Apulien

Reise

Copertino – Stadt des fliegenden Heiligen

Apulien-18 (169)

Eine weitere Station der Reise durch Apulien im November 2018 war Copertino. Copertino ist die größte selbstständige Gemeinde in der Provinz Lecce. Die Kleinstadt ist umgeben von Weinplantagen mit ihren Destillerien, Gemüsefeldern, großen alten Olivenhainen, kleinen Zypressen- und Pinienwäldchen. Soviel verrät Wikipedia. In der Stadtmitte zieht das mächtige Castello die Touristen in seinen Bann. Die Festung wurde zwischen 1535 und 1540 auf den Mauern mittelalterlichr Vorgängerbauten errichtet. Blickfang auf der Piazza Castello vor dem Eingang zur Festung ist die 1430 erbaute und 1754 barockisierte Porta di San Guiseppe mit der Statue des Heiligen Franziskus.

An die Festung schließt sich der historische Stadtkern mit der Stiftskirche Madonna delle Nevi (Chiesa Matrice) an.

Aus Copertino stammt auch der 1767 heilig gesprochene Franziskanermönch Guiseppe Desa alias San Guiseppe (1603-1663), der über die Fähigkeit der Levitation verfügt haben soll. Die Gabe, ohne technische Hilfsmittel fliegen zu können, machte ihn zum Schutzpatron der Flieger. Heute vermarktet sich Copertino geschickt mit dem Slogan „Stadt des fliegenden Heiligen“. Gegenüber seinem Geburtshaus wurde ihm in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das barocke Santuario di San Giuseppe erbaut. Jedes Jahr am 18. September beleben Wallfahrer den kleinen Ort Copertino in der Nähe der Barockstadt Lecce in Apulien, ganz im Süden von Italien. An diesem Tag pilgern Hunderte Menschen in stiller Andacht in die Wallfahrtskirche.

Der 18. September  1603 gilt als der Geburtstag des Heiligen der katholischen Kirche. Als Giuseppe Desa geboren, erlangte der Franziskanermönch, da er übersinnliche Fähigkeiten und Gaben besaß.so gilt er als Heiliger der Flieger.

Geburtsurkunde für Josef von Copertino
Geburtsurkunde für Josef von Copertino

Die Chronisten berichten unter anderem über die fliegerischen Fähigkeiten: „Am 4. Oktober 1630, während der Feiern zum Fest von Franziskus, geschah es, dass Josef bis auf die Höhe der Kanzel angehoben wurde und den Atem einer anderen Dimension, der himmlischen Luft, verspürte. Der ekstatische Flug brachte die Fähigkeit mit sich, ins Innerste der vor ihm Stehenden zu blicken und sich mit Tieren zu verständigen. Dies zog Menschen an, die ihn berührten, um Heilung, Hilfe, Trost oder Verständnis zu finden.“

Anstelle seines Geburtshauses entstand die Gedenkkapelle an der Kirche, in der sein Herz aufbewahrt wird.  Guiseppe soll Schuhmacher gelernt haben. Noch heute kann man dem Schuhmacher gegenüber seinem Geburtshaus bei seiner Arbeit zuschauen.

Gegenüber der Kirche kann man Schuhmacher bei ihrem Handwerk beobachten. Weit geöffneten Türen laden zum Zugucken ein.
Gegenüber der Kirche kann man Schuhmacher bei ihrem Handwerk beobachten. Weit geöffneten Türen laden zum Zugucken ein.

Wichtigstes Exportgut der Gegend ist heute neben den Oliven der Wein. Angebaut und gekeltert werden vor allem roter Negroamaro sowie – als Rosato, Rosso und Rosso Reserva – der berühmte Copertino DOC.

Wir besuchten das ökologisch arbeitende Bio-Weingut
Azienda Vitivinicola Marulli
Via Grottella 155
73043 Copertino
www.vinimarulli.com

Reise

Apulien: gutes Essen – Grundlage für wahres Glück

Essen-apulien (3)

Essen und Trinken werden in Apulien groß geschrieben. Vier bis fünf Gänge sind Pflicht. Dabei kommen zahlreiche regionale Spezialitäten auf den Tisch. ebenso gibt es dazu tolle Weine, aromatisches Olivenöl und leckere, vielfältige Desserts, ob Eis oder Küchlein oder roher Fenchel mit Orangen … Alles schmeckt gut und ist größtenteils handgemacht. Man nimmt sich viel Zeit zum Essen, meist beginnt der Schmaus erst gegen 21 Uhr.

Apulien und hier der Salento, das fruchtbare Land zwischen zwei Meeren, hat bis heute keinen Nahrungsmangel aufkommen lassen. Die weite Tiefebene des Tavoliere di Foggia liefert Getreide für Pasta und Brot, aus dem Murgia-Hochland kommen Fleisch, Wurst und Käse, die Adria und das Ionische Meer liefern den frischen Fisch und die Krustentiere. Obst-, Gemüse- und Weinanbaugebiete sind unerschöpfliche Vorratskammern in der Landwirtschaft.

Die großen Olivenbäume bringen eine reiche Ernte und das kalt gepresste Öl ist von guter Qualität. Das konnten wir auch im letzten Jahr während unserer Reise nach Apulien erleben.

Einfache Hausmannskost – ohne großen Schnick-Schnack – auch „cucina povera“ (arme Küche) genannt – steht in Apulien auf der Speisekarte. Fertiggerichte wird man hier kaum finden.

Alle Zutaten sind frisch, möglichst vom Markt oder auf der eigenen Scholle angebaut und geerntet. Die Jahreszeit und das jeweilige Angebot bestimmen, was auf den Teller kommt. Und die leckere Pasta, der Nudelteig, entsteht vorwiegend in Heimarbeit. Jeder Koch oder jede Köchin ist am Urteil des Gastes interessiert, nicht selten wird nachgefragt, wie die Pasta geschmeckt hat.

Zu den bekanntesten Nudelsorten Apuliens gehören die Orecchietto (Öhrchen) und die fusilli (Spiralen). Dazu gibt es meist eine aus frischen Tomaten mit Basilikum und Knoblauch zubereitete wunderbare Tomatensoße. Die Nudeln müssen darin „schwimmen“. Dazu gibt es viel Gemüse, exquisite Gerichte mit Chicorée, Brokoli, Blumenkohl, Auberginen, Zucchini, Saubohnen, Kartoffeln, Wiesenpilzen und Feldspargel. Die beliebten Saubohnen kommen mit Chicorée auf den Tisch, als Püree oder mit Pasta kombiniert.

Das ideale Kraut zum Würzen der Bohnen ist der finoccietto sevatico, der wilde Fenchel, der vor allem in den Olivenhainen wächst. Die einst weit verbreiteten wild wachsenden Zwiebeln (lampascioni) schmecken leicht bitter und sind ein Genuss. Roh, oft auch in Olivenöl getunkt, werden gern Sellerie und Fenchel gegessen. Uns schmeckten die wunderbar saftigen Mandarinen dazu sehr gut.

Zu den beliebtesten Fleischsorten zählen Lamm-, Wild- und  Pferdefleisch. Gnumirieddis sind beispielsweise Rouladen aus Innereien vom Lamm.
Fischsuppen, variantenreiche Tintenfischgerichte, sowie Nudeln oder Reis mit Muscheln findet man ebenso wie Goldbrassen auf der Speisekarte. Fischgeschäfte oder Fischmärkte gibt fast es in jedem Ort, beispielsweise in Copertino oder auch in Porto Cesareo.

Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt
Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt, so aus Porto Cesareo

Typische einheimische Käsesorten erlebten wir viele. Ricotta fresca ist beispielsweise ein quarkähnlicher Frischkäse, die burrata ein kugelförmiger Weichkäse mit Butterkern ist sehr lecker. Dazu wird apulisches Brot als helles und dunkles pane gereicht. Es gibt es in  unzähligen lokalen Variationen. Taralli heißen die allgegenwärtigen würzigen Hartgebäckkringel.

Primitivo und andere Weine

Zum guten Essen gehören auch in Apulien vorzügliche DOC-Weine. Bekannt sind die kräftigen, vollen Rotweine aus Rebsorten wie Primitivo  sowie Negroamaro von der Azienda Vitivinicola Marulli, Apollonio oder Conti Zecca im Salento. Heiße Sommer und Fischspezialitäten verlangen nach Weißwein. Geschätzt werden Mrndola Fiano von Conti Zecca, Verdeca und Bianco Locorotondo und andere Weine.

Sehr gut gegessen haben wir u.a. hier:

Raffiniertes kulinarisches Erlebnis in geschichtsträchtiger Umgebung erleben Sie in einem imposanten Gewölbekeller aus Tuffstein, in dem vor großen alten Eichenfässern, auf weißem Mobilar das Essen zum Event wird. Bodenständige Küche in Verbindung mit den Weinen aus dem fruchtbaren Tal  Valle della Cupa zwischen Lecce, Monteroni, San Pietro in Lama und Lequile gelegen, bilden die Grundlage einer sehr guten abwechslungsreichen apulischen Gastronomie:

APOLLONIO
Casa Vinicola s.r.l.
Via San Pietro in Lama, 7
73047 Monteroni di Lecce
www.apolloniovini.it

International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio
International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio

Malcandrino
Strada Provinciale Lecce/Monteroni (500 m dopo Ecotekne)
Tel. 0832 3423124240
www.malcandrino.it

Eine kreative Küche zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Avantgarde und Tradition, finden Sie hier:

Restaurant La Corte
Stadtstraße dell’Olmo 5, 73043 Copertino
Tel. +39 351 1227803
www.lacorteneisalento.it

Ein junges Küchenteam unter Marco Monaco bietet gemäß ihres Mottos „Gutes Essen ist die Grundlage für wahres Glück“ bodenständige Küche mit experimenteller Note, leicht und lecker, gut zubereiteten Fisch nach alter traditioneller Art im brandneuen „Flaggschiff“ der lokalen Lebensmittel- und Weinproduktion finden Sie hier:

Einer von drei Chefs vom Risto & Pizza Maresca in Carmiano ist Emanuelle Verdoscia

Restaurant Maresca
Inh. Emanuele Verdoscia, Daniele Ianne und Andrea Ruggio
Strada Provinciale 224, Magliano-Arnesano, 73010 Arnesano
Via Vecchia Carmiano – Arnesano
all’interno di Villa Maresca
Tel. 0389 85490 83
www.marescaristorante.it

Leckere Fischgerichte gibt es hier:
Sapori di mare del Salento
Inh. Manuel Macchia
Via Roma 170, Carmiano
Tel. 0832 604318
www.saporidimaredelsalento.com

Hier gibt es süße Leckereien:

Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien
Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien

Galeteria Caffertteria Perrone
Inh. Guiseppe Perrone
Via Immacolata n. 44, 73041 Carmiano (Lecce)
www.pasticceriaperrone@yahoo.it

Hier mehr Informationen

Zu den Sehenswürdigkeiten in Apulien.

