauen Turm blickt man weit übers Neckartal.

Heidelberg

Die Studentenhochburg mit der malerischen Burgruine über dem Neckar ist eine der romantischsten deutschen Städte. Zum Schloss und weiter auf den Hausberg, den Königsstuhl, fährt eine Standseilbahn.

Würzburg

Über der 1300 Jahre alten Stadt thront die Festung Marienburg, heute Mainfränkisches Museum mit Werken Tilmann Riemenschneiders. Von ihm stammen auch Grabmäler im gotischen Kiliansdom. Balthasar Neumann war der Architekt der Residenz mit dem berühmten Treppenhaus, dessen frei schwebendes Gewölbe ein riesiges Fresko des venezianischen Malers Tiepolo ziert (1750).

Hier geht es zur Seite von Frankentourismus.

Buchtipp: Empfehlenswerter Reiseführer

  • Franken von Ralf Nestmeyer
  • Michael Müller Verlag, 540 Seiten, ISBN 978-3-95654-198-8
  • 20,90 Euro, 2016
Schlösser und Burgen

Burgenstrasse: Kronach zeigt Cranach – Zeichungen

Kronach (84)

Kronach macht immer wieder Schlagzeilen. Am Wochenende findet “Kronach leuchtet” statt. Wer sich in die fränkische Stadt aufmacht, dem empfehle ich auch einen Besuch der dortigen “Fränkischen Galerie” auf der Festung Rosenberg,.

Noch bis zum 24. Juni 2018 zeigt die „Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg“ in Kronach die Ausstellung „Zeichnen in Cranachs Werkstatt“. Zu sehen sind 85 kostbare Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Universität Erlangen, die das unternehmerische Genie des in Kronach geborenen Renaissancekünstlers Lucas Cranach d. Ä. belegen. Sie zeigen, wie der Meister selbst für seine Auftraggeber sogenannte „Bestseller-Zeichnungen“ anfertigte, die in aller Regel auch beim Kunden blieben. Dieser konnte so die Pläne überdenken und nach eigenem Geschmack verändern. Angestellte der Cranach-Werkstatt arbeiteten die Kundenwünsche dann in die Entwürfe ein und erstellten später Kopien.

In der Werkstatt eines genialen „Maler-Unternehmers“

Der Geschäftsmann Cranach betreute sein Projekt nur so lange, bis die Aufgabe künstlerisch und programmatisch umrissen war. Die endgültige Ausführung wurde bewährten Meisterschülern übertragen. Die entstandenen Handzeichnungen wurden archiviert und dienten als Vorlagenvorrat. Auf ihrer Basis war die Werkstatt in der Lage – nach einem kurzen „Briefing“ durch den Meister – Großaufträge weitgehend selbstständig zu erledigen. Die Zeichnungen in der Ausstellung wurden in den 1520er Jahren im Zuge des Hallenser Großauftrags für Kardinal Albrecht geschaffen. Gezeigt werden unter anderem Entwürfe zu Flügelaltären oder die aus Meisterhand stammende Zeichnung „Musizierendes nacktes Paar“ .

Mehr im Internet unter www.kronach.deoder  www.wege-zu-cranach.de

 

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstraße: Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

Burg Rabenstein (3) - Kopie - Kopie

Die Burg Rabenstein in der schönen Fränkischen Schweiz gelegen, ist Burghotel und Tagungs- und Eventlocation im historischen Ambiente. 22 stilvolle Zimmer, Burgrestaurant, mehrere Veranstaltungsräume und ein vielseitiges Rahmenprogramm laden in das 64 Hektar große Naturparadies ein. Sophien-Tropfsteinhöhle, Falknerei und Gutsschenke mit Biergarten sowie viele Wanderwege ziehen alljährlich nicht nur zu den Wochenenden viele Gäste auf die Burg. Wir waren hier: Burgenstraße: Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

Freundliche Begrüßung durch das Burgfräulein Foto: K.Weirauch

Burg Rabenstein ist die erste Station einer mehrtägigen Tour auf der Burgenstraße. Für ein paar Tage mal raus …, „entschleunigen“ in erwachender Natur, in Bewegung sein, Neues erleben und hautnah erfahren, Typisches essen … . Wir wollten direkt im Herzen der Fränkischen Schweiz im Städtedreieck Nürnberg-Bamberg-Bayreuth einen der wohl schönsten Teile  der Burgenstraße kennenlernen.

