Franken

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Nürnberg: Wo Albrecht Dürer seine letzte Ruhe fand

Nürnberg (20)

In wneigen Tagen ist Totensonntag (Ewigkeitssonntag). Da denke ich an meinen letzten Besuch in Nürnberg zurück. Es war im Spätsommer, als ich den Johannisfriedhof  besuchte. Als an der Sepulkralkultur Interessierter besuche ich regelmäßig Friedhöfe. Egal, wo wir gerade sind. Friedhöfe geben immer einen Einblick in die Geschichte und die Lebensgewohnheiten der Bevölkerung eines Ortes. Aber der Johannisfriedhof von Nürnberg ist ein besonderer Friedhof. Nicht nur weil dort viele Prominente ihre letzte Ruhe gefunden haben. Nein, auch weil es einer der ältesten mir bekannten Friedhöfe überhaupt ist.

Die Anlage ging aus einem im 13. Jahrhundert entstandenen Siechkobelfriedhof (Siechkobel: Gebäude zur Unterbringung von Kranken und Aussätzigen) und einem 1395 geweihten Pestfriedhof hervor. Infolge der Pestzüge, die Nürnberg immer wieder heimsuchten, erging 1518 ein Ratsbeschluss, dass niemand mehr innerhalb der Stadtmauern beigesetzt werden durfte. Seitdem fanden die Bürger des Ortsteiles Sebald auf dem Johannisfriedhof ihre letzte Ruhestätte. Dieser historische Kern bildet heute den nordöstlichen Teil der Anlage. Er ist gekennzeichnet durch die gerasterte Anordnung großenteils einheitlicher Steinplatten, die an Sarkophage erinnern und mit kunstvollen Epitaphien versehen sind.

Bedeutende Nürnberger Künstler wie Albrecht Dürer und Veit Stoß wurden hier bestattet. Die innerhalb der Friedhofsmauern stehende, seit der Reformation evangelische Johanniskirche mit ihrer charakteristischen roten Fassade entstand gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Sehenswert in ihrem Inneren sind der Hochaltar und der nördliche Steinaltar.

Vermutlich Hans Beheim schuf in den Jahren 1513 bis 1515 die spätgotische sogenannte “Holzschuherkapelle” am Ostrand des Johannisfriedhofes. Der Johannisfriedhof wurde wiederholt als schönster Friedhof Deutschlands ausgezeichnet. Nürnberger bezeichnen ihn gern auch als ihren Rosenfriedhof.

Hesperidengärten

Benahcbart dem Johannisfriedhof sind die Heseperidengärten. Das Ensemble im Stadtteil Sankt Johannis besteht aus drei parallel verlaufenden barocken Ziergärten, die einst im Auftrag Nürberger Patrizier angelegt wurden. Es erstreckt sich zwischen einem Gärtnerhaus und einem den Eingang der Anlage markierenden hufeisenförmigen Fachwerkhaus. Angelehnt an die Lustgärten der Adligen, sind die mit Zierbrunnen und Statuen versehenen Gärten in unterschiedliche Bereiche gegliedert, darunter ist auch ein Abschnitt mit Zitrusbäumen. Ein Bürgerverein regte die Restaurierung der Anlage, die vom Finanzbauamt übernommen wurde. Geplant ist eine Erweiterung in östlicher Richtung.

 

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Highlights in Franken

Deutschland, Bayern, Rothenburg ob der Tauber, Marktplatz, Altstadt...Foto: Frankentourismus

Im Herzen Mittelfrankens liegt die Bilderbuchlandschaft der Fränkischen Schweiz. Östlich davon erstreckt sich die Fränkische Alb, weiter nordöstlich das Fichtelgebirge und der Frankenwald. Nordwestlich schließen sich die sanften Hügel der Haßberge und die Laubwälder des Steigerwaldes an. “Entdecker” der Fränkischen Schweiz sind die Dichter Ludwig Tieck und Heinrich Wilhelm Wackenroder, die um Pfingsten 1793 als Studenten von Erlangen aus die bis dahin unbeachtete Gegend erkundeten. Sie folgten malerischen Flusstälern, erkletterten Ritterburgen auf steilen Felsen, besuchten urige Dörfer und bestaunten den kunstvoll-märchenhaften Felsengarten Sanspareil bei Wonsees. Ihre Reseberichte wurden zum Bestseller der deutschen Romantik. Aus bescheidenen Dörfern wurden bald vornehme Luftkurorte, der ländliche Charakter blieb erhalten. Die Fränkische Alb ist landschaftlich ähnlich, aber touristisch weniger erschlossen.

Bayreuth

Auf das Konto der kunstsinnigen Markgräfin Wilhelmine geht das kostbar ausgestattete Neue Schloss, ein wunderschönes Barocktheater und die Eremitage, ein englischer Landschaftspark mit Lustschlössern und Wasserspielen.

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth nach der Restaurierung, Blick zur Fürstenloge, die Ränge und die Decke Foto: Achim Bunz
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth nach der Restaurierung, Blick zur Fürstenloge, die Ränge und die Decke Foto: Achim Bunz

Zu den berühmten Wagner-Festspielen strömen Politiker und Promis.

Festspielhaus Bayreuth
Festspielhaus Bayreuth Foto: Weirauch
Bayreuth_Wahnfried-Konzerte-Richard-Wagner-Museum Foto: Richard Wagner Museum
Bayreuth_Wahnfried-Konzerte-Richard-Wagner-Museum Foto: Richard Wagner Museum

Bamberg

Die 1000-jährige Bischofs- und Kaiserstadt zählt zum Unesco-Welterbe. Auftakt machen das Alte Rathaus mitten in der Regnitz und eine “Klein-Venedig” genannte mittelalterliche Häuserzeile. Es folgen die Neue Residenz und der Dom mit Werken von Tilman Riemenschneider und Veit Stoss.

Bamberg Jubiläum UNESCO Welterbe, Foto: „BAMBERG Tourismus & Kongress Service/Stadtplanungsamt Bamberg, Foto: Luftbild Hajo Dietz“
Bamberg Jubiläum UNESCO Welterbe, Foto: „BAMBERG Tourismus & Kongress Service/Stadtplanungsamt Bamberg, Foto: Luftbild Hajo Dietz“

Nürnberg

Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erblühte die Freie Reichsstadt zum Zentrum von Politik, Handel, Kunst und Wissenschaft. Zu Füßen der Kaiserburg und im Schutz der Stadtmauer wirkte der Künstler Albrecht Dürer – sein Wohnhaus versetzt heute als Museum Besucher in das Leben und Denken der Renaissance.

