Bayern

Reise

2019 ist Seidl-Jahr in Murnau

Schlossmuseum Murnau mit Terrasse

Bisher dachte ich, Murnau am Staffelsee ist vor allem Blaues Land, Blauer Reiter, geprägt durch Gabriele Münter, Wassil Kandinsky und Franz Marc. Und eben “unser” ganz persönlicher Murnaubezug: Friedrich Wilhelm Murnau (eigentlich F.W.Plumpe), der geniale Stummfilmregisseur. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof am Rande Berlins. Es muss also ein besonderer Ort sein, dieses Murnau da unten in Oberbayern, dass sich Plumpe nach Murnau benannte. Und nun ruft Murnau ein Seidl-Jahr aus. Mit Konzerten, Festen und Führungen ehrt der Ort Murnau den 100. Todestag des Architekten und leidenschaftlichen Gastgebers Emanuel von Seidl. So kann man Murnaus Aktivitäten in diesem Jahr zusammenfassen.

Seidls Fassadenmalerei strahlt auch am Rathaus

Ein Architekt bestimmt den Takt

2019 jährt sich der Todestag des Münchner Architekten Emanuel von Seidl zum 100. Mal. In Murnau, die Stadt, in die sich Seidl verliebt und deren Ortskern er maßgeblich geprägt hat, lebt die Erinnerung an ihn weiter. Bunt bemalte Fassaden, sprudelnde Brunnen und der Seidlpark, eine grüne Oase mitten in Murnau, zeugen noch ein Jahrhundert später von seinem Lebenswerk. Seidl war nicht nur ein Architekt und begnadeter Innenausstatter, er war auch Parkgestalter, ja, heute würde man sagen, Seidl war auch Manager. Zum Dank widmen die Murnauer ihrem großen Architekten ein ganzes Jahr – mit Festen, Konzerten und speziellen Führungen. Darüber werden wir hier ausführlich berichten. Denn einfachraus.eu war in Murnau.

Reise

Franken: Ausgezeichnete Braukultur und regionale Küche

Fränkische-Schweiz_BrauereitourFränkische-Schweiz Brauereitour Foto: FrankenTourismus/FRS/Hub

Über 50 ausgezeichnete Genussorte in Franken / Bierrekordgemeinde Aufseß / Kellerkultur in Forchheim / „BierWochen“ in der Fränkischen Schweiz / Bierstadt Bamberg / Spalter Aromahopfen / Klosterbiere und Kulmbacher Bierwoche / Bratwurst-Vielfalt

Es gibt viele Wege, um eine Landschaft kennenzulernen. Einer der schönsten führt sicherlich über ihre kulinarischen Schätze. In Franken geht das besonders gut, und dieser köstliche Umstand ist seit vergangenem Jahr quasi „amtlich“: Gemeinsam haben sich das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau auf die Suche nach den „100 Genussorten Bayern“ gemacht. Ziel ihres Wettbewerbs war es, Orte zu finden, die sich durch ihre kulinarischen Traditionen auszeichnen (www.100genussorte.bayern).

Urlaubsland der Genussorte

Als die Gewinner feststanden, war klar: Franken ist als gesamte Region kulinarisch herausragend! Über 50 Mal ging die Auszeichnung ins Urlaubsland – von Abtswind im Steigerwald bis zur „Weininsel an der Mainschleife“ im Fränkischen Weinland. Erstaunlich oft taucht bei den fränkischen Gewinnern das Thema Bier in der Begründung der Jury auf. Wer Franken kennt, den wundert dies allerdings nicht. Schließlich gibt es nirgendwo mehr Brauereien als hier, darunter sehr viele Klein- und Kleinstbrauereien, die ausschließlich für den Ausschank in der eigenen Gaststätte brauen. Damit einher geht eine große Vielfalt an Biersorten und somit ist die fränkische Bierkultur für Genießer immer ein Gewinn.

Hier geht es zum Biergarten von Schlenkerla in Bamberg Ffoto: Weirauch
Hier geht es zum Biergarten von Schlenkerla in Bamberg Foto: Weirauch

Weltrekord für Bierliebhaber

Eine Region mit gleich mehreren „süffigen“ Genussorten ist die Fränkische Schweiz. Unter ihnen befindet sich mit Aufseß eine echte Weltrekordgemeinde: Sie hat zwar nur rund 1.300 Einwohner, dafür aber vier Brauereien. Mit dieser hohen Brauereidichte hat es die Gemeinde ins Guinessbuch der Rekorde geschafft. Darauf sind die Aufseßer natürlich stolz und laden dazu ein, ihre jahrhundertealte Braukultur kennenzulernen: zum Beispiel bei einem Bierkrimidinner oder bei einer Tour auf dem Brauereienweg (www.aufsess.de).

Diese Tour stellt ein hervorragendes Beispiel für die zahlreichen Wander- und Radwege dar, die sich in Franken dem Thema Bier widmen. Zu ihnen zählt auch der „13-Brauereien-Weg”, der ebenfalls zu den Gewinnern der „100 Genussorte Bayern” gehört. Er verbindet rund um Litzendorf, Memmelsdorf und Strullendorf Traditionsbrauereien, die zusammen rund 90 Biersorten anbieten. Gelegenheit, diese zu kosten, haben Besucher beim „Bierkulturfest“ in Memmelsdorf am 3. und 4. Mai 2019 (www.fraenkische-toskana.com).