Wir starteten also mit der Burg Rabenstein. was für eine Pracht. Sie liegt majestätisch in der Landschaft. Vom Parkplatz Neumühle aus kann man u.a. die Burg „erklimmen“, Familien mit Kindern vor uns und hinter uns. Wir wurden immer neugieriger und wurden nicht enttäuscht. Wir landeten in einem Naturparadies, das für Jung und Alt schöne Erlebnisse bietet. Oben angekommen, stärkten wir uns zunächst in der Burgschenke, bevor wir uns auf eine Vorführung in der Falknerei einließen.

Die ausgebildete junge Falknerin Sabrina Gröning zog mit ihrer leidenschaftlichen einstündigen Vorführung alle in ihren Bann. Zusammen mit Jana und Niko stellen sie Teile des Ausbildungsprogramms von Wanderfalke, Habicht und Steinadler für die Jagd vor. Wer weiß schon, dass ein Falke Hände hat, alle anderen Jagdvögel haben Füße, der Wüstenbussard gern auf „Kompaniejagd“ geht, d.h. 2-3 Tiere auf Jagd gehen, junge Tiere von alten Tieren lernen, alle Vögel nur über ihr Gehör lernen, der junge Falke 70 bis 80 mal üben muss, um mit auf die Jagd gehen zu können?

Seit 2004 arbeitet Sabrina Gröning in der Falknerei auf der Burg Rabenstein, solange wie auch Muck, ihr Lieblingsjagdvogel, auf der Burg lebt. Sie freut sich, in täglichen Führungen den Menschen die Jagdvögel nahe zu bringen. Respekt vor den Jagdvögeln haben die Zuschauer, wenn die großen Vögel über ihre Köpfe hinweg tief fliegen, um sich die Belohnung, ein Stück Fleisch, von Sabrina abzuholen. Elegant, imposant im Fliegen, aber auch im Laufen, Sprinten oder nur Gehen, die Jagdvögel begeistern die Zuschauer. Mit viel Beifall und Lob verabschieden sich die Gäste. Der Greifvogel- und Eulenpark im Naturparadies Burg Rabenstein ist Di-Fr von 14-17 Uhr und Sa+So von 13-17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter https://www.burg-rabenstein.de/ausflugsspass/falknerei

Und wir wandern weiter zur Sophienhöhle, 15 Minuten von der Burg Rabenstein entfernt. Sie zählt zu den schönsten Höhlen Süddeutschlands. Stalagniten und Stalaktiten sind hier in Jahrtausenden gewachsen, bilden unzählige Kunstwerke. (Sophienhöhle
geöfnet: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10.30 bis 17 Uhr Höhlenführungen. Eintritt:  5, ermäßigt 3 Euro.)

Ein Höhlenbärskelett und ein Geweihfragment eines Rentiers sind weitere Blickpunkte, auf die der Höhlenführer Uwe Hewing aufmerksam macht. Wie romantisch muss es sein, an einem vor der Höhle stattfindendem Lagerfeuer teilzunehmen. Einmal im Monat kann man in der Sommerszeit ohne Führung auch allein die Höhle erkunden, „seinen Lieblingsplatz“ finden. Unzählige Events laden von April bis September in die Höhle ein, bekannte Musiker …Hier geht es zu den Veranstaltungen in der Sophienhöhle. Den Auftakt der Höhlenkonzertsaison 2018 in der Sophienhöhle wird am Freitag, den 27. April, um 20 Uhr das Ensemble Gregorianika mit “Signum Tour 2018” geben. Weitere Konzerte: 04.05. Joachim Thoms: “Sahara – Tango, Jazz & Flamenco”, 11.05. Frank Wendeberg: “KlangLichtSpiel-Tour”, 25.05. Klezmaniaxx: “Best of Klezmer”
08.06. Andy Lang: “Celtic Spirit & Songs”, 22.06. Scala Tympani: “Trommelfeuerwerk”
06.07. GIS: “Gift of Song”, 20.07. Mesinke: “Die besten jiddischen Lieder”
10.08. Sounds of the Orient: “Musik aus 1001 Nacht”, 24.08. Gregorianika: “Signum Tour 2018”
07.09. Didgeriloop: “Didge & Drums”, 21.09. Albert Koch & friends: “Good Times Tonight”
05.10. Ural Kosaken Chor: “Ivan Rebroff Gedenkkonzert” Abschluss am
01.11. Gregorianika: “Signum Tour 2018” (Kartenvorverkauf an allen CTS-Vorverkaufsstellen, online oder unter Tel. 09202/9700440.
Weitere Informationen zu den Konzerten findet ihr unter www.burg-rabenstein.de/events
)

