Berlin

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Dilemma Deutschland: BER/Tegel: Einsichtige Lufthansa – Bund und Berlin weiterhin im Abseits        

flugzeug

Wenn ein Boss von der Bedeutung eines Vorstandsvorsitzenden plötzlich seine Meinung ändert und quasi das Gegenteil verkündet, darf das schon als Sensation  bezeichnet werden. In diesem sehr speziellen Fall trifft das auf den Chef der Deutschen Lufthansa zu, Carsten Spohr. Der – und sein Unternehmen – haben sich in der Vergangenheit luftfahrttechnisch nicht gerade als Berlin-Fans gezeigt. Ihr Engagement etwa für den geplanten neuen Großflughafen der Stadt – BER – war eher lauwarm oder verhalten.

Aber nicht nur damit scheint auf einmal Schluss zu sein – nein, der Donnerhall seiner Bemerkung, Berlin könne durchaus über zwei Flugplätze verfügen, hat Überschallqualität. Denn er ist damit der erste seiner Gattung, der öffentlich Weitsicht zeigt und die provinzielle Politik der Bundesregierung und des Berliner Senats geradezu geißelt und sich zudem die Wünsche der Bevölkerung zu eigen macht. Spohr in seiner Rede anlässlich einer Lufthansa-Veranstaltung im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt: Seine Kunden und die Öffentlichkeit erwarten „zu Recht von allen        Beteiligten, dass wir die Frage der Offenhaltung von Tegel mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Luftverkehrs neu bewerten“.

BER ist viel zu klein ausgelegt

Er hat sich damit zu einer Binsenweisheit bekannt. „Endlich“, darf hinzugefügt werden. Denn der Fachwelt wie auch der Mehrheit der Berliner sind diese Tatsachen seit vielen, vielen Jahren bekannt: Der von Pech und Pannen und Fehlplanungen verfolgte BER ist von Anfang an viel zu klein ausgelegt, seine Zufahrtsmöglichkeiten  versprechen Dauerstaus und somit Chaos. Fazit – wozu sich also nunmehr auch der Lufthansa-Chef bekennt: Berlin benötigt zwei Flugplätze, neben dem neuen BER, der nach halbdutzendfacher Verschiebung des entsprechenden Termins nunmehr Ende 2020 in Betrieb gehen soll, muss auch der beliebte innerstädtische Airport Tegel erhalten bleiben.

Tegel muß offen bleiben

Die ja insgesamt miefige Politik des Berliner Senats aus SPD, Grünen und Linken ist von der Kehrtwendung des Lufthansa-Chefs wie im Schlaf überrascht worden. Bis auf den FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja lehnen die tonangebenden Berlin-Politiker die Offenhaltung Tegels auch weiterhin ab. Czaja konterte deshalb sofort: „Die drohenden Kapazitätsengpässe am  BER, die Aussicht auf eine Dauerbaustelle voller Einschränkungen und nicht zuletzt die Großflughafenpläne bei Warschau erfordern ein grundlegendes Umdenken für den Luftverkehrsstandort Berlin-Brandenburg. Wenn Deutschlands größte Airline und eine Million Bürger diesen Zweifel äußern, muss der Senat sofort seinen Anti-Tegel-Kurs ändern“.

A pro pos Tegel und Volk: Man kann ja absolut dank guter und überzeugender Argumente generell etwas gegen Volksentscheide haben – aber im Rahmen einer solchen Befragung sprachen sich im September 2017 über 56 Prozent der Berliner für die Offenhaltung von Tegel, also für zwei Hauptstadt-Flughäfen aus. Dieses Ergebnis war kaum bekanntgegeben worden, da erklärte der Senat bereits, es zu ignorieren. So viel zum immer wieder gepriesenen „Volkeswillen“.