Im Sommer geht es „auf’n Keller“

„Auf’n Keller“ führt der Weg zur Braukultur in Forchheim. Die Stadt in der Fränkischen Schweiz ist berühmt für ihr Annafest im Kellerwald (26. Juli bis 5. August 2019). Die dortigen Keller, 23 an der Zahl, sind typisch für die fränkische Bierkultur. Früher, als es noch keine Möglichkeit zur elektrischen Kühlung gab, wurde in diesen immer kühlen Felsstollen den Sommer über das Bier gelagert. Es bot sich an, das Bier gleich an Ort und Stelle auszuschenken und sich damit den mühsamen Weg von den im Wald gelegenen Kellern zurück zur Brauerei zu sparen. So entstand eine Tradition, die Sommer für Sommer in Franken mit viel Leidenschaft gepflegt wird.

Im Schatten großer Bäume macht man es sich auf dem Keller gemütlich, trinkt aus einem „Seidla“ – dem in Franken oft verwendeten Halbliter-Steinkrug – ein frisch gezapftes Kellerbier und lässt sich dazu ein typisches Kellergericht schmecken. Außerhalb der Festtage erschließt sich Forchheims Braukultur bei einer „Kulinarischen Bierverkostung“ oder auf dem „Walk of Beer“, einer Themenroute zwischen Innenstadt und Kellerwald (www.forchheim-erleben.de).

Einen köstlichen Einstieg in die Bierkultur ermöglichen übrigens die „BierWochen“ in der Fränkischen Schweiz. Vom 6. März bis 23. April 2019 bieten die teilnehmenden Gastronomen jeweils mindestens drei Gerichte an, in denen Bier verarbeitet wird, darunter Starkbier-Süppchen, Bierburger mit Süßkartoffel-Pommes oder fränkisches Weißbiereis mit Blaubeerkompott. Der Zeitraum der „BierWochen“ wurde bewusst gewählt: Am 6. März 2019 beginnt die Fastenzeit, in der nach alter Klostertradition oftmals zu Bier als Nahrungsmittel gegriffen wird. Der 23. April 2019 dagegen ist der „Tag des Deutschen Bieres“ – der Tag, an dem 1516 das „Bayerische Reinheitsgebot“ verkündet wurde (www.fraenkische-schweiz.com).

„Flüssiges Brot“ für Frankens Mönche

Die Mönche, die sich mit Bier als „flüssigem Brot“ über die karge Fastenzeit retteten, prägten auch die Bierkultur in anderen fränkischen Genussorten. In der UNESCO-Welterbestadt Bamberg, das berühmt für sein fast schon legendäres Rauchbier ist, liegt der Ursprung der Braukultur auf dem Michelsberg, wo Benediktiner-Mönche bereits im 12. Jahrhundert das Braurecht innehatten. Heute ist im ehemaligen Kloster das „Fränkische Brauereimuseum“ zu Hause, in dem neben Führungen auch Gelegenheit zu unterhaltsamen Bierseminaren besteht. Ideal, um in die Bamberger Bierkultur einzutauchen, sind zudem Angebote wie die „BierSchmeckerTour” oder die Führungen „Leidenschaft für Gerstensaft“ und „Bier – Das Bamberger Herzblut“.

Bamberg Jubiläum UNESCO Welterbe, Foto: „BAMBERG Tourismus & Kongress Service/Stadtplanungsamt Bamberg, Foto: Luftbild Hajo Dietz“
Bamberg Jubiläum UNESCO Welterbe, Foto: „BAMBERG Tourismus & Kongress Service/Stadtplanungsamt Bamberg, Foto: Luftbild Hajo Dietz“

Während die Braugeschichte in Bamberg seit fast 1.000 Jahren keinerlei Lücken aufweist, war der Anbau von Hopfen als wichtige Bierzutat vor rund 100 Jahren beendet. Lange schien dies endgültig, bis eine alteingesessene Bamberger Gärtnerfamilie sich wieder darauf besann: Seit einigen Jahren werden im Bamberger Erlebnis-Hopfengarten nun wieder verschiedene Hopfenarten angebaut, die in der hauseigenen Brauerei – übrigens der kleinsten der insgesamt elf Brauereien der Stadt – verarbeitet werden und Thema von Führungen und Seminaren sind (www.bamberg.info/bier).

Aromatischer Klassiker

Beim „grünen Gold“, wie der Hopfen auch genannt wird, führt kein Weg an Spalt vorbei. Dieser Genussort im Fränkischen Seenland ist berühmt für den „Spalter Aromahopfen“, der hier nachweislich seit 1341 angebaut wird. Wie aus Hopfen Bier wird, erzählt das außergewöhnliche „HopfenBierGut“. Die Besucher spazieren in diesem interaktiven Museum unter anderem durch einen begehbaren Braukessel oder stimmen sich an der Aromastation auf die Vielfalt der Spalter Biere ein. Neu im Museum ist die „ProBierStund“: Immer am ersten Donnerstag im Monat verkosten ausgebildete Biersommeliers mit den Teilnehmern in lockerer Atmosphäre ausgewählte Biere. Eine weitere Spalter Besonderheit sind die Bürger der Stadt: Sie alle sind Eigentümer der einzigen kommunal geführten Brauerei in Deutschland. 2019 feiert diese Stadtbrauerei ihr 140-jähriges Bestehen mit einem großen Brauereifest am 11. und 12. Mai 2019 (www.hopfenbiergut.de).

