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Tropical Islands gehört jetzt Spaniern

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9ereits im Dezember wurde der Kauf zwischen Neu- und Alteigentümer beschlossen. Das Kartellamt stimmte dem Deal Anfang Januar zu. Am Mittwoch fand der Eigentümerwechsel statt. Dieser ist auch mit einer Veränderung in der Geschäftsführung verbunden. Nach einer zweiwöchigen Übergabe wird Michiel Illy das Unternehmen Ende Januar verlassen. Der Niederländer Wouter Dekkers wird neuer Geschäftsführer des tropischen Resorts.

Foto: Tropical Islands
Foto: Tropical Islands

Neuer Chef für Tropical Islands

Michiel Illy war im September 2017 angetreten, um das tropische Urlaubsresort im Süden Brandenburgs weiterzuentwickeln. Die ersten Schritte wurden mit dem Bau des Jungle Splashs sowie der Erweiterungen auf dem 630 Hektar großen Außengelände eingeleitet. Ab Februar soll Dekkers die Geschicke des Tropical Islands Resorts lenken. „Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben. Michiel Illy hat in seiner Zeit bereits die ersten Schritte zum Ausbau der Anlage eingeleitet. Daran wollen wir anknüpfen.“ Vertreter von Parques Reunidos bedankten sich herzlich für die hervorragende Arbeit von Michiel Illy.

Wouter Dekkers ist seit dem Jahr 2000 in der Branche tätig, darunter für die Freizeitparkkette Six Flags Entertainment Corporation und den Movie Park Germany. Zuvor war Dekkers Direktor des niederländischen Themenparks und ​​Resorts Slagharen, der ebenfalls Teil der spanischen Gruppe Parques Reunidos ist. Seit seinem Start im Jahr 2014 hat Dekkers seine Spuren in dem niederländischen Themenpark hinterlassen, die finanziellen Wachstumsziele erreicht und eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung gespielt.

Foto: Tropical Islands
Foto: Tropical Islands

 

Hier Beiträge von einfachraus.eu zum tropical island.

Das ganze Jahr hindurch gibt es im Tropical Islands rund um die Uhr etwas zu erleben: ob Piratenschatzsuche im Tropino Kinderclub, rasante Abfahrten von dem, nach Angaben der Betreiber, höchstem Rutschenturm Deutschlands, ein Ballonflug über den Tropenwald, eine Führung durch den Regenwald oder eine aufregende Fahrt im African Jungle Lift. Bei so vielen Aktionen kann keine Langeweile aufkommen. In der Nähe liegen der Spreewald, das Slawendorf Raddusch und das neue Lausitzer Seenland.

Informationen zu Tropical Island

  • Adresse: Tropical-Islands-Allee 1, 15910 Krausnick, Tel.: 035477-605050
  • Internet: www.tropical-islands.de
  • geöffnet: Mo.–So. 6–24 Uhr, Sauna ab 9 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 49 Euro für Badebereich inklusive Sauna, ermäßigt 39,50 Euro, Tropen pur: 42, ermäßigt 33 Euro,
  • Anfahrt: Regionalexpress RE 2, Regionalbahn RB 24 bis Station Brand Tropical Islands, von dort kostenloser Shuttle
Reise

Zu Besuch in Harzer Besucherbergwerken

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Wo einst Bergleute mit im Harz mit Schlegel und Eisen kostbare Bodenschätze freilegten, offenbaren sich heute dem Besucher faszinierende Welten unter Tage. 20 Erlebnisbergwerke, Bergbaumuseen und Hüttenbetriebe gibt es allein im Harz. myEntdecker stellt einige davon vor.

Röhrigschacht: 300 Meter tiefes Bergwerk

Erste Station: Besucherbergwerk „Röhrigschacht“ in Wettelrode (bei Sangerhausen im Mansfelder Land). Die Ausrüstung der Besucher mit Kittel, Grubenlampe und Schutzhelm lässt schon an Tücken der tiefen Finsternis denken. Dann drängt sich die Seilschaft, werden die Teilnehmer der Reise in die Tiefen des Gebirges hier genannt,  in den Förderkorb.

