Emsland

Reise

Technik Trümpfe im Emsland

Bagger beim baggern 01 - -® Baggerpark Emsland, Haren-Wesuwe_U. Meyer _preview

So begeistern technische Details Urlauber. Von wegen nur faul am Strand liegen. Immer mehr Urlauber nutzen die Freizeit, um neue Einblicke zu gewinnen und sich mit Themen zu beschäftigen, für die im Alltag keine Zeit bleibt. Im Emsland, dem immer wieder unterschätzen Emsland an der deutsch-niederländischen Grenze,  gibt es Besucherattraktionen, die jährlich mehrere Hunderttausend Besucher anlocken. Allein durch die Meyer Werft im Emsland strömen inzwischen mehr als 250.000 Touristen im Jahr, knapp dahinter folgt als Publikumsrenner Emsflower, wo Roboterhände in Sekundenschnelle jedes Jahr eine halbe Milliarde Pflanzen in Töpfchen stecken. Aber auch  Coppenrath Feingebäck lockt Besucher. dort kann man hautnah in der Schulbäckerei erleben, wie Plätzchen in Rekordgeschwindigkeit gebacken werden. Hier eine Übersicht über traditionsreiche Firmen im Emsland und Sehenswürdigkeiten, die technisches Wissen vermitteln. Für mich der Hit war der Baggerpark Emsland.

Bagger-Park Emsland

Im Bagger-Park Emsland heißt es: „Betreten der Baustelle erlaubt!“. Hier dürfen Besucher (auch Frauen sind darunter, Tendez steigend) sich ihren Kindheitstraum erfüllen und kleine (1,5 Tonnen) und wirklich große Bagger mit bis zu 21 Tonnen bewegen.

Gar nicht so einfach am Steuer eines Baggers
Gar nicht so einfach am Steuer eines Baggers

Des Weiteren im Angebot: Wett- und Geschicklichkeitsbaggern, individuelle Gruppen- und Familienangebote sowie Geländefahrten mit Quads und Jeeps für Kinder und Erwachsene. Ein Spielplatz und das „Bagger-Bistro“ mit Sonnenterrasse runden das Angebot ab. Weitere Infos hier: (www.bagger-park.de)

Bevor man mit dem 21 Tonnen Bagger arbeiten kann, ist ein Grundkurs im Minibagger angesagt
Bevor man mit dem 21 Tonnen Bagger arbeiten kann, ist ein Grundkurs im Minibagger angesagt

Emsflower ist Europas größte Gärtnerei

Bei Emsflower, Europas größter Topf- und Beetpflanzengärtnerei, stecken Roboterhände jährlich eine halbe Milliarde winzige Sämlinge in Rekordgeschwindigkeit in Töpfchen mit Blumenerde.

Die Pflanzen werden in den kilometerlangen Glashallen von automatisch gesteuerten Transportwagen hin- und hergefahren. Sind sie groß genug, werden sie europaweit an Discounter und Baumarktketten verkauft. All das sehen Besucher aus nächster Nähe, die auch durch einen Tropengarten, ein Schmetterlingshaus und Schaugewächshaus schlendern können und von den Tomaten-, Gurken- und Paprikastauden naschen können.

Blick in Europas größte Topf- und Beetpflanzengärtnerei Emsflower
Blick in Europas größte Topf- und Beetpflanzengärtnerei Emsflower

Auch Nachhaltigkeit wird bei Emsflower großgeschrieben: es gibt ein Holzkraftwerk, das über 8.000 Megawatt Ökostrom im Jahr produziert und mit der Abwärme die Gewächshäuser heizt. Zur Bewässerung wird ausschließlich Regenwasser eingesetzt und die Schädlingsbekämpfung wird weitgehend natürlich gehalten. Weitere Infos unter www.emsflower.de

Der Betriebsleiter von Emsflower präsentiert Fuchsien Foto: Weirauch
Der Betriebsleiter von Emsflower präsentiert Fuchsien Foto: Weirauch
Blick in den Tropenpark von Europas größte Topf- und Beetpflanzengärtnerei Emsflower

Feinbäckerei Coppenrath

Von wegen „kleine Brötchen“. Bei Feinbäcker Coppenrath  verlassen täglich bis zu 120 Tonnen Backwaren das Firmengelände. Das 1825 gegründete Familienunternehmen beschäftigt in sechster Generation 300 Mitarbeiter.

Die Firma Coppenrath Feingebäck in Geeste-Groß Hesepe lädt zu Back-Workshops
Die Firma Coppenrath Feingebäck in Geeste-Groß Hesepe lädt zu Back-Workshops
Die Liebe zum Gebäck liegt bei Coppenrath Feingebäck in Geeste-Groß Hesepe in der Familie.
Die Liebe zum Gebäck liegt bei Coppenrath Feingebäck in Geeste-Groß Hesepe in der Familie.

Die Produkte werden noch heute nach Original-Rezepten von damals hergestellt und in über 60 Länder weltweit exportiert. In der „Schulbäckerei“ können Gäste Kekse herstellen und natürlich auch naschen. Hier geht es z uden Leckereien von www.coppenrath-feingebaeck.de

Krone Museum für Landtechnik in Spelle

Das Krone Museum für Landtechnik in Spelle zeigt Landmaschinen aus der 110-jährigen Geschichte der Maschinenfabrik. Aus einer einfachen Schmiede, die 1906 gegründet wurde, entwickelte sich die Maschinenfabrik Bernard Krone, die Landmaschinen in über 40 Länder exportiert. Die ersten Gerätschaften wurden ab Mitte der 1920er Jahre in kleinen Serien hergestellt. Zusätzlich wurden Maschinen und Traktoren verkauft.

Ein stolzer Unternehmer: Walter Krone aus Spelle Foto: Weirauch
Ein stolzer Unternehmer: Walter Krone aus Spelle Foto: Weirauch

Täglich verlassen bis zu 150 Landmaschinen die riesigen Produktionshallen, in denen fast haushohe Maschinen wie der Feldhäcksler „BiG X“ gefertigt werden. wer mehr erfahren will, der ist hierrichtig: www.krone.de

Auch Traktoren sind im KRONE Museum für Landtechnik in Spelle zusehen.
Auch Traktoren sind im KRONE Museum für Landtechnik in Spelle zusehen.