Wallfahrten zur Bierkultur

Seit Jahrhunderten pilgern Bierliebhaber in den Genussort Bischofsheim an der Rhön – genauer gesagt zum Franziskaner-Kloster auf dem Kreuzberg. Es ist tatsächlich ein Wallfahrtsort mit langer Tradition – seit 1731 wird hier außerdem das berühmte Kreuzberger Klosterbier gebraut, das direkt vor Ort ausgeschenkt wird (www.bischofsheim.info). Auch die Benediktinermönche im Kloster Plankstetten blicken auf eine lange Braugeschichte zurück. Das Kloster bei Berching im Naturpark Altmühltal, ebenfalls ein ausgezeichneter Genussort, legt viel Wert auf die Naturbelassenheit seiner Produkte. Das gilt beim Bier ebenso wie bei den Köstlichkeiten, die aus der Landwirtschaft oder der Bäckerei des Klosters stammen (www.kloster-plankstetten.de).

Ein Wahrzeichen des Obermain•Jura ist die Basilika Vierzehnheiligen über Bad Staffelstein. Die berühmte Wallfahrtskirche ist zwar keine Braustätte, dafür hat sich quasi unter ihrem Schutz eine leidenschaftlich gepflegte Bierkultur entwickelt. Stolze zehn Brauereien gibt es im Stadtgebiet von Bad Staffelstein. Sie sind auch das Ziel von gleich drei Tourenvorschlägen für Radfahrer. Zur Auswahl stehen die „Main-Brauerei-Tour“, die „Fünf-Brauereien-Tour“ und die „Pilger-Brauerei-Tour“. Wer die geballte Bier-Kompetenz der Stadt kennenlernen will, besucht einfach das Bad Staffelsteiner Bierbrauereifest am 15. August 2019 (www.bad-staffelstein.de).

Gute Biere, gutes Essen und gute Gesellschaft

Eine richtige Bierstadt also, dieses Bad Staffelstein. Damit befindet sie sich in Franken in bester Gesellschaft! Das merkt jeder, der zum Beispiel in Kulmbach im Frankenwald zu Gast ist. Die Biere dieser „Heimlichen Hauptstadt des Bieres“ sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Auch in Sachen Biergeschichte ist Kulmbach eine Institution, lebendig vermittelt im „Bayerischen Brauereimuseum“. Außerdem steht in der Stadt ein Termin im Kalender, der zu den Höhepunkten der fränkischen Bier- und Festtradition zählt: Alljährlich lockt die „Kulmbacher Bierwoche“ (27. Juli bis 4. August 2019) bis zu 120.000 Besucher an. Zu Füßen der mächtigen Plassenburg dreht sich dann alles um gute Biere, gutes Essen und gute Gesellschaft (www.kulmbach.de).

Die Plassenburg ist ein Vermächtnis der fränkischen Herrscher aus dem Hause Hohenzollern. Auch Bayreuth ist eine Hohenzollern-Stadt, wie unter anderem das UNESCO-Welterbe Markgräfliches Opernhaus beweist. Ob die Liebe zur Bierkultur etwas mit dieser Vergangenheit zu tun hat, sei dahingestellt. Sicher ist allerdings, dass die Fichtelgebirgsstadt als Genussort ebenfalls ein ideales Ziel für Bierliebhaber darstellt: dank Bierkutscher- oder Genussführungen, der Braumeistertour oder „Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt“ (www.bayreuth-tourismus.de).

Menü der Regionen

Nun lebt der Mensch nicht vom „flüssigen Brot“ alleine – und das muss er in Franken auch nicht, denn die Spezialitäten der ausgezeichneten Genussorte ergeben ein köstliches Menü. Darunter sind zum Beispiel feine Leckereien wie vom „Iphöfer Eichelschwein“ aus dem Fränkischen Weinland, zartes „Frankenhöhe-Lamm“ aus dem Romantischen Franken oder köstlicher „Aischgründer Karpfen“ aus dem Steigerwald. Ein Erlebnis ist außerdem der Besuch einer typischen Heckenwirtschaft – also jenen Gastwirtschaften im Weinland Franken, die nur zu bestimmten Zeiten im Jahr geöffnet haben und in denen die Winzer selbst zum Gastgeber werden. Zum Wein werden hier bodenständige Brotzeiten serviert: Im Genussort Bürgstadt im Spessart-Mainland kommen hier zum Beispiel regionaltypische Spezialitäten wie Winzerstangen, Winzerblatz oder Bratwürste auf den Tisch (www.buergstadt.de). Hier geht es zu der Region.

Apropos Bratwurst: Die gehört zum fränkischen Menü der Spezialitäten selbstverständlich dazu! Obwohl, die eine fränkische Bratwurst gibt es gar nicht, stattdessen lässt man sie sich in vielen Variationen schmecken, die sich sowohl in der Zusammensetzung und den Gewürzen als auch in der Größe deutlich unterscheiden. Die bekannteste stammt sicherlich aus dem Genussort Nürnberg. Die berühmten Nürnberger Rostbratwürste dürfen nur im Stadtgebiet nach festgeschriebener Rezeptur hergestellt werden und sind gleichzeitig auch die kleinsten in der fränkischen Bratwurst-Riege (www.nuernberger-bratwuerste.de). Ganz andere Dimensionen herrschen im Fränkischen Weinland, wo sich die „Sulzfelder Meterbratwurst“ als köstliche Schnecke auf dem Teller ringelt (www.sulzfeld-main.de).