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Die Reise erfolgte auf Einladung der Europäischen Union, Apulien (Ministerium für Tourismus und Kultur), Pugliapromozione (Verband der Region Union 3) und dem Tourismus- u. Kulturmagazin Spiagge nach Apulien reisen. Danke anCarmen Mancarella, eine unermüdliche Botschafterin for Puglia and Salento.

Buchtipp: ein sehr aktueller und überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

  •     Reiseführer
  •     Apulien
  •     Andreas Haller
  •     Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
  •     ISBN 978-3-95654-410-1
  •     21,90 EUR (D)
  •     Buch: 9. Auflage 2018
  •     E-Book: 9. Auflage 2018

zu bestellen auch hier: https://www.michael-mueller-verlag.de/de/reisefuehrer/italien/apulien/index.html

 

Reise

Zauberhaftes Apulien

Apulien - 18 (76)Stefano und Mabel Rosetta sind Bio-Bäcker aus Leidenschaft

(Werbung) Apulien ist für uns mittlerweile so etwas wie ein Sehnsuchtziel geworden. Wenn wir an diesen Landstrich im Haken vom Absatz des Stiefels von Italien denken, sind herrliche Sonnentage (auch im November), fröhliche, freundliche Menschen, farbenfrohe Natur, Kunst und Geschichte und nicht zuletzt, gutes Essen, Wein, Öl und Eis sowie schicke Kleidung inbegriffen. Für ganz Wagemutige kann auch ein Bad im Ionischen Meer zu einem einzigartigen Erlebnis im November werden, wie wir vor ein paar Tagen erleben konnten.

Am liebsten fahren wir in der Vor- und Nachsaison nach Apulien. Es scheint, als haben die Gastgeber dann mehr Zeit und Muße, sich ihrer Gäste anzunehmen. Und wenn man dann noch Unterstützung durch ausgesprochene Kennerinnen des einst ärmlichsten Landstrichs Italiens erhält, wird die Reise zu einem nachhaltigen Erlebnis – informativ, spannend, ein bisschen Abenteuer, auf jeden Fall unterhaltsam, nie langweilig.

Apulien im Spätherbst

In diesem November hatten wir ausgesprochenes Glück. Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Programms zur touristischen Erschließung Apuliens lernten wir drei Powerfrauen kennen, die mit großem Engagement, hervorragenden Kenntnissen über ihre Region und ihre Menschen viele neue Gäste in die Region Apulien locken wollen. Sicher gibt es Landstriche in Italien, die in aller Munde sind, wenn es um Ferien-Hotspots geht. Aber wer wie wir Urbanes, Natürliches liebt, Begegnungen mit den Einheimischen sucht, sich auf Unbekanntes abseits der bekannten Urlaubslokationen einlassen will, der ist in Apulien richtig, wird es lieben lernen.

Drei Powerfrauen …

Wer sind nun die Powerfrauen, die uns ihre Heimat als touristische magische Orte nahe bringen wollen? Da ist zunächst die feurige Carmen Mancarella, die seit 30 Jahren als erfahrene Tourismusmanagerin unermüdlich für ihre Region „netzwerkt“. Sie kennt ihre Partner – die Partner kennen sie, wissen um ihre sehr guten Kenntnisse über Land und Leute und ihre intensiven Netzwerkstrukturen.

Carmen Mancarella liegen die regionalen Erzeuger am Herzen
Carmen Mancarella liegen die regionalen Erzeuger am Herzen

Für die Bildungs-Pressereisen hat Carmen gute Partnerinnen an ihrer Seite: Adele Sposato, Tourismusbeauftragte der Region, gibt in ihrer ruhigen und besonnenen Art ihr Wissen über die Geschichte der besuchten Städte und Gemeinden weiter.

Powerfrauen: Adele Sposato , Carmen Mancarella und Graziella Albani

Und damit auch die Deutschen in der Pressegruppe alles verstehen, übersetzt Annaluce Scorrano.

Dolmetscherin Annalucia in ihrem Element
Dolmetscherin Annaluce Scorrano  in ihrem Element

Das war kein leichter Job, alle sprechen durcheinander, Fragen über Fragen, doch die sympathische Anna blieb ruhig, freundlich, auch wenn sie sich das ein oder andere Mal wohl lieber in ihr Reisebüro gebeamt hätte, das sie seit zwei Jahren in Carmiano in der Nähe von Lecce führt. Ihr Büro organisierte auch den Transfer zwischen den Orten: junge Fahrer, in tollen sportlichen Anzügen, kutschierten die Gäste von morgens (ab 9 Uhr bis Mitternacht) zu den Orten “des Geschehens”. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen, hilfreich, wo es nötig war, und dass ihnen das Autofahren Spaß machte, bewiesen sie mit fahrerischem Können durch die noch so engen Straßen und Tore des Salento.

Dank der drei Powerfrauen und weiterer guter Geister und ihres umfangreichen informativen Programms für die nunmehr 58. Bildungsreise können wir den Lesern von einfachraus.eu  diesmal fast bislang unbekannte Orte mit sehr guten jungen und alten Weingütern und einer Brennerei vorstellen.

Dass Brot in Apulien besonders gut schmeckt, auch variantenreich sein kann, mit guten leckeren Zutaten zubereitet wird, erfuhren wir bei dem Besuch zweier Bäckereien. Eine andere Frucht und ihre Verarbeitung, die man eher nach Israel verordnet, lernten wir in einer Gärtnerei in Copertino kennen.

Und natürlich wird auch im gastfreundlichen  Apulien jedes Essen zelebriert, das braucht Zeit, bietet dafür Gelegenheit mit anderen Kollegen ins Gespräch zu kommen. Die Unternehmer der Weindestillerien stellten mit Stolz und Freude ihre Betriebe vor, von schlechten Ernten war wenig zu hören, doch das veränderte Klima macht auch ihnen zu schaffen. Doch man ist optimistisch – und so feiert man im November das Herbst- und Lichterfest, in Arnesano zusammen mit einer Schulklasse, die mit Tanz und Gesang ihre Freude auf die Gäste übertragen, die am liebsten mittanzen würden.

Alte Städte, Kirchen,Villen

Während der Stadtrundgänge gibt es viel zu sehen, reich geschmückte Kirchen und Klostergebäude, alte Villen, bewohnt und unbewohnt. Und immer sind es die menschlichen Begegnungen, die nachdenklich machen. Etwa, wenn man beim Spaziergang durch die Stadt, die uns begleitenden Bürgermeister freundlich begrüßt werden durch die Einwohner, oder eine alte Frau ehrenamtlich eine Auge auf die ihrem Wohnhaus gegenüberliegende Kirche wirft, aufpasst, sauber macht, sich ehrlich freut, dass der Bürgermeiste ihre Arbeit für das Gotteshaus anerkennt und lobt.

Carmelina Lorenzo kümmert sich um eine kleine Kapelle
Carmelina Lorenzo kümmert sich um eine kleine Kapelle

Oder wenn wir – wie zufällig – nach der Besichtigung einer Villa mit großem Garten in Arnesano in der Werkstatt nebenan auf einen 88-jährigen Fahrradmechaniker treffen, dem die Begegnung mit uns so berührt, dass ihm die Tränen in den Augen stehen, als er uns seine Erfolge und seine Hobbies vorstellt.

Techniker Carlo Carla in Montero entwickelte auch Autoskarrossen
Techniker Carlo Carla in Arnesano entwickelte auch Autoskarrossen

Oder das junge Bäcker-Ehepaar, das tagsüber leidenschaftlich Brot bäckt, in seiner Freizeit leidenschaftlich Salsa tanzt. Auf der Suche nach neuen Rezepten befragen sie auch Freunde in Nürnberg, sind stolz auf das schwarz-weiße Brot, eines ihrer neuesten Produkte.

Stefano und Mabel Conversano sind Bio-Bäcker aus Leidenschaft

Hier geht es zur Bäckerei.

Alle sind sie die besten Botschafter ihrer Region, die den Gästen das ganze Jahr über die Facetten Apuliens ehrlich und liebenswert vermitteln.

Heizt den Ofen mit getrocknetem Olivenreissig: Marco Imbriani von Panifico Biscottificio
Heizt den Ofen mit getrocknetem Olivenreissig: Marco Imbriani von Panifico Biscottificio

Stationen unserer Tour durch Apulien

Das Thema “Novello in Festa – Geschichte, Kultur und Tradition im Gebiet von Arneo”

Copertino:

San Giuseppe, Schutzpatron der Flieger, in Copertino

Lequile:

Fresko in der Kirche San Vito in Lequile

Carmiano:

Die Schüler in Carmiano feiern den Herbstus Leverano feiern das Herbstfest
Die Schüler in Carmiano feiern den Herbstus Leverano feiern das Herbstfest

Veglie:

Sehenswert ist auch die Kirche Veglie bei Lecce
Sehenswert ist auch die Kirche Veglie bei Lecce

Monteroni:

Villa aus dem 19. Jahrhundert
Eva und Dr. Rafael de Georgi sind Hüter eines wertvollen Anwesens
Eva und Dr. Rafael de Georgi sind Hüter eines wertvollen Anwesens

Leverano:

Nicht nur beim Fest "Novello in festa" ist das Zentrum von Leverano belebt
Nicht nur beim Fest “Novello in festa” ist das Zentrum von Leverano belebt

Arnesan0:

Blick auf die Kirche von Arnesano in Puglia
Blick auf die Kirche von Arnesano in Puglia

Porto Cesareo:

Weitere Informationen zum Salento

hier nützliche Adressen:

Carmen Mancarella
spiaggepuglia@gmail.com
Tel. +49 328 1397 133

Agenzia Un Mondo di Viaggi
Annaluce Scorrano
Via Roma 54, 73041 Carmiano (LE)
info@carmianoviaggl.it

Tipps für Speis und Trank a la Puglia

Wir besuchten auch unter anderem:

Malcandrino
Strada Provinciale Lecce Montreoni, 73047 Montreoni LE
http://www.malcandrino.it

Ristorante Villa Maresca – Carmiano

Agriturismo Costa – Copertino

Ristorante Li Spilusi – Arnesano

Ristorante Corte del Gusto – Lequile

Ristorante Conte Cavour – Veglie

Hier einige Tipp für Agritourismus-Anbieter.