Meyer Werft in Papenburg

Die Meyer Werft  wurde 1795 gegründet und befindet sich in siebter Generation im Familienbesitz. 3.300 Mitarbeiter bauen hier die größten Kreuzfahrtschiffe in Lego-Manier zusammen. Die einzelnen Schiffsteile werden dann „einfach“ zusammengefügt. Von den 20 Werften in Papenburg hat nur die Meyer Werft bis ins 21. Jahrhundert überlebt. Zwischen den beiden Weltkriegen baute die Werft vor allem Fischdampfer, Lotsenschiffe und Feuerschiffe sowie Passagierschiffe für die Küstenfahrt. 1960 erfolgte der Einstieg in den Gastankerbau und 1964 wurde mit der MALMÖ die erste RoRo-Fähre (von englisch Roll on Roll off) in Papenburg abgeliefert.

Blick in die Meyerwerft, Kreuzfahrtschiff Norwegian Bliss im Trockendock Februar 2018 ©MEYER WERFT GmbH & Co. KG, Papenburg
Blick in die Meyerwerft, Kreuzfahrtschiff Norwegian Bliss im Trockendock Februar 2018 ©MEYER WERFT GmbH & Co. KG, Papenburg

Inzwischen schauen mehr als 250.000 Besucher jährlich den Werftarbeitern bei der Arbeit zu, wie Kreuzfahrtriesen für AIDA und Co. gebaut werden.  Wann und wo erfahrt ihr hier: www.meyerwerft.de

Private Kornbrennerei H. Heydt

Die Private Kornbrennerei H. Heydt gehört zu den traditionsreichsten Herstellern deutscher Spirituosen. Gegründet 1860 in der Korn- und Hansestadt Haselünne, wird das Familienunternehmen mittlerweile in der fünften Generation von der Familie Heydt geführt. Tradition verbindet sich mit modernster Technik, wenn Kornbrände und andere hochwertige Spirituosen entstehen und reifen.

Innovativer Unternehmer Hendrik Heydt aus Haselünne. Foto: Weirauch
Innovativer Unternehmer Hendrik Heydt aus Haselünne. Foto: Weirauch

Wir besuchten Hendrik Heydt, darüber dann hiermehr auf meinem Blog. Bestellen kann man auf der homepage: www.heydt.de

Blick in die Abfüllung bei Heydt © Private Kornbrennerei H. Heydt, Haselünne
Blick in die Abfüllung bei Heydt © Private Kornbrennerei H. Heydt, Haselünne

Landhaus-Brauerei Borchert

Das Landhaus-Brauerei Borchert startete als private Leidenschaft: Quasi aus einer Bierlaune heraus begann Ewald Borchert Ende der achtziger Jahre damit, eigene Biere zu brauen. Aus den ersten Versuchen von damals entwickelte sich mit viel Engagement und Sachverstand das heutige Emsländer Brauhaus in Lünne. Alles wird noch per Hand vom Brauer gesteuert, gemessen und verarbeitet – und nicht vom Computer.

Brauerin mit Herz: Friederike Köhl vom Emsländer Brauhaus in Lünne im Emsland
Brauerin mit Herz: Friederike Köhl vom Emsländer Brauhaus in Lünne im Emsland

Die Rohstoffe kommen von kleinen Familienunternehmen aus dem Frankenland und vom Bodensee. Die Biere lagern etwa sechs Wochen, bis sie braufrisch abgefüllt werden. Wasser, Malz, Hopfen und Hefe und sonst nichts – getreu nach dem deutschen Reinheitsgebot werden „Emsländer-Pilsener“, „Emsländer Braunes“ und weitere saisonale Spezialitäten hergestellt. Armbrustschießen, der „Bierathlon“ sowie Bier- und Brauseminare ergänzen das Angebot. Friederike Köhl informiert auf der Homepage nicht nur über Craftbier: www.landhaus-brauerei.de

Eine gute Adresse für regionales Bier und gutes Essen: das Emsländer Brauhaus in Lünne
Eine gute Adresse für regionales Bier und gutes Essen: das Emsländer Brauhaus in Lünne

Kanne Rösterei in Heede

Die Kanne Rösterei in Heede liebt und lebt Kaffee in allen Variationen. Denn: Jeder Kaffee hat seinen eigenen Charakter. Wie der Kaffee am Ende seines Prozesses und seiner Herstellung schmeckt, hängt ab von der Beschaffenheit des Bodens und dem Klima.

Die „Grüne Rösterei“ in Heede.. www.kanne-roesterei.de)
Die „Grüne Rösterei“ in Heede..
www.kanne-roesterei.de)

In der „gläsernen Rösterei“ erlaubt der Röstmeister das Zuschauen bei der Verarbeitung des Rohkaffees von kleinen Bio-Farmen aus Mexiko, Peru oder Papua Neuguinea zu Kaffees namens „Sleepless“, „Ordinary Madness“ oder „Heart Knock Life“.  Was Hermann Kanne so alles plant, steht hier:  www.zuvielkaffee.de

Schloss Clemenswerth

Im Schloss Clemenswerth, der weltweit einzig erhaltenen Alleensternanlage aus der Barockzeit, verschwinden die acht Gästepavillons wie von Zauberhand, wenn sich Besucher im Speisesaal des Zentralpavillons direkt in die Mitte des Raums stellen. Dann ist nur die üppige Natur zu sehen durch die Fenster. Gehen die Urlauber einen Schritt nach links oder rechts – schwups – sind acht Gebäude wieder da.

