Apulien

Reise

Wintertourismus im Salento

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Apulien ist eine Reise wert. Auch im Winter ? Ja, ich habe mich davon überzeugt. Im Januar war ich dort. Es war nicht sehr warm, aber mit  um die 10 Grad Celsius schon bedeutend wärmer als im kalten Deutschland. Vom Erlebnistourismus bis zur Entdeckung der Meisterwerke der byzantinischen Kunst, vom Meer bis zu den noch heute gesprochenen antiken Sprachen, beispielsweise das Griko im Salento und das Arbërishtin der Provinz Tarent. Wir wohnten im kleinen Ort Carpignano Salentino in Apulien und lernten hilfsbereite, kulturinteressierte und überaus freundliche Menschen kennen.

Carpignano Salentino in Apulien

Reise

Sehenswürdigkeiten in Süditalien

Alberobello (3)Augenweide: Trulli über Trulli

Was man in Süditalien gesehen haben muss. Hier einige Vorschläge:

Zona die Trulli mit Alberobello

Zwischen Fasano, Ostuni, Martina Franca und Alberobello erstreckt sich die „Zona die Trulli“. Trulli heißen die runden, weißen Steinhäuser, die ohne Mörtel zusammengefügt und mit kegelförmigen Dächern aus Kalksteinschindeln gedeckt sind. Am eindrucksvollsten begegnet man dieser originellen, typisch apulischen Bauweise in Alberobello. Der kleine Ort besteht fast nur aus Trulli, vom einfachen Haus bis zur Kirche, insgesamt fast 2000 Bauten. Der Touristenstrom, der sich durch die engen Häuserreihen schiebt, und die vielen Souvenirläden nehmen ihm allerdings viel von seiner idyllischen Atmosphäre. Ursprünglicher ist es auf dem Land, wo man ganze Trulli-Gehöfte sehen kann.

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Copertino – Stadt des fliegenden Heiligen

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Eine weitere Station der Reise durch Apulien im November 2018 war Copertino. Copertino ist die größte selbstständige Gemeinde in der Provinz Lecce. Die Kleinstadt ist umgeben von Weinplantagen mit ihren Destillerien, Gemüsefeldern, großen alten Olivenhainen, kleinen Zypressen- und Pinienwäldchen. Soviel verrät Wikipedia. In der Stadtmitte zieht das mächtige Castello die Touristen in seinen Bann. Die Festung wurde zwischen 1535 und 1540 auf den Mauern mittelalterlichr Vorgängerbauten errichtet. Blickfang auf der Piazza Castello vor dem Eingang zur Festung ist die 1430 erbaute und 1754 barockisierte Porta di San Guiseppe mit der Statue des Heiligen Franziskus.

An die Festung schließt sich der historische Stadtkern mit der Stiftskirche Madonna delle Nevi (Chiesa Matrice) an.

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Apulien in Berlin: Sonniges Salento

ApulienKunstwerk der Natur: Felsentor im Salento Foto: Weirauch

Die Präsentation der Sehenswürdigkeiten des Salento gehörte zu den Höhepunkten meines Besuches auf der ITB in Berlin 2019. Neben  vielen Gesprächen auf der Internationalen Tourismusbörse auf dem Messegelände bildete der traditionelle Apulien-Abend im „Antillo“ in Berlin-Kreuzberg ein besonderes Erlebnis. Zum einen traf ich dort viele Apulienfans unter meinen Journalisten- und Blogger-Kollegen, zum anderen – und das war das Wichtigste – erfuhr ich jede Menge Neues über diesen schönen Landstrich im Süden von Apulien. Schwerpunkt waren an diesem Abend im vollbesetzten Antillo die Orte Otranto, Melendungno und Gallipoli. Initiiert wurde die Präsentation von der engagierten Carmen Mancarella, Chefredakteurin der Zeitschrift für Tourismus und Kultur des Mittelmeers “Spiagge” (www.mediterraneantourism.it).  Sie gilt mittlerweile als Botschafterin Apuliens. Die Veranstaltung fand zum fünften Mal in Berlin statt.

