Brandenburg

1 Stunde weg

Brandenburg entdecken mit dem Fahrrad

Flyer Fahrrad

Rund 7000 Kilometer ausgebaute Radwege, 12000 Kilometer ausgeschilderte Routen, 30 Radfernwege und 30 regionale Routen – Brandenburg bietet viel für alle, die gerne mit dem Zweirad unterwegs sind. Im Frühling startet wieder die Saison. einfachraus empfiehlt einige Radtouren.

Auf Fontanes Spuren um den Ruppiner See

Eine  26 Kilometer lange Frühlings-Radtour lässt sich im Ruppiner Seenland unternehmen. Auf ihr geht es um den Ruppiner See .  Mit seinen 14 Kilometern von Neuruppin bis Wustrau am südlichen Ende ist der Ruppiner See nämlich der längste in Brandenburg. Die Tour „Per Rad um den Ruppiner See: Auf Fontanes Wegen“ führt zu idyllisch gelegenen Dörfern, beschaulichen Schilfgebieten, und vielerorts trifft man auf Begebenheiten mit Brandenburgs bekanntestem Dichter und Schriftsteller Theodor Fontane. So beispielsweise in Gnewikow, das er 1859 bereiste und das er in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ als „eine besondere Zierde des Sees“ bezeichnete.

Bücher

Alles in einem – dieser Pückler mit dem Eis: Abenteurer, Weiberheld, Gartenarchitekt

Schloss Branitz bei CottbusSchloss Branitz bei Cottbus, Foto: D.Weirauch

Dieser Kerl war so ein richtiger Tausendsassa! Graf einer freien Standesherrschaft, also unabhängig von König und Kaiser, Generalleutnant, Weltreisender, Abenteurer, Schriftsteller, begnadeter Landschaftsarchitekt – und  großer Weiberheld. „Er hatte weit mehr Geliebte als Casanova“, urteilt ein Zeitgenosse – und das war wohl Neid und Bewunderung zugleich. Einer Quelle zufolge hinterließ er mehrere Dutzend Kinder – die sicher nie erfuhren, wer ihr Vater war.  Das war jener, der in modernen Zeiten in erster Linie mit dem nach ihm benannten Eis in Verbindung gebracht wird – Fürst von Pückler.

Nun gibt es eine neue Biografie aus dem Bebra-Verlag, hier mehr dazu:

Reise

Finowkanal wird 400 Jahre alt

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Der Finowkanal wird 400 Jahre. Es ist der älteste deutsche künstliche Schiffahrtsweg.  Jörn Lehmann schreibt dazu im neuesten Heft des von Rose Kundler herausgegebenen Magazines LANDSICHT u.a.: “Die Anliegerkommunen gründeten 1996 die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal. Im Jahr 1997 konnte nach zahlreichen Aktionen und Verhandlungen erreichen werden, dass in den folgenden 15 Jahren insgesamt 41,5 Millionen Deutsche Mark in den Kanal investiert wurden. (Abschluss der entsprechenden Vereinbarungen 1998). Diese Summe reichte jedoch für die Sanierung bzw. den Neubau der zwölf Schleusen nicht aus und dabei fand der im Landeseigentum stehende Abschnitt Liebenwalde – Zerpenschleuse (Langer Trödel) nicht einmal Berücksichtigung. Letzterer erfuhr im Rahmen der Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN) durch die Landkreise Oberhavel und Barnim sowie die Kommunen Wandlitz und Liebenwalde seine Revitalisierung. Neben dem Bau einer neuen Schleuse im Wandlitzer Ortsteil Zerpenschleuse mussten zwei neue Klappbrücken und eine Hubbrücke errichtet werden. Insgesamt wurden finanzielle Mittel in Höhe von ca. 17 Millionen aufgewandt, um den seit 1925 im Dornröschenschlaf befindlichen, im Eigentum des Landes Brandenburg stehenden Kanalabschnitt wieder schiffbar zu machen. Die feierliche Eröffnung konnte am 16. Juni 2016 begangen werden.”