Schloss Clemenswerth im Emsland, Foto: www.emsland.com
Schloss Clemenswerth im Emsland, Foto: www.emsland.com

Diese architektonische Meisterleistung bewundern jedes Jahr tausende Besucher. In den Jahren 1737 bis 1747 ließ sich Kurfürst Clemens August von seinem Münsteraner Architekten Johann Conrad Schlaun diese Prachtanlage auf dem Hümmling erbauen. In den Pavillons gibt es verschiedene Ausstellungen zu den Themen barocke Jagd, Clemens August und Deutscher Orden, zu Porzellan, Straßburger Fayencen und moderne zeitgenössische Keramik. Die auf 42 Hektar angelegte Waldparkanlage mit Teichanlage sowie Klostergarten lädt Besucher zum Spaziergang ein. Zu den Öffnungszeiten geht es hier: www.clemenswerth.de

Emsland Moormuseum in Geeste-Groß Hesepe

Das Emsland Moormuseum in Geeste-Groß Hesepezeigt anschaulich die Aufsiedlung der Moore im 18. und 19. Jahrhundert sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der früheren Siedler. Mit dem Ende der Kultivierungsarbeiten im Rahmen des sogenannten Emslandplanes blieben in den 1970er Jahren Großgeräte der Firma Ottomeyer, wie Dampflokomobilen, Tiefpflüge und Planierraupen, im Emsland zurück.

Blick in das Emsland Moormuseum mit dem Riesenpfllug ® Int. Naturpark Moor
Blick in das Emsland Moormuseum mit dem Riesenpfllug ® Int. Naturpark Moor

Die Maschinen hatten mit dem Abschluss der Erschließungsarbeiten in dem ehemals größten Hochmoor Europas ausgedient – der Grundstein des heutigen Museums war gelegt. Heute werden die Gerätschaften – darunter der weltgrößte Tiefpflug „Mammut“ ausgestellt.  Ein Besuch der Homepage lohnt: www.moormuseum.de

Die Hüvener Mühle

Die Hüvener Mühle ist die einzige in Niedersachsen noch erhaltene kombinierte Wind- und Wassermühle. Sie wurde erstmals 1534 urkundlich erwähnt. Nach einem Brand im Jahr 1801 wurde die Wassermühle wieder vollständig aufgebaut. Bis in die 1930er Jahre war der Kornmühle noch eine Öl- und Walkemühle angeschlossen.

Angetrieben wurden die Mühlen durch das aufgestaute Wasser der Mittelradde – diese allerdings führte in regenarmen Zeiten nicht genug Wasser, um das Wasserrad permanent anzutreiben. So entstand die Idee, eine Windmühle zu konstruieren, die auf das bestehende Wassermühlengebäude aufgesetzt wird.

Die „Straße der Megalithkultur“

Die „Straße der Megalithkultur“ [griechisch: mega = groß, lithos = Stein] verläuft auf 330 Kilometern von Osnabrück, Lingen und Meppen über Cloppenburg und bis nach Oldenburg. Entlang dieses Weges gibt es mehr als 70 Großsteingräber, die aus der Jungsteinzeit (etwa 3500-2800 vor Christi Geburt) stammen. An 33 spannenden archäologischen Stationen werden Gräberfunktion und Konstruktion, Jenseitsvorstellungen, Naturverständnis und das Alltagsleben von Menschen, die vor über 5.000 Jahren in Nordwestdeutschland gelebt haben, thematisiert. Die Ferienstraße führt zu bronze- und eisenzeitlichen Grabhügelgruppen aus jüngerer Zeit. hier muß ich mal hin: www.strassedermegalithkultur.de

Über das Emsland

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Über 1.000.000 Urlauber verzeichnet das Emsland jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Weitere Informationen zum Emsland

  • Adresse: Emsland Touristik GmbH
    Ordeniederung 1 , 49716 Meppen
    Tel. 05931 44-2266
    Fax 05931 44-3644
    E-Mail: info@emsland.com
  • Hier findet ihr weitere Beiträge zum Emsland.

    + Was man im Emsland gesehen haben muß

    + Das Moor im Emsland

    + Deutschlands Dallas liegt im Emsland

    + Radfahren im Emsland

    Weitere Infos unter www.emsland.com.   

  • Die Recherche im Emsland wurde unterstützt durch Emsland Tourismus GmbH. Besonderer Dank an Martina Alfers.
  • Informationen zum Emsland

    Emsland Tourismus GmbH
    Ordeniederung 2
    49716 Meppen
    Tel. 05931 44 22 66

    www.emsland.com

Reise

Was man im Emsland sehen sollte

Das Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: WeirauchDas Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: Weirauch

Die Meyer Werft in Papenburg ist weltbekannt. Alle paar Monate werden die riesigen Kreuzfahrtschiffe  über die Ems von Papenburg aus aufs offene Meer manövriert. Zigtausende verfolgen das Schauspiel begeistert. Erlebenswertes Emsland – Was man gesehen haben sollte:

Am 18. September 2016 soll die Genting Dream über die Ems nach Eemshaven überführt werden.
Auch die Genting Dream wurde über die Ems nach Emshaven überführt. Foto: D.Weirauch

Erlebenswertes Emsland: Tipps

Ich meine: Das Emsland ist mehr als nur die Meyer Werft.

Begehrtes Fotomodell: Schiffsschraube für ein Kreuzfahrtschiff, Foto: Weirauch

Aida nova im Entstehen Foto: Weirauch
Aida nova im Entstehen Foto: Weirauch

Hier einige Empfehlungen

Europas einzige Jagdsternanlage aus der Barockzeit

Unbedingt anschauen sollte man Schloss Clemenswerth, die einzig erhalten Jagdsternanlage aus der Barockzeit (unbedingt ansehenswert der Zentralpavillon, die Kirche sowie der einmalige Klostergarten. Mehr im Internet unter www.clemenswerth.de

Das Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: Weirauch
Das Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: Weirauch
Führung im Klostergarten von Schloss Clemenswerth
Führung im Klostergarten von Schloss Clemenswerth Foto: Weirauch

