Burgenstrasse

Schlösser und Burgen

Burgenstrasse: Sesslach

Sesslach (234)Im Landgasthof "Roter Ochse" bei Familie Franz gibt es die besten Schäufele

Heute wieder eine Etappe auf der Burgenstraße. Wir besuchen Seßlach, eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Coburg. Begleiten Sie uns auf einem Burgenstrasse: Spaziergang durch Sesslach

Das Rathaus von Sesslach
Das Rathaus von Sesslach

Vom Rathaus vor dem Marktplatz gelangen wir über den Konrad-Hartig-Platz zur Pfarrkirche St. Johannes des Täufers. Rechter Hand liegt das ehemalige fürstbischöfliche Amtsmagazin(Salzfaktorei). Durch das Hattersdorfer Tor erblicken wir in der Ferne die barocke Friedhofskapelle. Im ehemaligen Getreideschüttboden besichtigen wir das Heimatmuseum. Da gegenwärtig das Rathaus und damit auch die Tourismus-Information umgebaut werden, hat der Gast für einige Zeit Heimatmuseum und Touri-Info an einem Ort.

Carolin Franz ist die Tourismuschefin von Sesslach
Carolin Franz ist die Tourismuschefin von Sesslach

Die junge und sehr engagierte Chefin Carolin Franz  gibt gern Auskunft und berät ihre Gäste über kulturelle Angebote ihrer Stadt und Region. Weiter geht es in unserem Rundgang durch die Pforte zu dem noch geschlossenen Wehrmauerring. Über den Geyersberg mit seiner im Privatbesitz befindlichen Burg gelangen wir durch das Geyersberger Tor zurück in die Altstadt. Eine stimmungsvolle Atmosphäre vermittelt der Krähwinkel mit seinen idyllischen Fachwerkhäusern und Plätzen. Der Gang entlang der inneren Stadtmauer führt uns zum Rothenberger Tor, wo sich in unmittelbarer Nähe das Panorama der Rodachbrücke mit Nepomukfigur und Kreuzigungsgruppe befinden – u.a. Kulisse im Martin-Luther-Film.

Entlang der Flendernstraße geht es zum Maximiliansplatz mit seinen schönen Häusern. Hier sticht besonders das frühere Amtsgericht mit seinen Treppengiebeln heraus.

Blick auf die Kommunbrauerei in Sesslach
Blick auf die Kommunbrauerei in Sesslach

Gleich daneben wird das beliebte Seßlacher Bier im Kommunbrauhaus gebraut. Es lohnt ein Blick nach oben.Temporäre tierische Gäste sind von April bis August auch ein Storchenpaar, das die Seßlacher aus seinem ganz in der Nähe befindlichen Nest aus der Höhe begrüßt. Wer diese noch näher beobachten möchte, der übernachte im vorzüglichen Gästehaus des Pörtnerhofes im Prachtzimmer, dann hat er die Störche ganz nah.

Wer eine Ruhepause braucht, kehrt im Roter Ochse ein, wo es die beste Schäufele, eine oberfränkische Spezialität, geben soll. Direkt gegenüber im Landgasthof schmeckt unseren Wanderfreunden die Leberknödelsuppe, von Seßlachern auch „Überlebenssuppe“ tituliert.

Schaut selbst, wie mittelalterlich und gastfreundlich Seßlach seinen Besuchern präsentiert.

Übernachten, beispielsweise im “Pörtnerhof” im Stadtzentrum oder direkt gegenüber dem Kommunbräuhaus im Gästehaus des Pörtnerhofes.

Liebevoll restauriert: Gästehaus des "Pörtnerhofes"
Liebevoll restauriert: Gästehaus des “Pörtnerhofes”
Bietet mediterrane Küche: "Pörtnerhof" in Sesslach
Bietet mediterrane Küche: “Pörtnerhof” in Sesslach

Hier geht es zur Homepage des so bezaubernden Ortes Seßlach.

Und hier zur Burgenstraße.

Der Verein Burgenstraße hat die Recherche entlang der Burgenstraße unterstützt.

Hier geht es zu weiteren Stationen auf der Burgenstraße in Franken: Cadolzburg.

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstrasse: Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth nach der Restaurierung, Blick zur Fürstenloge, die Ränge und die Decke Foto: Achim BunzMarkgräfliches Opernhaus Bayreuth nach der Restaurierung, Blick zur Fürstenloge, die Ränge und die Decke Foto: Achim Bunz

Richard Wagner und Bayreuth wäre wohl nicht zustande gekommen, wenn es nicht das Markgräfliche Opernhaus im Zentrum der Residenzstadt gegeben hätte. Obwohl das Markgräfliche Opernhaus für Wagners Zwecke zu klein war, war er von der Stadt Bayreuth begeistert und wählte  Bayreuth als Festspielort. Zur  Grundsteinlegung seines Festspielhauses auf dem Grünen Hügel dirigierte Wagner am 22. Mai 1872 Beethovens 9. Sinfonie im Markgräflichen Opernhaus. Heute ein weiterer Teil der Serie Burgenstrasse: Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

Markgräfliches Opernhaus

Mittlerweile ist das Festspielhaus von Wagner berühmter als das Markgräfliche Opernhaus. Das ändert sich gerade. Denn seit  2012 gehört das unter Markgräfin Wilhelmine, einer Schwester Friedrich des Großen, errichtete Markgräfliche Opernhaus zum UNESCO-Weltkulturerbe und steht damit auf einer Stufe mit Schloss Sanssouci, dem Taj Mahal oder der Chinesischen Mauer.  Die preußische Prinzessin gilt als eine der bedeutendsten Frauengestalten im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Sie machte aus Bayreuth eine strahlende Kulturmetropole. Ihr Lieblingsprojekt und zugleich prächtigster Spielort war das Markgräfliche Opernhaus.

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth nach der Restaurierung, Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild Foto: Achim Bunz

Besuchermagnet

Seit April 2018 ist das Markgräfliche Opernhaus schlichtweg der Besuchermagnet in Bayreuth.  Nach sechs Jahren aufwendiger Restaurierung und Sanierung hieß es im April 2018 „Vorhang auf“ für das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth. Aus aller Welt kommen die Besucher, berichtet  Dr. Thomas Rainer von der Bayerischen Schlösserverwaltung bei unserem Besuch im Rahmen unserer Tour entlang der Burgenstraße.

Freut sich über mehr Besucher: Der Pressesprecher von Bayreuth Tourismus, Foto: Weirauch
Freut sich über mehr Besucher: Frank Nicklas, Pressesprecher von Bayreuth Tourismus, Foto: Weirauch

Festarchitektur

„Das Markgräfliche Opernhaus gilt als das besterhaltene Beispiel eines freistehenden barocken Hoftheaters.“  Vorbild waren die größten Opernhäuser der Zeit in Wien, Venedig oder Dresden. Der Zuschauerraum gehört zu den spektakulärsten Schöpfungen der europäischen Festarchitektur des Barock. Ein Opernhaus für die Hochzeit der Tochter Die Entstehungsgeschichte hört sich spannend an.Treibende Kraft hinter dem Ausnahmeprojekt war die musik- und theaterbegeisterte Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth (1709-1758). Anlass der Errichtung war die 1748 mit großem Aufwand gefeierte Hochzeit ihrer einzigen Tochter, Elisabeth Friederike Sophie, mit Herzog Carl Eugen von Württemberg. Als Architekt des neuen Opernhauses wurde der führende Theaterarchitekt der Zeit, der zuvor für den Wiener Kaiserhof tätige Italiener Giuseppe Galli Bibiena verpflichtet. Die Bauaufsicht vor Ort übernahm sein Sohn Carlo Galli Bibiena, der bis zum Tod der Markgräfin zahlreiche Bühnenbildentwürfe und Festdekorationen schuf.