Der Gipfel der fränkischen Bratwurst

Mit Ansbach und Coburg sind zwei weitere fränkische Genussorte ohne ihre Bratwurst kaum vorstellbar. Die Ansbacher Bratwurst gehört ebenfalls zu den stattlicheren Varianten und kann sogar auf eine ältere urkundliche Erwähnung als das bayerische Bier zurückblicken. Das und vieles mehr erfahren die Teilnehmer der „Ansbacher Bratwurstführung“ (www.ansbach.de).

Nicht zu vergessen die aromatisch-knusprige Verführung, die die Region Coburg.Rennsteig bereithält: Hier brutzelt die Coburger Bratwurst über dem Feuer von Kiefernzapfen (www.coburg-tourist.de).

Coburger Bratwürste werden traditionell auf einem Rostgrill über dem Feuer von Kiefernzapfen gebraten. Foto: Weirauch
Coburger Bratwürste werden traditionell auf einem Rostgrill über dem Feuer von Kiefernzapfen gebraten. Foto: Weirauch

Was die Bratwurst alles zu bieten hat, zeigt am 2. Juni 2019 der „Fränkische Bratwurstgipfel“ im Genussort Pegnitz in der Fränkischen Schweiz.Weitere Zutaten im großen Menü der fränkischen Spezialitäten sind süße Leckereien wie die Dettelbacher Muskatzinen aus dem Fränkischen Weinland, Grünkern aus dem Lieblichen Taubertal, Kräuterwissen im Nürnberger Land oder die besondere Verbindung von Wein- und Bierkultur in den Haßbergen. Mehr darüber liest man in der aktuellen Themenzeitung „Genießerland“, die kostenlos über FrankenTourismus erhältlich ist und als Blätterkatalog online zur Verfügung steht. Gleiches gilt für die Broschüre „Franken – Heimat der Biere.“, die zu einer Entdeckungsreise durch Frankens Bierkultur einlädt.

Weitere Informationen und Prospekte gibt es hier:   

Reise

Wolfgangs Erlebnisse mit der Bahn

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Wenn einer eine Reise tut . . . und das Auto stehen lässt, um einmal die viel gescholtene Deutsche Bahn zu benutzen. Ja – da kann man viel erzählen. Sehr viel  sogar..

Es war gegen Mittag, da stand der ICE 1511 nach München schon lange vor Abfahrt auf seinem Gleis des Hauptbahnhofs Berlin. Wer glaubt, die Wagennummer an j e d e r Waggontür zu finden, irrt schon das erste Mal. Und fragt sich: Warum eigentlich nicht? Wäre doch kundenfreundlicher, als erst zum Anfang oder Ende des Wagens laufen zu müssen. Das mag ja noch zu verschmerzen sein – aber dann die Suche nach dem reservierten Platz! Die Nummern sind so hoch und so klein und werden überstrahlt von der daneben schrill rot leuchtenden Anzeige „Berlin – München“, so dass sie nicht oder nur äußerst mühsam zu erkennen sind. Warum finden sich die Platznummern nicht an den Seitenlehnen der Sitze? Das wäre komfortabel und passagiergerecht.

Das erwähnte schrille Rot scheint es den Farbfetischisten der Deutschen Bahn besonders angetan zu haben. Denn es wird auch – hoch unterm Waggondach – für alle möglichen Hinweise verwendet, etwa die Geschwindigkeit, die der Zug gerade erreicht hat. Nur – lesbar ist das alles lediglich dann, wenn der Zug durch einen Tunnel fährt. Andernfalls löst Sonnenlicht absolute Unleserlichkeit aus, ist die viel zu kleine Schrift auch in den nächstgelegenen Sitzen kaum auszumachen – auch hervorgerufen wegen unterschiedlicher Blendeffekte. Da wäre eine weiße Schrift auf dunklem Hintergrund angebracht! Dass das nicht schon längst den Bahnverantwortlichen aufgefallen ist – man wundert sich doch sehr.

Mit all dem, diesen Unannehmlichkeiten, kann man ja noch leben. Aber dass kurz nach Abfahrt vom Berliner Hauptbahnhof dann bedauernd angekündigt wird, der Bistrowaggon sei „außer Betrieb“ und für die fast sechsstündige Fahrt nach München könne gerade mal ab und zu Kaffee serviert werden – in der Ersten Klasse -, zeugt von absolutem Servicemangel. Ein paar Kekse zum Kaffee für drei Euro (!!!) trösten da auch nicht. Der Zug wurde in Berlin eingesetzt – hätte man da nicht den Speisewagen austauschen können?

Mängel über Mängel. Etwa: Warum wird in den Wagen zwar auf den nächsten Feuerlöscher hingewiesen, aber in welcher Richtung sich das WC befindet – Geheimsache. Kann man ja durch Auf- und Abgehen suchen. Oder: Einzelsitze in der Ersten Klasse haben keinerlei Ablagemöglichkeit, etwa für eine Zeitung. Warum wird nicht Entsprechendes, was sich sonst in den Rückenlehnen findet, an der Wagenseite installiert?

