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Potsdam

111 Orte in Brandenburg, die uns Geschichte erzählen

11 Orte in Brandenburg, die uns Geschichte erzählen11 Orte in Brandenburg, die uns Geschichte erzählen

Wie schnell sich Bezeichnungen oder Sachverhalte ändern, wird an dem jetzt im Emons Verlag  erschienenen Band von Paul Stänner: „111 Orte in Brandenburg, die uns Geschichte erzählen“ deutlich. Brandenburg ist voller Geschichte. Soldaten sind kreuz und quer durch das Land gezogen, haben Schlachten geschlagen, Siege und Niederlagen eingefahren.  Erfinder haben hier ihre Entwürfe ausprobiert, so die drahtlose Telegrafie (Graf Arco). Graf Arco liegt auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchof begraben, wegen seiner angeblichen Vorliebe für schnelle rote Autos wurde er von Zeitgenossen einst auch als „Der rote Graf“ bezeichnet“.

Stahnsdorfer Südwestkirchhof
Im norwegischen Stil errichtete Kapelle auf dem Stahsdorfer Südwestkirchhofs, Foto: D.Weirauch

Viel kann man entdecken in Brandenburg. Der Journalist Paul Stänner, gebürtiger Münsterländer und seit Jahren in Berlin tätig, hat spannende e Geschichten in dem Buch versammelt. Die von Harry S. Truman während der Potsdamer Konferenz bewohnte Villa am Potsdam-Babelsberger Griebnitzsee gehört ebenso dazu wie das Schloss des Berliner Eisenkönigs Louis Ravene im heute zu Potsdam gehörenden Ortsteil Marquardt. Ab 1932 verkehrten in dem zum Kempinskihotel und Nobelrestaurant umgewandelten Schloss am Schlänitzsee die Größen der Zeit. Heute dient das von aussen lädierte Schloss vor allem als Hochzeitsschloss und begehrte Filmkulisse.

Schloss Marquardt am Schlänitzsee, Foto: D.Weirauch
Schloss Marquardt am Schlänitzsee, Foto: D.Weirauch

Kloster Zinna bei Jüterbog darf natürlich wie die Nikolaikirche von Jüterbog in keinem Geschichtenbuch über Brandenburg nicht fehlen.

Kloster Zinna bei Jüterbog, Foto: D.Weirauch
Kloster Zinna bei Jüterbog, Foto: D.Weirauch

Ebenso das von Karl Friedrich Schinkel geschaffene Denkmal für Königin Luise in Gransee. Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal und das Einsteinhaus in Caputh, Kloster Chorin und Pücklers Schloss Branitz sind ebenso vertreten wie das Hakenbergdenkmal,

Blick auf das Denkmal von Hakenberg
Blick auf das Denkmal von Hakenberg

zur Erinnerung an die legendäre Schlacht von Fehrbellin aufgestellt.

Schloss Branitz bei Cottbus
Schloss Branitz bei Cottbus, Foto: D.Weirauch

Alles in allem ein lesenswerter Band, nicht nur für den Brandenburg-Touristen. Selbst ich konnte darin Neues erfahren. So beispielsweise über den Scharfenberg bei Wittstock in der Prignitz.

Erinnerungsstätte auf dem Scharfenberg bei Wittstock in der Prignitz, Foto: D.Weirauch
Erinnerungsstätte auf dem Scharfenberg bei Wittstock in der Prignitz, Foto: D.Weirauch

Paul Stänner: 111 Orte in Brandenburg, die uns Geschichte erzählen, mit zahlreichen Fotografien, Broschur, 240 Seiten, Emons Verlag, 16,95 Euro

Ebenfalls lesenswert der Titel “111 Orte Brandenburgs, die man gesehen haben muß”. Hier meine Besprechung von “111 Orte, die man in Potsdam gesehen haben sollte”.

Hier geht es zur Seite des Emons Verlages.

Reise

Geehrt: Baumkronenpfad, Alte Ölmühle und Seenland Oder-Spree

Baumkronenpfad Beelitz (14)

Sie haben es verdient: die Leuchttürme des Tourismus im Land Brandenburg. Mit dem diesjährigen Tourismuspreis wurden auf der ITB geehrt:

Platz 1: Baum & Zeit Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten

Die Beelitzer Heilstätten sind das größte Flächendenkmal Brandenburgs, das auf eine über 100-jährige wechselhafte Geschichte zurückblicken kann. Das Gelände hat viele Nutzungen erfahren. Bis Anfang der 1990er Jahre war es militärisch geprägt.