Kornbrennerstadt Haselünne

Hier wird noch Korn gebrannt. Zur Einstimmung in die Brennereigeschichte eine „Erlebnisführung“ bei Berentzen mit Rundgang durch das Besucherzentrum und dem firmeneigenen Brennereimuseum inklusive Produktverkostung. Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde. Allerdings stellt Berentzen mittlerweile in Minden/Westf. Seine Getränke her. Im Internet: www.berentzen-hof.de

Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde.
Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde. Foto: D.Weirauch

Korn-Academie bei Jos Rosche

Wer authentisches zur Kornbrennerei erfahren will, der sollte bei der Edelkorn-Brennerei Jos. Rosche vorbeischauen. Und an einem Kurs in der „Korn-Academie“ von Josef Rosche teilnehmen. Mehr im internet unter www.rosche.de

Besuch bei der Edelkorn-Brennerei Jos. Rosche mit Einblick in die „Korn-Academie“ im Gespräch mit Josef Rosche
Besuch bei der Edelkorn-Brennerei Jos. Rosche mit Einblick in die „Korn-Academie“ im Gespräch mit Josef Rosche, Foto: D.Weirauch

„Moor-Energie-Erlebnispfad“

Doch zuvor Besuch in Twist:  Garten des Nazareners: kurze Führung mit Dr. Silke Hirndorf durch die nach dem Vorbild mittelalterlicher Klostergärten angelegten Beete und Rabatten. Wer möchte, (be)sucht den Weg zum Glück. Dies ist nur einer von zahlreichen Kräuter- und Bibelgärten im Emsland. Ein Garten heißt „Käthes Garten“, erinnert an Katharina von Bora, dem Weib Martin Luthers. Mehr unter www.bibelgarten-twist.de

Dr. Silke Hirndorf kennt sich aus mit den Kräuter- und Bibelgärten im Emsland.
Dr. Silke Hirndorf kennt sich aus mit den Kräuter- und Bibelgärten im Emsland. Foto: D.Weirauch

Von Twist mit dem Rad durch Deutschlands größtes Erdölfördergebiet auf dem Festland über den „Moor-Energie-Erlebnispfad“ nach Groß Hesepe zum Emsland Moormuseum (Länge: 12 km).

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Mehr unter www.naturpark-moor.de/moor-energie-erlebnispfad)  Foto: D.Weirauch

Weltgrößter Dampfpflug

Wer das Emsland verstehen und mehr über das Konjunkturprogramm des Emsland-Planes erfahren will, der sollte zwei Stunden für den Besuch im Emsland Moormuseum einplanen.

Der weltgrößte Pflug von Ottomeyer diente der Trockenlegung des Moores
Der weltgrößte Pflug von Ottomeyer diente der Trockenlegung des Moores , Foto: D.Weirauch

Hier wird auch das Bentheimer Schwein gezüchtet, das vom Aussterben bedroht war. Schulklassen können hier im Rahmen von Siedlertagen erleben, wie Bauern vor 100 Jahren gelebt haben.

p1170129emsland-stationen Die Seite www.moormuseum.de informiert., Foto: D.Weirauch

Emslandmuseum Lingen

Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck kann stundenlang erzählen und führt begeistert durch die Ausstellungen sowie in das benachbarte Kutscherhaus. Gern wandelt er „Auf den Spuren der Oranier“ durch die Innenstadt.  Auch die Frage, warum der Schauspieler Theo Lingen sich nach der Stadt Lingen nannte, obwohl er eigentlich in Hannover geboren wurde, beantwortet Dr. Eiynck. Mehr unter www.museum-lingen.de

Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck führt durch die Ausstellungen sowie in das benachbarte Kutscherhaus;
Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck führt durch die Ausstellungen sowie in das benachbarte Kutscherhaus, Foto: D.Weirauch
Im "Cafe am Markt" wird an Theo Lingen erinnert
Im “Cafe am Markt” wird an Theo Lingen erinnert, Foto: D.Weirauch
Erinnerungstafel für Theo Lingen
Erinnerungstafel für den Schauspieler Theo Lingen, Foto: D.Weirauch

Noch ein Tipp: Wo früher in einem Eisenbahnausbesserungswerk Dampflokomotiven repariert und gewartet wurden, wird heute studiert, gelehrt und geforscht (Fakultät Management, Kultur und Technik der Hochschule Osnabrück).

Innovative Unternehmer

gibt es viele im Emsland. Sonst würde der Großkreis nicht die geringste Arbeitslosenquote in Deutschland aufweisen. Überall kann man sie erleben. So wie beispielsweise Andre Kleimann, der mit der kleinen Manufaktur “Schokolaa” die Herzen der Fans von Bioschokolade erfreut. nicht nur zur Weihnachtszeit, bzw. davor, herrscht Hochbetrieb bei ihm.

Die kleine Manufaktur "Schokolaa" in Haren an der Ems: Andre Kleimann stellt Bioschokolade her Foto: Weirauch
Die kleine Manufaktur “Schokolaa” in Haren an der Ems: Andre Kleimann stellt Bioschokolade her Foto: Weirauch

Kaffeeröstungen von Kanne

Die „Grüne Rösterei“ von  Hermann und Henrik Kanne expandiert derzeit europaweit. Hier ein Blick in das Unternehmen: www.kanne-roesterei.de

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Hermann Kanne in seinem neuen”Kannelioni”, Foto: D.Weirauch

Die „Grüne Rösterei“ in Heede.. www.kanne-roesterei.de)
Die „Grüne Rösterei“ von Hermann Kanne n Heede, Foto: D.Weirauch

Künstlerisches Emsland

Besuch bei Künstlern im Emsland, beispielsweise das Atelier der Künstlerin Mecky Mattern, die in liebevoller Arbeit ihre „Vollwaiber“ zum Leben erweckt.img_6670emsland-stationenMehr im Internet unter www.vollwaiber.deFoto: D.Weirauch

Tipps für einen Besuch im Emsland

Übernachtung: Hotel Zum Märchenwald, Vennestraße 25, 49809 Lingen (Ems), Internet: www.hotel-zum-maerchenwald.de