Altmühltal

Zwischen Gunzhausen im Westen und Kehlheim im Osten windet sich die Altmühl durch breite Täler, Auen und vorbei an bizarren Felsen. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder Schiff – Kulturgüter wie die Ritterburg Schloss Prunn, das barocke Eichstätt oder das weltberühmte Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch bei Kelheim liegen am Weg.

Rothenburg ob der Tauber

Synonym für romantisches Mittelalter – aber auch für Busse voller fotografierender Touristen. Der reizvollen Kulisse kann man sich trotzdem nicht entziehen – wer sie zu lieblich findet, besucht das mittelalterliche Kriminalmuseum mit Folterinstrumenten.

Foto: Frankentourismus
Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch
Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch

Buchtipp: MARCO POLO Raus & Los! Fichtelgebirge, Frankenwald, Bayreuth

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Burgenstraße: Roth in Franken

Schloss Ratibor15Blick auf Schloss Ratibor in Roth, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information

Dieser Tage war ich in Roth. Inmitten des Fränkischen Seenlandes und nur 7 Kilometer vom Rothsee entfernt, liegt die Kreisstadt Roth. “roth voll auf Draht” lautet der Slogan. Meine Erwartungen waren recht groß. Denn vor einigen Jahren, als Borten im Potsdamer Schlos Sanssouci erneuert wurden, sagte eine Restauratorin: “Wir haben diese in einer Fabrik Roth in der Nähe von Nürnberg herstellen lassen. Dort kann man das noch erleben.” Vonleonischer Industrie war die Rede. Leonisch, was ? Ich konnte mir wenig darunter vorstellen. Darüber später hier mehr. Es ist eine alte Kulturstadt. Die fränkische Stadt Roth blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1060, als Bischof Gundekar II von Eichstätt eine Kirche zu „Rote“ weihte. Im Jahr 2010 feierte Roth sein 950-jähriges Gründungsjubiläum Stadtjubiläum. In der Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte die Verleihung der Stadtrechte. Noch heute ist die damalige mittelalterliche Struktur im Stadtbild mit der an vielen Stellen erhaltenen Stadtmauer und dem breit ausladenden Markt als Zentrum, umrahmt von stattlichen Bürgerhäusern, gut abzulesen.

Blick auf das Rathaus der fränkischen Stadt Roth, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Blick auf das Rathaus der fränkischen Stadt Roth, Foto: Stadt Roth – Tourist-Information

Auf dem Marktplatz und in der Altstadt reihen sich viele Sehenswürdigkeiten aneinander, die zu Fuß mit Hilfe des Prospekts „Historischer Rundgang“ gut erkundet werden können. Das Wahrzeichen und Schmuckstück der Stadt Roth ist das Schloss Ratibor. Das zwischen 1535 und 1538 von Markgraf Georg „dem Frommen“ errichtete repräsentative Jagdschloss wurde von den Einkünften des Regenten aus seinen schlesischen Besitzungen, vor allem der Fürstentümer Oppeln und Ratibor, finanziert. Mit dem idyllischen Innenhof, dem gemütlichen Garten und beeindruckendem Schlossgraben bildet das Ensemble mitten in der Stadt eine Oase der Ruhe.

Blick auf die Befestigung von Schloss Ratibor, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Blick auf die Befestigung von Schloss Ratibor, Foto: Stadt Roth – Tourist-Information
Stadtgarten von Roth Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Stadtgarten von Roth Foto: Stadt Roth – Tourist-Information

Hauptattraktion und größter Raum des Schlosses ist der Prunksaal. In seiner Gestaltung erinnert er an italienische Säle der Spätrenaissance und des Frühbarocks. In weiteren Räumen des Schlosses ist das Stadtmuseum untergebracht.

Die Besucher von Roth können die Stadt und die Umgebung über ein sehr gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz entdecken. Das Museum Schloss Ratibor, das Fabrikmuseum und der Historische Eisenhammer lassen auch bei schlechtem Wetter keine Langweile aufkommen. Aber auch Schloss- und Stadtführungen, Themenstadtführungen und geführten Radwanderungen sind ein besonderes Erlebnis.

Der Rothsee hat mit 220 Hektar Wasserfläche eine beachtliche Größe, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Der Rothsee hat mit 220 Hektar Wasserfläche eine beachtliche Größe, Foto: Stadt Roth – Tourist-Information

Die Kulturfabrik, eines der renommiertesten Gastspieltheater der Region, besticht durch eine breite Programmpalette mit Ausstellungen, Theater, Kabarett, Tanz, Lesungen und Konzerten aller Stilrichtungen. Ein Höhepunkt in der Kulturfabrik sind die jährlich stattfindenden Bluestage mit Spitzenmusikern aus aller Welt.

Der Schaukeldrahtzug.Die auf der Schaukel sitzende Figur eines Drahtziehers stammt von dem Staufer Stahlkünstler Thomas Volkmar Held, Foto: Weirauch
Der Schaukeldrahtzug.Die auf der Schaukel sitzende Figur eines Drahtziehers stammt von dem Staufer Stahlkünstler Thomas Volkmar Held, Foto: Weirauch

Wie kommt man hin ? Die Kreisstadt Roth ist bequem per Bahn, Bus oder über die Autobahnen A6 und A9 zu erreichen. Die Fahrzeit von Roth nach Nürnberg mit der Bahn beträgt nur rund  20 Minuten.

  • Informationen zu Roth gibt es hier:
  • Tourist-Information im Schloss Ratibor
  • Hauptstraße 1
  • 91154 Roth,
  • Tel.: 09171/848-513.
  • Roth im Internet: www.stadt-roth.de
Blick auf das Fabrikgebäude „Obere Mühle 4“, in dem sich das Fabrikmuseum Roth befindet, Foto: Weirauch
Blick auf das Fabrikgebäude „Obere Mühle 4“, in dem sich das Fabrikmuseum Roth befindet, Foto: Weirauch

Roth – Voll auf Draht

Unbedingt sehenswert ist in Roth das Fabrikmuseum der Leonischen Industrie, welches 2003 mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet wurde. Ich habe selten in einem technischen Museum auf der Route der Industriekultur soviele funktionsfähige Maschinen der Drahtverarbeitung gesehen. Dank an Dr. Wilhelm Gimm, der mit seinen Mitarbeitern und dem Historischen Verein  die Wrinnerung an die einst die Region in und um Roth prägende leonische Industrie wachhält. Dem Museum können wir nur viele Besucher, vor allem Schulklassen und nicht nur an der Technik Interessierte wünschen.