Homepage: www.burg-rabenstein.de

Informationen zur Burg Rabenstein

Burg Rabenstein Event GmbH
Rabenstein 33
95491 Ahorntal
Telefon +49 (0) 92 02/ 97 00 44-0
Telefax +49 (0) 92 02/ 97 00 44-520
info@burg-rabenstein.de
www.burg-rabenstein.de

und hier zur Burgenstraße.

Die Burgenstraße hat die Recherche entlang der Burgenstraße unterstützt. Dank an Frau Sabine Dess für Aufenthalt und Bewirtung auf Burg Rabenstein.

Hier geht es zu einer weiteren Station an der Burgenstraße: die Stadt Coburg mit der Veste Coburg.

Hier geht es zu Frankentourismus.

Konzerte auf der Burg Rabenstein sind beliebt

Regelmässig werden auf der Burg Rabenstein Konzerte veranstaltet. Auf folgender Seite werden diese angekündigt. Wir durften Gast eines Opernabends sein und waren begeistert.

Burg Rabenstein ist ein Premium – Partnerhotel der Burgenstraße.

Grösster Mittelaltermarkt in Bayern

Von weit her kommen die Mitwirkenden und Gäste zum Mittelaltermarkt auf dem weitläufigen Areal der Burg Rabenstein. Auf anliegenden Feldern können Gäste gut parken. Es werden auch 2018 wieder viele Tausend zu dem großen Freiluftspektakel erwartet.

Reise

Burgenstrasse: Franken feiert den „Tag des Bieres“

Brauerei Mager) (17)

In Franken gibt es eine einzigartige Braukultur. Wir waren in Pottenstein in der Fränkische Schweiz. Dort trafen wir auf einer Tour entlang der Burgenstraße den jungen Braumeister Andreas Mager in seiner Brauerei. Ein engagierter junger Mann, der uns natürlich vom heutigen Tag des Bieres erzählte und vielen Intitiativen drumherum. Gefallen hat uns seine Aktion “Hopfen schafft Gemeinschaft”. Dahinter steckt ein gemeinsames Bierbrauen mit jungen Leuten, die er so mit der handwerklichen Kunst des Bierbrauens vertraut machen will. “Es gab eine Menge Spaß dabei. Und anschließend treffen sich die Abiturienten, um das Bier zu trinken.”

Der junge Braumeister Mager vor dem Sudkessel in Pottenstein Foto: Weirauch
Der junge Braumeister Andreas Mager vor dem Sudkessel in Pottenstein Foto: Weirauch

Über Pottenstein und die Brauereien hier später mehr.

Über 1.000 Jahre Braukultur mit jedem Schluck: Wer sich ein frisch gezapftes fränkisches Bier schmecken lässt, wird Teil einer einzigartigen Braulandschaft. Nirgendwo sonst gibt es eine so große Dichte an Brauereien wie in Franken. Mittelständische, Klein- und Kleinstbrauereien sorgen für eine unglaubliche Sortenvielfalt an handwerklich gebrauten Bieren. Genussvolle Begegnungen mit dieser Braukultur ermöglichen traditionsreiche Feste, Wander- und Radwege, Museen und Brauseminare.