Blick auf den Finowkanal, Foto: Klaus Klöppel
Blick auf den Finowkanal, Foto: Klaus Klöppel

Im Zuge der Reform der Bundeswasserstraßenverwaltung in den Jahren 2012/13 kam die Festlegung, dass für die Sonstige Bundeswasserstraße Finowkanal aufgrund der ausschließlich touristischen Nutzung keine Ausgaben für Investitionen an Schleusen mehr erfolgen sollen. Erneut war das Handeln der Region gefragt. Nach vielen Diskussionen und Hürden kam es im Februar 2020 zur Gründung des Zweckverbandes Region Finowkanal. Dieser wird in zwei Paketen die Schleusen von der Bundeswasserstraßenverwaltung übernehmen und mit finanzieller Unterstützung des Bundes die erforderlichen Sanierungen in den kommenden Jahren realisieren. Damit wird die zukünftige durchgängige Befahrbarkeit gesichert, so dass unsere Nachfahren hoffentlich im Jahr 2120 das 500-jährige Jubiläum des Kanals feiern können.

Weitere Informationen: Jörn Lehmann, Die Obere Havel und der Finowkanal“, 2015

Weitere Informationen: www.kag-finowkanal.de

Potsdam

Der Große Kurfürst wird 400 Jahre alt

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Friedrich Wilhelm (1620-1688) regierte 48 Jahre lang als Kurfürst die Mark Brandenburg und die Provinzen am Niederrhein und in Preußen.  Am 16. Februar 1620 erblickte  der späterer Große Kurfürst in Cölln (heute Berlin) das Licht der Welt. Für Potsdam ist Friedrich Wilhelm eine wichtige Figur, er gilt als einer der wichtigsten Gestalter von Stadt und Umland.. Als er am 8. Mai 1688 im Potsdamer Stadtschloss starb, war aus dem unbedeutenden Ort an der Havel eine Residenzstadt europäischen Formats geworden. Zeitweise bedeutender als Berlin. Sein Nachfolger setzte ihm auf der Langen Brücke (heute Rathausbrücke) in Berlin das großartige von Andreas Schlüter 1697 modellierte und von Johann Jacobi 1700 gegossene Reiterdenkmal. Wir können es heute vor dem Schloss Charlottenburg in Berlin bestaunen.

Mager ist das Geburtstagsprogramm in diesem Jahr. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg veranstaltet ab Mai im Schloss Caputh eine Ausstellung. Auftakt aber ist die

Geburtstagsaudienz beim Großen Kurfürsten am 

Familienveranstaltung zum 400. Geburtstag des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg

SCHLOSSMUSEUM ORANIENBURG

Fontane

Eine Spurensuche: Familie Fontane

Das Fontane - Denkmal in Neuruppin wurde 1907 enthüllt. Foto: WeirauchDas Fontane - Denkmal in Neuruppin wurde 1907 enthüllt. Foto: Weirauch

2019 feiert Neuruppin den 200. Geburtstag des märkischen Dichters, dessen Namen seit 1998 offizieller Bestandteil ihres Namens ist: Theodor-Fontande-Stadt Neuruppin. Anlass für uns, auf Spurensuche der Familie Fontane in der über Brandenburg hinaus bekannten Stadt zu gehen. Eine Spurensuche: Familie Fontane

Schlösser und Burgen

Brauchen wir Schloss Meseberg als Gästehaus der Regierung?

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Heute und morgen tagt wieder einmal das Bundeskabinett auf Schloss Meseberg. Ansonsten steht Schloss Meseberg, das Gästehaus der Bundesregierung, größtenteils leer. Es liegt auf dem Lande, 70 Kilometer nördlich Berlins – das Schloss Meseberg. Die Lage am Huwenowsee ist idyllisch. Schloss Meseberg befindet sich am Rande des kleinen gleichnamigen Dorfes. Dort leben nur 150 Einwohner. Lange Zeit verfiel es. Wie so viele architektonische Kleinode in der untergegangenen DDR. Die in München ansässige Messerschmitt-Stiftung renovierte das Barockschloss für 25 Millionen Euro und überlässt es für wenigstens zwei Jahrzehnte der Bundesregierung. Die steckte noch einmal knapp 20 Millionen in den Bau und nutzt ihn seit 2007 als Gästehaus der Bundesregierung. Unterhaltskosten jährlich: 3,85 Millionen, plus Personalkosten  von mehr als 500.000 Euro pro Jahr.

Schloss Meseberg in Brandenburg
Blick auf das restaurierte Schloss

Kritik vom Steuerzahlerbund

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