Empfehlenswerte Gastronomie

Haselünne: Restaurant „Jagdhaus Wiedehage“ in Haselünne, das Gebäude ist ein ehemaliger Adelshof. Es gilt als eines der besten Restaurants von Niedersachsen, in denen keine Sterne zählen, sondern ein hoher Anspruch an Produkte und Zubereitung. Gastgeber: Franz-Josef Sanders. Im internet: www.jagdhaus-wiedehage.de

Lingen: Restaurant „Alte Posthalterei“ am Lingener Marktplatz; auf Wunsch mit „kleinem Bier-Seminar“. Auf der Getränkekarte stehen über 100 Biersorten zur Auswahl, aus dem Hahn fließen frisch gezapft meistens rund 10 Biere. (siehe www.posthalterei-lingen.de); Gastgeber: Markus Quadt

Papenburg: Von-Velen-Anlage : Pfannkuchen-Essen im „Papenbörger Hus“ In dem typischen Kapitäns- und Ackerbauhaus wird das “arme-Leute-Essen” (Buchweizenpfannkuchen “satt” mit Tee und „Moorwoater“) serviert. Gastgeber: Kerstin Griepenburg

Haren (Ems): Restaurant Zur Ems , mit einem Einblick in den Weinkeller des Hausherrn Hermann Held mit über 1.000 Exponaten aus der ganzen Welt. Legendär ist auch die Cognac-Auswahl. Hier können Gäste ein Glas 70 oder 100jährigen Cognac probieren. Der Preis ist gedeckelt. Kein Drink kostet mehr als 20 Euro. So bringt der Besitzer viele Gäste in den Genuss von außergewöhnlichen Spirituosen. Näheres hier: www.zur-ems.com);

Hier geht es zu einem Beitrag über den wirtschaftlichen Umbruch im Emsland.

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Außergewöhnliche Unterkünfte im Emsland

Burghotel Haselünne - Aussenansicht Haus Russell -® Burghotel Haselünne_previewBurghotel Haselünne - Aussenansicht Haus Russell -® Burghotel Haselünne_preview

Übernachten wie Sokrates oder doch lieber im Schlaf-Fass?

Erst unlängst war ich wieder im Emsland. Es ist überraschend anders, als man es sich vorstellt. Ein Land voller Attraktionen. Darüber habe ich immer wieder hier berichtet. Wie es mit den Übernachtungsmöglichkeiten sei, werde ich desöfteren gefragt. Natürlich gibt es im deutsch-niederländischen Grenzgebiet „normale“ Hotels für jeden Geschmack und jedes Portemonnaie. Wer allerdings mal in einer außergewöhnlichen Unterkunft Urlaub machen möchte, ist im Emsland goldrichtig, denn die Auswahl an „Unterkünften mit Funfaktor“ ist groß. Sie reicht vom Schlaf-Fass bis zur Unterkunft  à la Sokrates.

Campen im Holzfass

Auf dem Campingplatz „Camping Hümmlinger Land“ in Werlte (www.huemmlingerland.de) stehen drei 4,3 Meter lange Schlaf-Fässer zur Verfügung, die jeweils bis zu vier Touristen beherbergen können. Wärmende Holzwände und der Duft von Kiefernholz vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit.

Fasszinierende Übernachtung im Schlaffass -® Camping Hümmlinger Land, Werlte_P1030457_preview
Faszinierende Übernachtung im Schlaffass -® Camping Hümmlinger Land, Werlte

Im Ferienhof Schulte in Meppen-Helte (www.schulten-hof.de) besteht das Naturhaus “Solarkrates” aus Stroh, Lehm und Holz und lehnt sich an die Bauweise des griechischen Philosophen Sokrates an.

Naturhaus Solarkrates auf dem Schulten-Hof in Meppen-Helte -® Hedwig Schulte, Schulten-Hof_P1000053_preview
Naturhaus Solarkrates auf dem Schulten-Hof in Meppen-Helte -® Hedwig Schulte, Schulten-Hof

Dieser wusste bereits im 5. Jahrhundert vor Christus, wie man Sonnenstrahlen effektiv nutzen kann und dass eine massive Wand als Wärmespeicher dient. „Solarkrates“ bietet ein urgemütliches Zuhause auf Zeit. Trekkinghütten offeriert der Campingplatz Blauer See in Lünne (www.campingplatz-blauer-see.de). Da es eine E-Bike-Ladestation sowie eine Notfallversorgung mit Werkzeug und Ersatzteilen gibt, sind diese Hütten ideal für Radfahrer. Zur Erholung können Gäste ein Bad im fünf Hektar großen Badesee mit Sandstrand nehmen.

Drei urige Holzhütten hat der Ferienhof Grewe in Geeste-Dalum (www.ferienhof-grewe.de) im Angebot. Zudem verfügt der Hof über einen ausgebauten Dachboden – hier gibt es Billardtisch, Tischkicker, Dartautomat und Tischtennisplatte – mit viel Platz zum Spielen, Klönen und Lesen.

Heubad gefällig?

Von Mai bis Oktober bietet der Ferien- und Freizeithof Meutstege in Haren Übernachtungen im Heu an (www.meutstege.de). Das Bauernhofcafé verwöhnt die Urlauber mit selbstgemachten Torten. Maislabyrinth, Bauerngolf, Gaudischeune und Spielplatz runden das Angebot ab. Auf dem Ferienhof & Heuhotel Schräder in Papenburg (www.ferienhof-schraeder.de) können bis zu 20 Personen im Heu übernachten; zudem verfügt der familiengeführte Hof über drei Allergikerzimmer. Für Kinder stehen Strohburg, Trampolin, Bolzmöglichkeit, Tischtennisplatte und Kicker bereit. Wer Pferde, Ziegen, Hühner und Schweine versorgen will, darf gerne mithelfen.

Der Ferienhof Brüning in Meppen (www.bauernhof-bruening.de) ist ein ehemaliger Bauernhof mit Damwild, Wildschweinen, Bergziegen, Pferden und Ponys. Neben einem Kinderspielplatz können die kleinen Besucher auch reiten oder mit dem Planwagen fahren.