Mit Chaos dann begann schon die Rückfahrt nach Berlin auf dem Münchener Hauptbahnhof.   Rund 90 Minuten vor Abfahrt wurde Bahnsteig 22 angegeben. Aber auf dem Wagenstandanzeiger am Gleis 22 existierte der ICE 1508 überhaupt nicht. Erst kurz vor Abfahrt tauchte ein Bahnangestellter auf, der angeben konnte, welchen Abschnitt zwischen A und G man aufsuchen müsste, um seinen Wagen Nr. 28 zu finden. Wer schon kann wissen, dass normalerweise dieser Zug vom Bahnsteig 18 abfährt – wo sich sicher auch der Plan für die Wagenabfolge findet. Warum wird unter derartigen Umständen nicht am Beginn des (neuen) Bahnsteigs ein entsprechendes Schild angebracht?  Und warum gab es im gesamten in München eingesetzten Zug keine „Ihr Reiseplan“-Broschüre mit den anzufahren Bahnhöfen und den dazu gehörenden Zeiten?

Servicemängel also en masse! Und die sind unentschuldbar! Wie auch die überhand nehmenden Verspätungen. Könnte man die nicht einfach beseitigen, indem man die Fahrzeiten generell um 10 oder 15 Minuten verlängert?

Trotz allem: So schnell wie mit der Bahn schafft man Berlin – München oder auch „nur“ München – Erfurt mit dem Auto nicht! Und erholsamer als das Auto ist die Bahn trotz der Ärgernisse doch.

Hotels

Waldweihnacht im Berchtesgadener Land

(5) Winterimpression - Aussenpool_(C)_Klosterhof Winterimpression - Aussenpool (C) Klosterhof

Im Klosterhof Premium Hotel & Health Resort in Bayerisch Gmain wird die Adventszeit zur schönsten Zeit im Jahr

(Werbung) Waldweihnacht und Winterluft: Wenn die Tage kürzer sind und es draußen kälter wird, ist Weihnachten nicht mehr weit. Winterlieder erklingen und der Duft von frischgebackenen Plätzchen zieht durch die Häuser. Auch rund um den Klosterhof – Premium Hotel & Health Resort verwandelt sich das Berchtesgadener Land in dieser Zeit in ein vorweihnachtliches Paradies. Ohrenbetäubendes Glockengeläut kündigt in den engen Marktgassen traditionell die schaurigen Kramperl an und die vielen Christkindlmärkte in der Umgebung bieten von romantischer Waldweihnacht in Halsbach bis zum alpinen Bergadvent in Berchtesgaden für jeden etwas.

Dabei steht der Shuttle-Service des Vier-Sterne-Superior Hauses seinen Gästen jederzeit zur Verfügung, so  dass man beruhigt ein oder mehrere Tässchen Glühwein genießen kann. Die klare Winterluft lädt zudem auch zum Aktivsein ein. Nach einer Schneeschuhwanderung am Predigtstuhl wartet eine wohltuende Massage in Bad Reichenhaller Alpensole.

Vorweihnachtliche Entspannung

Der Wellness und Spa Bereich des Klosterhofs ist besonders in der kalten Jahreszeit eine wahre Wohlfühloase. Denn Körper und Geist entspannen gleichermaßen und Kräfte werden sanft mobilisiert. Für ein individuelles Relax-Programm stehen im Artemacur Spa zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung: Hallenbad mit Kaminlounge, Sole-Dampfbad, diverse Saunen sowie ein Fitness- und ein Yogaraum. Außerdem verwöhnen in den SPA Ritual Räumen lockernde Massagen und kosmetische Anwendungen. Highlight ist der Alpen SoleDom zum schwerelosen Floaten. Hier bietet der Klosterhof im November 2018 ab zwei Übernachtungen ein besonderes Special: 20 Minuten kostenfreies Floaten im Alpen SoleDom.

Christkindlmarkt in Bad Reichenhall

Für einen besinnlichen Ausflug lockt in der Adventszeit auch die Alpenstadt Bad Reichenhall. Dort erstrahlen die mit Lichterketten geschmückten Hütten des Christkindlmarktes auf dem Rathausplatz, gefüllt mit einem breiten Sortiment an hochwertigen und regionalen Produkten. Punsch, gebrannte Mandeln und andere Leckereien dürfen ebenfalls nicht fehlen. Genauso die musikalischen Darbietungen von alpenländischer bis hin zu philharmonischer Musik. Natürlich gibt es in der Gegend rund um den Klosterhof noch einige weitere Märkte, zu denen der Klosterhof mit seinem Christkindlmarkt-Hopping einlädt. Weitere Informationen unter www.klosterhof.de/de/pauschale-klosterhof-christkindlmarkt-hopping.

Lichtermeer auf Burg Gruttenstein

Ein etwas kleinerer, aber gemütlicher und liebevoll geschmückter Adventsmarkt befindet sich auf der Burg Gruttenstein in Bad Reichenhall. Die Burg hüllt sich in dieser Zeit im goldenen Glanz tausender Lichter und verwandelt das historische Gebäude, das nur zu besonderen Anlässen offen ist, in eine atemberaubende Weihnachtskulisse. Ab 23. November stellen Händler ihre Kunsthandwerke jedes Wochenende sowohl im Burghof als auch in den Gemäuern aus. Almkäse, Speck und regionale Köstlichkeiten sorgen für das leibliche Wohl und die Feuerzangenbowle wärmt die kalten Hände. Wer davor die Ruhe in der Natur genießen möchte, für den bietet sich eine Winterwanderung rund um den Predigtstuhl inklusive Seilbahnfahrt über Bad Reichenhall und Brotzeit-Stärkung an. Schließlich ist er nur einen Katzensprung vom Klosterhof entfernt. Über regionale Partner bucht das Vier-Sterne-Superior Haus gerne auch geführte Skitouren oder Schneeschuhwanderungen – Ski-Shuttle inklusive.