Rasselnd schließt sich das Gitter am Förderkorb, der anruckt und dann mit  3,25 m/ Sek. in die Tiefe gleitet. Die Fahrt mit der Grubenbahn in 283 Meter Tiefe durch dürftig beleuchtete Stollen gehört für Jung und Alt zu den wohl einprägsamsten Attraktionen in einem Schaubergwerk. Vor Ort sind dann auf einer Führungsstrecke die Abbaumethoden der Jahrhunderte anschaulich dargestellt. Staub, Hitze, ewige Nacht werden vorstellbar. Über  uns befindet sich Sangerhausen mit dem Europa Rosarium.

Pferde und Ratten im einstigen Bergwerk

Über Pferde im Schacht ist etwas zu erfahren und über Ratten, die wohlgelitten waren, weil sie den Bergmann vor den Gefahren schlechter Luft warnten. Gerne ließen die Bergleute auch mal „die Ratte quieken“, wenn sie nach oben wollten, um ihren Durst zu löschen. Die lebenden Warnmelder sollten gefährliche Wetter im Schacht ankündigen, quiekten natürlich auch, wenn man sie in den Schwanz kniff. Wenn’s der Obersteiger sah, waren fünf Groschen Strafe fällig.

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Grube Glasebach in Straßberg

Zweite Station: Grube „Glasebach“ in Straßberg. Dem Drängeln einer Frau ist es zu verdanken, dass die kleine Gemeinde Straßberg in der Nähe von Ballenstedt heute über eines der bekanntesten Besucherbergwerke im Harz verfügt. Erika Lohrenz, Vorsitzende des Montanvereins, kämpfte bereits zu DDR-Zeiten um den Erhalt des Berwerkes. Als Anlage von „nationaler Bedeutung“ wurde die Grube schon bald nach 1990 vom Deutschen Bergbaumuseum in Bochum eingestuft. 300 Jahre Bergbaugeschichte des Unterharzes werden mit der kleinen Flussspatgrube lückenlos bis in die Neuzeit dokumentiert. Relikte einer hölzernen Wasserkunst können ebenso bestaunt werden wie der eichene Ausbau der Stollen. Über Tage kann man eine komplette Grubenrettungsstelle anschauen.

Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss Hettstedt

Wenige Kilometer weiter im Wippertal, hinter Großörner im Hettstedter Ortsteil Burgörner-Altdorf, betritt man historischen Boden. Hier entwickelten Bergbauingenieure die erste deutsche Dampfmaschine Wattscher Bauart, entstand in Hettstedt die erste deutsche Maschinenfabrik der Dampfindustrie und verläuft mit fast 32 Kilometern der längste Stollen seiner Art im mitteleuropäischen Bergbau. Im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss trifft Mitteldeutsche Industriegeschichte auf eine berühmte Familiengeschichte: Im barocken Herrenhaus lernte der Naturforscher Wilhelm von Humboldt 1788 seine spätere Frau Caroline von Dacheröden kennen.

Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch
Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch

Erste deutsche Dampfmaschine Wattscher Bauart

Das Mansfeld-Museum zeigt auf zwei Etagen im Humboldt-Schloss und einem ausgedehnten Freigelände Gegenstände und Dokumente zur über 800-jährigen Bergbau- und Hüttengeschichte, sowie der Mineralogie und Geologie des Kupferschiefers im Mansfelder Land. Auch die bis heute in Hettstedt existierende Halbzeugindustrie wird dargestellt.

Nachbau der Hettstedter Dampfmaschine in Hettstedt- Burgörner
Nachbau der Hettstedter Dampfmaschine in Hettstedt- Burgörner

Eine Attraktion ist der originalgetreue und voll funktionsfähige Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Wattscher Bauart. Diese diente ab 1785 auf dem König-Friedrich-Schacht bei Hettstedt zum Antrieb von Wasserpumpen.
Etwa drei Kilometer vom Museum entfernt, erinnerte 1890 der Verein Deutscher Ingenieure mit einem Maschinendenkmal an den Einsatz der damals noch Feuermaschine genannten Dampfmaschine. Übrigens erfolgte der Bau auf der Grundlage einer von Friedrich dem Großen im Schloss Sanssouci ausgestellten Kabinettsorder.