Baumkronenpfad Beelitz (12)

Foto: D. Weirauch

Das erklärte Ziel von Baum & Zeit besteht darin, die besondere Atmosphäre dieses Ortes mit der touristischen Erschließung zu erhalten und erfahrbar zu machen: Ein Transformationsprozess, der optimal gelungen ist. In einer Höhe von 20 Metern spazieren die Gäste auf dem Baumkronen- und Zeitreisepfad Beelitz-Heilstätten über einen breiten Steg und blicken auf eine ausgedehnte, teils verwilderte Parklandschaft sowie verlassene und verwunschen wirkende Gebäude. Die besondere Magie des Ortes entsteht durch die einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte, die spannend inszeniert und zugänglich gemacht wird. Das aufregende Höhenerlebnis ist für alle Altersgruppen geeignet und komplett barrierefrei inszeniert.

Baumkronenpfad Beelitz (29)

Der Baumkronenpfad ist erst der erste Teil der Erschließung des Areals. Bislang wurden 7,5 Millionen Euro privaten Kapitals in die touristische Erschließung des wohl bekanntesten Bereiches der historischen Beelitzer Heilstätten investiert. Mit der ersten Ausbaustufe des Baumkronenpfades rund um die Weltkriegsruine des Alpenhauses und der Rückgewinnung von 7 Hektar  Wald-Park erleben Besucher bereits heute den Charme, den das gesamte Gelände später ausstrahlen soll. Weitere Projekte, wie die Sanierung der Gebäude und die Herrichtung des Parkareals, sind bereits in Planung.

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Foto: D. Weirauch

Die Transformation der ehemals militärischen Liegenschaft in ein außergewöhnliches Tourismusziel, das in hohem Maße bewegt und begeistert, hat die Jury überzeugt. “Kultiviert, beruhigend, natürlich” – die Anlage repräsentiert alle drei Markenwerte der Tourismusmarke Brandenburg auf optimale Weise und ist dadurch ein Angebot für viele unterschiedlichen Zielgruppen.

Baumkronenpfad Beelitz (45)

Mehr im Internet unter: baumundzeit.de

2. Preis: Alte Ölmühle Wittenberge

Die denkmalgeschützten Gebäude der Alten Ölmühle in Wittenberge liegen direkt an der Elbe, der Elberadweg führt an der Haustür vorbei.

Die Alte Ölmühle in Wittenberge, Foto: Alte Ölmühle
Die Alte Ölmühle in Wittenberge, Foto: Alte Ölmühle

Ein denkmalgeschütztes Ensemble wurde behutsam in Wert gesetzt und ist heute ein Paradebeispiel für sinnvoll entwickelte historische Industriekultur. Ein Hotel mit Tagungsbereich, ein Restaurant mit Hausbrauerei, ein Kletter- und ein Tauchturm sowie ein Freigelände mit sommerlichem Beachbereich finden die Gäste hier vor. Ein über 2.000 qm großer Wellnessbereich mit Saunagarten auf dem Dach ist zur Zeit im Bau.

Jan und Lutz Lange entwickelten die Alte Ölmühle, Foto: D.Weirauch
Jan und Lutz Lange entwickelten die Alte Ölmühle, Foto: D.Weirauch

Mit Ausdauer, unternehmerischer Weitsicht und Durchhaltevermögen hat die Familie Lange als klassischer Familienbetrieb über die Jahre einen touristischen Leuchtturm geschaffen, dessen Strahlkraft die gesamte Prignitz inspiriert. Die Strategie der Inhaber-Familie ist dabei nicht nur auf Radtouristen und Individualurlauber ausgelegt.

Die Alte Ölmühle in Wittenberge, nah an der Elbe, Foto: D.Weirauch
Die Alte Ölmühle in Wittenberge, nah an der Elbe, Foto: D.Weirauch

Die Alte Ölmühle hält auch für Gruppengeschäft und Paketanbieter attraktive Angebote bereit. Die gelungene Verbindung von Industriekultur mit dem Naturraum der Elbauen macht das Angebot der Alten Ölmühle zum Botschafter für die touristische Marke Brandenburg, dies hat die Jury ganz besonders überzeugt.