Logenhaus im Gebäude

Ich habe in den letzten Jahren schon verschiedene Schlosstheater besucht (u.a. im Neuen Palais in Potsdam, auf Schloss Großkochberg bei Weimar, Meiningen oder im Schloss Friedenstein in Gotha). Jedes dieser Theater ist ein Kunstwerk für sich. Das Markgräfliche Opernhaus folgt dem Typus des italienischen Logentheaters. Das aus Holz und Leinwand gefertigte, vollständig erhaltene Logenhaus ist als selbsttragende Konstruktion in die steinerne Gebäudehülle eingestellt. Von aussen sieht es relativ einfachaus, fügt sich in die Straßenfront gut ein. Dr. Rainer berichtet, dass der Innenausbau des Theaters in an heutigen Maßstäben gemessen recht kurzer Zeit erfolgte. „Mit zum Teil vorgefertigten und außerhalb der Baustelle bemalten hölzernen Architekturgliedern und gefassten Skulpturen.“ In weniger als vier Jahren Bauzeit entstand von 1744 bis 1748 dieses Meisterwerk barocker Festarchitektur.

Originale Farbigkeit

2018, bei unserem Besuch Ende Mai, konnten wir die ursprüngliche Farbigkeit des Logenhauses erleben. Mit zahlreichen illusionistischen Effekten erzeugt die barocke Malerei ein überwältigendes Raumerlebnis.

Zuschauerraum und Bühne bilden eine Einheit. Dem großen, von Säulen gerahmten Bühnenportal steht an der Rückseite des Zuschauerraums die Fürstenloge gegenüber. Wie an der Bühnenfront dient auch hier das Skulpturenensemble der Lobpreisung des Markgrafenpaares.  Das Besondere ist der Originalzustand. Lediglich der originale Bühnenvorhang fehlt. Dr. Rainer: ”  Der ursprüngliche Vorhang des Markgräflichen Opernhauses wurde nicht, wie es in einer oft erzählte Legende heißt, von Napoleon geraubt. Er ging bereits vor der Zeit der französischen Besatzung zu Grunde. Napoleon – obwohl er zweimal in Bayreuth war – hat das Markgräfliche Opernhaus wahrscheinlich nie von Innen gesehen.”

Blick zur Bühne des Markgräfliches Opernhaus Bayreuth mit neu rekonstruiertem Bühnenbild Foto: K.Weirauch
Blick zur Bühne des Markgräfliches Opernhaus Bayreuth mit neu rekonstruiertem Bühnenbild Foto: K.Weirauch

Auf eine Besonderheit macht Dr. Rainer aufmerksam: „Die Fürstenloge wurde fast nie vom Markgrafenpaar genutzt. In der Mitte der ersten Reihe standen goldene Sessel, von denen aus das Geschehen auf der Bühne aus geringerer Entfernung beobachtet werden konnte.“

Im Gespräch mit einfachraus.eu spricht Kunsthistoriker Dr. Thomas Rainer über die Bedeutung des Markgräflichen Opernhauses zu Bayreuth.

So überdauerte das Markgräfliche Opernhaus die wirren der Zeit. Experten sehen das Markgräfliche Opernhaus als einzige Spielstätte, an der die Kunstgattung “Opera seria” als Repräsentationsform des politischen Systems des Absolutismus authentisch erlebt werden kann. Übrigens ist die Akustik die gleiche, wie vor 270 Jahren. Mag es draussen noch so laut sein. Im Innern hörten wir keine Nebengeräusche. Ein genialer Bau, der zu Recht zu dem Besten, was es weltweit gibt, gehört.

Praktische Informationen Burgenstrasse: Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

  • Adresse: Opernstraße 14
  • 95444 Bayreuth
  • Telefon 0921 75969-22
  • Im Internet www.bayreuth-wilhelmine.de
  • geöffnet:
  • April-September: 9-18 Uhr
  • Oktober-März: 10-16 Uhr
  • täglich geöffnet
  • Eintrittspreise 2018
  • 8,- Euro regulär
  • 7,- Euro ermäßigt
  • Kombikarte
  • (Neues Schloss/ Markgräfliches Opernhaus)
  • 12,- Euro regulär
  • 10,- Euro ermäßigt

Museumsshop: www.kulturgut.de

nächstgelegene Bushaltestelle: Luitpoldplatz

Parkmöglichkeiten: Parkmöglichkeiten rund um die Bayreuther Innenstadt zu finden unter www.bayreuth.de.

Tipp:

Das Markgräfliche Opernhaus ist Teil der  “Europastraße Historische Theater”

Hier weitere Sehenswürdigkeiten in Bayreuth, wie dem Festspielhaus auf dem Grünen Hügel.

Hier geht es zur Seite von Frankentourismus.

Reise

Burgenstraße kulinarisch: “Schluck” in Kronach

Kronach (84)

Unlängst waren wir in Kronach zu Besuch. Am abend lernten wir ein tolles Bier in einem tollen Gasthaus kennen. Die Sorte hieß “Schluck” der Kronacher Antlabräu. Das Bier wird im Gasthaus gebraut.

Die etikette sind lesenswert,m sie verraten einiges zum Bier: Vorne signalisieren die bauchigen 0,33-Liter-Fläschchen dem Durstigen, dass ihn ein nicht so recht traditionelles Stöffchen erwartet, denn sie sind frech mit einem langhalsigen Comic-Schwarm im Superman-Kostüm dekoriert. Obwohl als Zutaten nur Hopfen, Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz und Hefe aufgeführt sind, leugnet die knapp gehaltene Beschreiung, dass es sich um ein Bier handelt. “Untergäriger Hopfentrunk” hat Braumeister Markus Ort stattdessen als Bezeichnung gewählt. Warum? Aus rechtlichen Gründen. So erfahren wir vom freundlichen Kellner.

Martin Dorschke und  Norbert Krines klärenin dem Buch “111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss” auf. sort heißt es: ,In der 1516 für das Herzogtum Bayern festgeschriebenen Brauordnung (die übrigens Dutzende regionale Vorgänger hatte) ist als Getreide ausschließlich Gerste erlaubt. Bier aus Weizen war in dieser Zeit südlich der Donau generell verboten. Die änderte sich erst im Jahr 1602, seither durften die bayerischen Herzöge auch dort Weizenbiere brauen und verkaufen – aber nur diese.”

