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Reise

Burgenstraße: Roth in Franken

Schloss Ratibor15Blick auf Schloss Ratibor in Roth, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information

Dieser Tage war ich in Roth. Inmitten des Fränkischen Seenlandes und nur 7 Kilometer vom Rothsee entfernt, liegt die Kreisstadt Roth. “roth voll auf Draht” lautet der Slogan. Meine Erwartungen waren recht groß. Denn vor einigen Jahren, als Borten im Potsdamer Schlos Sanssouci erneuert wurden, sagte eine Restauratorin: “Wir haben diese in einer Fabrik Roth in der Nähe von Nürnberg herstellen lassen. Dort kann man das noch erleben.” Vonleonischer Industrie war die Rede. Leonisch, was ? Ich konnte mir wenig darunter vorstellen. Darüber später hier mehr. Es ist eine alte Kulturstadt. Die fränkische Stadt Roth blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1060, als Bischof Gundekar II von Eichstätt eine Kirche zu „Rote“ weihte. Im Jahr 2010 feierte Roth sein 950-jähriges Gründungsjubiläum Stadtjubiläum. In der Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte die Verleihung der Stadtrechte. Noch heute ist die damalige mittelalterliche Struktur im Stadtbild mit der an vielen Stellen erhaltenen Stadtmauer und dem breit ausladenden Markt als Zentrum, umrahmt von stattlichen Bürgerhäusern, gut abzulesen.

Blick auf das Rathaus der fränkischen Stadt Roth, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Blick auf das Rathaus der fränkischen Stadt Roth, Foto: Stadt Roth – Tourist-Information

Auf dem Marktplatz und in der Altstadt reihen sich viele Sehenswürdigkeiten aneinander, die zu Fuß mit Hilfe des Prospekts „Historischer Rundgang“ gut erkundet werden können. Das Wahrzeichen und Schmuckstück der Stadt Roth ist das Schloss Ratibor. Das zwischen 1535 und 1538 von Markgraf Georg „dem Frommen“ errichtete repräsentative Jagdschloss wurde von den Einkünften des Regenten aus seinen schlesischen Besitzungen, vor allem der Fürstentümer Oppeln und Ratibor, finanziert. Mit dem idyllischen Innenhof, dem gemütlichen Garten und beeindruckendem Schlossgraben bildet das Ensemble mitten in der Stadt eine Oase der Ruhe.

Blick auf die Befestigung von Schloss Ratibor, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Blick auf die Befestigung von Schloss Ratibor, Foto: Stadt Roth – Tourist-Information
Stadtgarten von Roth Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Stadtgarten von Roth Foto: Stadt Roth – Tourist-Information

Hauptattraktion und größter Raum des Schlosses ist der Prunksaal. In seiner Gestaltung erinnert er an italienische Säle der Spätrenaissance und des Frühbarocks. In weiteren Räumen des Schlosses ist das Stadtmuseum untergebracht.

Die Besucher von Roth können die Stadt und die Umgebung über ein sehr gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz entdecken. Das Museum Schloss Ratibor, das Fabrikmuseum und der Historische Eisenhammer lassen auch bei schlechtem Wetter keine Langweile aufkommen. Aber auch Schloss- und Stadtführungen, Themenstadtführungen und geführten Radwanderungen sind ein besonderes Erlebnis.

Der Rothsee hat mit 220 Hektar Wasserfläche eine beachtliche Größe, Foto: Stadt Roth - Tourist-Information
Der Rothsee hat mit 220 Hektar Wasserfläche eine beachtliche Größe, Foto: Stadt Roth – Tourist-Information

Die Kulturfabrik, eines der renommiertesten Gastspieltheater der Region, besticht durch eine breite Programmpalette mit Ausstellungen, Theater, Kabarett, Tanz, Lesungen und Konzerten aller Stilrichtungen. Ein Höhepunkt in der Kulturfabrik sind die jährlich stattfindenden Bluestage mit Spitzenmusikern aus aller Welt.

Der Schaukeldrahtzug.Die auf der Schaukel sitzende Figur eines Drahtziehers stammt von dem Staufer Stahlkünstler Thomas Volkmar Held, Foto: Weirauch
Der Schaukeldrahtzug.Die auf der Schaukel sitzende Figur eines Drahtziehers stammt von dem Staufer Stahlkünstler Thomas Volkmar Held, Foto: Weirauch

Wie kommt man hin ? Die Kreisstadt Roth ist bequem per Bahn, Bus oder über die Autobahnen A6 und A9 zu erreichen. Die Fahrzeit von Roth nach Nürnberg mit der Bahn beträgt nur rund  20 Minuten.