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Adressen einiger empfehlenswerter Weingüter:

APOLLONIO,  Casa Vinicola s.r.l., Via San Pietro in Lama, 7,  73047 Monteroni di Lecce,  www.apolloniovini.it

International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio
International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio

Cantina Conti Zecca – Leverano

Mario Zecca führt mit seinen Brüdern das Weingut Zecca
Clemente  Zecca führt mit seinen Brüdern das Weingut Conti Zecca

Cantina Vecchia Torre – Leverano

Wieviel Liter Wein darf es denn sein ? Wein tanken im Weingut Vecchia Torre
Wieviel Liter Wein darf es denn sein ? Wein tanken im Weingut Vecchia Torre

Cantina Marulli – Copertino

Cantina Vaglio Massa – Carmiano

Die Chefin des Bio-Weingutes Vaglio Massa in der Nähe von Lecce (li.) mit Dolmetscherin Anna

 

Cantina Petrelli – Magliano17 Hektar bewirtschaftet das Weingut Cantina Petrelli

17 Hektar bewirtschaftet das Weingut Cantina Petrelli, der Chef freut sich über den neuen Wein

Die Besitzer der Azienda Agricola in Carmiano
Die Besitzer der Azienda Agricola in Carmiano

Übernachten:

  • Hotel Conchiglia Azzurra Resort & Beach (direkt am Strand)
  • Strada dei bacini 1
    73010
    Porto Cesareo Italia
    Tel+39 0833 566311 Fax+39 0833 566370
    E-mail

    Hotelmanager Carmine Bisconti kann auch deutsch, er hilft wo er kann
    Hotelmanager Carmine Bisconti kann auch deutsch, er hilft wo er kann

    Zur Homepage des Hotels geht es hier.

  • Wie kommt man in den Salento ?

    mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryanair, Germanwings, Easyjet) von verschiedenen deutschen Flughäfen , so von Berlin Schönefeld bis Flughafen Bari oder (meist) über Rom nach Brindisi und weiter mit Auto.

    Wir wurden von der RegionPuglia und den gegannten Gemeinden  im Rahmen eines EU-Programmes zu der Informationsreise nach Apulien eingeladen. Herzlichen Dank an die unermüdliche Puglia-Botschafterin Carmen Mancarella. Unsere Meinung bleibt die eigene.

    Hier geht es zu einem Bericht über Castro im Salento.

Reise

Salento in Apulien: Traumhafte Küsten

Apulien April 18 (52)

Die sonnenverwöhnte Küste Apuliens ist beinahe durchweg badetauglich und läuft an manchen Stellen geradezu zur Höchstform auf. Mittelalterliche Wach- und Beobachtungstürme dienen allerorten den Reisenden als markante Wegweiser, die mit Abstand namhaftesten Städteziele heißen Otranto und Gallipoli.

Salento ist der Name einer 100 km langen und 40 km breiten Halbinsel im äußersten Südosten Italiens und wird oft auch als Absatz des italienischen Stiefels bezeichnet

Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch
Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch

Grecía salentina

Im Städtedreieck Lecce, Galatina und Otranto liegen neun Gemeinden, in denen sich der italienisch-altgriechisch-byzantinische Mischdialekt Griko erhalten hat. Linguisten bezeichnen das Phänomen als griechische Sprachinsel. Erforscht wurde sie u.a. vom deutschen Romanisten und Sprachwissenschaftler Gerhard Rohlfs (1892-1986), der für seine Verdienste den Ehrendoktortitel der Universität Lecce erhielt. Rohlfs verortete den Ursprung des Sprachphänomens in den Anfängen der griechischen Kolonisation Unteritaliens im 8. Jahrhundert v. Chr. Andere widersprechen dem und neigen zu der Auffassung, dass byzantinische Siedler im heraufziehenden Mittelalter entscheidend zum Mischdialekt beigetragen hätten. Wie auch immer, während ältere Menschen in den Gemeinden der Grecìa salentina den Mischdialekt z. T. heute noch pflegen, geht der Sprachschatz bei der jüngeren Generation immer mehr verloren. Da hilft es auch nicht, dass das italienische Parlament Griko ganz offiziell als Minderheitensprache anerkannt hat. Der Hauptort der Graecía salentina ist das knapp 9400 Einwohner zählende Städtchen Martano.

Festlich illuminiert präsentiert sich die Basilika von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch
Festlich illuminiert präsentiert sich die Basilika von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch

Meine Tipps für Apulien

Reisezeit

Das Klima in Apulien ist mediterran mit trockenen, sehr heißen Sommern und milden Wintern. Für Kulturreisen bieten sich das  Frühjahr oder die Herbstmonate an.Im Januiart udn Februar war uich ebenfalls schon dort, viele Geschäfte inj den kleinen Orten sind geschlossen, das Angebot an Museen und Piezzerias lassen  die Zeit nicht lang werden. die warm und weitgehend sonnig sind. Im Frühling ist die Vegetation noch frische, es grünt und blüht. Angenehme Badetemperaturen herrschen im Adriatischen und Ionischen Meer von Mai bis Oktober.

Öffnungszeiten der Geschäfte

Kirchen (oft in kleinen Orten geschlossen) und Geschäfte sind meist über Mittag 12 – 15 oder 13 – 16 geschlossen. In den Badeorten sind die Läden im Sommer bis spät abends geöffnet. Museen sind meist montags geschlossen.

Essen in Apulien

Apuliens einfache Bauernküche profitiert vom Reichtum des Adratischen und Ionischen Meeres sowie hochwertigem Olivenöl. Im sonnen- und meerverwöhnten Süden Italiens setzt die Küche Apuliens einige überraschende Akzente. Weizen, Wein und Oliven bilden die Basis der Landwirtschaft und damit der weitgehend bäuerlich geprägten Küche. Zu den allgegenwärtigen Tomaten, die hier besonders süß schmecken, kommen unbekanntere Gemüsesorten. Traditionell gibt es auch wild wachsenden wie Fenchel, Zichorien oder Karden. Und so wird aus einem einfachen Pastagericht wie Orecciette con cime di rapa, den typischen ohrenförmigen Nudeln mit Stängelkohl, eine kleine kulinarische Entdeckung. Gerne werden auch Hülsenfürchte, die getrocknet lange haltbar sind, gegessen, etwa Ciceri e tria, gebratene Nudeln mit Kichererbsen. Genauso können Fave e cicoria, zu Püree verkochte Sauerbohnen mit Zichorie, eine Offenbarung sein. Für das gewisse Etwas sorgen neben gutem Weißbrot, für das Altamura bekannt ist, einige Tropfen des goldründen und leicht bitteren Olivenöls.

Lebenselixier Olivenöl

Die knorrigen teils Tausende Jahre alten Olivenbäume wachsen vor allem im Salento auf großen Flächen. Zahlreiche Masserie, die großen befestigten Landgüter, sind stolz auf ihre eigene Ölmühle. Ihre mächtigen Mauern konnten im 16./17. Jahrhundert zwar vor feindlichen Eroberern wie den Türken schützen, helfen aber nicht gegen das Feuerbakterium (Xylella fastidiosa).

Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch

Terra e Mare

Mit Olivenöl konservierte Auberginen oder Artischocken sind als Antipasti der ideale Auftakt für eine apulische Mahlzeit, gefolgt von einem Nudelgericht als primo piatto. Für den zweiten Gang (secondo piatto) wählt man Fisch oder Fleichs, als Spezialität gelten Lammragout (cutturidde) und -innereien (gnumareddi).

Man sollte an der Küste unbedingt Crudo di Mare probieren, z. B. in Castro: Frische rohe Meeresfrüchte wie Mies- (cozze), Herz- (noci) und Venusmuscheln (vongole), Seeigel (ricci), Tintenfisch (polpo) mit ein paar Spritzern Zitrone sind ein Hochgenuss.

Primitivo und andere Weine

Zum guten Essen gehören auch in Apulien vorzügliche DOC-Weine. Bekannt sind die kräftigen, vollen Rotweine aus Rebsorten wie Primitivo um Bari und Taranto oder Nero di Troia um Foggia  und Brindisi sowie Negroamaro im Salento. Doch heiße Sommer und Fischspezialitäten verlangen nach Weißwein. Geschätzt werden Verdeca und Bianco Locorotondo aus dem Valle d’Itria. Beliebt sind auch Roséweine, wie der um Brindisi, Lecce und Taranto produzierte Terra d’Otranto Rosato. Ansonsten werden Trauben gern mit anderen Früchten (frutta) zum Dessert gereicht. Denn unter der Sonne Süditaliens gedeihen auch köstliche Feigen und Orangen. Hier einige Tipps zu den besten Weinen in Italien.

Gefeiert wird viel im Salento.

La Notte della Taranta:

ein Megafestival in einem kleinen Salento-Dorf. Aus einer privaten Initiative hat sich eines der größten ethnomusikalischen Festivals in Italien entwickelt. Sergio Blasi aus Melpignano gab 1998 den Anstoß, krempelte die Ärmel hoch und holte die wichtigsten Pizzica-salentina-Interpreten in sein kleines Heimatdorf Melpignano. Mittlerweile begehen über 120.000 musikbegeisterte Menschen alljährlich im August das Großereignis.

Golf von Tarent

Der Golf von Tarent wurde im Zuge der großen griechischen Expansion gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. hellenisiert. Das schillerndste Zentrum griechischer Kutlur auf der Apenninenhalbinsel war das sagenumworbene Tarent, die bedeutendsten Überreste der Magna Graecia finden sich in Metapono, das knapp jenseits der Regionengrenze in der Basilikata liegt.

Die besten Weinanbaugebiete liegen in der taraninischen Murgia. Lizzano und v.a. Manduria heißen hier die bekanntesten Weinbauzentren. Mandurio ist die Hauptstadt des Primitivo, wobei die Edelrebe erst seit 150 bis 250 Jahren in Apulien kultiviert wird. Sie gilt als krankheitsresistent und erzeugt – neben dem würzigen Aroma – einen relativ hohen Zuckergehalt. Obwohl der Primitivo zweifelsohne als trockener Wein gilt, bezeichnen Einheimische ihn deshalb auch als “vino dolce”.

Parco Archeologico delle Mura Messapiche

Am nördlichen Stadtrand vonManduria, nahe der einsam aufragenden Kapuzinerkirche, sind die monumentalen Überreste der dreifachen messapischen Megalithmauer sowie über 120 (!) Kammergräber aus dem 6. bis 3. Jahrhunder v. Chr. zu besichtigen. Das geschützte Freigelände hat beeindruckende Ausmaße und gehört mit über 150.000 Quadratmetern zu den größten archäologischen Parks ganz Italiens. Hier befindet sich auch das messapische Quellheiligtum Fonte Pliniano, die Pliniusquelle, von der es heißt, sie würde nie versiegen. Und tatsächlich plätschert die Quelle noch heute auf dem Grund einer natürlichen Bodenhöhle, deren oberirdische Brunnenummauerung zusammen mit dem herauswachsenden Mandelbaum zum Wahrzeichen der Stadt wurde (auf dem Steinrelief) am Eingang des Parks ist das Wahrzeichen Mandurias abgebildet. Eine weitere Attraktion ist die kleine Kirche San Pietro Mandurino aus dem 10. bis 12. Jahrhundert, die über einer Grottenkirche aus dem 8. Jahrhundert errichtet worden ist. Die spärlichen Freskenfragmente sind unterschiedlichen Alters und bei Weitem nicht so gut erhalten wie diejenigen in den Grottenkirchen Massafras.