Hotel in einstiger Fabrikantenvilla, Foto: D.Weirauch
Hotel in einstiger Fabrikantenvilla, Foto: D.Weirauch
In den alten Öltürmen wurden ein Kletterturm sowie ein Tauchcenter eingebaut, Foto: D.Weirauch
In den alten Öltürmen wurden ein Kletterturm sowie ein Tauchcenter eingebaut, Foto: D.Weirauch

Mehr im Internet hier: www.oelmuehle-wittenberge.de

3. Preis: Entdeckertouren des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree

Die Reiseregion Seenland Oder-Spree hat neben so bekannten Zielen wie der Märkischen Schweiz und dem Schlaubetal auch viele Orte zu bieten, die durchaus als Geheimtipps gelten können und die die Gäste der Region vielleicht nicht auf den ersten Blick entdecken.

Auf dem Oder- Neiße- Radweg, Foto: D.Weirauch
Auf dem Oder- Neiße- Radweg, Foto: D.Weirauch

Der Tourismusverband Seenland Oder-Spree hat daher zusammen mit 150 Partnern und Anbietern 44 Tipps für Tagestouren ausgearbeitet, die per Rad, zu Fuß, im Kanu oder im Auto erlebbar sind und in der Broschüre “Entdeckertouren” präsentiert werden. Auch individuelle Tipps der Anbieter sind eingeflossen. Sie verraten zum Beispiel die schönsten Badestellen oder Picknickplätze. Zur Vermarktung und Kommunikation der Broschüre wurde eine schlüssige Strategie gewählt, die On- und Offline-Wege geschickt kombiniert. So gibt es eine Übersichtskarte und QR-Codes sowie eine dazugehörige Website, die die Angebote alle auch online verfügbar macht. Die Jury hat insbesondere die konsequente und zielgruppengenaue Aufbereitung der “Entdeckertouren” überzeugt.

Ein Highlight am Oder-Neiße-Radweg ist das Kloster Neuzelle, Foto: D. Weirauch
Ein Highlight am Oder-Neiße-Radweg ist das Kloster Neuzelle, Foto: D. Weirauch

Der Tagestourismus macht in Brandenburg rund zwei Drittel der touristischen Wertschöpfung aus. Mit der Broschüre liegt ein Medium vor, dass diese große Zielgruppe mit passgenauen und qualitativ hochwertigen Angeboten anspricht. Mit der vorbildlichen Vernetzung der Anbieter wird außerdem die Regionalität hervorgehoben. Die Urlaubswelt “Landlust ausleben” ist hier bestens erlebbar. Das Angebot prägt die Marke exemplarisch.

Blick in das Innere der Klosterkirche von Neuzelle, Foto: D.Weirauch
Blick in das Innere der Klosterkirche von Neuzelle, Foto: D.Weirauch

Mehr im Internet hier: www.seenland-os.de

1 Stunde wegReise

Draussen Schnee, drinnen Wärme: Tropical Islands

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P1290746Haltepunkt Brand Tropical Islands, stündlich kommt ein Zug aus Berlin oder Cottbus, Foto: D. Weirauch

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Und der Shuttlebus wartet schon auf die Gäste, Foto: D.Weirauch

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Tropical Island gehört zu den größten Freizeitparks der Welt

Im Mai erst wurde die spektakuläre Außenwelt eröffnet. Auch im  Guinness-Buch der Rekorde 2017 steht Tropical Islands mittlerweile: als größter Indoor-Wasserpark der Welt. Wer hätte daran vor 15 Jahren gedacht! Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Da bin ich mir ziemlich sicher. Beginnen wir also unsere Reise in die Brandenburger Südsee.

 

Die stählerne Palme am Eingang zum Tropenparadies, Foto: D. Weirauch
Die stählerne Palme am Eingang zum Tropenparadies, Foto: D. Weirauch
Am Montag sind die Restaurants recht leer, am Wochenende meist sehr voll, Foto: D.Weirauch
Am Montag sind die Restaurants recht leer, am Wochenende meist sehr voll, Foto: D.Weirauch

Die gigantische Halle des Tropical Islands, einst als Luftschiffwerft gebaut, hat eine Grundfläche von 66.000 Quadratmetern, was in etwa neun Fußballfeldern entspricht. Der „Dome“, wie die Halle liebevoll von Mitarbeitern genannt wird, misst 107 Meter in der Höhe, 360 Meter in der Länge und 210 Meter in der Breite.