Gezeigt werden der Weg des grob gezogenen Drahtes durch Feinzug und Plätterei, die Herstellung und das Vergolden der Gespinste sowie die Weiterverarbeitung auf Webstühlen und anderen Maschinen bis hin zur Verpackung der fertigen Ware. Foto: Weirauch
Gezeigt werden der Weg des grob gezogenen Drahtes durch Feinzug und Plätterei, die Herstellung und das Vergolden der Gespinste sowie die Weiterverarbeitung auf Webstühlen und anderen Maschinen bis hin zur Verpackung der fertigen Ware. Foto: Weirauch
Beim geführten Rundgang durch das Museum bekommt der Besucher einen Einblick in die Produktion, Foto: Weirauch
Beim geführten Rundgang durch das Museum bekommt der Besucher einen Einblick in die Produktion, Foto: Weirauch

Informationen zum sehenswerten Fabrikmuseum Roth
Obere Mühle 4
91154 Roth

Telefon 09171/60564

Schlösser und Burgen

Burgenstrasse: Sesslach

Sesslach (234)Im Landgasthof "Roter Ochse" bei Familie Franz gibt es die besten Schäufele

Heute wieder eine Etappe auf der Burgenstraße. Wir besuchen Seßlach, eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Coburg. Begleiten Sie uns auf einem Burgenstrasse: Spaziergang durch Sesslach

Das Rathaus von Sesslach
Das Rathaus von Sesslach

Vom Rathaus vor dem Marktplatz gelangen wir über den Konrad-Hartig-Platz zur Pfarrkirche St. Johannes des Täufers. Rechter Hand liegt das ehemalige fürstbischöfliche Amtsmagazin(Salzfaktorei). Durch das Hattersdorfer Tor erblicken wir in der Ferne die barocke Friedhofskapelle. Im ehemaligen Getreideschüttboden besichtigen wir das Heimatmuseum. Da gegenwärtig das Rathaus und damit auch die Tourismus-Information umgebaut werden, hat der Gast für einige Zeit Heimatmuseum und Touri-Info an einem Ort.

Carolin Franz ist die Tourismuschefin von Sesslach
Carolin Franz ist die Tourismuschefin von Sesslach

Die junge und sehr engagierte Chefin Carolin Franz  gibt gern Auskunft und berät ihre Gäste über kulturelle Angebote ihrer Stadt und Region. Weiter geht es in unserem Rundgang durch die Pforte zu dem noch geschlossenen Wehrmauerring. Über den Geyersberg mit seiner im Privatbesitz befindlichen Burg gelangen wir durch das Geyersberger Tor zurück in die Altstadt. Eine stimmungsvolle Atmosphäre vermittelt der Krähwinkel mit seinen idyllischen Fachwerkhäusern und Plätzen. Der Gang entlang der inneren Stadtmauer führt uns zum Rothenberger Tor, wo sich in unmittelbarer Nähe das Panorama der Rodachbrücke mit Nepomukfigur und Kreuzigungsgruppe befinden – u.a. Kulisse im Martin-Luther-Film.

Entlang der Flendernstraße geht es zum Maximiliansplatz mit seinen schönen Häusern. Hier sticht besonders das frühere Amtsgericht mit seinen Treppengiebeln heraus.

Blick auf die Kommunbrauerei in Sesslach
Blick auf die Kommunbrauerei in Sesslach

Gleich daneben wird das beliebte Seßlacher Bier im Kommunbrauhaus gebraut. Es lohnt ein Blick nach oben.Temporäre tierische Gäste sind von April bis August auch ein Storchenpaar, das die Seßlacher aus seinem ganz in der Nähe befindlichen Nest aus der Höhe begrüßt. Wer diese noch näher beobachten möchte, der übernachte im vorzüglichen Gästehaus des Pörtnerhofes im Prachtzimmer, dann hat er die Störche ganz nah.

Wer eine Ruhepause braucht, kehrt im Roter Ochse ein, wo es die beste Schäufele, eine oberfränkische Spezialität, geben soll. Direkt gegenüber im Landgasthof schmeckt unseren Wanderfreunden die Leberknödelsuppe, von Seßlachern auch „Überlebenssuppe“ tituliert.

Schaut selbst, wie mittelalterlich und gastfreundlich Seßlach seinen Besuchern präsentiert.

Übernachten, beispielsweise im “Pörtnerhof” im Stadtzentrum oder direkt gegenüber dem Kommunbräuhaus im Gästehaus des Pörtnerhofes.

Liebevoll restauriert: Gästehaus des "Pörtnerhofes"
Liebevoll restauriert: Gästehaus des “Pörtnerhofes”
Bietet mediterrane Küche: "Pörtnerhof" in Sesslach
Bietet mediterrane Küche: “Pörtnerhof” in Sesslach

Hier geht es zur Homepage des so bezaubernden Ortes Seßlach.

Und hier zur Burgenstraße.

Der Verein Burgenstraße hat die Recherche entlang der Burgenstraße unterstützt.

Hier geht es zu weiteren Stationen auf der Burgenstraße in Franken: Cadolzburg.

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Top five in Nürnberg

Nürnberg (1)

Die fünf Kilometer lange Nürnberger Stadtmauer, deren Grundriss einem Parallelogramm ähnelt, gehörte zu den größten im spätmittelalterlichen Europa. Die jetzige Mauer wurde 1452 vollendet. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten von Nürbergs Größenordnung blieb die Stadtumwallung bis heute fast vollständig erhalten, nur einige zhusätzliche Durchbrüche wurden vorgenommen, um das steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen.

Burgviertel

In dem unterhalb der Burg gegelegenen Viertel sind zahlreiche Kneipen und Gaststätten zu finden. Ein Rummel durch die engen Straßen und Gassen im nordwestlichen Teil der Stadtbefestigung vermittelt eine gute Vorstellung davon, wie Nürberg vor dem Krieg ausgesehen haben dürfte. Unterhalb des Burgviertels befinden sich die Felsengänge mit ihren historischen Wasserstollen: sie sind nur im Rahmen einer Führung begehbar. Die bis zu vier Etagenin den Sandstein geschlagenen unterirdischen Anlagen verfügen über ein ausgeklügeltes System zur selbstätigen Durchlüftung dieses weitläufigen Labyrinthes. Im Laufe der Jahrhunderte hatten die Keller und Gänge verschiedene Funktionen: Sie dienten der Wasserversorgung, als Bier- und Weinkeller, zur Lagerung von Lebensmitteln, und im Zweiten Weltkrieg wurde in den Felsengängen ein großer wurde in den Felsegängen ein großer Teil der Nürberger Kunstschätze untergebracht, wo sie die Kriegsereignisse unbeschadet überstanden haben.

