Potsdam

Polenbesuch ab 13.Juni wieder möglich

HirschbergertalPolen (20)Witwenhaus Schloss Lomnitz im Hirschberger Tal Foto: Weirauch

Polen öffnet wieder seine Grenzen zu Deutschland und anderen EU-Ländern. Die Einreise-Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sollen in der Nacht von Freitag auf Sonnabend (13. Juni) um 0 Uhr aufgehoben werden. Das hat die polnische Regierung am Mittwoch mitgeteilt.  Das ist eine gute Nachricht für alle Fans des Reiselandes Polen. Ab dem 13. Juni 2020 sind die Grenzen nach Deutschland wieder offen. Touristische Reisen sind dann wieder  möglich – natürlich unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln. Bereits seit einigen Wochen sind touristische Unterkünfte und gastronomische Betriebe in Polen für inländische Gäste wieder offen.

Campingurlaub in Polen

Campingurlaub in Polen ist eine gute Möglichkeit, mit Abstand die schönsten Regionen des Landes zu erleben.

Sicher reisen und die Natur genießen

Im Ermland, im Nordosten Polens, liegt zwischen zwei Seen der 4-Sterne-Campingplatz Tumiany. Foto: Camping Tumiany
Im Ermland, im Nordosten Polens, liegt zwischen zwei Seen der 4-Sterne-Campingplatz Tumiany. Foto: Camping Tumiany

Campingplätze in Polen werben mit Schutzkonzept

Am 13. Juni öffnet das Nachbarland Polen seine Grenzen wieder für deutsche Touristen. Die dortigen Campingplätze bieten genügend Raum, um den in Corona-Zeiten nötigen Abstand zu halten. Mit Unterstützung der Polnischen Föderation für Camping und Caravaning (PFCC) entstand ein umfangreicher Maßnahmenkatalog zum Schutz der Gäste. Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, reist im eigenen Wohnmobil nach Polen. Im Land gibt es mehr als 120 zertifizierte Plätze für Camping und Caravaning. Auch auf Luxus muss man inmitten der Natur nicht verzichten.

2019 war ein Erfolgsjahr für den Campingsektor in Polen. Im Vorjahresvergleich war die Zahl der Gäste um 15 Prozent auf etwa 1,9 Millionen gestiegen. Rund ein Drittel von ihnen kamen aus dem Ausland. Ob in diesem Jahr ein ähnliches Ergebnis erreicht werden kann, muss sich zeigen. Michał Szeftel, Vorsitzender der PFCC, ist zuversichtlich: „Campen ist die sicherste Form, seinen Urlaub zu verbringen. Man bringt seine eigene Unterkunft mit, befindet sich auf festgelegten Parzellen und hat fast keinen Kontakt zu anderen Touristen.“ Er rechnet damit, dass zahlreiche Polen in diesem Jahr auf den Mittelmeerurlaub verzichten und lieber mit dem Zelt oder Wohnmobil Urlaub im eigenen Land machen werden.

Dafür sprechen laut Michał Szeftel die aktuellen Zahlen: „Die Campingplätze wurden erst am 4. Mai wiedereröffnet. Seitdem ist die Nachfrage überdurchschnittlich hoch.“ Szeftel hofft darauf, dass auch die deutschen Gäste wiederkommen. Sie stellten im vergangenen Jahr mit rund 30 Prozent die wichtigste Gruppe der ausländischen Campingurlauber zwischen Ostseeküste und Karpatenbogen – noch knapp vor der Camping-Weltmeistern aus den Benelux-Staaten.

Um die Sicherheit von Gästen und Personal zu gewährleisten hat das für Tourismus zuständige Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung in Zusammenarbeit mit der PFCC einen umfangreichen Maßnahmenkatalog für die Campinganlagen aufgestellt. So wird die Gesamtzahl der Personen, die sich dort aufhalten dürfen, begrenzt. Nur Angehörige eines gemeinsamen Haushalts dürfen einen einzelnen Platz belegen. Es gibt detaillierte Regelungen, um in sanitären, gastronomischen und weiteren Gemeinschaftsräumen das Infektionsrisiko zu reduzieren. Außerdem muss gewährleistet sein, dass genügend Desinfektionsmittel bereitstehen. Informationstafeln informieren über die Belegungszahlen sowie die geltenden Regeln.

121 zertifizierte Camping- und Caravaningplätze

Insgesamt gibt es in Polen 121 zertifizierte Camping- und Caravaningplätze, von denen 108 zur PFCC gehören. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Hotels und Pensionen mit Stellplatzangebot für Zelte und Wohnmobile sowie einfache Biwakplätze. Die meisten zertifizierten Plätze sind entlang der mehr als 500 Kilometer langen polnischen Ostseeküste zu finden. Dorthin zog es 2019 rund drei Viertel aller polnischen sowie fast die Hälfte der ausländischen Campinggäste. Sehr viele Angebote gibt es im Seengebiet von Warmia-Mazury (Ermland-Masuren), das insbesondere bei deutschen Gästen beliebt ist und in den Bergregionen des Südens. Wer in diesem Jahr auf Ruhe setzt, findet zahlreiche Angebote auch außerhalb der touristischen Zentren.