  • Informationen zu Roth gibt es hier:
  • Tourist-Information im Schloss Ratibor
  • Hauptstraße 1
  • 91154 Roth,
  • Tel.: 09171/848-513.
  • Roth im Internet: www.stadt-roth.de
Blick auf das Fabrikgebäude „Obere Mühle 4“, in dem sich das Fabrikmuseum Roth befindet, Foto: Weirauch
Blick auf das Fabrikgebäude „Obere Mühle 4“, in dem sich das Fabrikmuseum Roth befindet, Foto: Weirauch

Roth – Voll auf Draht

Unbedingt sehenswert ist in Roth das Fabrikmuseum der Leonischen Industrie, welches 2003 mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet wurde. Ich habe selten in einem technischen Museum auf der Route der Industriekultur soviele funktionsfähige Maschinen der Drahtverarbeitung gesehen. Dank an Dr. Wilhelm Gimm, der mit seinen Mitarbeitern und dem Historischen Verein  die Wrinnerung an die einst die Region in und um Roth prägende leonische Industrie wachhält. Dem Museum können wir nur viele Besucher, vor allem Schulklassen und nicht nur an der Technik Interessierte wünschen.

Gezeigt werden der Weg des grob gezogenen Drahtes durch Feinzug und Plätterei, die Herstellung und das Vergolden der Gespinste sowie die Weiterverarbeitung auf Webstühlen und anderen Maschinen bis hin zur Verpackung der fertigen Ware. Foto: Weirauch
Gezeigt werden der Weg des grob gezogenen Drahtes durch Feinzug und Plätterei, die Herstellung und das Vergolden der Gespinste sowie die Weiterverarbeitung auf Webstühlen und anderen Maschinen bis hin zur Verpackung der fertigen Ware. Foto: Weirauch
Beim geführten Rundgang durch das Museum bekommt der Besucher einen Einblick in die Produktion, Foto: Weirauch
Beim geführten Rundgang durch das Museum bekommt der Besucher einen Einblick in die Produktion, Foto: Weirauch

Informationen zum sehenswerten Fabrikmuseum Roth
Obere Mühle 4
91154 Roth

Telefon 09171/60564

Sportlich zur genussvollen Familienzeit

Frankentourismus teilt für 2019 mit: Die kommenden Monate werden abwechslungsreich in Roth: Die Sport- und Kulturstadt im Fränkischen Seenland hat die wichtigsten Veranstaltungen im Prospekt „Highlights 2019“ zusammengefasst. Kulturelles wie die Aufführungen der Rother Schlosshofspiele (20. Juli bis 11. August 2019), die Rother Bluestage (29. März bis 7. April 2019) oder die Konzerte des Stadtorchesters gehören ebenso dazu wie sportliche Höhepunkte. Zu letzteren zählen der weltbekannte Triathlon „DATEV Challenge Roth“ (4. bis 8. Juli 2019), der „MEMMERT Rothsee Triathlon“ (22. und 23. Juni 2019) oder der Fitnesstag am Rothsee (12. Mai 2019). Gemütlicher geht es zu beim Spargelfest (11. Mai 2019) oder beim Festival der Wirte (14. bis 16. Juni 2019). Abwechslungsreiche Angebote für Familien bieten unter anderem die „Moonlight Sports-Night“ (10. Mai 2019) oder der Familien-Museumstag im Schloss Ratibor (27. Juli 2019). Erhältlich ist der Prospekt unter anderem in der Tourist-Information im Schloss Ratibor sowie als Download (www.stadt-roth.de).