Dilemma Deutschland: Flughafenproblematik

Was sich da in Berlin um die Flughafenproblematik abspielt, ist längst zum Dilemma Deutschland geworden. Verantwortlich dafür sind Merkel und ihre großen Koalitionen. So hätte die Flugbereitschaft der Luftwaffe längst von Köln nach Schönefeld verlegt werden können. Statt dessen muss jedes mal, wenn ein Regierungsflieger benötigt wird, eine Maschine von Köln mach Berlin fliegen. Aber  auf ausdrückliche Anweisung der Kanzlerin ist ein spezieller Regierungsterminal in Schönefeld mit Karacho und Millionen Steuergeldern fertiggestellt worden. Doch der ist eingemottet und setzt für die nächsten zwei Jahr Schimmel an, denn er soll – auch wieder Merkel-Befehl – erst nach BER-Eröffnung für Ehren- und ausländische Regierungsgäste benutzt werden. Die landen und starten weiterhin in Tegel – das Wort „Schildbürgerstreich“ verharmlost eine derartige Schizophrenie.

Die Flugbereitschaft der Luftwaffe ist ausdrucksstarkes Beispiel für das Dilemma Deutschland: Ihre Maschinen bleiben serienweise auch im Ausland liegen, so dass Minister und selbst die Kanzlerin auf Linienmaschinen umsteigen müssen – Material- und Wartungsfehler oder Ersatzteilmangel, die gesamte Bundeswehr ist bis auf wenige kleine Eliteeinheiten nicht einsatzfähig, der Staatsbetrieb Bahn ist vom Siechtum ergriffen, die öffentlichen Schulen brechen förmlich in sich zusammen, kommunale Einrichtungen kränkeln vor sich hin, öffentliche Bauten wie einige des Bundestages und letztlich der BER verrotten ganz einfach.

Deutschland zum Entwicklungsland degradiert

Dieses Deutschland ist von einer der führenden Wirtschafts- und Industriemächte der Welt zum Entwicklungsland herab regiert worden.

Und genau so soll Berlin degradiert werden – zum Millionendorf mit einem äußerst fragwürdigen und sicher dauer-baufälligem Einzelflugplatz. Dabei hat jede Berlin-vergleichbare Stadt auf dem Globus mehr als nur einen Airport.

Journalist Wolfgang Will schreibt als Gastautor regelmäßig für einfachraus.eu über aktuelle Themen der Mobilität. Hier sein jüngst erschienener Beitrag zu Problemen bei der Bahn.

 

 

1 Stunde weg

Bei Rio Reiser auf dem Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin

Matthäus (3)Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler

Das Schauspielmusical „RIO REISER. KÖNIG VON DEUTSCHLAND“ von Heiner Kondschak wird am Potsdamer Hans-Otto-Theater vor regelmäßig ausverkauften Haus gespielt. Wir waren zu spät, es gibt keine Karten mehr. Das Stück erzählt die Geschichte Rio Reisers anhand seiner Lieder, die auf selten erreichte Weise Politisches und Privates aufeinander beziehen. Umso mehr erinnere ich mich an Gert Möbius, den Bruder von Rio Reiser, der 1992 und 1993 desöfteren in Potsdam war, um für die Potsdamer Stadtspieltruppe (Chef war damals der Schauspieler und Regisseur Wilfried Mattukat) Stücke zu schreiben und mit Börris von Liebermann (kam von den Berliner Festspielen und war der -heute würde man wohl sagen- Generalmanager der 1000-Jahr-Feier von Potsdam) Projekte zu entwickeln. Auch ein Konzert von „Ton Steine Scherben“ mit Rio Reiser gab es auf dem Potsdamer Luisenplatz. Ich erinnere, der Platz war damals voll.

Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler
Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler, Foto: Weirauch

1996 erfuhr ich vom Tod Rio Reiser und das er auf seinem Bauernhof in Nordfriesland begraben wurde. Vor einigen Jahren erfolgte dann die Umbettung auf den Alter St.- Matthäus-Kirchhof in Berlin, den wir unlängst besuchten, um das Grab des Verlegers von Theodor Fontane zu finden. Hier unsere Reminiszenz zum Friedhofsbesuch.

Wilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes
Wilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes

Der Alte St. Matthäus-Kirchhof hat für Berlin neben dem Dorotheenstädtischen Friedhof und dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof (vor dem Toren der Stadt gelegen) so etwas wie den Status eines Prominentenfriedhofs.

Zahlreiche Berühmtheiten sind auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof beerdigt, darunter Ärzte, Architekten und Unternehmer sowie haufenweise Juristen, beispielsweise Amts- und Landgerichtsräte. Auch einige Villenbesitzer aus dem damaligen Neubabelsberg (rund um den Griebnitzsee) fanden hier ihre letzte Ruhe.