Informationen

April bis Oktober täglich 9-13 und 16-20, November bis März 9-13 und 16 bis 18 Uhr
Tel: 0999702263,
Homepage: www.parcomuramessapiche.it

Manduria ist innerhalb weniger Autominuten von der Ionischen Küste östlich von Tarent erreichbar. Zudem liegt die Stadt an der gut ausgebauten SS7 von Tarent nach Lecce. Einige wenige Parkplätze an der Piazza Vittorio Emanuele im Zentrum.
Bahn: In Manduria halten Züge von Tarent sowie Francavilla Fontana. Der Bahnhof liegt am nördlichen Stadtrand.

Hier ein Buchtipp:

Andreas Haller, Apulien, Michael Müller Verlag, 2015

  • Reiseführer
    Apulien
  • Andreas Haller
  • Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
    ISBN 978-3-95654-410-1
    21,90 EUR (D)
    Buch: 9. Auflage 2018

 

Hier weitere Infos und Beiträge zu Apulien, dem gastfreundlichen Land…

+ Besuch bei den Archäologen von Roca Vecchia

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryan air) von verschiedenen deutschen Flughäfen , so von Berlin Schönefeld, bis Flughafen Bari und Brindisi und weiter mit Auto. Von Berlin Tegel fliegt Eurowings bis Brindisi.

Weitere Infos unter: https://www.mediterraneantourism.it/site/en/

Reise

Olivenöl und seine Herstellung in Apulien

Capricica di Lecce (8)Dr. Pantaleo Greco in der unterirdischen Ölmühle Foto: Weirauch

Besser kann man die Geschichte der Olivenverarbeitung nicht erklären. Und das ganz plastisch. Dr. Panteleo Greco steht in der unterirdischen Ölmühle unter der Via Matteotti in der kleinen Stadt Caprarica di Lecce in Apulien und zeigt auf einen Bogen aus Sandstein. Darauf ist die Jahreszahl 1835 eingemeißelt. Aus dieser Zeit stammt die unterirdische Ölpresse zur Herstellung des kostbaren Olivenöls. Einfühlsam berichtet er, wie die Menschen fast ein halbes Jahr, von der Olivenernte im Herbst bis zum Frühjahr, in der unterirdischen Mühle lebten. Mitsamt den Eseln, die den Göpel zum Antrieb der schweren Mühlsteine bewegten. Es ist eine Geschichte der Arbeit, die von Licht und Schatten erzählt. die Esel liefen tagelang im Kreis, sie wurden danach geschlachtet. Vergleichbar den Pferden in Kohle- oder Kupferminen.

Neben spannenden Details der Technikgeschichte verweist Dr. Pantaleo Greco auf regionale Kunstwerke. Die horizontalen und parallelen Linien, die die Wände bedecken. Er bezeichnet die damals hier tätigen Menschen als unbewusste Schöpfer einer regionalen Kunst. Es lohnt genau hinzuschauen. Die Kellerräume, sie haben immer die gleiche Temperatur von 218 Grad, strahlen fast eine surreale Atmosphäre aus, in der sich Arbeit und Stille, Alltag und Leiden vermischen.

Blick in den aus Sandstein gehauenenen Raum der einstigen Ölmühle Foto: Weirauch
Blick in den aus Sandstein gehauenenen Raum der einstigen Ölmühle Foto: Weirauch

Keine 100 Meter weiter öffnet der Dottore das firmeneigene Museum, das sich im Gutshaus befindet. Direkt neben der heute modernen Olivenverarbeitung seiner Familie.

 

Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn er über die Vielfalt der Olivenverabeitung erzählt. Heute dauert die Kampagne vom Abernten der Olivenbäume bis zum Abfüllen der Flaschen nur wenige Wochen, von Oktober bis Ostern.  Die Familie besitzt rund 5000 Hektar mit 70.000 Olivenbäumen und stellt 100 Tonnen des begehrten Bio – Olivenöls her. Früher, so erzählt der junge Mann, war das Olivenöl so wertvoll wie Gold. Es wurde vor allem als Lampenöl genutzt.

Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco erläutert die moderne Olivenölpresse Foto: Weirauch
Nicht nur in Italien begehrt ist das Olivenöl von der Azienda Agricola Foto: Weirauch
Nicht nur in Italien begehrt ist das Olivenöl “Nachiro” von der Azienda Agricola Foto: Weirauch

Warum blieben die Arbeiter so lange in der unterirdischen Ölmühle ? Auch dafür gibt es eine Erklärung: „Wegen der gleichbleibenden Temperatur, das kam der Ölherstellung zugute.“ Mehr über den liebenswerten Ort Caprarica di Lecce nahe des Adriatischen Meeres gibt es demnächst hier.

Die knorrigen teils Tausende Jahre alten Olivenbäume wachsen vor allem im Salento auf großen Flächen. Zahlreiche Masserien, dassind die befestigten Landgüter, sind stolz auf ihre eigene Ölmühle. Auch die Masseria Stali am Rand von Carprarica di Lecce, in der wir einige Tage wohnten, verfügt über eine eigene Olivenölpresse und Olivenölverarbeitung.

Olivenbäume mit dem für Apulien typischen Trulli
Olivenbäume mit dem für Apulien typischen Trulli

Seit Jahren beschäftigen sich die Olivenbauern mit dem Problem der Feuerbakterium (Xylella fastidiosa). Das aus Nord- und Lateinamerika 2013 eingeschleppte Bakterium wird von Zikaden verbreitet und vernichtet Oliven- und Oleanderbäume, indem es ihren Wasserhaushalt blockiert. Um den Erhalt der Olivenkulturen kämpft man bis heute u.a. mit der Rodung befallener Bäume und Anpflanzung resistenter Sorten. Oliven sind schließlich ein Grundnahrungsmittel, nicht nur zu Öl gepresst, auch eingelegt, beispielsweise  mit Minze und Knoblauch. so trafen wir den Bürgermeister von Caprarica mit einigen der Olivenproduzenten auf einer Konferenz in Lecce.

Dr. Pantaleo Greco von der Azienda Agricola spricht auf der Konferenz in Lecce Foto: Weirauch
Dr. Pantaleo Greco von der Azienda Agricola spricht auf der Konferenz in Lecce Foto: Weirauch

Informationen Azienda Agricola

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryanair) von verschiedenen deutschen Flughäfen , so von Berlin Schönefeld, bis Flughafen Bari und Brindisi und weiter mit Auto. Von Berlin Tegel fliegt Eurowings bis Brindisi.

Weitere Infos unter: https://www.mediterraneantourism.it/site/en/

Hier weitere Beiträge über den Salento.

Und hier eine Zusammenschau der wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Der berühmte "Triumphbogen" nahe Roca Vecchia Foto: Weirauch
Der berühmte “Triumphbogen” nahe Roca Vecchia Foto: Weirauch

Auch mit der Eisenbahn kommt man in den Salento. Tipp von Günter Knackfuss, der mit dem Zug nach Brindisi und weiter mit dem Auto nach Carparaica di Lecce fuhr:

Wir wurden von der Region Salento und Carparica di Lecce zu der Informationsreise nach Apulien eingeladen.

Eine der berühmtesten archäologischen Ausgrabungsstätten bedindet sich nahe  Melendugno am Strand von in Rocca Vecchia.

Buchtipp

https://www.michael-mueller-verlag.de/de/reisefuehrer/italien/apulien/index.html

  • Reiseführer
    Apulien
  • Andreas Haller
  • Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
    ISBN 978-3-95654-410-1
    21,90 EUR (D)
Tipps

Apulien auf der ITB in Berlin

Apulien - wcaprarica-frantoioipogeo (8)

Über touristische Angebote wollen die kleinen Städte und Vereine auf der ITB informieren. Zu den Teilnehmern gehören Melendugno, Caprarica, Ceglie Messapica, der Verein Oltrevento von Castro mit dem Castro Wine Festival, der lokale Verkehrsverein von Oria mit dem Torneo dei Rioni (Turnier der Stadtviertel), der Park Kalos und das Archeodrome des Salento.

Apulien auf der ITB in Berlin

Sie wollen emotionale Reisen durch die Landschaften, die Musik, die Kultur, die Unterhaltung und die typischen Erzeugnisse des Salento zu fördern.

Die Mez­zo­gior­no-Re­gi­on im äu­ßers­ten Süd­os­ten des ita­lie­ni­schen Stie­fels hat fast  800 Küs­ten­ki­lo­me­ter an zwei Mee­ren. Es ist eine viel­schich­tige und ab­wechs­lungs­reiche Landschaft. Dazu gehören die Ebene der Ta­vo­lie­re um Fog­gia bis zum fel­si­gen, im In­nern über 1.000 Meter hohen Gar­ga­no, dem Sporn des Stie­fels, oder der lang ge­zo­ge­nen Stie­fel­fer­se, dem Sa­len­to,. Und dort waren wir im Januar zu Gast. Gern würde ich einmal Ba­de­ur­laub an den wei­ßen Sand­strän­den des Gar­ga­no machen,  Lecce bummeln und viel Ge­schich­te in Cas­tel del Monte.erleben.

Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch
Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch

Reise durch die touristischen Ziele Apuliens

Die Italy Salento My Love Party im Casa Italiena an der Friedrichstraße ist die vierte Ausgabe der Veranstaltung, die von dem Magazin für Tourismus und Kultur von Mediterraneo Spiagge (www.mediterraneantourism.it), deren Chefredakteurin Frau Carmen Mancarella ist, organisiert wird.

Unsere Reise fängt mit der Schönheit des Meers an. Wir befinden uns in Melendugno, in einem der mehr besichtigten Urlaubsziele Apuliens.

Frau Angelica Petrachi, die Stadträtin für Tourismus von Melendugno, sagt: „Dank der Schönheit und der Transparenz des Meerwassers und dank der Qualität unserer Angebote und unseres Service sind unsere Strände von der Bandiera Blu (Blauen Flagge) des Europäischen Entwicklungsfonds, den fünf Segeln von Legambiente und der Bandiera Verde ausgezeichnet. Die Bandiera Verde ist eine bedeutende und von dem „Associazione Nazionale Medici Pediatri“ (Nationaler Verein der Kinderärzte) erhaltene Anerkennung, welche die kindergerechten Strände kennzeichnet.

Weiche und weiße Strände charakterisieren das Gebiet von Melendugno.

Die „blaue Segel” von Legambiente sind Torre Specchia Ruggeri, San Foca, Roca Vecchia, Torre dell’Orso und Torre Sant’Andrea. Alle haben etwas gemeinsam: der Kaiser Carlo V ließ einen Wachturm auf der Küste, um das Land gegen die Völker aus der Türken zu verteidigen; die Strände sind schön und reich an hohen Dünen, an wilden Lilien und sind von Pinienwäldern geschützt.