Ein Erbe dieses kuriosen bierhistorischen Details: Die aktuelle, 1993 verabschiedete Fassung des Reiheitsgebots setzt der Verwendung von Weizenmehl weiterhin eine Grenze, die jeder  Vernunft entbehrt. Verwendet werden darf es nur, wenn es obergärig vergoren wird (also mit einer für das Weißbier typischen Hefe, die nach getraner Arbeit im Gärbottich nach oben steigt). Der “Schluck” aber ist mit einer untergärigen gebraut (mit einer Hefesorte also, die nach unten sinkt und eigentlich für Pils- und Lagerbiere vorgesehen ist). Geschmacklich ist der mit reichlich Hopfen aromatisierte naturtrübe “Schluck” beides – Kellerpils und Weizen – in einem. Ein flüssiger Gesetzesverstoß. Soweit die autoren. Fazit: ein toller Gesetzesverstoß dieses Bier aus Kronach. Mein Tipp: Man sollte es dort trinken, wo es gebraut wird.

Informationen zum gastfreundlichen Wirtshaus

Antlabräu und Braugasthof ‘s Antla, Amtsgerichtsstraße 21, 96317 Kronach

Internet: www.antla.de

Martin Dorschke, Norbert Krines, 111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss, Emons Verlag GmbH, 2017.

 

Vom steintrockenen Herrenpils über das vollmundige und naturtrübe Zwickl bis hin zum Rauchbier, Bambergs »flüssigem Schinken«: Nirgendwo auf der Welt ist die Biervielfalt größer als in Franken. In 275 Brauereien entstehen dort über 2.000 Sorten. Auch die Einheimischen kennen davon meist nur einen Bruchteil, denn jeder Ort trinkt am liebsten seine eigenen Märzen, Pilsner und Bockbiere – und viele werden wie anno dazumal nur aus dem Fass und nur im eigenen Wirtshaus ausgeschenkt. Norbert Krines hat sie alle verkostet und mit Martin Droschke die 111, die man unbedingt getrunken haben muss, zu einem Genussführer durch Deutschlands Bierparadies zusammengestellt.

Autorenportrait

  • Martin Droschke

    Martin Droschke, geboren 1972 in Augsburg, zog 1992 zum Studium der Philosophie, Pädagogik und Geschichte nach Nürnberg. Er arbeitete als freier Journalist und Literaturkritiker u.a. für den »Tagesspiegel«, die »taz« und die »Süddeutsche Zeitung« und lebt heute als freier Werbetexter und Autor in Coburg. Er beschäftigt sich seit einem Urlaub in Pilsen, der Geburtsstadt des gleichnamigen Bierstils, intensiv mit Gerstensäften und veröffentlichte bereits verschiedene Bücher zum Thema Bier.

    mehr über diesen Autor

  • Norbert Krines

    Norbert Krines wurde 1973 im fränkischen Kulmbach geboren, der sogenannten »heimlichen Hauptstadt des Bieres«. Zum Studium der Germanistik, Sozialkunde und Geschichte wechselte er nach Bamberg, in die wahre Hauptstadt des Bieres, wo er als freier Autor und Dozent für Deutsch als Fremdsprache lebt. Seit 2001 ist er aktiver Heimbrauer. Im Januar 2011 startete er den Blog »Bier des Tages«, für den er jeden Tag ein Bier aus einer fränkischen Brauerei degustierte und beschrieb. Gemeinsam mit Martin Droschke veröffentlichte er 2016 den »Craft Beer-Führer Franken«.

    Hier ein weiterer Bericht zum Thema Craftbiere.

    und hier geht es zur Burgenstraße.

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstraße: Romantische Kulisse für Freilichtspiele

Cadolzburg (27)Die Skulptur „Die Feder siegt über das Schwert“ vor der Cadolzburg, Foto: D.Weirauch

Wenn an der Burgenstraße die Saison für die Freilichtspiele beginnt, bilden zahlreiche Burgen und Schlösser sowie lauschige Plätze in der Altstadt der jewieligen Orte wieder die unvergleichliche Kulisse für Theater und Musik unter freiem Sternenhimmel. Burgenstrasse: Romantische Kulisse für Freilichtspiele  Dann heißt es entlang der beliebten Ferienstraße, die sich quer durch Süddeutschland von Mannheim bis nach Bayreuth schlängelt, wieder „Vorhang auf“ für Geschichten über Glück, Freundschaft, tragische Liebe, Hass, Schmerz und Verrat. Unter www.burgenstrasse.de sind die Open-Air-Veranstaltungen – vom Musical über die Komödie bis zum Kinderstück – entlang der 770 Kilometer langen Reiseroute aufgelistet. Burgenstrasse: Romantische Kulisse für Freilichtspiele

Heidelberger Schlossfestspiele

Schauspiel und erstklassige Musik finden während der Heidelberger Schlossfestspiele vom 8. Juni bis zum 29. Juli zueinander. Die Verse William Shakespeares erwachen zu neuem Leben, wenn seine schönsten Lieder, Sonette und Szenen am 7. und 10. Juni im Dicken Turm des Schlosses musikalisch interpretiert werden. Am 23. und 24. Juni verzaubert der Grammy-nominierte Mandolinenspieler Avi Avital das Publikum im Schlosshof. In den Genuss einer leidenschaftlichen Mischung von Swing, Tango und Jazz kommen Besucher am 26. und 29 Juli, wenn Enrique Ugarte und Brenda Boykin ihr Konzert „La Fiesta“ geben. Theaterfreunde können sich auf „Der Diener zweier Herren“, ein Stück aus der Feder des italienischen Komödien-Spezialisten Carlo Goldoni freuen, das am 29. Juni und 1. Juli im Schlosshof aufgeführt wird (www.theaterheidelberg.de/festival/heidelberger-schlossfestspiele/).

 Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall bieten alles – vom Klassiker bis zum Musical (www.freilichtspiele-hall.de). Auf der großen Treppe vor der Kirche St. Michael werden vom 9. Juni bis zum 24. August kritische und unterhaltsame Stücke in Szene gesetzt. Das Publikum kommt in den Genuss von Weltliteratur, wenn „Wilhelm Tell“ mit der Armbrust auf den Apfel auf dem Kopf seines Sohnes schießt. Das Musical „Saturday Night Fever“ entführt in die schillernde Discowelt im New York der 70er Jahre, die Revue „In der Bar zum Krokodil“, in der Protagonist Tony versucht, als Tänzer Karriere zu machen,  in die wilden 20er Jahre.

Rothenburg o.d.Tauber

 Das Toppler Theater in Rothenburg ob der Tauber bringt vom 27. Juni bis zum 20. August acht Theaterstücke auf die Bühne, zwei davon sind selbst produziert (www.toppler-theater.de). In der Eigenproduktion „Wir sind mal kurz weg“ von Tilmann von Bloomberg treffen vier orientierungslose Männer auf dem Jakobsweg aufeinander, die in der Midlife-Crisis stecken. Am Lagerfeuer überwinden sie ihre anfänglichen Hemmungen und reden über ihre Ängste vor Haarausfall und anderen Verfallserscheinungen. Dagegen steht im barocken Schelmenstück „Die Courasche“ eine Frau im Mittelpunkt.

Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch
Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch

Es erzählt die Lebensgeschichte von Courasche, der ersten Heldin, die je in einem deutschsprachigen Roman auftrat. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges führt sie ein erlebnisreiches, gefährliches und trotzdem lustbetontes und selbstbestimmtes Leben.