Tropical Island ist  107 Meter hoch

Die Freiheitsstatue könnte somit darin stehen, der Pariser Eiffelturm hätte auf der Seite liegend darin Platz. Mit knapp 14.000 Tonnen verarbeitetem Stahl gilt sie als eine der größten freitragenden Hallen der Welt.

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Immer gut besucht: die Südsee,  Foto: D. Weirauch

Ein Ballon ist immer unterwegs, Foto: D. Weirauch
Ein Ballon ist immer unterwegs, Foto: D. Weirauch

Exotische Kurzurlaube oder Mehrtagesaufenthalte

Heute treffen im Tropical Islands verschiedene Regionen aufeinander: die Asien-Pazifik Region, Afrika und Südamerika. Bei einer durchgehenden Lufttemperatur um die 26 Grad Celsius ist es der ideale Ort für Erholung vom Alltag abzuschalten. Die Südsee hat eine Größe von drei olympischen Schwimmbecken und befindet sich unter dem UV-lichtdurchlässigen Teil des Daches. Ihr 200 Meter langer Sandstrand eignet sich somit ideal um in der Sonne zu liegen.

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Größter Indoor-Regenwald der Welt

Auch die Lagune mit Wasserfall und Grotte, umgeben von Felsen und Palmen, am Rande des größten Indoor-Regenwalds der Welt, ist bei den Gästen sehr beliebt.

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Foto: D. Weirauch

Übernachten in der Halle beliebt

Heute ist Tropical Islands mit rund 1.700 Betten in der Halle sowie auf dem großzügigen Außengelände und über 350.000 Übernachtungen einer der größten Beherbergungsbetriebe Deutschlands. Das Unternehmen ist mit knapp 600 Mitarbeitern einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.

Den Flamingos geht es schein ganz gut bei 25 Grad, Foto: D.Weirauch
Den Flamingos geht es scheinbar ganz gut bei 25 Grad, Foto: D.Weirauch

Sauna-Landschaft auf rund 10.000 Quadratmetern

Die tropische Sauna-Landschaft bietet auf fast 10.000 Quadratmetern mit zahlreichen Wellness- und Spa-Einrichtungen jede Menge Möglichkeiten zum Entspannen. Einzigartig ist, dass die Gäste direkt in der Attraktion  übernachten können. Es stehen Zelte, thematisierte Zimmer und Lodges zur Verfügung.

Die Zelte sind meistens ausgebucht, Foto: D.Weirauch
Die Zelte sind meistens ausgebucht, Foto: D.Weirauch

Eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland

Auf dem Campingplatz außerhalb der Halle gibt es zudem Stellplätze für Caravans und Zelte sowie komfortable Mobile Homes. Mit jährlich rund einer Million Gästen aus der ganzen Welt, ich traf vor allem Polen, Tschechen und Niederländer bei meinem Besuch dort an, gehört Tropical Islands zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands.

Novasol Ferienhäuser stehen direkt in der Nähe, bequemer geht Urlaub nicht, Foto: D.Weirauch
Novasol Ferienhäuser stehen direkt in der Nähe, bequemer geht Urlaub nicht, Foto: D.Weirauch

Hier geht es zu meinem Bericht über die Eröffnung von Amazonia im Mai 2016.

Erst im letzten Jahr wurde der Mobile Homes Park um 60 mobile Häuser erweitert. Es geht also weiter aufwärts mit Tropical Islands. Wer hätte da vor 10 Jahren an die Erfolgsgeschichte gedacht, die jetzt geschrieben wird. Übrigens ist es nicht weit bis zum einstigen Glashüttendorf Klausdorf, das im letzten Jahr  300 Jahr alt wurde.

Anfahrt

Tropical Islands liegt an der A 13 (Berlin-Dresden), ca. 50 Kilometer südlich von Berlin-Schönefeld. Mit dem Auto nehmen Sie die Ausfahrt Staakow und folgen den Hinweisschildern noch 3 Kilometer. Die Zufahrtsstraßen zum Tropical Islands sind auch bei winterlichem Wetter geräumt, so dass Sie bequem anreisen können.