Der schönste Strand ist Torre dell’Orso, obwohl er im Sommer sehr überfüllt ist. In dieser kleinen Bucht, ein bisschen mehr als 1km lang, ist das Wasser still und kristallklar.

Die archäologische Stätte von Roca Vecchia erzählt die alte Geschichte der Messapen, die zwischen zwei Meeren, vor der Ankunft der Römer, lebte. Man glaubte, dass sich das Heiligtum des Taotor Gottes, (lateinischen Turor und griechischen Tahotor) in diesem Ort, in der „Grotta della Poesia“ bafand. Ihm hatten die Seefahrenden Gebete gewidmet, bevor die Kanäle von Otranto durchzufahren. Nicht weit weg von hier, findet man die „Grotta della Poesia“, die das National Geographic ein der zehn schönsten naturell- Schwimmbädern der Welt angeordnet hat.

Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch
Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch

Heute kann man dank der von der Gemeindeverwaltung veröffentlichten neuen Webseite www.melendugnotoyou.it und www.destinazionemelendugno.com alle Events, Routen und kulinarischen Besonderheiten entdecken.“

„Melendugno ist immer wunderbar, nicht nur im Sommer. Auch in der Nebensaison ist es interessant.“ so Angelica Petrachi, die Stadträtin für Tourismus von Melendugno. „In diesem Ort, ganz in der Nähe des Meers, befindet sich ein Dickicht von Olivenbäumen. Dank diesen Olivenhainen sind die Betriebe von Melendugno einige der wichtigsten Hersteller vom nativen Olivenöl extra (4% Herstellung von Olivenöl Apuliens).

Dank dieser Olivenkultur sind verschiedene Veranstaltungen geboren, wie z.B. die im Winter stattfindenden „Notti del Fuoco“ (Nächte des Feuers): die „Focara von San Niceta“, ein großes Feuer, das jedes Jahr am 27. Januar gemacht wird; die „Lingue von Sant’Antonio“, ein Feuer zu Ehren von dem Heligen Antonius. Dieses Feuer wird am 15. Februar in Borgagne, einem der schönsten Dörfer Italiens, gemacht. Die Scheiterhaufen werden mit trockenen Olivezweigen und und zeigen das Ende des Baumschnittes und des Olivenöl-Wirtschaftsjahr an.

Olivenölherstellung

CAPRARICA – Zwischen den wunderbaren und jahrhundertealten Olivenbäumen und den Serre Salentine (den einzigen Hügeln des flachen Salento) befindet sich Caprarica, die Heimat des nativen Olivenöls extra aus biologischem Anbau.

„45% Olivenöl, das hier hergestellt wird, ist aus biologischem Anbau“, sagt der Bürgermeister Paolo Greco stolz. „In Caprarica gibt es den größten Rinderzuchtbetrieb Apuliens. In der Altstadt kann man die case a corte bewundern, das heißt die typischen bäuerlichen Wohnungen, und die fernen Olivenhaine, die sich von dem Serra bis zur Ebene erstrecken, erblicken. Auf den Serre befindet sich der Parco Comunale della Serra (Volkspark des Serra), wo Kinder und Erwachsene spielen und Sport dank geeigneten Outdoor Sportgeräten treiben können.“ Caprarica gehört zum Associazione nazionale Città dell’Olio (Nationalen Verein – Stadt des Olivenöls) und hier wird der nationale Kongress des Vereins am 26. April stattfinden.

.Der Betrieb Azienda Agricola Greco stellt leckeres, natives Olivenöl extra her und in der Vergangenheit stellte auch Lampenöl für die größten Städten Europas (wie London, Paris und Moskau) her. Olivenöl war und ist noch heutzutage der Schatz des Salento.

Weiterhin bietet die Genossenschaft Terra Mia Ritte und Rundfahrten auf den typischen Karren durch die jahrhundertealten Olivenbäume. Wenn Sie in die Geschichte der Primitiven, der Messapen, der Römer und der bäuerlichen Kultur des Salento eintauchen wollen, besuchen Sie das Archeodrome des Salento, ein Freilichtmuseum, das Ihnen das damalige Leben dieser Bevölkerungen dank realistischen, multimedialen Rekonstruktionen zeigen wird.

Unternehmer aus Apulien dabei

Darunter das Hotelbetrieb www.cdshotels.it, das eine große Auswahl an Masseria (bäuerliche Ferienhäuser), Feriendörfer und schöne Hotels in Apulien bietet; Die „Grimaldi Immobilien“ Gruppe www.grimaldivacanze.it, dessen Dienstleistungsangebot nicht nur Verkauf, sondern auch die Vermietung von Ferienhäuser vor allem in Torre dell’Orso umfasst; Das „B&B Alvino“ auf dem Sankt Oronzo Platz in Lecce, das sich über den bekanntesten Café befindet www.alvinosuiteandbreakfast.it; Das „Euro Garden Village“ in San Foca mit seinem eigenen Badeanstalt am Strand www.eurogardenvillagesalento.it; Die Hotels „Thalas“ in Torre dell’Orso www.hotelthalas.it und „Hotel Degli Haethey“ in Otranto, das nur 80 Meter vom Meer entfernt ist www.hoteldeglihaethey.com.

Für diejenigen, die lieber einen unkonventionellen Urlaub in der Natur verbringen möchten, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen, da sind die Campings „Torre Castiglione“ in Torre Lapillo auf der ionischen Küste www.torrecastiglione.it und „Campeggio Sentinella“ in Torre dell’Orso auf der adriatischen Küste www.campeggiosentinella.it.

Nahe am Meer gelegen und von Olivenbäumen umgeben ist das B&B „Tenuta Calitre“ in Torre dell’Orso www.tenutacalitre.com.

Wer Apulien sagt, sagt Masseria (bäuerliches Ferienhaus). Und da sind wir im alten Bauerndorf in Martano, das in „Naturalis Bio Resort“ mit Spa verwandelt wurde www.naturalisbioresort.com. Inmitten von Olivenbäumen liegt die „Masseria Stali“ in Caprarica, wo man bei der Herstellung von erstklassigem, biologischem Olivenöl der Kategorie Extravergine zuschauen kann: www.masseriastali.it. Mit Blick auf das Meer und von Pinienwald und mittelmeerischer Macchia umgeben, da ist die „Masseria Santa Teresa“ in Sannicola, in der Nähe von Gallipoli, www.masseriasantateresa.com. Für die Liebhaber von gutem Wein ist die „Masseria Signora Porzia“ in Leverano, die auch eine gastliche Kantine ist, www.agricoladellarneo.it. In Ceglie Messapica befindet sich die weiße Masseria „Casina Vitale“ mit Pool und niedrigen Trockenmauern, www.masseriacasinavitale.it.

Für die Liebhaber des Meeres und des unendlichen Bräunen, ein guter Rat ist am Strand zu Mittag zu essen und sich nie aus den Badeanstalten-Restaurants zu entfernen, „Lido La Sorgente“ in Torre dell’Orso www.lidolasorgente.it und „Lido Li Marangi“ in San Foca www.lidolimarangi.it.

Am Abend (aber auch zu Mittag) sind eine Sünde wert sowohl das Gourmet Restaurant „Gusto“ in Castrignano de‘ Greci, das mit raffinierten Gerichte begeistert, die sich durch die traditionelle, salentinische Küche inspirieren lassen www.ristorantegustosalento.it, als auch das mit dem gleichnamigen, elenganten B&B verbundene Restaurant „Kolometro Zero“ in Supersano www.ristorantekilometrozero.com, einer der ersten salentinischen Restaurants, dessen siegreiche Unternehmensphilosophie ist, frische, saisonale, vor Ort angebaute Produkte zu verwenden.

Zum Schluss, in der Stadtmitte von Galatina mit Blick auf die Mutterkirche „Sankte Peter und Paolo“ (der Eingang ist vom modernen Platz, Piazza Alighieri 18) befindet sich das Restaurant Hostaria Amarcord www.amarcordhostaria.it, das typische, salentinische Gerichte anbietet: auf Ihrem Teller direkt vom Feld.

Man darf aber nicht vom Salent nach Hause kehren, ohne ein geschmackvolles Souvenir für Freunde und Verwandten (die nicht mitgekommen sind) gekauft zu haben. In der Kantine „Conti Zecca“ in Leverano www.contizecca.it kann man sich mit großartigen Negroamaro und Primitivo Weine versorgen, regionale Weingüter des Salents, doch gute Weine sind auch in der gastlichen Kantine „Agricola dell’Arnero“ www.agricoladellarneo.it, in der „Masseria Stali“ in Caprarica www.masseriastali.it und im landwirtschaftlichen Betrieb www.aziendaagrariagreco.it zu finden.

Hier weitere Infos und Beiträge zu Apulien, dem gastfreundlichen Land…

+ Besuch bei den Archäologen von Roca Vecchia

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryan air) von verschiedenen deutschen Flughäfen  bis Flughafen Bari und Brindisi und weiter mit Auto.

 

Olivenölherstellung: www.coop-sangiorgio.it

Informationen zu Apulien gibt es hier bei Carmen Mancarella.

Reise

Tolle Strände in Melendugno

Apulien-strand (33)

Ich habe mich verliebt in Apulien. Diese Gegend dort ganz unten im Absatz des italienischen Stiefels. Eine kaum bekannte Gegend. Zumindest in der Nebensaison.

Apulien ist für die Schönheit seiner Küsten und des Meers bekannt. Jetzt wurden die Strände von Melendugno gleich mehrfach ausgezeichnet. Obwohl der Ort Melendugno in der Hauptsaison zu den gut besuchten Urlaubszielen Apuliens gehört, gehören seine Strände zu den Besten im Salento.

Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch
Blick von der Grotte der Poesie auf die einstige Festung Roca Vecchia, Foto: Weirauch

Angelica Petrachi, die Stadträtin für Tourismus von Melendugno, freut sich über die Klassifikation: „Dank der Schönheit und der Klarheit des Meerwassers und dank der Qualität unserer Angebote und unseres Service, sind unsere Strände von der Bandiera Blu (Blauen Flagge) des Europäischen Entwicklungsfonds, den fünf Segeln von Legambiente und der Bandiera Verde ausgezeichnet worden.“ Die Bandiera Verde ist eine bedeutende und von dem „Associazione Nazionale Medici Pediatri“ (Nationaler Verein der Kinderärzte) erhaltene Anerkennung, welche die kindergerechten Strände kennzeichnet und hervorhebt.

Strände von Melendugno ausgezeichnet

Weiche und weiße Strände charakterisieren das Gebiet von Melendugno. Die „blauen Segel“ von Legambiente sind Torre Specchia Ruggeri, San Foca, Roca Vecchia, Torre dell’Orso und Torre Sant’Andrea. Alle haben etwas gemeinsam: Kaiser Karl V. ließ Wachtürme an der Küste errichten, um das Land gegen die Türken zu verteidigen. Die Strände besitzen eine landschaftlich schöne Umgebung und sind reich an hohen Dünen, an wilden Lilien und von Pinienwäldern geschützt.