 Besucherbergwerke Harz – Informationen

  •  ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode
  • Adresse: Lehde, 06526 Sangerhausen (Ortsteil Wettelrode)
  • Infos und Anmeldung: Tel. +49 (0)3464 587816
  • Röhrigschacht im Internet: www.roehrigschacht.de
  • Mansfeld Museum im Humboldt-Schloss: Schlossstraße 7, 06333 Hettstedt, Tel.: 03476/200753, geöffnet: Mi-So: 13 – 17 Uhr, Eintritt: 3, erm. 1 Euro. Internet: mansfeld-museum.hettstedt.de
  • Schaubergwerk „Büchenberg“
  • Anfahrt: an der B 244 zwischen Elbingerode und Wernigerode, Abfahrt in Richtung Heimburg.
  • Adresse: Büchenberg 2, 38855 Elbingerode, T: +49 39454 42200
  • Büchenberg im Internet: www.schaubergwerk-elbingerode.de
  • Grube Glasebach: Glasebacher Weg, 06493 Harzgerode OT Straßberg, Tel. 039489 226,  im Internet: www.strassberg-harz.de

Harzer Bergwerksmuseen: Arbeitsgemeinschaft Harzer Bergbau und Hüttenmuseen, c/o Das Oberharzer Bergwerksmuseum, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323/81633, Internet: www.harzerbergwerksmuseen.de

Orte des Harzes, vor allem der Nationalpark Harz, sind gut erreichbar mit Fahrtziel Natur der Deutschen Bahn.

Der Harz im Internet: www.harzinfo.de

Reise

Feine Musik im Erzgebirge

Schwarzenberg, Musikfest Erzgebirge 2014Schwarzenberg, Musikfest Erzgebirge 2014

Das Erzgebirge war mir bislang vor allem durch die Bergaufzüge und als Weihnachtsland bekannt. Und als Land mit den meisten Besucherbergwerken, rund 40 soll es geben.

Eber es gibt mehr als das.

Am Wochenende ist das 3. Musikfest Erzgebirge zu Ende gegangen. Für die
außergewöhnliche Interpretation von Joseph Haydns »Jahreszeiten« unter der Leitung von
Intendant Hans-Christoph Rademann gab es von den fast eintausend Konzerthörern in der
St. Georgenkirche in Schwarzenberg stehende Ovationen.

Am Wochenende endete das 3. Musikfest Erzgebirge !

Über 7.500 Besucher hatten in den letzten Tagen 13 Veranstaltungen an den zwölf Spielorten
des Festivals, von Annaberg-Buchholz bis Zschopau, von Eibenstock bis Freiberg besucht
und dem Musikfest eine Auslastung von über 90 Prozent beschert. International
renommierte Künstler ins Erzgebirge einzuladen und den Einwohnern und ihren Gästen ein
kulturell hochkarätiges Programm zu bieten: dieses Ziel sei aufgegangen, bilanzierten die
Festivalmacher. Dirigenten wie Václav Luks, Helmuth Rilling oder Masaaki Suzuki gaben sich
diesmal die Ehre. Der Dresdner Kammerchor, das Pera Ensemble mit dem Dresdner
Barockorchester, der RIAS Kammerchor und die Sächsische Staatskapelle musizierten auf
höchstem Niveau. Innovative Konzertformate wie das “Nach(T)klang”-Konzert, bei dem sich
drei Ensembles musikalisch um eine CD-Produktion durch Deutschlandradio Kultur
bewarben, das große “Erzgebirgische Sängerfest”, aber auch die neuen Familienkonzerte im
Rahmen des »Jungen Musikfestes« waren Publikumserfolge.
“Keine Angst vor Qualität!” – der Leitspruch Rademanns lockte auch viele internationale
Musikliebhaber an. Der Musikfest-Schirmherr, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, zeigte
sich am letzten Konzerttag glücklich über die Entwicklung, die das Festival genommen hat:
künstlerisch sei es längst auf dem Niveau des Leipziger Bachfestes und der Dresdner
Musikfestspiele angekommen.
Das nächste Musikfest Erzgebirge findet vom 9. bis zum 18. September 2016 statt.