Tropical Islands
Tropical Islands bietet exotischen Kurzurlaub mit zahlreichen Attraktionen und vielen verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten. In einer der größten freitragenden Hallen der Welt treffen die Asien-Pazifik Region, Afrika und Südamerika aufeinander. Europas größte tropische Urlaubswelt befindet sich rund 60 Kilometer südlich von Berlin am Rande des Spreewaldes. Seit seiner Eröffnung 2004 wurde das Resort stetig ausgebaut. Heute empfängt das tropische Urlaubsparadies rund 1,2 Mio. Gäste im Jahr und gehört damit zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands. Das Unternehmen ist mit über 600 Mitarbeitern einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.

 

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Reise

500 Jahre Reformation in Brandenburg

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Was wäre das Land Brandenburg ohne seine Städte ? Wir kennen sie alle, die da heißen: Altlandsberg, Neuruppin, Templin, Rheinsberg, Treuenbrietzen, Bad Belzig, Kremmen oder Ziesar……

Schmucke historische Stadtkerne wurden seit 25 Jahren dem Verfall gerettet und zeugen heute von einer reichen Geschichte. Dabei wurde meist den hohen Ansprüchen des städtebaulichen Denkmalschutzes Rechnung getragen.

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Stadtrundgang Luckau, ehemaliges Gefängnis, heute Museum, Archiv und Kulturzentrum, Foto: D.Weirauch

31 Städte gehören zum Verbund

Die Städte mit historischen Stadtkernen haben sich im Land Brandenburg zu einer touristischen Marke mit einer ausgesprochen guten Ausstrahlung entwickelt und sind mit ihren vielfältigen Funktionen ein wichtiger Anker im Raum. Seit 25 Jahren gibt es die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“. 31 Städte gehören mittlerweile dazu, weitere werden wohl dazukommen, beispielsweise bemüht sich Storkow um die Aufnahme in den illustren Kreis.

Scheunenviertel Kremmen, Foto: Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg
Scheunenviertel Kremmen, Foto: Arbeitsgemeinschaft “Städte mit historischen Stadtkernen” des Landes Brandenburg

Das Frühjahr kommt sicher und dann fahren wir wieder hinaus ins Land, schauen nach Werder, Altlandsberg, Kremmen oder nach Luckau. Vor allem aber nach Jüterbog, Mühlberg und Herzberg. Diese Städte im Süden Brandenburgs haben sich bereits vor fünf Jahren zum Städteverbund Prediger und Bürger zusammengeschlossen, um Stadtgeschichte(n) rund um die Reformation lebendig zu vermitteln. Mitglieder des Städteverbundes sind Bad Belzig, Bad Liebenwerda, Brück, Doberlug-Kirchhain, Herzberg (Elster), Jüterbog, Luckau, Mühlberg/Elbe, Treuenbrietzen, Uebigau-Wahrenbrück sowie die Partnerstädte Lutherstadt Wittenberg und Torgau.

 

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Mühlberg/Elbe, Foto: Städte mit historischen Stadtkernen

Zwei gerade erschienene Publikationen machen Lust, in die reformatorische Geschichte einzutauchen. Das reich bebilderte Magazin „altstadtlust“ erzählt Geschichten von Predigern und Bürgern damals und heute, weltbewegenden Ereignissen und Veranstaltungshighlights 2017. Ergänzend bietet das Gästejournal „Reformation findet STADT“ handfeste Ausflugstipps aus neunzehn historischen Stadtkernen.

Brau- und Brennhaus Altlandsberg, Foto: Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg
Brau- und Brennhaus Altlandsberg, Foto: Arbeitsgemeinschaft “Städte mit historischen Stadtkernen” des Landes Brandenburg

Städte mit historischen Stadtkernen und Kulturland

Die Arbeitsgemeinschaft beteiligt sich erneut am Themenjahr von Kulturland Brandenburg mit Stadtraumausstellungen und Aktionen. Unter dem Titel „Reformieren – Eine Bewegung findet Stadt“ können Besucher in den Ausstellungs-städten Spuren und Relikte der Reformation entdecken und dabei feststellen, dass Reformation viel mehr ist als nur Martin Luther.

Zudem wird die Aktion „Unser Denkmal des Monats 2017“ wieder zwölf Denkmale auszeichnen, die in diesem Zusammenhang beispielhaft die Stadtgeschichte veranschaulichen. Und auch die Sommertheatertournee in historischen Stadtkernen sorgt 2017 mit ihren „Hans-Sachs-Spielen“ für lebendige Altstädte.