Cadolzburger Burgfestspiele

 Die Cadolzburger Burgfestspiele zeigen in diesem Sommer „Nisha“, ein Musical von Fritz Stiegler und Matthias Lange. Es wurde dem Ensemble auf den Leib geschrieben und greift topaktuelle sowie kritische Themen in gewohnt unterhaltsamer Weise auf. Musikalisch bewegt es sich zwischen Weltmusik, Rock-Pop und großen Filmmusik-Orchesterwerken, eingespielt von den Nürnberger Symphonikern. Schauplatz der Aufführungen ist der Burgvorhof vor der beeindruckenden Silhouette der Cadolzburg. Premiere ist am 21. Juni, gespielt wird bis zum 04. August 2018 (www.cadolzburger-burgfestspiele.de).

Blick auf die Cadolzburg Foto: D.Weirauch
Blick auf die Cadolzburg Foto: D.Weirauch

Klosterhofspiel in Langenzenn

 Langenzenn bietet gleich dreifaches Open-Air-Vergnügen: Die Klosterhofspiele zeigen vom 02.06. bis 28.07.2018  „Das Haus in Montevideo“, eine Komödie von Curt Goetz in einer Bearbeitung von Sue Rose. Moralische Werte sind das A und O in der Familie von Traugott Hermann Nägler. Mit dem Tod seiner Schwester und dem von ihr verfassten Testament wird Traugotts Ehrbarkeit auf eine harte Probe gestellt, denn die lukrative Erbschaft ist mit einer heiklen Bedingung verknüpft … Für die ganze Familie gibt es den Juli über das von Wilhelm Busch inspirierte Theaterstück „Maxi & Moritz“, aufgeführt vom Kinderensemble „die Klostermäuse“. Das Stück ab drei Jahren ist eine bunte Geschichte über zwei wilde Rotzlöffel. Auf der Bühne wird gereimt, getanzt, gesungen, gelacht und gefoppt (www.klosterhofspiele.de). Zudem zeigt die Hans-Sachs-Spielgruppe, die durch ihre erfolgreichen Theateraufführungen weit über die Grenzen der Region bekannt ist, erneut den „Jedermann“ nach Hugo von Hofmannsthal in der fränkischen Textfassung von Rudolf Kelchner. Schauplatz der Aufführungen vom 08.Juni bis 28. Juli 2018 ist der Rathaus-Innenhof (www.hans-sachs-spiele.de).

Rother Schlossfestspiele

Vom 21.07. bis 12.08. geht es bei den Rother Schlossfestspielen um den „Bürger als Edelmann“, eine Komödie von Jean Baptiste Molière. Die Aufführungen finden im idyllischen Innenhof des Schlosses Ratibor statt (www.schlosshofspiele-roth.de).

Rosenberg-Festspiele in Kronach

Bei den Rosenberg-Festspielen in Kronach wird vom 10. bis 29. Juni auf der über der Altstadt aufragenden Festung die Komödie „Don Camillo und Peppone“ aufgeführt sowie die komödiantische Oper „Figaros Hochzeit“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch für Kinder und Familien hat das Freilichttheater auf einer der größten mittelalterlichen Festungsanlagen Deutschlands etwas dabei: Ottfried Preußlers „Räuber Hotzenplotz“ (www.rosenbergfestspiele.de).

 Blick auf die Festung Kronach Foto: D.Weirauch

Blick auf die Festung Kronach, Foto: D.Weirauch

Über die Burgenstraße e.V.

Die 1954 ins Leben gerufene „Burgenstraße“ zählt zu den traditionsreichsten Ferienstraßen Deutschlands. Beginnend in Mannheim führt sie 770 Kilometer nach Bayreuth, vorbei an mehr als 70 Schlössern und Burgen durch die Landschaften des Neckartals, der Fränkischen Schweiz und des Frankenwaldes. Die Touristikroute gewährt Reisenden einen historischen Einblick in das Mittelalter, den Barock und den Klassizismus. Weitere Informationen unter www.burgenstrasse.de

 

+ Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

+ Sesslach an der Burgenstraße

+ Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

+ Burgerlebniszentrum auf der Cadolzburg

+ einstige Markgräfliche Residenz Ansbach

+ Das Deutsche Burgenmuseum auf der Heldburg

+ Auf der Burgenstraße unterwegs

Die Recherche in Franken wurde ebenfalls  unterstützt von Franken Tourismus.

Schlösser und Burgen

Burgerlebnismuseum auf der Cadolzburg

Cadolzburg (28)

Wie kommt man zur Cadolzburg?  Kaum dem Regio aus dem 20 Kilometer entfernten Nürnberg entstiegen und im Ort Cadolzburg (bei Fürth) angekommen, ist erst einmal Umherirren angesagt. Kein Hinweisschild am Bahnhof weist im Juli auf das neue Burgenmuseum Cadolzburg hin. Also laufen wir Richtung Ort und suchen die Cadolzburg. Die müsste doch irgendwo am Horizont zu sehen sein. Zumindest war das bisher bei Burgen meist so. Bald sehen wir einen Turm und steuern darauf hin. Fehlanzeige. Es ist ein Aussichtsturm. Ein freundlicher Wanderer klärt uns dort auf: „Schauen Sie dort unten, da liegt die Cadolzburg.“

In der Tat, die Cadolzburg liegt inmitten des kleinen beschaulichen Ortes. Linkerhand befindet sich das Infozentrum und der Rundgang beginnt. Doch zuerst noch über eine Brücke in den Innenhof, der uns sofort gefangen nimmt. Unsere Zeitreise beginnt sodann. Denn das ist auf der Cadolzburg möglich.  Es ist das erste Burgerlebnismuseum in Deutschland. Mit einer Datenbrille kann man  „live“ bei einem spätmittelalterlichen Turnier dabei sein. Dieses virtuelle Erlebnis ist erstmals in einem deutschen Museum mit historischer Themenstellung zu erleben. Bedauerlicherweise war die Datenbrille bei unserem Besuch defekt.

Blick auf die Cadolzburg, Foto: D.Weirauch
Blick auf die Cadolzburg, Foto: D.Weirauch

Geschichte der Hohenzollern

Es gibt eine Menge zu erleben auf der Cadolzburg. So erklärt die Ausstellung „HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“ anschaulich, wie die Hohenzollern vor 600 Jahren in Franken und Brandenburg regiert und gelebt haben. Interaktive Medienstationen, Originalobjekte sowie aufwändige Reproduktionen machen die Blütezeit der Burg im 14. und 15. Jahrhundert für die Besucher lebendig.

Cadolzburg ist neue Attraktion in Franken

Fast 37 Millionen Euro wurden in den Wiederaufbau der Cadolzburg investiert. Sie ist nichjt nur in Franken eine Attraktion, sonder auch ein Highlight an der Burgenstraße, die durch die Landschaften des Neckartals, der Fränkischen Schweiz, des Frankenwaldes und des Fichtelgebirges bis nach Böhmen führt. Die Touristikroute gewährt Reisenden einen historischen Einblick in Mittelalter, Barock und Klassizismus.

Die Skulptur „Die Feder siegt über das Schwert“ vor der Cadolzburg, Foto: D.Weirauch
Die Skulptur „Die Feder siegt über das Schwert“ vor der Cadolzburg, Foto: D.Weirauch

Dass das Konzept der Museumsmacher um Dr.  Sebastian Karnatz und Uta Piereth aufgeht, zeigen die hohen Besucherzahlen allein in den ersten beiden Wochen nach Ausstellungseröffnung: Mehr als 10.000 Besucher besuchten das Mitmach-Museum.