Trend ist Glamping

Je nach Ausstattung sind die Plätze mit einem bis zu vier Sternen ausgezeichnet. Die Bandbreite reicht vom einfachen Zeltplatz bis zur komfortablen Anlage mit W-Lan, Pool, Restaurant und voll ausgestatteten Stellplätzen für Wohnmobile. Auch der Trend zu Glamping, dem Luxus-Camping inmitten der Natur, hat das Nachbarland längst erreicht. Ein Beispiel dafür ist das „Tatra Glamp“ in Bukowina Tatrzańska mit futuristisch anmutenden Luxus-Kuppelzelten, die einem Film über die NASA entsprungen sein könnten. Die klimatisierten Zelte sind aus Öko-Materialien hergestellt und eröffnen einen einzigartigen Panoramablick auf den Tatra-Nationalpark.

Noch gibt es freie Plätze

Noch seien freie Plätze für die Sommersaison verfügbar, erklärt Michał Szeftel. Dennoch empfiehlt der PFCC-Vorsitzende Besuchern aus Deutschland möglichst frühzeitig den Platz für das eigene Zelt, den Campingwagen oder das Wohnmobil zu reservieren. Einen Überblick in deutscher Sprache mit entsprechenden Kontaktdaten liefert das Internetportal des Verbandes, www.pfcc.eu In einem europaweiten Vergleich des Online-Portals www.camping.info für 2019 gehörte Polen zu den günstigsten Destinationen. Eine Campingnacht für zwei Personen mit Stellplatz, Strom und Ortstaxe wurde dort mit durchschnittlich 16,07 Euro berechnet. In Deutschland lag der Wert bei 23,83 Euro, in Italien sogar bei 36,18 Euro.

Weitere Informationen zu Reisen nach Polen 

 Polnisches Fremdenverkehrsamt • Hohenzollerndamm 151 • 14199 Berlin • Tel.: 030 / 21 00 92-0 •
Fax: 030 / 21 00 92-14 • E-Mail: info.de@polen.travel • www.polen.travel  www.facebook.com/polen.travel

Beispiele Camping-Vielfalt in Polen

Ob in den Bergen oder am Strand, Polens Campingplätze bieten viel. Ein paar Beispiele:

Der Campingplatz „Wagabunda“ in der masurischen Seglerhauptstadt Mikołajki (Nikolaiken) wurde im Wettbewerb der PFCC bereits mehrfach mit einem ersten Platz ausgezeichnet. Die Drei-Sterne-Anlage befindet sich direkt am Nikolaiker See. Besucher können von dort zur Kajak- oder Segeltour aufbrechen und Fahrradausflüge in die umliegenden Wälder unternehmen. www.wagabunda-mikolajki.pl

Der Campingplatz „Na granicy“ im Seebad Mielno (Großmöllen), liegt am Jezioro Jamno (Jamunder See). Der keine 600 Meter vom Ostseestrand entfernte Küstensee ist ein Paradies für Surfbegeisterte. Ein neuer Radweg führt um den See. Die Vier-Sterne-Anlage, ebenfalls Preisträgerin im jüngsten PFCC-Wettbewerb, bietet neben Plätzen für Zelte und Wohnmobile auch komfortable Ferienwohnungen. www.nagranicy.pl

Mitten im Grünen mit Blick auf die Śnieżka (Schneekoppe), ist der Vier-Sterne-Platz „Camp66“ eine ideale Ausgangsbasis für Wanderungen zum höchsten Berg des Riesengebirges und dem dortigen Nationalpark. Die neue Anlage unweit von Karpacz (Krummhübel) ist ganzjährig geöffnet und verfügt über umfangreiche Angebote wie Restaurant, Sommerpool und Bibliothek. www.camp66.pl (nur PL)

Wer noch mehr Abgeschiedenheit sucht, ist in Glendoria richtig. Das Glamping-Resort entstand auf einem alten Gehöft am Rande des Dörfchens Ględy (Galinden), unweit von Olsztyn (Allenstein). In den im Kolonialstil eingerichteten Komfortzelten können sich Gäste wie auf einer Luxus-Safari fühlen. Ihnen steht ein SPA zur Verfügung, die Küche ist im Geiste der Slow-Food-Bewegung geführt und bietet auch vegane Gerichte an. www.glendoria.pl

 

Gemütliche Wohnzimmeratmosphäre im Resort Glendoria. Foto: www.glendoria.pl
Gemütliche Wohnzimmeratmosphäre im Resort Glendoria. Foto: www.glendoria.pl
Glamping im Kolonialstil bietet das Resort Glendoria bei Olsztyn. Foto: www.glendoria.pl
Glamping im Kolonialstil bietet das Resort Glendoria bei Olsztyn. Foto: www.glendoria.pl

Hier geht es zu den Masurischen Seen und zum Oberlandkanal

Wo die Schiffe über Berge fahren: Oberlandkanal

Verträumte Landschaft: Masuren

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