 

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Brunnen für Fritze Bollmann in der Stadt Brandenburg, Foto: D.Weirauch

Weitere Informationen hier auf der Internetseite www.ag-historische-stadtkerne.de, auf Facebook facebook.com/HistorischeStadtkerne oder Twitter twitter.com/AGStadtkerne

Stadtrundgang Luckau
Stadtrundgang Luckau, Foto: D.Weirauch

Adresse (auch für Infomaterial): Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen, Geschäftsstelle c/o complan, Voltaireweg 4 | 14469 Potsdam | Fon 0331 . 20 15 20, Mail: info@ag-historische-stadtkerne.de, Homepage

Wo Luther niemals hinkam – Orte der Reformation in Brandenburg

Themenjahr 2017 „Luther und die Folgen“

2017 wird sich Kulturland Brandenburg mit dem Thema Reformation auseinandersetzen. „Luther und die Folgen“ lautet der Titel, unter dem insbesondere das Alltagsleben der Menschen in den Fokus gerückt wird.

Reformation in der Mark? So mag man – gewöhnt, innerhalb der Lutherdekade nach Wittenberg zu schauen – erstaunt fragen, um dann festzustellen: Luther selbst war nie hier!

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Doch geschahen nicht nur reformationsgeschichtliche Großereignisse wie die Schlacht bei Mühlberg (1547) auf dem Boden des heutigen Landes Brandenburg oder bildeten die Ablasspredigten des Dominikanermönchs Johann Tetzel im Wittenberg nahe gelegenen brandenburgischen Jüterbog einen Anlass für die Veröffentlichung der „Thesen“ Luthers 1517. Die von Luther angestoßene Reformation hatte auch tiefgreifende Folgen für die Mark Brandenburg, prägte die Lebenswirklichkeit der Zeitgenossen und die weitere Geschichte Brandenburg-Preußens nachhaltig.

Buchtipp: Luther und die Folgen: Reformation in Brandenburg, ab März 2017 erhältlich, Koehler & Amelang, 19,95 Euro,  (Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH)

Eine Spurensuche quer durchs heutige Brandenburg: Luthers Einfluss ist dort erstaunlich groß gewesen, obwohl er kaum selbst vor Ort war. Von der Prignitz bis zum Elbe-Elster-Land werden Orte, Bauwerke, Ausstattungsobjekte und Schriftzeugnisse vorgestellt. Sie sind Ausgangspunkte für die Autoren, nach grundlegenden Veränderungen, landesweiten Entwicklungen und Auswirkungen der Reformation zu fragen. In die Gegenwart führen die Fotostrecken von Frank Gaudlitz. Sie zeigen Vertreter der heutigen evangelischen Kirche im Pfarramt, in der Seelsorge und Diakonie.

Infos zu Kulturland 2017 hier.

Potsdam

Potsdams angesagtester Wohnmobilstellplatz

stoerchep1100909-1Landgasthof zum Alten Krug im Potsdamer Ortsteil Marquardt, Foto: D.Weirauch

Es ist die Sommerüberraschung schlechthin. Seit es nebem dem Landgasthaus „Zum alten Krug“ im Potsdamer Ortsteil Marquardt einen Wohnmobilstellplatz gibt, überschlagen sich die positiven Bewertungen im Internet förmlich. Zu finden auf der App promobil und der Webseite promobil.de. Mittlerweile genießt der Wohnmobilstellplatz, kurz hinter dem Ortseingang von Marquardt, regelrecht Kultstatus. Innerhalb weniger Wochen erhielt der Platz 55 positive Einträge auf promobil. Soviel hat keiner der anderen Potsdamer Stellplätze.

Marquardt, Ortsteil von Potsdam
Marquardt, Ortsteil von Potsdam

Wohnmobile in Marquardt

Eine zufällige Erfolgsgeschichte ? Dabei hatte alles so einfach begonnen. Im Mai wurde Michael Schulze, der Gastwirt, von einem Wohnmobilisten gefragt, ob dieser sich eine Nacht auf den Parkplatz neben dem Landgasthaus stellen darf. Die Gastfreundschaft des Ehepaares Schulze und der Marquardter Einwohner sprach sich in bei den Fahrern der Womos und Wohnanhänger schnell herum. An manchen Abenden ist der Platz, derzeit passen je nach Größe sechs bis sieben Womos auf den Platz, voll.