Beliebtes Mitmachmuseum von Anfang an

Damit gibt es nun – nach dem Deutschen Burgenmuseum auf der Veste Heldburg in der Nähe von Coburg – mit der Cadolzburg eine weitere, spannende Anlaufstelle für historisch interessierte Gäste.

Mit der 3D-Brille durch die Cadolzburg Foto: Jörg Rofeld/ Bayerische Schlösserverwaltung
Mit der 3D-Brille durch die Cadolzburg Foto: Jörg Rofeld/ Bayerische Schlösserverwaltung
Neben Vido- gibt es auch Hörstationen auf der Cadolzburg, Foto: D.Weirauch
Neben Vido- gibt es auch Hörstationen auf der Cadolzburg, Foto: D.Weirauch

Kurz zur Geschichte: Der Markt Cadolzburg gelangte um das Jahr 1250 in den Besitz der hohenzollerschen Burggrafen zu Nürnberg.  Warum blieben die Burggrafen nicht einfach in Nürnberg? Der Grund liegt in der schwierigen Machtkonstellation innerhalb des Stadtgebietes. Nürnberg war damals eine aufstrebende und immer mächtiger werdende freie Reichsstadt.

Eindrucksvoll wird die Baugeschichte der Cadolzburg erläutert. Foto: d.Weirauch
Eindrucksvoll wird die Baugeschichte der Cadolzburg erläutert. Foto: d.Weirauch

Damit stellte sie für die Hohenzollern, die nur über wenig Land und zugesicherte Rechte in und um die Stadt verfügen, eine Herrschaftskonkurrenz dar.Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Teile der Burg. Im 14. Und 15. Jahrhundert wurde die Burg zum Zentrum ihrer Herrschaft in Franken. Die  Cadolzburg blieb über 200 Jahre lang bevorzugter Wohnsitz der fränkischen Hohenzollern und empfing Fürsten, Könige und Kaiser als Gäste.

In Workshops mit dem Steinmetzmeister Christoph Bücker können Sie ein altes Handwerk neu erleben. Foto: Bayerische Schlösserverwaltung.
In Workshops mit dem Steinmetzmeister Christoph Bücker können Besucher ein altes Handwerk neu erleben. Foto: Bayerische Schlösserverwaltung.

Der Niedergang der Cadolzburg gipfelte im Verlassen der Burg Ende des 18. Jahrhunderts. Ende des Zweiten Weltkrieges fiel die Burg einem Artilleriebeschuss zum Opfer und brannte nahezu völlig aus.  Erst im Jahr 1982 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen.

Das Neue Schloss mit dem neuen Treppenanbau des Architekturbüros Claus + Forster,
Das Neue Schloss mit dem neuen Treppenanbau des Architekturbüros Claus + Forster,Foto: D.Weirauch
In der Burgküche mit dem Ochsenschlot genannten Abzug duftet es nach Ochsenbraten. Damnk Duftpatrone. Foto: D.Weirauch
In der Burgküche mit dem Ochsenschlot genannten Abzug duftet es nach Ochsenbraten. Damnk Duftpatrone. Foto: D.Weirauch

Das nun eröffnete Erlebnismuseum lässt das alte Leben auf der Burg in neuem Licht erstrahlen und gibt vor allem einen umfassenden Überblick über die Herrschaft der Hohenzollern.

Informationen zur Cadolzburg

  • Adresse: Burg Cadolzburg, 90556 Cadolzburg, Tel. 09103 70086 – 22/21
  • Mail: burg-cadolzburg@bsv.bayern.de
  • Internet: www.burg-cadolzburg.de
  • Ö­ffnngszeiten:
  • April – September: 9.00 – 18.00 Uhr
  • Oktober – März: 10.00 – 16.00 Uhr
  • Montags geschlossen
  • Eintrittspreise:
  • 7,- Euro regulär · ermäßigt 6,- Euro
    (inklusive Multimediaguide)
  • Kombiticket
    Cadolzburg + Kaiserburg Nürnberg
    12,- Euro regulär · 10,- Euro ermäßigt
  • Kombiticket
    Cadolzburg + Historisches Museum Cadolzburg
    8,50 Euro regulär · 6,50 Euro ermäßigt
  • Burggarten: Eintritt frei

  • Freier und ermäßigter Eintritt
  • Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.
  • Regelmäßig stattfindende Führungen
  • „HerrschaftsZeiten – Die Cadolzburg im Spätmittelalter“ (75 Minuten)
    Wann: Samstag 11 und 14 Uhr · Sonntag 11 Uhr
    Kosten: 2,- Euro pro Person + Eintritt
  • Familienführung
    „HerrschaftsZeiten – So lebten die Hohenzollern auf der Cadolzburg“
     (75 Minuten)
    Wann: Sonntag 14 Uhr
    Kosten: 2,- Euro pro Kind; Erwachsene benötigen lediglich eine Eintrittskarte.

Die Recherche in Franken wurde unterstützt von Franken Tourismus.

Hier weitere Beiträge zu Franken.

Weitere Informationen/Buchtipps:

Unbedingt lesenswert ist der umfangreiche Katalog zur Geschichte der Cadolzburg als Herrschaftssitz der Fränkischen Zollern im Mittelalter. Bayerische Schlösserverwaltung, Bd. XII; 40 Euro.

sowie von Dr. Sebastian Karnatz: “Burgen, Klöster, Residenzen. Eine Reise zu den Orten der Hohenzollern in Franken”. Verlag ars vivendi, 15 Euro.

Kurator Dr. Sebastian Karnatz hat den Führer zu den Burgen der Hohenzollern verfasst. Foto: D.Weirauch
Kurator Dr. Sebastian Karnatz hat den Führer zu den Burgen der Hohenzollern verfasst. Foto: D.Weirauch

 

Demnächst lesen Sie hier mehr zu weiteren Stationen zu den Hohenzollern in Franken:

+ Plassenburg über Kulmbach mit der Ahnengalerie der Hohenzollern

+ Die Grablege der Hohenzollern im Münster von Heilsbronn

 

ReiseSchlösser und Burgen

Die einstige Markgräfliche Residenz Ansbach

4293312_ansbach_rokoko-festspieleRokoko Festspiele in Ansbach, Foto: Franken-Tourismus

Preußische Prinzessinnen haben nicht nur in Brandenburg – Preußen ihre Spuren hinterlassen. Auch in Franken kann man beispielsweise zwei Schwestern von Preußenkönig Friedrich dem Großen begegnen: in Bayreuth und Ansbach. Die einstige Markgräfliche Residenz Ansbach

Blick auf die Reidenz Ansbach, im Vordergrund eine Kunstinstallaition, Foto: D.Weirauch
Blick auf die Reidenz Ansbach, im Vordergrund eine Kunstinstallaition, Foto: D.Weirauch

Die ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, am Rand der Altstadt gelegen, gehört zu den bedeutendsten baulichen Zeugnissen des 18. Jahrhunderts in Franken.

