Reise

Sehenswürdigkeiten in Süditalien

Alberobello (3)Augenweide: Trulli über Trulli

Was man in Süditalien gesehen haben muss. Hier einige Vorschläge:

Zona die Trulli mit Alberobello

Zwischen Fasano, Ostuni, Martina Franca und Alberobello erstreckt sich die „Zona die Trulli“. Trulli heißen die runden, weißen Steinhäuser, die ohne Mörtel zusammengefügt und mit kegelförmigen Dächern aus Kalksteinschindeln gedeckt sind. Am eindrucksvollsten begegnet man dieser originellen, typisch apulischen Bauweise in Alberobello. Der kleine Ort besteht fast nur aus Trulli, vom einfachen Haus bis zur Kirche, insgesamt fast 2000 Bauten. Der Touristenstrom, der sich durch die engen Häuserreihen schiebt, und die vielen Souvenirläden nehmen ihm allerdings viel von seiner idyllischen Atmosphäre. Ursprünglicher ist es auf dem Land, wo man ganze Trulli-Gehöfte sehen kann.

Barockes Lecce

Zahllose goldgelbe Bauwerke im Barockstil prägen das Bild dieser Stadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß von der zentralen Piazza Sant‘ Oronzo aus zu erreichen. Aus römischer Zeit stammen das zur Hälfte freigelegte Amphitheater und die Colonna die Sant‘ Oronzo, eine der beiden Säulen, die in Brindisi das Ende der Via Appia anzeigten. Heute wird die Säule von der Statue des Heiligen bekrönt.

Der Dom Sant‘ Oronzo mit den beiden Fassaden aus Renaissance und Barock wurde 1659 – 1670 unter der Leitung des berühmten Baumeisters Giuseppe Zimbalo errichtet. Besonders schön sind der Dom und sein Platz (Piazza del Duomo), wenn die Stadt bei Nacht festlich beleuchtet ist.

Matera – Europäische Kulturhaupstadt

Berühmt ist die uralte, am oberen Rand einer kargen Felsenschlucht gelegene Stadt wegen ihrer Höhlenwohnungen, den Sassi (dt.: Steine). Seit undenklichen Zeiten flüchteten die Menschen vor der unbarmherzigen Sommerhitze und auch vor Feinden in die kühlen Tuffsteinhöhlen. Erste Siedlungsspuren gehen bis ins 4. Jahrtausend v. Chr. zurück. Im 20. Jahrhundert waren die Höhlen allerdings zu elenden Slums verkommen.

Erst in den fünfziger Jahren zogen die letzten Bewohner aus, jetzt sind die verschachtelten Behausungen, Terrassen und Treppen eine malerische Kulisse.

Bekannt ist Matera für seine Altstadt, die zu einem erheblichen Teil aus Höhlensiedlungen, den Sassi, besteht.
Bekannt ist Matera für seine Altstadt, die zu einem erheblichen Teil aus Höhlensiedlungen, den Sassi, besteht.

Sila-Gebirge

Der plateauartige, im Durchschnitt 1400 Meter hohe Gebirgszug ist mit dichten Laub- und Nadelwäldern überzogen. Hier öffnet sich mitten im tiefen Süden eine fast skandinavisch anmutende Landschaft mit Bergwiesen, auf denen Kühe weiden, rauschenden Gebirgsbächen und tiefgrünen Seen, die allerdings meist künstlich zur Stromerzeugung aufgestaut wurden.


In 1100 Metern liegt San Giovanni in Fiore, ein etwas düsterer Ort. Manche Frauen tragen auch alltags alte schwarze Trachten. Joachim von Fiore gründete hier im Wald 1189 eine Abtei, in der er den baldigen Weltuntergang prophezeite. Berühmt sind die Teppiche, die hier nach orientalischen Mustern noch heute von Hand gewebt werden.

Cosenza

Die Stadt am Rand des Sila-Gebirges, dort wo die Flüsse Crati und Busento zusammenfließen, ist Literaturkennern durch das Gedicht August von Platens „Das Grab am Busento“ bekannt. Demnach fand im Flussbett des Busento der berühmte Westgotenkönig Alarich sein Grab. Nachdem er Rom erobert und geplündert hatte, starb er 410 n. Chr. auf seinem Weg nach Sizilien tatsächlich in Cosenza. Sein Grab wurde allerdings nie gefunden. In der leider ziemlich verfallenden Altstadt mit ihren nostalgischen Gassen, Treppenwegen und Plätzen sollte man sich den romanisch-gotischen Dom ansehen. In seinem Inneren befindet sich das schöne Grabmal der Isabella von Aragon (gestorben 1271), der Frau des französischen Königs Philipp III.


