Potsdam

Eintauchen in das UNESCO-Welterbe

Die Schlösser und Gärten von Potsdam sind Sinnbild für das perfekte Zusammenspiel zwischen Kunst und Natur und gehören seit 1990 zum UNESCO-Welterbe. Dieses reicht vom Park Sanssouci über den Neuen Garten, Schloss und Park Babelsberg bis zur Pfaueninsel in Berlin. Umgeben von diesen bedeutenden Welterbestätten lädt die Innenstadt mit ihren Barockfassaden, versteckten Hinterhöfen und lauschigen Plätzen zum Schlendern und Entdecken ein.

Schloss Sanssouci in Potsdam Foto: Weirauch
Schloss Sanssouci in Potsdam Foto: Weirauch

Potsdams kulturelle Vielfalt spiegelt sich besonders in der Architektur wider. Die Monarchen lebten in der Residenzstadt ihre Sehnsüchte nach fernen Ländern aus und kreierten damit einen Ort, der die Welt in sich vereint. Potsdam ist italienisch, französisch, niederländisch, russisch und eben preußisch.

Kleines Schloss im Babelsberger Park
Kleines Schloss im Babelsberger Park
Potsdam Schiffbauergasse Theater
Potsdam Schiffbauergasse Theater

Bewegte Zeiten-  75 Jahre Potsdamer Konferenz

Die Residenz- und Garnisonstadt der preußischen Könige hat schon früh Weltgeschichte geschrieben. Immer wieder wurde Potsdam Zeuge bewegender Ereignisse. So jährt sich 2020 zum 75. Mal das Gipfeltreffen der drei Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Die Potsdamer Konferenz, die im Schloss Cecilienhof stattfand, symbolisiert den Endpunkt des Zweiten Weltkrieges und den Ausbruch des Kalten Krieges, der zur Spaltung Europas durch den „Eisernen Vorhang“ führte. Dem Jubiläum ist im Schloss Cecilienhof noch bis Ende des Jahres eine bewegende Ausstellung gewidmet.Panorama Cecilienhof Potsdam

Kultur erleben

Die Kultur- und Kreativszene trifft man in Potsdam an vielen Orten. So auch im Erlebnisquartier Schiffbauergasse, wo einst Dampfschiffe gebaut und Ersatzkaffee produziert wurde. Daran erinnert die Zichorienmühle, heute ein angesagtes italienisches Restaurant. Denkmalgeschützte Bauten, darunter das Waschhaus, die Maschinenhalle oder die einstigen Husaren-Pferdeställe, wurden restauriert und zu neuen Quartieren für Kunst und Künstlern.

Potsdams alter Markt

Auch Potsdams „neue Mitte“ rund um den Alten Markt avanciert mit der “Preussischen Achse” Filmmuseum, dem Potsdam Museum und dem Museum Barberini zu einem bemerkenswerten Museums- und Architekturensemble. Nicht weit davon, entlang der Preußenachse (nach Gerdesmann) kommt man zum Neuen Markt mit dem Kutschpferdestall, dem heutigen Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. In Sichtnähe der Stadtkanal.

Foto: Dietmar Horn
Foto: Dietmar Horn

Filme schauen und Drehorte entdecken

Es gibt viel zu “kieken” in Potsdam. Nicht nur auf der Leinwand, sondern auch hinter den Kulissen. Die Kamera steht nicht still. Potsdam pflegt eine langwährende, national wie international bedeutende Filmtradition. 1911 wurde von der 1899 gegründeten Firma Deutsche Bioskop der Grundstein für das Studio Babelsberg gelegt. Es gilt als das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt. 1912 fiel die erste Klappe für den Film „Der Totentanz” mit Asta Nielsen in der Hauptrolle. Seitdem steht der Stadtteil Babelsberg am Rande von Berlin im Fokus namhafter Filmemacher. Das Filmstudio hat die internationale Entwicklung des Kinos seit jeher mitbestimmt und war wegweisend in filmtechnischen Innovationen, wie beispielsweise die Erfindung der „entfesselten Kamera“, des Science Fiction, des Countdowns oder der ersten Ton- und Farbfilme. „Metropolis“, „Sonnenallee“, „Inglourious Basterds“, „Das kalte Herz“ oder „Bridge of Spies“ stehen
auf der langen Liste der in Babelsberg gedrehten Filme.

Potsdam Filmmuseum2019 wurde Potsdam als erste deutsche Stadt in die Liste der UNESCO-Creative City of Film aufgenommen. Gedreht wurde und wird immer wieder im Schloss Marquardt, einem eingemeindeten Dorf am Nordrand von Potsdam.

Herbst Park Marquardt
Ausflugsziel und Drehort: Schloss Marquardt

Wasser spüren

Potsdam ist mehr als eine Stadt. Potsdam ist eine Landschaft, ein „Eyland“, eine Insel. Ob man mit dem Wassertaxi durch das Havelidyll schippert, sich eine Abkühlung im Heiligen See  (was leider immer wieder von Vandalen ausgenutzt wird) gönnt oder selbst das Ruder eintaucht – vom Wasser aus eröffnen sich einem immer wieder außergewöhnliche Kulissen, die durch spannende Sichtachsen überraschen. Erst wer Potsdam vom Wasser erlebt hat, kennt die Stadt von ihrer schönsten Seite.

Blick von der Sacrower Heilandskirche auf das Dampfschiff "Gustav"
von Sacrower Heilandskirche auf das Dampfschiff “Gustav”
Heilandskirche Sacrow
Heilandskirche Sacrow

Winterliches Potsdam

Wenn die Eisschollen leise auf der Havel knirschen, gemütlich beleuchtete Straßenzüge im Abendlicht schimmern und die Uhren ein wenig langsamer ticken – dann ist es Winter in Potsdam. Die Havelseenlandschaft versprüht in dieser Zeit einen besonderen Zauber.Potsdam Weihnachten Die Potsdamer Adventszeit wird durch traditionelle und besondere Märkte an historisch spannenden Orten wie der Russischen Kolonie Alexandrowka oder dem Belvedere Pfingstberg versüßt. Sie verwandeln die Stadt in eine beschauliche Weihnachtskulisse, die zum Bummeln, Genießen und Innehalten einlädt.

Quelle: u.a. PI von Potsdam Tourismus, Weitere Informationen: www.potsdamtourismus.de