Friedrich der Große war in der Residenz Ansbach

Markgräfin Friederike Luise, Schwester Friedrich des Großen, war mit dem Markgrafen zu Brandenburg-Ansbach verheiratet. Verbürgt sind ein oder zwei Besuche des Preußenkönigs bei seiner Schwester. Daran erinnert ein Gemälde in einem der 27 prächtig ausgestatteten Rokokoräumen, die man bei einer etwa einstündigen Führung erleben kann.

In der Galerie einen Ehrenplatz: Friedrich der Große, Foto: D.Weirauch
In der Galerie einen Ehrenplatz: Friedrich der Große, Foto: D.Weirauch

Sehenswert: Spiegelkabinett und Meißner Porzellan

Sehenswert sind vor allem der doppelgeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett mit seiner Sammlung von Meißener Porzellan sowie der Kachelsaal mit rund 2.800 Fliesen aus der ehemaligen Ansbacher Fayencemanufaktur. Ebenfalls interessant ist die Sammlung Ansbacher Fayencen und Porzellane.

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Rokoko-Werke in der markgräflichen Galerie

Neben dem Studium des Deckenfresko des Festsaals von Carlo Carlone sollte man längere Zeit in der Gemäldegalerie mit Werken des Rokoko und Gemälden aus der ehemals markgräflichen Galerie (Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen) verweilen.

Blick in das Markgräfliche Schloss Ansbach, Foto: D.Weirauch
Blick in das Markgräfliche Schloss Ansbach, Foto: D.Weirauch

Die Markgräfliche Residenz Ansbach entwickelte sich aus einer spätmittelalterlichen Anlage. Ihre jetzige Gestalt erhielt sie im 18. Jahrhundert durch Gabriel di Gabrieli und Karl Friedrich von Zocha. Leopold Retti schuf die Innenausstattung des frühen Rokoko.

Die einstige Markgräfliche Residenz Ansbach

Heute ist ein Großteil der Schlossanlage Sitz der Regierung von Mittelfranken. Ansbach liegt an der Burgenstraße.

Hofgarten mit Orangerie

Gegenüber der Residenz Ansbach lädt der Hofgarten zum Verweilen ein. In der Parkanlage, zu der eine Orangerie gehört, kann man auch einen Rosen- und Heilkräutergarten besichtigen. Von 1726 bis 1743 wurde die Orangerie mit einem vorgelagerten Parterre und zwei seitlich angeordneten Lindensälen errichtet. Noch heute überwintern darin die empfindlichen Pflanzen.

Die Rokoko-Festspiele ziehen jährlich viele Besucher an, Foto: D.Weirauch
Die Rokoko-Festspiele ziehen jährlich viele Besucher an, Foto: D.Weirauch

Unbedingt besuchen: die Rokoko-Spiele Anfang Juli

Im Hofgarten finden alljährlich Anfang Juli die Rokoko-Spiele statt, bei denen vor der Kulisse der Orangerie der Glanz des Ansbacher Hofes zu neuem Leben erwacht. Die Anlage wurde in Anlehnung an französische Vorbilder erbaut. Die Nordseite des Gebäudes wurde der Kolonnade des Louvre, die Südseite dem Grand Trianon in Versailles nachempfunden. Auch ein Café und Restaurant befindet sich im Hofgarten.

Blick auf die Ansbacher Residenz

Kübelpflanzen und Sommerbepflanzung

Die Frühjahrs- und Sommerbepflanzung im Parterre mit Blumen wird in Anlehnung an barocke Musterbücher in artenreicher Anordnung gezeigt. Das von der Orangerie im Sommer präsentierte Sortiment von Kübelpflanzen besteht aus Zitronen-, Pomeranzen-, Oliven-, Pistazien-, Lorbeer- sowie Erdbeerbäumen.

Im Hofgarten wurde Kaspar Hauser ermordet

Den Hofgarten der Markgräflichen Residenz kann man am besten mit einer Führung gut erleben. Denn das Auge sieht nur das, was es weiß, so eine alte Gärtnerweisheit. Denkmale und Gedenktafeln erinnern in dem großzügigen Park etwa an den Botaniker Leonhart Fuchs, zu dessen 500. Geburtstag im Jahr 2001 ein vielfältiger und interessanter Heilkräutergarten angelegt wurde. Ebenfalls gibt es, teilweise versteckt, Denkmale für den Dichter Johann Peter Uz, an den markgräflichen Minister Freiherr von Benkendorff und natürlich an das Findelkind Kaspar Hauser.

An dieser Stelle im Hofgarten von Ansbach soll Kaspar Hauser ermordet worden sein, Foto: D.Weirauch
An dieser Stelle im Hofgarten von Ansbach soll Kaspar Hauser ermordet worden sein, Foto: D.Weirauch

Am 14. Dezember 1833 wurde im Hofgarten Kaspar Hauser, das „Kind von Europa“, unter mysteriösen Umständen niedergestochenl Noch immer lautet die Frage: Prinz oder Nichtprinz. In Kasper Hauser wird ein vertauschter Erbprinz von Baden vermutet, was aber bis heute auch durch Genanalysen nicht belegt werden konnte.

Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch
Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch

Residenz Ansbach – Informationen

  • Öffnungszeiten: April-September: 9-18 Uhr, Oktober-März: 10-16 Uhr, tgl. außer Montag, Neujahr, Faschingsdienstag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester
    Führungen: April-September: stündlich von 9-17 Uhr, Oktober-März: stündlich von 10-15 Uhr
    Eintritt: 4,50, ermäßigt 3,50 Euro
    Kontakt: Schloss-und Gartenverwaltung Ansbach, Promenade 27, 91522 Ansbach, Tel.: 0981/ 95 38 39-0, E-Mail: sgvansbach@bsv.bayern.de
    Internet: www.schloesser.bayern.de
  • Übernachten: Hotel Bürger-Palais, Neuistadt 48, 91522 Ansbach, tel.: 0981/95131

hier weitere Infos zu Franken

Die Recherche in Ansbach wurde unterstützt von Franken Tourismus.

Empfehlenswertes Hotel mit Bratswurstube: Bürgerpalais Ansbach, zentral gelegen und freundlicher und flinker Service. ein Haus, in dem ich mich immer wieder wohlfühle.

Ansbach ist eine Station an der Burgenstrasse.

ReiseSchlösser und Burgen

Auf der Burgenstraße: unterwegs von Mannheim nach Prag

Burgenstraße - logo
  • Burgenstraße:  1954 gegründet, zwischen Mannheim und Prag
  • Traditionsreiche Ferienstraße Deutschland
  • Länge: 1.200 Kilometer mit über 90 Schlösser und Burgen

Die Burgenstraße gewährt Reisenden einen historischen Einblick in Mittelalter, Barock und Klassizismus. Auf der beliebten  touristischen Route, die von Mannheim über Heilbronn und Nürnberg bis nach Prag führt, kann man in Baden-Württemberg, Bayern und Tschechien zahlreiche Burgen, Schlösser und Ruinen, aber auch mittelalterliche Stadtkerne erleben. Auf der Burgenstraße: unterwegs von Mannheim nach Prag

In Mannheim geht’s los

1954 wurde die Strecke zwischen Mannheim und Nürnberg zur Burgenstraße erklärt, 1994 weitete man sie bis nach Prag aus. Startpunkt ist am Ehrenhof des Schlosses in Mannheim, Stationen sind das Neckartal, das Hohenloher Land, die Frankenhöhe, die Fränkische Schweiz, das Fichtelgebirge und der Kaiserwald. myEntdecker stellt einige Highlights der Burgenstraße vor.