Salzburg in weihnachtlichem Glanz

Besucher der Mozartstadt lassen sich im Advent von zahlreichen Weihnachtsmärkten, Adventskonzerten und Brauchtumsveranstaltungen verzaubern. Dank dem weltberühmten Salzburger Christkindlmarkt liegt der Geruch von würzigem Glühwein und Maroni in der Luft, der die komplette Altstadt in weihnachtliches Flair versetzt. Wer möchte, kann zudem einen der vielen unvergesslichen Krampusläufe in der Gegend erleben, die sowohl für Einheimische als auch für Touristen ein wahres Spektakel sind. Auch hier hat der Klosterhof vom 03. bis 08. Dezember ein Special geschnürt. So führt ein Shuttle die Gäste zu den verschiedenen Kramperlläufen. Dazu gibt’s ein Nikolaussackerl für alle „brav gewesenen“. Diverse Krippenausstellungen und Konzerte sind zudem eine schöne Idee, um in Weihnachtsstimmung zu kommen und die Adventszeit zu genießen.

Klosterhof – Premium Hotel & Health Resort

Der neue Klosterhof steht als Vier-Sterne-Superior Premium Hotel & Health Resort und familiengeführtes Hauses auf drei Säulen: Premium, Kunst und Gesundheit – unter dem Motto „Begeisterung Leben“. Herzstück des Hauses ist dabei das 500 Jahre alte Gebäude der ehemaligen Klosterökonomie St. Zeno, deren Steine, Gewölbe und Geschichte integriert wurden. Für die Gäste stehen 65 großzügige Panoramazimmer, SPA Lofts und Suiten sowie drei individuelle Restaurantkonzepte zur Verfügung.

(4) Klosterhof Außenansicht 3_(C)_Klosterhof
(4) Klosterhof Außenansicht 3_(C)_Klosterhof

Das 1.500 Quadratmeter große Artemacur SPA bietet Platz und Raum für Rituale und Entspannung. Für sein besonderes Spa-Konzept wurde der Klosterhof als Wellnesshotel des Jahres 2017 ausgezeichnet und erhielt eine Auszeichnung des Relax Guide sowie die Wellness Aphrodite. Zudem wurde der Klosterhof für sein nachhaltiges Mitarbeitermanagement mit dem Hospitality HR Award prämiert. www.klosterhof.de.

Reise

Traditionell bayerisch,

Ein Abend mit bayerischer Bier- und EsskulturEin Abend mit bayerischer Bier- und Esskultur

Eine Blaskapelle, die ein ganzes Festival rockt, ein Wirtshaus, das auch Feinschmecker anzieht, eine Brauerei auf dem Berggipfel. Bayerische Traditionen, neu interpretiert und mit Begeisterung gelebt, stehen im Mittelpunkt der heute auf der ITB vorgestellten neuen Kampagne der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH.

Unter dem Motto „Bayern – traditionell anders“ sind sechs Themenfelder zusammengefasst, die den Freistaat in einem bekannten aber doch modernen Licht zeigen. In Bayern wird Brauchtum gelebt und werden Traditionen gepflegt, die Menschen sind stolz auf ihre über Jahrhunderte gewachsene Lebensart. Sie gehen eigene Wege, schlagen dabei aber auf authentische Weise die Brücke zwischen früher und heute, zwischen alt und neu. Und genau das ist vermutlich das Geheimnis des bayerischen Brauchtums: Jede Generation interpretiert sie unterschiedlich, ohne dass der Ursprung verloren geht.

„Der Freistaat ist weltweit bekannt für seine unverfälschten regionalen Eigenheiten, die die Einheimischen lieben und mit Hingabe bewahren. Das unterscheidet das Reiseland Bayern von anderen Destinationen. Diese Einzigartigkeit der bayerischen Kultur möchten wir herausstellen und stärker in der Wahrnehmung der Zielgruppen verankern“, betont Jens Huwald, Geschäftsführer der by.TM. Eingeteilt in Themenfelder wie „Das Neue Blech“, „Heimatgestalter“ oder „Traditionsverfeinerer“, erzählt die Kampagne Geschichten, die Bayern so besonders machen. Alle Stories sind auf der zentralen Kampagnen-Webseite www.bayern.by/traditionell-anders im Stil eines Reisemagazins zu finden. Fans sowie Follower können sie auch auf den Social-Media-Kanälen der by.TM verfolgen. Einen kleinen, ersten Eindruck in die neue Kampagne vermitteln die nachfolgenden Beispiele:

Mit Pauken und Trompeten – „Das Neue Blech“

Blasmusik und Dorfkapellen gehören zu Bayern wie Weißwürste und Lederhosen. Junge Brass Bands hauchen diesem Stück bayerischer Tradition neues Leben ein, denn Gemeinschaftsgefühl und krachlederne Gemütlichkeit lassen sich auch beim Klang schmetternder Trompeten oder dumpfen Tubas erleben. Im Freistaat sprießen nicht nur viele neue Combos der jungen Musik-Bewegung hervor, in diesem Jahr finden hier auch Blasmusik-Workshops, unter anderem mit LaBrassBanda, und ein ganz besonderes Musikevent statt. Beim Brass Wiesn Festival in Eching bei München vom 5. bis zum 7. August 2016 wird die Neuentdeckung der Blasmusik gebührend gefeiert. Die Beats der performenden Bands wie „die Kapelle Josef Menzl“ oder „Die Fexer“ klingen nach Heimat und gleichzeitig nach weiter Welt. Und auch wenn die Tracht hier lässig mit Sneaker kombiniert wird, fühlen sich Traditionalisten genauso wohl wie Avantgardisten.