Über der Stadt thront ein Kastell, das Friedrich II. 1184 auf den Überresten einer normannisch-arabischen Burg errichten ließ.

Blick von der Villa Rendano auf Cosenza
Blick von der Villa Rendano auf Cosenza

Grotta della Poesia

Die Grotta della Poesia, an der adriatischen Küste  gehört laut „National Geographic“ zu den zehn berühmtesten Badebuchten der Welt. Die Badelagune “Grotta della Poesia” befindet sich gegenüber der archäologischen Fundstelle Roca Vecchia, zwischen den Ortschaften San Foca und Torre dell’Orso.

Der Sage nach erhielt die Grotta della Poesia(„Grotte der Poesie“) ihren Namen von einer Prinzessin, die sich in dieser Bucht badete. Anscheinend inspirierte das junge Mädchen mit ihrer unglaublichen Schönheit die Verse vieler Poeten. In Wirklichkeit hat der Name der Grotte aber eine andere Bedeutung. Es wird erzählt, dass die Grotte dazu bestimmt sei, einmal eine Süßwasserquelle zu werden, welche man auf Griechisch als „posia“ bezeichnet. Ja, und Einflüsse des Griechischen erlebten wir im Salento oft. In einigen Orten wird auch noch das urwüchsige greeke gesprochen und gepflegt.

Otranto

Die östlichste Gemeinde Italiens schmiegt sich auf eine ins Meer ragenden Felszunge. Mächtige Mauern und das beeindruckende Castello di Otranto schützen die Hafenstadt.

Mit Naturstein gepflasterte Gassen führen zur Cattedrale di Santa Maria Annunziata aus dem 11. Jahrhundert, deren Boden ein vollständig erhaltenes Mosaik mit einem riesigen Lebensbaum bedeckt. Das von einem Priester namens Pantaleone 1163-65 geschaffene Bildwerk wächst aus der “Hölle” im Eingangsbereich, personifiziert u.a. durch den Griechen Alexander den Großen, bis in den “Himmel” im Chorbereich, den Tierkreiszeichen und Kirchenväter versinnbildlichen.

Die Mosaikfelder zu beiden Seiten des Stammes zeigen Episoden des Alten Testaments, mythologische Darstellungen und bäuerliche Alltagsszenen. Die Cappella del Martiri birgt Reliquiare mit den sterblichen Überresten jener 800 Christen, die nach der Eroberung Otrantos durch die muslimischen Türken 1480 geköpft wurden, weil sie ihrem Glauben nicht abschören wollten. In der Krypta, deren Geölbe auf 48 Säulen ruht, wurden sptantike, byzantinische und hochmittelalterliche, teils fantsievoll mit Tieren und Menschen verzierte Kapitell wiederverwendet.

Gallipolli

Die schöne Stadt (griech. Kalè polis) wurde als griechische Kolonie gegründet. Wie eine Festung liegt die nur durch eine Straße mit dem Festland verbundene Altstadt im Meer. Vom imposanten Castello aus ist es nicht weit zur Kathedrale Sant’Agata (17. Jahrhundert), die mit einer Fassade im üppigen Lecceser Barock und Gemälden der Salento-Schule des 17./18. Jahrhunderts auftrumpft. Gassen winden sich vorbei an weißen Häusern mit blumengeschmückten Innenhöfen zu den massiven Ufermauern. Hier verwöhnen Restaurants ihre Gäste mit der speziellen Fischsuppe Zuppa die pesce alla gallipolina und fantastischen Aussichten.

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Ostuni

 

Castellana Grotte

In diesem Ort liegen die berühmtesten Tropfsteinhöhlen Italiens. Sie wurden 1938 entdeckt und bis zu einer Ausdehnung von zwei Kilometern erschlossen. Nach einem Abstieg, der 110 Treppenstufen hinunter führt, empfängt uns ein Wald von Tropfsteinen. Die künstlich ausgeleuchteten Höhlen und Gänge mit Stalagmiten und Stalaktiten von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern Höhe zeigen sich in wechselnder Farbenpracht und vielgestaltiger Ausformung. Entsprechend sind die Grotten benannt. Grotte der Denkmäler (di Monumenti), Grotte des Engelsganges (Corridoio dell‘ Angelo) usw. In einem etruskischen Steinbruch hat der Künstler Omero sein „Etruscopolis“ geschaffen: eine künstliche Etruskersiedlung mit Grabstätten und Häusern, Kunstwerken und Alltagsgegenständen. Danach kann man sich am Lido di Tarquinia, dem schönen (schwarzen) Sandtrand vergnügen.

Hier geht es zu einem Bericht über Castro im Salento.

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