Ludwig Karl Virchow vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin
Ludwig Karl Virchow vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin

Wir entdecken die Gräber von Rudolf Virchow, Carl Bolle und des Bildhauers Friedrich Drake, der die „Goldelse“ auf der Berliner Siegessäule schuf.

Bildhauer Friedrich Drake, u.a. schuf er die Viktoria auf der Berliner Siegessäule.Natürlich auch der Architekt Alfred Messel, bekannt für Berliner Verwaltungsbauten. Viele Besucher kommen auch zu den Gräbern der Gebrüder Grimm.

Gräber für Auguste Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm sowie deren Söhne
Gräber für Auguste Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm sowie deren Söhne

Blick auf den Garten der Sternenkinder, eine Ruhe- und Gedenkstätte für Fehlgeburten, Totgeburten und Babys die während oder kurze Zeit nach der Geburt gestorben sindBernd Broßmann vom Cafe „finovo“ öffnet unser Herz, als er über den „Garten der Sternenkinder“ erzählt. Wir kommen bestimmt wieder….

Öffnungszeiten des Alter St.-Matthäus-Kirchhof

Februar, November       8:00 – 17:00

März, Oktober 8:00 – 18:00

8:00 – 19:00 April, September

Mai-August     8:00 – 20:00

Januar, Dezember 8:00 – 16:00

Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé "Finovo"
Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé “Finovo”

Hier weitere Informationen

1 Stunde wegBest Ager

Streitfrage: Klingel im Sarg ?

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Gab es wirklich früher in Leichenhäusern einen Draht, an dessen Ende eine Klingel darauf aufmerksam machte, dass jemand im Sarg wieder erwachte? Diese Frage bewegte meinen Kollegen Manfred und mich, wenn wir mal wieder über das Thema Scheintot redeten. Streitfrage: Klingel im Sarg ?

Pessler: Beystand der Mechanik, Exponate in der Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin
Pessler: Beystand der Mechanik, Exponate in der Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Eine Ausstellung im Medizinhistorischen Museum der Charité gibt noch bis 18. November darüber Auskunft. Soviel will ich dazu verraten: Ja, es gab solche Klingeln. Auch in Berlin.

Plakatmotiv der Ausstellung "Scheintot" im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Plakatmotiv der Ausstellung “Scheintot” im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Wann ist ein Mensch tot?

Wann ist ein Mensch tot? Hat sich die Definition der Grenzlinie zwischen Leben und Tod in der historischen Entwicklung verändert? Diesen Fragen geht die Sonderausstellung „Scheintot. Über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden“ im Berliner Medizinhistorischen Museum (BMM) der Charité nach

Von der Antike bis ins 18. Jahrhundert galten die Abwesenheit von Herzschlag und Puls oder das Fehlen der Atembewegungen als klare Indizien für den Tod.

Die Angst lebendig begraben zu werden

Die Erweiterung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und technischen Errungenschaften während der Aufklärung brachten diese Gewissheiten ins Wanken und führten ab den 1750er Jahren zu einer weit verbreiteten Furcht der Menschen, scheintot zu sein und lebendig begraben zu werden.

Schneewitchen gilt als eine der bekanntesten Scheintoten, , Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Schneewitchen gilt als eine der bekanntesten Scheintoten, , Blick in die Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Die Sonderausstellung (Teile davon wurden zur Jahreswende 2016/2017 im Museum für Sepulkralkultur in Kassel gezeigt) widmet sich diesem Phänomen. In sechs Themenräumen werden Geschichten rund um den Scheintod erzählt: Mithilfe von historischen Exponaten und Quellen, Installationen und Groß‐Projektionen wird die Scheintod‐Debatte erfahrbar gemacht und Fragen bis in die heutige Zeit thematisiert.

Verdienst von Hufeland

Die sehenswerte Schau wurde von „h neun Berlin – Büro für Wissensarchitekturen“** entwickelt und erzählt beispielsweise von der Scheintod‐Debatte in Berlin, die dazu führte, dass vor Ort ab dem Jahr 1794 Leichenhäuser eingerichtet wurden. Ein wichtiger Befürworter war seinerzeit Christoph Wilhelm Hufeland, erster Dekan der Berliner Medizinischen Fakultät und Chef der Charité.