Neue Perspektiven mit den „Heimatgestaltern“

Mit frischen Ideen sorgen viele Dorfbewohner Bayerns dafür, dass ihre Heimatverbundenheit auch für Besucher und Urlauber erlebbar wird. Ein innovatives Konzept haben beispielsweise die Junior-Chefs des Wirtshaus Osl in Bad Kötzting auf die Beine gestellt. 2012 übernahmen sie das Restaurant von ihren Eltern. Stück für Stück und mit viel Liebe zur eigenen, 150 Jahre alten Geschichte, haben sie es in einen Design-Gasthof verwandelt, der weit über die Ortsgrenzen für seine typisch bayerischen Gerichte und regionalen Menüs bekannt ist. Ein Ort mit ähnlich langer Tradition ist das Weinreich Sommerach. Heute sind Vinothek und Weinschule in einem architektonisch beeindruckenden Gebäude untergebracht. Das Projekt wird betrieben von der ersten Winzer-Genossenschaft Frankens, die bis heute ihren Pioniergeist erfolgreich zu Felde trägt und wie die Schule, Kirche und das Rathaus den Gemeinschaftssinn des Dorfes mitprägt. Eine neue Heimat auf Zeit finden Urlauber hingegen im familienbetriebenen Baumhaushotel Allgäu, das nicht nur Ruhe-suchende Städter als Rückzugsort von der Alltagshektik schätzen, sondern auch die umliegenden Gemeinden. Das Hotel ist schnell bei Einheimischen und Gästen zum Mittelpunkt des modernen Dorflebens geworden.

„Traditionsverfeinerer“ mit Fingerspitzengefühl

Die unter dem Motto „Traditionsverfeinerer“ vorgestellten Charaktere verkörpern die bayerische Spezialität des Generationswechsels. Jungunternehmer toben sich aus und verwirklichen ihre Ideen, bewahren dabei aber auch die Philosophie ihrer Vorgänger. So entstehen moderne Traditionsbetriebe und ein einzigartiges Angebot für Gäste. Ein ebenso außergewöhnliches wie erfolgreiches Beispiel dafür ist die höchst gelegene Braustätte Deutschlands. Für die beiden Gründer von „Almsbeer“ gab es keine bessere Braustätte als die Station der stillgelegten Grünten Seilbahn, die einst die Eltern von Braumeister Berni betrieben haben. Wer heute den Gipfel erklimmt, der wandert an kleinen Bächen sowie grasenden Kühen vorbei und kann auf 1.000 Metern Höhe den Ausblick über die sanften Wiesen des Allgäus nun auch bei einem frisch gezapften Craft Beer genießen.

Weitere Informationen auf www.bayern.by/traditionell-anders.

Reise

Bayerisches Bier und Reinheitsgebot

Brauerei_Hotel_MaximilianFoto: Hotel Maximilian

Im April 2016 wird das 500. Jubiläum des deutschen Reinheitsgebots gefeiert. Auch rund um Deutschlands höchsten Berg stößt man auf das älteste Lebensmittelgesetz der Welt an und lässt das Bier hochleben.Bayerisches Bier und Reinheitsgebot

Welche Brauereien und Betriebe in der Zugspitz Region (www.zugspitz-region.de) für geschmackvolle Variationen des Gerstensafts sorgen, zeigt dieser exklusive einfachraus.eu – Überblick:

Brauerei Karg in Murnau

Unweit des Staffelsees braut die Familie Schubert bereits in der vierten Generation obergäriges Weißbier. Helles, dunkles, leichtes – oder besonders süffig das Staffelsee Gold mit einem besonders edlen Hopfen. Für die, die es etwas stärker mögen, ist der Weizenbock ein Traum. Die Grundlage für alle Rezepturen legte der Großvater des heutigen Geschäftsführers Franz Schubert bereits 1912. Mehr als 100 Jahre später war die Murnauer Brauerei im Rahmen des G7-Gipfels 2015 in aller Munde, Barack Obama prostete mit seinem Karg-Weißbierglas in die Kameras.

Die originalen Weißbiergläser werden übrigens im neuen „Haus der bayerischen Geschichte“ in Regensburg ausgestellt. Die Bierbank, auf der Barack Obama gemeinsam mit Angela Merkel Brezn und alkoholfreies Bier genoss, steht in den Sommermonaten im Biergarten der Brauerei. www.karg-weissbier.de

Privatbrauerei Mittenwald

Inmitten der Alpenwelt Karwendel liegt Deutschlands höchstgelegene Privatbrauerei, die sich seit 1808 der flüssigen Nahrung verschrieben hat. Das heimische Brauwasser aus den umliegenden Bergen zeugt von höchster Qualität. Diese ist einer der wichtigsten Bestandteile bei der Bierherstellung und prägt entscheidend den Charakter der Mittenwalder Bierspezialitäten. Was große Bierhersteller als „unrentabel“ bezeichnen, ist in Mittenwald gelebte Brauphilosophie: Jede Biersorte wird nach einem speziellen Rezept einzeln eingebraut, in offenen Gärbottichen vergoren und mindestens sechs bis acht Wochen gelagert.