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstraße: Ein Spaziergang durch Coburg

Coburg (322)Blick auf die Veste Coburg Foto: Weirauch

Natürlich ist die Veste Coburg das Higlight der fränkischen Stadt Coburg. Das hatte ich vor meinem Besuch schon gewußt. Trotzdem sollten Besucher neben einem Besuch der wie eine Krone über der Stadt thronenden gewaltigen Festung auch unbedingt die Stadt Coburg selbst besuchen. Dort warten viele Überraschungen auf eine Entdeckung. Im Rahmen unserer mehrtägigen Tour entlang der Burgenstraße waren wir im Frühsommer 2018 auch einen Tag dort und wollen hier darüber berichten. Wir wußten von Luthers Aufenthalt auf der Veste Coburg und vom Wirken Lucas Cranachs in der Stadt. Wir haben viel Neues erfahren, zu Victoria und Albert, Friedrich Rückert und Coburg, zur Coburger Bratwurst und die “Coburg Cobana”, das internationale Samba – Festival im historischen Ambiente.

Reise

Burgenstraße kulinarisch: “Schluck” in Kronach

Kronach (84)

Unlängst waren wir in Kronach zu Besuch. Am abend lernten wir ein tolles Bier in einem tollen Gasthaus kennen. Die Sorte hieß “Schluck” der Kronacher Antlabräu. Das Bier wird im Gasthaus gebraut.

Die etikette sind lesenswert,m sie verraten einiges zum Bier: Vorne signalisieren die bauchigen 0,33-Liter-Fläschchen dem Durstigen, dass ihn ein nicht so recht traditionelles Stöffchen erwartet, denn sie sind frech mit einem langhalsigen Comic-Schwarm im Superman-Kostüm dekoriert. Obwohl als Zutaten nur Hopfen, Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz und Hefe aufgeführt sind, leugnet die knapp gehaltene Beschreiung, dass es sich um ein Bier handelt. “Untergäriger Hopfentrunk” hat Braumeister Markus Ort stattdessen als Bezeichnung gewählt. Warum? Aus rechtlichen Gründen. So erfahren wir vom freundlichen Kellner.

Martin Dorschke und  Norbert Krines klärenin dem Buch “111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss” auf. sort heißt es: ,In der 1516 für das Herzogtum Bayern festgeschriebenen Brauordnung (die übrigens Dutzende regionale Vorgänger hatte) ist als Getreide ausschließlich Gerste erlaubt. Bier aus Weizen war in dieser Zeit südlich der Donau generell verboten. Die änderte sich erst im Jahr 1602, seither durften die bayerischen Herzöge auch dort Weizenbiere brauen und verkaufen – aber nur diese.”

Ein Erbe dieses kuriosen bierhistorischen Details: Die aktuelle, 1993 verabschiedete Fassung des Reiheitsgebots setzt der Verwendung von Weizenmehl weiterhin eine Grenze, die jeder  Vernunft entbehrt. Verwendet werden darf es nur, wenn es obergärig vergoren wird (also mit einer für das Weißbier typischen Hefe, die nach getraner Arbeit im Gärbottich nach oben steigt). Der “Schluck” aber ist mit einer untergärigen gebraut (mit einer Hefesorte also, die nach unten sinkt und eigentlich für Pils- und Lagerbiere vorgesehen ist). Geschmacklich ist der mit reichlich Hopfen aromatisierte naturtrübe “Schluck” beides – Kellerpils und Weizen – in einem. Ein flüssiger Gesetzesverstoß. Soweit die autoren. Fazit: ein toller Gesetzesverstoß dieses Bier aus Kronach. Mein Tipp: Man sollte es dort trinken, wo es gebraut wird.

Informationen zum gastfreundlichen Wirtshaus

Antlabräu und Braugasthof ‘s Antla, Amtsgerichtsstraße 21, 96317 Kronach

Internet: www.antla.de

Martin Dorschke, Norbert Krines, 111 fränkische Biere, die man getrunken haben muss, Emons Verlag GmbH, 2017.

 

Vom steintrockenen Herrenpils über das vollmundige und naturtrübe Zwickl bis hin zum Rauchbier, Bambergs »flüssigem Schinken«: Nirgendwo auf der Welt ist die Biervielfalt größer als in Franken. In 275 Brauereien entstehen dort über 2.000 Sorten. Auch die Einheimischen kennen davon meist nur einen Bruchteil, denn jeder Ort trinkt am liebsten seine eigenen Märzen, Pilsner und Bockbiere – und viele werden wie anno dazumal nur aus dem Fass und nur im eigenen Wirtshaus ausgeschenkt. Norbert Krines hat sie alle verkostet und mit Martin Droschke die 111, die man unbedingt getrunken haben muss, zu einem Genussführer durch Deutschlands Bierparadies zusammengestellt.