Dürerhaus

Das aus dem frühen 15. Jahrhundert stammende Gebäude steht am Tiergärtnertorplatz. Albrecht Dürer hatte es 1509 erworben und bis zu seinem Tod im Jahre 1528bewohnt. Somit dürften viele seiner bekanntesten Bilder hier entstanden sein. Das Haus wurde später allerdings mehrfach veröndert: so stammt z. B. der 1898 hierher versetzte Giebelerker von einem anderen Gebäude (ursprünglich befand sich am Dürerhaus ein Aufzugserker). Das Haus wurde im frühen 19. Jahrhundert ein Wallfahrtsort für Romantiker und Künstler. 1828, zum 300. Geburtstag Dürers, kaufte es die Stadt Nürnbergs. Heute befindet sich hier ein Museum, das Nürnbergs berühmtesten Sohn vorbildlich in den Mittelpunkt der Dauerausstellung rückt. Ein Lob verdient das ansprechende museumsdidaktische Konzept, das Dürer dem Besucher multimedial näher bringt.

In einer rekonstruierten Werkstatt wird gezeigt, wie damals Leim und Farben hergestellt wurden und wie Holzschnitte, Kupferstiche und Tafelbilder entstehen. Seit dem Sommer 2012 werden in einem neu eingerichteten Saal hochwertige Kopien aus städtischem Besitz präsentiert. Da die Reichsstadt Nürnberg immer wieder Originalgemälde an Herrscher wie den bayerischen Kurfürsten Maximilian abgeben musste, entstand der Wunsch, Dürers Gemälde wenigstens in adäquaten Kopien zu besitzen. In der Dachgalerie kann man sich zudem das “Graphische Kabinett” ansehen, das Wechselausstellungen aus den Beständen der Graphischen Sammlung der Stadt Nürnberg zeigt. In einer authentisch nachgebildeten Malerwerkstatt werden zudem künstlerische Techniken demonstriert. Touchscreens und interaktive Medienstationen erleichtern den Zugang zu Dürers Werk.

Dürerhaus
Albrecht-Dürer-Straße 39, 90403 Nürnberg
Tel. +911 231 2568
Öffnungszeiten: Di, Mi 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, Fr 10-17 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr, Mo geschlossen
albrecht-duerer-haus@stadt.nuernberg.de
www.museen.nuernberg.de

Sankt Johannis Friedhof

Der traditionsreiche Stadtteil im Westen der Altstadt verfügt mit seinen Hesperidengärten und dem Johannisfriedhof über zwei kulturelle Highlights. Der in seiner Anlage einzigartige Johannisfriedhof kann zu den künstlerisch und kulturgeschichtlich bedeutendsten Friedhöfen in Europa gezählt werden.

Und Dies nicht nur deshalb, weil hier die berühmtesten Söhne Nürbergs, darunter auch Albrecht Dürer, Veit Stoß, Willibald Pirckheimer und Wenzel Jamnitzer begraben liegen. Die Epitaphien, die die ansonsten schlichten und gleich ausgerichteten liegenden Sandsteingrabmäler zieren, sind ein wahres Bilderbuch der Sozialgeschichte. Die Inschriften und Wappen künden von der sozialen Stellung des Toten, erzählen von seinem Beruf (Bäcker, Steinmetz Brauer etc.), seinen Kindern oder ob er keine, eine oder fünf Ehefrauen überlebt hat.

Beim gemütlichen Umherschlendern kann man auch leicht die eine oder andere kuriose bzw. humormistische Darstellung entdecken. Die Grabstätten wurden des Öfteren neu vergeben; so ruhen im Grab von Albrecht Dürer (Nr. 649) außer ihm und seiner Frau Agnes noch fünf Personen, die im Heilig-Geist-Spital gestorben waren, sowie drei Kupferstecher. Als man 1811 das Grab öffnete, um Dürers Genie an den Ausmaßen seines Schädels nachzuweisen, konnte man ihm schon keinen der gefundenen Schädel mehr zuordnen.

Das seit der Renaissance verstärkt ausgeprägte Bewusstsein für die Natur und der barocke Hang zur Repräsentation führten zur Anlage der Hesperidengärten in Johannis. Man pflanzte und züchtete in der Frühen Neuzeit hier bis zu 93 verschiedenen Arten von Zitrusfrüchten. Die für die damaligen Verhältnisse extrem teuren und seltenen Zitrus- und Pomeranzenfrüchte sorgten für ein exotisches Flair. In Johannis bildeten diese Gärten einen zusammenhängenden Komplex, der sich von der Johannisstraße bis hinunter zur Hallerwiese und dem Riesenschritt erstreckte. Der typische Grundriss eines Hesperidengartens (Hesperiden waren in der antiken Mythologie Nymphen, aus deren Garten Herakles drei goldene Äpfel entwendete) bestand aus einem hufeisenförmigen Vorderhaus, einem Aufzuchtbereich, dem eigentlichen Ziergarten – dem sich ein Obst- und Gemüsegarten mit einer freien, ungenutzten Fläche anschloss – und aus dem abschließenden Gartenhaus.

Sankt Johannis-Friedhof
Johannisstraße 47, 90419 Nürnberg
Tel. +911 330516
Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 8-20 Uhr
friedhof@st-johannis-nuernberg.de
www.st-johannisfriedhof-nuernberg.de

Was man in der Umgebung von Nürnberg unbedingt sehen sollte:

Schwabach

Die alte Markgrafenstadt Schwabach, der kleinsten kreisfreien Städte Deutschlands, schließt den Nürnberger Ballungsraum nach Süden hin ab. Für die erfolgreiche Sanierung des alten Stadtbildes wurde Schwabach 1979 als einzige deutsche Stadt mit der “Europa-Nostra-Medaille” belohnt.
Eine lange Tradition hat das Handwerk des Goldschlagens und der Nadelherstellung. In über 40 Länder der Welt werden alljährlich fünf Milliarden Nadeln aus Schwabach exportiert. Das Hämmern der Goldschläger bestimmt seit Jahrhunderten den Rhythmus der Stadt, auch wenn heute nur noch fünf Betriebe gezählt werden, im Gegensatz zu den 127 Goldschlägereien von 1924. Sie beschäftigten rund 1000 Personen und verarbeiteten eine Tonne Rohgold.

 

Das Blattgold eignet sich übrigens nicht nur zum Verzieren von Kunstgegenständen und Verschließen von Operationswunden, man kann es auch trinken. Es schwimmt nämlich im Schwabacher Goldwasser, einem Gewürzlikör mit feinen Goldplättchen. Heute profitiert und leidet Schwabach gleichermaßen von seiner Nähe zu Nürnberg. Mode- und anderen Fachgeschäften fällt es schwer, sich gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz zu behaupten. Und auch eine ansprechende Kneipen- und Cafészene sucht man vergeblich. Viele Schwabacher trauern noch den Zeiten nach, als in den 1980er Jahren noch das New Wave und das Lichtspielhaus Publikum aus Nürnberg anlockte.