Die Strände von Torre dell’Orso

Zu den schönsten Stränden gehört Torre dell’Orso. In dieser kleinen Bucht, etwas mehr als ein Kilometer in der Länge, ist das Wasser ruhig und kristallklar.

Die archäologische Stätte von Roca Vecchia erzählt die Geschichte der Messapen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, dem Volk zwischen zwei Meeren, das hier bis zur Ankunft der Römer lebte. Man glaubte, dass sich das Heiligtum des Taotor Gottes (lateinischen Turor und griechischen Tahotor) in diesem Ort, in der „Grotta della Poesia“, befand. Ihm widmeten die Seefahrer Gebete, bevor die Meerenge der Straße von Otranto durchfahren wurde.

Berühmt: „Grotta della Poesia“

Nicht weit weg von hier, findet man die „Grotta della Poesia“, die das National Geographic als eines der zehn schönsten Natur-Schwimmbäder der Welt ausgezeichnet hat. Die Ausgrabungsstätte Roca Vecchia, die als das Troja des Salento gilt, wurde bereits von Urlaubern aus vielen Ländern besucht. Roca Vecchia ist mit dem Städtchen Melendugno und den bezaubernden Küsten inzwischen auf den dritten Platz der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Apuliens angestiegen.

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Facebookseite von RocaArchaeologicalProject

Auch die Klippen von Sant’Andrea sind einen Besuch wert. Mit ihren unzähligen Felsformationen beherrschen sie das kristallklare Meer: die Sphinx in dem kleinen Fischerdorf. Bedeutend der Stiefel und der Bogen, unter denen man hindurchschwimmen kann. Das Meer hat die Stimme der nahen und fernen Mittelmeervölker. In der Historie war die Region Treffpunkt vieler Kulturen.

Tourismusmanagerin Carmen Mancarelle und Archäologe Theodoro Scaranao Foto: Weirauch
Tourismusmanagerin Carmen Mancarelle und Archäologe Theodoro Scaranao Foto: Weirauch

„Melendugno ist zu jeder Jahreszeit wunderbar, nicht nur im Sommer. Auch in der Nebensaison ist es sehr interessant“, berichtet Angelica Petrachi weiter. „An diesem Ort, ganz in der Nähe des Meeres, befindet sich ein Wald von Olivenbäumen. Dank dieser Olivenhaine sind die Betriebe von Melendugno einige der wichtigsten Hersteller von nativem Olivenöl extra. In Melendugno werden fast fünf Prozent des gesamten Olivenöls in Apulien hergestellt.

Die Olivenhaine

Dank dieser Olivenkultur sind verschiedene Veranstaltungen entstanden wie zum Beispiel die im Winter stattfindenden „Notti del Fuoco“ (Nächte des Feuers): die „Focara von San Niceta“, ein großes Feuer, das jedes Jahr am 27. Januar entfacht wird. Oder die „Lingue von Sant’Antonio“, ein Feuer zu Ehren von dem Heiligen Antonius. Dieses Feuer wird am 15. Februar in Borgagne, einem der schönsten Dörfer Italiens, angezündet. Die Scheiterhaufen werden mit trockenen Olivenzweigen bestückt und zeigen das Ende des Baumschnittes und des Olivenöl-Wirtschaftsjahres an.“

Wer Apulien sagt, sagt Masseria (bäuerliches Ferienhaus). Und da sind wir im alten Bauerndorf in Martano, das in „Naturalis Bio Resort“ mit Spa verwandelt wurde www.naturalisbioresort.com. Inmitten von Olivenbäumen liegt die „Masseria Stali“ in Caprarica, wo man bei der Herstellung von erstklassigem, biologischem Olivenöl der Kategorie Extravergine zuschauen kann: www.masseriastali.it.

Salento ist bekannt für seine Lebensfreude

und seine Unterhaltung. Sehr berühmt ist Pizzica, ein Volkstanz, der immer am Sommerabend auf den Straβen gehört werden kann. Das Castro Wine Festival und das Torneo dei Rioni (Turnier der Viertel) von Oria sind nicht zu verpassen. Die erste Veranstaltung ist von dem Verein Oltrevento in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung organisiert und wird am Abend und in der Nacht von dem 29. Juni bis dem 1. Juli in der Altstadt von Castro stattfinden. Bei dem Event können Touristen und Besucher begabte Jazz und Swing Musiker hören und, gleichzeitig, die besten Weine des Salento (wie z.B. den Primitivo und den Negroamaro), die von mehr als 30 Weinkellnern mit lokalen Erzeugnissen geboten werden, probieren.

Festlich illuminiert präsentiert sich die Altstadt von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch
Festlich illuminiert präsentiert sich die Altstadt von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch

https://youtu.be/61gaNTOFlUM 

Informationen zu Apulien

Hier gibt es weitere Sehenswürdigkeiten in Apulien.

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Danke an Carmen Mancarella für die Unterstützung bei der Recherche.

Hier Informationen zu Melendugno.

Apulien: Vielfalt an Italiens Stiefelabsatz

Die Umrisse Italiens gleichen der Form eines Stiefels. Im verspielten Barock errichtete Kirchen und Paläste aus gelblichem Tuffstein erinnern in der quirligen Universitätsstadt Lecce an fantastische Sandburgen. Wie von Hobbits erbaut erscheinen dagegen die Trulli, weiß gekalkte Rundbauten mit Kegeldächern in Alberobello. Mächtige Kastelle früherer Herrscher wachen über die Küstenstädte – ob in der eleganten apulischen Metropole Bari oder im von Griechen gegründeten Taranto.

 Strände, Wälder und Olivenhaine

Traumhafte Sandstrände und felsengerahmte Kiesbuchten säumen die Halbinsel Gargano. Abwechslung versprechen im Parco Nazionale del Gargano die stillen Wälder der Foresta Umbra. An den Küsten des von endlosen Olivenhainen und Weinbergen geprägten Salento zwischen Adria und Ionischem Meer finden Badefreunde eine Vielzahl weiterer reizvoller Strände. Wie die Lage, so die Küche: Wen wundert es, dass Apulien bekannt ist für Fischspezialitäten, hochwertiges Olivenöl und vorzügliche DOC-Weine.

Mein Beitrag über Castro im Hacken des Stiefels findet ihr hier.

Wo kann man übernachten:

HOTEL – VILLAGGI e MASSERIE

www.cdshotels.it

Hotel Thalas Club****

www.hotelthalas.it

Hotel degli Haethey****

www.hoteldeglihaethey.com

EURO GARDEN VILLAGE SALENTO

www.eurogardenvillagesalento.it

Beispiele für MASSERIE

www.masseriasantateresa.com

CANTINA OSPITALE AGRICOLA DELL’ARNEO

www.agricoladellarneo.it

NATURALIS BIORESORT & SPA – MARTANO

www.naturalisbioresort.com

MASSERIA CASINA VITALE CEGLIE MESSAPICA

www.masseriacasinavitale.it

MASSERIA STALI CAPRARICA

www.masseriastali.it

Tipps zum Campen:

CAMPINGPLATZ SENTINELLA – TORRE DELL’ORSO

www.campeggiosentinella.it

Auswahl von Restaurants:

A Kilometro Zero – SUPERSANO

www.ristorantekilometrozero.com

HOSTARIA AMARCORD –  GALATINA

www.amarcordhostaria.it

Ristorante GUSTO CASTRIGNANO DEI GRECI

www.ristorantegustosalento.it

Weinkeller Touren in Leverano bei: CONTI ZECCA

www.contizecca.it

AGRICOLA DELL’ARENO

www.agricoladellarneo.it

AZIENDA AGRICOLA DEL DOTTOR PANTALEO GRECO

www.aziendaagricolagreco.it MASSERIA STALI

www.masseriastali.it

Unterhaltung und Veranstaltungen:

www.parcokalos.com

www.castrowinefest.it

www.torneodeirionioria.it

Ferienhäuser und Ferienwohnungen kaufen oder mieten:

www.grimaldivacanze.it

Strände:

LIDO LA SORGENTE TORRE DELL’ORSO

www.lidolasorgente.it

www.lidolimarangi.it San Foca

Spaziergänge durch die Olivenbäume:

CAPRARICA, Genossenschaft TERRA MIA

https://www.facebook.com/terramiasalento/

Nähere Informationen bei

Carmen Mancarella von www.mediterranetourism.it

E-mail: spiaggepuglia@gmail.com

Hier findet ihr weitere Sehenswürdigkeiten in Apulien.

Reise

Wintertourismus im Salento

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Apulien ist eine Reise wert. Auch im Winter ? Jas, ich habe mich davon überzeugt. Im Januar 2018 war ich dort. Es war nicht sehr warm, aber mit 15 Grad Celsius schon bedeutend wärmer als im kalten Deutschland.

Vom Erlebnistourismus bis zur Entdeckung der Meisterwerke der byzantinischen Kunst, vom Meer bis zu den noch heute gesprochenen antiken Sprachen, beispielsweise das Griko im Salento und das Arbërishtin der Provinz Tarent. Wir wohnten im kleinen Ort Carpignano Salentino in Apulien und lernten hilfsbereite, kulturinteressierte und überaus freundliche Menschen kennen.

Carpignano Salentino in Apulien

Vorzüglich wurden wir von Carmen Mancarella, der engagierten Chefin der Tourismuszeitschrift über die mediterrane Kultur “Spiagge” www.mediterraneantourism.it, betreut. Sie gilt als gute Seele des Salento. Der Bürgermeister von Carpignano Salentino, Paolo Fiorillo : “Unsere Region hat genügend Attraktionen, um ausländische Touristen anzuziehen, da sie reich an Geschichte, Kunst und Kultur ist. Die Liebe der Deutschen zum Kulturtourismus ist bekannt. Wir dürfen den deutschen Professor Rohlfs nicht vergessen, der bedeutendste Forscher unserer Krypta, die “Cappella Sistina dell´Arte Bizantina” (Sixtinische Kapelle der byzantinischen Kunst) genannt wird. Und wir haben eine Vielzahl an hochwertigen Ressourcen, um immer mehr Touristen auch in der Nebensaison und im Winter anzulocken.”

Die Tourismusassessorin Lucia Antonazzo sagt: “Mit Hilfe der Mibact Fonds hat die Gemeinschaft von Carpignano Salentino ihr touristisches und kulturelles Angebot bereichern können: die Fundstücke des neuen archäologischen Museums Musarca zeigen, wie unsere Ortschaft schon in der Prähistorie bewohnt war.