Autorenportrait

  • Martin Droschke

    Martin Droschke, geboren 1972 in Augsburg, zog 1992 zum Studium der Philosophie, Pädagogik und Geschichte nach Nürnberg. Er arbeitete als freier Journalist und Literaturkritiker u.a. für den »Tagesspiegel«, die »taz« und die »Süddeutsche Zeitung« und lebt heute als freier Werbetexter und Autor in Coburg. Er beschäftigt sich seit einem Urlaub in Pilsen, der Geburtsstadt des gleichnamigen Bierstils, intensiv mit Gerstensäften und veröffentlichte bereits verschiedene Bücher zum Thema Bier.

    mehr über diesen Autor

  • Norbert Krines

    Norbert Krines wurde 1973 im fränkischen Kulmbach geboren, der sogenannten »heimlichen Hauptstadt des Bieres«. Zum Studium der Germanistik, Sozialkunde und Geschichte wechselte er nach Bamberg, in die wahre Hauptstadt des Bieres, wo er als freier Autor und Dozent für Deutsch als Fremdsprache lebt. Seit 2001 ist er aktiver Heimbrauer. Im Januar 2011 startete er den Blog »Bier des Tages«, für den er jeden Tag ein Bier aus einer fränkischen Brauerei degustierte und beschrieb. Gemeinsam mit Martin Droschke veröffentlichte er 2016 den »Craft Beer-Führer Franken«.

    Hier ein weiterer Bericht zum Thema Craftbiere.

    und hier geht es zur Burgenstraße.

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstraße: Romantische Kulisse für Freilichtspiele

Cadolzburg (27)Die Skulptur „Die Feder siegt über das Schwert“ vor der Cadolzburg, Foto: D.Weirauch

Wenn an der Burgenstraße die Saison für die Freilichtspiele beginnt, bilden zahlreiche Burgen und Schlösser sowie lauschige Plätze in der Altstadt der jewieligen Orte wieder die unvergleichliche Kulisse für Theater und Musik unter freiem Sternenhimmel. Burgenstrasse: Romantische Kulisse für Freilichtspiele  Dann heißt es entlang der beliebten Ferienstraße, die sich quer durch Süddeutschland von Mannheim bis nach Bayreuth schlängelt, wieder „Vorhang auf“ für Geschichten über Glück, Freundschaft, tragische Liebe, Hass, Schmerz und Verrat. Unter www.burgenstrasse.de sind die Open-Air-Veranstaltungen – vom Musical über die Komödie bis zum Kinderstück – entlang der 770 Kilometer langen Reiseroute aufgelistet. Burgenstrasse: Romantische Kulisse für Freilichtspiele

Heidelberger Schlossfestspiele

Schauspiel und erstklassige Musik finden während der Heidelberger Schlossfestspiele vom 8. Juni bis zum 29. Juli zueinander. Die Verse William Shakespeares erwachen zu neuem Leben, wenn seine schönsten Lieder, Sonette und Szenen am 7. und 10. Juni im Dicken Turm des Schlosses musikalisch interpretiert werden. Am 23. und 24. Juni verzaubert der Grammy-nominierte Mandolinenspieler Avi Avital das Publikum im Schlosshof. In den Genuss einer leidenschaftlichen Mischung von Swing, Tango und Jazz kommen Besucher am 26. und 29 Juli, wenn Enrique Ugarte und Brenda Boykin ihr Konzert „La Fiesta“ geben. Theaterfreunde können sich auf „Der Diener zweier Herren“, ein Stück aus der Feder des italienischen Komödien-Spezialisten Carlo Goldoni freuen, das am 29. Juni und 1. Juli im Schlosshof aufgeführt wird (www.theaterheidelberg.de/festival/heidelberger-schlossfestspiele/).

 Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall bieten alles – vom Klassiker bis zum Musical (www.freilichtspiele-hall.de). Auf der großen Treppe vor der Kirche St. Michael werden vom 9. Juni bis zum 24. August kritische und unterhaltsame Stücke in Szene gesetzt. Das Publikum kommt in den Genuss von Weltliteratur, wenn „Wilhelm Tell“ mit der Armbrust auf den Apfel auf dem Kopf seines Sohnes schießt. Das Musical „Saturday Night Fever“ entführt in die schillernde Discowelt im New York der 70er Jahre, die Revue „In der Bar zum Krokodil“, in der Protagonist Tony versucht, als Tänzer Karriere zu machen,  in die wilden 20er Jahre.