Buchtipp, gerade erschienen:

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Burgenstraße kulinarisch: “Schluck” in Kronach

Kronach (84)

Unlängst waren wir in Kronach zu Besuch. Am abend lernten wir ein tolles Bier in einem tollen Gasthaus kennen. Die Sorte hieß “Schluck” der Kronacher Antlabräu. Das Bier wird im Gasthaus gebraut.

Die etikette sind lesenswert,m sie verraten einiges zum Bier: Vorne signalisieren die bauchigen 0,33-Liter-Fläschchen dem Durstigen, dass ihn ein nicht so recht traditionelles Stöffchen erwartet, denn sie sind frech mit einem langhalsigen Comic-Schwarm im Superman-Kostüm dekoriert. Obwohl als Zutaten nur Hopfen, Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz und Hefe aufgeführt sind, leugnet die knapp gehaltene Beschreiung, dass es sich um ein Bier handelt. “Untergäriger Hopfentrunk” hat Braumeister Markus Ort stattdessen als Bezeichnung gewählt. Warum? Aus rechtlichen Gründen. So erfahren wir vom freundlichen Kellner.

Martin Dorschke und  Norbert Krines klärenin dem Buch “111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss” auf. sort heißt es: ,In der 1516 für das Herzogtum Bayern festgeschriebenen Brauordnung (die übrigens Dutzende regionale Vorgänger hatte) ist als Getreide ausschließlich Gerste erlaubt. Bier aus Weizen war in dieser Zeit südlich der Donau generell verboten. Die änderte sich erst im Jahr 1602, seither durften die bayerischen Herzöge auch dort Weizenbiere brauen und verkaufen – aber nur diese.”

Ein Erbe dieses kuriosen bierhistorischen Details: Die aktuelle, 1993 verabschiedete Fassung des Reiheitsgebots setzt der Verwendung von Weizenmehl weiterhin eine Grenze, die jeder  Vernunft entbehrt. Verwendet werden darf es nur, wenn es obergärig vergoren wird (also mit einer für das Weißbier typischen Hefe, die nach getraner Arbeit im Gärbottich nach oben steigt). Der “Schluck” aber ist mit einer untergärigen gebraut (mit einer Hefesorte also, die nach unten sinkt und eigentlich für Pils- und Lagerbiere vorgesehen ist). Geschmacklich ist der mit reichlich Hopfen aromatisierte naturtrübe “Schluck” beides – Kellerpils und Weizen – in einem. Ein flüssiger Gesetzesverstoß. Soweit die autoren. Fazit: ein toller Gesetzesverstoß dieses Bier aus Kronach. Mein Tipp: Man sollte es dort trinken, wo es gebraut wird.

Informationen zum gastfreundlichen Wirtshaus

Antlabräu und Braugasthof ‘s Antla, Amtsgerichtsstraße 21, 96317 Kronach

Internet: www.antla.de

Martin Dorschke, Norbert Krines, 111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss, Emons Verlag GmbH, 2017.

 

Vom steintrockenen Herrenpils über das vollmundige und naturtrübe Zwickl bis hin zum Rauchbier, Bambergs »flüssigem Schinken«: Nirgendwo auf der Welt ist die Biervielfalt größer als in Franken. In 275 Brauereien entstehen dort über 2.000 Sorten. Auch die Einheimischen kennen davon meist nur einen Bruchteil, denn jeder Ort trinkt am liebsten seine eigenen Märzen, Pilsner und Bockbiere – und viele werden wie anno dazumal nur aus dem Fass und nur im eigenen Wirtshaus ausgeschenkt. Norbert Krines hat sie alle verkostet und mit Martin Droschke die 111, die man unbedingt getrunken haben muss, zu einem Genussführer durch Deutschlands Bierparadies zusammengestellt.

Autorenportrait

  • Martin Droschke

    Martin Droschke, geboren 1972 in Augsburg, zog 1992 zum Studium der Philosophie, Pädagogik und Geschichte nach Nürnberg. Er arbeitete als freier Journalist und Literaturkritiker u.a. für den »Tagesspiegel«, die »taz« und die »Süddeutsche Zeitung« und lebt heute als freier Werbetexter und Autor in Coburg. Er beschäftigt sich seit einem Urlaub in Pilsen, der Geburtsstadt des gleichnamigen Bierstils, intensiv mit Gerstensäften und veröffentlichte bereits verschiedene Bücher zum Thema Bier.

    mehr über diesen Autor

  • Norbert Krines

    Norbert Krines wurde 1973 im fränkischen Kulmbach geboren, der sogenannten »heimlichen Hauptstadt des Bieres«. Zum Studium der Germanistik, Sozialkunde und Geschichte wechselte er nach Bamberg, in die wahre Hauptstadt des Bieres, wo er als freier Autor und Dozent für Deutsch als Fremdsprache lebt. Seit 2001 ist er aktiver Heimbrauer. Im Januar 2011 startete er den Blog »Bier des Tages«, für den er jeden Tag ein Bier aus einer fränkischen Brauerei degustierte und beschrieb. Gemeinsam mit Martin Droschke veröffentlichte er 2016 den »Craft Beer-Führer Franken«.

    Hier ein weiterer Bericht zum Thema Craftbiere.

    und hier geht es zur Burgenstraße.

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstraße: Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

Burg Rabenstein (3) - Kopie - Kopie

Die Burg Rabenstein in der schönen Fränkischen Schweiz gelegen, ist Burghotel und Tagungs- und Eventlocation im historischen Ambiente. 22 stilvolle Zimmer, Burgrestaurant, mehrere Veranstaltungsräume und ein vielseitiges Rahmenprogramm laden in das 64 Hektar große Naturparadies ein. Sophien-Tropfsteinhöhle, Falknerei und Gutsschenke mit Biergarten sowie viele Wanderwege ziehen alljährlich nicht nur zu den Wochenenden viele Gäste auf die Burg. Wir waren hier: Burgenstraße: Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

Freundliche Begrüßung durch das Burgfräulein Foto: K.Weirauch

Burg Rabenstein ist die erste Station einer mehrtägigen Tour auf der Burgenstraße. Für ein paar Tage mal raus …, „entschleunigen“ in erwachender Natur, in Bewegung sein, Neues erleben und hautnah erfahren, Typisches essen … . Wir wollten direkt im Herzen der Fränkischen Schweiz im Städtedreieck Nürnberg-Bamberg-Bayreuth einen der wohl schönsten Teile  der Burgenstraße kennenlernen.