Übrigens informiert die Homepage von Musik in Sachsen über aktuelle Termine und Bewertungen der Konzerte.

Reise

Endlager Gorleben

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Gorleben ist heute in aller Munde. Diesmal geht es um das Zwischenlager. Das so genannte Transportbehälterlager Gorleben als Zwischenlager für Behälter (unter anderem die deutschen Castoren und die französischen TN 85) mit abgebrannten Brennelementen und verglasten hochradioaktiven Abfällen.

gorleben09 (80)Diese oberirdische Betonhalle – nicht das Erkundungsbergwerk – ist das Ziel der stattfindenden Atommülltransporte vom nordfranzösischen La Hague, wo diese Abfälle deutscher Kernkraftwerke aufgearbeitet wurden. Zwei Kilometer entfernt ist das für ein Endlager vorgesehene Erkundungsbergwerk.

Ich war schon einmal dort in 800 Meter Tiefe.. Freizügig kann jeder dort in das Bergwerk einfahren, ein  Anruf beim Bundesamt für Strahlenschutz t genügt, um auf die Warteliste zu kommen. Möglichst sollte eine Gruppe zusammen kommen. Auch die einstigen Schachtanlagen Konrad und Morsleben können besichtigt werden.

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Der Betreiber des Erkundungsbergwerks ist die DBE mbH, die zu 75 Prozent der GNS und zu 25 Prozent der bundeseigenen Energiewerke Nord GmbH gehört. Schaut Euch an, wie es dort unten aussieht.

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Reise

Dampfspektakel in Mildenberg

Könen ist gefragt beim Dampfpflügen in Friedersdorf bei Seelow. Foto: Agrarbildungszentrum Schönbrunn in LandshutEin Ungetüm aus Stahl beim Dampfpflügen in Friedersdorf bei Seelow. Foto: Agrarbildungszentrum Schönbrunn in Landshut Foto: Agrarbildungszentrum Schönbrunn in

Eine Veranstaltung, die kaum zu toppen ist. Das war das 14. Dampfspektakel am Wochenende im Zigeleipark von Mildenberg bei Zehdenick (OHV). Diese Bilder sprechen für sich.

Alles stimmte, das Wetter, die in der Sonne blitzenden Dampfmaschinen, die gute Laune der Aussteller und viele freudig strahlende Gesichter angesichts der fauchenden und vor sich hin stampfenden großen und kleinen Dampfmaschinen.

Attraktionen waren die Dampf-Feuerwehr aus den Niederlanden, das Sägewerk sowie die Dampf-Loren-Eisenbahn. Neben der traditionellen Parade der Dampfmaschinen im ehemals größten Ziegeleirevier Europas gab es den ganzen Tag über Vorführungen.

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Am 10. und 11. August ist Treckertreff

Im August sehen wir sicher viele Gäste beim Treckertreffen wieder. Das Dampfspektakel hat alle Chancen den mittel- und süddeutschen Treffen dieser Art den Rang ablaufen. Zumindest im Mansfeldmuseum von Hettstedt, einst von meinem Freund Dietmar Carstens für Dampfmodelle aus vielen Ländern initiiert,  sah es in den vergangenen Jahren recht mau aus. Aber Mildenberg, Dresden und Alt Schwerin spielen mittlerweile ganz oben mit. Technik Trumpf aus Opas Tagen ist wieder im Kommen.