Rothenburg o.d.Tauber

 Das Toppler Theater in Rothenburg ob der Tauber bringt vom 27. Juni bis zum 20. August acht Theaterstücke auf die Bühne, zwei davon sind selbst produziert (www.toppler-theater.de). In der Eigenproduktion „Wir sind mal kurz weg“ von Tilmann von Bloomberg treffen vier orientierungslose Männer auf dem Jakobsweg aufeinander, die in der Midlife-Crisis stecken. Am Lagerfeuer überwinden sie ihre anfänglichen Hemmungen und reden über ihre Ängste vor Haarausfall und anderen Verfallserscheinungen. Dagegen steht im barocken Schelmenstück „Die Courasche“ eine Frau im Mittelpunkt.

Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch
Traumhafte Kulisse für Theater: Rothenburg o.d.T Foto: D.Weirauch

Es erzählt die Lebensgeschichte von Courasche, der ersten Heldin, die je in einem deutschsprachigen Roman auftrat. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges führt sie ein erlebnisreiches, gefährliches und trotzdem lustbetontes und selbstbestimmtes Leben.

Cadolzburger Burgfestspiele

 Die Cadolzburger Burgfestspiele zeigen in diesem Sommer „Nisha“, ein Musical von Fritz Stiegler und Matthias Lange. Es wurde dem Ensemble auf den Leib geschrieben und greift topaktuelle sowie kritische Themen in gewohnt unterhaltsamer Weise auf. Musikalisch bewegt es sich zwischen Weltmusik, Rock-Pop und großen Filmmusik-Orchesterwerken, eingespielt von den Nürnberger Symphonikern. Schauplatz der Aufführungen ist der Burgvorhof vor der beeindruckenden Silhouette der Cadolzburg. Premiere ist am 21. Juni, gespielt wird bis zum 04. August 2018 (www.cadolzburger-burgfestspiele.de).

Blick auf die Cadolzburg Foto: D.Weirauch
Blick auf die Cadolzburg Foto: D.Weirauch

Klosterhofspiel in Langenzenn

 Langenzenn bietet gleich dreifaches Open-Air-Vergnügen: Die Klosterhofspiele zeigen vom 02.06. bis 28.07.2018  „Das Haus in Montevideo“, eine Komödie von Curt Goetz in einer Bearbeitung von Sue Rose. Moralische Werte sind das A und O in der Familie von Traugott Hermann Nägler. Mit dem Tod seiner Schwester und dem von ihr verfassten Testament wird Traugotts Ehrbarkeit auf eine harte Probe gestellt, denn die lukrative Erbschaft ist mit einer heiklen Bedingung verknüpft … Für die ganze Familie gibt es den Juli über das von Wilhelm Busch inspirierte Theaterstück „Maxi & Moritz“, aufgeführt vom Kinderensemble „die Klostermäuse“. Das Stück ab drei Jahren ist eine bunte Geschichte über zwei wilde Rotzlöffel. Auf der Bühne wird gereimt, getanzt, gesungen, gelacht und gefoppt (www.klosterhofspiele.de). Zudem zeigt die Hans-Sachs-Spielgruppe, die durch ihre erfolgreichen Theateraufführungen weit über die Grenzen der Region bekannt ist, erneut den „Jedermann“ nach Hugo von Hofmannsthal in der fränkischen Textfassung von Rudolf Kelchner. Schauplatz der Aufführungen vom 08.Juni bis 28. Juli 2018 ist der Rathaus-Innenhof (www.hans-sachs-spiele.de).

Rother Schlossfestspiele

Vom 21.07. bis 12.08. geht es bei den Rother Schlossfestspielen um den „Bürger als Edelmann“, eine Komödie von Jean Baptiste Molière. Die Aufführungen finden im idyllischen Innenhof des Schlosses Ratibor statt (www.schlosshofspiele-roth.de).

Rosenberg-Festspiele in Kronach

Bei den Rosenberg-Festspielen in Kronach wird vom 10. bis 29. Juni auf der über der Altstadt aufragenden Festung die Komödie „Don Camillo und Peppone“ aufgeführt sowie die komödiantische Oper „Figaros Hochzeit“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch für Kinder und Familien hat das Freilichttheater auf einer der größten mittelalterlichen Festungsanlagen Deutschlands etwas dabei: Ottfried Preußlers „Räuber Hotzenplotz“ (www.rosenbergfestspiele.de).