Burghotel Haselünne: Himmlisch hier!

Das Burghotel Haselünne ist auch bekannt aus der VOX-Sendung „Mein himmlisches Hotel“, bei der es im Juni 2015 mitgemacht und mit überzeugenden 93 Prozent gewonnen hat (www.burghotel-haselünne.de).

Burghotel Haselünne - Aussenansicht Haus Russell -® Burghotel Haselünne_preview
Burghotel Haselünne – Aussenansicht Haus Russell -® Burghotel Haselünne
Burghotel Haselünne - Classic Zimmer II -® Burghotel Haselünne_preview
Burghotel Haselünne – Classic Zimmer II -® Burghotel Haselünne

Das Haus offeriert ein Arrangement, bei dem Programmpunkte der Sendung selbst erlebt werden können. Das Burghotel Lingen ist in einem denkmalgeschütztem Kaufmannshaus aus dem Jahre 1888 untergebracht und hat 20 Themenzimmer, wovon jedes individuell mit einem großen Wandmotiv bemalt ist, das einen Bezug zur Stadt Lingen oder der Region hat (www.burghotel-lingen.de).

Burghotel Lingen - Campus-Zimmer -® Burghotel Lingen_preview
Burghotel Lingen – Campus-Zimmer -® Burghotel Lingen

In Kombination mit einer extra für das Burghotel angefertigten Möblierung im Retro-Stil wurde ein Hotel in einmaligem „Regio-Design“ entworfen, in dem man sich sofort zu Hause fühlt. Übernachtungen im Turm- oder Galeriezimmer hat das Vier-Sterne-Romantik Hotel Aselager Mühle im Angebot (www.aselager-muehle.de). Die im Niedersächsischen Landhausstil designten Turmzimmer bieten einen herrlichen Blick über den hoteleigenen Park; die Galeriezimmer verfügen über die optimale räumliche Trennung von Schlafbereich zu Wohnbereich über zwei Etagen.

Weitere Infos über das Emsland

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund 1.000.000 Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Hier geht es zu den Sehenswürdigkeiten im Emsland.

Das Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: Weirauch
Das Schloss Clemenswerth ist ein für Clemens August I. von Bayern errichteter Jagdsitz in der Nähe des emsländischen Sögel. Foto: Weirauch

Tipps für Radfahrer

Dass man im Emsland gut radeln kann, ist nichts Neues. Nun aber wird es für den Urlaub auf zwei Rädern noch komfortabler: Die Emsland-Route, bislang 300 Kilometer, wird um knapp 100 weitere Kilometer ausgebaut und führt nun durch weitere reizvolle Landschaften und nette kleine Orte, die zum Rastmachen und bummeln einladen. Das Projekt wird voraussichtlich im Juli 2018 abgeschlossen sein.

Radtour von Twist durch Deutschlands größtes Erdölfördergebiet auf dem Festland über den „Moor-Energie-Erlebnispfad“
Radtour von Twist durch Deutschlands größtes Erdölfördergebiet auf dem Festland über den „Moor-Energie-Erlebnispfad“, Foto: D.Weirauch

In der kommenden Radsaison führt die neue Emsland-Route unter anderem durch Twist, Werlte und Emsbüren. Ebenso wurde der Radrundweg um die Naturparke Moor-Veenland und Hümmling erweitert. Auch Abstecher in das niederländische Bargerveen mit den Dörfern Weiteveen und Nieuw Schoonebeek sowie zum Theikenmeer in Werlte und zum Eleonorenwald in Vrees sind dann möglich. Des Weiteren wird auch das Hasetal, das zwischen Meppen und Haselünne liegt und Abschnitte der „Hase-Ems-Tour“ beherbergt bzw. nun als Verbindungsweg der „Emsland-Route“ fungiert, in die Emsland-Route integriert. Durch die Routenführung durch das Hasetal ergeben sich auch zwei Rundkurse: die „Nordschleife“ und die „Südschleife“, die zusammen eine zu erradelnde Acht bilden. Last but not least wurde der neue „Bahnradweg“ (die ehemalige Bahntrasse) zwischen Beesten und Spelle sowie die Orte Salzbergen und Emsbüren angebunden.

Weitere Infos bei

  • Emsland Tourismus GmbH
  • Ordeniederung 2
    49716 Meppen
    Tel. 05931 44 22 66
  • Weitere Infos unter www.emsland.com.   

 

 

Reise

Haselünne ist Kornbrennerhochburg

22119437_887316801422577_825299982_oJosef und Susanne Rosche bei der Preisverleihung des World Spirits Award. Rosche wird als "World Class Distillery" ausgezeichnet. Foto: Rosche

Wer Korn liebt, kennt Haselünne. Es ist die Stadt im Emsland, die unzertrennbar mit diesem Getränk verbunden ist: Haselünne im Emsland. Die Stadt kann man auch getrost als das Zentrum der deutschen deutschen Korn-Brennereiwirtschaft bezeichnen. Alle zwei Jahre findet zudem der historische „Korn- und Hansemarkt“ statt.  Der historische  Korn- und Hansemarkt erwartet dann zahlreiche Besucher in der gesamten Innenstadt. Zwischen den rund 200 Ständen sind Marketenderinnen, Ausrufer, Handwerker und Bänkelsänger anzutreffen. 2018 findet der Markt am 2. Wochenende im September statt.

Wer nicht so lange warten will, der kann übers Jahr in drei Kornbrennereien an Führungen mit Verkostungen teilnehmen.

Korndiplom von Josef Rosche in Haselünne

Bei Rosche werden seit 1792 Kornspezialitäten hergestellt – der Familienbetrieb baut das Getreide selbst an und verarbeitet es zu Edelkorn und Likören.

Besucher erfahren in der „Ur-Haselünner Korn-Academie“, was einen guten Korn auszeichnet und wie er hergestellt wird. Nach überstandener Prüfung auf den historischen Schulbänken erhalten die Teilnehmer ihr „Korndiplom“.

