Emsland

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Technik Trümpfe im Emsland

Bagger beim baggern 01 - -® Baggerpark Emsland, Haren-Wesuwe_U. Meyer _preview

So begeistern technische Details Urlauber. Von wegen nur faul am Strand liegen. Immer mehr Urlauber nutzen die Freizeit, um neue Einblicke zu gewinnen und sich mit Themen zu beschäftigen, für die im Alltag keine Zeit bleibt. Im Emsland, dem immer wieder unterschätzen Emsland an der deutsch-niederländischen Grenze,  gibt es Besucherattraktionen, die jährlich mehrere Hunderttausend Besucher anlocken. Allein durch die Meyer Werft im Emsland strömen inzwischen mehr als 250.000 Touristen im Jahr, knapp dahinter folgt als Publikumsrenner Emsflower, wo Roboterhände in Sekundenschnelle jedes Jahr eine halbe Milliarde Pflanzen in Töpfchen stecken. Aber auch  Coppenrath Feingebäck lockt Besucher. dort kann man hautnah in der Schulbäckerei erleben, wie Plätzchen in Rekordgeschwindigkeit gebacken werden. Hier eine Übersicht über traditionsreiche Firmen im Emsland und Sehenswürdigkeiten, die technisches Wissen vermitteln. Für mich der Hit war der Baggerpark Emsland.

Bagger-Park Emsland

Im Bagger-Park Emsland heißt es: „Betreten der Baustelle erlaubt!“. Hier dürfen Besucher (auch Frauen sind darunter, Tendez steigend) sich ihren Kindheitstraum erfüllen und kleine (1,5 Tonnen) und wirklich große Bagger mit bis zu 21 Tonnen bewegen.

Gar nicht so einfach am Steuer eines Baggers
Gar nicht so einfach am Steuer eines Baggers
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Futtern wie bei Muttern im Emsland

Hof Krone-Raue – gefüllter Emsland-Korb ©Martina AlfersHof Krone-Raue – gefüllter Emsland-Korb ©Martina Alfers

Das Emsland haben wir schon desöfteren bereist. Diese Gegend an der  deutsch-niederländischen Grenzregion hält stets Überraschungen bereit. Auch kulinarische, wie wir im folgenden Beitrag schreiben. In der schönsten Zeit des Jahres wollen Urlauber nicht nur Land und Leute näher kennenlernen, sondern auch regionaltypische Delikatessen verkosten – wo ginge das besser als im Emsland.  folgende Beispiele haben wir gefunden. Im Emsland wissen vielzählige Direktvermarkter genau, dass natürlich gereifte Produkte aus der Region nicht nur besser im Geschmack, sondern oft auch gesünder sind. Deshalb laden Wochenmärkte, Hofläden und Bauernhofcafés zum Probieren und Kaufen ein. Das Angebot reicht von klassischen Grundnahrungsmitteln bis hin zu fein verarbeiteten Produkten.  Hier einige Tipps zu „Futtern wie bei Muttern“ im Emsland

Buchweizen-Pfannkuchen im Papenbörger Hus, Papenburg © Emsland Tourismus GmbH
Buchweizen-Pfannkuchen im Papenbörger Hus, Papenburg © Emsland Tourismus GmbH
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Was man im Emsland sehen sollte

Das Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: WeirauchDas Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: Weirauch

Die Meyer Werft in Papenburg ist weltbekannt. Alle paar Monate werden die riesigen Kreuzfahrtschiffe  über die Ems von Papenburg aus aufs offene Meer manövriert. Zigtausende verfolgen das Schauspiel begeistert. Erlebenswertes Emsland – Was man gesehen haben sollte:

Am 18. September 2016 soll die Genting Dream über die Ems nach Eemshaven überführt werden.
Auch die Genting Dream wurde über die Ems nach Emshaven überführt. Foto: D.Weirauch
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Haselünne ist Kornbrennerhochburg

22119437_887316801422577_825299982_oJosef und Susanne Rosche bei der Preisverleihung des World Spirits Award. Rosche wird als "World Class Distillery" ausgezeichnet. Foto: Rosche

Wer Korn liebt, kennt Haselünne. Es ist die Stadt im Emsland, die unzertrennbar mit diesem Getränk verbunden ist: Haselünne im Emsland. Die Stadt kann man auch getrost als das Zentrum der deutschen deutschen Korn-Brennereiwirtschaft bezeichnen. Alle zwei Jahre findet zudem der historische „Korn- und Hansemarkt“ statt.  Der historische  Korn- und Hansemarkt erwartet dann zahlreiche Besucher in der gesamten Innenstadt. Zwischen den rund 200 Ständen sind Marketenderinnen, Ausrufer, Handwerker und Bänkelsänger anzutreffen. 2018 findet der Markt am 2. Wochenende im September statt.

Wer nicht so lange warten will, der kann übers Jahr in drei Kornbrennereien an Führungen mit Verkostungen teilnehmen.

Korndiplom von Josef Rosche in Haselünne

Bei Rosche werden seit 1792 Kornspezialitäten hergestellt – der Familienbetrieb baut das Getreide selbst an und verarbeitet es zu Edelkorn und Likören.