 Blick auf die Festung Kronach Foto: D.Weirauch

Blick auf die Festung Kronach, Foto: D.Weirauch

Über die Burgenstraße e.V.

Die 1954 ins Leben gerufene „Burgenstraße“ zählt zu den traditionsreichsten Ferienstraßen Deutschlands. Beginnend in Mannheim führt sie 770 Kilometer nach Bayreuth, vorbei an mehr als 70 Schlössern und Burgen durch die Landschaften des Neckartals, der Fränkischen Schweiz und des Frankenwaldes. Die Touristikroute gewährt Reisenden einen historischen Einblick in das Mittelalter, den Barock und den Klassizismus. Weitere Informationen unter www.burgenstrasse.de

 

+ Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

+ Sesslach an der Burgenstraße

+ Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

+ Burgerlebniszentrum auf der Cadolzburg

+ einstige Markgräfliche Residenz Ansbach

+ Das Deutsche Burgenmuseum auf der Heldburg

+ Auf der Burgenstraße unterwegs

Die Recherche in Franken wurde ebenfalls  unterstützt von Franken Tourismus.

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstraße: Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

Burg Rabenstein (3) - Kopie - Kopie

Die Burg Rabenstein in der schönen Fränkischen Schweiz gelegen, ist Burghotel und Tagungs- und Eventlocation im historischen Ambiente. 22 stilvolle Zimmer, Burgrestaurant, mehrere Veranstaltungsräume und ein vielseitiges Rahmenprogramm laden in das 64 Hektar große Naturparadies ein. Sophien-Tropfsteinhöhle, Falknerei und Gutsschenke mit Biergarten sowie viele Wanderwege ziehen alljährlich nicht nur zu den Wochenenden viele Gäste auf die Burg. Wir waren hier: Burgenstraße: Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

Freundliche Begrüßung durch das Burgfräulein Foto: K.Weirauch

Burg Rabenstein ist die erste Station einer mehrtägigen Tour auf der Burgenstraße. Für ein paar Tage mal raus …, „entschleunigen“ in erwachender Natur, in Bewegung sein, Neues erleben und hautnah erfahren, Typisches essen … . Wir wollten direkt im Herzen der Fränkischen Schweiz im Städtedreieck Nürnberg-Bamberg-Bayreuth einen der wohl schönsten Teile  der Burgenstraße kennenlernen.

ReiseSchlösser und Burgen

Auf der Burgenstraße: unterwegs von Mannheim nach Prag

Burgenstraße - logo
  • Burgenstraße:  1954 gegründet, zwischen Mannheim und Prag
  • Traditionsreiche Ferienstraße Deutschland
  • Länge: 1.200 Kilometer mit über 90 Schlösser und Burgen

Die Burgenstraße gewährt Reisenden einen historischen Einblick in Mittelalter, Barock und Klassizismus. Auf der beliebten  touristischen Route, die von Mannheim über Heilbronn und Nürnberg bis nach Prag führt, kann man in Baden-Württemberg, Bayern und Tschechien zahlreiche Burgen, Schlösser und Ruinen, aber auch mittelalterliche Stadtkerne erleben. Auf der Burgenstraße: unterwegs von Mannheim nach Prag

In Mannheim geht’s los

1954 wurde die Strecke zwischen Mannheim und Nürnberg zur Burgenstraße erklärt, 1994 weitete man sie bis nach Prag aus. Startpunkt ist am Ehrenhof des Schlosses in Mannheim, Stationen sind das Neckartal, das Hohenloher Land, die Frankenhöhe, die Fränkische Schweiz, das Fichtelgebirge und der Kaiserwald. myEntdecker stellt einige Highlights der Burgenstraße vor.

Kaiserpfalz in Bad Wimpfen

Rund 15 Kilometer nördlich von Heilbronn kommt man auf der gut ausgeschilderten Burgenstraße nach Bad Wimpfen. Über dem steilen Tal liegt Wimpfen mit sehenswerten Fachwerkhäusern. Schon von fern beeindruckt die markante Silhouette der einst größten Kaiserpfalz nördlich der Alpen mit Rotem und Blauem Turm, der Pfalzkapelle, den Arkaden des staufischen Palas und dem Steinhaus.