Storchenkampf im Nest
Storchenkampf im Nest

Der nahe Lenne`park, Schloss (früher einmal ein Kempinski-Hotel), und der Badestrand am Schlänitzsee sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität. Zudem gibt es eine stündliche Regiobahnverbindung (RB 21) sowie Buslinien nach Berlin bzw. Potsdam. „Besser kann man am Rand von Potsdam nicht stehen,“ so ein Internetuser, der hier übernachtete. Andere Gäste loben die deftige Hausmannskost im Landgasthaus  “Alter Krug”.

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Gratis dazu: Storchenfeierabend oberhalb des „Lavendelhofs“ gegenüber der Kirche von Marquardt

 

Adresse

Hauptstraße 2
14476 Potsdam
Tel.: 033208 / 572 33
E-Mail: alterkrug-marquardt@t-online.de

Potsdam

Buchtipp: Reiseführer für die Prignitz

Schloss Wolfshagen in der PrignitzSchloss Wolfshagen in der Prignitz

Eigentlich ist der soeben erschienene Reiseführer „Prignitz. Ein Wegbegleiter“ auch ein kurzweiliges Geschichtsbuch. So viele Episoden, Erklärungen, Rätselauflösungen und Reisetipps habe ich selten kompakt gefunden.

Buchtipp: Reiseführer für die Prignitz

Das vom Brandenburgkenner Joachim Nölte verfasste und reich illustrierte Buch stellt die Region im Nordwesten Brandenburgs in ihrer gesamten historischen Ausdehnung entlang Elbe, Stepenitz und Dosse dar.

Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin
Gut erläutert: Das Königsgrab von Seddin (C): D.Weirauch

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der Reiseführer, in der beliebten “Wegbegleiter-Reihe” von der  Berliner Edition terra herausgegeben, umfasst den Landkreis Prignitz, den westlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sowie zusätzlich Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern und das Wendland in Niedersachsen. Es ist für mich der ultimative Reiseführer für die Prignitz.

Als „Wegbegleiter“ erzählt  Joachim Nölte den Besuchern und Einheimischen von den Naturschönheiten, historischen Ereignissen und von den Menschen, die heute die Prignitz prägen.

Die Edlen Gänse zu Putlitz

Wer waren die Edlen Gänse zu Putlitz, wer die von Rohrs, wer die von Plothos ? So sind einzelne Seiten überschrieben. Oder die Geschichte von der einst weitverzweigten Schmalsputbahn “Pollo”. Heute pflegt ein Verein die Tradition und betreibt “Pollo” als beliebte Museumsbahn..

Pollo dampft durch die Prignitz, Foto: Medienkontor
Pollo dampft durch die Prignitz, Foto: Medienkontor

Wie ein „Roter Faden“ zieht sich das in der Prignitz entwickelte Knotenpunktsystem für Radwanderer durch den Reisführer. Es ist genial und nach kurzer Eingewöhnung findet man die entsprechenden Sehenswürdigkeiten damit auch auf Anhieb. Auf die Räder und schon gehts auf die Bischofstour, die Adebar- Tour, den Elberadweg,  die Gänsetour, die Pollo- oder Fischertour.

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Wer die Weiten Brandenburgs mit dem Rad erleben will, hier funktioniert es perfekt. Da sind andere Reiseregionen, wie die Uckermark, noch meilenweit von entfernt.

Im Gepäck: Eindrücke, Informationen, Tipps und Geschichten

Die Prignitz liegt auf halbem Weg zwischen Berlin und Hamburg und gehört zu den ältesten Landschaften der Mark Brandenburg. Mit ihrer Ferne zur Machtzentrale, ihrer Lage am Elbe-Strom und ihrer langen Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern ist die Prignitz etwas Besonderes unter den brandenburgischen Reiseregionen. Es braucht einen guten Reiseführer für die Prignitz.

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Der Roland von Perleberg  (C): D.Weirauch

Prignitz ideal zum Radfahren und Wasserwandern

Besucher kommen hierher, um Fahrrad zu fahren, zu wandern, zu reiten, zu angeln oder zu pilgern (so von Berlin aus zur Wunderblutkirche in Bad Wilsnack beispielsweise). Andere kommen, um sich in alten Städten und an historischen Orten umzusehen, sich an Musical- und Operettenklängen (so in der alten Ölmühle von Wittenberge) zu erfreuen oder eine bunte Kunstszene zu genießen.