Wir werden auch der Ölherstellung etwas Zeit widmen, da wir deutlich machen möchten, dass wir noch qualitativ hochwertiges, natives Olivenöl von gesunden Olivenbäumen herstellen und dass die Xylella, das Feuerbakterium, entgegen der europäischen und internationalen Meinung unser Produktionssystem nicht geschädigt hat.”

Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch
Die unterirdische Verarbeitung von Oliven ist eine Touristenattraktion Foto: Weirauch

Apulien, das Land der Begegnungen und der Kulturen: vom Griko des Salents zum Arbërisht der Murge und Gravine. Erlebnistourismus: die Olivenernte und die Herstellung nativen Olivenöls.

Auf dem Besuchsprogramm standen Melpignano, wo jedes Jahr die bekannte “Notte della Taranta” stattfindet.

In Melpignano findet jährlich das berühmte Festival “Notte della aranta” statt. Foto: Weirauch
In Melpignano findet jährlich das berühmte Festival “Notte della aranta” statt. Foto: Weirauch

In San Marzano, im Herzen des Primitivo d.o.p., erlebten wir eine Weinprobe des guten “Primitivo di Manduria” im Weinkeller von Manduria.

stattfinden. Großer Wert wird vor Allem auf die Tradition der Olivenernte und auf die Herstellung des nativen Olivenöls gerichtet.

Der höhepunkt de Reise war der Besuch der Ausgrabungsstätte in Roca Vecchia, wo sich das schönste Naturbad der Welt befindet, die sogenannte “Poesia”. Es wurde von den Lesern und Journalisten des National Geographic als schönstes Naturbad der Welt gewählt.

Hier berichtete Archäologe Niko Scarano über die letzten Entdeckungen. Roca Vecchia, eine reiche und wichtige antike Stadt, die aufs Mittelmeer blickt.

Hier meine Beiträge zu vergangenen Besuchen in Apulien.

Hier der Bericht zu Roca Vecchia.

https://www.facebook.com/RocaArchaeologicalProject/photos/pcb.1964917563746314/1964906723747398/?type=3&theater
Facebookseite von RocaArchaeologicalProject

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Übernachtung: preiswert & gut im B & B Arcona in Serrano

Der Ort Carpignano Salentino stellt sich hier vor.

Ich empfehhle den vorzüglich recherchierten Reiseführer von Andreas Haller, erschienen im Michael Müller Verlag

Reise

Sehenswertes Castro in Apulien

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Wenn man Italien-Insider fragt, was man im Salento von Apulien gesehen haben sollte, so werden meist Bari, Lecche oder Brindisi sowie Otrano erwähnt. Gewiss, das sind wichtige Attraktionen am Absatz des italienischen Stiefels. Wer aber das kleine Castro (2500 Einwohner)  im Salento besucht, der wird überrascht sein wegen der Vielfalt der Sehenswürdigkeiten. Der hoch über der Küste gelegene kleine Badeort besitzt einen alten Stadtkern und ein von Ringmauern umgebenes Kastell. Wer Ende April zum Fest der Verkündigung der Jungfrau Maria nach Castro reist und auch den Befreiungstag am 24. April erlebt, der ist überwältigt von diesem kleinen schönen Ort. Und seinen gastfreundlichen Einwohnern. Ich war dort und schildere hier einige Eindrücke.

Prozession Ende April zum Patronatsfest für die Jungfrau Maria. Foto: D.Weirauch
Prozession Ende April zum Patronatsfest für die Jungfrau Maria. Foto: D.Weirauch

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Die Jungfrau Maria ist auch die Patronin der Stadt. Im Jahr 2017 wurde die Plastik der Jungfrau Maria mit Unterstützung vieler Bürger restauriert und aus Anlass ihrer Aufstellung in der Kirche gab es eine große Prozession. Wir waren dabei. Hier ein Video von der Prozession.

Der prächtige Altar mit der Jungfrau Maria links, foto: D.Weirauch
Der prächtige Altar mit der Jungfrau Maria links, foto: D.Weirauch

Was man in Castro gesehen haben sollte

❏ Die Altstadt mit der Burg

Unbedingt lohnt ein Spaziergang (rund eine Stunde) durch die Altstadt. Stationen sind dabei u.a. die Burg mit dem Archäologischen Museum und der unlängst entdeckten Minerva.

Blick in das neugestaltete Archäologische Museum von Castro in Apulien. Foto: D.Weira
Blick in das neugestaltete Archäologische Museum von Castro in Apulien. Foto: D.Weirauch
Bürgermeister Alfonso Casparo mit der marmornen Minerva Statue im Archäologischen Museum. Foto: D.Weirauch
Bürgermeister Alfonso Capraro mit der marmornen Minerva Statue im Archäologischen Museum. Foto: D.Weirauch

 

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Castro wird mit dem antiken Ort Castrum Minerva verbunden, der bei Vergil literarisch überliefert ist. Archäologische Fundstücke lassen den Schluss zu, dass die Stadt in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. Auf einer Fläche von drei Hektar angelegt wurde. Auf dem Burgberg kann man in die „archäologische Unterwelt“ schauen. Im Archäologischen Museum kann man die bei den Ausgrabungen gefundenen Keramikscherben, Lanzenspitzen, Nägel kleine bronzene Figuren bewundern.

Die Keramikscherben lassen den Schluss zu, dass Castro einst eine wichtige Seefahrer Stadt war. Um 123 v. Chr. wurde die Siedlung römisch.

In der Burg von Castro residierte bis um 1820 ein Bischof. Foto: D.Weirauch
In der Burg von Castro residierte bis um 1820 ein Bischof. Foto: D.Weirauch

Die Italiener verstehen zu feiern. Und Gäste sind gern willkommen. Castro mit seiner trutzigen Burg thront fast 100 Meter über dem Meeresspiegel. Von Castro aus hat man tolle Blicke über das Meer.

Während der byzantinischen Herrschaft musste die Stadt zahlreiche Angriffe von Ostgoten, Vandalen, Goten, Langobarden und Ungarn ertragen. Als die Araber die Stadt eroberten, gaben sie ihr den Namen Al Qatar (“die Burg”). Ab 1270 war Castro Teil des Fürstentums Tarent.

Blick über die Ausgrabungsstätte von Castro auf das Meer. Foto: D.Weirauch
Blick über die Ausgrabungsstätte von Castro auf das Meer. Foto: D.Weirauch

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Besteigen sollte man unbedingt den Aussichtsturm des Kastells. Es wurde um 1540 im Auftrag des Vizekönigs von Neapel, Pedro Álvarez de Toledo, als Festung erweitert.

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❏  Die Grotta Zinzulusa

Grotten gibt es mehrere in der Umgebung von Castro. Einzig die Grotta Zinzulusa kann man besuchen. Vom Ortsteil Castro Marina, dem Hafenort, ist es nicht zur Grotta Zinzulusa, der Schauhöhle. Der Eingang liegt in einer zum Meer hin steil abfallenden Wand. Man kann über einen schmalen Pfad in die Grotte gelangen, oder bei nicht so stürmischer See, mit einem Boot.

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Die Höhle hat ihren Namen von den zahlreichen Stalaktiten und Stalagmiten, die Stoffpuppen aus verschlissenen Kleidern ähneln, die in der Sprache des Salento „Zinzuli“ genannt werden. Hinter dem breiten, hohen Eingang gelangt man in einen hundert Meter langen Karststollen, der sich zunehmend verjüngt, bis er im Dom, dem letzten für Touristen zugänglichen Raum endet.

Von hier aus führt ein abwärts gerichteter Gang zum Cocito, dem unter Wasser liegenden Teil der Grotte. In seinem Inneren wurden neben riesigen Stalagmiten und mesolithischen Funden weltweit einzigartige lebende Fossilien gefunden (unterirdische Schwämme: higginsia ciccaresei).

Besucher und Ausgräber hinterließenh nach 1900 ihre "Unterschriften" im Dom der Grotta Zinzulusa. Foto: D.Weirauch
Besucher und Ausgräber hinterließenh nach 1900 ihre “Unterschriften” im Dom der Grotta Zinzulusa. Foto: D.Weirauch

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Hier Infos zur Grotte.

Die Feiern in Castro

Im April gibt es das Patronatsfest, das die Jungfrau Maria feiert. Im Sommer, am 12. und 13. August, feiert das ganze Dorf die Jungfrau des Rosenkranzes von Pomperi. Am 10. August finden das Volksfest des Backfisches statt, eine Gelegenheit, um die typischen Produkte und traditionelle Rezepte zu probieren.

https://youtu.be/Hecwhvtw2OU

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Touristinformation in Castro

Adresse: in Castro Marina, oberhalb des Hafens, Piazza Dante 1, Internet: www.comune.castro.le.it

 Wohnhäuser auf dem Burgberg von Castro im Salento. Foto: D.Weirauch

Wohnhäuser auf dem Burgberg von Castro im Salento. Foto: D.Weirauch

Lecker Eis schlecken in Castro

Unbedingt besuchen und das leckere Eis ausprobieren im Familienunternehmen Baccaro Caffeteria.

 

 

Leckeres Eis in Castro wird kredenzt von Carla und Maria Rosaria. Foto: D.Weirauch
Leckeres Eis in Castro wird kredenzt von Carla und Maria Rosaria. Foto: D.Weirauch

In einem Laden bedient die Mama Maria Rosaria, im anderen Debora, die Frau des Sohnes, mit ihrem freundlichenTeam. Das Eis der Baccara Caffetteria ist eine verdammt himmlische Versuchung. Italiener können eben Eis machen. So wie Mario und sein Team in Werder bei Potsdam.

Verwöhnen die Gäste im Eiscafe von Castro: Debora und Cinzia, Foto: D.Weirauch
Verwöhnen die Gäste im Eiscafe von Castro: Debora und Cinzia, Foto: D.Weirauch

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Aderesse: Baccaro Caffetteria, Castro, Via F.III.Bandiera und Via Di mezza

Unterkunft

u.a. Hotel orsa maggiore, Via Litoranea Per S. Cesarea, 303, 73030 Castro Marina LE, Italien, Tel.: +39 0836 947029, die meisten Zimmer mit Meerblick, Preis: je nach Saison (ab 80 Euro),

Hotel orsa maggiore in Castro: preiswert und gut
Hotel orsa maggiore in Castro: preiswert und gut
Terrasse des Hotel orsa maggiore in Castro, Foto: D.Weirauch
Terrasse des Hotel orsa maggiore in Castro, Foto: D.Weirauch

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Weitere Sehenswürdigkeiten

Otranto

Die östlichste Stadt Italiens ist Otranto, 23 Kilometer nördlich von Castro. Vom Kastell aus schweift der Blick über doe 75 Kilometer breite Meerenge hinüber nach Albanien.