Rundgang mit  TürmerinDie Türmertradition auf dem Blauen Turm blieb über Jahrhunderte bis heute ununterbrochen erhalten. Blanca Knodel gilt als die einzige Türmerin in Deutschland. Sie fungiert gleichzeitig als „höchste“ Stadtführerin und erklärt gern bei einem Rundgang in luftiger Höhe von 33 Metern die ihr zu Füßen liegende pittoreske Altstadt. Adresse Kaiserpfalz: Burgviertel, Bad Wimpfen, Info: www.badwimpfen.de

Auf Burg Guttenberg

Hoch oben über dem Neckar, rund 60 Kilometer Kilometer von Heidelberg entfernt, liegen die imposanten Burgen Guttenberg und  Hornberg.
Burg Guttenberg, die der Familie von Gemmingen gehört, besitzt eine der seltenen genannten Holzbibliotheken. In kunstvollen Holzkästchen sind die wichtigsten Bestandteile verschiedener Waldgewächse untergebracht.

Ebenfalls sehenswert ist die Deutsche Greifenwarte auf der Burg Guttenberg mit über 100 Greifvögeln, von denen einige bei den täglichen Flugschauen zu erleben sind. Adresse: Burgstraße 1, Haßmersheim. www.burg-guttenberg.de

Götz von Berlichingen

Auf der anderen Talseite grüßt Burg Hornberg, die seit Jahrhunderten der Familie von Guttenberg gehört. Im rustikal eingerichteten  Burghotel kann man sehr gut speisen und übernachten. Der zur Burg gehörende Weinberg wird zu den ältesten noch bestehenden Weingütern der Welt gezählt.

Auf immer verbunden ist der Hornberg aber mit Götz von Berlichingen. Der „Ritter mit der eisernen Hand“ erwarb die Burg 1517 und lebte dort bis zu seinem Tode 1562. Johann Wolfgang von Goethe nahm dessen Lebensgeschichte als Vorlage für seinen „Götz von Berlichingen“. Adresse: Burg Hornberg 1, Neckarzimmern. www.burg-hotel-hornberg.de

Rothenburg ob der Tauber

Von der einstigen Burg Rothenburg selbst sind nur noch das Burgtor aus dem 12. Jahrhundert, der älteste und zugleich höchste Torturm der Stadt sowie der idyllische Burggarten erhalten. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Stadtsilhouette und das Taubertal.

Achtzehn Stationen durchläuft die Burgenstraße in Bayern zwischen Rothenburg ob der Tauber und Bayreuth. Sie passiert historisch bedeutende Städte wie Nürnberg, Bamberg, Coburg und Kulmbach und durchläuft Landschaften wie die Fränkische Schweiz, die Haßberge oder den Frankenwald. Besonders sehenswert sind Rothenburg sowie das auf der Unesco-Welterbe Liste stehende Bamberg.

Markgräfliche Residenz Ansbach

Die ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach gehört zu den bedeutendsten baulichen Zeugnissen des 18. Jahrhunderts in Franken. Markgräfin Friederike Luise, Schwester Friedrichs des Großen, war mit dem Markgrafen zu Brandenburg-Ansbach verheiratet.

ansbach

Sehenswert in der Residenz sind u.a. der doppelgeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett mit Meißener Porzellan sowie der Kachelsaal mit rund 2.800 Fliesen aus der einstigen Fayencemanufaktur Ansbach. Bei einer Schlossführung kann man 27 Prunkräume bestaunen. Adresse: Promenade 27, Ansbach. Geöffnet April-Sept, Di-So, 9-18 Uhr; Okt.-März, Di-So, 10-16 Uhr. Eintritt 4,50, erm. 3,50 Euro.

Kaspar Hauser in Ansbach

Gegenüber der Residenz lädt die Orangerie (Promenade 33, Ansbach, www.orangerie-ansbach.de) mit Hofgarten und Café ein. Sie ist vor allem mit Kaspar Hauser verbunden. Am 14. Dezember 1833 wurde hier Kaspar Hauser, das „Kind von Europa“, unter mysteriösen Umständen niedergestochen. Ein Kaspar-Hauser-Museum in Ansbach will Licht in das nach wie vor dunkle Kapitel bringen. Adresse: Markgrafenmuseum, Kaspar-Hauser-Platz 1, Okt.-April, Di-So, 10-17, Mai-Sept, tgl. 10-17 Uhr, Eintritt: 3,50, erm. 2 Euro.

Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch
Im Museum für Kaspar Hauser können Besucher abstimmen, Foto: D.Weirauch

Rokoko-Festspiele in der Orangerie

Im Hofgarten finden alljährlich Anfang Juli die Rokoko-Spiele statt, bei denen vor der Kulisse der Orangerie der Glanz des Ansbacher Hofes zu neuem Leben erwacht. Die Anlage wurde in Anlehnung an französische Vorbilder erbaut. Info: www.rokoko-festspiele.de

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Der Kammersänger auf Burg Abenberg

Ein kaum bekanntes Kleinod an der Burgenstraße ist Burg Abenberg im gleichnamigen Ort. Zwei Türme, der schlanke „Luginsland“ und der wuchtige „Schottenturm“, bestimmen die markante Silhouette der Burg. Beide wurden erst in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut. Im 11. und 12. Jahrhundert saßen auf der Burg die Hochstiftsvögte der Bischöfe von Bamberg.

Klöppelmuseum auf Burg Abenberg

1875 erwarb ein Münchner Kunsthändler die Burg, danach kaufte Kammersänger Anton Schott die Anlage und errichtete den „Schottenturm“. In dem Turm kann man heute wohnen. Auf der Burg befinden sich ein Museum für fränkische Geschichte und seit 2001 ein überregional bekanntes Klöppelmuseum. Das Burgerstaurant ist bekannt für seine preigekrönte fränkische Küche. Adresse Burg Abenberg: Burgstraße 16, Info Museen: www.museen-abenberg.de

Kaiserburg Nürnberg

Die als staufische Pfalz gegründete Kaiserburg in Nürnberg (Burg 13, Nürnberg, geöffnet April-Sept., 9-18 Uhr; Okt.-März, 10-16 Uhr, Info: www.kaiserburg-nuernberg.de) gehört zu den Highlights der Burgenstraße. Die um 1200 erbaute Doppelkapelle ist ältester Bestandteil der mächtigen Kaiserbrug und zeugt von der mittelalterlichen Hierarchie, die selbst im Gottesdienst Adel und König von dem gemeinen Volk abhob. Darüber hinaus unterhält das Germanische Nationalmuseum eine Zweigstelle auf der Burg.

Erlebenswert ist in der Weihnachtszeit übrigens der weltberühmte Nürnberger Christkindlesmarkt.

Aktivurlaub an der Burgenstraße

Aktivurlauber können an der Burgenstraße mit historischen Gemäuern im Blick Wandern, Rad- und Kanufahren. Viele der 90 Burgen und Schlösser liegen auf Anhöhen über Flüssen wie Neckar, Regnitz und Moldau. Urlauber mit Mountain-Bikes und Wanderschuhen sind in den historischen Stätten an der Burgenstraße gern gesehen. Anlegen kann man oftmals mit Kanu direkt am Fuße der Burgen.

Traumblick vom Fluss aus

Gerade im Neckartal hat man vom Fluss aus einen tollen Blick auf die zahlreichen Burgen am Weg von Heidelberg nach Heilbronn. Eine ungewöhnliche Perspektive bietet eine Kanutour, die beispielsweise von Haßmersheim nach Neckargerach im Canadier 36 Euro kostet. Für die rund 20 Kilometer auf dem Wasser sollte man einen Tag einplanen.

192 Kilometer lange Radtour

Wer das Wasser scheut, findet im Radtourenbuch vom Esterbauer Verlag zahlreiche Inspiration, beispielsweise auf der Route von Bayreuth nach Bamberg. Die Route ist 192 Kilometer lang, es gibt nicht allzu viele Höhenmeter zu bewältigen – und alle paar Kilometer laden Sehenswürdigkeiten wie die großen Festungen in Kronach, Kulmbach sowie Coburg zu einem Stopp ein.

Über Bäderdreieck bis Prag

Die Fränkische Schweiz und das Fichtelgebirge warten mit ihren wunderbaren Naturlandschaften. In Tschechien führt die Reise entlang der Burgenstraße durch das historische Bäderdreieck mit Marienbad und Karlsbad  vorbei an der Bierstadt Pilsen bis in die Goldene Stadt Prag.

Burgenstraße – Informationen

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