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Per Schmalspurbahn zum UNESCO-Welterbe Tarnowitz

Tarnowitz (18)

Eine historische Schmalspurbahn verkehrt in den Sommermonaten zur Silbermine im schlesischen Tarnowskie Góry (Tarnowitz), die seit 2017 Teil des UNESCO-Welterbes ist. Die Züge fahren an den Ferienwochenenden im Juli und August dreimal täglich zwischen Bytom (Beuthen) und Miasteczko Śląskie (Georgenberg).

Oberschlesische Schmalspurbahn

Das in Spurweite 785 mm gebaute oberschlesische Bahnstreckennetz gilt als eines der ältesten ununterbrochen in Betrieb stehende Schmalspurnetz der Welt. Ich bin erstaunt, wie engagiert die jungen Mitglieder des Eisenbahnvereins sich um die Wiederherstellung der Bahnanlagen kümmern. Gern lasse ich eine Spende da und hoffe bei einem nächsten Besuch mit dem Zug fahren zu können. Es lohnt sich vorher im Internet nach den Fahrzeiten zu erkundigen. Junge Schlosser und Hobbyeisenbahner sind täglich vor Ort und geben gern Auskunft. So erfahren wir, dass es seit Beginn des 19. Jahrhunderts und ab Dampftraktion gab.

Von Beuthen bis Tarnowitz dauert die Fahrt etwa 40 Minuten. Die einfache Fahrt für die Gesamtstrecke kostet 14 Złoty (ca. 3 Euro). Die Bahnlinie wird vom Verein der Eisenbahnfreunde Bytom betrieben. Die 1853 eröffnete Strecke gehört zur Oberschlesischen Route der Technikdenkmäler. Sie ist nur ein kleiner Teil des Systems von Schmalspurbahnen, das im 19. Jahrhundert im oberschlesischen Industrierevier entstand, um die dortigen Bergwerke, Hütten und Fabriken miteinander zu verbinden.

UNESCO-Welterbe Silberschaubergwerk Tarnowitz