Kaiserpfalz in Bad Wimpfen

Rund 15 Kilometer nördlich von Heilbronn kommt man auf der gut ausgeschilderten Burgenstraße nach Bad Wimpfen. Über dem steilen Tal liegt Wimpfen mit sehenswerten Fachwerkhäusern. Schon von fern beeindruckt die markante Silhouette der einst größten Kaiserpfalz nördlich der Alpen mit Rotem und Blauem Turm, der Pfalzkapelle, den Arkaden des staufischen Palas und dem Steinhaus.

Rundgang mit  TürmerinDie Türmertradition auf dem Blauen Turm blieb über Jahrhunderte bis heute ununterbrochen erhalten. Blanca Knodel gilt als die einzige Türmerin in Deutschland. Sie fungiert gleichzeitig als „höchste“ Stadtführerin und erklärt gern bei einem Rundgang in luftiger Höhe von 33 Metern die ihr zu Füßen liegende pittoreske Altstadt. Adresse Kaiserpfalz: Burgviertel, Bad Wimpfen, Info: www.badwimpfen.de

Auf Burg Guttenberg

Hoch oben über dem Neckar, rund 60 Kilometer Kilometer von Heidelberg entfernt, liegen die imposanten Burgen Guttenberg und  Hornberg.
Burg Guttenberg, die der Familie von Gemmingen gehört, besitzt eine der seltenen genannten Holzbibliotheken. In kunstvollen Holzkästchen sind die wichtigsten Bestandteile verschiedener Waldgewächse untergebracht.

Ebenfalls sehenswert ist die Deutsche Greifenwarte auf der Burg Guttenberg mit über 100 Greifvögeln, von denen einige bei den täglichen Flugschauen zu erleben sind. Adresse: Burgstraße 1, Haßmersheim. www.burg-guttenberg.de

Götz von Berlichingen

Auf der anderen Talseite grüßt Burg Hornberg, die seit Jahrhunderten der Familie von Guttenberg gehört. Im rustikal eingerichteten  Burghotel kann man sehr gut speisen und übernachten. Der zur Burg gehörende Weinberg wird zu den ältesten noch bestehenden Weingütern der Welt gezählt.

Auf immer verbunden ist der Hornberg aber mit Götz von Berlichingen. Der „Ritter mit der eisernen Hand“ erwarb die Burg 1517 und lebte dort bis zu seinem Tode 1562. Johann Wolfgang von Goethe nahm dessen Lebensgeschichte als Vorlage für seinen „Götz von Berlichingen“. Adresse: Burg Hornberg 1, Neckarzimmern. www.burg-hotel-hornberg.de

Rothenburg ob der Tauber

Von der einstigen Burg Rothenburg selbst sind nur noch das Burgtor aus dem 12. Jahrhundert, der älteste und zugleich höchste Torturm der Stadt sowie der idyllische Burggarten erhalten. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Stadtsilhouette und das Taubertal.

Achtzehn Stationen durchläuft die Burgenstraße in Bayern zwischen Rothenburg ob der Tauber und Bayreuth. Sie passiert historisch bedeutende Städte wie Nürnberg, Bamberg, Coburg und Kulmbach und durchläuft Landschaften wie die Fränkische Schweiz, die Haßberge oder den Frankenwald. Besonders sehenswert sind Rothenburg sowie das auf der Unesco-Welterbe Liste stehende Bamberg.

Markgräfliche Residenz Ansbach

Die ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach gehört zu den bedeutendsten baulichen Zeugnissen des 18. Jahrhunderts in Franken. Markgräfin Friederike Luise, Schwester Friedrichs des Großen, war mit dem Markgrafen zu Brandenburg-Ansbach verheiratet.

ansbach

Sehenswert in der Residenz sind u.a. der doppelgeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett mit Meißener Porzellan sowie der Kachelsaal mit rund 2.800 Fliesen aus der einstigen Fayencemanufaktur Ansbach. Bei einer Schlossführung kann man 27 Prunkräume bestaunen. Adresse: Promenade 27, Ansbach. Geöffnet April-Sept, Di-So, 9-18 Uhr; Okt.-März, Di-So, 10-16 Uhr. Eintritt 4,50, erm. 3,50 Euro.

Kaspar Hauser in Ansbach

Gegenüber der Residenz lädt die Orangerie (Promenade 33, Ansbach, www.orangerie-ansbach.de) mit Hofgarten und Café ein. Sie ist vor allem mit Kaspar Hauser verbunden. Am 14. Dezember 1833 wurde hier Kaspar Hauser, das „Kind von Europa“, unter mysteriösen Umständen niedergestochen. Ein Kaspar-Hauser-Museum in Ansbach will Licht in das nach wie vor dunkle Kapitel bringen. Adresse: Markgrafenmuseum, Kaspar-Hauser-Platz 1, Okt.-April, Di-So, 10-17, Mai-Sept, tgl. 10-17 Uhr, Eintritt: 3,50, erm. 2 Euro.

Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch
Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch

Rokoko-Festspiele in der Orangerie

Im Hofgarten finden alljährlich Anfang Juli die Rokoko-Spiele statt, bei denen vor der Kulisse der Orangerie der Glanz des Ansbacher Hofes zu neuem Leben erwacht. Die Anlage wurde in Anlehnung an französische Vorbilder erbaut. Info: www.rokoko-festspiele.de

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Der Kammersänger auf Burg Abenberg

Ein kaum bekanntes Kleinod an der Burgenstraße ist Burg Abenberg im gleichnamigen Ort. Zwei Türme, der schlanke „Luginsland“ und der wuchtige „Schottenturm“, bestimmen die markante Silhouette der Burg. Beide wurden erst in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut. Im 11. und 12. Jahrhundert saßen auf der Burg die Hochstiftsvögte der Bischöfe von Bamberg.

Klöppelmuseum auf Burg Abenberg

1875 erwarb ein Münchner Kunsthändler die Burg, danach kaufte Kammersänger Anton Schott die Anlage und errichtete den „Schottenturm“. In dem Turm kann man heute wohnen. Auf der Burg befinden sich ein Museum für fränkische Geschichte und seit 2001 ein überregional bekanntes Klöppelmuseum. Das Burgerstaurant ist bekannt für seine preigekrönte fränkische Küche. Adresse Burg Abenberg: Burgstraße 16, Info Museen: www.museen-abenberg.de

Kaiserburg Nürnberg

Die als staufische Pfalz gegründete Kaiserburg in Nürnberg (Burg 13, Nürnberg, geöffnet April-Sept., 9-18 Uhr; Okt.-März, 10-16 Uhr, Info: www.kaiserburg-nuernberg.de) gehört zu den Highlights der Burgenstraße. Die um 1200 erbaute Doppelkapelle ist ältester Bestandteil der mächtigen Kaiserbrug und zeugt von der mittelalterlichen Hierarchie, die selbst im Gottesdienst Adel und König von dem gemeinen Volk abhob. Darüber hinaus unterhält das Germanische Nationalmuseum eine Zweigstelle auf der Burg.

Erlebenswert ist in der Weihnachtszeit übrigens der weltberühmte Nürnberger Christkindlesmarkt.