Rosche_Kornakademie-® Emsland-Touristik
Rosche_Kornakademie-® Emsland-Touristik

Die Korn-Kammer in Rosches Mühle bietet Gästen die Gelegenheit, Korn einmal aus einer neuen Perspektive im Rahmen einer Zeitreise kennenzulernen. Infos: www.rosche.de

Die Private Kornbrennerei H. Heydt

Die Private Kornbrennerei H. Heydt wurde 1860 gegründet und wird mittlerweile in der fünften Generation geführt. Zum Marken-Portfolio der Brennerei gehören klare Spirituosen sowie Kräuterliköre, leichte Fruchtspirituosen und Drinks auf Wodkabasis.

Blick in die Abfüllung der Firma Heydt in Haselünne, ® Heydt
Blick in die Abfüllung der Firma Heydt in Haselünne, ® Heydt
Das Fasslager für Hochprozentiges in der Firma ® Heydt
Das Fasslager für Hochprozentiges in der Firma ® Heydt

Besichtigungen sind immer von Montag bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr möglich, die zirka zwei Stunden dauern. Infos: www.heydt.de

Haselünne ist Kornbrennerhochburg im Emsland

Brennereimuseum bei Berentzen

Wir erinnern uns an das Jahr 1976. Der Berentzen Apfelkorn kam auf den Markt.  DasMischgetränk aus Weizenkorn und Apfelsaft gilt als die erfolgreichste Neueinführung einer Spirituose in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Dampfmaschine im Brennereimuseum von Berentzen in Haselünne, Foto: D.Weirauch
Die Dampfmaschine im Brennereimuseum von Berentzen in Haselünne, Foto: D.Weirauch

Heute wird bei Berentzen nicht mehr gebrannt, das geschieht in Minden. Aber am historischen Standort in Haselünne können die historischen Burgmannshöfe, das Brennereimuseum, die neue Hofdestillation und das Fasslager besichtigt werden. Für Besuchergruppen gibt es das „Night Guide“-Angebot, bei dem die gäste auf den Spuren der alten Destilliermeister wandeln und dabei Wissenswertes über die Kunst des Brennens und Trinkens erfahren.

Blick in den Berentzen-Shop-® Thomas Rentschler
Blick in den Berentzen-Shop-® Thomas Rentschler

Danach geht es zum feucht-fröhlichen Teil über –einer ausgiebigen Verkostung. Tagungen und Workshops sind im Hansesaal und historischen Rittersaal möglich. Infos: www.berentzen-hof.de

Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde.
Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde. Foto: D.Weirauch

Über das Emsland

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund eine million Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich. Die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Hier findet ihr weitere Beiträge zum Emsland.

+ Was man im Emsland gesehen haben muß

+ Das Moor im Emsland

+ Deutschlands Dallas liegt im Emsland

+ Radfahren im Emsland

Weitere Infos unter www.emsland.com.   

 

 

Rosche-Kornakademie-® Thomas Rentschler
Rosche-Kornakademie-® Thomas Rentschler
Sein Korn ist berühmt: Firmenchef Josef Rosche in Haselünne, Foto :D.Weirauch
Sein Korn ist berühmt: Firmenchef Josef Rosche in Haselünne, Foto :D.Weirauch
Josef und Susanne Rosche bei der Preisverleihung des World Spirits Award. Rosche wird als "World Class Distillery" ausgezeichnet. Foto: Rosche
Josef und Susanne Rosche bei der Preisverleihung des World Spirits Award. Rosche wird als “World Class Distillery” ausgezeichnet. Foto: Rosche

Weitere Informationen zum Emsland

  • Emsland Tourismus GmbH
    Ordeniederung 2
    49716 Meppen
    Tel. 05931 44 22 66
  • www.emsland.com
  • E-Mail: info@emsland.com

Was man im Emsland gesehen haben sollte, findet ihr hier.

 

Reise

Moor im Emsland: Eine Landschaft im Umbruch

papenburg-4emsland-papenburg Von-Velen-Anlage: unterhaltsame Führung im Freilichtmuseum zu den Anfängen der Moorsiedlung Papenburg

Das Moor: eine Landschaft voller Gefahren und Geschichten, voller Geister und Gottheiten – und von unschätzbarem Wert für Natur und Mensch. Der machte sich schnell daran, das Moor zu erobern und Torf abzubauen. Der schwarze Stoff ist nicht nur ein gutes Brennmaterial, auch Blumen oder Gemüse profitieren davon. Als Substrat landet der Torf noch heute in vielen Gärten. Etwa vier Prozent der Landesfläche Deutschlands bestehen aus Moorböden, 70 Prozent davon liegen im Norden der Republik. Der überwiegende Teil wird heute landwirtschaftlich genutzt. Bereits im 19. Jahrhundert begann man im Emsland an der deutsch-niederländischen Grenze, die Moore mit Hilfe von Gräben und Drainagen zu entwässern und die Böden zu düngen, um sie landwirtschaftlich zu nutzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen die Bauern dazu über, mit großem technischen Aufwand das Moor nutzbar zu machen. „Mit riesigen Pflügen wurden quasi Zebrastreifen ins Moor gefräst und der Sand nach oben geholt“, berichtet Tiemeyer, Forschungsgruppenleiterin am Thünen-Institut für Agrarrelevante Klimaforschung in Braunschweig. Die Sandstreifen sollten stützen und entwässern.

 Moore als grüne Lunge

Das blieb nicht ohne Folgen. Denn die geheimnisvollen Landschaften des Emslandes sind nicht nur gigantische Wasser-, sondern auch Kohlenstoffspeicher. Während Hochmoore von Regenwasser gespeist werden, ist es in Niedermooren zusätzlich das Grundwasser, das wie ein Konservierungsmittel wirkt. Die hier wachsenden Pflanzen wurden nach ihrem Absterben nicht vollständig zersetzt. „Weltweit ist mehr Kohlenstoff in den Mooren gespeichert als in den Wäldern“, sagt Tiemeyer.