Ein weiterer Raum ist dem Hirntod heute gewidmet. Gezeigt wird, wie auf einer Intensivstation der sogenannte irreversible Hirnfunktionsausfall festgestellt und dokumentiert wird. Erst die gesicherte Diagnose „Hirntod“ erlaubt – bei Zustimmung etwa durch einen vorliegenden Organspende‐Ausweis und in Rücksprache mit den Angehörigen – eine Entnahme von Organen für eine Transplantation.

eisenbrandt: der Sichetrheitssarg, Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Eisenbrandt: der Sicherheitssarg, Exponat Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Übrigens wird auch ein heute in einem Leichenkühlhaus übliches Spezialtürschloss gezeigt. Man kann die Tür von innen öffnen, falls doch…. Beispiele dafür , dass Jemand in der Kühlkammer  erwacht, gibt es bis in die Neuzeit (siehe Bericht in der Welt dazu).

Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Plakatmotiv der Ausstellung "Scheintot" im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Blick in die Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Übrigens,  die besagte Klingel wurde in Berlin übrigens nie benutzt, habe ich in der Ausstellung erfahren. Es gab sie aber, wie Zeichnungen und ein funktionsfähiges Modell in der Schau zeigen.

Informationen zu „Scheintot“

Adresse:  Medizinhistorischen Museum der Charité

Charitéplatz

10117 Berlin

Tel +49 30 450-536122

Fax +49 30 450-536905

E-Mail: bmm@charite.de

Internet: www.bmm-charite.de

Öffnungszeiten:  Dienstag, Donnerstag, Freitag, Sonntag 10 bis 17 Uhr, Mittwoch und Samstag 10 bis 19 Uhr

Eintritt:  9 Euro, ermäßigt 4 Euro

Barrierefreiheit: Das Museum ist rollstuhlgerecht und verfügt über einen Aufzug. Behindertengerechtes WC vorhanden.

 

Hier geht es zur Seite des Charitemuseums.

Reise

Das DDR Museum in Berlin: Geschichte zum Anfassen

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Das DDR-Museum in Berlin gilt als eines der zehn bekanntesten Mussen der Hauptsadt ein Besuch lohnt.

Blick in das DDR-Museum in Berlin, Foto: DDR-Museum

Die inszenierte Dauerausstellung legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Interaktivität. Der Besucher ist eingeladen, im DDR Museum die realen Verhältnisse in der DDR selbst zu erleben und sein Wissen unterhaltsam zu erweitern.

Informationen zur Grenze, Foto: DDR-Museum

Dabei ist die Ausstellung nicht chronologisch, sondern thematisch gegliedert. 35 Themenmodule skizzieren das Leben in der DDR: Medien, Literatur, Musik, Kultur, Familie, Private Nische, Gesundheit, Gleichberechtigung, Ernährung, Kindheit, Jugend, Partnerschaft, Mode, Grenze, Berlin, Verkehr, Bildung, Arbeit, Konsum, Bauen, Wohnen, Freizeit, Urlaub, Umwelt, Partei, Ministerium für Staatssicherheit, Wirtschaft, Staat, Ideologie, Armee, Bruderstaaten, Mauer, Opposition, Strafvollzug und Obrigkeit.

In jedem der Themenbereiche befinden sich spannende Exponate und interaktive Installationen, die Geschichten über das Leben in der DDR erzählen. Über eine Eingangsebene tritt der Besucher hinab in den ersten Teil der Ausstellung. Es erwartet ihn eine Plattenbausiedlung im Maßstab 1:20. Was auf den ersten Blick grau, trist und monoton wirkt, ist bei näherer Betrachtung nur Hülle für eine lebendige Alltagskultur. Die Plattenbauten sind Raumteiler und Vitrinenschränke zugleich, die mit der Benutzung durch Besucher Einblicke in ihr Inneres und Privates erlauben.

Blick in eine typische DDR-WBS70-Plattenbauwohnung, Foto: DDR-Museum
Blick in eine typische DDR-WBS70-Plattenbauwohnung, Foto: DDR-Museum

Betritt man den zweiten Ausstellungsteil, gelangt man in das »Halbrund der Macht« und sieht: Im Zentrum sitzt die Partei. Um dieses Zentrum herum versammeln sich im Halbkreis die unterschiedlichen Bereiche zu den Themen »Politik« und »Staatswesen«. Der Besucher öffnet Türen, Klappen und Schubladen und bekommt so immer detailliertere Einblicke hinter die Fassade der sozialistischen Diktatur.

 

Anhand einer komplett eingerichtete Plattenbauwohnung wird im dritten Teil der Dauerausstellung das private Leben in der DDR dargestellt. Ein Kinder- und Jugendzimmer, ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Badezimmer, ein Stasi- Abhörraum sowie eine Garage können frei erkundet und erlebt werden.

 

Informationen zum DDR-Museum

  • Adresse: DDR Museum
  • Karl-Liebknecht-Str. 1
  • 10178 Berlin
  • Internet: www.ddr-museum.de
  • E-Mail: post@ddr-museum.de
  • Öffnungszeiten:
  • Mo-So: 10 – 20 Uhr
  • Sa: 10 – 22 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene: 9,50 Euro
  • ermäßigt: 6,00 Euro
  • Online-Tickets ab 5,50 Euro
  • Online-VIP-Tickets ab 8,50 Euro

Reise

Asisi Panorama DIE MAUER ist Publikumsmagnet

Yadegar Asisi Parorama in BerlinYadegar Asisi Parorama in Berlin

Mehr als 750.000 Besucher haben seit Ende September 2012 das Panorama DIE MAUER besucht. Das etwa 15 Meter hohe und 60 Meter lange Riesenrundbild von Yadegar Asisi hat sich zu einem festen Ort der Erinnerungskultur für Berliner Geschichte entwickelt.

• Panorama DIE MAUER mit Besuchern auf der Plattform, Foto David Oliveira © asisi
• Panorama DIE MAUER mit Besuchern auf der Plattform, Foto David Oliveira © asisi

Im kommenden Jahr wird die Berliner Mauer länger nicht mehr existent sein als sie es jemals gewesen ist – dennoch zieht es zahlreiche Interessierte aus aller Welt, insbesondere die Nachgeborenen oder diejenigen, die die Zeit nicht erleben haben, in großer Zahl zu den Stätten, an denen die Berliner Mauer heute noch erfahrbar wird. Dazu zählt das Panoramabild DIE MAUER zweifellos, das von über einer Viertelmillion Besucher nun gesehen wurde.

Der Berliner Künstler mit persischen Wurzeln, Yadegar Asisi, hat das Werk im September 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt. Er verarbeitet darin seine Erfahrungen als Zeitzeuge des Lebens im West-Berlin der 1980er Jahre und seines Aufwachsens in der DDR.

Die Besucher tauchen ein in das Lebensgefühl in Berlin zur Zeit des Kalten Krieges. Gezeigt wird eine Situation an der Sebastianstraße in Kreuzberg, die damals von der Mauer geteilt war. Ein Freund von Asisi lebte im zweiten Stock in einer Wohnung, von der aus man einen unmittelbaren Einblick über die Berliner Mauer in den Todesstreifen und nach Ost-Berlin hatte. Wie in allen Panoramen ist der Bildinhalt überhöht und „verdichtet“: Es finden sich Szenen und Situationen nebeneinander, die zeitlich und örtlich nicht zeitgleich geschehen sind. So findet man u.a. einen Streichelzoo neben der Wagenburg der Punks und besetzte Häuser neben Wohnungen mit grauen Hausfassaden, in die Migranten gerade einziehen. Jenseits des Todesstreifens beobachten Grenzsoldaten in Wachtürmen das Geschehen im „Westen“ und im Bildhintergrund zeigen sich graue Hausfassaden in Mitte mit dem Fernsehturm am Alexanderplatz. Auf den Fassaden im Osten sind DDR-Parolen in Weiß auf rotem Grund zu sehen, während auf den West-Fassaden bunte Reklamen zum Konsum anregen. Dargestellt ist der Alltag in der geteilten Stadt, in der sich die meisten Bürger mit dem Zustand arrangiert hatten.