Beste Rohstoffe, handwerkliches Geschick, die Liebe zum Produkt und ausreichend Reifezeit für die Entfaltung der ganz persönlichen Note sind dabei entscheidend. Helles, Pils, Dunkles und Export, Leicht und Radler sind das ganze Jahr über im Sortiment. Je nach Saison entstehen in den Sudkesseln auch ein heller oder dunkler Bock und das beliebte Märzen-Festbier. Wer mehr über die Brauerei und ihre Biere erfahren möchte, nimmt am besten an einer der Brauereiführungen teil, die von Mai bis Oktober regelmäßig durchgeführt werden. Gruppen können das ganze Jahr über Termine vereinbaren. www.brauerei-mittenwald.de

„Ammergauer Maxbräu“

Das Hotel „Maximilian“ im Herzen Oberammergaus ist das einzige 5-Sterne-Hotel in Bayern mit eigener Brauerei. Im Hotel-Restaurant „Maxbräu“ ist der große Kupferkessel, in dem das Bier gebraut wird, nicht zu übersehen – zumindest die obere Hälfte. Den Rest der Brauanlage kann man bei einem Gang ins Untergeschoss durch Schaufenster begutachten. Das obergärige Kellerbier mit 4,9 % Alkoholgehalt und 11,8% Stammwürze wird ausschließlich hier ausgeschenkt und verkauft.

Ebenso wie Stout, Indian Pale Ale und andere besondere Biersorten, die außer der Reihe produziert werden. Tipp: Unbedingt auch die Bier-Gerichte probieren! Wie wäre es zum Nachtisch zum Beispiel mit einem Weißbiertiramisu? Wer das Rezept nachkochen möchte, schaut im regionalen Ammergauer Alpen Kochbuch nach. www.maximilian-oberammergau.de

Murnauer Griesbräu

Wahrscheinlich dienten die alten Gemäuer des Griesbräus, die seit 1676 bestehen, schon viel früher zum Brauen des beliebten bayerischen Getränks. Seit 1808 wird hier nachweislich Bier produziert. Und das bis heute. Die ganzjährigen Klassiker heißen:
„Griesbräu Helles“, „Griesbräu Weisse“, „Werdenfelser Ur-Dunkel“. Die Saisonbiere: „Griesbräu IPA“, „Murnator“, „Maibock“, „Drachenblut“, „Braunbier Bruno“, „Griesbräu Märzen“, „Griesbräu Weißbier Dunkel“, „Ein Stout zu Nikolaus“ und „Weihnachts-Weizenbock“. Die Biere gibt’s nur im Griesbräu: Entweder zu einem bayerischen Gericht im hauseigenen Gasthof oder zum Mitnehmen aus dem „Laderl“.

Schauführung im Griesbräu zu Murnau
Schauführung im Griesbräu zu Murnau

Wer seine Bierkenntnisse nicht nur mit einem Blick ins Glas vertiefen möchte, meldet sich zu den Brauereiführungen oder Seminaren an. Wer das Bierseminar besucht, kommt neben einer Führung auch in den Genuss einer Verköstigung. Anschließend wird das Wissen auf die Probe gestellt und mit einer Urkunde bestätigt. www.griesbraeu.de

Kunstschmiede Franz Würzinger

Braukessel, Sudhauben, Schankanlagen, Maßkrugtresore und noch viel mehr. Das ist die Spezialität der Kunstschmiede Würzinger in Eschenlohe. Namhafte Brauereien und Gastronomiebetriebe aus der ganzen Welt bestellen ihre Bier-Hardware bei Franz Würzinger, der den Betrieb 1988 zunächst als „One-Man-Show“ gründete und heute als Familienunternehmen führt. Von Hongkong über Moskau bis nach Sidney reichen die Referenzen der Kunstschmiede, die natürlich auch in den heimatlichen Gefilden tätig ist.

Maßkrugtresor_Kunstschmiede_Franz_Wuerzinger

Brauereien von Rang und Namen aus Bayern, und natürlich auch aus der Landeshauptstadt München selbst, zählen zur Stammkundschaft des Familienbetriebs. Übrigens: Das Unternehmen ist nicht nur in „Bier-Mission“ tätig: Franz Würzinger fertigte 1993 das Gipfelkreuz für die Zugspitze an und schmiedet mit seinem Team so manches Schmuckstück – vom Balkongeländer über Türen und Tore bis hin zu Lampenschirmen und Treppengeländern. www.kunstschmiede-wuerzinger.com

Über die Zugspitz Region:

Die Zugspitz Region ist ein touristischer Zusammenschluss des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, dem vier Urlaubsdestinationen angehören: das Zugspitzland, die Alpenwelt Karwendel, das Blaue Land und die Ammergauer Alpen.

Zugspitz Region
Burgstraße 15
82467 Garmisch-Partenkirchen
Telefon 08821 751-562
Telefax 08821 751-432
info@zugspitz-region.de
www.zugspitz-region.de

Hier ein tolles Buch zum Thema Bier: