Ausstellung

Potsdam

Schloss Cecilienhof: Ausstellung zur Potsdamer Konferenz ab 23. Juni 2020

SPSG-POKO1945-PLAKAT-CORONA-Collage: Foto: SPSG / Julius Burchard

Ab 23. Juni ist im Schloss Cecilienhof die Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“ zu sehen. Corona verhinderte den früheren Beginn, teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) mit. Bis zum 1. November 2020 zeichnet die SPSG im Potsdamer Schloss Cecilienhof jene schicksalhaften Tage im Sommer 1945 nach und lässt Akteure und Betroffene sowie die bis heute spürbaren Auswirkungen anhand von Tagebuchausführungen, historischem Filmmaterial, Zeitdokumenten und Leihgaben aus dem In- und Ausland wieder lebendig werden.

Reise

Ramses – Schau in Karlsruhe: Von den Göttern erwählt, vom Volk verehrt

p1290141ramsesKnapp drei Meter hoch ist der Gipsabguss einer monumentalen Büste Ramses II.. Der Abguss wurde 1873 für die Berliner Museen in London angefertigt und verschwand viele Jahre im Depot. Es ist weltweit der einzige Abguss und wiegt 3,5 Tonnen. Foto: D. Weirauch
Eingang zum Landesmuseum im Schloss Karlsruhe , Foto: D. Weirauch
Eingang zum Landesmuseum im Schloss Karlsruhe , Foto: D. Weirauch

Was für ein Pharao war Ramses der Große? Sein Name steht für Ägypten wie die Pyramiden: Ramses der Große war der mächtigste aller Pharaonen, hatte der Legende nach 100 Kinder und wurde schon zu Lebzeiten als Gott verehrt. Ab heute widmet sich eine große Sonderschau im Badischen Landesmuseum Karlsruhe dem göttlichen Herrscher am Nil. Die letzte Ausstellung zu diesem bedeutenden Pharao konnte man vor 40 Jahren in Paris sehen.

„Ramses göttlicher Herrscher am Nil“ ist die erste Schau in Deutschland,  die ihm gewidmet widmet.

In Karlsruhe zu sehen: ältester schriftlicher Friedensvertrag der Welt

66 Jahre, so lange wie kein anderer, herrschte Ramses II. über Ägypten. Aus einer jahrzehntelangen Krise führte er innenpolitisch sein Land zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blüte, wie es nach ihm keinem Pharao mehr gelang. Sein diplomatisches Geschick gipfelte im ältesten schriftlichen Friedensvertrag der Weltgeschichte, den er nach der berühmten Schlacht von Kadesch mit den aus Anatolien stammenden Hethitern aushandelte.

Relief mit der Darstellung Ramses zwischen zwei Gottheiten, bemalter Kalkstein, Foto: D. Weirauch
Relief mit der Darstellung Ramses zwischen zwei Gottheiten, bemalter Kalkstein, Foto: D. Weirauch

Bauwerke und Statuen zeugen von imperialer Macht

Und schließlich überzog Ramses zur Demonstration seiner imperialen Macht sein Reich mit gewaltigen Tempelanlagen und Kolossalstatuen: Abu Simbel, das Ramesseum in Theben und der Säulenhof des Luxor-Tempels.

Von dieser Monumentalität gibt die Ramses-Ausstellung anhand von Modellen und überdimensionalen Inszenierungen einen unvergesslichen Eindruck. Zu den Exponaten gehören Statuetten fremder Götter und kostbare Objekte sowie Textzeugnisse, die den intensiven diplomatischen Austausch zwischen den Herrschern Vorderasiens und dem Pharao belegen.

Imposante Kolossalstatue Ramses II. als Beter aus der Zeit 1279-1213 vor Christus. Sie ist Teil der Ausstellung “Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil” . Foto: Dieter Weirauch

Einige von Ramses Angehörigen, wie sein Sohn Chaemwese oder seine Gemahlin Nefertari, werden mit einzigartigen Fundstücken aus deren Gräbern vorgestellt. Zudem präsentiert die Ausstellung neueste Forschungsergebnisse der Ausgrabungen in der von Ramses errichteten Hauptstadt Pi-Ramesse (Haus des Ramses).

So gewinnt der Besucher ein umfassendes Bild einer faszinierenden Persönlichkeit und seiner Zeit: Ramses als Familienmensch, Feldherr, Pharao, Bauherr und Gott.

Blick in Ramses – Körper

Die Geschichte hinter der Geschichte. Die Schau zeigt in einem interaktiven Ramses- Lab einen Blick in die Mumie. 1976 wurde Ramses vom Ägyptischen Museum in Kairo, wo die Mumie heute verwahrt wird, nach Paris geflogen und dort aufwändig untersucht. 1977 kehrte sie zurück. Die Röntgenaufnahmen sind jetzt in Karlsruhe zu sehen.

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Für Kinder gibt es ein Game, mit dem sie die “Unterwelt” um Ramses erkunden können. Ein Computertomograph entpuppt sich als Zeitmaschine. Als eine neugierige Katze das CT-Gerät beschnuppert, in dem gerade die Ramses-Mumie analysiert wird, zieht die Zeitmaschine sie urplötzlich in ihren Sog. Eine abenteuerliche Zeitreise beginnt … „Auf leisen Pfoten in die Unterwelt“ ist ein online-basiertes Browser-Game. In verschiedenen Levels begleiten die Spieler den Prozess der Mumifizierung von Pharao Ramses aus der Perspektive einer neugierigen Katze. Das Game ergänzt das Ramses-Lab innerhalb der Ausstellung. Dort, aber auch unabhängig von der Ausstellung am heimischen PC, erwartet die Spieler eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit und ins Jenseits.

Blick in die Ausstellung, Foto: D.Weirauch
Blick in die Ausstellung, Foto: D.Weirauch

Das Spiel ist so toll, hier geht es zum Link.

Infos zur Ausstellung Ramses –  Göttlicher Herrscher am Nil

  • Bis wann ? bis zum  18.6.2017
  • Wo? Im  Badisches Landesmuseum  Schloss Karlsruhe
  • 76131 Karlsruhe,
  • geöffnet:  Di – So, Feiertage 10 – 18 Uhr
  • Eintrittspreise: 12, ermäßigt 9 Euro, Schüler 3, Familienkarte kostet 25 Euro
  • Katalog: Im Buchhandel 49,95, in der Ausstellung 39 Euro, Verlag Michael Imhof
  • (ISBN 978-3-7319-0357-4)
  • Das Landesmuseum stellt sich hier vor
  • Infos zu Karlsruhe gibt es hier
  • Infos zu Baden – Württemberg
  • Essen in Karlsruhe (empfehlenswert): Oberländer Weinstube Rinderspacher
  • Restaurant EigenArt
  • Das Badische Landesmuseum im Schloss Karlsruhe , Foto: D. Weirauch
    Das Badische Landesmuseum im Schloss Karlsruhe , Foto: D. Weirauch

Reisen nach Ägypten, auch zum Grab von Ramses im Tal der Könige oder den von ihm wesentlich mit geschaffenen Luxor Tempel bietet Sonnenklar.TV an.