Aus der Biomasse der Pflanzen entsteht mit der Zeit eine Moorfläche. Einen Millimeter wächst das Moor pro Jahr; es kann daher leicht 10.000 Jahre alt sein. Schon häufig gaben spektakuläre Funde von Pflanzen, Gegenständen oder Moorleichen Forschern Aufschluss über die menschliche Vergangenheit. Werden die Moore nun entwässert, sackt der Boden ab. Der gespeicherte Kohlenstoff entweicht als Kohlendioxid in die Atmosphäre. „Das macht in Deutschland aktuell etwa 40 Prozent der Emissionen aus der Landwirtschaft aus“, erklärt Tiemeyer, „gut vier Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen.“

Eine Lösung: die Wiedervernässung. Dabei werden Entwässerungsgräben zugeschüttet, Vernässungspolder und Dämme angelegt. Die Natur kann sich regenerieren, seltene Arten siedeln sich wieder an. Doch die Methode ist nicht unumstritten. Landwirte befürchten den Verlust von Landwirtschaftsflächen. Außerdem entsteht das Treibhausgas Methan. „Die Gesamtemissionen von wiedervernässten Mooren sind dennoch deutlich besser als die von landwirtschaftlich genutzten Standorten“, erläutert Tiemeyer.

Radtour von Twist durch Deutschlands größtes Erdölfördergebiet auf dem Festland über den „Moor-Energie-Erlebnispfad“
Radtour von Twist durch Deutschlands größtes Erdölfördergebiet auf dem Festland über den „Moor-Energie-Erlebnispfad“, Foto: D.Weirauch

 Torfabbauende in Sicht

„Das Torfabbauende ist in Niedersachen schon eingeläutet“, sagt Gerhard Wehkamp. Im Emsland rechnet er noch mit fünf bis zehn Jahren Torfabbau, der dann aber flächendeckend zu Ende geht. Tatsächlich sieht das Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen vor, dass neuer Torfabbau nur sehr bedingt genehmigt wird. Moore sollen „dahingehend entwickelt werden, dass sie ihre natürliche Funktion als Kohlenstoffspeicher wahrnehmen können.“ Torfabbau ist demnach zwar noch möglich, eine nachhaltige, klimaschonende Nutzung steht dabei jedoch an erster Stelle.

Wehkamp bezeichnet sich selbst als „Torfkopp“. Derzeit ist er als Naturparkführer im Naturpark Moor-Veenland im Einsatz, der sich entlang der deutsch-niederländischen Grenze erstreckt. Die zwischen den beiden deutschen Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim sowie der niederländischen Provinz Drenthe gelegene Landschaft war mit 1.200 Quadratkilometern einst das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas, das Bourtanger Moor. Heute durchziehen etwa 200 Kilometer Radwege und 17 Kilometer Wanderwege den Naturpark. Naturführer wie Wehkamp bringen den Besuchern die Faszination Moor näher. Vor seiner Tätigkeit als Naturparkführer war Wehkamp jahrzehntelang bei Klasmann-Deilmann tätig, Europas größtem Hersteller von Substraten und Blumenerde mit Sitz in Geeste im Emsland, gleich gegenüber vom Moormuseum.

Jetzt führt Wehkamp Urlauber durchs Moor. Ein besonderes Bild bietet sich im Juni, wenn die Fruchtstände vom Wollgras weiße Tupfen in die Landschaft setzen und im Spätsommer, wenn Erika- und Glockenheide die Moorlandschaft violett einfärben. In Zusammenarbeit mit den Niederlanden entstand im Sommer 2006 der Naturpark Moor-Veenland mit vielen Naturerlebnisstationen. Hier, direkt an der deutsch-niederländischen Grenze, stehen insgesamt 6.500 Hektar unter Naturschutz.

 Nachhaltiger Substratersatz Torfmoos

Wie Hersteller wie Klasmann-Deilmann in Zukunft mit weniger Torf auskommen könnten, zeigt ein Projekt zur Torfmooskultivierung, das das Unternehmen zusammen mit dem Thünen-Institut und dem Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover initiiert hat. Dazu muss man wissen: Lebende, frische Torfmoose kommen dem Wunderstoff Torf sehr nahe. Die werden jetzt in einer so genannten Paludikultur in der Nähe von Geeste auf einer teilweise firmeneigenen wiedervernässten Moor-Fläche von zehn Hektar angebaut – als Torfersatz. „Wir untersuchen, wie wirtschaftlich ein Anbau in großem Maßstab wäre, wie hoch die Treibhausgasemissionen sind, ob auf den Flächen Kohlenstoff gespeichert wird und welche Auswirkungen das auf Flora und Fauna hat“, sagt Tiemeyer. Vielleicht zeigt so das Emsland einen wegweisenden Weg, wie Moore weiterhin beides sein können: Klimaschützer und Wirtschaftsfaktor. Und außerdem ein ideales Refugium für ruhesuchende Urlauber.

Sehenswertes Moormuseum

Wer das Emsland verstehen und mehr über das Konjunkturprogramm des Emsland-Planes erfahren will, der sollte zwei Stunden für den Besuch im Emsland Moormuseum einplanen. Hier wird auch das Bentheimer Schwein gezüchtet, das vom Aussterben bedroht war. Schulklassen können hier im Rahmen von Siedlertagen erleben, wie Bauern vor 100 Jahren gelebt haben.

Der weltgrößte Pflug von Ottomeyer diente der Trockenlegung des Moores
Der weltgrößte Pflug von Ottomeyer diente der Trockenlegung des Moores, Foto: D.Weirauch

 

Über das Emsland

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund 1.000.000 Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Informationen zum Emsland

  • Emsland Tourismus GmbH
    Ordeniederung 2
    49716 Meppen
    Tel. 05931 44 22 66
  • www.emsland.com
  • E-Mail: info@emsland.com

Was man im Emsland gesehen haben sollte, findet ihr hier.