Reise

Dampfeisenbahnen im Harz

BrockenbahnNeubaulok der Brockenbahn, Foto: Weirauch
Mit der Harzquerbahn unterwegs
Mit der Harzquerbahn unterwegs, Foto: D.Weirauch

Eine Fahrt mit einer der Harzer Schmalspurbahnen ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Die Bähnchen mit den historischen Dampfloks fahren so langsam, dass man die Aussicht richtig genießen kann. Eine besondere Gaudi ist es, auf der Plattform hinter dem letzten Waggon zu stehen und die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen. Die Bahnen schnaufen und quietschen, manchmal ertönt ein Pfeifen, wenn sie eine Straße, wie in Wernigerode am Westerntor, kreuzen. Und immer wieder lassen die uralten Lokomotiven dichte Rauchschwaden ab. Kein Wunder, dass die Zahl der Schmalspurbahn-Fans groß ist. “Pufferküsser” werden die Fans der alten Technik gern genannt.

Dampflok der HSB
Dampflok der HSB

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) in Wernigerode ist die größte unter den kleinen Bahnen in Deutschland. 140 Kilometer lang ist das  Streckennetz im Harz. Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten über die Harzer Bahnen;

 140 Kilometer Streckennetz

Das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen führt insgesamt durch zwei Landkreise und zwei Bundesländer (Sachsen-Anhalt und Thüringen). Dabei überwinden die Stahlrösser vom tiefsten Punkt in Quedlinburg, 120 Meter über Null, bis zum höchstgelegenen Bahnhof, dem Brockenbahnhof, über 1000 Höhenmeter. Meist sind übers Jahr sieben Dampfloks aus den 50er Jahren laut Fahrplan im Einsatz. Mit den Zügen von Harz-Quer,- Selketal- und Brockenbahn, die mehr als 400 Brücken und Durchlässe über- bzw. durchfahren, erkunden mehr als 1,1 Millionen Gäste jährlich den Harz.

Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch
Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch

Dampflok von 1897

Dazu kommen, oft bei Sonderfahrten zu sehen, acht historische Dampfloks. Die älteste, eine Malletlok, stammt aus dem Jahr 1897. Kein deutsches Eisenbahnunternehmen setzt mehr Dampflokomotiven ein als die Harzer Schmalspurbahnen. Unter den anderen Fahrzeugen ist der Triebwagen T3 der ehemaligen Nordhausen-Wernigeröder Eisenbahngesellschaft das älteste betriebsfähige dieselelektrische Eisenbahnfahrzeug Deutschlands. Das Gesamtensemble der HSB steht bereits seit 1972 unter Denkmalschutz. Es ist ein lebendiges Zeugnis für Eisenbahntechnik und Ingenieurkunst.

Wer sich für das Innenleben der Lokomotiven interessiert, dem sei ein Besuch des Bahnbetriebswerkes Westerntor in Wernigerode empfohlen. Dort wird die Technik der Bahnen von engagierten und äußerst fachkundigen Mitarbeitern instandgesetzt. Das Werk liegt direkt am Bahnhof Wernigerode-Westerntor und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Dabei geht es auch durch die 70 Meter lange Werkstatthalle. Immer freitags (außer an Feiertagen) und in den Ferien auch mittwochs um 13.45 Uhr starten die Führungen, bei denen man den Bahnen und ihrer historischen Technik sehr nahe kommt. Beitrag: 5, Kinder bis 11 Jahre 3 Euro. Die Teilnehmer erfahren auch viel über die Geschichte der Harzer Schmalspurbahnen.

40 Bahnhöfe

Die Dampfloks der Brockenbahn, der Selketalbahn und der Harzquerbahn fahren täglich nach einem Fahrplan durch den Harz. Dabei werden über 40 Bahnhöfe und Haltestellen im Harz und auf dem Brocken angefahren.

Am 7. August 1887 fuhr der erste Zug der Selketalbahn von Gernrode nach Mägdesprung. Zehn Jahre später wurde zwischen Nordhausen und Ilfeld die Strecke der Harzquerbahn freigegeben und 1899 fuhren erstmals Dampfzüge auf den Brocken. Ab 1961 war mit den Brockenfahrten für fast 40 Jahre Schluss.