Besucher erfahren in der „Ur-Haselünner Korn-Academie“, was einen guten Korn auszeichnet und wie er hergestellt wird. Nach überstandener Prüfung auf den historischen Schulbänken erhalten die Teilnehmer ihr „Korndiplom“.

Rosche_Kornakademie-® Emsland-Touristik
Rosche_Kornakademie-® Emsland-Touristik

Die Korn-Kammer in Rosches Mühle bietet Gästen die Gelegenheit, Korn einmal aus einer neuen Perspektive im Rahmen einer Zeitreise kennenzulernen. Infos: www.rosche.de

Die Private Kornbrennerei H. Heydt

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Moor im Emsland: Eine Landschaft im Umbruch

papenburg-4emsland-papenburg Von-Velen-Anlage: unterhaltsame Führung im Freilichtmuseum zu den Anfängen der Moorsiedlung Papenburg

Das Moor: eine Landschaft voller Gefahren und Geschichten, voller Geister und Gottheiten – und von unschätzbarem Wert für Natur und Mensch. Der machte sich schnell daran, das Moor zu erobern und Torf abzubauen. Der schwarze Stoff ist nicht nur ein gutes Brennmaterial, auch Blumen oder Gemüse profitieren davon. Als Substrat landet der Torf noch heute in vielen Gärten. Etwa vier Prozent der Landesfläche Deutschlands bestehen aus Moorböden, 70 Prozent davon liegen im Norden der Republik. Der überwiegende Teil wird heute landwirtschaftlich genutzt. Bereits im 19. Jahrhundert begann man im Emsland an der deutsch-niederländischen Grenze, die Moore mit Hilfe von Gräben und Drainagen zu entwässern und die Böden zu düngen, um sie landwirtschaftlich zu nutzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen die Bauern dazu über, mit großem technischen Aufwand das Moor nutzbar zu machen. „Mit riesigen Pflügen wurden quasi Zebrastreifen ins Moor gefräst und der Sand nach oben geholt“, berichtet Tiemeyer, Forschungsgruppenleiterin am Thünen-Institut für Agrarrelevante Klimaforschung in Braunschweig. Die Sandstreifen sollten stützen und entwässern.

Von-Velen-Anlage: unterhaltsame Führung im Freilichtmuseum zu den Anfängen der Moorsiedlung Papenburg
Von-Velen-Anlage: unterhaltsame Führung im Freilichtmuseum zu den Anfängen der Moorsiedlung Papenburg 
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Erlebnisreiches Emsland

Wenn ein Kreuzfahrtschiff durch grüne Kuhweiden zu schippern scheint, dann ist garantiert die MEYER WERFT nicht weit. Und nicht nur die macht Niedersachsens größten Landkreis so besonders.

Paddler schätzen die unzähligen Zuflüsse und Kanäle rund um Hase und Ems, Reiter die insgesamt 1100 Kilometer langen ausgeschilderten und vernetzten Reitwege. Emsland, das heißt radeln mit Flachlandgarantie durch eine Kanal- und Moorlandschaft im Grenzgebiet. Der deutsch-niederländische Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen bietet einen Einblick, wie es im einst größten zusammenhängenden Moor Mitteleuropas aussah. Ein Hauch von Adel durchweht die Schlösser und Herrensitze wie das Barockschloss Clemenswerth oder Gut Düneburg mit seinem Golfpark. In und um das Schloss Dankern mit seinem See hat indes Deutschlands größtes Freizeit- und Ferienzentrum sich einen Namen gemacht und damit den Ruf des Emslands als “Familienland” gefestigt. An der Straße und Radroute der Megalithkultur sowie im Emsland Archäologie Museum in Meppen geht es auf eine Reise in die Vergangenheit. Das Emsland ist aber auch ein Gartenland mit zahlreichen Parks, Kloster- und Bauerngärten und schließlich Europas größtem Gartenbauunternehmen, zu besichtigen im Erlebnispark Emsflower.

Kanäle prägen Papenburg, Deutschlands älteste – und längste – Fehnkolonie. Diese Siedlungen in den Mooren sind einst durch ein Entwässerungssystem aus Kanälen entstanden. Der Hauptkanal zeugt bis heute davon. Mit ihren Nebenkanälen und Klappbrücken strahlt die Stadt ein ganz eigenes Flair aus. Wer mehr über die Historie wissen will, informiert sich in Papenburgs ältestem Gebäude, den Alten Amtshaus am Hauptkanal, heute Heimatmuseum der Fehnkolonie.

Die Stadt hat zudem eine lange Schiffbautradition. Immerhin zählte man noch im 19. Jahrhundert rund 20 Werften. Über die Kanäle verteilt finden sich zudem sechs maritime Schiffnachbauten aus jener Zeit, darunter die berühmte Brigg “Friederike von Papenburg”. Sie bilden ein einzigartiges Freilichmuseum auf dem Wasser. Die Kähne wirken wie Miniaturen im Vergleich zu den Ozeanriesen, die heute in Papenburg vom Stapel laufen. Als einzige Schiffschmiede ist nur noch die MEYER WERFT übrig geblieben – mit den modernsten Anlagen im Schiffbau weltweit. Über ihre gigantischen Ausmaße staunen nicht nur Kinder im Besucherzentrum. Kulturhungrige ergänzen die Schiffswissenschaft mit Ausstellungen, Konzerten und Theateraufführungen im Forum Alte Werft.