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Besuch in Matera – Kulturhauptstadt 2019

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Die Provinz Matera ist uns vor allem durch das Buch von Carlo Levi „Christus kam nur bis Eboli“ und dessen Verfilmung (1978) von Francesco Rosi bekannt geworden. Durch die Ernennung ihrer gleichnamigen Hauptstadt zur Kulturhauptstadt Europa 2019 genießt sie gerade große internationale Aufmerksamkeit. Aber Matera genoss schon vor der Ernennung zur Kulturhauptstadt internationale Anziehungskraft. Nicht nur seine literarische Bekanntheit, sondern auch die kunsthistorisch spektakulären frühchristlichen Fresken in mehr als 150 Felsenkirchen, die sich auf das Stadtzentrum und einen weitläufigen Kultur- und Naturpark befinden, ziehen zu allen Jahreszeiten Touristen an.

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Traumhaftes Porto Cesareo

 Einen besseren Ausgangspunkt für unsere herbstliche Reise konnten wir nicht haben.  Porto Cesareo: das weitläufig angelegte Städtchen erstreckt sich auf einer Landzunge, begrenzt von zwei Buchten, von denen die südliche fast eine Lagune bildet. Die vorgelagerten Badeinseln, die man auch watend und schwimmend erreichen kann, gehören zum vor 20 Jahren erklärten Küstenschutzgebiet “Area Marina Protetta Porto Cesareo”. Die Ortschaft selbst ist nur von bescheidener Schönheit, die Küste hingegen gehört zu den schönsten Apuliens. Der Meinung von Andreas Haller in seinem gründlich recherchierten Reiseführer “Apulien” (Michael Müller Verlag) können wir uns anschließen.

Porto Cesareo lebt vom Tourismus und vom Fischfang. In den unter Naturschutz stehenden Buchten gedeiht eine üppige Meeresflora, die einen schier unerschöpflichen Fischreichtum begünstigt. Die mit den Karpfen verwandten Barben, die man hier hauptsächlich fängt, werden bis in die Nachbarprovinzen exportiert.  Romantisch zeigt sich Porto Cesareo am breiten Hafenkai. In den Abendstunden herrscht hier ein reges Treiben. Fischerboote sind unterwegs, der Blick auf die vorgelagerten Badeinseln erfreut das Auge, gute Fischrestaurants laden ein, und auch das Eis schmeckt lecker. Ganz unbeeindruckt vom lebhaften Treiben zeigt sich der massive Küstenwachturm Torre Cesareo, der im 16. Jahrhundert auf Befehl von Kaiser Karl V. errichtet wurde.

Im hinteren Ortsteil, wenige Schritte von der nördlichen Uferpromenade entfernt, präsentiert ein kleines Meeresmuseum eine umfangreiche Muschelsammlung und zahlreiche Flora- und Faunakuriositäten aus dem Ionischen Meer.

Einer von mehreren Küstenwactürmen in Porto Cesario
Einer von mehreren Küstenwachtürmen in Porto Cesario

Informationen
Informationsbüro am südlichen Ende der Uferstraße am Weltkriegsdenkam
Piazzale Gasperi, Port Cesareo
Tel. 0833 569086
Öffnungszeiten: Juni bis Anfang September: 9-12 und 17-20 Uhr

Hier übernachtet man gut:

Conchiglia Azzurra Resort & Spa
Via del Bacini 1, 73010 Porto Cesareo
Tel. +39 0833 566311
www.conchigliazzurra.com
info@conchigliazzurra.com

Das Hotel ist ca. 800 Meter vom Zentrum von Porto Cesareo entfernt. Um an das Meer zu kommen, muss man nur die Straße vor dem Hotel überqueren. Das Hotel ist im mediterranen Stil eingerichtet. Der Service ist gut.

Museo di Biologia Marina „Pietro Parenzan“
http://museobiologiamarina.unisalento.it

Die Reise erfolgte auf Einladung der Europäischen Union, Apulien (Ministerium für Tourismus und Kultur), Pugliapromozione (Verband der Region Union 3) und dem Tourismus- u. Kulturmagazin Spiagge nach Apulien reisen. Danke anCarmen Mancarella, eine unermüdliche Botschafterin for Puglia and Salento.

Buchtipp: ein sehr aktueller und überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

Andreas Haller: Reiseführer  Apulien, Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos, ISBN 978-3-95654-410-1,  21,90 EUR , hier geht es zum _Verlag Michael Müller.