• Panorama DIE MAUER aus der Vogelperspektive, Foto Jannis Mayr © asisi
DIE MAUER aus der Vogelperspektive, Foto Jannis Mayr © asisi

„Das Panorama bündelt meine Erfahrungen aus den 80er Jahren in Kreuzberg in vielen Szenen und Details. Ausgehend von der realen Situation habe ich die Bildkomposition so umgesetzt, dass dem Betrachter in vielen Details kleine Geschichten erzählt werden. Sowohl die Stadtgeographie als auch Zeitgeschichte sind aber verdichtet und künstlerisch überhöht. Ich möchte den Besuchern die Atmosphäre der Zeit vermitteln – und das in Details, die so nicht alle zeitgleich oder an einem Ort geschehen wären“, so Yadegar Asisi zu seinem Ansatz.

Neben der changierenden Beleuchtung, die einen grauen Herbsttag simuliert, machen Original-zitate von Ernst Reuter, Walter Ulbricht, Willy Brandt oder J.F. Kennedy, unterlegt von atmosphärischer Musik, die verfahrene politische Situation der Epoche hörbar.

• Vorraum mit Privataufnahmen im Panorama DIE MAUER, Foto David Oliveira © asisi
• Vorraum mit Privataufnahmen im Panorama DIE MAUER, Foto David Oliveira © asisi

Im Vorraum geben dokumentarische Privatfotografien – von Berlinern oder Touristen – einen Einblick in ihren Alltag im geteilten Berlin. Andere wiederum zeigen die Freude über den Mauerfall 1989.

ASISI PANORAMA BERLIN

Checkpoint Charlie
Friedrichstraße 205
10117 Berlin

Tickets 4 – 10 Euro
täglich von 10 – 18 Uhr

Im Internet: DIE-MAUER.DE

Weitere Informationen unter www.asisi.de.

Vor einigen Monaten wurde in Lutherstadt Wittenberg das Panorama Martin Luther eröffnet.

Reise

London calling! Mit British Airways auf Schnäppchenjagd

Die Towerbridge in LondonDie Towerbridge in London

Neue Tagesrückflugtarife am Wochenende auf der Route Berlin-London

London steht unangefochten an der Spitze der europäischen Shoppingmetropolen und mit dem niedrigen Pfund ist die britische Hauptstadt aktuell ein erstklassiges Ziel für alle Fashionistas, die ein Schnäppchen ergattern wollen.

Die Towerbridge in London
Die Towerbridge in London, Foto: D.Weirauch

Berliner Shopping Queens können sich jetzt doppelt freuen: Mit Tagesrückflugtickets an Samstagen und Sonntagen können Fluggäste von Berlin-Tegel nach London Heathrow und zurück für nur 99 Euro in Euro Traveller, der Economy-Klasse von British Airways auf Kurzstrecken, und für 199 Euro in Club Europe, die Business-Klasse der Airline auf Kurzstrecken, fliegen. Schnäppchenjäger können auf dem frühesten verfügbaren Flug Berlin verlassen und mit der letzten Maschine zurückkehren, um einen ganzen Tag die aufregende Themsemetropole zu genießen.

 

Vom Acelor Mittal Orbit hat man einen grandiosen Blick über London
Vom Acelor Mittal Orbit hat man einen grandiosen Blick über London, Foto: D.Weirauch

British Airways hat dies zum Anlass genommen, die Kosten von beliebten Artikeln zu vergleichen, um die durchschnittlichen Ersparnisse für Schnäppchenjäger herauszufinden:

Artikel DE-Preis (€) UK-Preis (£) Ersparnis
Burberry extralanger Heritage-Trenchcoat The Chelsea € 1.895,00

bei Burberry

£ 1.495,00 (€ 1.739,00) bei Burberry € 156,00
iPad Air mit Wi‑Fi, 32 GB € 399,00 bei Apple £ 339,00 (€ 394,00)

bei Apple

€ 5,00
Nike Dunk High iD Schuhe € 130,00 bei Nike £ 95,00 (€ 110,50)

bei Nike

€ 19,50
Daniel Wellington Classic Black Sheffield 40 mm Armbanduhr € 189,00 bei Galeria Kaufhof £ 146,00 (€ 170,00)

bei Selfridges

€ 19,00
Tinted Lipglass Lipgloss von M·A·C € 18,00 bei M·A·C £ 15,00 (€ 17,50)