Wir starteten also mit der Burg Rabenstein. was für eine Pracht. Sie liegt majestätisch in der Landschaft. Vom Parkplatz Neumühle aus kann man u.a. die Burg „erklimmen“, Familien mit Kindern vor uns und hinter uns. Wir wurden immer neugieriger und wurden nicht enttäuscht. Wir landeten in einem Naturparadies, das für Jung und Alt schöne Erlebnisse bietet. Oben angekommen, stärkten wir uns zunächst in der Burgschenke, bevor wir uns auf eine Vorführung in der Falknerei einließen.

Die ausgebildete junge Falknerin Sabrina Gröning zog mit ihrer leidenschaftlichen einstündigen Vorführung alle in ihren Bann. Zusammen mit Jana und Niko stellen sie Teile des Ausbildungsprogramms von Wanderfalke, Habicht und Steinadler für die Jagd vor. Wer weiß schon, dass ein Falke Hände hat, alle anderen Jagdvögel haben Füße, der Wüstenbussard gern auf „Kompaniejagd“ geht, d.h. 2-3 Tiere auf Jagd gehen, junge Tiere von alten Tieren lernen, alle Vögel nur über ihr Gehör lernen, der junge Falke 70 bis 80 mal üben muss, um mit auf die Jagd gehen zu können?

Seit 2004 arbeitet Sabrina Gröning in der Falknerei auf der Burg Rabenstein, solange wie auch Muck, ihr Lieblingsjagdvogel, auf der Burg lebt. Sie freut sich, in täglichen Führungen den Menschen die Jagdvögel nahe zu bringen. Respekt vor den Jagdvögeln haben die Zuschauer, wenn die großen Vögel über ihre Köpfe hinweg tief fliegen, um sich die Belohnung, ein Stück Fleisch, von Sabrina abzuholen. Elegant, imposant im Fliegen, aber auch im Laufen, Sprinten oder nur Gehen, die Jagdvögel begeistern die Zuschauer. Mit viel Beifall und Lob verabschieden sich die Gäste. Der Greifvogel- und Eulenpark im Naturparadies Burg Rabenstein ist Di-Fr von 14-17 Uhr und Sa+So von 13-17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter https://www.burg-rabenstein.de/ausflugsspass/falknerei

Und wir wandern weiter zur Sophienhöhle, 15 Minuten von der Burg Rabenstein entfernt. Sie zählt zu den schönsten Höhlen Süddeutschlands. Stalagniten und Stalaktiten sind hier in Jahrtausenden gewachsen, bilden unzählige Kunstwerke. (Sophienhöhle
geöfnet: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10.30 bis 17 Uhr Höhlenführungen. Eintritt:  5, ermäßigt 3 Euro.)

Ein Höhlenbärskelett und ein Geweihfragment eines Rentiers sind weitere Blickpunkte, auf die der Höhlenführer Uwe Hewing aufmerksam macht. Wie romantisch muss es sein, an einem vor der Höhle stattfindendem Lagerfeuer teilzunehmen. Einmal im Monat kann man in der Sommerszeit ohne Führung auch allein die Höhle erkunden, „seinen Lieblingsplatz“ finden. Unzählige Events laden von April bis September in die Höhle ein, bekannte Musiker …Hier geht es zu den Veranstaltungen in der Sophienhöhle. Den Auftakt der Höhlenkonzertsaison 2018 in der Sophienhöhle wird am Freitag, den 27. April, um 20 Uhr das Ensemble Gregorianika mit “Signum Tour 2018” geben. Weitere Konzerte: 04.05. Joachim Thoms: “Sahara – Tango, Jazz & Flamenco”, 11.05. Frank Wendeberg: “KlangLichtSpiel-Tour”, 25.05. Klezmaniaxx: “Best of Klezmer”
08.06. Andy Lang: “Celtic Spirit & Songs”, 22.06. Scala Tympani: “Trommelfeuerwerk”
06.07. GIS: “Gift of Song”, 20.07. Mesinke: “Die besten jiddischen Lieder”
10.08. Sounds of the Orient: “Musik aus 1001 Nacht”, 24.08. Gregorianika: “Signum Tour 2018”
07.09. Didgeriloop: “Didge & Drums”, 21.09. Albert Koch & friends: “Good Times Tonight”
05.10. Ural Kosaken Chor: “Ivan Rebroff Gedenkkonzert” Abschluss am
01.11. Gregorianika: “Signum Tour 2018” (Kartenvorverkauf an allen CTS-Vorverkaufsstellen, online oder unter Tel. 09202/9700440.
Weitere Informationen zu den Konzerten findet ihr unter www.burg-rabenstein.de/events
)

Homepage: www.burg-rabenstein.de

Informationen zur Burg Rabenstein

Burg Rabenstein Event GmbH
Rabenstein 33
95491 Ahorntal
Telefon +49 (0) 92 02/ 97 00 44-0
Telefax +49 (0) 92 02/ 97 00 44-520
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und hier zur Burgenstraße.

Die Burgenstraße hat die Recherche entlang der Burgenstraße unterstützt. Dank an Frau Sabine Dess für Aufenthalt und Bewirtung auf Burg Rabenstein.

Hier geht es zu einer weiteren Station an der Burgenstraße: die Stadt Coburg mit der Veste Coburg.

Hier geht es zu Frankentourismus.

Konzerte auf der Burg Rabenstein sind beliebt

Regelmässig werden auf der Burg Rabenstein Konzerte veranstaltet. Auf folgender Seite werden diese angekündigt. Wir durften Gast eines Opernabends sein und waren begeistert.

Burg Rabenstein ist ein Premium – Partnerhotel der Burgenstraße.

Grösster Mittelaltermarkt in Bayern

Von weit her kommen die Mitwirkenden und Gäste zum Mittelaltermarkt auf dem weitläufigen Areal der Burg Rabenstein. Auf anliegenden Feldern können Gäste gut parken. Es werden auch 2018 wieder viele Tausend zu dem großen Freiluftspektakel erwartet.

Reise

Burgenstrasse: Franken feiert den „Tag des Bieres“

Brauerei Mager) (17)

In Franken gibt es eine einzigartige Braukultur. Wir waren in Pottenstein in der Fränkische Schweiz. Dort trafen wir auf einer Tour entlang der Burgenstraße den jungen Braumeister Andreas Mager in seiner Brauerei. Ein engagierter junger Mann, der uns natürlich vom heutigen Tag des Bieres erzählte und vielen Intitiativen drumherum. Gefallen hat uns seine Aktion “Hopfen schafft Gemeinschaft”. Dahinter steckt ein gemeinsames Bierbrauen mit jungen Leuten, die er so mit der handwerklichen Kunst des Bierbrauens vertraut machen will. “Es gab eine Menge Spaß dabei. Und anschließend treffen sich die Abiturienten, um das Bier zu trinken.”