Lecce

Als selbsternannte  Welthauptstadt des Barock, das sogenannte Florenz Apuliens, beherbergt die Stadt Lecce viele Denkmäler, Kirchen, Kathedralen, Paläste und Museen und ist ein wahres Feuerwerk von Kunst und Kultur. Zu den Attraktionen zählen: Basilika Santa Croce, Kloster, römisches Amphitheater, Kathedrale sowie der Domplatz.

Gallipoli

Der Name geht auf die griechische Bezeichnung “Kale Polis” zurück. Die “Perle des ionischen Meeres” befindet sich auf einer befestigten Insel, die mit der modernen Stadt über eine Brücke aus dem 17. Jahrhundert verbunden ist. Sehenswürdigkeiten u.a.: Basilika Sant’Agata, Kirche Santa Maria della Purità, Griechischer

Wie kommt man nach Apulien ?

mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryanair) bis Flughafen Bari oder Brindisi und weiter mit Auto.

Informationen zu Apulien gibt es hier bei Carmen Mancarella.

Danke Carmen, der Region Puglia sowie der Commune Castro, dass sie die Recherche in Apulien unterstützt haben.

Soeben wurde in Vernole im Salento ein neues Hotel der CDS Gruppe eröffnet, mehr dazu hier.

Hier ein sehr aktueller und überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

  • Reiseführer
    Apulien
  • Andreas Haller
  • Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
    ISBN 978-3-95654-410-1
    21,90 EUR (D)
    Buch: 9. Auflage 2018
    E-Book: 9. Auflage 2018

Hier geht es zu meinen Bildimpressionen der Lichternächte in Apulien.

und hier geht es zum Beitrag über Winterurlaub im Salento.

Hotels

Neues Relais in Vernole in Apulien

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von Carmen Mancarella

Es war eine wahre Liebe auf den ersten Blick. Deutsche und Österreicher waren die ersten Kunden des neuen Relais “Masseria Le Cesine”, dass die Gruppe CDS Hotel (www.cdshotels.it) in Vernole im Salento im Mai eröffnete.

Regionaltypisch die Gebäude des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels
Regionaltypisch die Gebäude des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels

❏ Start in die Saison

Zahlreiche deutsche Urlauber haben sich entschieden, die Pfingstferien im Relais “Masseria Le Cesine” zu verbringen und sie werden das Relais noch während der ganzen Sommerferien besuchen. Und es geht weiter bis zum Herbst, viele Gäste haben schon das Relais reserviert, um die Herbstferien hier zu verbringen. Und jetzt, mit dem Anfang des Sommers, kommen auch die Italiener zusammen mit den Gästen aus der ganzen Welt ins Relais. Dass die ersten Gästen des Relais ausländische Kunden waren, verwundert keinen mehr. Es ist seit langem bekannt, dass die Touristen die Natur, die Fahrradausflüge und das gute süditalienische Essen mit Produkten von echter Spitzenqualität lieben.

Jung – wie die gerade eingepflanzten Büsche der Mittelmeermacchia und die Olivenbäumchen –  elegant und erlesen – wie alle die von der CDS-HOTEL Gruppe realisierten Strukturen –  das Relais “Masseria Le Cesine” ist ein richtiges Juwel eingebettet in die Natur, nur wenige Schritte entfernt vom Naturschutzgebiet mit internationalen Ruf “Le Cesine”, das im Jahr 1979 mit der Konvention von Ramsar (Türkei) anerkannt wurde. Das Relais besitzt drei Schwimmbäder: ein erstes Schwimmbad ist Kindern vorbehalten, ein zweites Schwimmbad ist für die Kunden des Relais reserviert. Ein alter Bauernhof, “Termolito” – Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet, war die Grundlage für dieses moderne Hotel. Das Relais ist nur einige Schritte entfernt von einem wunderbaren Strand.

Der zum Hotel gehörende Sandstrand, Foto: CDS Hotels

❏ Schwarze Perle des Salento

Dieser Strand wurde als “die schwarze Perle des Salento” von namhaften Zeitschriften wie “Spiagge” und “Bellitalia” bezeichnet. Auf Grund eines seltsamen Spiels der Meeresströmungen, legen sich die Aschen des Vulkans “Vulture” auf diesen Strand. Diese Aschen legen sich ins Meer durch den Fluss Ofanto und, nach dieser Reise, kommen sie an der Adriaküste des Salento an. Das Wasser ist kristallklar. Man erreicht den Strand durch einen Spazieren gang durch einen Pinienwald oder durch ein Pendelfahrzeug, das den Gästen kostenlos angeboten wird. Um das Schwimmbad herum gibt es viel Spaß, Spiele und Animation für Kinder durch die sympathischen Animateure.

Blick in die SPA-Abteilung des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels
Blick in die SPA-Abteilung des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels

❏ Massage und Lomi Lomi

Der Spa befindet sich im alten Bauernhof, die Wände bestehen aus “pietra leccese” und die Sternmale sind noch zu sehen. Im Spa gibt es unter anderem Unterwassermassagen und ganz besondere Massagen wie die Lomi-Lomi Massage, mit der die eigene Energie freigesetzt wird, die Kalifornische Massage, die mit Gymnastik endet. Darüber hinaus werden Rituale und Körperbehandlungen mit mikronisierten Nussschalen, Mandeln und Totes Meer Sals angeboten, um die Harmonie zwischen Kopf und Seele herzustellen.

Wenn Mama und Papa, Tante und Onkel oder Oma und Opa sich im Spa entspannen, unterhalten sich die Kinder den ganzen Tag im Miniclub mit interessanten Spielen und verschiedenen sportlichen Aktivitäten, mit denen die Kleinen ihrer Energie am besten freien Lauf lassen können.

❏ Kidsklub

Dabei werden die Kinder Standing und kompetent im Miniclub betreut. Auch wer Kinder im Alter bis 3 Jahre hat, kann der sich einen entspannenden Urlaub gönnen. Das Relais stellt einen speziellen Raum zur Verfügung, eine “biberoneria”, indem Mütter alles finden, was sie für ihre Kleinkinder brauchen: jede Art von frischem Gemüse, von Käse, ein Kocher um Brei vorzubereiten und noch viel mehr. Auf Anfrage ist es auch möglich, Kleinkinder zur Betreuung einem Babysitter zu übergeben.

Immer am Mittwochabend lernen die Gäste, frische handgemachte Nudeln zuzubereiten. Die Hausfrauen des Salento, die seit Jahren frische handgemachte Nudeln herstellen, helfen dabei mit. Man kann auch lernen, die Pizzica zu tanzen während eines organisierten Abends im Relais, bei dem wo es eine Live Gruppe gibt, um Pizzica gemeinsam zu tanzen. Das Relais besitzt auch eine rekonstruierte Altstadt, wohin der man die lokalen Handwerker bei der Arbeit sehen kann.

❏ Gerichte auf apulisch

Auch das Essen lässt keine Wünsche offen: Man fängt mit einem reichhaltigen Buffet-Frühstück an, wobei man Süßes oder Salziges essen kann. Und für Langschläfer gibt es die Möglichkeit, später im Café ein light breakfast mit Espresso und Kuchen zu frühstücken. Zum Mittag- und zum Abendessen können die Gäste unter verschiedenen Fleisch- oder Fischgerichte inklusive Espresso, Aperitif, Getränke, Cocktails und Magenbitter auszuwählen. Und wer noch später etwas essen möchte, der kann um 23.30 Uhr noch etwas Geschmackvolles probieren, um den Tag zu beenden.

Blickauf den Pool des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels
Blickauf den Pool des Relais “Masseria Le Cesine” , Foto: CDS Hotels

Informationen zum Relais Masseria Le Cesine in Vernole

  • Reservierungen unter:
  • CDS Hotels
  • Via Bastianutti, 25
  • 73 100 Lecce
  • tel +39 0832 35 13 21
  • info@cdshotels.it
  • www.cdshotels.it

Auch der Reisekonzern TUI hat das neue Hotel im Angebot.

Mehr überApulien und das Salento lesen Sie hier.

Hier ein Reiseführer zu Apulien:

Reise

Lichternächte in Apulien

Apulien-Castro (76)Festlich illuminiert präsentiert sich die Altstadt von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch

Vom 5. bis 9. Juli findet in Scorrano in der Provinz Lecce in Apulien ein besonderes Spektakel statt, das jährlich zehntausende Besucher anzieht. Zu Ehren der Heiligen Domenica, Schutzpatronin der Stadt, entwerfen lokale Künstler im Zentrum riesige Lichterbögen, die mit tausenden bunten Lämpchen versehen werden, welche im Dunkeln wunderschöne Choreographien mit Monumenten und Heiligen wiedergeben.

Besonders beeindruckend ist dabei der Moment, wenn die Lichter eingeschaltet werden, und die Besucher eine einzigartige Atmosphäre aus Lichteffekten, Musik und Feuerwerken erleben können.

Festlich illuminiert präsentiert sich die Basilika von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch
Festlich illuminiert präsentiert sich die Basilika von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch

Im Rahmen des  Lichterfestes kann man auch die kulinarischen Köstlichkeiten, wie etwa die besten Weine aus dem Gebiet am Absatz des Stiefels, entdecken.

www.santadomenicascorrano.it

https://www.viaggiareinpuglia.it/evento/46252/en/Santa-Domenica—Notte-delle-luci-2017

Hier mein Beitrag über das liebenswerte Castro in Apulien.

Apulien: Vielfalt an Italiens Stiefelabsatz

Die Umrisse Italiens gleichen der Form eines Stiefels. Im verspielten Barock errichtete Kirchen und Paläste aus gelblichem Tuffstein erinnern in der quirligen Universitätsstadt Lecce an fantastische Sandburgen. Wie von Hobbits erbaut erscheinen dagegen die Trulli, weiß gekalkte Rundbauten mit Kegeldächern in Alberobello. Mächtige Kastelle früherer Herrscher wachen über die Küstenstädte – ob in der eleganten apulischen Metropole Bari oder im von Griechen gegründeten Taranto.

Der große Triumphbogen am Strand von Melendugno, Nähe Roca Veccia Foto: Weirauch
Der große Triumphbogen am Strand von Melendugno, Nähe Roca Veccia Foto: Weirauch
 Strände, Wälder und Olivenhaine

Traumhafte Sandstrände und felsengerahmte Kiesbuchten säumen die Halbinsel Gargano. Abwechslung versprechen im Parco Nazionale del Gargano die stillen Wälder der Foresta Umbra. An den Küsten des von endlosen Olivenhainen und Weinbergen geprägten Salento zwischen Adria und Ionischem Meer finden Badefreunde eine Vielzahl weiterer reizvoller Strände. Wie die Lage, so die Küche: Wen wundert es, dass Apulien bekannt ist für Fischspezialitäten, hochwertiges Olivenöl und vorzügliche DOC-Weine.

Meinen Beitrag über Castro im Hacken des Stiefels findet ihr hier.

Hier ein toll recherchierter sehr empfehlenswerter Reiseführer zu Apulien aus dem Michael Müller Verlag.