Festivals rund um Hopfen, Wasser und Malz

Gebraut werden die fränkischen Biere streng nach dem „Bayerischen Reinheitsgebot“, das am 23. April 1516 verkündet wurde und seitdem Hopfen, Wasser und Malz sowie später die Hefe als einzige Brauzutaten festlegte. Der Geburtstag des Reinheitsgebots am 23. April, dem „Tag des Bieres“, wird in Franken natürlich gefeiert. Rund um Eichstätt und Beilngries im Naturpark Altmühltal lädt so die „Bayerische Bierwoche“ (20. April bis 6. Mai 2018) dazu ein, das kulinarische Zusammenspiel von regionalen Bierspezialitäten und kreativer Küche, von Brauereiführungen, Bierwanderungen und Bierarrangements zu genießen (www.bayerische-bierwoche.de). Die UNESCO-Welterbestadt Bamberg, in der im Jahr 1122 bierbrauende Mönche den Grundstein für die große Bamberger Bierkultur legten, feiert am 23. April 2018 den „Tag des Bieres“ auf dem Maxplatz. Mitten in der Altstadt lernt man dabei die elf Bamberger Brauereien kennen und kostet sich durch die unterschiedlichsten Biersorten: darunter mit dem „Ungespundeten“ und dem „Rauchbier“ zwei Bamberger Bierlegenden (www.bamberg.info/tagdesbieres).

Fränkische-Schweiz Brauereitour Foto: FrankenTourismus/FRS/Hub
Fränkische-Schweiz Brauereitour Foto: FrankenTourismus/FRS/Hub

Bierkultur und genussvolle Geheimtipps

Natürlich wird in Franken nicht nur anlässlich des Reinheitsgebots gefeiert – und bei so viel Braukultur wundert es nicht, dass manche Bierfeste längst selbst Kultstatus erreicht haben: Mitten dabei ist man so etwa bei der „Erlanger Bergkirchweih“ (17. bis 28. Mai 2018), beim „Fränkischen Bierfest“ im Nürnberger Burggraben (30. Mai bis 3. Juni 2018), dem „Annafest“ in Forchheim (20. Juli bis 30. Juli 2018) oder bei der  „Kulmbacher Bierwoche“ (28. Juli bis 5. August 2018). Dazu gesellen sich viele Bierfeste, die vielfach noch als genussvolle Geheimtipps gelten. Sieben Brauereien, rund 30 Biersorten, kulinarische Spezialitäten, ein Braumobil und eine Malzbar erwarten etwa die Besucher des Bierkulturfests in Memmelsdorf in der Fränkischen Schweiz (4. bis 5. Mai 2018, www.fraenkische-toskana.com).

Bierkreationen auf dem Teller

Das Bierbrauer-Gulasch ist bereits ein hervorragendes Beispiel für die köstliche Rolle, die das Bier in der fränkischen Küche spielt. Wer in einem der vielen Brauerei-Gasthöfe einkehrt, lässt sich deshalb das Bier nicht nur im „Seidla“, sondern auch als Zutat in vielen kulinarischen Kreationen schmecken. Da werden deftige Klassiker wie eine „Fränkische Bierhaxe“, „Bierfleisch mit Schmorzwiebeln“ oder „Weißbiersenf-Koteletts“ serviert, aber auch ungewöhnliche Gerichte wie eine „Hopfengebeizte Lachsforelle“ oder ein „Biermelonensalat“. Auch als süße Verführung machen sich die malzigen Aromen des fränkischen Biers hervorragend, etwa in Form eines „Bieramisus“ oder eines schokoladigen „Rauchbier-Bömbchens“.

Aktive Wege zur Biervielfalt

Appetit auf diese Köstlichkeiten holt man sich auf den zahlreichen Rad- und Wanderwegen, die mitten hinein in die Bierkultur führen. Da ist man zum Beispiel in den Haßbergen auf dem Sulzfelder „Biergartenwanderweg“ unterwegs, auf dem am 10. Mai 2018 die Eröffnung der neuen Wandersaison gefeiert wird (www.gemeindesulzfeld.de). Am gleichen Tag wandert man beim „Spalter Bierwandertag“ im Fränkischen Seenland zu Musik und Leckereien in den Gasthäusern des Spalter Hügellandes (www.spalt.de).

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https://www.einfachraus.eu/burgenstrasse-franken-feiert-den-tag-des-bieres/chst gibt es hier mehr zum Bierland Franken, entlang der Burgenstraße.

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