Der junge Braumeister Mager vor dem Sudkessel in Pottenstein Foto: Weirauch
Der junge Braumeister Andreas Mager vor dem Sudkessel in Pottenstein Foto: Weirauch

Über Pottenstein und die Brauereien hier später mehr.

Über 1.000 Jahre Braukultur mit jedem Schluck: Wer sich ein frisch gezapftes fränkisches Bier schmecken lässt, wird Teil einer einzigartigen Braulandschaft. Nirgendwo sonst gibt es eine so große Dichte an Brauereien wie in Franken. Mittelständische, Klein- und Kleinstbrauereien sorgen für eine unglaubliche Sortenvielfalt an handwerklich gebrauten Bieren. Genussvolle Begegnungen mit dieser Braukultur ermöglichen traditionsreiche Feste, Wander- und Radwege, Museen und Brauseminare.

Festivals rund um Hopfen, Wasser und Malz

Gebraut werden die fränkischen Biere streng nach dem „Bayerischen Reinheitsgebot“, das am 23. April 1516 verkündet wurde und seitdem Hopfen, Wasser und Malz sowie später die Hefe als einzige Brauzutaten festlegte. Der Geburtstag des Reinheitsgebots am 23. April, dem „Tag des Bieres“, wird in Franken natürlich gefeiert. Rund um Eichstätt und Beilngries im Naturpark Altmühltal lädt so die „Bayerische Bierwoche“ (20. April bis 6. Mai 2018) dazu ein, das kulinarische Zusammenspiel von regionalen Bierspezialitäten und kreativer Küche, von Brauereiführungen, Bierwanderungen und Bierarrangements zu genießen (www.bayerische-bierwoche.de). Die UNESCO-Welterbestadt Bamberg, in der im Jahr 1122 bierbrauende Mönche den Grundstein für die große Bamberger Bierkultur legten, feiert am 23. April 2018 den „Tag des Bieres“ auf dem Maxplatz. Mitten in der Altstadt lernt man dabei die elf Bamberger Brauereien kennen und kostet sich durch die unterschiedlichsten Biersorten: darunter mit dem „Ungespundeten“ und dem „Rauchbier“ zwei Bamberger Bierlegenden (www.bamberg.info/tagdesbieres).

Fränkische-Schweiz Brauereitour Foto: FrankenTourismus/FRS/Hub
Fränkische-Schweiz Brauereitour Foto: FrankenTourismus/FRS/Hub

Bierkultur und genussvolle Geheimtipps

Natürlich wird in Franken nicht nur anlässlich des Reinheitsgebots gefeiert – und bei so viel Braukultur wundert es nicht, dass manche Bierfeste längst selbst Kultstatus erreicht haben: Mitten dabei ist man so etwa bei der „Erlanger Bergkirchweih“ (17. bis 28. Mai 2018), beim „Fränkischen Bierfest“ im Nürnberger Burggraben (30. Mai bis 3. Juni 2018), dem „Annafest“ in Forchheim (20. Juli bis 30. Juli 2018) oder bei der  „Kulmbacher Bierwoche“ (28. Juli bis 5. August 2018). Dazu gesellen sich viele Bierfeste, die vielfach noch als genussvolle Geheimtipps gelten. Sieben Brauereien, rund 30 Biersorten, kulinarische Spezialitäten, ein Braumobil und eine Malzbar erwarten etwa die Besucher des Bierkulturfests in Memmelsdorf in der Fränkischen Schweiz (4. bis 5. Mai 2018, www.fraenkische-toskana.com).

Bierkreationen auf dem Teller

Das Bierbrauer-Gulasch ist bereits ein hervorragendes Beispiel für die köstliche Rolle, die das Bier in der fränkischen Küche spielt. Wer in einem der vielen Brauerei-Gasthöfe einkehrt, lässt sich deshalb das Bier nicht nur im „Seidla“, sondern auch als Zutat in vielen kulinarischen Kreationen schmecken. Da werden deftige Klassiker wie eine „Fränkische Bierhaxe“, „Bierfleisch mit Schmorzwiebeln“ oder „Weißbiersenf-Koteletts“ serviert, aber auch ungewöhnliche Gerichte wie eine „Hopfengebeizte Lachsforelle“ oder ein „Biermelonensalat“. Auch als süße Verführung machen sich die malzigen Aromen des fränkischen Biers hervorragend, etwa in Form eines „Bieramisus“ oder eines schokoladigen „Rauchbier-Bömbchens“.

Aktive Wege zur Biervielfalt

Appetit auf diese Köstlichkeiten holt man sich auf den zahlreichen Rad- und Wanderwegen, die mitten hinein in die Bierkultur führen. Da ist man zum Beispiel in den Haßbergen auf dem Sulzfelder „Biergartenwanderweg“ unterwegs, auf dem am 10. Mai 2018 die Eröffnung der neuen Wandersaison gefeiert wird (www.gemeindesulzfeld.de). Am gleichen Tag wandert man beim „Spalter Bierwandertag“ im Fränkischen Seenland zu Musik und Leckereien in den Gasthäusern des Spalter Hügellandes (www.spalt.de).

Hier geht es zur informativen Seite von Frankentourismus.

https://www.einfachraus.eu/burgenstrasse-franken-feiert-den-tag-des-bieres/chst gibt es hier mehr zum Bierland Franken, entlang der Burgenstraße.

Bücher

5 Topziele in Franken

Ansbach (12) - Kopie

“Frische Fahrt ins Romantische Franken” So lautet der Titel eines Reiseführers, den Jörg Berghoff im Gmeiner Verlag herausbrachte. 66 Lieblingsplätze hat der Reisejournalist darin aufgelistet.