Hoch auf den Brocken

Seit Juli 1992 verkehren Züge auch wieder auf den Brocken, dem mit 1141 Metern höchsten Gipfel Norddeutschlands. Die Fahrt ist spannend, nicht nur für Eisenbahnfreunde.

Von Wernigerode oder Nordhausen aus kann man mit der Harzquerbahn bis zum Bahnhof Drei Annen Hohne fahren. Von dort aus geht es dann in fast einstündiger Fahrt durch tiefe Wälder und mehrere Serpentinen hinauf zum Brocken. Nächster Bahnhof ist Schierke auf 685 Metern Höhe, bevor nach fast 20 Kilometern der Bahnhof Brocken erreicht wird.

Die 700 PS starken Dampfrösser leisten dabei Schwerstarbeit. Denn die Loks kommen als reine Adhäsionsbahnen (Reibungsbahnen) ohne Zahnräder oder ähnliche Hilfsmittel aus. Der schnellste Zug benötigt 49 Minuten zum Gipfel.

 Zur Brocken-Rockoper

Seit 2006 sind die Harzer Schmalspurbahnen auch im Event-Bereich aktiv. Highlight ist dabei das Musik-Spektakel „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“ (Infos, Tickets und Termine unter dem blau unterlegten Link). Bei dem Event werden die Zuschauer mit thematischen Sonderzügen, die selbst schon ein besonderes Erlebnis sind, zum Aufführungsort befördert.

Reizvolles Erlebnis: eine Winterfahrt

Auch im Winter ist eine Bahnfahrt im schneereichen Oberharz von besonderem Reiz. Dem Reisenden bieten sich tiefverschneite Tannenwälder, schneeverwehte Hochflächen, und bei klarer Bergluft am Brocken lässt sich ein phantastischer Ausblick ins weite Land genießen. Das Brockenplateau bietet mit Hexenklause im Brockenhotel und den Ausstellungen im Brockenhaus Abwechslung für den mehrstündigen Aufenthalt. Für die Brockenstrecke gilt ein einheitlicher Fahrpreis: Egal von welcher Station die Fahrt auf den Brocken startet, kostet die einfache Fahrt für einen Erwachsenen 24 Euro und die Hin- und Rückfahrt 37 Euro. Kinder von 6 bis 11 Jahren bezahlen auf der Brockenstrecke die Hälfte und jüngere Kinder sind von der Zahlung befreit.

Ehrenlokführer

Wie bei der Mansfelder Bergwerksbahn oder dem Rasenden Roland auf der Insel Rügen können Interessierte auch bei den Harzer Schmalspurbahnen mit den Dampfloks mitfahren. Aus anfänglichen Führerstandsmitfahrten sind mittlerweile begehrte Events geworden. Eine 13 Tage dauernde Ausbildung zum Ehrenlokführer kostet 1299 Euro. Der Schnupperkurs für drei Tage kann für 399 Euro gebucht werden. Ein Dampftag auf der Selketalbahn kostet 149 Euro. Infos finden Sie auf der Seite www.hsb-wr.de. Viele der Ehrenlokführer sind so begeistert, dass sie immer wieder zu Fahrten in den Harz zurückkehren Mittlerweile gibt es eine bundesweit gut vernetzte Vereinigung der Ehrenlokführer.

Harzer Schmalspurbahnen – Informationen

HSB im Internet: www.hsb-wr.de (mit Infos über Streckennetz und Fahrzeiten)

Telefoninfo: 03943/ 558-0

Eisenbahnnostalgie: www.bahnnostalgie-deutschland.de/taegliche_fahrten/

HSB: weltweit einmalig

Mit  25 Dampflokomotiven, davon derzeit sechzehn betriebsfähigen, wird die HSB dabei die weltweit letzte „Hochburg“ bilden und dadurch noch intensiver als bislang eine Botschafterrolle für die Harzregion übernehmen.

Anreise in die Orte des Nationalparks auch mit Fahrtziel Natur. Einen Hoteltipp (in Bad Harzburg) finden Sie hier: Das Plumbohms.

Hier weitere Tipps für den Harz.

Hier meine Brockenwanderung.

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