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Eine Attraktion ist u.a. Schloss Wolfshagen, das von einem von Prof. Dr. med. Bernhard von Barsewisch geleiteten Förderverein zu einem Schlossmuseum gestaltet wurde. Nölte liefert auch gleich die Erklärung dazu, warum die im Schloss Wolfshagen ausgestellte Sammlung hinterglasurblauer Porzellanmalerei so einmalig in Europa ist.

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Schloss Wolfshagen bei Groß Pankow (C): D.Weirauch

Landhotel Prignitzer Hof im Pritzwalker Ortsteil Buchholz

Es gibt viele Gründe, in die Prignitz zu reisen – der von Joachim Nölte kenntnisreich geschriebene  Wegbegleiter stellt die wichtigsten vor. Auch in Sachen Gastronomie gibt es Überraschungen. Am Rande von Pritzwalk gibt es beispielsweise eine Gasthausbrauerei. So braut Rico Knorr, Inhaber des Landhotels Prignitzer Hof im Pritzwalker Ortsteil Buchholz seine individuellen Biersorten. Als Standardangebot findet sich in den Fässern des Prignitzer Hofs das „Prignitzer Hofbräu“. Es ist ein nach einer speziellen Rezeptur gebrautes Pils.

Foto: TV Prignitz, Medienkontor
Rico Knorr, Inhaber des Landhotels Prignitzer Hof, Foto: TV Prignitz, Medienkontor

Bier aus der Alten Ölmühle

Auch auf der Plattenburg und in der Alten Ölmühle Wittenberge gibt es mittlerweile selbtsgebrautes Bier.

Plattenburger Biere kommen aus dem Brauhaus der Plattenburg in der Prignitz. Foto: Plattenburg
Plattenburger Biere aus der Prignitz, Foto: Medienkontor
Herzbräu aus Wittenberge, Foto: Medienkontor
Herzbräu aus Wittenberge, Foto: Medienkontor

Prignitzer Spezialität: Knieperkohl

Es ist das Lieblingsgericht vieler Prignitzer: der Knieperkohl. Die schmackhafte und zugleich gesunde Delikatesse aus Grünkohl, Markstammkohl (blau) und Weißkohl kommt in der brandenburgischen Region Prignitz hauptsächlich im Herbst und im Winter auf den Tisch. Jedes Jahr wird das regionale Gericht sehnsüchtig von Einheimischen wie auch Touristen erwartet. Das Sauergemüse, auch bekannt als „Knieper“ oder „Sur’n Hansen“, ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen, insbesondere Vitamin C.

Knieper von Jeannine Groth, Foto: Mediennkontor
Knieper von Jeannine Groth, Foto: Mediennkontor

Wer Knieper nicht in einem Prignitzer Restaurant, sondern in den eigenen vier Wänden genießen möchte, kann frischen Knieperkohl beispielsweise direkt bei Jeannine Groth (Dorfstraße 37, 16945 Kümmernitztal OT Preddöhl, Tel. 033986 / 504896 oder 0171 / 3297083, E-Mail: jeannine.groth@freenet.de) oder online unter www.knieperkohl-hofladen.de kaufen.

Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz.
Eingang zum Königsgrab von Seddin in der Prignitz. (C): D.Weirauch

Wer noch mehr über die Prignitz wissen möchte, etwa was es mit dem Prignitzer Platt, den Perleberger Knaggen, dem sagenumwobenen Königsgrab von Seddin, dem Kloster Stift zum Heiligengrabe oder der Tour mit dem Spreewaldkahn rund um Perleberg auf sich hat, dem sei dieser Reiseführer wärmstens empfohlen.

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Sehenswert: Modemuseum im Schloss Meyenburg (C): D.Weirauch

Informationen zum Wegbegleiter „Prignitz“

Joachim Nölte: Prignitz. Ein Wegbegleiter. 260 Seiten, ca. 300 Fotos, Grafiken und Orientierungskarten, terra press GmbH, ISBN 978-3-942917-25-4, Verkaufspreis 14,80 €.

Bestellbar: https://www.terra-press.de/terra-press/buchverlag/reihen/reisefuehrer/

Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten
Der Burghügel der Burg Lenzen birgt die Geheimnisse slawischer Siedler, die sich in der Prignitz niedergelassen hatten (C): D.Weirauch

Hier geht es zu den historischen Zeitschätzen der Prignitz.

Weitere Informationen zur Prignitz:

Tourismusverband Prignitz,  Internet:  www.dieprignitz.de,

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