Soviel sei verraten: die Lektüre lohnt. Immer, wenn ich in Franken unterwegs bin, schlage ich in dem Führer nach und lasse mich neu inspirieren. Das romantische Franken ist weit mehr als eine werbewirksame Erfindung pfiffiger Tourismus-Marketingstrategen oder Rückzugsort zivilisationsmüder Aussteiger. Jörg Berghoff erklärt es so : “Es liegt zugegebenermaßen etwas abgeschieden zwischen Frankenhöhe und dem Steigerwald im Norden, dem Hesselberg im Süden, zwischen Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl im Westen und der Metropolregion Nürnberg im Osten. Damit erfüllt es zwar alle Kriterien für ein Gebiet, in dem sich jeder romantisch veranlagte Mensch schnell wie zu Hause fühlen kann. Doch das Romantische Franken auf inszeniertes Mittelalter, Fachwerkromantik und Seelenlandschaften zu reduzieren, wird ihm nicht gerecht. Die heutige Ästhetik ist nicht spurlos an ihm vorbeigegangen, manch neuer Museumsbau wirkt eher puristisch-postmodern und auch als Wirtschaftsstandort mit innovativen Unternehmen vor allem in der Kunststoffverarbeitung hat sich die Gegend international einen Namen gamacht. Das auch lauthals zu verkünden, ist eine andere Sache.” Aus den 66 Zielen habe ich 5 ausgewählt, hier sind sie:

Hier 5 Topziele in Franken:

Ansbach – Markgräfliche Residenz

Die ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach hat noch heute ein wenig vom Flair eines Fürstertums. Durch ihre historischen Mauern weht das elegante, prunkvolle, unbeschwerte Lebensgefühl des Rokoko, vergeblich sucht man hier das fränkische Klischee von Fachwerk im Zuckerbächerstil. Die Stadt schwelgt vielmehr in barocken Fassaden und versteckten Renaissance-Innenhöfen.

Das hat sie hauptsächlich dem wohl exravagantesten Vertreter des Hohenzollerngeschlechts Karl Wilhelm Friedrich, dem “Wilden Markgrafen”, zu verdanken. Um den sinnenfrohen, den Lustbarkeiten zugeneigten Herrscher ranken sich viele Legenden, sicher ist, dass seine Jagdleidenschaft ihm nicht nur die damals größte Falknerei Europas einbrachte, sondern auch manch anderes Pläsier zwischen Puder und Perücken.

Die preußische Prinzessin Friederike Luise wurde 1729 mit 15 Jahren in Berlin mit Carl Wilhelm Friedrich, Markgraf von Brandenburg-Ansbach (1712–1757), dem „wilden Markgrafen“, verheiratet.  Ihr Bruder König Friedrich II. unterstützte sie mit einer Apanage und erhielt im Gegenzug ein Regiment Soldaten aus Ansbach (ebenso erging es seiner in Bayreuth verheirateten Schwester Wilhelmine. Diese nicht aus Preußen stammenden Truppen haben erfolgreich für Preußen gekämpft; sie erscheinen im Text zum Hohenfriedberger Marsch: „Auf Ansbach Dragoner, auf Ansbach-Bayreuth“.

Informationen

  • Adresse: Residenz Ansbach, Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Schloss- und Gartenverwaltung Ansbach,
  • Promenade 27, 91522 Ansbach
  • Tel. 0981 9538390
  • www.schloesser.bayern.de

Ansbach – Kaspar-Hauser-Museum

Eine eigenständige Abteilung im Markgrafenmuseum ist Kaspar Hauser gewidmet, ein Buchladen um die Ecke und manch Speis und Trank in den Gasthöfen.  Es sind weniger die sehenswerten Exponate wie jene blutbefleckte Leinenhose, die 1996 das Wochenmagazin “Der Spiegel” gentechnisch untersuchen ließ, um zu beweisen, dass er kein badischer Erbprinz war. Wer weiß denn schon, ob die Hose tatsächlich von Kaspar getragen wurde? Nein, es ist die besondere Stille der Räume, ihre Anordnung, das gedämpfte Licht und eine geheimnisvolle Atmosphäre, die jeden Besucher umgibt und der sich keiner entziehen kann.

Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch
Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch
An dieser Stelle im Hofgarten von Ansbach soll Kaspar Hauser ermordet worden sein, Foto: D.Weirauch
An dieser Stelle im Hofgarten von Ansbach soll Kaspar Hauser ermordet worden sein, Foto: D.Weirauch

Informationen

  • Adresse: Markgrafen-Museum Ansbach, Kaspar-Hauser-Platz 1, 91522 Ansbach
  • Tel. 0981 9775056
  • www.ansbach.de

Heilsbronn – Münster St. Marien und Jakobus

Das Münster, ursprünglich eine romanische Basilika, hat viele An- und Umbauten erlebt, nicht aber seine würdevolle Ausstrahlung verloren. Kunstschätze wie Altäre aus den Werkstätten eines Albrecht Dürer, Lucas Cranach, die Grablege der Markgrafen oder die Pietà eines unbekannten Künstlers aus dem 16. Jahrhundert laden mich immer wieder aufs Neue zum meditaiven Verweilen ein. Auch ohne Heilwasser ist Heilsbronn zur Perle im Romanischen Franken geworden.

Informationen

  • Adresse: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Heilsbronn, Pfarrgasse 8, 91560 Heilsbronn
  • Tel. 09872 1297
  • www.Heilsbronn-Evangelisch.de

Rothenburg ob der Tauber

Die Silhouette des mittelalterlichen anmutenden Rothenburg ob der Tauber wird geprägt von zahlreichen Türmen der Stadtmauer, aber auch von imposanten Kirchenbauten wie der St.-Jakobs-Kirche. Die gotische Basilika und ihr Heilig-Blut-Altar des berühmten Würzburger Bildhauers Tilman Riemenschneider, zwischen 1499 und 1505 angefertigt, ist noch heute Ziel vieler Pilger. Jörg Berghoff gibt einen Tipp ” Ein Besuch der Stadtpfarrkirche lohnt sich allemal. Doch wie so oft gibt es auch in Rothenburg kleine Perlen zu finden, die sich eher verstecken, als dass sie das Licht der Berühmtheit suchen. Die Rothenburger Franziskanerkirche ist solch eine Entdeckung, von außen eher unscheinbar, innen aber umso größer in ihrer Ausstrahlung.”

Informationen

  • Adresse: Franziskanerkirche, Kirchengemeinde St. Jakob
  • Herrengasse, 91541 Rothenburg ob der Tauber
  • Tel. 09861 700620
  • www.rothenburgtauber-evangelisch.de

Buchtipp: Jörg Berghoff: Frische Fahrt ins Romantische Franken. Türme, Teiche, Traditionen.

Gmeiner Verlag Meßkirch, 14,99 Euro

Jörg Berghoff, geboren 1954 in Erbach/Rheingau, ist Buchhändler, Winzermeister und Pressesprecher, war im Verlagsmarketing sowie als Lektor und Redakteur tätig. 1998 gründete er mit PRB ein Pressebüro für Touristik, Kultur und Sport.

von Jörg Berghoff und Thomas Burgert ist im Gmeiner Verlag der Titel

An Altmühl und Donau: Lieblingsplätze zum Entdecken

erschienen.

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