bei Selfridges

€ 0,50
UGG Australia W Classic Mini II Damenschuhe € 170,00 bei Görtz £ 135,00 (€ 157,00)

bei Office

€ 13,00
Gesamtersparnis € 213,00

British Airways-Reisende können durch die Transfer-Partnerschaft mit dem Schnellzug Heathrow Express zusätzlich Zeit und Kosten sparen: So kommen Fluggäste für 15 Euro in nur 21 Minuten von Heathrow Airport direkt in die Londoner Innenstadt – das entspricht einem Ersparnis von 60 Prozent im Vergleich zum Standardpreis. Kinder unter 15 Jahren können zu allen Zeiten gebührenfrei mitfahren.

Eine 1,5 Kilometer lange und 30 Meter breite Landebahn zwischen zwei Hafenbecken. Foto: London City Airport
Eine 1,5 Kilometer lange und 30 Meter breite Landebahn zwischen zwei Hafenbecken. Foto: London City Airport

Fraser Brown, Director, Heathrow Express fügt hinzu: „Gerade beim Sightseeing kann Zeit wirklich ein kostbares Gut sein. Als schnellstes Fortbewegungsmittel von und nach London bietet der Heathrow Express so mehr spannende Erlebnisse und weniger Zeitaufwand.“

Mehr Informationen zu den Tagesrückflugtarifen unter:https://www.britishairways.com/de-de/offers/flights/london-day-trip

Über British Airways

British Airways bietet zurzeit wöchentlich bis zu 344 Abflüge von Deutschland aus nach London und die gleiche Zahl an Rückflügen von London aus nach Deutschland. British Airways fliegt weltweit zu 213 Destinationen. In Deutschland fliegt British Airways acht Flughäfen an: Berlin-Tegel, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

New British Airways daily service From London City Airport to New York JFK , starting today 29th Sept’09.
Photo Andrew Baker.Die börsennotierte IAG (International Airlines Group) ist die Holding-Gesellschaft von British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus.

Mit der Airline-Allianz auf den Nordatlantikrouten können Reisende komfortabel zu mehr als  200 Zielen in den USA fliegen. Der Allianz gehören vier große Fluggesellschaften an: British Airways, American Airlines, Iberia und Finnair.

British Airways investiert in neue Flugzeuge. Im Jahre 2016 nahm die Airline elf neue Flugzeuge vom Typ Boeing 787-9 mit einer First-Kabine der neuen Generation und zwei neue Airbus A380 in ihre Flotte auf. Damit erhöhte sich die Zahl der Boeing 787-9 auf insgesamt 16 und die Zahl der A380 auf insgesamt zwölf Maschinen. Zwei weitere 787-9 werden 2018 an British Airways ausgeliefert ebenso wie 18 Flugzeuge vom Typ A350.

Auch auf der Kurzstrecke hat die Airline investiert und durch die Ausstattung von Kurzstreckenflugzeugen vom Typ A320, A321 und A319 mit schlankeren, intelligent designten Sitzen den persönlichen Freiraum ihrer Fluggäste vergrößert und die Kabine aufgewertet. Das elegante Design ist von den Flaggschiffen der British Airways-Flotte, dem Airbus A380 und der Boeing 787, inspiriert.

Eine große Auswahl an sorgfältig ausgewählten Hotels, Autovermietungen und Attraktionen an einer Vielzahl von Reisezielen weltweit sind mit Flügen über ba.com/holidays buchbar.

Geschäftsreisende können vom OnBusiness-Treueprogramm profitieren, das Unternehmen erlaubt, bei British Airways, Iberia und American Airlines zusammen Punkte zu sammeln und einzulösen.

British Airways schreibt Erfolgsgeschichte mit Innovationen einschließlich der Einführung von elektronischen Gepäckanhängern, einer speziell für die Apple Watch entwickelten App, der Nutzung von iPads an Bord und des vollkommen flachen Betts in Club World, der Business-Klasse von British Airways auf Langstrecken.

Weitere Informationen sind unter ba.comVon Berlin nach London zum Shoppen abrufbar.

City airport London mit der Skyline von London, Foto: London City Airport
City airport London mit der Skyline von London, Foto: London City Airport
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