Aktivurlaub an der Burgenstraße

Aktivurlauber können an der Burgenstraße mit historischen Gemäuern im Blick Wandern, Rad- und Kanufahren. Viele der 90 Burgen und Schlösser liegen auf Anhöhen über Flüssen wie Neckar, Regnitz und Moldau. Urlauber mit Mountain-Bikes und Wanderschuhen sind in den historischen Stätten an der Burgenstraße gern gesehen. Anlegen kann man oftmals mit Kanu direkt am Fuße der Burgen.

Traumblick vom Fluss aus

Gerade im Neckartal hat man vom Fluss aus einen tollen Blick auf die zahlreichen Burgen am Weg von Heidelberg nach Heilbronn. Eine ungewöhnliche Perspektive bietet eine Kanutour, die beispielsweise von Haßmersheim nach Neckargerach im Canadier 36 Euro kostet. Für die rund 20 Kilometer auf dem Wasser sollte man einen Tag einplanen.

192 Kilometer lange Radtour

Wer das Wasser scheut, findet im Radtourenbuch vom Esterbauer Verlag zahlreiche Inspiration, beispielsweise auf der Route von Bayreuth nach Bamberg. Die Route ist 192 Kilometer lang, es gibt nicht allzu viele Höhenmeter zu bewältigen – und alle paar Kilometer laden Sehenswürdigkeiten wie die großen Festungen in Kronach, Kulmbach sowie Coburg zu einem Stopp ein.

Über Bäderdreieck bis Prag

Die Fränkische Schweiz und das Fichtelgebirge warten mit ihren wunderbaren Naturlandschaften. In Tschechien führt die Reise entlang der Burgenstraße durch das historische Bäderdreieck mit Marienbad und Karlsbad  vorbei an der Bierstadt Pilsen bis in die Goldene Stadt Prag.

Burgenstraße – Informationen

Reise

Lebkuchen, Glühwein und leuchtende Kinderaugen

Weihnachten in Rothenburg, Foto Burgenstrasse

Über 40 Weihnachtsmärkte laden an die Burgenstraße ein

Jahr für Jahr locken die Weihnachtsmärkte im November und Dezember bundesweit rund 85 Millionen Besucher an. Etwa zwei Millionen kommen einer Studie der IFT Freizeit- und Tourismusberatung zufolge eigens aus dem Ausland, um diese deutsche Weihnachtstradition zu erleben. Nach Angaben des Bundesverbands der Schausteller und Marktkaufleute geben die Besucher auf den über 2.500 Weihnachtsmärkten zwischen Garmisch und Flensburg jährlich rund fünf Milliarden Euro aus. Besonders beliebt sind dabei die Weihnachtsmärkte vor historischer Kulisse mit Fachwerkhäusern, Burg oder Schloss im Hintergrund.

Entlang der 1.200 Kilometer langen Burgenstraße, die sich quer durch den Süden Deutschlands von Mannheim über Heilbronn, Nürnberg und Bayreuth bis Tschechien schlängelt, ist die Auswahl an solchen Weihnachtsmärkten groß.

Mehr als 40 große und kleine Märkte sind unter www.burgenstrasse.de aufgelistet. 

Reise

Radeln entlang der Burgenstrasse

Welch ein Vergleich:  Wie eine Boa schlängelt sich die Burgenstraße auf 1.200 Kilometer Länge von Mannheim durch den Süden Deutschlands bis nach Prag in Tschechien.  Aktivurlauber können hier – mit historischen Gemäuern im Blick – Wandern, Rad- und Kanufahren.

Aktivurlaub vor historischer Kulisse zwischen Mannheim und Prag

Viele der über 90 Burgen und Schlösser liegen auf Anhöhen über Flüssen wie Neckar, Regnitz und Moldau, von denen die einstigen Besitzer  schon früh erkennen konnten, ob Freund oder Feind in Anmarsch ist. Inzwischen stürmen Urlauber mit Mountain-Bikes und Wanderschuhen die historischen Stätten und legen mit ihren Kanus am Fuße der Burg an. Im neuen Reisemagazin der Burgenstraße, das ab sofort kostenlos erhältlich ist bei der Geschäftsstelle  (Tel. 07131/97350110 oder E-Mail: info@burgenstrasse.de) angefordert werden kann, finden Aktivurlauber Tipps für Radtouren, Wanderrouten und zum Kanu fahren.

Radeln entlang der Burgenstraße

 Wandern, Radeln und Kanu fahren auf der Burgenstraße

Gerade im Neckartal hat man vom Fluss aus einen tollen Blick auf die zahlreichen Burgen am Weg von Heidelberg nach Heilbronn. Eine ungewöhnliche Perspektive bietet eine Kanutour, die beispielsweise von Haßmersheim nach Neckargerach im Canadier 36 Euro kostet. Für die rund 20 Kilometer auf dem Wasser sollte man einen Tag einplanen. Übrigens: Im Langbein-Museum in Hirschhorn führt im Audio-Guide Mark Twain durch das Museum, der auf dem Floß das Neckartal erkundet hat. Im Museum sind genau die ausgestopften Tiere zu sehen, die Twain nachts bei seiner Ankunft in Hirschhorn erschreckt haben.

Schlösser und Burgen

Hotels an der Burgenstrasse

Gleich drei neue Hotels haben sich der Initiative „Burgenstraße Premium-Partner“ angeschlossen. Der Bayrische Hof in Heidelberg, das Hotel Zum Erbprinzen in Schwetzingen und das Hotel Victoria in Nürnberg gehören ab sofort dazu. Der Verbund entlang der 1.200 Kilometer langen Ferienroute, die von Mannheim bis nach Prag führt, umfasst damit 17 Hotels.

Urlauber können zwischen 17 Hotels entlang der historischen Reiseroute wählen

Die individuell geführten Häuser, die jetzt eine Treuekarte für Gäste eingeführt haben, bieten Arrangements, die Aufenthalte an der Burgenstraße mit kulinarischen Erlebnissen der jeweils regionalen Küche verbinden. Einige Angebote enthalten beispielsweise Stadt-, Nachtwächter- oder Höhlenführungen, Ausflüge in Weinberge, Museumsbesuche sowie Bootsfahrten. Die Premium-Partner Hotels vervollständigen durch ihren Charme oder ihre Lage in sehenswerter Umgebung das Erlebnis der Reise durch die Zeit der Ritter, Burgdamen, Fürsten und Könige. Prospektanforderung unter info@burgenstrasse.de, Infos und Buchungen unter www.hotels-burgenstrasse.de.

Über die Burgenstraße e.V.

Die 1954 ins Leben gerufene „Burgenstraße“ zwischen Mannheim und Prag zählt zu den traditionsreichsten Ferienstraßen Deutschlands. Beginnend in Mannheim führt sie 1.200 Kilometer vorbei an mehr als 90 Schlössern und Burgen durch die Landschaften des Neckartals, der Fränkischen Schweiz, des Frankenwaldes und des Fichtelgebirges bis nach Böhmen. Die Touristikroute gewährt Reisenden einen historischen Einblick in das Mittelalter, den Barock und den Klassizismus.

Weitere Infos erhalten Sie hier bei der Burgenstrasse.

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdkeiten entlang der Burgenstrasse.uf